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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

(Bad Bevensen) Mit einem sensationellen Ergebnis sowohl bei den Reitpferden mit einem Durchschnittspreis von 77.000 Euro, als auch bei den Fohlen mit einem Durchschnitt von 17.500 Euro endete die 27. Elite im Herbst auf dem Klosterhof Medingen. Der Klosterhof beeindruckt in jedem Auktionsjahr mit Qualität und hervorragenden Preisen für die Aussteller – das Jahr 2016 macht da keine Ausnahme: Mit 330.000 Euro markierte der Oldenburger Wallach Dexter die Preisspitze der Herbstauktion in Bad Bevensen. Mit sensationellen 120.000 Euro war das Hengstfohlen Backstage die Preisspitze der Fohlenkollektion. Die 27. Herbstauktion schloss am Samstagabend mit dem besten Ergebnis aller bisherigen Auktionen.

Exquisite Reitpferde
Bei den Reitpferden setzte einmal mehr De Niro besondere Akzente. Gleich die Katalog Nr. 1, Dexter, ein vierjähriger Rappe von De Niro – Canaster wurde für 330.000 Euro an einen renommierten Dressurstall  in Rheinland-Pfalz zugeschlagen. Die Katalog Nr. 6, Didavi von De Niro – Wolkentanz erhielt den Zuschlag bei 110.000 Euro, Katalog Nr. 10, Hot Shot, der gleich zweimal das De Niro-Blut im Pedigree führt, ging für 280.000  Euro an einen Dressurstall in Holland. Ein weiteres Highlight setzte die hochnoble Feuerspiel-Latimer Tochter Feldrose: für den Zuschlagspreis von 270.000 Euro wird die Katalog Nr. 13 ihre Box bei einer Grand Prix Reiterin aus Stade beziehen.
Insgesamt erzielte die Herbstauktion für 22 Reitpferde einen Gesamterlös von 1.536.000 Euro und einen herausragenden Durchschnittspreis von 77.000 Euro! Ergebnis sorgfältiger Auswahl für die Kollektion, präziser Vorbereitung und umfassender Beratung und Service durch den Klosterhof Medingen.

Hengstfohlen Backstage von Borsalino überragt alle
Die Fohlenauktion begann ebenfalls mit einem Paukenschlag: Der Westfälische Siegerhengst Borsalino feierte sein Auktionsdebüt und zwar mit gleich zwei Fohlen zu Spitzenpreisen. Zum einen mit der Katalog Nr. 25, Bitter Lemon, der für 70.000 Euro an Neukunden aus Dänemark verkauft wurde. Zum anderen mit dem teuersten Hengstfohlen der Kollektion: Für 120.000 Euro geht der Borsalino – De Niro – Caprimond – Sohn Backstage (Kat. Nr. 38) an eine Hengstaufzüchterin in Niedersachsen. Backstage ist der Sohn der Stute Wega Weissera von De Niro und hat mütterlicherseits den Elite Hengst Caprimond zum Großvater. Wie die Preisspitze der Reitpferde,  stammt auch Backstage aus der Zucht des belgischen Stalles Pure Equestrian VOF. Dort dürften nach der Auktion die Champagnerkorken geknallt haben. Die 10 angebotenen Fohlen des Borsalino erzielten den herausragenden Durchschnittspreis von 29.200 Euro.

Auch die Fohlen des Bronzemedaillengewinners der WM der Jungen Dressurpferde, Quantensprung, waren erneut äußerst begehrt und erzielten Spitzenpreise, der Durchschnittspreis der 12 verkauften Quantensprung-Nachkommen lag bei 14.800 Euro. Darunter die Katalog Nr. 34, Quintano von Quantensprung – Hotline, der für 50.000 Euro nach Kanada verkauft wurde und das überragende Stutfohlen Nr. 47 Quite Gold von Quantensprung – Rubinero, das für 20.000 Euro ebenfalls in einem Kanadischen Dressurstall aufwächst.

Insgesamt wurde für die Hälfte der angebotenen Fohlen Preise im 5-stelligen Bereich erzielt. Der Gesamterlös betrug 660.000 Euro für die Fohlenkollektion und der Durchschnittspreis – wichtiger Indikator für den Fohlenmarkt – kletterte auf 17.500 Euro. Damit ist die Herbstauktion des Klosterhofes Medingen erneut ihrem Ruf, ein Marktplatz für Spitzenqualität zu sein, gerecht geworden. Der Klosterhof gratuliert und bedankt sich bei allen Züchtern, Ausstellern und Kunden für diesen herausragenden Erfolg!

Kunden aus Deutschland, Kanada, den USA, Dänemark, Großbritannien, Spanien, Luxemburg und den Niederlanden waren bei der 27. Elite im Herbst zu Gast.

Details  zur Kollektion und der Preisspiegel unter www.klosterhof-medingen.de.

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Kiki Beelitz/ Preisspitze Dexter und der neue Besitzer machen sich bekannt: Prof Bernd Heicke (Gestüt Fohlenhof, Haßloch) ersteigerte den Wallach auf dem Klosterhof Medingen.

(Damme) Der Sieger kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, das Pferd aus Oldenburg: Der 27-jährige Benjamin Wulschner (Wendorf) hat mit der Stute La Darca das Championat der Stadt Damme – gewonnen. Beim ersten Indoor-CSI setzte sich der Profi in fehlerfreien 35,21 Sekunden an die Spitze. Benjamin ist der Sohn des Nationenpreisreiters Holger Wulschner und seit dem Frühjahr wieder in Mecklenburg zuhause nach mehreren Jahren Selbstständigkeit in Baden-Württemberg.

Jan Wernke eroberte den zweiten Rang in der Hauptprüfung des ersten internationalen Hallenturniers im Herbst 2016 mit dem Lord-Pezi-Nachkommen Lorelli (0/36,54). Nur vier Tage nach dem Start beim CHI Donaueschingen, das einen der größten Rasenplätze überhaupt hat, „war das ein interessantes Gefühl, in der Halle zu reiten“, lacht Wernke und weiter:  „Ich bin sehr zufrieden, weil alle meine drei Pferde das sehr gut gelöst haben in Damme.“ Schon die ersten beiden Prüfungen gewann der Springreiter aus Holdorf, am Sonntag folgte dann Platz zwei im Reitsportzentrum Damme im Championat. Mit dieser Prüfung endeten drei Tage Springsport pur im Reitsportzentrum Damme, das einmal mehr Gastgeber für Reiterinnen und Reiter aus mehreren Nationen, vor allem aber auch für die deutschen Protagonisten war.

Platz drei sicherte sich ein „anderer Jan“ –  Jan Sprehe aus Löningen pilotierte die Hannoveraner Stute Coeur de Lion auf den dritten Rang (0/ 37,11) und verdrängte damit den Bundestrainer der deutschen Nachwuchsreiter, Markus Merschformann aus Osterwick und Wilane (0/37,19) auf den vierten Platz. Insgesamt neun von 25 Startern in der Hauptprüfung des CSI blieben fehlerfrei und damit qualifiziert für das Stechen.

Henrik Griese aus Lemgo sicherte sich am Vorabend des Finaltages im Reitsportzentrum Damme den Sieg im Punktespringen der Mittleren Tour, Preis der Fa. Artist & Music Events. Mit der elf Jahre alten Westfalen-Stute Lissbonia ließ er der Konkurrenz in der Punktespringprüfung mit Joker keine Chance. Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Meredith Michaels-Beerbaum aus Thedinghausen verzichtete auf die großen Prüfungen mit Rücksicht auf ihre noch nicht ganz so erfahrenen Pferde.

Alle Informationen zum CSI Damme: www.csi-damme.de.
Informationen zum Reitsportzentrum. www.reitsportzentrum-damme.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/reitsportzentrumdamme/
Bei Twitter: https://twitter.com/rzdamme

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Fotodesign Feldhaus/ Benjamin Wulschner und La Darca setzten sich im Championat der Stadt Damme an die Spitze.

Sieger und Platzierte in Schildau, Darmstadt-Kranichstein, Montelibretti/ITA, Barcelona/ESP, Canteleu/FRA, New York/USA, Waregem/BEL, Negrepelisse/FRA

Europameisterschaften Fahren Junge Fahrer/Junioren/Children vom 22. bis 25. September in Schildau

Mannschaftswertung
1. Deutschland (Tom Bücker, Anna-Marie Lass (beide Children), Ann-Christin Leeser, Carla Ritzler (beide Junioren), Marlena Brenner, Anika Geiger (beide Junge Fahrer)); 358,23 Punkte
2. Frankreich; 365
3. Schweden; 365,71

Einzelwertung Children Einspänner Pony
1. Cloe Ubeda (FRA); 96,36 (Dressur 56,57/Marathon 39,79/Hindernis 0)
2. Elise Strauss (SWE); 99,06 (56,37/40,72/1,97)
3. Colette Holdsworth (GBR); 100,12 (49,89/47,23/3)

8. Tom Bücker (Emsdetten); 107,37 (50,66/48,57/8,14)

Einzelwertung Junioren Einspänner Pony
1. Andrea Schöftner (AUT); 132,86 (52,82/77,05/3)
2. Mikkel Kruse Johannsen (DEN); 133,78 (49,41/78,38/6)
3. Emily Viller (GBR); 135,33 (56,23/79,10/0)

8. Lisa Maria Tischer (Neu-Isenburg); 146,22 (54,42/81,94/9,87)

Einzelwertung Junge Fahrer Einspänner Pony
1. Marlena Brenner (Schüttorf); 126,01 (43,84/76,17/6,45)
2. David Palkovics (HUN); 136,88 (48,78/82,10/6)
3. Linnea Kristiansen (SWE); 136,98 (44,12/78,96/13,90)

Einzelwertung Junge Fahrer Einspänner Pferde
1. Anika Geiger (Rechtmehring); 123,41 (40,43/79,98/3)
2. Marie Tischer (Neu-Isenburg); 125,87 (43,63/82,25/0)
3. Jovanca Marie Kessler (Friedewald) 133,38 (40,84/89,21/3,33)

Weitere Informationen unter www.pferdesport-arena.de

Internationales Dressur- und Springturnier (CDI4*/CSI2*) vom 22. bis 25. September in Darmstadt-Kranichstein

Grand Prix
1. Sanneke Rotheberger (Bad Homburg) mit Wolke Sieben; 71,800 Prozent/1795,001 Punkte
2. Jenny Lang-Nobbe (Karlsruhe) mit Loverboy; 71,800/1795
3. Mads Hendeliowitz (SWE) mit Jimmie Choo Seq; 71,660

Grand Prix Special
1. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Fohlenhofs Rock’n Rose; 72,235
2. Pia Laus-Schneider (ITA) mit Shadow; 70,725
3. Sanneke Rothenberger (Bad Homburg) mit Wolke Sieben; 70,490

Grand Prix Kür
1. Jenny Lang-Nobbe (Karlsruhe) mit Loverboy; 76,300
2. Sanneke Rotheberger (Bad Homburg) mit Deveraux OLD; 75,900
3. Marlies Van Baalen (NED) mit Ratzinger; 72,900

Kür Junioren
1. Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) mit Geisha; 80,250
2. Lana Raumanns (Frankfurt) mit Feodor Nymphenburg; 73,875
3. Evelina Söderström (SWE) mit Weihenstephaner; 73,850

Kür Junge Reiter
1. Julia Groenhart (NED) mit First Barrichello; 72,750
2. Jessica Krieg (Heinsberg) mit Special Edition; 71,650
3. Sophie Stilgenbauer (Albisheim) mit Scharon; 70,500

Großer Preis
1. Michael Kölz (Leisnig) mit FST Dipylon; 0/0/39,64
2. Marie Etter Pellegrin (SUI) mit Admirable; 0/0/41,71
3. Pascal Bettschen (SUI) mit Colin Vi; 0/0/43,80

Weitere Informationen unter www.kranichsteinerhof.de

Europameisterschaften Vielseitigkeit Junioren/Junge Reiter vom 22. bis 25. September in Montelibretti/ITA

Mannschaftswertung Junioren
1. Deutschland (Emma Brüssau mit Donnerstag, Johanna Zantop mit FBW Santana’s Boy, Jerome Robine mit Guccimo R, Anais Neumann mit Pumuckel E); 126,60 Punkte
2. Frankreich; 131,30
3. Großbritannien; 143,50

Einzelwertung Junioren
1. Anais Neumann (Nümbrecht) mit Pumuckel E; 38,50 (Dressur 38,50/Gelände 0/Springen 0)
2. Victor Levecque (FRA) mit Phunambule des Auges; 40,80 (40,80/0/0)
3. Sofia Sjoborg (SWE) mit DHI Mighty Dwight; 41,30 (41,30/0/0)

Mannschaftswertung Junge Reiter
1. Frankreich; 169,00
2. Deutschland (Tina Krüger mit Dolce Mia, Flora Reemtsma mit Ikarosz, Hanna Knüppel mit Carismo, Marie-Sophie Arnold mit Remember Me); 177,90
3. Italien; 207,20

Einzelwertung Junge Reiter
1. Marie Fuss (FRA) mit Charlotte Sillas de La; 51,80 (43,00/8,8/0)
2. Hella Meise (Gütersloh) mit First Flighter’s Beauty; 53,70 (49,70/0/4)
3. Alexis Coury (FRA) mit Trompe L’Oeil D’emery; 53,90 (49,90/0/4)

Weitere Informationen unter www.cme2016.weebly.com

Internationales Offizielles Springturnier (CSIO-Finale) vom 22. bis 25. September in Barcelona/ESP

Finale Nationenpreis
1. Deutschland (Christian Ahlmann mit Taloubet Z, Ludger Beerbaum mit Casello, Marcus Ehning mit Pret A Tout, Janne Friederike Meyer mit Goja); 0/0/39,80
2. Großbritannien; 0/0/41,57
3. USA; 4/221,80

Großer Preis
1. Darragh Kenny (IRL) mit Go Easy de Muze; 0/0/41,81
2. Greg Patrick Broderick (IRL) mit MHS Going Global; 0/0/41,98
3. Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Chiara; 0/0/42,73

Weitere Informationen unter www.csiobarcelona.com

Internationales Springturnier (CSI3*) vom 22. bis 25. September in Canteleu/FRA

Großer Preis
1. Constant van Paesschen (BEL) mit Calore van de Helle; 0/0/40,41
2. Nicolas Deseuzes (FRA) mit Quilande de Lezeaux; 0/0/40,90
3. Alexandre Fontanelle (FRA) mit Quaprice de L’Etivant; 0/0/40,93

9. Felix Hassmann (Lienen) mit Horse Gym’s Balance; 0/4/42,44

Weitere Informationen unter www.csi-happyjump.fr

Internationales Springturnier (CSI3*) vom 21. bis 24. September in New York/USA

Großer Preis
1. Jimmy Torano (USA) mit Day Dream; 0/0/37,05
2. Sharn Wordley (NZL) mit Barnetta; 0/0/41,39
3. Conor Swail (IRL) mit Cita; 0/4/33,12

21. David Will (Pfungstatt) mit Cento du Rouet; 5/83,49

Weitere Informationen unter www.cphs.coth.com

Internationales Offizielles Vielseitigkeitsturnier (CICO3*/CIC2*/CIC1*) vom 22. bis 25. September in Waregem/BEL

Nationenpreis
1. Deutschland (Stephanie Böhe mit Haytom, Leonie Kuhlmann mit Cascora, Franziska Keinki mit Lancaster, Andreas Dibowski mit It’s me); 176,70
2. Großbritannien; 186,70
3. Frankreich; 202,40

CICO3* Einzelwertung
1. Stephanie Böhe (Lüneburg) mit Haytom; 47,10 (Dressur 42,70/Springen 4/Gelände 0,40)
2. Isabelle Taylor (GBR) mit Frog Rock; 49,00 (43,40/4/1,60)
3. Caroline Chadelat (FRA) mit Kadessia; 52,30 (51,50/0/0,80)

CIC2*
1. Yoshiaki Oiwa (JPN) mit Calle; 52,30 (46,70/0/5,60)
2. Karin Donckers (BEL) mit Rouky Dimavi; 52,90 (44,10/0/8,80)
3. Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Mr. Tomtom; 54,00 (43,60/4/6,40)

CIC1*
1. Antonia Baumgart (Düsseldorf) mit Rapunzel vom Quellhof; 40,90 (40,90/0/0)
2. Stephanie Böhe (Lüneburg) mit Simple Smile; 43,50 (43,50/0/0)
3. Josephine Schnaufer (Neitersen) mit Vivian; 43,50 (42,70/0/0,80)

Weitere Informationen unter www.eventingwaregem.be

Weltmeisterschaften Junger Distanzpferde (CH-M-YH-E) vom 21. bis 25. September in Negrepelisse/FRA

120 km
1. Sabrina Arnold (Kirchheim) mit Tsagan Nour; Reitzeit 5 Stunden:59 Minuten:4 Sekunden
2. Emma Rosell Segura (ESP) mit Danco; 6:6:58
3. Laia Soria Pinol (ESP) mit Nervi Del Rieral; 6:7:00

Weitere Informationen unter www.endurance-equestre-negrepelisse.com

Quelle: FN-press

(hpv). Nachdem Grischa Ludwig in den Jahren 2001 (Kreuth) und 2004 (Bad Salzuflen) den Meistertitel nach Bitz holte, sicherte sich heuer Julia Schumacher, 30-jährige Co-Trainerin auf dem LQH-Schwantelhof in Bitz, den (FN-)Titel in der von der Fèdèration Equestre Internatio-nale (FEI) anerkannten Westernreitdisziplin Reining. Im Sattel von „Couers Little Tyke“, der im Besitz von Hans Georg Holzwarth steht, verwies die Baden-Württembergerin mit 222,5 Punk-ten das Brüderpaar Elias und Emanuel Ernst (Windeck) auf den Silber- und Bronzerang.

„Ich kann es immer noch nicht fassen was mir hier und heute gelungen ist“, freute sich Julia über ihren Erfolg und ergänzte selbstbewusst: „Der Hengst hat ein großes Kämpferherz – und es ist eine Freude ihn zu reiten. Und auch deshalb habe ich ein wenig mit einer guten Platzie-rung im Vorderfeld gerechnet, aber beim besten Willen nicht mit der Goldmedaille. Immerhin waren Teilnehmer am Start, die schon für Deutschland bei Welt- beziehungsweise Europa-meisterschaften gestartet sind.“ In der Tat, denn mit den Silber- und Bronzemedaillen wurden Elias Ernst (221,0), der „USS N Dun it“ gesattelt hatte, und sein älteren Bruder Emanuel (220,5), der im Sattel von „She`s a cute star“ saß, zwei „Hochkaräter“ ausgezeichnet, die schon mit silbernen- und bronzenen-Plakette auf FEI-Championaten ausgezeichnet worden sind.“

Bei den Jungen Reitern sicherte sich Maria Theresia Till (Leipzig, 217,5) mit „ARC Captain“ den Titel vor Julia Steinbrecher (Brannenberg, 214,0) mit „Walla Walla Wimpy“ und Katharina Ramm (Bargenstedt, 213,5) mit „Steadys Little Dude“. In der Junioren-Abteilung war es schließlich Franziska Engel (Haunstein, 213,0) auf „KD Whizoffthefuture“ triumphierte und Rieper (Oyten, 206,0) auf „Flip N Rooster“ sowie John Wisser (Niedersayn, 203,5) mit „AW Cielo Whiz“ auf die folgenden Plätze zwei und drei verwies.

Quelle: Hans-Peter Viemann

Foto: Figure 8

INTERNATIONALES SOMMERFESTIVAL – KRANICHSTEIN
Mit dem Internationalen Kranichsteiner Sommerfestival heißt es wieder Turniersport im Dressur- und Springreiten auf höchstem Niveau

CSI* DAMME
Das Reitsportzentrum Damme veranstaltet über 4 Tage ein internationales CSI2* Springturnier mit Weltranglistenspringen und einem exklusiven Showprogramm

HERBSTTURNIER RICHELSDORF 2016
Der Reit- und Fahrverein Richelsdorf e.V. lädt zum Herbstturnier mit Kreismeisterschaft Springen LK 4 und 5 des Kreisreiterbundes Hersfeld-Rotenburg  in Wildeck-Richelsdorf ein

Spitzensport aus der letzten Woche HIER im Archiv

FEI WORLD BREEDING JUMPING CHAMPIONSHIPS FOR YOUNG HORSES
Im September wird Domäne Zangersheide zum Zentrum, von dem aus Springtalente um den Weltmeistertitel kämpfen.

60. INTERNATIONALES S.D. FÜRST JOACHIM ZU FÜRSTENBERG GEDÄCHTNISTURNIER
Vier Tage Spitzensport für jeden Reitsportfan ; ob Springreiten, Dressur oder bei rasanten Fahrwettbewerben, es treffen sich national sowie international erfolgreiche Reiter und Fahrer.

Quelle: ClipMyHorse.TV Deutschland GmbH

(Kiel) Die einen lieben den Springsport, die anderen die Dressur: beidem trägt die Baltic Horse Show (6. – 9. Oktober) Rechnung: Die Cellagon Dressur Matinée bringt den Grand Prix de Dressage und die Grand Prix Kür nach Kiel und dazu das Finale des LVM Cups Dressur, das den Zukunftshoffnungen im Dressursport gilt. Mit Piaffen & Passagen werden vor allem Norddeutschlands Dressurasse die „Halle rocken“.

Allen voran der Landesmeister von Schleswig-Holstein und Hamburg, Wolfgang Schade. Der Hamburger gewann im September zum dritten Mal in Folge – einmal mit Willi Wacker, zweimal mit Dressman – den Titel nach drei Meisterschaftsprüfungen. Schade trifft auf viele vertraute Gesichter: Kristy Oatley, Australiens Olympia-und WM-Offensive mit Wohnsitz in Norddeutschland ist in Kiel dabei und auch die jüngste Derbysiegerin aller Zeiten, Kathleen Keller aus Luhmühlen, die 21-jährig das Deutsche Dressur-Derby vor wenigen Jahren gewinnen konnte.

Mannschafts-Europameisterin dabei
Aus dem deutschen B-Kader Dressur ist Jan-Dirk Giesselmann aus Barver bei der Baltic Horse Show am Start. Der Pferdewirtschaftsmeister erhielt im Juni die Kaderberufung. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit der Mannschafts-Europameisterin Nadine Husenbeth (Sottrum). Husenbeth zählte zu der deutschen Equipe, die in Hagen a.T.W. in diesem Jahr Gold bei den ersten U25-Europameisterschaften gewann. Insgesamt werden zehn Dressurreiterinnen und -reiter für die Cellagon Dressur Matinée erwartet.
Die beginnt mit dem Grand Prix de Dressage am Samstag um 08.00 Uhr in der Kieler Sparkassen-Arena und setzt sich am Sonntag mit zwei Prüfungen fort: ab 08.00 Uhr geht es in einer Dressurprüfung Kl. L um das Finale des LVM Cups, in dem die besten Junioren aus Schleswig-Holstein antreten. Um zehn Uhr wird „zum Tanz“ für Pferde und Reiter gebeten – mit der Grand Prix Kür, die optisch und akkustisch ein eigenes Highlight setzt.

Tickets für die Baltic Horse Show  
Karten kosten zwischen fünf und zehn Euro (Kinder) und 9 bis 29 Euro (Erwachsene)- je nach Tag und Sitzplatz. Kinder von 6 bis 16 Jahren haben am Donnerstag und Freitag, dem Steiskal-Kindertag der Baltic Horse Show, freien Eintritt.  Kinder bis 5 Jahre haben an allen Tagen freien Eintritt ohne Sitzplatzanspruch. Am Freitag gibt es „Late Night Tickets“ für acht Euro pro Person und gültig ab 17.00 Uhr. Buchbar sind auch 2016 komfortable Business-Seats, also gepolsterte und nummerierte Sitzplätze für 25 Euro (Freitag) und 29 Euro (Samstag und Sonntag). Alle Infos: Telefon (01806) 991175 oder per e-mail unter kundenservice-baltic-horse-show@eventim.de. Nähere Informationen auch unter  https://www.eventimsports.de/ols/bhs

Die Baltic Horse Show online gibt es unter: www.baltic-horse-show.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/baltichorseshow?ref=ts
Bei Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCvX1hd-EiPIzD93lJwVrHYQ
Bei Instagram: https://www.instagram.com/baltic_horse_show/

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Lafrentz/ Wer folgt Isabell Werth und El Santo NRW als Sieger bei der Baltic Horse Show 2016? Die Cellagon Dressur Matinée lockt am Samstag und Sonntag nach Kiel.

(Damme) Zwei Prüfungen, zwei Siege – Springreiter Jan Wernke hat zum Auftakt des CSI Damme alles richtig gemacht. Der junge Profi aus Holdorf gewann die ersten Prüfungen der Mittleren und der Großen internationalen Tour im Reitsportzentrum Damme. Mit dem Lord-Pezi-Nachkommen Lorelli gelang eine tadellose und schnelle Runde in der Mittleren Tour, mit dem Hannoveraner Fuchs Vabio setzte sich Wernke gleich danach auch noch in der Großen Tour an die Spitze.

Das CSI Damme steuern an diesem Wochenende etliche Profis und Amateure an. Sportanlage und Wetter machen alles möglich: Geritten wird unter dem Hallendach, draußen kann mit den Pferden gebummelt und locker geritten werden und das nutzen die Turniergäste gern. Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) pilotierte die Stute Daisy durch die Große Tour und wurde Neunte hinter ihrem WM-Teamkollegen Carsten-Otto Nagel (Wedel), der die Holsteiner Stute Alina auf Rang acht ritt. Hinter dem sichtlich zufriedenen Jan Wernke wurde Jan Sprehe (Löningen) Zweiter mit Coeur de Lion, WM-Reiter Sören Pedersen (Dänemark) folgte mit Tailormade Cavetta als Dritter.

Tatsächlich ist das internationale Turnier in Damme die erste Gelegenheit, den Schritt in die nahe Hallensaison zu machen: soll heißen – die Parcours werden kürzer, und darauf müssen sich Pferde und Reiter wieder einstellen. So hat Carsten-Otto Nagel, Vize-Europameister 2009 und 2011 und Mannschafts-Weltmeister 2010, zum Beispiel ein ganzes Pferdegeschwader dabei. U.a. auch eines seiner Top-Pferde mit Holiday by Solitour, sowie den zehn Jahre alten Womanizer. Und auch der Doppelsieger des Auftakts, Jan Wernke, nutzt die internationale Turnierofferte in der Nachbarschaft von Holdorf, um seine Pferde wieder auf Indoor-Sport einzustellen.

Alle Informationen zum CSI Damme: www.csi-damme.de.
Informationen zum Reitsportzentrum. www.reitsportzentrum-damme.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/reitsportzentrumdamme/
Bei Twitter: https://twitter.com/rzdamme

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Fotodesign Feldhaus/ Hoch hinaus und auf Platz eins – Jan Wernke gewann die beiden ersten Prüfungen des CSI Damme, hier mit Vabio.

Pertenstein – Pertenstein ruft, und die bayrischen Reiter kommen und kämpfen vom 30.09.-02.10.2016 um Schleifen und Platzierungen. Bei über 20 Prüfungen können sich vom Jungen Reiter übers Junge Pferd bis hin zu den alten Hasen alle Leistungsklassen bewähren. Die Vielzahl an den verschiedensten Wettbewerben verspricht Spannung und Abwechslung im Programm.

Und selbstverständlich fungiert die Reitanlage in Pertenstein wiederum als Austragungsort für anspruchsvolle Cupwettbewerbe, wie den Eggersmann Junior Cup 2016 – Munich Indoors, welcher am Samstagnachmittag, 15.00 Uhr ausgetragen wird. Beim Eggersmann Junior Cup handelt es sich um eine Stilspringprüfung der Kl. M* mit Idealzeit.

Die beiden besten Junioren/Junge Reiter der Leistungsklassen 2, 3 oder 4 qualifizieren sich dort für das Finale bei den Munich Indoors vom 10.-13.11.2016 in der Münchner Olympiahalle.

Der Sieger und vor allem dessen Pferd dürfen sich über einen Gutschein der Firma Eggersmann freuen.

Hinter dem Eggersmann Junior Cup stehen die Futtermittelexperten von Eggersmann, einem Unternehmen mit Sitz in Rinteln, das seit über 40 Jahren spezialisiert ist auf Pferdefutter für jeden Bedarf. Zum Service zählen individuelle Beratung und Futtermittel individuell auf jedes Pferd zugeschnitten.

Alle weiteren Infos unter www.engarde.de und www.eggersmann.info

Quelle: EN GARDE Marketing GmbH

(Kiel) Jetzt hat das Warten und Voten ein Ende: Die drei Finalistinnen von „Zeig uns Dein Talent“ präsentiert von Pikeur und Eskadron bei der Baltic Horse Show (6. –  9. Oktober) in Kiel stehen fest. Die Minishetties von Sarah Sumfleth (Wrestedt Otenem),  Janin Richters (Hamburg) Show „Vertrauen in Freiheit“ und Maya Johanna Japp (Großbarkau) mit „Zauber der Verständigung“ treten zur größten Talentshow im Norden an.

Das Ergebnis des Online-Votings war eindeutig und übertraf auch die Erwartungen der Veranstalter. Aus insgesamt zehn tatsächlich zauberhaften Bewerbungsvideos, die online verfügbar waren, wählten die Pferdefans ihre Favoriten für „Zeig uns Dein Talent“ präsentiert von Pikeur und Eskadron aus. Mehr als 30.000 Votings gab es zwischen dem 1. und 21. September. Am Freitag, 7. Oktober, ab 20 Uhr steigt nun die große Talentshow zum zweiten Mal bei der Baltic Horse Show. Sarah Sumfleth zeigt ihre Minishetties in Motion, Maya Johanna Japp verblüfft mit Jazul und Kess Kess (Zauber der Verständigung) und Janin Richters und ihr Faxi kommen mit ganz wenig „Zubehör“ beim Reiten und Spaß haben aus. In Kiel haben dann die Zuschauer in der Halle „das Wort“ und entscheiden, wer das Finale von „Zeig uns Dein Talent“ gewinnt.

Noch kein Ticket? Die gibt es noch online im Ticketshop (www.baltic-horse-show.de), unter Telefon (01806) 991175 oder per e-mail unter kundenservice-baltic-horse-show@eventim.de, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Achtung: Speziell am Freitag sind Late Night Tickets für acht Euro – gültig ab 17.00 Uhr – verfügbar!

Die Baltic Horse Show online gibt es unter: www.baltic-horse-show.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/baltichorseshow?ref=ts
Bei Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCvX1hd-EiPIzD93lJwVrHYQ
Bei Instagram: https://www.instagram.com/baltic_horse_show/

Quelle: Comtainment GmbH

Personalia

FN-Ehrenmitglied Paul Stecken ist verstorben

Ausbilderlegende wurde 100 Jahre alt

Warendorf (fn-press). „Richtig reiten reicht“ – mit diesem Satz wurde Ausbilderlegende Paul Stecken geradezu weltberühmt. Stets setzte er sich kompromisslos für die klassische Reitlehre ein. In der Nacht des 15. September ist der Major a.D. im Alter von 100 Jahren in seiner Heimatstadt Münster gestorben.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) trauert um einen der größten Hippologen unserer Zeit. Major a.D. Paul Stecken, geboren am 29. Juni 1916 in Münster, war die wohl profilierteste Ausbilderpersönlichkeit der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland. Seine erste Reitausbildung erhielt er von Vater Heinrich, der 25 Jahre lang die Westfälische Reit- und Fahrschule in Münster leitete. Im Alter von 18 Jahren trat Paul Stecken in das Reiterregiment 15 in Schloss Neuhaus bei Paderborn ein. Unter den legendären Ausbildern Edwin Graf Rothkirch, Rittmeister Lippert und Hermann Freiherr von Nagel entwickelte er sich schnell zum besten Dressurreiter des Regiments und wurde an die Kavallerieschule nach Berlin-Krampnitz berufen. 1943 zum Major befördert, musste Stecken durch eine kriegsbedingte Verwundung seine eigene reiterliche Karriere einschränken.

Am 1. Januar 1950 übernahm der Major a.D. die Leitung der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster, die sich unter ihm zu einem „Paradepferd“ deutscher Reit- und Fahrausbildung entwickelte. Als Stecken Ende 1985 in den Ruhestand trat, waren in den 36 Jahren seiner Leitung an der Schule 11.539 Lehrgangsteilnehmer ausgebildet, 1.917 Reitlehrer auf ihre Qualifikation hin geprüft und 108 Lehrlinge auf ihre Prüfung vorbereitet worden. 7.709 Reiter haben ein Reit- oder Fahrabzeichen erlangt. Im Spitzensport war Dr. Reiner Klimke der erfolgreichste Schüler Steckens. Der Bundestrainer Vielseitigkeit der Jungen Reiter und Junioren, Rüdiger Schwarz, absolvierte bei Stecken seine Lehre, auch Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke gehörte zu Steckens Schülern und profitierte auch in den letzten Jahren noch von seinem Rat.

Neben der Leitung der Schule machte er sich auch einen Namen als Turnierrichter in allen Klassen und Disziplinen, als Prüfer bei Richter-, Pferdewirt- und Meisterprüfungen, als Gutachter vor Gericht sowie als Organisator von Zuchtprüfungen in Westfalen. Lange Jahre war er Vorstandsmitglied im Deutschen Reiter- und Fahrerverband. Für sein außerordentliches Engagement wurde Stecken mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so war er unter anderem Ehrenmitglied der FN, Inhaber des Deutschen Reiterkreuzes in Gold, der Gustav-Rau-Medaille, der Goldenen Nadel des Westfälischen Pferdestammbuchs und der Goldenen Nadel der Bundesvereinigung der Berufsreiter.
Paul Stecken ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Berufsreiter und hat die Entwicklung zur staatlich anerkannten Berufsausbildung der Reitlehrer maßgeblich beeinflusst. Besonderes Augenmerk in der Ausbildung von Reitern und Pferden legte Paul Stecken auf die korrekte Anwendung der klassischen Reitlehre. Sein auch in aktuellen Ausbildungsdiskussionen unwiderlegbares Credo war: „Richtig reiten reicht.“ Der Beruf des Pferdewirts hat dank Stecken ein offiziell anerkanntes Berufsbild sowie eine Prüfungs- und Ausbildungsordnung. Darüber hinaus war er beratend beteiligt an der Ausarbeitung der FN-Richtlinien für Reiten und Fahren.

Gelehrt hat Paul Stecken über Jahrzehnte, zu Papier gebracht hat er sein Fachwissen allerdings lange Zeit nicht gesammelt, sondern in Artikeln und Aufsätzen – bis zum vergangenen Jahr. 2015 erschien im FNverlag sein erstes Werk: „Bemerkungen und Zusammenhänge – Erkenntnisse eines Pferdemannes“. Es ist ein Büchlein geworden, in dem er die „Überlieferten Grundsätze“ erläuterte, sich Gedanken zur Reitlehre und deren Umsetzung machte und die aktuelle Entwicklung im Dressursport thematisierte. Dabei erteilte er, rational und doch in seiner Art vehement, der Rollkur eine klare Absage. „Die andere Reitweise“, sagte er, sei mit Druck und Zwang verbunden. Die Begriffe Anlehnung, Mitschwingen des hergegebenen Rückens, tätige Hinterhand in relativer Aufrichtung, ruhige Schweifhaltung und Zufriedenheit des Pferdes würden „auf den Kopf gestellt“ werden. Ausbildungsmäßig sei das Reiten in Rollkur nur mit „reiterlichem Unsinn“ zu bezeichnen. Die Grundsätze der Heeresdienstvorschrift waren für ihn dagegen in Form der „Überlieferten Grundsätze“ bis heute gültig.

„Wir blicken voller Dankbarkeit auf unzählige Gespräche zurück, für die Herr Stecken noch bis vor wenigen Monaten zur Verfügung stand“, sagt Thies Kaspareit, Leiter der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der FN. „Es war beeindruckend und sehr lehrreich, wie er uns im Detail an der Entwicklungsgeschichte der Reitlehre in Deutschland hat teilnehmen lassen.“
„Mit dem Tod von Paul Stecken ist nicht nur ein wunderbarer Mensch und Zeitzeuge von uns gegangen, der die klassische Reitweise gelebt und erlebt hat, wie kein anderer. Mit ihm geht auch unschätzbares Wissen verloren“, sagte Siegmund Friedrich, Geschäftsführer des FNverlages. Er gehörte auch zu denjenigen, die Stecken immer wieder gedrängt haben, dieses Wissen in einem Buch zu Papier zu bringen. „Er schaffte es immer, seine Einschätzungen zu Pferden und Reitern klipp und klar, kurz und knapp auf den Punkt zu bringen. Das war bewundernswert.“

Mit seiner 1997 verstorbenen Frau Ursula, die aus Berlin kam und viel Freude am Reitsport hatte, ohne selbst Turniere zu reiten, war Stecken 50 Jahre lang verheiratet. Kinder hatte das Paar nicht. Zwei seiner vier Brüder waren ebenfalls der Reiterei verbunden. Fritz Stecken, der zu den erfolgreichsten Reitern Berlins gehörte und später als Trainer in den USA arbeitete, und Bundeswehrgeneral Albert Stecken, der bis Anfang der 70er Jahre deutscher Dressurbundestrainer und Vorsitzender des Dressurausschusses war.

Karl-Heinz Giebmanns wird 75

Krefeld (fn-press). Am 10. Oktober feiert Reitmeister Karl-Heinz Giebmanns (Krefeld) seinen 75. Geburtstag. Giebmanns begann zwar erst im Alter von 15 Jahren mit der Reiterei, fand dank seines Talents allerdings rasch namhafte Förderer und Lehrmeister wie Heinrich Boldt, Horst Niemack, Hans Günter Winkler und den in den 40er Jahren hocherfolgreichen Springreiter Hans-Heinrich „Micky“ Brinckmann. Mit 22 Jahren gewann Giebmanns den Großen Preis von Wiesbaden, zwei Jahre später wurde der gelernte Stahl- und Bankhandelskaufmann Deutscher Vizemeister im Springen. Insgesamt ging er bei 14 Nationenpreisen für Deutschland an den Start und feierte zahlreiche Siege bei nationalen und internationalen Großen Preisen. 1977 legte er die Berufsreitlehrerprüfung in Warendorf ab und übernahm 1981 das Amt des Landestrainers Berlin und des Leiters der Landesreitschule. 1988 veranlassten ihn Rückenprobleme, mit der aktiven Reiterei aufzuhören. Als Ausbilder ist Giebmanns weltweit gefragt, unter anderem schulte er im Auftrag des Weltverbandes (FEI) die Trainer in reiterlichen „Entwicklungsländern“. Für seine Verdienste als Ausbilder und seine sportlichen Erfolge verlieh ihm die Deutsche Reiterliche Vereinigung im Jahr 1996 den Ehrentitel Reitmeister.

Wolfgang Müller wird 85  

Löbnitz (fn-press). Am 6. Oktober feiert Wolfgang Müller (Löbnitz), einer der erfolgreichsten Dressurreiter der ehemaligen DDR, seinen 85. Geburtstag. Dank der Einzelleistungen des elfmaligen DDR-Meisters bei den Olympischen Spielen in Mexiko und München (jeweils 16. Platz) landete die Mannschaft aus dem deutschen Osten auf den Plätzen vier beziehungsweise fünf. Bei den Europameisterschaften in Wolfsburg 1969 gewann er im Sattel von Marios gemeinsam mit Horst Köhler mit Neuschnee und Gerhard Brockmüller mit Tristan Team-Silber, ein Jahr später gewann die DDR-Mannschaft bei der WM in Aachen Bronze. Der in Landsberg/Warthe in Schlesien geborene Müller kam nach dem Krieg in der Altmark zum Reitsport. Im einstigen Landgestüt Halle-Kreuz erhielt er in den 50er Jahren als Gestütswärter eine intensive Grundausbildung. Anschließend wechselte er zum Armeesportklub Potsdam von Oberst Kopenhagen. Trainer wie Werner Eggers und Willi Lorenz prägten seine reiterliche Entwicklung. Und als er nach der Klubauflösung mit seinen Pferden Marios und Szemafor nach Löbnitz bei Leipzig zog, legte er keineswegs die Hände in den Schoß, sondern brachte auch den Nachwuchs aufs Treppchen. 35 Titel gewannen seine Schüler bei DDR-Meisterschaften. Zu den bekanntesten und wohl auch erfolgreichsten gehören Anke und Ina Saalbach. Letztere wurde nach der Wende seine Ehefrau. Für seine Verdienste im Pferdesport wurde Wolfgang Müller bereits im Jahr 1968 als „Meister des Sports“ in der DDR ausgezeichnet, nach der Wende wurde ihm für seine Leistungen als Reiter und Ausbilder 1998 der Ehrentitel „Reitmeister“ verliehen.

Bronzenes Reiterkreuz für Detlef Peper

Bad Segeberg (fn-press). Im Rahmen des 68. Landesturniers in Bad Segeberg ist der ehemalige Landestrainer Schleswig-Holsteins, Detlef Peper, mit dem Deutschen Reiterkreuz in Bronze der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet worden.
Zu der Ehrung hatte sich eine große Zahl ehemaliger Schüler auf dem großen Turnierplatz versammelt. Neben FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau würdigte Doppel-Olympiasieger Hinrich Romeike (Nübbel) die Verdienste ihres Landestrainers. Romeike nannte Peper einen „Glücksfall für Schleswig-Holstein“. Im Schulterschluss mit dem langjährigen Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Dieter Stut – und leidenschaftlich unterstützt von seiner Frau Karen – habe er die Dinge im Land gemanagt. „Unzählige Projekte sind in deinem Kopf entstanden und haben sich in Schleswig-Holstein bewährt und durchgesetzt. Sei es der Verein zur Förderung der Vielseitigkeit oder das Projekt ‚Reiter zu Richter‘. Auch um das Konzept der Stützpunkttrainings- und -turniere, das du gemeinsam mit Werner Peters entwickelt hast, werden wir von anderen beneidet“, sagte Romeike. 35 Jahre lang prägte Detlef Peper, der nach einer Ausbildung als Nachwuchsführungskraft bei der FN in Warendorf in die Dienste des damaligen Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Schleswig-Holstein trat, den Pferdesport im Land zwischen den Meeren. Selbst Reitlehrer FN bzw. Pferdewirtschaftsmeister, FEI-Steward, Technischer Delegierter, Richter und Parcourschef, entwickelte er ein umfassendes und erfolgreiches Ausbildungs- und Sichtungskonzept für die Aktiven und sammelte mit seinen Schützlingen zahlreiche Erfolge bei nationalen und internationalen Turnieren. Zu ihnen zählt auch die Deutsche Meisterin der Jungen Reiter, Theresa Ripke. „Deine Kommentare auf den Stützpunktturnieren, lieber Detlef, waren immer sehr treffend, kompetent und hilfreich. Wir nahmen sie immer dankbar an“, lobte sie. „Das besondere ist die Art und Weise, wie du deinen Job machst. Du machst ihn nämlich nicht nur, sondern du lebst ihn mit Herz und Seele. Ich hoffe sehr, dass du uns noch lange erhalten bleibst“, so Ripke weiter.

Rio 2016

Paralympics 2016: Deutsches Team holt Silber zurück

Steffen Zeibig gewinnt Bronze in der Kür

Rio de Janeiro/BRA (fn-press). Bei den Paralympics in Rio de Janeiro hat die deutsche Dressurmannschaft die Silbermedaille zurückgeholt. In den letzten beiden Jahren jeweils Dritter bei den Welt- beziehungsweise Europameisterschaften, konnte das noch weitgehend unerfahrene Team in Brasilien an vergangene Erfolge und das Ergebnis der Paralympics in London anknüpfen. Die Briten erwiesen sich allerdings ein weiteres Mal als unschlagbar, das niederländische Team landete auf dem Bronzerang. Zum glänzenden Abschluss bescherte dann auch noch Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Feel Good der deutschen Bilanz eine Bronzemedaille in der Kür.

Bei den Paralympics bestreiten alle Reiter – ähnlich wie ihre Kollegen bei den Olympischen Spielen – zunächst zwei Prüfungen: den Team Test (analog „Grand Prix“) und den Championship Test (analog „Grand Prix Special“). Beide Ergebnisse addiert zählen für das Teamergebnis. Das Ergebnis des Championship Test alleine ist maßgeblich für die Einzelmedaillen und den Einzug ins Kürfinale, wo ein weiterer Medaillensatz vergeben wird – jeweils in fünf Behinderten-Grades. „Es ist schon erstaunlich, dass wir unser Team-Silber ohne eine einzige Einzelmedaille geschafft haben. Es liegt einfach am guten Schnitt, dass wir sogar drei Prozent vor den Niederländern rangieren“, sagte Bundestrainer Bernhard Fliegel. Das war in der Vergangenheit auch schon anders, meist konnten die deutschen Teilnehmer gleich mehrere der insgesamt 30 Einzel- beziehungsweise Kürmedaillen mit nach Hause nehmen. „Aber man merkt auch: Da wächst was heran“, zog Fliegel ein dennoch positives Fazit. So sah es auch Equipechefin Britta Bando angesichts gleich mehrfacher vierter Plätze der deutschen Reiter. „Am Ende fehlte dann eben auch das Quäntchen Glück. Und natürlich darf man auch nicht vergessen, dass wir uns gerade in einem Generationenwechsel befinden, was Pferde und Reiter betrifft. Wir waren hier mit vier Neulingen am Start, die sich erst noch einen Namen machen müssen. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Grade II: Bronze für Steffen Zeibig
So war es der einzige Paralympics-erfahrene Reiter, Steffen Zeibig, der mit seiner Hannoveraner Stute Feel Good (v. Fürst Heinrich) eine Medaille gewinnen konnte. Bereits im Team Test hatte er Platz drei belegt, im Championship Test reichte es dann aber nur zu Platz vier. „Da habe ich vielleicht ein bisschen zu viel riskiert“, sagte der Sachse selbstkritisch. In der Kür schließlich klappte es mit der Bronzemedaille für den Grade II-Reiter. „Ich bin überglücklich“, sagte Zeibig, dem von Geburt an der rechte Unterarm, der linke Fuß und der rechte Unterschenkel fehlen. „Das ist der Lohn für drei Jahre harte Arbeit. Es ist heute sehr gut gelaufen, ich kam viel besser zum Reiten.“ Ein bisschen Zittern musste er nach seinem Ritt allerdings noch, als sich die Niederländerin Rixt van der Horst mit Caraat vor ihm platzierte und die beiden Ritte der Erst- und Zweitplatzierten der Einzelwertung noch ausstanden. „Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und als ich die zweite Niederländerin gesehen habe, war mir schon fast klar, dass es zu Bronze reichen würde“, sagte Zeibig. Er sollte Recht behalten. Demi Vermeulen, mit Burberry Silbermedaillengewinnerin in der Einzelwertung, blieb hinter ihm und wurde Vierte in der Kür. Die Goldmedaille war der Britin Natasha Baker mit Cabral allerdings nicht zu nehmen.

Ebenfalls in Grade II startete die deutsche Einzelreiterin Claudia Schmidt mit Romeo Royal. Die halbseitig gelähmte Darmstädterin war für Hannelore Brenner (Wachenheim) nachgerückt, deren Kawango sich kurz vor der Abreise verletzt hatte. Sie schlug sich bei ihrem allerersten Championat mit Platz acht im Team Test und Platz elf im Championship Test sehr gut, verpasste aber leider den Einzug ins Kürfinale.

Grade Ia: Zwei Mal „Blech“ für Elke Philipp
Es war das erste Mal, dass eine deutsche Para-Mannschaft mit Reitern aus Grade I bei Paralympics an den Start ging. Elke Philipp (Treuchtlingen) gehört seit den Europameisterschaften 2013 in Herning regelmäßig zum deutschen Team und mit ihrem Hannoveraner Regaliz (v. Rubinero) zu den fleißigsten Prozente-Sammlern. Zum Auftakt im Team Test belegte sie mit über 73 Prozent den dritten Platz und weckte damit Hoffnungen auf Edelmetall. Im Championship Test verstand es jedoch der Brasilianer Sergio Oliva mit Coco Chanel, den Heimvorteil zu nutzen und sicherte sich die Bronzemedaille. Auch in der Kür konnte Elke Philipp das Blatt nicht mehr wenden, sie wurde erneut Vierte. Von Beginn an nicht zu rütteln war an den beiden Spitzenpositionen. Hier wurden einmal mehr die Britinnen Sophie Christiansen mit Athene Lindebjerg und die bereits 67-jährige Anne Dunham mit dem Tigerschecken LJT Lucas Normark ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen sowohl in der Einzelwertung wie auch der Kür Gold beziehungsweise Silber.

Grade Ib: Gelungenes Debüt für Alina Rosenberg
Die Paralympics waren für Alina Rosenberg aus Konstanz der zweite Start bei einem Championat. In Rio trat sie mit ihrem neuen Pferd Nea’s Daboun an, der sich – wichtig in diesem Grade – durch seinen gewaltigen Schritt auszeichnet. Auch bei diesem Paar gab das Ergebnis im Team Test Anlass zu Hoffnungen. Im Championship Test allerdings kam sie nicht über Platz fünf hinaus, sehr zur Enttäuschung von Bundestrainer und Equipechefin, die vor allem in der Schritt-Tour höhere Noten erwartet hatten. Alina Rosenberg war mit ihrer Vorstellung selbst zufrieden. Lediglich mit dem Kurzkehrt hatte sie kleinere Probleme. „Das ist eine schwierige Lektion, wenn man seine Beine nicht so richtig benutzen kann“, sagte sie. In der Kür zeigte sich Rosenberg mit Nea’s Daboun noch einmal verbessert und rückte bis auf einen Platz ans Treppchen heran.

An der Spitze von Grade Ib lieferten sich der Brite Lee Pearson und der Österreicher Pepo Puch einen Kampf um die Goldmedaillen. Ihre Geschichten könnten kaum unterschiedlicher sein. Der Brite wurde mit einer Gelenksversteifung geboren, bis zu seinem sechsten Lebensjahr 15 Mal operiert und machte seine ersten Reitversuche auf einem Esel. Der Österreicher war erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter, nahm 2004 an den Olympischen Spielen teil und kämpfte sich nach einem schweren Reitunfall durch das Reiten zurück ins Leben. Heute sind beide Aushängeschilder ihres Sports und Vorbilder in ihren Heimatländern. Pearson, mit zehn Goldmedaillen der erfolgreichste Paralympionike im Pferdesport, gewann den Team Test, wurde in der Einzelwertung Zweiter und sicherte zum Abschluss Gold in der Kür. Puch gewann Gold in der Einzelwertung. Jeweils Bronze ging an die Dänin Stinna Tange Kaastrup mit Smarties.

Grade IV: Carolin Schnarre zwei Mal Fünfte
Die schwer sehbehinderte Carolin Schnarre ist die Jüngste im deutschen Team und startete mit dem Hannoveraner Del Rusch (v. Del Piero) in Grade IV, dem Grad mit den höchsten Anforderungen an Reiter und Pferd. Sie hatte einen frei werden Startplatz nutzen können und war als erste Reservistin kurzfristig in die deutsche Mannschaft nachgerückt. In der ersten Prüfung erschreckte sich ihr Pferd beim Angaloppieren vor den Zuschauern, drehte halb um und war im Rest der Prüfung entsprechend angespannt, doch im entscheidenden Team Test und der Kür konnte die gelernte Pferdewirtin und früher vor allem aktive Springreiterin bis auf Platz fünf an die Spitze heranreiten.

Goldmedaillengewinnerin in Grade IV wurde in der Einzelwertung die Britin Sophie Wells mit Valerius vor „Titelverteidigerin“ Michèle George aus Belgien mit FBW Rainman. In der Kür tauschten beide dann die Plätze. Bronze ging jeweils, wie schon in London 2012, an den Niederländer Frank Hosmar mit Alphaville.

Grade III: Ohne deutsche Beteiligung
Die Prüfungen im Behinderten-Grade III, in den vergangenen Jahren die Domäne von Hannelore Brenner, fanden in diesem Jahr ohne deutsche Beteiligung statt. Hier setzte sich in der Einzelwertung die Norwegerin Ann Cathrin Lübbe mit Donatello gegen die Dänin Susanne Sunesen mit Que Faire durch. Dritte wurde etwas überraschend die Schwedin Louise Etzner Jacobsson mit Zernard, die mit ihrem Ergebnis die niederländische Kürweltmeisterin Sanne Voets mit Demantur vom Podium verdrängte. In der Kür eroberte Letztere allerdings die Spitzenposition zurück und gewann Gold vor Lübbe und Etzner Jacobsson.

Paralympics 2016: Deutsche Pferde stellten den größten Anteil

Rio de Janeiro/BRA (fn-press). Wie bei den Olympischen Spielen waren auch bei den Paralympics in Rio de Janeiro Pferde aus deutscher Zucht mit einem Anteil von 45 Prozent in hohem Maße vertreten. Insgesamt waren 76 Pferde aus 29 Nationen am Start.
Die Hannoveraner stellten dabei die größte Gruppe. Dank des nachgerückten Romeo Royal der deutschen Grade II-Reiterin Claudia Schmidt waren in Rio 15 Hannoveraner am Start. Sechs Pferde stellte der Oldenburger Zuchtverband, drei kamen aus Westfalen. Jeweils zwei Pferde kamen aus dem Rheinland und dem Zuchtgebiet Rheinland-Pfalz-Saar. Mit je einem Pferd waren der Trakehner und der Holsteiner Zuchtverband vertreten, außerdem gab es einen Baden-Württemberger, einen Bayer und ein Pferd aus Sachsen-Thüringen. Insgesamt stellte die deutsche Pferdezucht 34 von 76 Pferden.
Komplett mit deutschen Pferde beritten war die deutsche Mannschaft. Elke Philipp trat mit dem Hannoveraner Regaliz (v. Rubinero – Davignon I) an, Alina Rosenberg mit dem Oldenburger Nea’s Daboun (v. Dressage Royal – Placido), Claudia Schmidt mit dem Hannoveraner Romeo Royal (v. Royal Diamond – Glueckspilz), Carolin Schnarre mit dem Hannoveraner Del Rusch (v. Del Piero – World Cup I) und Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit der Hannoveraner Stute Feel Good. Ebenfalls deutsche Pferde gesattelt hatte das Trio aus Singapur, weitgehend deutsch beritten waren außerdem die Mannschaften aus Österreich und den USA. Ferner traten viele Einzelreiter mit Pferden aus deutscher Zucht an, so die Para-Dressurreiter aus Finnland, Irland, Mexiko, Südafrika, der Slovakei und aus dem erstmals bei Paralympics vertretenen Uruguay.
Der höchste Anteil nicht-deutscher Pferde kam aus den Niederlanden. 14 stammten aus den Niederlanden (KWPN), elf aus Belgien (BWP) sowie jeweils zwei aus Schweden (SWB) und Polen (PZHK).

Dressur

Piaff-Förderpreis 2016: Die Finalisten stehen fest

Acht Nachwuchsdressurreiter in Stuttgart dabei

Warendorf (fn-press). Nach der letzten Qualifikationsprüfung in Ising stehen sie nun fest: die acht Finalisten des Piaff-Förderpreises 2016. Sie bestreiten am Donnerstag, 17. November, die Vorbereitungsprüfung im Rahmen des internationalen Reitturniers German Masters in der Stuttgarter Schleyerhalle. Die Finalprüfung steht dann einen Tag später auf dem Programm.
Qualifiziert haben sich für das Finale: Florine Kienbaum und Doktor Schiwago (Lohmar/57 Punkte), Charlotte Rummenigge und Fidelio B (Grünwald/44), Marie-Sophie Ehlen und Lady Lissy (Sittensen/40), Franziska Sieber und Rosafina WRT (Dortmund/36), Juliette Piotrowski und Sir Diamond (Kaarst/35), Franziska Stieglmaier und Lukas (Roth/33), Sophie Holkenbrink und Rock Forever NRW (Münster/32) sowie Tamara Rehnig und Liostro (Frankfurt/31). Die Reserve bilden Joline Thüning und Don Dayly (Münster/30) sowie Sarah Runge und Fürst Kaspar (Wuppertal/30).
Der Piaff-Förderpreis ist eine Serie für Nachwuchsdressurreiter bis 25 Jahre. Bei den vier Qualifikationsturnieren wurden jeweils ein speziell für die Serie entwickelter Kurz-Grand-Prix (Aufgabe S 9) sowie der internationale Kurz-Grand-Prix (Aufgabe S10) geritten, die Finalisten müssen in Stuttgart den internationalen Kurz-Prix (Aufgabe S10) sowie den aktuellen internationalen Grand Prix bewältigen. Benannt wurde der Piaff-Förderpreis nach dem berühmten Dressurpferd Piaff von Olympiasiegerin Liselott Schindling-Rheinberger, besser bekannt unter dem Namen Linsenhoff. Die Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports ist es auch, die diese Serie ermöglicht. Zu den bisherigen Siegern gehören beispielsweise Mannschaftsolympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe oder die aktuell international erfolgreichen Mitglieder der Perspektivgruppe Dressur, Sanneke Rothenberger, Charlott-Maria Schürmann und Nadine Husenbeth.
Mehr Informationen gibt es hier: www.pferd-aktuell.de/dressur/piaff-foerderpreis

Nominierungen für erfolgreiche Nachwuchsdressurreiter

Junge Reiter und Juniorin Rothenberger für Preise vorgeschlagen

Warendorf (fn-press). Die Deutsche Sporthilfe ehrt traditionell die deutschen Nachwuchssportler, die sich durch ihre Erfolge bei Welt- oder Europameisterschaften besonders hervorgetan haben. In den Kategorien Einzel und Mannschaft sowie Behinderten- und Gehörlosensport, werden am 7. Oktober im Pantheon Theater Halle Beuel in Bonn die erfolgreichen Sportler ausgezeichnet.
Jetzt hat die 14-köpfige Jury die Top-Mannschaften und die Top-Einzelsportler bekanntgegeben. Unter den drei nominierten Teams ist auch die deutsche Dressurequipe der Jungen Reiter. Anna-Christina Abbelen (Kempen), Leonie Richter (Bad Essen), Anna-Lisa Theile (Bühren) und Jil-Marielle Becks (Senden) gewannen bei den Europameisterschaften Ende Juli im spanischen Oliva Nova die Goldmedaille. Konkurrenz um den Titel „Juniorsportler des Jahres“ bei den Teams bekommen die Dressurreiterinnen von der Juniorenmannschaft der Skisprung Herren (Jonathan Siegel, Tim Fuchs, David Siegl und Adrian Sell) und dem Bobteam Johannes Lochner und Joshua Blum.
Bereits seit 38 Jahren ehrt die Deutsche Sporthilfe die großen deutschen Sporttalente, viele von ihnen entwickelten sich im Verlauf ihrer Karriere zu internationalen Stars. Bekannte Beispiele sind die Biathleten Michael Groß (1981) und Magdalena Neuner (2007/2008), der Tischtennisspieler Timo Boll (1997) oder auch die Skifahrerin Maria Höfl-Riesch (2004).

Zudem wurde am Dienstag bekannt, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Dressurjuniorin Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) für den „Pjotr Nurowski Best Young European Athlete“-Preis vorgeschlagen hat. Diese Auszeichnung des Europäischen Olympischen Komitees (EOC) wird seit 2011 im Andenken an den, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen, polnischen Sportfunktionär Piotr Nurowski verliehen. Der Preis richtet sich an die besten unter 19-jährigen Nachwuchssportler Europas, zu denen auch Semmieke Rothenberger gehört.
Sie war im Juli mit ihrem Pferd Dissertation Mitglied der deutschen Juniorenmannschaft, die bei den Europameisterschaften in Spanien Gold gewann und zusätzlich noch Silber im Einzel und in der Kür holte. Dies gelang ihr auch schon im Jahr zuvor mit ihrer Stute Geisha. Bereits als Ponyreiterin wurde die heute 17-jährige Reiterin Mannschafts-, Einzel- und Küreuropameisterin mit ihren Ponys Deinhard B und Golden Girl. Ob sie ihrer Titelsammlung demnächst auch den „Pjotr Nurowski Best Young European Athlete“-Award hinzufügen kann, wird sich am 21. Oktober bei der EOC-Generalversammlung in Minsk (BLR) entscheiden.

Louisdor-Finale 2016: Das sind die qualifizierten Pferde

Sammy Davis jr. und Flynn PCH sichern sich die letzten Tickets

Warendorf (fn-press). Mit dem internationalen Reitturnier in Donaueschingen ist die Qualifikationsphase für den Nachwuchspferde-Grand-Prix Louisdor Preis zu Ende gegangen. Die letzten Tickets sicherten sich der zehnjährige bayrisch gezogene San Remo/Wenckstern-Sohn Sammy Davis jr. mit Dorothee Schneider sowie der Hannoveraner Flynn PCH (von Falsterbo/Walt Disney I) mit Fabienne Lütkemeier.

Diese Pferde haben sich für das Finale vom 15. bis 18. Dezember in Frankfurt/Main qualifiziert:

Hagen a.T.W.:
Heuberger TSF (von Imperio/Michelangelo) und Anabel Balkenhol
San Royal (von San Remo/Grand Royal) und Kathleen Keller

München:
Dilenzio (von Duino/Weltmeiyer) und Ursula Wagner
Fiero (von Fürst Heinrich/Diabolo) und Fabienne Lütkemeier

Heroldsberg:
Discovery OLD (von Dimaggio/Classicer) und Heiner Schiergen
Harmony’s Don Noblesse (von Dancier/Don Davidoff) und Susan Pape

Schenefeld:
Fine Spirit (von Fidertanz/De Niro) und Hartwig Burfeind
Bordeaux (von United/Gribaldi) und Eva Möller

Donaueschingen:
Sammy Davis jr. (von San Remo/Wenckstern) und Dorothee Schneider
Flynn PCH (von Falsterbo/Walt Disney) und Fabienne Lütkemeier

Der Nachwuchspferde-Grand-Prix der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist eine Serie für acht- bis zehnjährige Pferde, die behutsam an die schwerste Prüfungsklasse herangeführt werden sollen. Zwar enthalten die Aufgaben alle Elemente des Grand Prix, sind aber in den Anforderungen etwas reduziert. So werden beispielsweise weniger Serienwechsel verlangt, die Piaffe darf noch mehr Vorwärtstendenz haben, als dies im „großen“ Dressursport erwünscht ist. Zu den bisherigen Siegern zählen unter anderem El Santo mit Isabell Werth und Dablino mit Anabel Balkenhol, die beide schon wenig später in den deutschen Championatsmannschaften eingesetzt wurden. Sponsor ist die Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung (Kronberg), die die Dressurserie seit 2012 unterstützt. Mehr Informationen dazu gibt es hier: www.pferd-aktuell.de/louisdorpreis/nachwuchspferde-grand-prix

Springen

WM der jungen Springpferde Lanaken

Keine Medaillen für deutsche Pferde

Lanaken/BEL (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde auf dem Gestüt Zangersheide im belgischen Lanaken waren Pferde aus deutschen Zuchtgebieten nicht in den Medaillenrängen vertreten. Verwunderlich war dies nicht, war doch der Höhepunkt der deutschen Nachwuchsspringpferde – die DKB-Bundeschampionate in Warendorf – nur anderthalb Wochen zuvor ausgetragen worden. Dementsprechend traten nur ganz wenige Teilnehmer der DKB-Bundeschampionate in Lanaken an.

In der Altersklasse der Fünfjährigen ging der Sieg in Lanaken an den KWPN-Hengst Garant (v. Warrant). Im Stechen, das 20 der 50 am Finale teilnehmenden Pferde erreichen konnten, zeigte er unter Willem Greve (Niederlande) mit 38,46 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt. Platz zwei ging an die irische Stute Z Seven Caretina (v. Coltaire Z) mit Michael Pender (Irland) im Sattel (null Strafpunkte in 38,86 Sekunden). Pender konnte sich mit der ebenfalls irischen Stute Z Seven Canya Dance (v. Can Ya Makan) auch über den dritten Platz freuen (null Strafpunkte in 39,04 Sekunden). Bestes Pferd aus deutscher Zucht war die von Hans-Otto Krohn (Kaiser-Wilhelm-Koog) gezogene Holsteiner Stute Semeli (v. Diamant de Semilly). Mit Florian Meyer zu Hartum (Steinfeld) belegte sie Platz acht (null Strafpunkte in 43,79 Sekunden). Die Rheinländerin Cristella S (v. Critallo II) unter Judith Emmers (Goch) und der Hannoveraner Sympatico (v. Stakkato) mit Stephan Naber (Drensteinfurt) belegten die Plätze 13 und 14. Im Finale der Bundeschampionate war Cristella S Sechste geworden. Sympatico hatte im Finale in Warendorf Platz 15 belegt.

Bei den sechsjährigen Springpferden siegte mit Killossery Kaiden (v. Lux Z) ein irisches Sportpferd. Gerard O´Neil (Irland) absolvierte auf dem Hengst in 47,85 Sekunden die einzige fehlerfreie Runde im Stechen, für das sich neun Pferde qualifiziert hatten. Zweiter wurde der KWPN-Wallach Fernando V (v. Zapatero VDL) mit Julian de Boer (Niederlande) mit vier Strafpunkten in 35,53 Sekunden. Platz drei ging an den belgischen Warmblüter Kannabis van de Bucxtale (v. Contact van de Heffinck) und Thierry Goffinet (Belgien) mit vier Strafpunkten in 40,02 Sekunden. Bestes deutsches Pferd war hier der von Jan und Theo Lohmann (Sendenhorst) gezogene Westfale Cornwell (v. Cornado NRW) mit Christian Ahlmann (Marl) im Sattel. Mit vier Strafpunkten in 51,03 Sekunden belegte das Paar Platz sieben. Auf Platz neun folgte aus deutscher Sicht die Hannoveraner Stute Diamants Aurora (v. Dirado) mit dem Franzosen Daniel Delsart (acht Strafpunkte in 50,29 Sekunden). Der Oldenburger Cupcake (v. Casiro I) verpasste mit seinem kolumbianischen Reiter Mauricio Ruiz mit einem Strafpunkt für Zeitüberschreitung im Normalumlauf das Stechen nur knapp und landete auf Platz zehn.

Siegerin bei den Siebenjährigen wurde die Toulon-Tochter Think Twice 111 Z des Stutbuchs Zangersheide. Mit Thierry Goffinet (Belgien) lieferte sie im Stechen der Finalprüfung, das lediglich fünf Pferde des Normalumlaufs erreichten, in 40,06 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt ab. Platz zwei ging an die belgische Stute Jeleena de Muze (v. Tornedo FCS) mit dem Italiener Lorenzo de Luca (null Strafpunkte in 40,73 Sekunden). Dritter wurde der KWPN-Wallach Everest (v. Carambole) mit seinem niederländischen Reiter Luc Steeghs (null Strafpunkte in 42,12 Sekunden). Bestes deutsches Pferd in dieser Altersklasse war der Holsteiner Wallach Sandero (v. Sandro Boy), der mit dem Belgier Ugo Berrittella Rang 20 belegte (acht Strafpunkte in 79,74 Sekunden im Normalumlauf).

Vielseitigkeit

DM Pony Vielseitigkeit: Konstantin Harting neuer Deutscher Meister

Anna Lena Schaaf gewinnt U15-Bundesfinale Derby-Dynamic-Junioren-Cup

Lauterbach (fn-press). Vor der Kulisse des Schlosses in Lauterbach-Sickendorf hat am Wochenende die Deutsche Ponymeisterschaft Vielseitigkeit stattgefunden. Neuer Meister ist Konstantin Harting (Königswinter) mit Camillo WE.
„Das hat er wirklich verdient. Konstantin ist schon so lange dabei und endlich hat es geklappt“, freute sich Bundestrainer Fritz Lutter mit dem frisch gebackenen Champion. Hatte es der gerade noch 14-Jährige mit seinem EM-Pony Mariestad oft im Viereck etwas schwer gehabt, teilte er sich mit dem siebenjährigen Camillo WE in Lauterbach vom Fleck weg Platz eins in der Dressur mit Annika Junge (Meerbusch) und Fernet. Auch das Gelände bereitete dem rheinischen Paar bis auf wenige Zeitfehler keine Probleme, doch die besondere Glanzleistung lieferte es im Parcours ab. Dort gehörten Konstantin Harting und Camillo WE zu den wenigen, denen eine Nullrunde gelang: Endstand 42,9 Minuspunkte. Noch im vergangenen Jahr hatte sie ein Springfehler den Titel bei DKB-Bundeschampionaten gekostet. „Es ist toll zu sehen, wie sich die beiden entwickelt haben. Vor allem auch das gezielte Dressurtraining hat sich ausbezahlt“, sagte Lutter. Passenderweise gab es als Ehrenpreis für den Sieg einen Dressursattel für den neuen Meister.

„Das Gelände war von den Abmessungen her angemessen, von der technischen Seite her eher freundlich“, sagte Lutter. So kamen auch 37 von 39 gestarteten Paaren ins Ziel, nur acht davon hatten unterwegs Probleme an den Hindernissen. Anders im Springen, wo nur sieben Paare fehlerfrei blieben. Mehrfach gebrauchte Lutter für den Parcours das Prädikat „championatswürdig“. Für die nach Dressur und Springen führende Libussa Lübbeke (Wingst) mit Nadeem hieß das allerdings, dass sie mit zwei Abwürfen nach hinten durchgereicht wurde, ebenso wie die bis dahin Dritte, Christina Schöniger (Lengenfeld) mit Magna Flava. Diese kosteten eine Verweigerung an Sprung zwei und daraus folgende Zeitfehler eine mögliche DM-Medaille.

Wie speziell das abschließende Springen die Rangierung nach Dressur und Gelände durcheinanderwürfelte, zeigt aber auch das Beispiel der Vizemeisterin. Mit einer Nullrunde zum Schluss rückte Johanna Schulze Thier (Ascheberg) vom neunten auf den Silberrang vor. Sie beendete die Meisterschaft mit einem Endstand von 47,60 Minuspunkten, ebenso wie ihr „EM-Goldkollege“ Calvin Böckmann (Lastrup) mit Askaban B. Im Gelände waren beide gleich schnell gewesen – jeweils 1,6 Strapfunkte für Zeitüberschreitung – so dass das Springergebnis über die Rangierung entschied. Hier hatte der Einzel-Vizeeuropameister Calvin Böckmann mit einem Abwurf das Nachsehen und gewann so die Bronzemedaille.

Anna Lena Schaaf gewinnt U15 Bundesfinale Derby-Dynamic-Junioren-Cup
Ebenfalls einen Abwurf im Springen hatte die Titelverteidigerin und Doppel-Europameisterin Anna Lena Schaaf (Voerde) mit ihrem Pony Pearl. Beide landeten am Ende auf Platz sechs. Im U15 Bundesfinale Derby-Dynamic-Junioren-Cup hingegen gelang der 15-Jährigen mit ihrem Pferd Fairytale die Wiederholung ihres Vorjahressieges. Dort hatte das Finale wetterbedingt nur aus Dressur und Springen bestanden, in Lauterbach ging es nun regelgerecht zu. Mit einem Endstand von nur 37,7 Minuspunkten platzierte sich Schaaf vor Josephine Schulze-Bisping mit Abke’s Boy (46,2) und Ann-Cathrin Bierlein (Kalchreuth) mit Double Diamond. Ausgetragen wurde das Serien-Finale als eigene Abteilung der Vielseitigkeitsprüfung der Klasse L. „Wir haben hier ausgesprochen gute Pferde und vor allem sehr gutes Reiten gesehen“, lobte Lutter.

Einen Wunsch hat der Bundestrainer fürs kommende Jahr aber doch: eine höhere Beteiligung. Insgesamt traten 17 Paare in der Prüfung an, dem Finale einer Serie von speziell für Junioren ausgeschriebenen L-Prüfungen im Lande. „Das muss sich wohl eben erst herumsprechen“, so Lutter. Den Sieg in der Gesamtwertung der Serie trug ebenfalls Anna Lena Schaaf davon, die mit zwei Siegen und einem dritten Platz insgesamt 65 Punkte sammelte. Knapp dahinter landete auch – wie auch in Lauterbach – Josephine Schulze-Bisping (Werne) mit Abke’s Boy mit 60 Punkten. Der dritte Platz und damit verbunden ebenfalls eine Ausbildungsgratifikation zur Verwendung für einen Aufenthalt in einem Spitzenstall in Abstimmung mit dem Bundestrainer ging an Joelle Celina Selenkowitsch (Achim) mit Akeby’s Zum Glück. Sie sammelte mit zwei Siegen und einem sechsten Platz im Finale 54 Punkte. Gezählt wurden jeweils die beiden besten Ergebnisse der Wertungsprüfungen sowie des Finales.

Fahren

WM junger Fahrpferde: Zwei Titel für deutsche Pferde

Schweres Warmblut aus Sachsen-Thüringen überzeugt

Mezöhegyes/HUN (fn-press). Zum zweiten Mal in der Geschichte des Fahrsports fand im ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes eine Weltmeisterschaft junger Fahrpferdferde statt. Acht deutsche Nachwuchstalente waren in den äußersten Südosten Ungarns gereist, zwei von ihnen kommen mit einem WM-Titel nach Hause: die fünfjährige Schwere Warmblutstute Samba-Lott und der sechsjährige Schwere Warmbluthengst Valenzio FST.
Die neuen Titelträger wurden in drei Altersklassen (fünf-, sechs- und siebenjährig) ermittelt. Die Youngster mussten zwei Dressuren jeweils kombiniert mit einem Kegelparcours absolvieren, für die sechs- und siebenjährigen Fahrpferde stand zudem eine Geländeprüfung auf dem Programm. Die erste Entscheidung fiel bei den Fünfjährigen. Von Anfang an waren hier Steffen Horn (Klipphausen) und Samba-Lott das Maß aller Dinge. Schon die erste Wertung beendeten die Beiden mit deutlichem Vorsprung: Wertnote 8,29; in der zweiten Wertung konnten sie sich sogar noch steigern: Wertnote 8,71. Der Abstand zum Zweitplatzierten war hier noch deutlicher: 7,07 erhielten der Pole Bartlomiej und Rebelia. Bronze ging an die Westfalenstute Fiderella v. Fiderstep-Rubinstein I (Züchter Heinz Schütte, Spelle; Besitzerin Brigitte Weeke-Therling) mit Ulrich Hengemühl (Greven) an den Leinen. Die neue Weltmeisterin Samba-Lott aus dem sächsisch-thüringischen Zuchtverband stammt ab von Celtis und wurde auf dem Kossek-Hof in Sayda aus einer Mutter von Eichbaum gezogen. Besitzer ist Fahrer Steffen Horn, der die Stute vor wenigen Wochen in Moritzburg auch schon zu Bronze beim Bundeschampionat des Schweren Warmbluts fuhr.

Von Platz zwei beim Moritzburger Bundeschampionat auf den obersten WM-Thron fuhren Dirk Hofmann (Moritzburg) und der sechsjährige Moritzburger Landbeschäler Valenzio FST (von Valerius-Ellrado; Züchter Gerd Pohlers, Glauchau). Unangefochten siegten sie in der ersten und zweiten Dressuraufgabe (Wertnoten 8,25 und 8,71) und konnten auch im Gelände sehr deutlich überzeugen (Wertnote 9,5): Endergebnis 18,21 Punkte. Das Nachsehen hatte der Weltmeister der Fünfjährigen von 2015 und diesjährige Moritzburger Bundeschampion Enfado P von Excellent-Elrado. Der ebenfalls von Gerd Pohlers gezogene Wallach aus dem Besitz von Martin Kessler (Friedewalde) wurde von seiner Fahrerin Jovanca Marie Kessler (Dillenburg) vorgestellt und kam in den Dressuren auf die Wertnoten 7,45 und 8,36. Im Gelände mussten zwei Fehler notiert werden (WN 8,20); Endergebnis 16,56 Punkte. Bronze ging mit 16,00 Punkten an den Lipizzaner Conversano Czalo, der von Vinzenz Dobretsberger aus Österreich vorgestellt wurde.

Neuer Weltmeister der siebenjährigen Fahrpferde ist der Franches Montages-Wallach Nesqu GB des Schweizers Giacomin Barbüda. Das deutsche Paar, Marion Freymann (Hamburg) und die Hannoveraner Stute Partitur (v. Weltruhm-Don Frederico; Züchterin Rena Bartholdt, Gödenstorf; Besitzer Claus Quast, Hamburg), hatte nach den beiden ersten Wertungen durchaus noch Chancen auf eine Medaille, musste sich aber nach Fehlern in der Geländeprüfung mit Rang sieben begnügen.

DM Pony-Vierspänner: Erster Titel für Jaqueline Walter

Silber für Bücker, Bronze für Bügener

Donaueschingen (fn-press). Zum Saisonende stand für die deutschen Pony-Vierspännerfahrer vom 15. bis 18. September nochmal ein Highlight auf dem Programm: Im Schlosspark zu Donaueschingen ermittelten sie im Rahmen eines internationalen Wettbewerbes ihre neuen Deutschen Meister. Die Konkurrenz der 14 Teilnehmer beherrschte Jaqueline Walter. Die 24-jährige aus dem westfälischen Petershagen holte mit großem Abstand ihren ersten DM-Titel vor Tobias Bücker (Emsdetten) und Titelverteidiger Michael Bügener (Gronau-Epe).
Als Jaqueline Walter im Juli vergangenen Jahres ihr Goldenes Fahrabzeichen für die Erfolge in Pony-Ein- und Zweispännerprüfungen bekam, war es ihr erklärtes Ziel, diese Erfolgsbilanz mit dem Pony-Vierspänner zu komplettieren: Im September 2015 war sie Vierte beim Internationalen Turnier in Donaueschingen, in diesem Jahr gewann sie den CAI Dronninglund/DEN und war bei den CAI Lähden/Weser Ems und Dorthealyst/DEN Zweite. Nun also der erste Deutsche Meister-Titel für die B-Kader-Fahrerin, die schon als Jugendliche die Leinen in die Hand nahm. In Donaueschingen distanzierte sie die Konkurrenz deutlich. Mit mehr als zehn Punkten Rückstand belegte Tobias Bücker Platz zwei, mehr als 15 Punkte betrug Walters Abstand zum Bronze-Medaillen-Gewinner Michael Bügener. Auch in der internationalen Konkurrenz hatte die junge Fahrerin deutlich die Nase vorn und verwies mit 4,98 Punkten Vorsprung Marathonsieger Aart van de Kamp jun. aus den Niederlanden auf Platz zwei im Gesamtergebnis. Platz vier in der DM-Wertung ging an Steffen Brauchle (Lauchheim-Hülen), Fünfter wurde Dressursieger Dieter Höfs (Weil der Stadt), Sechster Thomas Köppen (Dreieich). Zweitbester Deutscher im internationalen Feld war Tobias Bücker auf Platz fünf.
Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Breda ging es bei 60. Auflage des Internationalen S.D. Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturniers für die Vierspännerfahrer um den Sieg im Internationalen Deutschen Fahrderby sowie um wichtige Punkte für den Hallen-Weltcup. Vom niederländischen Weltmeister-Team war nur Theo Timmermann nach Donaueschingen gekommen, die Silber-Medaillengewinner aus Ungarn fehlten ebenso wie Einzel-Weltmeister Boyd Exell. Das deutsche Bronzemedaillen-Team vertraten Georg von Stein (Modautal) und Michael Brauchle (Lauchheim-Hülen) sowie WM-Einzelfahrerin Mareike Harms (Negernbötel). Der Sieg sowohl im Fahrderby (hierfür zählt noch ein zusätzliches „Jagd-um-Punkte-Fahren“) als auch in der CAI3*-Prüfung ging an Georg von Stein. Mit deutlichem Vorsprung ließ der 44-jährige Hesse Mareike Harm und den Niederländer Theo Timmermann hinter sich. Platz vier im Fahrderby ging an Sebastian Heß (Ubstadt-Weiher), Platz fünf an Ludwig Weinmayr (Fischbachau). Platz vier im CAI eroberte nach Platz zwei im Marathon Dirk Gerkens (Paderborn), auf Platz fünf hier Sebastian Heß. Michael Brauchle, mit Platz sieben bester Deutscher der WM und in Donaueschingen Fünfter in der Dressur, wurde im Gelände eliminiert. „Nach Ansicht eines Richters waren bei der Ausfahrt aus Hindernis sechs Brauchles Stangenpferde in die Vorderbracke gesprungen und Brauchle hat nicht – wie vorgeschrieben – angehalten“, berichtete Rudolf Temporini, stellvertretender Vorsitzender des DOKR-Ausschusses Fahren, der in Donaueschingen vor Ort war. Überschattet wurde die Geländefahrt auch von einem Unfall des Schweizers Jerome Voutaz, der einen Oberschenkelhalsbruch erlitt und im Krankenhaus operiert werden musste.

Reining

DM Reining 2016: Gold für Julia Schumacher  

Titel für Maria Theresia Till und Franziska Engel bei den Jungen Reitern und Junioren

Kreuth (fn-press). Im Rahmen der EWU German Open wurde in Kreuth die Deutsche Meisterschaft Reining in den Altersklassen Senioren, Junge Reiter und Junioren ausgetragen. Neue Titelträger sind Julia Schumacher, Maria Theresia Till und Franziska Engel.
Julia Schumacher (Bitz) ist die neue Deutsche Meisterin der Senioren. Mit Cours Little Tyke liess sie im Finale ihre neun Konkurrenten, darunter internationale Schwergewichte, mit einem Score von 225,5 Punkten hinter sich. Die 30-jährige Schumacher arbeitet als Cotrainierin bei Einzel- und Team-Vizeweltmeister Grischa Ludwig. Neuer deutscher Vizemeister wurde Elias Ernst (Windeck) mit seinem Hengst USS Dun It (221). Das Paar hat 2015 einen erfolgreichen internationalen Start hingelegt: Nach Teamsilber und Einzelbronze bei der Europameisterschaft 2015 in Aachen gab es diesen August bei der Weltmeisterschaft Mannschaftssilber. Ähnliche Erfolge hat auch der Dritte der Deutschen Meisterschaft aufzuweisen: Emanuel Ernst (Windeck), Bruder von Elias, wurde 2007 Mannschafts-Europameister und gehörte zum Bronze-WM-Team 2008. Der als Titelverteidiger angetretene Emanuel Ernst scorte mit seinem Pferd She’s A Cute Star 220,5 Punkte. Das brachte dem Deutschen Meister von 2006 die dritte DM-Bronzemedaille und insgesamt sechste DM-Medaille ein.
Bei den Jungen Reitern holte sich Maria Theresia Till (Leipzig) mit ARC Captain den Meistertitel mit einem Score von 217,5 Punkten. Vizemeisterin wurde Julia Steinbrecher mit Walla Walla Wimpy (214). Die dritte DM-Bronzemedaille gab es für Katharina Ramm (Hamburg) mit Steadys Little Dude (213,5). Die Achte der Junge-Reiter-Europameisterschaften diesen August hatte schon im letzten Jahr bei den Jungen Reitern und 2014 bei den Junioren den dritten Platz erreicht.
Gesteigert hat sich die neue Deutsche Meisterin der Junioren: Nach der Silbermedaille im letzten Jahr gab es jetzt Gold für Franziska Engel (Haunstein) mit KD Whizoffthefuture (213). Vizemeisterin wurde Carolin Rieper mit Flip N Rooster (206). Auf dem dritten Rang platzierte sich John Wisser mit AW Cielo Whiz (203,5).

Distanzreiten

WM Distanzreiten: Beste Deutsche auf Platz 26

WM-Doppelgold für Spanien und Jaume Punti Dachs

Samorin/SVK (fn-press). Als beste deutsche Teilnehmerin hat Ursula Klingbeil (Buch) die Weltmeisterschaft im Distanzreiten im slowakischen Samorin auf Platz 26 beendet. Mit ihrer neunjährigen Stute Alize du Florival absolvierte die international erfahrene Deutsche Meisterin von 2010 die 160 Kilometer lange Strecke in einer reinen Reitzeit von acht Stunden, zwölf Minuten und 57 Sekunden. Ebenfalls das Ziel erreichte die 22-jährige Bietigheimerin Melanie Mannherz mit Nuriye. Die Deutsche Juniorenmeisterin von 2013 kam in der Wertung auf Platz 31 (8:37:46).
Nachdem die dritte deutsche Starterin Jule Klingbeil (Buch), Schwiegertochter von Ursula Klingbeil, nach der vierten der in sechs Etappen eingeteilten Strecke ausgeschieden war, qualifizierte sich Deutschland nicht für die Mannschaftswertung. Dazu müssen mindestens drei Teilnehmer den Ritt in der Wertung beenden. Das gelang nur sieben der insgesamt 26 Nationen, die um den Mannschaftstitel kämpften. Neuer und alter Mannschafts-Weltmeister ist Spanien, das 2014 bei den Weltreiterspielen ebenfalls gewann. Die Silbermedaille holte sich das französische Team, Bronze ging an die Niederlande.
Den Einzeltitel holte sich der Spanier Jaume Punti Dachs mit Twyst Maison Blanche (6:46:42), der als Mitglied des spanischen Teams dieses Championat damit als Doppel-Weltmeister verließ – zusammen mit der WEG-Medaille von 2014 das dritte WM-Gold für den Doppel-Europameister von 2015. Sein WM-Gold-Teamkollege Axel Luque Maral wurde mit Calandria PH Vize-Weltmeister (6:47:32). Die Bronzemedaille gewann Scheich Nasser bin Hamad als Khalifa (Bahrain) mit Waterlea Dawn Threader (6:49:47).

Insgesamt gingen 133 Reiter aus 41 Nationen in Samorin an den Start. 47 Paare beendeten den Ritt in der Wertung. Ein Pferd starb bei dem Championat. Die 15-jährige Stute Ajayeb, geritten von Scheich Rashid Dalmook Al Maktoum (Vereinigte Arabische Emirate), brach sich auf der vierten Etappe das rechte Vorderbein und musste eingeschläfert werden.

Orientierungsreiten

WM-Orientierungsreiten: Platz vier und fünf für deutsche Teams

Bei den Senioren gewinnt Frankreich, bei den Jungen Reitern/Junioren Italien

Segovia/ESP (fn-press). Platz vier für die Senioren, Platz fünf für das Junge Reiter/Junioren-Team: Das ist das Ergebnis der deutschen Teilnehmer bei den diesjährigen Weltmeisterschaften im Orientierungsreiten, die Anfang September im spanischen Segovia ausgetragen wurden. Insgesamt nahmen 110 Reiter und Reiterinnen aus 14 Nationen teil, darunter zwölf deutsche Teilnehmer.
Am Ende des dreitägigen kombinierten Wettbewerbes, der aus einem Orientierungsritt, einer Rittigkeits- und einer Geländeprüfung besteht, hatte schließlich bei den Senioren die Mannschaft aus Frankreich mit 799 Punkten die Nase vorn, vor Gastgeber Spanien (795 Punkte) und der Schweiz (491). Das deutsche Team mit Bettina Klingmüller mit Barlo (Ofterdingen), Meike Lefevre mit Amur (Sulz-Hopfau), Jessica Schneider mit Saygak (Alterkülz) und Jenny Stemke mit Koriana (Oberndorf) landete auf dem undankbaren vierten Platz (429). Beim Nachwuchs holte Italien die Goldmedaille vor Spanien und dem französischen Team (1140, 1108 bzw. 1064). In der Einzelwertung erreichte als beste deutsche Seniorin Meike Lefevre mit ihrem Kabardiner Arbalet Amur Rang 14 (173), bei den Jungen Reitern führte Imke Hellwig mit der Connemara Rainbow Noel das deutsche Team mit Platz 12 an (331). Der Sieg in der Altersklasse Senioren ging an den Spanier Pau Dorca mit Lucas (347) gefolgt von den beiden Franzosen Lisbet Lumpp mit Voila Petit Buisson (340) und Amanti Muller mit Romeo (314). In der Konkurrenz der Jungen Reiter erritt die Französin Chloe Guyon mit Quiddich del Douts die Goldposition (417) umrahmt von zwei Italienern: Lucca Fabbri mit Palleri del Sinis (413) und Jonathan Rambaldi auf Walker (399).

Das Orientierungsreiten ist eine Sparte des Pferdetourismus, weil die Reise zu Pferd, Wander- und Streckenritte im Mittelpunkt stehen. So prüfen die Wettbewerbe das Handwerkszeug des Wanderführers zu Pferd: Orientierung nach Karte und Kompass, Einschätzung der Entfernungen unter Berücksichtigung eines an die Topografie des Geländes angepassten Tempos sowie Ausdauer für den mehrstündigen oder mehrtägigen Ritt. Dabei geht es nicht darum, so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen, sondern verlangte Wegstrecken müssen in vorgegebener Zeit zielsicher und präzise gefunden werden, natürlich unter Beachtung des Schrittmaßes und der Kondition des Pferdes. Außerdem geht es um die selbstverständliche und effiziente Überwindung verschiedener Hindernisse, die sich in der Natur stellen können, zum Beispiel Baumstamm, Bergauf, Bergab, im Sattel oder auch an der Hand, dazu allerlei Tests, wie Slalom, Labyrinth, Stillstand, um Ausbildung, Einfühlungsvermögen, Gehorsam und Harmonie mit dem Pferd zu demonstrieren. Angesiedelt ist diese Outdoor-Sparte des Pferdesports bei der Internationalen Föderation für Pferdetourismus (Fédération Internationale de Tourisme Equestre/FITE).

Breitensport, Vereine und Betriebe

HKM-Deutsche Quadrillenchampionate: Doppelsieg für St. Hubertus Wesel-Obrighoven  

Leidenschaftliche Mannschaftserlebnisse schweißen zusammen

Versmold (fn-press). Sie sind einfach eine eigene Liga im Quadrillenreiten: Der Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven und der Kopf hinter dem Erfolg, Mannschaftsführerin Helmi Abeck. Nicht nur verteidigten die acht Reiterinnen von Team II bei den HKM-Deutsche-Quadrillenchampionaten in Versmold den Titel in der Kategorie „Klassische Quadrillen“. Sie holten sich auch den Titel bei den „Themenquadrillen“. Insgesamt gingen sieben Mannschaften an den Start, alle in beiden Kategorien.
St. Hubertus Wesel-Obrighoven ist der dominierende Quadrillenteilnehmer. Seit über 20 Jahren bereiten die Rheinländer unter Leitung von Ausbilderin Helmi Abeck mit Leidenschaft ihre Quadrillen vor. Schon im ersten Durchgang, der „Klassischen Quadrille“, setzten sich Elisa Abeck mit Fiorino, Sophie Abeck mit Perla, Monika Baumann mit Linus, Jana Fischer mit Rubia, Lena Löwe mit Sorento, Kristin Maiwald mit Cadeau Noir, Wibke Orth mit Rooney und Kira Stegemann mit Campione mit 17,7 Punkten deutlich gegen die Konkurrenz durch. In diesem Fall war das die zweite Achter-Quadrille, das Team vom Reitverein Kalthoff, der für seine Quadrille 16,8 Punkte erhielt. Die „Bronzemedaille“ ging an das Team des Kreisreiterverbandes Lippstadt. Hier hatten sich sechs Reiterinnen verschiedener Reitvereine zu einem Team zusammengefunden. Der Lohn: 16,4 Punkte.

Bei den Themenquadrillen vergaben die Richter Elfriede Schulze-Havixbeck und Wilfried Gehrmann dann noch einmal höhere Noten. Die Pferde waren schon einmal gegangen, Pferde und Reiter kannten jetzt den Platz und so stieg das Niveau der Vorführungen nochmal. Zudem kamen jetzt aufwendige Kostüme und Dekorationen für Reiter und Pferde hinzu. Unter dem Motto „In 80 Tagen um die Welt“ verzückte das Achter-Team vom RV St. Hubertus Wesel-Obrighoven mit kreativer Choreografie die Richter. Mit 19 Punkten schlugen die Rheinländerinnen das Team vom RV Kalthof, das unter dem Motto „Die Eiskönigin“ bereits zuvor Richter und Publikum begeistert hatte (18,5 Punkte). Auch in dieser Kategorie ging der dritte Platz an den Vereinszusammenschluss aus dem Kreis Lippstadt (17,0). Einen Sieg trugen die Kalthofer aber dennoch bei diesen Quadrillenchampionaten davon. Sie gewannen zusammen mit den Rheinländern die Kostümwertung.

Apropos rheinische Quadrillenleidenschaft. Ganz im Sinne der Nachwuchsarbeit war der RV St. Hubertus Wesel-Obrighoven noch mit einem zweiten Team am Start: sechs Ponyreiter. In beiden Kategorien kamen diese auf den vierten Platz. „Quadrillenreiten ist einfach super für das Vereinsleben: Aus Einzelreitern werden Teams“, fasste Helmi Abeck die Faszination Quadrillenreiten zusammen. Ein Team, das aber nicht nur aus den acht Reitern plus Reservereiter besteht. Dazu gehören Familie und Freunde, die sich mit besonderen Fähigkeiten einbringen: Musik schneiden, Kostüme nähen und vieles mehr. Und so wird das Quadrillenreiten zu einem Teamerlebnis und Erfolg für 30 bis 40 Leute. Dass man so ein Erlebnis auch über Vereinsgrenzen hinweg erreichen kann, bewiesen gleich drei Mannschaften. Neben den Vereinen im Kreis Lippstadt hatte sich auch das Team Schieferberg von Sina John und das Team von Claus Neuhaus bunt zusammengefunden. Und wenn man die Reiter mit Interesse am Quadrillenreiten in der Nähe nicht kennt, kann das Internet helfen. Das Team Schieferberg um Sina John hat sich über Facebook zusammengefunden. Nur das Training bleibt analog. „Das ist erfreulich, wenn Quadrillen auch über Vereins- und Stallgrenzen entstehen. Das Interesse am Quadrillenreiten ist groß. Manchmal hapert es aber an „ausreichend“ Reitern. Mindestens vier müssen es für eine Quadrille sein“, begrüßt Annette von Hartmann, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zuständig für das Quadrillenreiten, diese Lösungen.

Die Noten beim Quadrillenreiten setzen sich aus der A- und der B-Note zusammen. Steht bei der A-Note der reiterliche Wert im Vordergrund, so ist die B-Note quasi der künstlerische Wert der Darbietung. Hier erhielt übrigens das Siegerteam St. Hubertus-Wesel-Obrighoven bei den Themenquadrillen die Höchstnote 10,0. Für die Richter war der künstlerische Wert der rheinischen Quadrille also perfekt. Bewertet werden hier neben Gehorsam, Losgelassenheit und Durchlässigkeit der Pferde, Sitz und Einwirkung der Reiter sowie Harmonie, Herausgebrachtsein und Zusammenpassen von Reitern und Pferden, die Choreografie der Quadrille. Das sind der inhaltliche Ideenreichtum, die Einteilung des Vierecks, die Linienführung und die Übereinstimmung der Bewegungsabläufe mit der Musik. Hinzu kommt der Gesamteindruck: die musikalische Untermalung und die disziplinspezifische Leistung. Bei der A-Note bewerten die Richter die drei Grundgangarten inklusive der Ausführung der Pflichtlektionen der auf A-Niveau gerittenen Quadrillen, Sitz und Hilfengebung der Reiter sowie das Gerittensein der Pferde – also Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Durchlässigkeit, Gehorsam.
Die Deutschen Quadrillen-Championate werden seit 1987 jährlich ausgetragen. Die Kategorie „Klassische Quadrille“ ist ganz traditionell ausgeschrieben. Das heißt, ein Team besteht aus vier, sechs oder acht Reitern, die Kleidung ist klassisch schwarz-weiß und die Musik passend zu den Gangarten und zur Bewegung der Pferde gewählt. Anders in der Kategorie „Themenquadrille“: Die Vorführung kann unter ein durchgängiges Musikmotto gestellt werden, das durch Kostüme zusätzlich unterstrichen wird. Beide Quadrillen-Wettbewerbe werden auf A-Niveau geritten.

Ergebnis „Klassische Quadrille“:
1. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven II / Rheinland; 17,7 Punkte
2. Landwirtschaftlicher Reitverein Kalthof / Westfalen; 16,8
3. Team des Kreisreiterverbandes Lippstadt /Westfalen; 16,4
4. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven I / Rheinland; 15,9
5. Team Schieferberg Sina John; 14,6
6. Hubertus Reitverein Bremen / Bremen; 13,8
7. Bondgirls Claus Neuhaus; 12,7

Ergebnis „Themenquadrille“:
1. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven II / Rheinland mit „In 80 Tagen um die Welt“; 19,0 Punkte
2. Landwirtschaftlicher Reitverein Kalthof / Westfalen mit „Die Eiskönigin“; 18,5
3. Team des Kreisreiterverbandes Lippstadt /Westfalen mit „Die Minions“; 17,0
4. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven I / Rheinland mit „Karl May“; 16,5
5. Hubertus Reitverein Bremen / Bremen mit „Werder Bremen“; 15,3
6. Team Schieferberg Sina John mit „König der Löwen“; 15,2
7. „Die Freunde mit Biss“ Claus Neuhaus; 15,1

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht  
Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2016 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.
Änderungen vorbehalten:

MONTELIBRETTI/ITA Europameisterschaft Vielseitigkeit Junioren/Junge Reiter
22. – 25. September
Internet http://robertobonfili.weebly.com

KIEL Baltic Horse Show
06. – 09. Oktober
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.baltic-horse-show.de

LE LION D’ANGER/FRA Weltmeisterschaften Junger Vielseitigkeitspferde
15. – 18. Oktober
Internet www.mondialdulion.com

NÜRNBERG Faszination Pferd
27. Okt. – 01. Nov.
Pressekontakt: Wolfgang Heinrich
AFAG Messen und Ausstellungen GmbH
Telefon 0911/988330, Fax 0911/98833500
E-Mail info@afag.de
Internet www.afag.de

MÜNCHEN Munich Indoors
10. – 13. November
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.engarde.de

STUTTGART Stuttgarter German Masters
16. – 20. November
Pressekontakt: MPS-Gesellschaft für Marketing- und Presseservice mbH, Hartmut Binder
Telefon 0711/9023412, Fax 0711/9023499
E-Mail hartmut.binder@mps-agentur.de
Internet www.stuttgart-german-masters.de

Verden Bundesnachwuchschampionat Dressur (Pony)
18. – 20. November
Internet www.psvhan.de

OLDENBURG Agravis-Cup
24. – 27. November
Pressekontakt: Escon-Marketing GmbH
Telefon 04473/94110, Fax 04473/9411119
E-Mail info@escon-marketing.de
Internet www.escon-marketing.de

AACHEN Salut-Festival
24. – 27. November
Pressekontakt: Aachen-Laurensberger Rennverein e.V.
Telefon 0241/9171182, Fax 0241/9171181
E-Mail presse@chioaachen.de
Internet www.salut-festival.de

FRANKFURT Internationales Festhallen Reitturnier
15. – 18. Dezember
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.pst-marketing.de

Quelle: FN-press