+49 (0) 201 . 52 37 837 info[at]reiterportal24.de

Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

(Ankum) Am Samstag und Sonntag traten beim Ankumer Dressur Club die Amateure und Ponyreiter in ihren eigens für ihre Klasse maßgeschneidert ausgeschriebenen Qualifikations- und Finalprüfungen an.

Die Amateur-Prüfungen auf schwerem Niveau gingen an Medaillengewinner der diesjährigen Meisterschaften ihrer jeweiligen Landesverbände. Anna Sahle beispielsweise, die Bronzemedaillengewinnerin der Jungen Reiter bei den Westfälischen Meisterschaften, sicherte sich im Sattel ihres schwedisch gebrannten Florencio I-Bernstein-Nachkommen Fläder af Hagalund und mit 70.794 Prozent die zweite Abteilung der S*-Dressur. Die Top-Drei dieser Prüfung komplettierten Alexa Westendarp aus Wallenhorst mit ihrem Diamond Hit-Davignon-Sohn Der Prinz (70.476 Prozent) und Magdalena Danninger mit ihrer Quattro B-Andiamo-Tochter Queeny (70.238 Prozent). Danninger, Weser-Ems Meisterin der Jungen Reiter, holte sich mit 70.570 Prozent dann am Sonntagnachmittag auch noch die goldene Schleife im Finale, einer S** Intermediaire I vor Alexa Westendarp und Hildegard Schultmann aus Münster. Die diesjährige Westfälische Meisterin der Junioren Kim Burschik siegte im Sattel der Ruiz Soler-Warkant-Tochter Powerfee GB und mit glatt 70 Prozent in der ersten Abteilung der S* Dressur. Sie platzierte sich mit Filaro OLD (Fidertanz x Landsieger) zusätzlich auf Rang zwei vor Karen Böckmann aus Lastrup mit Raptor.

Im mit insgesamt 27 Paaren besetzten Starterfeld der Ponyreiter glänzte vor allem Nele Brosswitz aus Iserlohn. In der zweiten Abteilung der Qualifikationsprüfung siegte die 13-Jährige im Sattel von Timberlake SH mit 70.214 Prozent. Zweite und Dritte wurden Franziska Nölken aus Bad Honnef mit Attila King und Düsseldorferin Luisa Köllner mit Don Henley. In der ersten Abteilung belegte Brosswitz mit Daddy’s Daydream zusätzlich den Silberrang hinter der 15-jährigen Anastasia Konsek aus Krefeld, die mit 70.342 Prozent das beste Prüfungsergebnis erzielte. Die Plätze drei und vier gingen an Ponyeuropameisterin Lucie-Anouk Baumgürtel mit Coriander FH und Classic Dream FH. Das Finale, die internationale Einzelwertung für Ponyreiter, sicherte sich erneut Nele Brosswitz mit Timberlake SH (71.504 Prozent) und holte zusätzlich Silber mit Daddy’s Daydream (69.797 Prozent). Dritte wurde die 15-jährige Anna-Margareta Jürgens aus Grebin mit Contrast S (69.593 Prozent).

Zusätzlich bestritten am Samstagmittag 23 Teilnehmer eine Intermediaire II, bei der sich die Erst- und Zweitplatzierten deutlich hervorheben konnten. Sieger war am Ende Matthias Bouten aus Sonsbeck, der den zehnjährigen Hannoveraner Hengst Dante Delux MJ (Danone I x Rouletto) zu 74.386 Prozent pilotierte. Dicht auf seinen Fersen folgte die Schwedin Antonia Ramel, die im Sattel des achtjährigen Holsteiners Curiosity (Clinsmann x Carpaccio) ebenfalls über 74 Prozent erreichte. Der in Krefeld stationierte Spanier Borja Carrascosa Martinez ergatterte sich im Sattel des achtjährigen Westfalen Ein Traum (Estobar NRW x Florestan I) bei ihrem ersten gemeinsamen Turnierstart und mit einem Ergebnis von 70.307 Prozent den dritten Rang. Im Finale der acht- bis zehnjährigen Pferde, einem Kurz-Grand Prix, sicherte sich Carrascosa Martinez dann mit 71.860 Prozent den Sieg vor Matthias Bouten (70.310 Prozent) und Nicole Wego aus Hagen a.T.W., die 69.302 Prozent für ihren Ritt mit dem achtjährigen Oldenburger Dark Berry (Don Primus x Diamond Hit) erhielt. Die zweite Kurz-Grand Prix-Finalprüfung am Sonntagmorgen brachte den Sieg für Katrin Bettenworth aus Spenge mit Dance with me (Don Schufro x Rubinstein I) vor Tamara Rehnig aus Frankfurt mit De Chirico (Dolany x Linaro) und Sophie Reef aus Bad Bentheim mit Silencium (Shakespeare in Love x Wolkenstein II).

Im Zwei-Wochen-Rhythmus folgen nun vom 25. bis 29. Oktober und vom 8. bis 11. November zwei weitere Dressurturniere des Ankumer Dressur Clubs, bevor am 2. und 3. Dezember die nunmehr 38. P.S.I. Auktion in Ankum stattfindet. Die P.S.I. Dressurkollektion ist bereits seit Freitag mit detaillierten Beschreibungen und Videos online unter www.psi-auktion.de verfügbar.

Der Eintritt ist bei allen ADC-Turnieren frei, Besucher sind herzlich willkommen. Informationen, Zeitplan, Starter- und Ergebnislisten finden Sie unter www.ankumer-dressur-club.de.

Ergebnisse im Überblick:

6 Pony-Dressurprfg.Kl.L**-Tr. – Intern. Mannschaftsaufgabe:
1 Abteiltung:
1. Anastasia Konsek (Krefeld), Arts-Doleiro, 70.342%;
2. Nele Brosswitz (Iserlohn), Daddy’s Daydream, 69.145%;
3. Lucie-Anouk Baumgürtel (Nottuln), Coriander FH, 68.846%;
4. Lucie-Anouk Baumgürtel (Nottuln), Classic Dream FH, 68.504%;
5. Enya Palm (Ganderkesee), Frühlingstraum 7, 67.393%;
6. Emilie Kirsch (Dormagen), German Highlight, 66.368%;
2 Abteiltung:
1. Nele Brosswitz (Iserlohn), Timberlake SH, 70.214%;
2. Franziska Nölken (Bad Honnef), Attila King, 69.103%;
3. Luisa Köllner (Düsseldorf), Don Henley 4, 68.632%;
4. Maja Schnakenberg (Dörverden), Ekras van Tastique, 67.863%;

14 Dressurprüfung Kl. S*** – Intermediaire II:
1. Matthias Bouten (Sonsbeck), Dante Delux MJ, 74.386%;
2. Antonia Ramel (Schweden), Curiosity 2, 74.167%;
3. Borja Carrascosa Martinez (Krefeld/ESP), Ein Traum 2, 70.307%;
4. Sophie Reef (Bad Bentheim), Silencium 2, 68.114%;
5. Christoph Koschel (Hagen a.T.W.), Santorini 11, 68.070%;
6. Katrin Bettenworth (Spenge), Dance with me 6, 67.895%;

10/1 Dressurprüfung Kl.S*, Amateure mit 0-737 Ranglistenpunkten:
1. Kim Burschik (Iserlohn), Powerfee GB, 70.000%;
2. Kim Burschik (Iserlohn), Filaro OLD, 67.341%;
3. Karen Böckmann (Lastrup), Raptor 3, 66.746%;
4. Annika Pax (Osnabrück), Rascalina 7, 66.667%;
5. Jule Ross (Rheine), Suri B, 66.270%;
6. Frauke Thole (Rheine), Diamond Deceit, 65.794%;

10/2 Dressurprüfung Kl.S*, Amateure mit 738 u. mehr Ranglistenpunkten:
1. Anna Sahle (Greven), Fläder af Hagalund, 70.794%;
2. Alexa Westendarp (Wallenhorst), Der Prinz 4, 70.476%;
3. Magdalena Danninger (Heimstetten), Queeny 44, 70.238%;
4. Ninya Wingender (Oer-Erkenschwick), Royal Flasky Jack, 69.484%;
5. Henriette Hachmeister (Aurich), Sandmann 58, 68.254%;
6. Lara Louisa Braun (Telgte), Cyrano le beau, 67.857%;

15 Dressurprüfung Kl. S*** – Kurz-Grand Prix, Finale für 8-10j. Pferde:
1. Borja Carrascosa Martinez (Krefeld/ESP), Ein Traum 2, 71.860%;
2. Matthias Bouten (Sonsbeck), Dante Delux MJ, 70.310%;
3. Nicole Wego (Hagen a.T.W.), Dark Berry, 69.302%;
4. Rainer Schwiebert (Kattendorf), Highline 5, 65.194%;
5. Wolfgang Schmitz-Heinen (Wermelskirchen), Don Derry V, 65.116%;

16 Dressurprüfung Kl.S*** – Kurz-Grand Prix, Finale für 11j. u. ältere Pferde:
1. Katrin Bettenworth (Spenge), Dance with me 6, 68.488%;
2. Tamara Rehnig (Frankfurt), De Chirico 3, 67.868%;
3. Sophie Reef (Bad Bentheim), Silencium 2, 67.403%;
4. Janet Egbers (Haftenkamp), Daniel Craig, 66.240%;
5. Gabriele H.-Kiefer (Aachen), Watson 167, 65.000%;
6. Lothar Plötz Dr. (Einbeck), Don of Darkmoor, 63.992%;

7 Pony-Dressurprfg.Kl.L**-Tr. – Intern. Einzelaufgabe, Finale:
1. Nele Brosswitz (Iserlohn), Timberlake SH, 71.504%;
2. Nele Brosswitz (Iserlohn), Daddy’s Daydream, 69.797%;
3. Anna-Margareta Jürgens (Grebin), Contrast S, 69.593%;
4. Franziska Nölken (Bad Honnef), Attila King, 69.024%;
5. Anastasia Konsek (Krefeld), Arts-Doleiro, 67.764%;
6. Luisa Köllner (Düsseldorf), Don Henley 4, 67.358%;

11 Dressurprüfung Kl. S** – Intermediaire I, Finale für Amateure:
1. Magdalena Danninger (Heimstetten), Queeny 44, 70.570%;
2. Alexa Westendarp (Wallenhorst), Der Prinz 4, 70.219%;
3. Hildegard Schultmann (Münster), Alwin 32, 67.939%;
4. Lara Louisa Braun (Telgte), Cyrano le beau, 67.105%;
5. Anna Sahle (Greven), Fläder af Hagalund, 66.667%;
6. Ninya Wingender (Oer-Erkenschwick), Royal Flasky Jack, 65.570%;

Quelle: P.S.I. GmbH

Foto: ADC/ Siegerehrung Dressurprüfung Klasse S** – Intermediaire I – Finale für Amateure: v.l. Magdalena Danninger, Alexa Westendarp, Hildegard schultmann, Lara Louisa Braun, Anna Sahle, Ninya Wingender, Katharina Pickel, Jana Köning, Jule Ross, Stefan Aschenbroich, Karen Böckmann, Annika Pas und Richterin Ulrike Hunecke.

Vanessa-Joy Nägele jumpte zum Sieg am Samstagabend

(Magna Racino) Sensationssieg in der dritten Auflage des Frank Stronach Indoor Derbys: Die Liechtensteiner Nachwuchsreiterin Vanessa-Joy Nägele konnte nicht nur als einzige Amazone ihr Ticket für die Entscheidung lösen, sondern auch im spannungsgeladenen Stechen gegen ihre fünf Kontrahenten mit der Bestzeit brillieren. In 44,18 Sekunden verdrängte sie Mario Bichler (45,46 Sekunden) am zweiten und Vorjahressieger Sönke Kohrock (46,20 Sekunden) am dritten Rang.

Es war das samstägige Höhepunkt und gleichzeitig beliebtes Publikumshighlight: das Frank Stronach Indoor Derby. Der 675 Meter lange, mit 15 Hindernissen und 19 Sprüngen vollgespickte Kurs gestaltete sich kunterbunt und mit etlichen Tücken wie die außergewöhnliche Triple-Barre mit dem hohen Kreuz in der Mitte, die luftige, komplett in rot gehaltene Oxer-Steil-Kombination, die aus vier Elementen bestehende Barrierenreihe, dem Birkenoxer, der Schlusslinie mit den Buschhindernissen und natürlich dem großen „Magna Racino-Herz“ mit den vier weißen Planken in der Mitte der Bahn.

Hochkonzentriert inspizierte die genannte Teilnehmerschar den von Hubert Kuttelwascher, Helfried Knotz und dem PAC-Team aufgebauten Parcours und ging die geforderten Aufgaben akribisch durch. Insgesamt sechs Starterpaare hatten alles richtig gemacht und zogen unter viel Applaus ins Stechen ein. Eröffnet und vorgelegt hatte niemand geringerer als der letztjährige Gewinner Sönke Kohrock, der heuer die verlässliche und in Österreich nicht unbekannte Schimmelstute „Transpofix Contact Me Girl“ sattelte. Flinke 46,20 Sekunden lautete die erste Ansage, der man durchwegs Siegeschancen zugesprochen hatte. Wenn da nicht noch die hochmotivierten Mitstreiter gewesen wären. Mario Bichler hatte die Richtmarke unterboten und jumpte mit „Lissara T“ als vorletzter Stechreiter in 45,46 Sekunden über den verkürzten Kurs. Für die Siegerzeit sollte dies jedoch ebenfalls nicht reichen, denn mit einer couragierten Vanessa-Joy Nägele ging der Triumph am Ende nach Liechtenstein: Die Nachwuchsamazone legte mit ihrer genial mitkämpfenden „Vegas de Alkantara“ alles auf eine Karte, pokerte richtig und flog in 44,18 Sekunden dem umjubelten Sieg im 3. Frank Stronach Indoor Derby entgegen. Fürs Stechen qualifiziert war ebenfalls Stefan Eder mit Casall-Tochter „Barmenia“, die sich den sechsten Endrang holen konnten.

Knapp den Einzug in die Entscheidung verpassten die beiden hochgehandelten Mitfavoriten Matthias Atzmüller und Bianca Babanitz. Der Oberösterreicher konnte ja gestern mit „Chap B“ für einen Heimerfolg in der Silver Tour sorgen. Die in Purbach beheimatete Berufsreiterin sattelte mit „La Fille Rouge“ ihre im Wiener Springderby prämierte Siegerstute. Beiden wurde ärgerlicherweise der Aussprung der Barrierenreihe zum Verhängnis. Eine Platzierung sollte es dennoch geben: Sie sicherten sich die Ränge zehn und elf.

Also Grund genug, um noch anzustoßen und zu feiern, denn in der gemütlichen Gastronomie des Clubhauses stand ein 50 Liter Fass Bier bereit. Zu diesem geselligen Beisammensein hatte der Reitclub Magna Racino alle Turniergäste eingeladen.

EY CUP, Gold Tour, Frank Stronach Indoor Derby & Rahmenbewerbe
Pünktlich um 8:00 Uhr vormittags wurde der zweite Turniertag beim CSI2* im Magna Racino mit der 1,15 Meter hohen Bronze Tour eröffnet. Das heutige, mit sieben internationalen Prüfungen besetzte Programm versprach hochkarätig zu werden: Neben den Rahmenbewerben der Youngster, Silver und Children Tour sowie des EY CUPs wartete die Ausschreibung mit dem zweiten Springen der Gold Tour auf – Stichwort: Grand Prix-Qualifikation – sowie mit dem bunt aufgemachten Frank Stronach Indoor Derby, das als finaler Höhepunkt um 18:30 Uhr angesetzt ist.

Für einen perfekten Start in den Samstag hatte unsere Nachwuchsamazone Magdalena Margreiter gesorgt: Gestern schon ließ sie mit den dritten Endrang aufhorchen und heute hatte sie mit „J.J. Caval“ in 46,18 Sekunden die uneinholbare Richtmarke gezeigt. Das konnte keiner mehr toppen! Selbst die gestern an der Spitze klassierten ungarischen Reiter Csongor Töro und Marcell Mészáros mussten sich in 46,64 und 47,82 Sekunden hinten anstellen.

Einen Rang gut gemacht hatte das eingespielte Duo Dagmar Wallenko und „Vienna XII“, die in 50,11 Sekunden Sechster wurden. Laura Frank trumpfte mit ihrer in Österreich gezogenen „Revolution 4“ in 53,19 Sekunden an achter Stelle auf. Ihre Platzierung von gestern wiederholten Sidra Kuzbari mit „Contadino 2“ und Tiffany Winkler mit „Indiana W“, die sich nach fehlerfreien Vorstellungen die Ränge zehn und elf sicherten.

Csongor Töro triumphierte in der Children Tour
In cool angelegten 49,78 Sekunden war der Triumph im zweiten Teilbewerb der Children Tour ganz klar vergeben: Über zwei Sekunden Vorsprung hatte Csongor Töro auf das restliche Starterfeld herausgeholt und sich mit dem quirligen „Chacco“ Platz eins gesichert. An zweiter Stelle trumpfte Valerie Kroker auf: Die Nachwuchsreiterin war mit ihrer Stute „Cascala“ souverän unterwegs und jumpte in 52,01 Sekunden aufs Stockerl. Dahinter ging der rot-weiß-rote Platzierungsreigen mit Julia Jaritz und Sophie Züger weiter. Sie sicherten sich mit ihren Pferden „Champion de Luxe“ und „Qidam des Pres“ die Ränge drei und vier. Zudem konnten auch Sophie Pollak mit „Latin“ (9. Rang) und Carla Daimer mit „Numero de Gerdi“ (11. Rang) internationale Platzierungen verbuchen.

Im EY CUP dominierte weiterhin Deutschland – Lisa-Maria Maier machte das Rennen im S*
Das Starterfeld sprichwörtlich von hinten aufgerollt hatte Lisa-Maria Maier im 1,40 Meter hohen EY CUP vom Magna Racino. Als viertletzte Teilnehmerin betrat die 25-jährige deutsche Nachwuchsreiterin mit ihrer Stolzenberg-Stute „Shila 155“ die Bahn und demonstrierte dem Ebreichsdorfer Publikum ihr Können: Auf geschickt angelegten Linien und gut gewähltem Tempo nahm das Duo die S*-Prüfung in Angriff und wurde mit der phantastischen Bestmarke von 62,43 Sekunden und dem Sieg honoriert. Von der Spitze abgelöst hatten sie Tamás Mráz, der zuvor mit Padinus-Wallach „Basco“ in 65,16 Sekunden über die Ziellinie galoppierte. Am Podium klassierte sich dahinter der Italiener Michele Previtali, dem mit „Ambra 83“, der sprunggewaltigen, aus dem Oldenburger Zuchtgebiet stammenden Argentinus-Tochter, die Top-Zeit von 65,52 Sekunden gelang.

Über beide Ohren strahlte Lisa Schranz, die sich nach einem ansehnlichen Auftritt zur besten Österreicherin kürte. Gemeinsam mit ihrem „Cascadeur 88“, der ja gestern schon fehlerfrei geblieben und somit auch platziert war, setzte sie in astreinen 65,66 Sekunden das beste rot-weiß-rote Resultat. In Sachen Nullrunde durfte man ebenfalls Lea-Florentina Kohl und Magdalena Margreiter nichts vormachen: Die beiden bestachen mit einer strafpunktefreien Vorstellung am achten und elften Endrang.

Wiederholungstäter in der Youngster Tour: Aleksandr Lis und „Valerika“ zeichneten sich erneut als siegreiches Paar aus
Das hat schon Seriensiegcharakter: Aleksandr Lis und „Valerika“ bleiben in der Youngster Tour das Maß aller Dinge und konnten nach ihrem triumphalen Auftakt im gestrigen Opening auch im zweiten Teilbewerb zuschlagen. Die Oldenburgerstute, eine siebenjährige Tochter des Corlensky G-Argentinus, ließ abermals keine Frage offen, dass sie in 53,87 Sekunden an der Spitze stand und die Ehrenrunde erneut anführte. Auch am zweiten Endrang gab es keine große Überraschung: Benjamin Wulschner und seine sechsjährige Holsteinerstute „Jumpy 9“ v. Quirado-Casall bestachen mit einer weiteren Top-Runde, die in 57,22 Sekunden auch flott angelegt war, und reihten sich wie am Vortag an zweiter Stelle ein. Aufs Treppchen sprang dahinter der gestrige EY CUP-Gewinner Gregor Fischer. Der Deutsche sattelte die aus Holstein kommende Schimmelstute „Classic White 2“, die auf Clarimo und San Patrignano Cassini zurückgeht. Das Duo beendete ihre flinke Runde in 59,17 Sekunden.

Insgesamt vier Mal tauchte die heimische Equipe in der Platzierung auf. Zweimal davon war es Gerfried Puck, der die österreichische Fahne hochhielt: Der Steirer, der heuer schon mehrere internationale Große Preise gewinnen konnte, blieb sowohl mit „Nickelback Dive“ (6. Rang) als auch mit „Bingo du Parc“ (11. Rang) ohne Fehler. Ihm gleich machte es Christoph Nothegger mit seinem Diarado-Wallach „Diarado LB“, die sich an siebenter Stelle klassierten, sowie Nina Brand mit ihrem Hannoveraner „Casinio P“, Sohn des Casino-Lord Z, am zwölften Rang.

Silver Tour schien erneut in rot-weiß-rot: Schnellste Zeit in der zweiten Phase für Markus Saurugg
Da hatte er seiner Konkurrenz einmal mehr gezeigt, was ein Hacken ist: Markus Saurugg war am Samstagnachmittag in absoluter Siegerlaune und landete mit „Baloubet by Etl“ den nächsten Coup. Der sprunggewaltige Baloubet du Rouet-Hengst konnte ja heuer schon etliche Erfolge verbuchen und war zuletzt siegreich bei seinen internationalen Einsätzen in Herneacova, Bábolna oder gerade vergangenes Wochenende zweimal in der Arena Nova. Lediglich 35,05 Sekunden brauchte das eingespielte Gespann für die zweite Phase der Silver Tour, die somit – gestern war ja schon voll Verlass auf Matthias Atzmüller – fest in österreichischer Hand blieb.

Ganz vorne mitgemischt hatte einmal mehr die ungarische Truppe rund um Virág Weinhardt und Tamás Mráz, die für das 1,30 Meter hohe Zweiphasenspringen lediglich 37,88 und 38,18 Sekunden brauchten und sich Rangierung am Podium sicherten.

Heimische Platzierungen gab es noch jede Menge zu vermelden: Prämiert wurden die beiden Amazonen Alexandra Steiner und Nina Brand, die sich bereits am Vortag on Top klassierten. Heute reihten sie sich mit ihren Pferden „Fanatiker VH Dingeshof“ und „Lady Calme P“ an hervorragender fünfter und sechster Stelle ein. Franz Steinwandtner sprang mit „Calasnyikov“ makellos ins Ziel und wurde Zwölfter. Der gestrige Gold Tour-Gewinner Stefan Eder blieb mit „Dr Scarpo“ fehlerfrei und holte Rang 13. Zudem klassierte sich Julia Bieler-Kohrock mit „Casimir 150“ am 16. Platz.

Zweiter Streich für Stefan Eder und „Celpik“: Das Duo glänzte erneut in der Gold Tour
Die Rolle der Favoriten ist ihnen nun endgültig sicher: Stefan Eder und „Celpik“ mauserten sich beim CSI2* im Magna Racino zu den ganz großen Siegesanwärtern und konnten sowohl im Freitag angesetzten Opening der Gold Tour als auch in der heutigen zweiten Teilprüfung mit einem souveränen Sieg aufhorchen lassen. Die Gastgeber gaben also ihre Vorherrschaft nicht auf.

Ausgeschrieben nach dem Richtverfahren eines Zweiphasenspringens wurde der zweite Teilbewerb der samstägigen Gold Tour entschieden. Insgesamt 22 Teilnehmerpaare meisterten nach einer strafpunktfreien ersten Phase den Sprung in die entscheidende Runde, wo exakt ein Dutzend abermals ohne weiteren Fehler geblieben war. Die Siegerzeit lag hier bei 34,37 Sekunden und die wurde aufgestellt vom gestrigen Gold Tour-Siegerduo Stefan Eder und dem zehnjährigen „Celpik“. Dieser steht im Besitz von Stefans Schülerin Rosa Schrot, die momentan fleißig ihrem Studium nachgeht und deswegen weniger zum Reiten kommt. Mit der „Vertretung“ darf sie hochzufrieden sein, harmoniert das neu zusammengewürfelte Gespann vom Feinsten. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Zwei Starts und zwei Siege lautete die bisherige Ausbeute beim Zwei-Sterne-Turnier in Ebreichsdorf. Auch am zweiten Platz platzierte sich ein bekanntes Gesicht: Bronislav Chudyba wagte mit „Zapria“ einen Angriff auf die Bestmarke und wurde in 34,89 Sekunden Zweiter. Die Erfolgsbilanz des am Siegespodest klassierten Wolfgang Puschak konnte sich sehen lassen: Rang drei holte er mit „Conceeta“ (35,20 Sekunden) und als Draufgabe reihte er sich mit „Edgar“ in 38,91 Sekunden am fünften Endrang ein. Dazwischen rangierte Matthias Raisch am vierten Platz: Sein „Coleur Blue“ war schon im Auftaktspringen mit einer makellosen Runde aufgefallen (8. Rang) und bestach heute in 36,86 Sekunden unter den Top-Five. Riesengroße Freude herrschte am zehnten Platz: Bianca Babanitz schaffte mit ihrem Neuzugang „Little Foot 41“ eine kleine Sensation, blieb nach einer konzentrierten Runde doppelnull und wurde in 43,30 Sekunden mit einem Top-Resultat belohnt. Die allererste Doppelnullrunde zeigte Helmut Morbitzer mit „Obora´s Goodwill“, die sich in 46,93 Sekunden den zwölften Endrang holten. Ebenfalls platziert war der eben noch in der Silver Tour prämierte Markus Saurugg: Mit Paradestute „Texas I“ kassierte er zwar einen Flüchtigkeitsfehler, kam aber aufgrund der schnellen Umlaufzeit von 34,43 Sekunden noch in die Platzierung.

News & Infos: www.magnaracino.at

Ergebnisübersicht vom Samstag (14.10.2017):

Bronze Tour 1.15 m
International jumping competition against the clock
1.J.J. CAVAL / MARGREITER Magdalena (AUT) – 0 / 46,18
2.CHACCO BOY / TÖRO Csongor (HUN) – 0 / 46,64
3.ZONA / MÉSZÁROS Marcell (HUN) – 0 / 47,82
4.ISOLA ACROBATICA / LOCATELLI Alessandro (ITA) – 0 / 48,03
5.APOLLO CREED / KRUCSÓ Szabolcs (HUN) – 0 / 49,31
6.VIENNA XII / WALLENKO Dagmar (AUT) – 0 / 50,11
7.GIADA DI MONTEFIRIDOLFI / SCHEFCZYK Gregor (GER) – 0 / 53,15
8.REVOLUTION 4 / FRANK Laura (AUT) – 0 / 53,19
9.CUTIE VA / STEPHAN Hanna Katrin (GER) – 0 / 53,75
10.CONTADINO 2 / KUZBARI Sidra (AUT) – 0 / 54,00
11.INDIANA W / WINKLER Tiffany (AUT) – 0 / 54,90
12.PAGANINI 165 / SZOKE Tímea (HUN) – 0 / 56,35

Children Tour 1.15m
International jumping competition against the clock
1.CHACCO / TÖRO Csongor (HUN) – 0 / 49,78
2.CASCALA / KROKER Valerie (AUT) – 0 / 52,01
3.CHAMPION DE LUXE / JARITZ Julia (AUT) – 0 / 56,38
4.QIDAM DES PRES / ZÜGER Sophie (AUT) – 4 / 48,92
5.CALL ME Z / HELEBRANTOVA Anna (CZE) – 4 / 49,84
6.QUIPARA Z / KISS Lizanna (HUN) – 6 / 71,06
7.EPO VAN DE ACHTERHOEK Z / HELEBRANTOVA Anna (CZE) – 8 / 48,56
8.VENEZIA 58 / KNABE Jette Sophie (GER) – 8 / 52,00
9.LATIN / POLLAK Sophie (AUT) – 8 / 54,46
10.CASANOVA DU CHATEAU / TÓTH Balázs (HUN) – 8 / 57,36
11.NUMERO DE GERDI / DAIMER Carla (AUT) – 11 / 73,12
12.CARDA / KNABE Jette Sophie (GER) – 12 / 55,23

EY Cup U25 1.40m
International jumping competition against the clock
1.SHILA 155 / MAIER Lisa-Maria (GER) – 0 / 62,43
2.BASCO / MRÁZ Tamás (HUN) – 0 / 65,16
3.AMBRA 83 / PREVITALI Michele (ITA) – 0 / 65,52
4.CASCADEUR 88 / SCHRANZ Lisa (AUT) – 0 / 65,66
5.EQUEST CHA CHA / WEINHARDT Virág (HUN) – 0 / 67,19
6.CHIKAS WAY / TAXIS Jennifer (GER) – 0 / 67,40
7.LUIGI 236 / WULFF Lesley (GER) – 0 / 67,42
8.COMMANDER 5 / KOHL Lea-Florentina (AUT) – 0 / 69,91
9.LEVISTO’S LOVERBOY / WULFF Lesley (GER) – 0 / 70,50
10.WESTERN BOY / VELE Iza (SLO) – 0 / 71,61
11.PSS DENVER / MARGREITER Magdalena (AUT) – 0 / 71,65
12.ARDZSENTA / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) – 0 / 73,63

Youngster Tour (6-7 year old horses) 1.20m/1.30m
International jumping competition against the clock
1.VALERIKA / LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 53,87
2.JUMPY 9 / WULSCHNER Benjamin (GER) – 0 / 57,22
3.CLASSIC WHITE 2 / FISCHER Gregor (GER) – 0 / 59,17
4.DIRTY DEVIL 2 / SPREHE Jörne (GER) – 0 / 59,27
5.CHACCO LUX 7 LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 60,27
6.NICKELBACK DÌVE / PUCK Gerfried (AUT) – 0 / 61,15
7.DIARADO LB / NOTHEGGER Christoph (AUT) – 0 / 61,38
8.LEVISON’S WHITE PEARL / SPREHE Jörne (GER) – 0 / 62,00
9.S.I.E.C. LOCCA / GROM Richard (GER) – 0 / 63,05
10.S.I.E.C. LAUTREC / GROM Richard (GER) – 0 / 63,50
11.BINGO DU PARC / PUCK Gerfried (AUT) – 0 / 63,97
12.CASINIO P / BRAND Nina (AUT) – 0 / 64,55

Silver Tour 1.30m
International jumping competition in 2 phases
1.BALOUBET BY ETL / SAURUGG Markus (AUT) – 0 / 35,05 / 2. Phase
2.QUEENIE 12 / WEINHARDT Virág (HUN) – 0 / 37,88 / 2. Phase
3.SPARTACUS / MRÁZ Tamás (HUN) – 0 / 38,18 / 2. Phase
4.COMEDY STAR / MÉSZÁROS Marcell (HUN) – 0 / 38,60 / 2. Phase
5.FANATIKER VH DINGESHOF / STEINER Alexandra (AUT) – 0 / 39,32 / 2. Phase
6.LADY CALME P / BRAND Nina (AUT) – 0 / 41,07 / 2. Phase
7.VANILLA / KREISLOVA Natalie (CZE) – 0 / 41,46 / 2. Phase
7.FLOYD / MILESZ Eszter (HUN) – 0 / 41,46 / 2. Phase
9.CARDESCH / EICHLER Michael (GER) – 0 / 43,89 / 2. Phase
10.UPSET DES CINQ CHENES / BELOVA Natalia (RUS) – 0 / 43,97 / 2. Phase
11.ARGON / ESZES Ferenc (HUN) – 0 / 44,52 / 2. Phase
12.CALASNYIKOV / STEINWANDTNER Franz (AUT) – 0 / 47,28 / 2. Phase
13.DR SCARPO / EDER Stefan (AUT) – 0 / 47,75 / 2. Phase
14.CHARLIE 208 / SCHMID Sofia (GER) – 0 / 47,86 / 2. Phase
15.COEUR DE CANTURO / WULSCHNER Benjamin (GER) – 4 / 38,07 / 2. Phase
16.CASIMIR 150 / BIELER-KOHROCK Julia (AUT) – 4 / 41,30 / 2. Phase

Gold Tour 1.40m
International jumping competition in 2 phases
1.CELPIK / EDER Stefan (AUT) – 0 / 34,37 / 2. Phase
2.ZAPRIA / CHUDYBA Bronislav (SVK) – 0 / 34,89 / 2. Phase
3.CONCEETA / PUSCHAK Wolfgang (GER) – 0 / 35,20 / 2. Phase
4.COLEUR BLUE / RAISCH Matthias (AUT) – 0 / 36,86 / 2. Phase
5.EDGAR / PUSCHAK Wolfgang (GER) – 0 / 38,91 / 2. Phase
6.CADBURRY / BRAUN Sascha (GER) – 0 / 41,21 / 2. Phase
7.KATYUSA / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) – 0 / 42,14 / 2. Phase
8.CAMERON 32 / TAXIS Jennifer (GER) – 0 / 42,55 / 2. Phase
9.VALIENTHE DH Z / SCHÖNHUBER Julia (GER) – 0 / 43,16 / 2. Phase
10.LITTLE FOOT 41 / BABANITZ Bianca (AUT) – 0 / 43,30 / 2. Phase
11.LANCELOT / SZUHAI Gyula (HUN) – 0 / 44,41 / 2. Phase
12.OBORA’S GOODWILL / MORBITZER Helmut (AUT) – 0 / 46,93 / 2. Phase
13.TEXAS I / SAURUGG Markus (AUT) – 4 / 34,43 / 2. Phase

Frank Stronach Indoor Derby 1.35m
International jumping competition with jump off
1.VEGAS DE ALKANTARA / NÄGELE Vanessa-Joy (LIE) – 0 / 44,18 / Stechen
2.LISSARA T / BICHLER Mario (AUT) – 0 / 45,46 / Stechen
3.TRANSPOFIX CONTACT ME GIRL / KOHROCK Sönke (GER) – 0 / 46,20 / Stechen
4.FULL SWING BH / ZAK Michal (SVK) – 0 / 55,54 / Stechen
5.H C.S.R. CENTER / MRÁZ Tamás (HUN) – 8 / 48,38 / Stechen
6.BARMENIA / EDER Stefan (AUT) – 13 / 65,87 / Stechen
7.CARTAIRE Z / PREVITALI Michele (ITA) 4 / 105,73
8.UNE STAR DE ST SIMEON / LIS Aleksandr (BLR) – 4 / 107,27
9.CHACCO-BELLA / VÁNDOR Zsófia (HUN) – 4 / 108,67
10.CHAP B / ATZMÜLLER Matthias (AUT) – 4 / 109,83
11.LA FILLE ROUGE / BABANITZ Bianca (AUT) – 4 / 110,98
12.JOTTER / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) – 4 / 111,11

Quelle: Pferdenews.eu

Foto: Horse Sports Photo/ Vanessa-Joy Nägele siegte im Frank Stronach Indoor Derby 2017

134. Elite-Auktion in Verden mit neuen Konzepten

Verden. In der vollbesetzten, festlich geschmückten Niedersachsenhalle zu Verden und bei bester Stimmung begann die Elite-Reitpferdeauktion mit einem wahren Preisfeuerwerk. Beide Preisspitzen befanden sich unter den ersten Pferden.

Den Top-Preis von 240.000 Euro erzielte ein Springpferd. Die sechsjährige, bereits sporterfolgreiche Lord Pezi/Stolzenberg-Tochter mit dem bezeichnenden Namen Luftwaffe stammt aus der Zucht von Manfred Schäfer, Vechelde, und wurde ausgestellt von Sohn Hendrik Schäfer. Sie war heiß begehrt von internationalen Springreitern. Den längsten Atem hatte ein guter Kunde aus England, der sehr zufrieden ist mit den Springtalenten, die er auf den Verdener Auktionen erworben hat. Viele davon schafften den Sprung auf das internationale Parkett. Das zweitteuerste Springpferd war die fünfjährige Stute Carrisma v. Carrico/Eiger I aus der Zucht von Henrik Plass, Neustadt, und ausgestellt von Dr. Fredi Stampfli, Schweiz. Für 75.000 Euro wurde sie nach Niedersachsen zugeschlagen.

Eine Dressurspitze ohne Wenn und Aber ist der dreijährige, rheinisch gebrannte Hengst Elitär v. Escolar/De Niro, der für 190.000 Euro zugeschlagen wurde. Großer Rahmen, Ausstrahlung, überragende Bewegungen und Talent sind bei ihm in bester Art verbunden. Der Hengst aus der Zucht von Ulla Katzorke, Essen, der von dem Gerkenhof, Kirchlinteln, ausgestellt wurde, kehrt nach Nordrhein-Westfalen zurück in einen erfolgreichen Dressurstall. In der Preisskala der Dressurpferde folgt der fünfjährige Don Easy von Don Frederico/Rubinstein aus der Qualitätszucht von Dagmar Meyer, Edemissen. Er wurde für 120.000 Euro nach Frankreich verkauft.

Die 76 Elite-Reitpferde erzielten im Durchschnitt einen Preis von 34.947 Euro. 35 davon werden ihre neue Heimat außerhalb Deutschlands finden. Sie wurden in zehn europäische Länder sowie in die USA und in die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft.

Ein gelungenes Experiment war die Versteigerung von zweieinhalbjährigen Junghengsten, die an der Hand vorgestellt wurden. Die 26 angebotenen Hengste erzielten im Schnitt einen Preis von 17.077 Euro. Den Spitzenpreis von 38.000 Euro erzielte der beeindruckende Finest/Ricardos-Sohn Firenze aus der Zucht von Konrad Böth, Weimar. Er wurde von einem Stammkunden aus Frankreich erworben.

Am Freitagabend wurde das Auktionswochenende mit der erstmals durchgeführten Verdener Fohlen-Gala eingeläutet. Die Versteigerung von Fohlen wurde mit Schauelementen kombiniert. Ein Drittel der 63 zugeschlagenen Fohlen wird Deutschland verlassen.

In acht verschiedenen Ländern werden die Fohlen ihre neue Heimat finden, die im Durchschnitt 6.267 Euro kosteten. Die Zielländer sind Chile, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Iran, Italien, Österreich und Spanien, wohin mit sieben Fohlen die meisten jungen Hannoveraner ausreisen werden.

Grey Fantasy von Grey Flanell/Foundation gehört zum besonders qualitätsvollen Fohlenjahrgang der Züchterfamilie Baumgartner aus Kamern. Wiederholt stellten sie in diesem Jahr die Preisspitze. Grey Fantasy wechselte für 19.000 Euro in die Obhut eines dänischen Hengsthalters. Mit der Anpaarung Contendro/Heraldik xx hat Wolfgang Lutz, Langwedel, alles richtig gemacht. Sein Fohlen wurde für die Vielseitigkeit gezüchtet und erzielte einen Preis von 12.000 Euro. Das teuerste Springfohlen Vanguard v. Vigo D’Arsouilles/Eurocommerce Berlin (Z.: Gestüt Eichenhain, Blender) wird alle Chancen für eine eigene internationale Karriere erhalten und wechselte für 10.000 Euro in einen internationalen Springstall.

Kein Wunder, dass das Fazit von Geschäftsführer und Zuchtleiter, Dr. Werner Schade, positiv ausfiel: „Die Elite-Auktion war ein Herbstauftakt nach Maß. Die neuen Konzepte mit der ersten Verdener Fohlen-Gala und der Versteigerung der Junghengste gingen auf. In zwei Wochen wird eine starke Hengstkollektion das nächste Highlight sein.“

Quelle: Hannoveraner Verband e.V.

 

FEI – FN – DOKR

Landgestüt Dillenburg: Ende des Hengstverkaufs gefordert

Stadtverordnete verabschieden Resolution an Hessische Landesregierung

Dillenburg (fn-press). Die Stadtverordnetenversammlung Dillenburgs hat gestern Abend eine Resolution verabschiedet, mit der sie die Hessische Landesregierung und insbesondere das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auffordert, die Entscheidung über den sofortigen Verkauf aller im Landgestüt Dillenburg beheimateten Hengste auszusetzen.

Alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, mit Ausnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, haben die Resolution einstimmig beschlossen. Sie finden den Text hier im Wortlaut:
www.dillenburg.de/media/Start%20und%20Aktuelles/Resolution%202017_10_05.pdf

Zum Hintergrund erklärt die Stadt Dillenburg:
Am 17. August 2017 nahmen Bürgermeister Michael Lotz, Stadtverordnetenvorsteher Klaus-Achim Wendel sowie die Fraktionsvorsitzenden auf Einladung der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz an einem Gespräch in Wiesbaden teil. Dort teilte Frau Hinz den Dillenburger Gästen mit, dass die Schließungsentscheidung vom Juni 2017 zurückgenommen werde, man allerdings den Zuchtbetrieb aufgeben werde. Zwecks Formulierung von Zielen für die Zukunftssicherung zeigte sie sich für gemeinsame Gespräche offen.

Zu den teilweise in den sozialen Medien kursierenden Gerüchten, die Stadt Dillenburg habe sich hier auf einen „Kuhhandel“ eingelassen oder gar einen „Vertrag“ unterschrieben, teilen wir mit, dass es weder einen solchen Vertrag gibt, noch wir uns zu irgendeinem Zeitpunkt mit der Entscheidung der Ministerin, den Zuchtbetrieb aufzugeben, einverstanden gezeigt haben. Die Entscheidung von Frau Hinz, den Zuchtbetrieb aufzugeben, wurde uns MITGETEILT, ohne dass wir dazu eingebunden wurden.

Nach unserer Auffassung ist die Zuchtaufgabe in keinster Weise erforderlich. Dies belegen die mehrfach zitierten Fachgutachten eindeutig. Daher hat Bürgermeister Michael Lotz seit dem Gespräch Mitte August in Wiesbaden drei verschiedene Stellen im Ministerium angeschrieben: den Ministerpräsidenten Volker Bouffier, das Hessische Umweltministerium und die Fachebene, den Landesbetrieb. Hier baten wir um die Aufnahme der bereits angekündigten, gemeinsamen Gespräche zur Zukunftssicherung des Landgestüts, beispielsweise durch einen zu gründenden Beirat, der sich aus Vertretern der Pferdeverbände, des Denkmalschutzes, des Tierschutzes, aus touristischen Fachleuten usw. zusammensetzen könnte und der je nach Themenfeld dazu konkrete Konzepte erarbeitet. Bis heute haben wir auf unsere Schreiben keinerlei Antwort erhalten, noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung. Auf mehrfache telefonische Nachfrage von Bürgermeister Michael Lotz wurde uns von Wiesbaden mitgeteilt, dass man die Schreiben erhalten habe und wir noch eine Antwort erhalten, was bis heute allerdings nicht der Fall ist.

Mit der heute verabschiedeten Resolution möchten wir noch einmal öffentlich deutlich machen, wie wichtig uns das Thema ist und dass wir weiter entschlossen um das Landgestüt und die Erhaltung des Zuchtbetriebes kämpfen. Wir bedanken uns außerordentlich herzlich für die große Unterstützung aus der Bevölkerung und von allen Freunden, denen das Landgestüt genauso am Herzen liegt, wie uns.

Landtag leitet Verbot der Pferdesteuer in Schleswig-Holstein ein

Gesetzentwurf in erster Lesung auf den Weg gebracht

Kiel (fn-press). Die Pferdehalter Schleswig-Holsteins können leise Hoffnung schöpfen, künftig von der Pferdesteuer verschont zu bleiben. Der Landtag des nördlichsten Bundeslandes hat am Mittwoch in erster Lesung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes und damit zum Verbot der Pferdsteuer auf den Weg gebracht.

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung Schleswig-Holsteins ihre Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag, ein Gesetz zum Verbot der Pferdesteuer auf den Weg zu bringen, nun wahr gemacht hat. Das ist eine frohe Botschaft für alle Pferdefreunde in Schleswig-Holstein und ein starkes Signal an andere Landesregierungen“, sagte Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Im Juni 2017 beschloss die Gemeindevertretung des schleswig-holsteinischen Tangstedts trotz massiven Widerstands der Bevölkerung die Einführung der Pferdesteuer. Bereits vor dem Beschluss hatte die neue Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen angekündigt, ein Gesetz zur Änderung des Kommunalabgabengesetzes und damit zum Verbot der Pferdsteuer auf den Weg zu bringen.

Laut einer Information des Landtags sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) dazu: Der Reitsport in Schleswig-Holstein habe nicht nur im Spitzensport eine besondere Bedeutung, sondern auch im Breitensport „mit seiner herausragenden Jugendarbeit“. Er diene der Gesunderhaltung, biete Kindern und Jugendlichen besondere Landschafts- und Naturerlebnisse, locke reitbegeisterte Touristen nach Schleswig-Holstein und ermögliche landwirtschaftlichen Betrieben die Verbesserung ihres Einkommens durch Pferdezucht. „Der landesweite Ausschluss der Erhebung einer Pferdesteuer ist aus meiner Sicht aus diesen Gründen gerechtfertigt.“

Auch Stefan Holowaty von der FDP-Fraktion bezog im Parlament Stellung zum Gesetzentwurf. Er sagte in seiner Rede: „Es kann doch nicht sein, dass eine einzelne Gruppe quasi willkürlich herausgepickt und mit einer neuen Steuer belegt wird, um gemeindliche Finanzierungslücken zu schließen.“

Die kommunalpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau, sagte am MIttwoch unter anderem: „Wir fördern mit dem vorliegenden Gesetzentwurf den Pferdesport. (…) Reiten – vom Freizeit- bis zum Turniersport – wird von vielen Tausend Menschen jeden Alters in Schleswig-Holstein ausgeübt. Wir sind mit 33 Pferden pro 1.000 EinwohnerInnen das Land mit der höchsten Pferdedichte in ganz Deutschland. Und es sind bei Weitem nicht nur Menschen mit hohen Einkommen, die reiten, sondern es sind zum großen Teil BreitensportlerInnen, die in Gruppen oder Einzeln ihr Glück auf dem Rücken der Pferde suchen. Kinder, Jugendliche oder auch ältere Menschen betreiben Reitsport in ihrer Freizeit und das wollen wir gerne unterstützen. Wir Grüne haben ein Herz für den Breitensport und können uns daher dem Argument gerne anschließen, Freizeitsport nicht zu besteuern. Sport und die Verbundenheit mit der Natur wollen wir gerne fördern.“

Die vollständigen Redebeiträge der Abgeordneten können Sie hier nachlesen: www.ltsh.de/presseticker/

Nach den Informationen des Landtags hält nur die SPD den vorliegenden Gesetzentwurf für einen massiven und unbegründeten Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) machte außerdem Rechtsbedenken geltend. Dennoch hat das Parlament den Gesetzentwurf an den Innen- und Rechtsauschuss überwiesen, der sich nun damit befassen wird.

Mit Blick auf die starken Argumente der Regierungsparteien sagte Dieter Medow: „Der heutige Tag hat gezeigt, dass sich das demokratische Engagement aller für unsere Pferde in Schleswig-Holstein lohnt.“ jbc

Alle Informationen zur Pferdesteuer finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer

FNverlag

Neu im FNverlag: LPO 2018

Leistungs-Prüfungs-Ordnung 2018 ab sofort erhältlich

Warendorf (fn-press). Ab 1. Januar gilt im nationalen Turniersport die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO 2018). Das neue Regelwerk ist ab sofort in gedruckter Form im FNverlag erhältlich.

Zu den wichtigsten Neuerungen der LPO 2018 zählen die erstmalige Definition des Begriffs „Amateur“, die Änderung der Leistungsklasse Null (LK 0) in LK 7 sowie die Einführung der Altersklasse Children (U14). Angegangen wird auch das Problem der Startplatzbegrenzung, indem ab 2018 „Leistungsprüfungen mit Maximalzahlen der zulässigen Nennungen“ mit mindestens zwei Handicaps auszuschreiben sind. Außerdem dürfen Reiter je Veranstaltungstag maximal für zwei Turniere gleichzeitig Prüfungen mit Startplatzbegrenzung nennen. Änderungen gab es auch bei der Ausrüstung von Pferden. So ist in der Disziplin Springen die Verwendung einer beliebigen Zäumung sowie eines Schlaufzügels auf dem Vorbereitungsplatz nur noch ab Klasse M** zulässig. Zudem darf ab 2018 mit dem Betreten des Vorbereitungsplatzes die Ausrüstung an den Pferdebeinen grundsätzlich nicht mehr verändert werden beziehungsweise muss eine Änderung dem Aufsicht führenden Richter angezeigt werden.

Die LPO regelt die Durchführung von Leistungsprüfungen zur Förderung des Reit-, Fahr- und Voltigiersports, der deutschen Pferdezucht und der Pferdehaltung. Sie ist verbindlich für alle in der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zusammengeschlossenen natürlichen und juristischen Personen, die Leistungsprüfungen oder Pferdeleistungsprüfungen vorbereiten, durchführen, beaufsichtigen sowie daran teilnehmen. Die LPO 2018 ist zum Preis von 21,90 Euro (inklusive Ringbuch) bzw. 15,90 Euro (nur Inhalt) erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und ebenfalls direkt beim FNverlag. Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de oder Internet www.fnverlag.de. Eine digitale Version des neuen Regelwerks ist ab 2018 erhältlich.

Mehr zu den inhaltlichen Änderungen der LPO 2018 gibt es auch unter www.pferd-aktuell.de/lpo2018.

Neu im FNverlag: „Feines Reiten – bereichertes Leben“ von Uta Gräf

Warendorf (fn-press). Uta Gräf gehört inzwischen zu den Bestseller-Autoren des FNverlags. Jetzt hat die erfolgreiche Dressurreiterin gemeinsam mit Friederike Heidenhof ihr drittes Werk im Warendorfer Pferdefachverlag veröffentlicht. Wie seine Vorgänger verbindet „Feines Reiten – bereichertes Leben“ die Lebens- und Karrieregeschichte der sympathischen Pfälzerin mit nützlichen Tipps für die Ausbildung von Pferd und Reiter. Und was es mit dem pfälzisch-englischen Untertitel „Very, very good druff“ auf sich hat, klärt sich schon im Vorwort.

Dank der lockeren, heiteren Schreibe der Autorinnen lernt der Leser die Reiterin Uta Gräf näher kennen. Er erfährt, wie der Holsteiner Rappe Le Noir Uta Gräfs Leben verändert und was hat ein Thermomix damit zu tun. Gleichzeitig erhält er wertvolle Hinweise für die eigene Reiterei, ohne ein klassisches Lehrbuch durcharbeiten zu müssen. Uta Gräfs Weg zeigt, dass es sich beispielsweise lohnen kann, seine Reitweise noch einmal komplett umzustellen – so hat es Uta Gräf während ihrer Ausbildungszeit erfahren. Das unverkrampfte Erreichen von Zielen, „die es niemals gab“, ist ihr Rezept für ein erfolgreiches Berufsreiterleben. Ihr Fazit: Reiten kann unser Leben bereichern, wenn wir es schaffen, gelassen an die Sache heranzugehen und mehr der Intuition und der Sympathie zu Menschen folgen, als alles dem reiterlichen Ehrgeiz unterzuordnen. Dass man mit dieser Einstellung trotzdem, oder gerade deswegen, weit kommt, zeigen die internationalen Erfolge der Dressurreiterin. Der Clou des Buches: Zu einigen reiterlichen Themen gibt es Filme, die per QR-Code über das Smartphone oder Tablet abgerufen werden können.

Das Buch „Feines Reiten – bereichertes Leben: Mit Gelassenheit und Intuition zum Erfolg“ kostet 29,90 Euro und ist erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag. Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de oder Internet www.fnverlag.de.

Personalia

Gustav-Adolf Blum wird 90

Zolling (fn-press). Am 15. Oktober feiert Gustav-Adolf Blum (Zolling), Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) seinen 90. Geburtstag. Im ostpreußischen Kedahnen geboren, kam Blum 1944 nach Franken, studierte Betriebwirtschaft in Würzburg und München und gründete 1961 das Bauunternehmen Terra Finanz. Parallel zum beruflichen Erfolg wuchsen auch seine Verdienste im Pferdesport. Von 1975 bis 1993 war er Vorsitzender des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Weilheimer Pferdefreunde. Untrennbar verbunden ist sein Name bis heute mit dem Namen Achselschwang. 1976 initiierte er rund um das Staatsgut das Alpenchampionat, auf das weitere internationale Vielseitigkeitsturniere folgten und ihren Höhepunkt 1993 mit der Ausrichtung der Senioren-Europameisterschaften erlebten. Auf Landesebene war Gustav-Adolf Blum zunächst stellvertretender und ab 1986 Vorsitzender des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, 2003 wurde er zum Ehrenpräsident ernannt. Darüber hinaus war er von 1981 bis 1993 Mitglied im Vorstand Sport der FN und gleichzeitig auch Vorstandsmitglied des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Für seine Verdienste erhielt Gustav-Adolf Blum zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem die Medaille der Landeskommission Bayern in Gold (1992), die Staatsmedaille in Silber (1994), das Deutsche Reiterkreuz in Gold (1997) das Bundesverdienstkreuz (1998) sowie den Großen Bayerischen Löwen des Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (2002).

Seine Begeisterung für das Pferd und den Pferdesport hat Gustav-Adolf Blum auch an seine Kinder weitergegeben. So zählte Sohn Jürgen Blum u.a. zum deutschen Vielseitigkeitsaufgebot bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996, Enkelin Simone Blum sorgte in diesem Jahr durch den Sieg mit DSP Alice bei der Deutschen Meisterschaft in Balve und weitere Erfolgen im internationalen Springsport für Aufsehen.

Zucht

Vererberlegende De Niro eingegangen

Medingen (fn-press). Die Vererberlegende De Niro lebt nicht mehr. Am Morgen des 11. Oktobers musste der Hannoveraner Hengst eingeschläfert werden. Der 24-jährige Donnerhall-Sohn hat in den vergangenen Jahren dem Dressursport weltweit seinen Stempel aufgedrückt und belegte in den vergangenen beiden Jahren Platz eins auf der Rangliste der Weltzüchtervereinigung WBFSH bei den Dressurhengsten.

Im Mai 1993 erblickte De Niro bei Brigitte Pahl in Fockbek das Licht der Welt. Seine Laufbahn begann auf dem Hengstmarkt 1995 in Verden. Dort wechselte er in den gemeinschaftlichen Besitz von Burkhart Wahler und Tönne Böckmann. Sie bereiteten den Weg für eine einzigartige Karriere. Von Anfang an genoss De Niro, der mit einer sehr guten Hengstleistungsprüfung seine Vererberkarriere begann, das Vertrauen der Züchter. Und auch sportlich lebte es De Niro seinen Kindern vor. Selbst erfolgreich bis Grand Prix ist sein größter Erfolg sicherlich der Sieg im deutschen Dressurderby 2003 mit Dolf-Dietram Keller im Sattel.

Im Jahr 2008 wurde De Niro als Hannoveraner Hengst des Jahres ausgezeichnet. Vier Jahre später war er erstmals die Nummer eins im WBFSH-Ranking und stellte mit Desperados FRH (Kristina Bröring-Sprehe) und Dablino (Anabel Balkenhol) zwei von vier deutschen Olympiateilnehmern in London. Zwei Jahre später verhalf er mit seinem Sohn D’Agostino FRH Fabienne Lütkemeier zu ihrem ersten WM-Einsatz für Deutschland. Aktuell weisen 215 seiner Nachkommen allein in Deutschland Erfolge in Dressuren bis Klasse S auf, dazu elf Fahr- und zwei Springpferde. 86 seiner Söhne sind gekört und von einem deutschen Zuchtverband anerkannt.

WBFSH-Ranglisten 2017: Zweite Plätze für Hannover und Oldenburg

 

Weihegold und fischerRocana FST in der Züchterwertung führend

Warendorf (fn-press). Inge Bastian (Weihegold OLD), Mirko Glotz (fischerRoccana FST) sowie Bernd Richter (Clooney) und Dr. Rolf Lueck (Horseware Hale Bob OLD) sind die diesjährigen Erfolgszüchter in den gerade veröffentlichten Breeders Rankings 2017 des Weltzuchtverbandes WBFSH (World Breeding Federation for Sport Horses). In den Studbooks Rankings 2017 belegen der Hannoveraner und Oldenburger Verband 2017 die Positionen zwei beziehungsweise drei in der Dressurpferdezucht. Darüber hinaus rangieren die Oldenburger auf Platz zwei in der Zuchtverbandswertung bei den Vielseitigkeitspferden und der Holsteiner Verband auf Position drei . Anders als in den Vorjahren konnte in diesem Jahr kein deutscher Zuchtverband eine Spitzenposition einnehmen. Diese nehmen die Niederlande (KWPN, Dressur), Belgien (BWP, Springen) und Irland (ISH, Vielseitigkeit) für sich in Anspruch. Die WBFSH-Ranglisten basieren auf den FEI-Rankings, in denen die Championatserfolge und internationalen turniersportlichen Ergebnisse ausgewertet und in ein Punktesystem umgerechnet werden. Neben der Züchterwertung veröffentlicht die WBFSH die Zuchtverbandswertung, für die jeweils die Ergebnisse der sechs punktbesten Pferde eines Zuchtverbandes herangezogen werden.

In der Dressur belegt der im vergangenen Jahr führende Hannoveraner Verband mit insgesamt 12.572 Punkten Platz zwei hinter dem KWPN (13.957 Punkte), für den Sönke Rothenbergers Cosmo die meisten Punkte sammelte. Zu den erfolgreichsten Vertretern des Hannoveraner Verbandes zählen gleich drei Nachkommen des gerade verstorbenen Hengstes De Niro: D’Agostino FRH (Fabienne Lütkemeier), Dablino FH (Anabel Balkenhol) und Deep Impact (Severo Jesus Jurado Lopez, Spanien). Die meisten Punkte tragen allerdings Isabell Werths Don Johnson (v. Don Frederico) und der von Helen Langehanenberg gerittene Mannschaftseuropameister Damsey (v. Dressage Royal) für die Hannoveraner bei. Dritterfolgreichster Zuchtverband auf dem Dressurviereck ist mit 12.519 Punkten der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes mit seinem Aushängeschild Weihegold OLD (v. Don Schufro, Reiterin: Isabell Werth). Die Stute aus der Zucht von Inge Bastian (Bargteheide) bringt 3.026 Punkte zum Verbandsergebnis mit und liegt damit wie schon im Vorjahr im Züchter-Ranking auf Platz eins vor den KWPN-Pferden Cosmo und Verdades.

In der Disziplin Springen konnte der Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes seine jahrelange Spitzenposition 2017 nicht behaupten. Die beste Position eines deutschen Zuchtverbandes konnte sich diesmal das Westfälische Pferdestammbuch sichern, dessen Hauptpunktelieferant der vom Schweizer Martin Fuchs gerittene Clooney ist. Der Schimmel aus der Zucht von Bernd Richter schaffte es im Einzel-Ranking auf Platz zwei hinter der BWP-Stute Halifax van het Kluizebos. Dritter ist hier der Zangersheider Hengst Don VHP Z. Die Nummer eins im Springen ist 2017 Belgien mit dem Belgischen Warmblutzuchtverband BWP mit 9.113 Punkten an erster und dem Belgischen Sportpferde-Stammbuch (SBS) mit 6772 Punkten an dritter Stelle. Das Königlich Niederländische Pferdestammbuch (KWPN) rangiert mit 7.965 Punkten auf Platz zwei.

In der Vielseitigkeit liegt der Irische Sportpferdeverband mit 1.248 Punkten erneut an der Spitze, dicht gefolgt allerdings vom Oldenburger Verband mit 1.205 Punkten. An dritter Stelle konnte sich der Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes mit 1.168 Punkten platzieren. Der Hannoveraner Verband folgt mit 1.083 Punkten auf Platz fünf. Der Blick in die Einzel-Rangierung unterstreicht die aktuelle Stärke deutscher Pferde im „Busch“. So stammen fünf der ersten sechs Pferde im Ranking aus deutscher Zucht, beginnend mit Michael Jungs fischerRocana FST, einem Deutschen Sportpferd (DSP) v. Ituango xx aus der Zucht von Mirco Glotz (Schönberg), gefolgt von Europameister Horseware Hale Bob OLD v. Helikon xx (Reiterin: Ingrid Klimke, Züchter: Dr. Rolf Lück, Crailsheim). Auf den Plätzen drei bis sechs folgen der Hannoveraner Chipmunk FRH v. Contendro I (Reiterin: Julia Krajewski, Züchter: Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff, Engeln), der mit dem britischen EM-Team siegereiche DSP-Wallach Billy the Red v. Balou du Rouet (Züchterin: Dr. Michaela Weber-Herrmann, Münster) sowie die Oldenburger Stute RF Scandalous v. Carry Gold aus der Zucht von Horst Bührmann, Großenkneten (Reiterin: Marylin Little, USA).

Die kompletten Listen gibt es unter: www.wbfsh.org

Sport

Turniersport: Die LPO 2018 kommt

Von A bis Z – das ändert sich ab dem nächsten Jahr im Regelwerk

Warendorf (fn-press). Ab sofort ist sie erhältlich: Die neue Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), die ab 1. Januar 2018 auf allen nationalen Turnieren den Pferdesport regelt. Die wichtigsten Neuerungen, die rund 30 Arbeitsgruppen über zwei Jahre erarbeitet haben, sind hier von A wie Amateur bis Z wie Zeiteinteilung zusammengefasst.

Amateur
Mehr Chancen für Amateure – dieses Ziel hatte sich die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) bereits 2013 gesetzt. Mit der Einführung der „geschlossenen“ Prüfungen und der Unterteilung der Dressur- und Springreiter in Option A und Option B wurde der Grundstein dafür gelegt. Ab 2018 wird das Kind nun erstmals beim Namen genannt. Ein Reiter mit der Option A kann ab dann auch offiziell Amateur genannt werden. In den Durchführungsbestimmungen zur LPO gibt es darüber hinaus eine nähere Definition. Danach ist ein Amateur jemand, der gewerbsmäßig kein Einkommen durch den Beritt von Pferden für Dritte, durch das Erteilen von Reitunterricht oder durch regelmäßigen Handel mit Pferden erzielt. Folgerichtig können „geschlossene“ Prüfungen künftig auch als Amateur-Prüfungen (Amateur-LP) ausgeschrieben werden. Zur Erinnerung: Der Option A gehören alle Reiter der Leistungsklassen 5,6 und 0 (ab 2018 LK 7) sowie Reiter der Leistungsklassen 2, 3 und 4 an, die keine Platzierung mit mehr als drei Pferden je Disziplin aufweisen und im letzten Jahr keine Starts in S*** haben. Ebenfalls nicht der Option A gehören Pferdewirte oder Pferdewirtschaftsmeister klassische Reitausbildung an. Eine Umstufung ist in begründeten Ausnahmefällen möglich.

Ausrüstung
Änderungen gibt es auch bei der Ausrüstung von Pferden. So ist in der Disziplin Springen die Verwendung einer beliebigen Zäumung sowie eines Schlaufzügels auf dem Vorbereitungsplatz nur noch ab Klasse M** zulässig. (Das Springen mit Schlaufzügel ist und bleibt generell verboten). Weiterhin enthält die LPO 2018 eine Klarstellung hinsichtlich der Verschnallung des Reithalfters. Es wird genau erläutert, worauf es ankommt: Das Reithalfter soll leicht anliegen und darf weder die Atmung beeinträchtigen, noch die Maultätigkeit (Kauen) des Pferdes unterbinden. Damit wird klargestellt, dass weder das festgezurrte noch das viel zu locker sitzende Reithalfter seinen Zweck erfüllt, für eine ruhige Lage des Gebisses im Pferdemaul zu sorgen. Der komplette Ausrüstungskatalog zur neuen LPO 2018 ist ab Anfang Dezember 2017 unter www.pferd-aktuell.de/ausruestung einzusehen.

Beinschutz
Laut LPO 2018 sind Gamaschen und alle sonstigen zum Schutz der Pferdebeine erlaubten Ausrüstungsgegenstände nicht nur korrekt anzulegen, sondern dürfen mit dem Betreten des Vorbereitungsplatzes Springen auch grundsätzlich nicht mehr geändert werden. Zu diesem Zweck ist auch ein Verlassen des Vorbereitungsplatzes nicht zulässig. Sollte im Verlauf der Vorbereitung dennoch eine Änderung erwünscht oder notwendig sein, ist dies durch den Teilnehmer der Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz anzuzeigen und hat in dessen Gegenwart zu erfolgen. Die Nichtanzeige der Änderung des Beinschutzes ist als „unsportliches Verhalten“ zu werten.

„Blut“-Regel
Nach der neuen LPO 2018 sind Pferde, an denen in Bereichen, an denen üblicherweise mit einer Einwirkung durch den Teilnehmer zu rechnen ist, frisches Blut festgestellt wird, nicht zu einer Leistungsprüfung zugelassen oder zu disqualifizieren. Im Zweifelsfall ist das Pferd näher zu untersuchen, wozu ggf. die Prüfung unterbrochen wird. Stellt der Richter kein frisches Blut fest, wird die Prüfung fortgesetzt. Kann die Ursache der Blutung nicht identifiziert werden, ist eine weiterführende Untersuchung durch den Turniertierarzt zu veranlassen. Das Ergebnis der Pferdekontrolle oder einer weiterführenden Untersuchung dient als Entscheidungsgrundlage dafür, ob das Pferd an weiteren Prüfungen auf dem demselben Turnier teilnehmen darf.

Children
Nicht nur die Amateure sind neu in der LPO 2018. Erstmals verankert ist nun auch die Altersklasse Children, in der international bereits seit 2006 Europameistertitel im Springen vergeben werden. Vor zwei Jahren zog die Dressur nach. Ab sofort können nun auch in Deutschland gezielt Prüfungen für diese Nachwuchsreiter zu Pferde ausgeschrieben werden. Die Altersgrenze für Children (bislang höchstens 14 Jahre) orientiert sich am internationalen Reglement. Sollte es dort eine Änderung geben, wird die LPO entsprechend angepasst.

Ehrenrunde
Jeder, der am Turnier teilnimmt, erhofft sich in der Regel auch eine gute Platzierung. Aber nicht jeder freut sich auf die Siegerehrung und die dazugehörige Ehrenrunde. Gerade in Zeiten, in denen es nicht leichter wird, Prüfungssponsoren zu gewinnen, sollte die Teilnahme daran aber selbstverständlich sein. Dies gibt auch die LPO 2018 vor, in dem sie zur Teilnahme verpflichtet, ansonsten droht die Aberkennung der Platzierung. Hiervon abweichende Regelungen sind vom Veranstalter spätestens mit der endgültigen Zeiteinteilung bekannt zu geben. Teilnehmer, die sich mit mehreren Pferden oder Gespannen platzieren konnten, sollen mit dem höchstplatzierten Pferd oder Gespann teilnehmen.

Hufschmied
Ab 2018 muss nicht mehr zwingend für jedes Turnier ein Hufschmied bestellt werden. Über die Anwesenheit, Abwesenheit oder schnellste Einsatzbereitschaft eines Hufschmiedes informiert die Ausschreibung bzw. Zeiteinteilung spätestens fünf Tage vor Turnierbeginn. Bei Geländeprüfungen – Vielseitigkeit und Fahren – ist die Anwesenheit eines Hufschmiedes weiterhin vorgeschrieben.

Inklusion
Der Pferdesport steht Sportlern mit und ohne Behinderung gleichermaßen auf allen Ebenen offen. Dieser schon seit Langem geltende Grundsatz ist nun ausdrücklich in der Präambel der LPO 2018, den Grundregeln des Verhaltens im Pferdesport, verankert.

Kopfnummern
Ab 2018 reicht eine Kopfnummer pro Pferd. Diese ist während des gesamten Turniers deutlich sichtbar anzubringen.

Nachtrag/Nachnennung
Nur wenige wissen, was sich hinter einem Startplatz-, Teilnehmer- oder Pferde-Nachtrag verbirgt. Darum wurde dieser Begriff an den üblichen Sprachgebrauch angepasst und heißt künftig auch in der LPO schlicht „Nachnennung“.

Nenngeld
Wird ein Turnier verlängert oder eine Prüfung auf einen anderen als in der vorläufigen Zeiteinteilung angegebenen Tag verschoben, so dass ein Teilnehmer nicht starten kann, kann er sein Nenngeld zurückfordern. Dieser Anspruch auf Rückzahlung erlischt nach der neuen LPO allerdings mit Beendigung des Turnieres. Ähnliches gilt übrigens auch für Preisgelder. Diese sind während des Turniers an die Besitzer der platzierten Pferde auszuzahlen. Eine Nachsendung muss ab 2018 nur noch in begründeten Ausnahmefällen erfolgen.

NeOn max
Die neue LPO reagiert auch auf das leidige Thema Startplatzbegrenzung, das seit einigen Jahren die Gemüter in Turnierreiterkreisen erhitzt – in einigen Verbandsbereichen mehr, in anderen weniger. Ab 2018 sind „Leistungsprüfungen mit Maximalzahlen der zulässigen Nennungen“ mit mindestens zwei weiteren Handicaps auszuschreiben, einer räumlichen Beschränkung (z.B. auf den Regionalverband) sowie einer weiteren Einschränkung (z.B. Vorerfolge). Ziel der Neuerung ist es, dass nicht diejenigen zum Zuge, die am schnellsten ihre Nennung abgeben, sondern ein zielgruppenspezifisches Starterfeld aufeinandertrifft. Außerdem dürfen Reiter solche Prüfungen mit Startplatzbegrenzung maximal für zwei Turniere (je Veranstaltungstag) gleichzeitig nennen. Auch dies soll dazu beitragen, den Nennvorgang zu entschleunigen und damit auch zu einer höheren Startplatzerfüllung als bisher beitragen.

Ohne Wertung
Das kann schon mal passieren – eine Prüfung misslingt total. Im Falle von gravierenden Mängeln oder hohen Wertnotenabzügen entlassen die Richter den Teilnehmer gerne einmal „ohne Wertung“. Dieses in der Praxis gebräuchliche Ergebnis kann nach einer TORIS-Anpassung ab 2018 nun auch so veröffentlicht werden. Dies gilt nicht für Teilprüfungen einer kombinierten Prüfungen.

Ohrenschutz
Das Verbinden des Ohrenschutzes mit dem Nasenriemen ist nicht gestattet. Der Bereich der Augen und des Nasenrückens muss frei bleiben, das Ohrenspiel darf nicht beeinträchtigt sein. Wird lärmdämmendes Material verwendet, darf dieses nicht in den Gehörgang bzw. die Ohrmuschel hineinreichen, Geräusche und der Gehörsinn dürfen nicht ausgeschaltet werden.

Programmheft
Künftig muss der Veranstalter kein Programmheft mehr erstellen. Es reicht aus, wenn die Meldestelle die sportfachlichen Daten von Teilnehmern und Pferden vorhält.

Schnupperlizenz
Ab 2018 gibt es auch eine Leistungsklasse sieben (LK 7) für Turniereinsteiger, die mit einer Schnupperlizenz an LPO-Prüfungen der Klasse E teilnehmen. Damit werden alle Teilnehmer an LPO-Turnieren automatisch einer Leistungsklasse zugeteilt: von LK1 (Topreiter) bis LK 7 (Turniereinsteiger). Die Schnupperlizenz bleibt weiterhin kostenlos, pro Reiter allerdings nur für maximal zwei Jahre (beginnend 2018). Wer also bisher „geschnuppert“ hat, kann dies zunächst noch für zwei weitere Jahre fortsetzen.

Tierschutz
Einen breiteren Raum nimmt der Tierschutz in der neuen LPO ein. So muss künftig nicht nur die Ausrüstung der Pferde und der Teilnehmer, sondern auch der Umgang mit dem Pferd den Regeln der jeweiligen Reit-, Fahr- und Voltigierlehre sowie den Grundsätzen der Unfallverhütung und des Tierschutzes und ggf. der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Gleichzeitig wird die Aufsicht auf dem Vorbereitungsplatz intensiviert. Durfte ein Richter bisher zwei benachbarte Vorbereitungsplätze beobachten, muss ab 2018 für jeden Platz ein eigener Richter eingeteilt werden. Auch die Veranstalter werden künftig ausdrücklich zur Beachtung des Tierschutzes verpflichtet. Eigentlich schon immer selbstverständlich, steht es nun auch schwarz auf weiß in der LPO, dass nicht nur die Voraussetzungen für eine sportgerechte, sondern auch für eine tierschutzgerechte Durchführung einer Veranstaltung geboten sein müssen.

Turnierabsage
Muss ein Veranstalter sein Turnier oder eine einzelne Prüfung aufgrund höherer Gewalt absagen, verbleiben ihm jeweils 3 Euro (bei Vielseitigkeits- bzw. Fahrturnieren jeweils 10 Euro) pro reserviertem Startplatz. Alles was an Einsatz, Startgeld oder Organisationsanteil darüber hinaus bezahlt wurde, ist dem Nenner/Teilnehmer zu erstatten.

Zeiteinteilung
Die endgültige Zeiteinteilung für ein Turnier ist fünf Tage vor Beginn im NeOn-Turnierkalender zu veröffentlichen. Sie muss folgende Informationen enthalten: Startfolgeregelung, Richtereinteilung einschließlich Aufsicht Vorbereitungsplatz, Turnierleitung sowie neuerdings auch Parcourschef und Angabe über Anwesenheit, Abwesenheit oder schnellste Einsatzbereitschaft eines Hufschmiedes.

Die neue LPO 2018 ist ab sofort in gedruckter Form im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag erhältlich, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de oder Internet www.fnverlag.de.

Die Weltcup-Saison beginnt

Springreiter zum Auftakt in Oslo, Dressurreiter eine Woche später in Herning

Warendorf (fn-press). Kaum ist das Nationenpreisfinale der Springreiter und damit die grüne Saison beendet, geht der Blick in Richtung Weltcup-Auftakt. Drei deutsche Reiter treten am Wochenende in Oslo (Norwegen) an. Für die Dressurreiter beginnt die internationale Hallen-Saison eine Woche später in Herning (DEN).

Daniel Deußer (Mechelen/BEL), Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Marco Kutscher (Bad Essen) eröffnen mit ihren Pferden in der norwegischen Hauptstadt Oslo die Jagd auf Weltcup-Punkte im Parcours. Titelverteidiger ist der US-Amerikaner McLain Ward, der das Weltcup-Finale mit der Stute HH Azur Anfang April 2017 in Omaha/USA gewann.

In der Dressur sieht Bundestrainerin Monica Theodorescu Titelverteidigerin Isabell Werth (Rheinberg), Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) für die erste Station im dänischen Herning vor. Für sie beginnt die Hallensaison eine Woche nach den Springreitern im dänischen Herning. Natürlich gehört die aktuell dreifache Europameisterin Werth auch diesmal wieder zu den Favoriten auf den Gesamtsieg, gewann sie doch in der vergangenen Saison fünf Etappen mit drei verschiedenen Pferden – Don Johnson FRH, Emilio und Weihegold OLD.

Mehr Startplätze für die deutschen Reiter und damit auch die Chance, mehr Paaren eine Chance auf Weltcup-Punkte zu geben, gibt es bei den drei heimischen Stationen in Stuttgart (Springen/Dressur), Leipzig (Springen) und Neumünster (Dressur). Die punktbesten Reiter aus den verschiedenen Weltcup-Ligen qualifizieren sich für das Finale, das im April in Frankreichs Hauptstadt Paris stattfindet.

Die Weltcup-Stationen 2017/2018 im Überblick:

Springen:

Oslo (NOR), 12. bis 10. Oktober
Helsinki (FIN) 18. bis 22. Oktober
Verona (ITA) 26. bis 29. Oktober
Lyon (FRA) 1. bis 5. November
Stuttgart (GER) 15. bis 19. November
Madrid (ESP) 23. bis 26. November
La Coruña (ESP) 8. bis 10. Dezember
London (GBR) 12. bis 13. Dezember
Mechelen (BEL) 26. bis 30. Dezember
Leipzig (GER) 18. bis 21. Januar
Zürich (SUI) 26. bis 28. Januar
Bordeaux (FRA) 1. bis 4. Februar
Göteborg (SWE) 21. bis 25. Februar

Dressur:

Herning (DEN) 18. bis 22. Oktober
Lyon (FRA) 1. bis 5. November
Stuttgart (GER) 15. bis 19. November
Salzburg (AUT) 6. bis 10. Dezember
London (GBR) 12. bis 13. Dezember
Amsterdam (NED) 25. bis 28. Januar
Neumünster (GER) 15. bis 18. Februar
Göteborg (SWE) 21. bis 25. Februar
s-Hertogenbosch (NED) 8. bis 11. März

Finale:

Paris (FRA) 12. bis 15. April 2018

 

Springen

Barcelona: sechster Platz für deutsche Reiter im Nationenpreisfinale

Junges Team schlägt sich achtbar unter erschwerten Bedingungen

Barcelona (fn-press). Die deutsche Springreiter haben das Finale der FEI-Nationenpreisserie auf Rang sechs abgeschlossen. Das junge und auf diesem Niveau zum größten Teil noch wenig erfahrene Team um Simone Blum, Laura Klaphake, Andreas Kreuzer und Routinier Marcus Ehning verzeichnete neun Strafpunkte. Der Höhepunkt zum Abschluss der Freiluft-Saison begann am Samstagabend fast zwei Stunden später als geplant. Grund war eine defekte Flutlichtanlage. Erst um kurz nach Mitternacht stand das niederländische Team als Sieger fest. Einen erfolgreichen Start in den Tag hatte zuvor der deutsche Einzelreiter Denis Nielsen erlebt, der sich mit seinem Hengst DSP Cashmoaker für den Großen Preis am Sonntag qualifizierte.

Licht an, Licht aus, Licht an, und am Ende gewinnen die Niederlande – so lässt sich der Abend des Nationenpreisfinales in aller Kürze zusammenfassen. Zwei Mal setzte die erste deutsche Teamreiterin Simone Blum (28/Zolling) mit ihrer Stute DSP Alice zum Warm-up an, doch die Vorbereitungsphase wurde immer wieder unterbrochen. Lange war unklar, wann die Flutlichtanlage wieder in Takt sein würde und das Springen beginnen könnte. Erst um 22.45 Uhr betrat das erste Starterpaar aus der Schweiz den Parcours. An siebter Stelle waren endlich Blum und Alice an der Reihe. Sie meisterten den schwierigen, championatswürdigen Parcours ohne Abwurf, verzeichneten jedoch einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung. „Eigentlich bin ich total zufrieden. Der Zeitfehler ist ärgerlich, Alice hat sich einmal kurz erschrocken und kam etwas vom Weg ab. Es hat ein bisschen Zeit gekostet, bis wieder Ruhe drin war. Aber insgesamt ist sie hervorragend gesprungen“, sagte Blum. Auch beim zweiten deutschen Paar, Laura Klaphake (23, Steinfeld) und Catch me if you can, sah es beinahe bis zum Schluss nach einer Nullrunde aus. Doch an der vorletzten Hürde, dem Aussprung der dreifachen Kombination, fiel eine Stange. „Ich hatte das Gefühl, ich bin gelandet, und erst zwei Galoppsprünge später habe ich die Stange fallen hören. Das war richtig schade. Aber ich bin ganz stolz auf mein Pferd. Catch me hat alles so einfach gemacht“, sagte Klaphake im Anschluss.

Für Andreas Kreuzer (27/Herford) begann der Parcours gleich mit einem Abwurf am ersten Sprung. „Mein Hauptproblem war heute auf dem Abreiteplatz. Bei den letzten beiden Sprüngen fehlte die nötige Ruhe und Lockerheit. Leider habe ich den Parcours dementsprechend angefangen. Dadurch kam der Fehler am ersten Sprung. Danach war die Souveränität nicht mehr so da und der zweite Fehler folgte. Insgesamt fehlte unserem Team heute das nötige Quäntchen Glück“, erklärte Kreuzer, der mit seinem Wallach Calvilot neun Strafpunkte sammelte (Streichergebnis). Pech hatte auch Marcus Ehning (43/Borken), der mit Pret A Tout einen Abwurf kassierte. „Das war ärgerlich. Ich glaube, an diesem Sprung hatte kein anderer einen Fehler“, so Ehning. Das deutsche Quartett war eigentlich mit Rückenwind in den zweiten Umlauf des Nationenpreisfinales gestartet, nachdem es am Donnerstag souverän mit zwei Nullrunden den Einzug in das Finale der besten acht Teams geschafft hatte.

Bundestrainer Otto Becker blickt dennoch optimistisch in die Zukunft: „Wir hatten uns mehr erhofft, vor allem nach dem Ergebnis am Donnerstag. Aber heute lief es einfach von Anfang an nicht. Dennoch haben wir auch heute wieder gesehen, dass die Qualität da ist, aber die Erfahrung fehlt. Wir hatten drei richtig junge Leute dabei, die zum ersten Mal hier geritten sind. Am Ende müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein und das sind wir auch. Alle haben über das Jahr hinweg in vielen Nationenpreisen einen tollen Job gemacht, bei der Europameisterschaft und auch hier. Natürlich ist unserer unerfahrenen Truppe der späte Beginn und das lange Warten nicht entgegen gekommen. Der Tag war lang. Aber die Bedingungen waren für alle gleich. Doch wenn die Erfahrung fehlt, steckt man das nicht so leicht weg. Das ist überhaupt kein Vorwurf an die Mannschaft, alle haben gekämpft und sich gut gezeigt. Das sind tolle junge Leute, auf die wir in Zukunft bauen können.“

Auch Nielsen kann für den Großen Preis planen
Der lange Tag begann vor allem für Laura Klaphake und den deutschen Einzelreiter Denis Nielsen (28/Isen) mit einem schönen Ergebnis. Im Mittelpunkt stehen in Barcelona zwar die Mannschaftsspringen um den Sieg im Nationenpreisfinale. Doch auch in den Rahmenprüfungen geht es für die Reiter um einiges. Neben dem Großen Preis am Sonntag ist der Queens-Cup am Samstag das wichtigste Einzel-Springen des Wochenendes. Für Denis Nielsen ging es dabei auch um die Qualifikation für den Großen Preis, die sich die Teamreiter bereits am Donnerstag sichern konnten. Das gelang nun auch Nielsen und seinem Hengst DSP Cashmoaker mit zwei fehlerfreien Runden und dem neunten Platz. Noch einen Hauch schneller im Stechen waren Klaphake und ihr zweites Pferd Silverstone G, die Achte wurden.

Nielsen und Cashmoaker erreichten mit ihrem Ergebnis schon die gesetzten Ziele für dieses Wochenende: „Eine Schleife wollten wir mit nach Hause nehmen, und die Qualifikation für den Großen Preis schaffen. Ich bin happy, dass das geklappt hat und bin sehr zufrieden damit, wie Cashmoaker die beiden Runden heute gemeistert hat“, sagte Nielsen. Die beiden sind definitiv wieder zurück auf der großen internationalen Bühne. Gemeinsam wuchsen sie einst in den großen Sport hinein, gewannen das Finale von Deutschlands U25 Springpokal, wurden Deutsche Meister sowie Mitglied der Perspektivgruppe Springen und siegten unter anderem im Großen Preis von Herning (DEN). Viel Zeit zum Vorbereiten auf den Saisonhöhepunkt in Barcelona hatten die beiden nicht. Erst am Montagnachmittag klingelte Nielsens Handy. Bundestrainer Otto Becker war dran und fragte, ob der 28-Jährige für den kurzfristig ausgefallenen Philipp Weishaupt einspringen könne. „Zusammen mit Cashmoakers Besitzer Peter Wendeln haben wir dann entschieden, dass Barcelona eine tolle Chance für uns ist, die wir auf jeden Fall nutzen sollten. Um zehn Uhr abends sind wir losgefahren. Und die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagte Nielsen. jbc

Alle Ergebnisse aus Barcelona finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2017/1393/html/en/longinestiming/index.html

Vielseitigkeit

Deutschland gewinnt zum vierten Mal Nationenpreis-Serie in der Vielseitigkeit

Deutsche Mannschaft beim Finale in Boekelo Zweiter

Boekelo/NED (fn-press). Bereits zum vierten Mal seit 2012 haben die deutschen Vielseitigkeitsreiter die Nationenpreis-Serie gewonnen. Zwar wurde das deutsche Team auf der letzten Station der Serie, beim CCIO3* Boekelo, „nur“ Zweite hinter der neuseeländischen Mannschaft, in der Gesamtwertung war den Deutschen der Sieg jedoch wieder einmal nicht zu nehmen. Mit insgesamt 670 Serienpunkten verwiesen sie ihre Dauerkonkurrenten aus Großbritannien, die die Serie ebenfalls schon zwei Mal gewinnen konnten, auf Platz zwei (590 Punkte). Mit deutlichem Abstand landete Frankreich auf dem Bronzerang (390).

„Ich freue mich natürlich über den Sieg, aber vor allem darüber, dass so viele deutsche Paare daran beteiligt waren“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. So waren es – mit Ausnahme von Houghton Hall und Aachen – vor allem Nachwuchsreiter und Reiter aus der zweiten Reihe, die für die Titelverteidigung sorgten. Insgesamt konnten deutsche Teams fünf von neun Stationen für sich entscheiden, einmal wurden sie Dritte und auf der letzten Station in Boekelo Zweiter. Damit verwiesen sie die Briten, die als Serien-Führende in die Niederlande gereist waren, auf Platz zwei.

„Selbst wenn die Briten gewonnen hätten, hätte uns ein fünfter Platz gereicht“, erklärte Melzer. „Da sie an allen neun Stationen teilgenommen haben, wären ihnen selbst bei einem Sieg an anderer Stelle wieder Punkte abgezogen worden. Denn insgesamt werden nur die sieben besten Ergebnisse gewertet“. Solche Rechenspiele waren allerdings nicht nötig, denn in Boeklelo war das britische Quartett vom Pech verfolgt. Laura Collett musste unfreiwillig aus dem Sattel und ihre Teamkollegen Tom McEwen and Matt Heath zogen vor dem Springen zurück. Das bedeutete Platz zehn in dem mit 99 Startern und elf Mannschaften topbesetzten Starterfeld.

Für die deutsche Mannschaft lief es dagegen sehr gut. Bis auf Anna Siemer (Salzhausen) mit Chloe kamen alle drei deutschen Teamreiter lediglich mit Zeitstrafpunkten ins Ziel: Felix Etzel (Reichenberg) mit Bandit, Jörg Kurbel (Rüsselsheim) mit Josera’s Entertain You, der in diesem Jahr mit drei Starts der fleißigste deutsche Nationenpreisteilnehmer war, sowie Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida (v. Contendro I – Espri). Er erzielte mit einem Endergebnis 53,0 Minuspunkten nicht nur das beste Ergebnis für die Mannschaft, sondern war mit Platz neun auch der beste Deutsche in der Einzelwertung. „So gut wie hier ging sie in der Dressur noch nie. Ein potenzielles Championatspferd“, schwärmte Hans Melzer begeistert über die Hannoveraner Stute, mit der „Dibo“ im vergangenen Jahr noch Sechster bei den WM der siebenjährigen Vielseitigkeitspferde in Lion d’Angers war. Insgesamt sammelte das Quartett von Hans Melzer 174,3 Minuspunkte und musste damit den Neuseeländern den Vortritt lassen. Diese kamen auf 160,9 Minuspunkte und stellten mit Tim Price mit Cekatinka auch den Einzel-Sieger in der Einzelwertung vor dem Niederländer Tim Lips mit Bayro und dem Franzosen Alexis Goury mit Trompe d’Oeil d’Emery. Auf dem dritten Platz im Nationenpreis landete mit 203,7 Minuspunkten die australische Mannschaft.

Mehr Infos zum Nationenpreis gibt es auf der Seite der FEI.

Ausbildung und Wissenschaft

FN-Filmreihe „Das passende Gebiss“ jetzt komplett online

Letzter Teil über „Die richtige Verschnallung“

Warendorf (fn-press). „Die richtige Verschnallung“ ist Thema des siebten und letzten Teils der FN-Filmreihe „Das passende Gebiss“, der jetzt online ist. In der Serie erfahren Pferdebesitzer, wie sie das passende Gebiss für ihr Pferd finden. Alle Folgen der Reihe finden sich auf der Internetseite der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) unter www.pferd-aktuell.de/ausbildung/ausruestung/filmreihe-gebisse.

Das Gebiss ist ein wichtiger Bestandteil der Verbindung zwischen Pferd und Reiter, welches dem Pferd gut angepasst sein muss. Wie verschiedene Gebisse und Reithalfter zu verschnallen sind, das erfahren die Zuschauer im siebten Teil der Filmreihe von Heiko Schmidt-Sentek. Der Experte der Firma Sprenger beschäftigt sich in den vorhergehenden Filmteilen mit der Anatomie des Pferdekopfes, erklärt wie man Dicke und Weite des Gebisses für das eigene Pferd bestimmt, welche Materialien es gibt und wie die verschiedenen Mundstücke und Seitenteile wirken.

Jugend

Allgemeine Jugendarbeit: Good Practice-Datenbank online

Vereine und Verbände können hier ihre Anregungen für gelungene Aktionen von und für Jugendliche einbringen

Warendorf (fn-press). Gerade online gegangen ist auf der Homepage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eine neue „Good-Practice-Datenbank“ zum Thema Allgemeine Jugendarbeit. Nach dem Motto „TueGutes und sprich darüber“ können Vereine und Verbände ab sofort ihre Ideen und Beispiele für gelungene Jugendarbeit bei der FN einreichen und sie damit unter www.pferd-aktuell.de/jugend allen Interessierten zugänglich machen.

„Unter die Bezeichnung Allgemeine Jugendarbeit fällt im Grunde alles, was Vereine für ihre Jugendlichen anbieten – mit Ausnahme von Reitstunden, Theorieunterricht und Training. Viele halten das daher für nicht wichtig. Aber schon jetzt wundern sich viele, dass ihnen der Nachwuchs fehlt, wenn Vorstandsposten besetzt, „Macher“ für Vereinsaktivitäten und ehrenamtliche Helfer gesucht werden. Wir brauchen in Zukunft aber nicht nur aktive Reiter, sondern auch Pferdebegeisterte, die sich darüber hinaus für ihren Sport und ihren Verein engagieren, Verantwortung übernehmen und die Zukunft mitgestalten. Der Arbeitsmarkt bekommt den lange angekündigten demografischen Wandel gerade deutlich zu spüren und im Sport wird es nicht mehr lange dauern“, sagt Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der Abteilung Jugend. „Erfreulicherweise haben viele Landesverbände das erkannt. Fast überall gibt es inzwischen Landesjugendsprecher oder sogar Jugendteams. Außerdem gibt es fast überall schon besondere Angebote für Jugendliche, die aktiv werden wollen. Diese wollen wir in der neuen Datenbank bündeln und damit Interessierten Anregungen geben. Es muss ja nicht jeder das Rad selbst neu erfinden.“

Die ersten Beispiele sind bereits online und reichen von der Ausrichtung eines Landesjugendtages über die Vergabe von „Fair-Play-Preisen“ von Jugendlichen an Jugendliche bis hin zum Projekt des Pferdesportverbands Westfalen, „Pferdesport… Dein Weg zum Engagement“, das Jugendliche vor Ort darüber informiert, welche Entwicklungsmöglichkeiten sie im Pferdesport haben: von der Ausbilderlaufbahn bis zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Verein, einem Verbandsgremium, bei der Sportjugend NRW oder bei der FN.

DOSB lobt zum zehnten Mal Schulsportpreis aus

„Der Sport macht’s! – Der Sportverein als Partner und Mitgestalter der Ganztagsschulen“

Frankfurt a.M. (fn-press). Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend loben bereits zum 10. Mal den Deutschen Schulsportpreis als bundesweiten Förderpreis aus. Dieser soll zur Qualitätsentwicklung der Zusammenarbeit von Sportvereinen und Schulen beitragen. Die Ausschreibung des Deutschen Schulsportpreises 2017/2018 richtet sich an alle Ganztagsschulen der Bundesrepublik Deutschland, die mit Sportvereinen erfolgreich kooperieren und an alle Sportvereine, die mit Ganztagsschulen beispielhaft zusammenarbeiten. Bewerbungen sollten – wenn möglich – gemeinsam von Sportverein und Schule gemeinsam eingereicht werden. Die Bewerbungsphase endet am 20. Januar 2018.

Die diesjährige Ausschreibung des DOSB-Schulsportpreises steht unter dem Motto „Der Sport macht’s! – Der Sportverein als Partner und Mitgestalter der Ganztagsschulen.“ Damit wird die Rolle des Sportvereins beim weiteren Ausbau und bei der Qualitätsentwicklung von Ganztagsschulen in den Mittelpunkt gerückt. Ziel ist es, innovative, erprobte und praktisch bewährte Projekte von Sportvereinen zum Ausbau und zur Qualitätsentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Ganztagschulen und Sportvereinen auszuzeichnen. Der Deutsche Schulsportpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro und weiteren Sachpreisen dotiert. Die Geldpreise sind zweckgebunden für den Ausbau und die Qualitätsentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Ganztagsschulen zu verwenden.

Weitere detailliertere Informationen befinden sich unter: www.dsj.de/schulsportpreis

Umwelt und Pferdehaltung

Erstes Sachverständigen-Treffen in Warendorf

Sachverständige aus dem Bereich Pferd diskutierten über Pferdehaltung

Warendorf (fn-press). Sachverständige aus dem Bereich Pferd haben eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie müssen vor Gericht mittels Gutachten Auskunft darüber geben, wie sich artgerechte Pferdehaltung definiert und wo ihre Grenzen erreicht werden. Dabei stellt die Begutachtung der Haltungsbedingungen und des Tierwohls vor dem Hintergrund der Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten eine entscheidende Komponente dar. Auch war die tägliche Arbeitspraxis mit all ihren Herausforderungen ein wichtiges Thema der ersten Tagung von Sachverständigen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf.

„Die Themen Tierschutz und Tierwohl gewinnen im Pferdesport und auch bei der Haltung der Pferde zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bekennen wir uns klar zur Nutzung der Pferdes als Sportpartner“, betonte Sönke Lauterbach eingangs. Die Devise für den Tag gab Theo Leuchten, Sachverständiger und Vorsitzender des Bereichs Zucht der FN, vor: „Wir wollen mit Ihnen diskutieren und, dass Sie untereinander diskutieren.“ 40 Sachverständige waren dafür nach Warendorf gekommen. Einen ersten Anreiz zur Debatte über die Pferdehaltung gab Martin Otto aus der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Otto stellte das FN-Kennzeichnungssystem vor, das die Qualität von Betrieben bundesweit zertifiziert und dabei insbesondere die fachgerechte Pferdehaltung berücksichtigt. Neben dem Grundschild Pferdehaltung bestehen für Betriebe, je nach fachlicher Ausrichtung, weitere Kennzeichnungsmöglichkeiten. Beachtet werden müsse, dass die Kennzeichnung nur den Zustand eines Betriebes zum Zeitpunkt der Besichtigung widerspiegeln könne Otto nutzte das Treffen auch für einen Aufruf an die Sachverständigen: „Wenn Sie Fälle von gekennzeichneten Betrieben kennen, in denen Optimierungsbedarf besteht, dann teilen Sie uns das bitte mit.“

Kernstück des Tages war die Diskussionen mit Dr. Christiane Müller, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige und Präsidiumsmitglied der FN über die Entwicklung der Pferdehaltung vor dem Hintergrund der Leitlinien Pferdehaltung. Denn: Schon im Vorfeld des Treffens war deutlich geworden, dass viele Sachverständige Gutachten im Bereich Stallbau und Reitanlagen erstellen. Müller ergänzte: „Wir müssen als Sachverständige erklären, warum welche Indikatoren für eine fachgerechte Pferdehaltung wichtig sind.“ Doch wie kann bewertet werden, ob es den Pferden in einem Betrieb oder Verein gut geht? Müller gab dazu einen Überblick über die Inhalte der Leitlinien Pferdehaltung. Sie beschreiben, wie der Mensch dem Sozial-, Bewegungs-, Ruhe- und Fressverhalten von Pferden gerecht werden kann. Auch wurden Erfahrungen über die Kommunikation und Zusammenarbeit der Sachverständigen mit Behörden ausgetauscht. Dr. Henrike Lagershausen, Leiterin der Abteilung Veterinärmedizin und Tierschutz der FN, hob die große Verantwortung der Sachverständigen hervor, da sie Gerichtsverfahren entscheidend beeinflussen könnten. In diesem Zusammenhang wurde die rechtliche Einordnung der Leitlinien thematisiert: Auch wenn die Leitlinien keine Rechtsnorm darstellen, müssen sich die Standards der Pferdehaltung an den Inhalten dieses Werks orientieren. „Ich bin eine Verfechterin der Leitlinien. Sie bieten uns einen Spielraum, den man sinnvoll nutzen kann. Denn: Kein Pferdestall ist wie der andere“, betonte Müller. Für die Sachverständigen seien die Leitlinien ein wichtiger Orientierungspunkt innerhalb ihrer Tätigkeit. Viele der Anwesenden teilten diese Ansicht. Georg Fink, Sachverständiger für Reitanlagen und Stallbau, sagte: „Die Leitlinien sind eine Riesenchance für die Pferdehaltung. Wir können sie nutzen um zu zeigen, wie wichtig uns das Pferdewohl ist.“ Gleichzeitig gab es aber auch Kritik: Ein Sachverständiger beschrieb die Leitlinien als veraltet, das Tierwohl und damit die Bedürfnisse von Pferde würden darin nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dem widersprach Müller. Sie empfahl, bei der Beurteilung eines Betriebes immer die Faktoren Licht, Luft, Bewegung und Sozialkontakte zu betrachten, um die Bedürfnisse des Pferdes in den Fokus zu rücken. Als einen wesentlichen Aspekt der Leitlinien arbeitete die Diskussionsrunde, an der auch Professor Dr. Ulrich Schnitzer teilnahm, auch die Boxengröße heraus. In den Leitlinien steht die von ihm 1969 entwickelte Formel für die Mindestgröße einer Box (2 x Widerristhöhe2). Dennoch werde diese Formel nicht in allen Ställen umgesetzt. Wie verhält es sich im Streitfall? „Wer unter das Mindestmaß geht, bewegt sich auf dünnem Eis“, bestätigte Müller die Brisanz des Themas. Sie betonte jedoch, dass jeder Stall individuell zu betrachten sei. Gleiches gelte für Weiterentwicklungen und Umbaupläne eines jeden Betriebs. Auch die Sachverständigen waren sich einig: Eine Pferdehaltung könne nicht nur mit dem Maßband bewertet werden. Eine Aufgabe für die Zukunft sei deshalb, dies auch Gerichten deutlich zu machen, die die Leitlinien bereits für Urteilsbegründungen nutzten.

Als Beispiel für die Anwendung der Leitlinien diente die aktuelle Diskussion über das Landgestüt Dillenburg. Die hessische Landesregierung wollte das Gestüt mit der Begründung schließen, die Pferdehaltung entspreche nicht den Leitlinien. Zwei Gutachten widerlegten jedoch diesen Vorwurf. Somit konnte der Erhalt des Gestütes vorerst gesichert werden. Insbesondere die freie Bewegung der Pferde auf der Weide war in Dillenburg ein Streitthema, deshalb stellte Müller nochmals klar: „Die Leitlinien fordern täglich mehrstündige Bewegung. Kontrollierte Bewegung kann freie Bewegung nicht vollständig ersetzen. Eine Kombination aus beidem erfüllt die Anforderungen.“ Auch Lauterbach betonte: „Jedes Pferd benötigt die Möglichkeit zur freien Bewegung, das gilt auch für unsere Sportpferde.“ Wichtig sei laut Müller jedoch, dass die freie Bewegung weder in der Gruppe noch auf der Weide erfolgen müsse. Sportpferden und Hengsten könnte freie Bewegung mit entsprechendem Sicherheitsabstand auch einzeln ganzjährig in wetterfesten Ausläufen ermöglicht werden.

Die rege Diskussion über die Pferdehaltung und die Bedürfnisse von Pferden rundete Stephanie Pigisch, Leiterin des FN-Bereichs Persönliche Mitglieder, mit der Vorstellung des Wettbewerbs „Unser Stall soll besser werden“ ab: „Sie sollen wissen, dass sich die FN mit ihren Persönlichen Mitgliedern für die Verbesserung der Pferdehaltung einsetzt.“ Der Wettbewerb richtet sich an Vereine und Betriebe, die durch Um- oder Neubau eine Verbesserung der Pferdehaltung geschaffen haben. Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der FN, erklärte außerdem die Neukonzeption der Hengstleistungsprüfung. Siegmund Friedrich, Mitglied der Geschäftsführung des FNverlags, präsentierte Bücher des Verlags, die sich an den Tätigkeitsschwerpunkten der Sachverständigen orientieren. Ergänzt wurde dieser Beitrag durch Gerlinde Hoffmann, Leiterin der Abteilung Umwelt und Pferdehaltung, die als Autorin eine kurze Übersicht über die Inhalte der „Orientierungshilfen für Reitanlagen- und Stallbau“ gab. Beide baten die Sachverständigen um Anregungen und Vorschläge zur weiteren Verbesserung der Bücher des FNverlags.

Die Erkenntnis des Tages? „Wir brauchen engere Absprachen zwischen der FN und uns Sachverständigen. Wir müssen mit der gleichen Sprache sprechen“, brachte Fink sie auf den Punkt. „Ich habe viel gelernt“, sagte auch Lauterbach im Anschluss an das Treffen und sprach sich ausdrücklich für eine Wiederholung aus.

„Pferde fördern Vielfalt“ wird Projekt der UN-Dekade biologische Vielfalt

Initiative erhält Auszeichnung im Rahmen der Stuttgart German Masters

Warendorf (fn-press). Die Initiative „Pferde fördern Vielfalt“ wird im November als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wird von Nina Ruge, Botschafterin der UN-Dekade, übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. „Pferde fördern Vielfalt“ ist eine Initiative der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), dem Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitsberater Dr. Stefan Rösler sowie dem Pferdesportverband Baden-Württemberg.

Pferde faszinieren viele Menschen und haben sich trotz aller Technisierung und Digitalisierung in unserem Umfeld behauptet. Pferde brauchen Ställe, Heu und Stroh, Wiesen und Weiden, daher finden sich rund ums Pferd stets zahlreiche Insekten, kleine Säugtiere, Sing- und Greifvögel sowie ein buntes Gemisch von Gräsern und Kräutern, Büschen und Bäumen. Das bietet eine gute Ausgangslage, dennoch besteht in Pferdevereinen und Reiterhöfen beachtliches Potential für die weitere Förderung der biologischen Vielfalt und vielfältige Ansatzpunkte für Umweltbildung von Pferdefreunden und Besuchern. Hier setzt das Projekt „Pferde fördern Vielfalt“ an, in dem ein innovativer Biodiversitäts-Quick-Check und ein praxisorientierter Maßnahmenkatalog erarbeitet wurden.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingereichten Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Hürth ausgerichtet. Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt der Lebensräume. Die natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen. Weitere Informationen unter www.undekade-biologischevielfalt.de

Die Ehrung findet am 16. November im Rahmen des Weltcup-Turniers Stuttgart German Masters in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. „Die Wahl des Rahmens für diese Ehrung macht deutlich, dass unsere Pferde einerseits fantastische Sportpartner sind und andererseits dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhalten“, sagte Gerlinde Hoffmann, Leiterin der FN-Abteilung Umwelt und Pferdehaltung und Mitinitiatorin des Projekts.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/biologischevielfalt

Sonstiges

Erster Betrieb in China erhält FN-Kennzeichung für fachgerechte Pferdehaltung

Deutsche Delegation besuchte Junwei Stables in Peking

Peking /CHN (fn-press). Nicht nur sportliche Erfolge gab es beim ersten Nationenpreisturnier für Junioren und Junge Reiter in der chinesischen Hauptstadt Peking zu feiern. In dessen Rahmen hat zudem der erste Betrieb in China das FN-Grundschild Pferdehaltung erhalten. Zur persönlichen Übergabe des Kennzeichens reiste Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), ins Reich der Mitte.

Es war viel los dieser Tage in Chinas Hauptstadt Peking. Zum ersten Mal fand dort ein Nationenpreisturnier für Junioren und Junge Reiter in der Disziplin Springen statt. Justine Tebbel (Emsbüren), Vize-Europameisterin der Jungen Reiter, wurde Dritte im Großen Preis. Die 18-Jährige war zum ersten Mal nach China gereist und schwärmte von der tollen Stimmung und der Organisation des Turniers. Wie alle aus dem Ausland angereisten Reiter starteten sie und ihre Teamkollegen Teike Carstensen (Sollwitt) und Henry Delfs (Steinburg) auf Leihpferden, die der Beijing Equestrian Club zur Verfügung stellte.

Doch nicht nur der Spitzensport stand im Mittelpunkt der China-Reise. Zusammen mit FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach besichtigten die drei Nachwuchsreiter die Junwei International Sports Development Co. Ltd in Peking. Der Betrieb beherbergt 30 Schulpferde und -ponys und bietet Unterricht sowohl für Anfänger als auch Turnierreiter jeden Alters an. Eine Reithalle und ein großer Springplatz bieten dafür optimale Voraussetzungen. Bereits vier Reitabzeichen-Lehrgänge fanden bisher in den Junwei Stables statt. Die Prüfungen für die Reitabzeichen zehn bis vier nahmen unter anderem Jörg Jacobs, Leiter der westfälischen Reit- und Fahrschule, sowie der langjährige Leiter der Landes Reit- und Fahrschule Langenfeld (Rheinland), Hanno Vreden, ab. Auch eine Trainerprüfung wurde in dem Betrieb bereits abgenommen. Wopa Xiakejia ist damit der erste Trainer C, der in China seine Prüfung absolviert hat.

Nun überreichte Lauterbach zusammen mit Sacha Eckjans, Geschäftsführer der Equestrian Globe GmbH, das FN-Grundschild Pferdehaltung persönlich an Betriebsleiterin Jin Zheng. Die Kennzeichnung gilt für drei Jahre, dann erfolgt eine erneute Überprüfung. Junwei verpflichtet sich damit auch zukünftig zur fachgerechten Pferdehaltung nach deutschen Standards. Mit der Kennzeichnung wird die Zusammenarbeit der FN und der Chinese Equestrian Association noch weiter intensiviert. Vor Ort knüpft seit einigen Jahren die Equestrian Globe GmbH, offizielle Repräsentantin der deutschen FN in China, Kontakte mit chinesischen Investoren und vermittelt Ansprechpartner für alle Bereiche des Pferdesports. Lauterbach sagte: „Inzwischen sind die Chinesen sehr daran interessiert, das deutsche Ausbildungssystem auch in China bekannt zu machen und zu etablieren. Junwei ist ein tolles Beispiel dafür.“

Während das deutsche Knowhow über Pferdehaltung, -zucht und -ausbildung nach China exportiert und immer mehr verbreitet wird, profitieren viele deutsche Firmen aus der Pferdebranche von den neuen Märkten, die sich im Reich der Mitte eröffnen. Allein in der Bundesrepublik haben mehr als 10.000 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen direkt oder indirekt das Pferd als Haupt-Geschäftsgegenstand. Der Umsatz der deutschen Pferdewirtschaft liegt bei geschätzten 6,7 Milliarden Euro. Darunter fallen 39 Prozent (2,6 Mrd. Euro) der Ausgaben auf den Bereich Pferdehaltung, 61 Prozent (4,1 Mrd. Euro) auf den Bereich Einzelhandel und Dienstleistungen. „Die Globalisierung macht auch vor dem Reitsport nicht Halt und China ist ein hervorragender Partner, um das Ausbildungssystem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung international in die Breite zu tragen. Das zunehmend große Interesse der Chinesen an Pferden, Pferdesport und Pferdezucht bietet ideale Voraussetzung. So mancher wird überrascht sein, wie gut sich die Bedingungen hier vor Ort bereits weiterentwickelt haben!“, sagte Eckjans.

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht
Unter www.pferd-aktuell.de/fn/presse finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2017 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Quelle: FN-press

Stefan Eder siegte in der Gold Tour

(Magna Racino) Zum großen Treffpunkt der internationalen Springszene verwandelt sich von 13.-15. Oktober 2017 das Magna Racino: Im Rahmen des hochkarätigen Zwei-Sterne-Events dürfen sich die Arrivierten und das Ebreichsdorfer Publikum gleichermaßen auf ein erstklassiges Programm freuen. Das Hauptaugenmerk wird dabei sicherlich auf das Frank Stronach Indoor Derby gelegt, das Samstagabend stattfinden wird, sowie auf den zum Weltranglistenranking zählenden MAGNA RACINO Grand Prix am Sonntagnachmittag. Im Gesamten werden 57.400,- Euro Dotation ausgeschüttet, die es in den 19 ausgeschriebenen Prüfungen zu gewinnen gibt. Das wollen sich auch Erfolgsgaranten wie Sönke Kohrock oder Jörne Sprehe nicht entgehen lassen, die sich ja im letztjährigen Indoor Derby sowie im Großen Preis in die Siegerliste eintragen lassen konnten und auch heuer wieder ein Wörtchen mitreden wollen.

CSI2* im Magna Racino mit ungarischen Doppelsieg eröffnet: Csongor Töro vor Marcell Mészáros und Magdalena Margreiter in der Bronze Tour
Für den ersten Triumph an diesem CSI2*-Wochenende sorgte in der Bronze Tour die ungarische Fraktion und das sogar im Doppelpack: Es war der erst zwölf Jahre junge Nachwuchsreiter Csongor Töro, der mit „Chacco Boy“ als 26. Starter die Bestmarke von 47,17 Sekunden aufstellte und seinen Landsmann Marcell Mészáros mit „Zona“ am zweiten Rang verweisen konnte. Dieser war zuvor in 50,47 Sekunden über den 1,15 Meter hohen Kurs galoppiert. Mit der drittplatzierten Magdalena Margreiter verbuchten die Gastgeber eine Platzierung am Podium. Die rot-weiß-rote Kaderreiterin sattelte ihre langjährige Sportpartnerin „J.J. Caval“ und setzte in 51,66 Sekunden das drittbeste Resultat. Noch drei weitere Male tauchte die österreichische Fahne in der Klassierung auf: Dagmar Wallenko sicherte sich mit „Vienna XII“ in 53,94 Sekunden Rang sieben. Dahinter rangierte Sidra Kuzbari mit „Contadino 2“ in 54,51 Sekunden am achten Platz. Und nach einem gelungenen fehlerfreien Auftritt holte Tiffany Winkler mit „Indiana W“ in 58,65 Sekunden den elften Endrang.

Opening der Youngster Tour mit Triumph für Aleksandr Lis und „Valerika“
Nicht fehlen durfte im Rahmen des CSI2*-Turniers die eigene Youngster Tour für alle sechs- und siebenjährigen Nachwuchscracks. Hier konnten die aufstrebenden Cracks in ihren eigenen Prüfungen hochkarätige Turnierluft schnuppern und sich mit Ihresgleichen messen. Die Parcoursbauer Hubert Kuttelwascher und Helfried Knotz haben mit ihrem PAC-Team eine ansprechende Runde aufgebaut, die die meisten der genannten Teilnehmerpaare ganz easy lösten. Am absolut schnellsten von ihnen war Aleksandr Lis. Er hatte mit „Valerika“, einer Tochter des Corlensky G-Argentinus, die Gruppe der Siebenjährigen eröffnet und lieferte in 50,37 Sekunden die unschlagbare Bestzeit ab. Hinter sich gelassen hatte er Benjamin Wulschner und Jörne Sprehe, die beide mit sechsjährigen Youngsters an den Start gingen. Der Deutsche sattelte seine Holsteinerstute mit dem klingenden – und vielversprechenden – Namen „Jumpy 9“, die auf die Top-Vererber Quirado-Casall zurückgeht und in 51,55 Sekunden über die Ziellinie kam. Seine Landsfrau Jörne Sprehe ließ mit „Dirty Devil 2“ aufhorchen. Der schicke Diarado-Balou du Rouet-Sohn konnte heuer bereits in Olomouc, Spangenberg und Gross Viegeln mit Nullrunden glänzen und sicherte sich heute in 55,45 Sekunden den Sprung aufs Podium.

Mit schönen fehlerfreien Vorstellungen trumpften Stefan Eder und Alexandra Steiner in den Platzierungsrängen auf. Der in Oberösterreich beheimatete Berufsreiter kam mit „Farouche 3“, der KWPN-Stute nach Andiamo-Oklund, strafpunktefrei ins Ziel und wurde Sechster. Alexandra Steiner zeichnete sich mit ihrer in Österreich gezogenen Camparino-Tochter „Libelle 7“ unter den Top-Ten aus (9. Rang).

Heimsieg in der Silver Tour
Die Freitagmittag angesetzte Silver Tour war für das genannte Starterfeld gleich doppelt spannend: Nicht nur, dass um eine weitere internationale Entscheidung samt Siegesprämie und Ehrenpreis geritten wurde, im Rahmen dieses 1,30 Meter hohen Standardspringens ging es nämlich auch um die erste der beiden Qualifikationen für das Frank Stronach Indoor Derby. Lediglich den besten Reiterpaaren aus der heutigen Mittleren sowie Großen Tour sind für das morgige Highlight am Samstagabend startberechtigt. Umso mehr freute es die heimischen Anhänger, dass zu Ehren von Matthias Atzmüller sogar die österreichische Hymne angespielt wurde. Der Oberösterreicher zauberte mit Speedpferd „Chap B“ eine blitzschnelle Runde aufs Parkett, die in 52,39 Sekunden keiner mehr toppen konnte. Daran hatte auch die internationale Konkurrenz zu beißen, die sich in 52,75 und 53,18 Sekunden geschlagen geben musste. Das zweitbeste Resultat gelang der sympathischen Amazone aus Liechtenstein, Vanessa-Joy Nägele. Sie flog mit „Vegas de Alkantara“ über die geforderten Aufgaben und hatte um wenige Zehntel das Nachsehen. Hochmotiviert von seinem triumphalen Auftritt im Großen Preis der Arena Nova schlug Michele Previtali seine Zelte an diesem Wochenende in Ebreichsdorf auf und holte in den dritten Platz.

Nach schnell angelegten Ritten konnten sich auch Jörg Domaingo mit „Capitano 72“ (55,47 Sekunden), Josef Schwarz jun. mit dem ehemaligen Vize-Bundeschampion „Candy 27“ (56,48 Sekunden) und Valentina Pfeifer mit „Be my Lover“ (58,60 Sekunden) Top-Ten-Ergebnisse holen.

Des Weiteren platzierten sich der Salzburger Sven Huber mit „Charlie 160“ in 59,69 Sekunden an zwölfter Stelle, Christoph Nothegger mit der bereits bis zur schweren Klasse erfolgreichen „Twilight 2“ in 60,20 Sekunden am 14. Rang, Alexandra Steiner mit ihren „Fanatiker VH Dingeshof“ in 60,83 Sekunden am 16. Rang und Nina Brand mit der selbstgezogenen und selbstausgebildeten „Lady Calme P“ am 62,91 Sekunden am 20. Rang.

Children Tour mit rot-weiß-rotem Triumph von Sophie Züger
In der Children Tour gab es den nächsten Heimerfolg für die Gastgeber: Im Sattel von „Qidam des Pres“ schaffte die Burgenländerin Sophie Züger die Bestmarke von fehlerfreien 52,35 Sekunden und hielt somit die internationale Konkurrenz bravourös in Schach. Und diese war ihr auch dicht auf den Fersen: Der heutige Bronze Tour-Winner Csongor Töro zeigte sich nämlich abermals in Top-Form und flog mit „Chacco“ in 53,90 Sekunden am zweiten Endrang. Das Podium strahlte mit Julia Jaritz erneut in rot-weiß-rot: Gemeinsam mit „Champion de Luxe“ jumpte die heimische Nachwuchsreiterin in 67,89 Sekunden am dritten Platz. Auch für Sophie Pollak klappte der Sprung in die Platzierung: Gemeinsam mit „Latin“ landete sie am zehnten Rang.

Gregor Fischer gewann EY Cup Opening
Bevor es mit dem Auftaktspringen der Gold Tour zum krönenden Abschluss des ersten Turniertages kam, stellten sich die EY CUP-ReiterInnen ihrem Opening. Der Run um die Richtmarke in diesem 1,35 Meter hohen Fehler-Zeit-Springen war groß und so lagen die ersten Drei nur gut drei Zehntel auseinander.

Beim Duell um die Führung hatte schlussendlich Gregor Fischer die Nase vorne: Der Deutsche trumpfte in der ersten Hälfte des Teilnehmerfeldes mit „Cordio B“ auf und brillierte in 58,38 Sekunden on Top. Nach ihrem Erfolg beim EY CUP in Ising, wo sie sich ja schon mit einer Doppelnullrunde und dem sechsten Platz im finalen S** auszeichneten, stellte die Etappe in Ebreichsdorf einen optimalen Start dar. Eingedeckt in der neuen Siegerdecke von Ikonic strahlte der Cordius M-Sohn ganz vorne in der Ehrenrunde. Sein Reiter durfte sich über eine wunderschöne Magna Racino-Stallplakette freuen.

Mit dem Namen Fischer ging es am zweiten Platz weiter: Unsere heimische Siegeshoffnung Willi Fischer war mit seinem Erfolgsschimmel „Colmar“ – wie erwartet – genial unterwegs und flog in 58,67 Sekunden der Top-Platzierung entgegen. Virág Weinhardt komplettierte das Trio am Treppchen und galoppierte mit „Equest Cha Cha“ in 58,71 Sekunden ins Ziel. Mit seinem zweiten Pferd „Quantana Rue Z“ konnte Willi Fischer ebenso für einen starken Auftritt sorgen und wurde in 59,73 Sekunden Vierter. Ebenfalls bei der Prämierung dabei war Magdalena Margreiter, die mit „PSS Denver“ in 61,49 Sekunden an achter Stelle ganz vorne mitmischte. Eine grandiose Nullrunde lieferte darüber hinaus Lisa Schranz mit ihrem Cassini I-Wallach „Cascadeur 88“ ab, was mit einer Top-Platzierung an elfter Stelle belohnt wurde.

Gold Tour strahlte in rot-weiß-rot: Stefan Eder entschied das freitägige Hauptspringen für sich
Auf 1,40 Meter aufgebaut wurde die am Freitagabend angesetzte Gold Tour, die sowohl als Qualifikationsbewerb für das morgige Frank Stronach Indoor Derby zählte als auch für den MAGNA RACINO Grand Prix am Sonntagnachmittag. Spannung war also gleich doppelt angesagt. Das wollte man sich natürlich nicht entgehen lassen und so waren die besten Plätze auf der Tribüne schnell belegt, um einerseits einen guten Sitzplatz zu ergattern und andererseits alles hautnah mitzuerleben.

Man wurde nicht enttäuscht, sah erstklassige Auftritte und schenkte nach einer sehenswerten Prüfung einem würdigen Gewinner den meisten Applaus: Stefan Eder setzte am Ende des Starterfeldes ein starkes Zeichen und pilotierte „Celpik“, den genial mitkämpfenden Cellestial-Wallach seiner momentan voll im Studium eingedeckten Schülerin Rosa Schrot, grandios über die ausgeflaggten Hindernisse. Ganze easy und souverän wirkte ihre Vorstellung, die in 59,47 Sekunden irre effektiv angelegt war. Sie verdrängten die bislang führenden Benjamin Wulschner mit „Bangkok Girl PP“ (59,81 Sekunden) und Bronislav Chudyba mit „Verso du Thot“ (60,99 Sekunden), denen man ja auch im Vorfeld schon große Siegeschancen einräumte, auf die hinteren Plätze. Und weil der ehemalige Staatsmeister und Fixkraft-Teamreiter Stefan Eder überhaupt in Top-Form war, sorgte er mit „Takuma T“ gleich für das zweitbeste heimische Ergebnis und reihte sich in astreinen 63,03 Sekunden an sechster Stelle ein.

Dahinter klassierte sich Helmut Morbitzer, der „Calanda 45“ sattelte und für diesen S*-Parcours lediglich 63,90 Sekunden brauchte. Am achten Platz rangierte Matthias Raisch, der mit „Coleur Blue“ in 65,60 Sekunden über die Ziellinie sprang. Einen perfekten Auftakt ins CSI2*-Wochenende schaffte darüber hinaus auch Mario Bichler, der mit der fehlerfrei gebliebenen „Lissara T“ den 13. Platz holte (68,41 Sekunden).

Zum Live-Stream: http://www.magnaracino.at/live-stream.html

Zu den Ergebnissen: http://www.magnaracino.at/reitsport-eventdetails/events/17089.html

News & Infos: www.magnaracino.at

Ergebnisüberblick, Freitag (13. Oktober 2017):

Bronze Tour 1.15 m
International jumping competition against the clock
1.CHACCO BOY / TÖRO Csongor (HUN) – 0 / 47,17
2.ZONA / MÉSZÁROS Marcell (HUN) – 0 / 50,47
3.J.J. CAVAL / MARGREITER Magdalena (AUT) – 0 / 51,66
4.APOLLO CREED / KRUCSÓ Szabolcs (HUN) – 0 / 51,68
5.ALINA 493 / STEINER Franz Jun. (GER) – 0 / 52,45
6.HAKAS / VARGA Tamás (HUN) – 0 / 53,68
7.VIENNA XII / WALLENKO Dagmar (AUT) – 0 / 53,94
8.CONTADINO 2 / KUZBARI Sidra (AUT) – 0 / 54,51
9.FALOCIA / LOCATELLI Alessandro – 0 / 54,69
10.JUPILER / POKORNÁ ŽAneta (CZE) – 0 / 58,19
11.INDIANA W / WINKLER Tiffany (AUT) – 0 / 58,65
12.CUTIE VA / STEPHAN Hanna Katrin (GER) – 0 / 61,57

Youngster Tour (6-7 year old horses) 1.20m/1.30 m
International jumping competition against the clock
1.VALERIKA / LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 50,37
2.JUMPY 9 / WULSCHNER Benjamin (GER) – 0 / 51,55
3.DIRTY DEVIL 2 / SPREHE Jörne (GER) – 0 / 55,45
4.CHACCO LUX / LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 59,94
5.GYO M / SZUHAI Gyula (HUN) – 0 / 60,62
6.FAROUCHE 3 / EDER Stefan (AUT) – 0 / 61,33
7.S.I.E.C. LOCCA / GROM Richard (GER) – 0 / 62,29
8.S.I.E.C. LAUTREC / GROM Richard (GER) – 0 / 62,53
9.LIBELLE 7 / STEINER Alexandra (AUT) – 0 / 62,64
10.CANTULOS / LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 63,12
11.CHAMONIX 54 / NAGEL Björn (GER) – 0 / 65,25
12.FLASHDANCER / ZAK Michal (SVK) – 0 / 66,24

Silver Tour 1.30 m
International jumping competition against the clock
1.CHAP B / ATZMÜLLER Matthias (AUT) – 0 / 52,39
2.VEGAS DE ALKANTARA / NÄGELE Vanessa-Joy (LIE) – 0 / 52,75
3.VARON O’HESSELN / PREVITALI Michele (ITA) – 0 / 53,18
4.COEUR DE CANTURO / WULSCHNER Benjamin (GER) – 0 / 53,49
5.UNE STAR DE ST SIMEON / LIS Aleksandr (BLR) – 0 / 54,22
6.CAPITANO 72 / DOMAINGO Jörg (AUT) – 0 / 55,47
7.CANDY 27 / SCHWARZ JR Josef (AUT) – 0 / 56,48
8.CHEPETTA 3 / SPREHE Jörne (GER) – 0 / 58,17
9.FULL SWING BH / ZAK Michal (SVK) – 0 / 58,38
10.BE MY LOVER / PFEIFER Valentina (AUT) – 0 / 58,60
11.H C.S.R. CENTER / MRÁZ Tamás (HUN) – 0 / 59,62
12.CHARLIE 160 / HUBER Sven (AUT) – 0 / 59,69
13.COMEDY STAR / MÉSZÁROS Marcell (HUN) – 0 / 59,71
14.TWILIGHT 2 / NOTHEGGER Christoph (AUT) – 0 / 60,20
15.CATINKA S / SCHINDLBECK Sophia (GER) – 0 / 60,75
16.FANATIKER VH DINGESHOF / STEINER Alexandra (AUT) – 0 / 60,83
17.COOL SILVI / ZAK Michal (SVK) – 0 / 60,93
18.JOTTER / LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) – 0 / 62,06
19.SPARTACUS / MRÁZ Tamás (HUN) – 0 / 62,07
20.LADY CALME P / BRAND Nina (AUT) – 0 / 62,91
21.CLUESO 5 / SPREHE Jörne (GER) – 0 / 64,05
22.CARDESCH / EICHLER Michael (GER) – 0 / 64,26

Children Tour 1.15 m
International jumping competition against the clock
1.QIDAM DES PRES / ZÜGER Sophie (AUT) – 0 / 52,32
2.CHACCO / TÖRO Csongor (HUN) – 0 / 53,90
3.CHAMPION DE LUXE / JARITZ Julia (AUT) – 0 / 67,89
4.CALL ME Z / HELEBRANTOVA Anna (CZE) – 4 / 55,15
5.EPO VAN DE ACHTERHOEK Z / HELEBRANTOVA Anna (CZE) – 4 / 59,49
6.VENEZIA 58 / KNABE Jette Sophie (GER) – 4 / 62,75
7.CASANOVA DU CHATEAU / TÓTH Balázs (HUN) – 4 / 63,66
8.QUIPARA Z / KISS Lizanna (HUN) – 4 / 68,92
9.CARDA / KNABE Jette Sophie (GER) – 8 / 68,44
10.LATIN / POLLAK Sophie (AUT) – 12 / 57,34

EY Cup U25 1.35 m
International jumping competition against the clock
1.CORDIO B / FISCHER Gregor (GER) – 0 / 58,38
2.COLMAR 2 / FISCHER Willi (AUT) – 0 / 58,67
3.EQUEST CHA CHA / WEINHARDT Virág (HUN) – 0 / 58,71
4.QUANTANA RUE Z / FISCHER Willi (AUT) – 0 / 59,73
5.LIBORIUS 4 / TAXIS Jennifer (GER) – 0 / 60,07
6.LACRIMA DI FELICITA 7 LÁZÁR JR. Zoltán (HUN) – 0 / 60,82
7.AMBRA 83 / PREVITALI Michele (ITA) – 0 / 60,94
8.PSS DENVER / MARGREITER Magdalena (AUT) – 0 / 61,49
9.HAWAII BEACH / MAIER Lisa-Maria (GER) – 0 / 62,86
10.EAST WIND / SZUHAI Péter (HUN) – 0 / 62,98
11.CASCADEUR 88 / SCHRANZ Lisa (AUT) – 0 / 63,64
12.CARIGNO II / BRAUN Sascha (GER) – 0 / 64,28

Gold Tour 1.40 m
International jumping competition against the clock
1.CELPIK / EDER Stefan (AUT) – 0 / 59,47
2.BANGKOK GIRL PP / WULSCHNER Benjamin (GER) – 0 / 59,81
3.VERSO DU THOT / CHUDYBA Bronislav (SVK) – 0 / 60,99
4.LOU BEGA 39 / STEINER Franz Jun. (GER) – 0 / 62,51
5.ASTRAL C / MRÁZ Tamás (HUN) – 0 / 62,97
6.TAKUMA T / EDER Stefan (AUT) – 0 / 63,03
7.CALANDA 45 / MORBITZER Helmut (AUT) – 0 / 63,90
8.COLEUR BLUE / RAISCH Matthias (AUT) – 0 / 65,60
9.EDUARD / ZAK Michal (SVK) – 0 / 66,95
10.CONCEETA / PUSCHAK Wolfgang / (GER) – 0 / 67,22
11.IWEST CASCARI / KOHROCK Sönke (GER) – 0 / 67,40
12.CAMERON 32 / TAXIS Jennifer (GER) – 0 / 68,38
13.LISSARA T / BICHLER Mario (AUT) – 0 / 68,47
14.COLOUR LINE 2 / EICHLER Michael (GER) – 0 / 68,89
15.STAKKI’S JUMPER – SPREHE Jörne (GER) – 0 / 69,15

Quelle: Pferdenews.eu

Foto: Horse Sports Photo/ Sieg für Stefan Eder im Opening der Gold Tour

(Ankum) Erneut haben sich vom 11. bis 15. Oktober rund 200 Teilnehmer aus 13 Nationen zum zweiten von vier Dressurturnieren im P.S.I. Sport- und Auktionszentrum am See- und Sporthotel Ankum eingefunden.

Dressurqueen Isabell Werth begeisterte im Sattel des achtjährigen DSP Belantis, dem ehemaligen Vizeweltmeister der sechsjährigen Dressurpferde von 2015. Mit dem Schimmelhengst spielte die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt ihre Erfahrung voll aus und setzte sich mit 73.651 Prozent mit Abstand an die Spitze der mit 17 Paaren besetzten S*-Dressur. Trotz Fehler, die Werth geschickt löste, überwiegten die 8er und 9er Noten im Protokoll. Auf dem zweiten Rang folgte die U25-Mannschaftseuropameisterin von 2016 Florine Kienbaum aus Ostbevern im Sattel von Good-Morning M vor Hof Kasselmann Bereiterin Annika Feldhaus, die mit Simply Virtual den dritten Platz belegte. Das Finale dieser Prüfung, ein Prix St. Georges, brachte Münsteranerin Sabrina Geßmann eine Sieg mit ihrem Rubin Noir vor Florine Kienbaum mit Good-Morning M und dem gebürtigen Luxemburger Mathis Goerens aus Sandbostel mit Fiorello.

Auch bei den jungen S-Pferden wusste besonders ein Paar zu überzeugen. Insa Hansen, die ebenfalls auf dem Hof Kasselmann beheimatet ist, pilotierte den siebenjährigen Oldenburger Bluetooth (Bordeaux x Riccione) zu einem Ergebnis von 72.897 Prozent, der den beiden den Sieg brachte. Silber ging an Matthias Bouten aus Sonsbeck, der im Sattel des achtjährigen Burlington-Pik L-Sohns Bodyguard 71.944 Prozent erreichte. Auf Rang drei folgten Nicole Wego und der siebenjährige Oldenburger Fuchshengst Sonnenschein OLD (Sir Donnerhall II x Bolero), Bronzemedaillengewinner beim Bundeschampionat der sechsjährigen Dressurpferde in 2016.

Nachdem sich die dreifache Berufsreiterchampionesse am Donnerstagmittag im Kurz-Grand Pix noch mit Platz zwei zufrieden geben musste, pilotierte die Hagenerin Bianca Kasselmann ihre Ehrenpreis-Donnerschlag-Tochter Escada am Freitag zum Sieg im Grand Prix Special. Mit 71.031 Prozent verwies sie Sarah Runge aus Wuppertal mit Dark Dynamic (Don Vino x Hohenstein) und 70.163 Prozent auf den Silberrang. Platz drei und vier belegten Insa Hansen mit Diamond’s Diva (Diamond Hit x Santander H) und Nicole Wego mit Whitley (Don Schufro x Lauries Crusador xx). Der Sieg im Kurz-Grand Prix ging an den Finnen Henri Ruoste, der im Sattel des 12-jährigen dänisch gebrannten Michellino-Sohns Marshall Lightfoot und 73.140 Prozent im Ankumer Viereck glänzte. Drittplatzierte wurde Marcela Krinke Susmelj aus der Schweiz mit Nymphenburgs Carrissimo.

Noch bis Sonntag tragen Amateure, Ponyreiter und Professionals weitere acht Dressurprüfungen bis zur Konigsklasse Grand Prix in Aunkum aus. Der Eintritt ist bei allen ADC-Turnieren frei, Besucher sind herzlich willkommen. Informationen, Zeitplan, Starter- und Ergebnislisten finden Sie unter www.ankumer-dressur-club.de.

Ergebnisse im Überblick:

9 Dressurprüfung Kl.S*, Für 7-9j. Pferde:
1. Insa Hansen (Hagen a.T.W.), Bluetooth, 72.897%;
2. Matthias Bouten (Sonsbeck), Bodyguard 49, 71.944%;
3. Nicole Wego (Hagen a.T.W.), Sonnenschein OLD, 69.008%;
4. David Taylor (Stuhr), Don Henry 10, 68.810%;
5. Alexa Westendarp (Wallenhorst), Café’s Caletta, 68.690%;
6. Vicente Arroyo Penaranda (Sonsbeck/ESP), Madonna 242, 67.778%;

17 Dressurprüfung Kl.S*** – Kurz-Grand Prix:
1. Henri Ruoste (Finnland), Marshall Lightfoot, 73.140%;
2. Bianca Kasselmann (Hagen a.T.W.), Escada 197, 70.891%;
3. Marcela Krinke Susmelj (Schweiz), Nymphenburgs Carissimo, 70.310%;
4. Insa Hansen (Hagen a.T.W.), Diamond’s Diva 2, 69.574%;
5. Nadine Capellmann (Wuerselen), Forpost, 69.109%;
6. Nicole Wego (Hagen a.T.W.), Whitley 2, 68.372%;

12 Dressurprüfung Kl.S*:
1. Isabell Werth (Rheinberg), DSP Belantis, 73.651%;
2. Florine Kienbaum (Ostbevern), Good-Morning M, 69.960%;
3. Annika Feldhaus (Hagen a.T.W.), Simply Virtual, 68.571%;
4. Alina Röhricht (Hagen a.T.W.), High Point 2, 67.460%;
5. Tara Schneider (Düsseldorf), GR Dorian Gray, 67.381%;
6. Sabrina Geßmann (Münster), Rubin Noir 10, 67.143%;

13 Dressurprüfung Kl. S* – Prix St. Georges, Finale:
1. Sabrina Geßmann (Münster), Rubin Noir 10, 69.825%;
2. Florine Kienbaum (Ostbevern), Good-Morning M, 69.342%;
3. Mathis Goerens (Sandbostel/LUX), Fiorello 121, 69.167%;
4. Andreas Schöffner (Vechta), Don Darling, 66.930%;
5. Annika Feldhaus (Hagen a.T.W.), Simply Virtual, 66.535%;
6. Kilian Hüttner (Krefeld), Düsterberg, 66.316%;

18 Dressurprüfung Kl. S*** – Grand Prix Special, Finale:
1. Bianca Kasselmann (Hagen a.T.W.), Escada 197, 71.013%;
2. Sarah Runge (Wuppertal), Dark Dynamic, 70.163%;
3. Insa Hansen (Hagen a.T.W.), Diamond’s Diva 2, 68.333%;
4. Nicole Wego (Hagen a.T.W.), Whitley 2, 67.876%;
5. Tamara Rehnig (Frankfurt), Liostro 48, 67.059%;
6. Nadine Capellmann (Wuerselen), Forpost, 66.765%;

8/1 Dressurprüfung Kl.M**, Teilnehmer der Leistungsklassen 1 & 2:
1. Borja Carrascosa Martinez (Krefeld/ESP), Bordeaux‘ Barolo, 69.412%;
2. Bodo Haase (Lüdenscheid), Solitaire Black P, 67.598%;
3. Ann-Kathrin Wilting (Rhede), Davia 4, 67.549%;
4. Borja Carrascosa Martinez (Krefeld/ESP), Die Fürstin VG, 67.500%;
5. Maria Kaldewei (Bielefeld), Solero 89, 67.451%;
6. Juliette Piotrowski (Kaarst), Duke Rubin, 66.863%;

8/2 Dressurprüfung Kl.M**, Teilnehmer der Leistungsklassen 3 & 4:
1. Alexa Westendarp (Wallenhorst), Four Seasons 18, 73.088%;
2. Jessie Johansson (Hagen a.T.W./SWE), Rohvienna, 67.500%;
2. Elisa Braune (Wiefelstede), Kasimir TSF, 67.500%;
4. Annabelle Steffens (Friedrichsdorf), Sauvignon 9, 67.451%;
5. Eva Niklova (Hagen a.T.W./CZE), Quick Nick 13, 66.961%;
6. Katharina Pickel (Langenhagen), Fulmer Feather Duster, 66.471%;

Quelle: P.S.I.GmbH

Foto: ADC/ Siegerehrung Dressurprüfung Kl.S*** – Kurz-Grand Prix: v.l. Henri Ruoste, Bianca Kasselmann, Marcela Krinke Susmelj, Insa Hansen, Nadine Capellmann, Nicole Wego und Richter Ralph Schmidt.

Erst der Deutsche Meistertitel der offenen Konkurrenz im Sommer, nun der Einzug in die Finalrunde mit der deutschen Equipe beim Nations Cup am vergangenen Wochenende. Für das Springreit-Ass Simone Blum hätte das Jahr 2017 kaum besser verlaufen können. Seit einem Jahr vertraut auch sie auf die Unterstützung der BEMER-Therapie.

Angefangen hat die erfolgreiche Karriere der 28-Jährigen aus Freising auf dem heimischen Reiterhof in Zolling. Herangeführt an den Reitsport wurde sie damals von ihrem Vater, Jürgen Blum, der 1996 für Deutschland bei den olympischen Spielen in Atlanta als Vielseitigkeitsreiter antrat. Der feste Sitz im Sattel liegt Simone Blum quasi im Blut: „Für mich stand die Entscheidung schon früh fest, dass es für mich in den Reitsport geht. Die ersten richtigen Reiterfahrungen habe ich mit meinem ersten Pony gemacht, Lady Green hieß sie. Die war zwar nur 1,30m groß, aber mit ihr habe ich sehr viel gelernt.“

Die Zügel ließ Simone Blum so schnell nicht mehr los. Die leidenschaftliche Reiterin trainierte hart und nahm mit 15 Jahren bei den ersten Europameisterschaften teil. Vier Jahre Später bekommt sie das Goldene Reitabzeichen verliehen, im Jahr darauf die Aufnahme in den Bundeskader. Mittlerweile ist sie eine feste Größe im deutschen Reitsport und wird mit Reitstars wie Meredith Michaels-Beerbaum in einem Atemzug genannt. Der Grund dafür? Simone Blum ist erst die zweite Frau, die in der offenen, “gemischten“ Konkurrenz die nationale Meisterschaft holte. „Der deutsche Meistertitel bei den Herren in diesem Jahr war der bisher größte Erfolg meiner Karriere“, verkündet sie stolz. Mit diesen Ergebnissen im Rücken ging es für die Bayerin am vergangenen Wochenende nach Barcelona zum diesjährigen Nations Cup Finale, wo sie mit der deutschen Mannschaft den sechsten Platz ergattern konnte. „Mit unserer Leistung sind wir eigentlich ganz zufrieden. Zum Schluss war dann das Glück nicht ganz auf unserer Seite, aber wir waren ja auch ein recht junges Team.“

Bei so vielen Wettkämpfen darf aber vor allem eine Sache nicht zu kurz kommen: Die Regenration. Hierfür vertraut Simone Blum auf die Physikalische Gefäßtherapie nach BEMER – sowohl mit dem BEMER Vet als auch mit den Human-Geräten. Der erste richtige Kontakt kam im letzten Jahr zu Stande. „Ich hatte damals ein Pferd mit einer Sehnenverletzung und Nina Hepp, eine Bekannte von mir, hatte mir angeboten, den BEMER sechs Wochen zu testen.“ Die Bekanntschaft zwischen den Beiden existiert schon seit langer Zeit. Früher haben beide zusammen im Landeskader trainiert, jetzt arbeitet Nina Hepp als Tierärztin und ist zusätzlich seit 2016 BEMER-Partnerin. „Es war eigentlich relativ einfach, Simone vom BEMER zu überzeugen. Sie will natürlich ihre Pferde bestens unterstützen.“ Die Veterinärmedizinerin aus Oggelshausen arbeitet selbst mit dem BEMER Vet und ist überzeugt von der Wirkung: „Die Verletzungen der Pferde heilen mit dem BEMER einfach enorm schnell ab. Nervöse Pferde kommen besser zu Ruhe und Pferde, die viel beansprucht werden, erhalten eine Unterstützung für den ganzen Körper.“

Nach der Testphase war auch Simone Blum vom BEMER überzeugt. Zusätzlich zum BEMER Vet wollte sie auch den Human-BEMER ausprobieren. Schließlich können die Pferde mit ihr ja nicht darüber sprechen, erzählt die Sportlerin. „Ich wollte die Therapie unbedingt selbst ausprobieren, da ich jahrelang mit Rücken- und Nackenbeschwerden zu kämpfen hatte. Mit dem BEMER habe ich unglaubliche Erfolge erzielt. Mittlerweile nehme ich fast keine Schmerzmittel mehr! Das konnte ich eigentlich nicht ganz glauben.“

Nun benutzt sie die BEMER-Therapie schon seit einem knappen Jahr. Der BEMER Vet kommt bei ihren Pferden meistens zweimal pro Tag zum Einsatz. Auch beim Nations Cup in Barcelona war der BEMER mit im Gepäck dabei. „Inzwischen ist der BEMER Vet bei jedem Wettkampf dabei. Genauso wie der Human-BEMER. Ich würde die BEMER-Therapie auf jeden Fall weiterempfehlen.“

 

Das Unternehmen BEMER
Die BEMER Int. AG mit Sitz in Triesen in Liechtenstein ist ein internationales Unternehmen der Gesundheitsbranche. BEMER ist ein technologisch führender Hersteller im Bereich der Physikalischen Gefäßtherapie. Die Kernkompetenz des Unternehmens sind die Behandlungsoptionen für kleinste Blutgefäße, BEMER arbeitet u.a. auch mit Spitzensportlern und Reitsportexperten wie Paul Schockemöhle, Ullrich Kasselmann zusammen. Die Physikalische Gefäßtherapie BEMER® ist mehrfach patentiert und kommt in verschiedenen Produktlinien für Mensch und Tier zum Tragen.

Weitere Informationen

Online unter www.bemergroup.com

Quelle: Alexander Pillo

 

(Neumünster) Traditionell werden beim Trakehner Hengstmarkt, der in diesem Jahr vom 19. bis 22. Oktober stattfindet, der Trakehner Hengst und das Trakehner Sportpferd des Jahres ausgezeichnet. 2017 wird diese Ehre Hofrat und Kawango zuteil.

Hofrat ist Hengst des Jahres 2017: Als Sohn des Gribaldi und der Habsburg von Guter Planet wurde Hofrat 1998 im Stall von Michael Schiele geboren und als Auktionsfohlen über den Trakehner Hengstmarkt an seinen Aufzüchter Jürgen Schultzke verkauft. Zwei Jahre Später avancierte er zum strahlenden Reservesieger und wechselte über die anschließende Auktion in den Besitz von Friederike Peters. Unter Hans-Jürgen Armbrust siegte der bewegungsstarke Schwarzbraune nicht nur im Trakehner Reitpferdechampionat der vierjährigen Hengste, sondern wurde sowohl drei- als auch vierjährig für das Bundeschampionat nominiert. Mit Holga Finken im Sattel qualifizierte er sich sechsjährig noch einmal für das Bundeschampionat, bevor er mit Frederic Bünger bis zur schweren Klasse erfolgreich war. Seit 2016 steht Hofrat im Besitz des Österreichers Hans-Jörg Gasser, der seinen Hengst über die Station Galmbacher den Züchtern zur Verfügung stellt.

Auch in der Vererbung konnte Hofrat von Beginn an Akzente setzen – und das nicht nur bei den Trakehnern. Sein zunächst „berühmtester“ Sohn war der Hannoveraner Siegerhengst Hotline, der 2005 für den damaligen Sensationspreis von 800.000 Euro nach Dänemark verkauft wurde. Mittlerweile sind acht von Hofrats Söhnen bei vier verschiedenen Verbänden gekört. Jahrelang gehörte er mit Spitzendressurzuchtwerten von bis zu 158 Punkten zu den Top Ein-Prozent aller deutschen Vererber. Die Bedeutung und Präsenz seines wertvollen Blutes belegt aktuell sein siebenjähriger Sohn Kipling, der im August anlässlich der Weltmeisterschaften für junge Dressurpferde in Ermelo unter Anne Troensegaard die Bronzemedaille gewann.

 

Trakehner des Jahres: Kawango
Es ist ein ganz besonderer Pferdesportler, der in diesem Jahr den Titel Trakehner des Jahres erhält, denn Kawango von Sixtus aus der Kandra von Kostolany ist gemeinsam mit Hanne Brenner dabei, die Weltspitze der Parareiter zu erobern.

Hanne Brenner ist seit einem Unfall in der Vielseitigkeit inkomplett querschnittsgelähmt, kämpfte sich jedoch erfolgreich in den Reitsport zurück. Zunächst als Therapie blieb das Reiten auch nach ihrem Unfall ein fester Bestandteil in ihrem Leben. Seit 1998 Mitglied im Kader der deutschen Dressurreiter mit Behinderung avancierte sie über die Jahre zu einer der erfolgreichsten Reiterinnen ihres Sports. Der inzwischen zwölfjährige Kawango ist ein Vollbruder zum Elitehengst Kasparow aus der Zucht von Friedrich Isaak. Als Nachfolger seiner prominenten Boxennachbarin Women of the World – die höchsterfolgreiche und langjährige Sportpartnerin von Paralympicsiegerin Hanne Brenner – trat Kawango ein schweres Erbe an. Der mittlerweile im Regelsport bis M** platzierte Wallach, der bereits 2016 für die Paralympischen Spiele nominiert war, gewann in diesem Jahr unter Hanne Brenner zum dritten Mal den Deutschen Meistertitel. Wenn es nach seiner Reiterin geht und die Gesundheit mitspielt, werden im nächsten Jahr die Weltreiterspiele in den USA und danach die Paralympics in Tokio angepeilt, denn Hanne Brenner ist überzeugt davon, dass sie gemeinsam mit Kawango den Anschluss an die Weltspitze schafft.

Kartenbestellung für den Trakehner Hengstmarkt:
Hallenbetriebe Neumünster GmbH, Postfach 1308, 24503 Neumünster, patricia.dose@holstenhallen.com, Tel. 04321-9100, Fax 04321-910114

Weitere Informationen: www.trakehner-verband.de

Quelle: Trakehner Verband e.V.

Foto: Tammo Ernst/ Hofrat – Trakehner Hengst des Jahres 2017

Seit 15 Jahren gibt es das in Stadl-Paura ausgetragene Österreichische Freispringchampionat, das traditionellerweise am Staatsfeiertag (26.10.2017) nicht nur reges Interesse von in- und ausländischen Besuchern weckt, sondern auch viele hochtalentierte Nachwuchspferde hervorbrachte, die ihren Weg im Sport eindeutig gemacht haben. Mit der Veranstaltung wollt das Organisationsteam rund um Christian Großholzner und Wolfgang Stürzlinger allen Züchtern und Besitzern junger Springtalente die Gelegenheit bieten, diese öffentlich zu präsentieren und von einem fachkundigen Richterkollegium bewerten zu lassen.

Um die 700 Teilnehmer hatten in dieser langjährigen Erfolgsgeschichte teilgenommen. Die meisten teilnehmenden Pferde waren im Jahr 2007 am Start mit einem Lot von insgesamt 55 genannten Pferden – davon waren sogar 26 Zweijährige genannt.

Nach dem 15-jährigen Bestehen ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen: „Wir freuen uns jedes Jahr, dass die Teilnehmerschar aus ganz Österreich anreist wie die treuen Teilnehmer aus Salzburg mit Familie Rainer oder aus dem Burgenland mit Familie Wessely. Bei gutem Abschneiden erhöhen sich mit Sicherheit die Vermarktungschancen sowie der Verkauf. Und dies bezieht sich nicht nur auf ´unsere´ österreichischen SpringreiterInnen, sondern auch auf das Klientel im Ausland.“, sind sich die Initiatoren einig.

Die allererste Siegerin der zweijährigen Pferde war damals niemand geringere als die aus der Zucht von Christian Großholzner stammende Erfolgsstute Juvina v. Cassini I-Grannus-Zeus, die ja Erfolge bis zur Klasse S***** verbuchte.

Alles in allem etablierten sich über das Freispringchampionat 25 „S-Pferde“ wie Lisone (USA), Contendro´s Girl (USA) oder Ben Hardy (D), die ihre neuen Besitzer im Ausland gefunden haben und mittlerweile erfolgreich im Sport sind. Zu den über das Freispringchampionat etablierten S-Pferden zählen darüber hinaus die angesprochene Schimmelstute Juvina, der gekörte Deckhengst Charmeur M, Kuba, Juventa, Wendy, Apollo, Ringi H, Celine D Abrek, Castella, Couleur Royal, Contez, Quality First, Cissé, Grand Dame, Ben Hardy, Lara, Axel, San Diego und viele mehr.

In der mittelschweren Klasse zeichneten sich unter anderem Serenade, Glenn, Arkansas, Impuls, Esprit, Staphael, Captain Morgan oder Carnunthum aus

Auch Bundeschampionatssieger haben ihren Werdegang mit dem Freispringchampionat begonnen und da kommt man als Insider nicht um die Namen Juvina, Impuls, Cissé, Karlotta, Franziska oder Lara herum.

In zwei Wochen ist es wieder soweit: Bei freiem Eintritt heißt man am 26. Oktober 2017 das interessierte Publikum in der großen Stadlinger Veranstaltungshalle herzlich willkommen.

Als langjähriger Hauptsponsor darf weiterhin auf die Firma Fixkraft gezählt werden, ebenso auf die großartige Unterstützung von Berthold Kirchtag, der auch immer als fleißiger Helfer tätig ist.

Laufende News und Ergebnisse werden auf der eigenen Facebook-Seite veröffentlicht: www.facebook.com/freispringchampionat/

Quelle: Pferdenews.eu

Foto: TEAM myrtill/ Die Initiatoren des Freispringchampionats, Christian Großholzner (li.) und Wolfgang Stürzlinger (re.),  mit Thomas Paulin (mi.)

(Neumünster) Vom 19. bis 22. Oktober treten in den Holstenhallen von Neumünster die besten zweieinhalbjährigen Hengste der ältesten Reitpferderasse der Welt an und bewerben sich um das begehrte Körprädikat. Außerdem finden die Eliten der Reitpferde, Zuchtstuten und Fohlen in den Auktionen neue Besitzer. Höhepunkt des umfangreichen Programmes ist der Gala-Abend am Samstag, der wie in jedem Jahr auch 2017 mit vielen Extras aufwartet.

Eröffnet wird die Show mit einer Indoor-Vielseitigkeit: Der international erfolgreiche Vielseitigkeitsreiter Kai-Steffen Meier und Lokalmatador Kaddur Kelkha aus Großenaspe haben ihr Kommen bereits angekündigt. Genauso übrigens wie der lackschwarze Millennium, der im Beritt von Kristina Bröring-Sprehe, Teamsilbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele in London, steht. Er stellt in diesem Jahr mit sechs Nachkommen die meisten Junghengste zur Körung und macht dem Publikum mit seinen Söhnen Sir Sansibar, Helium, Freiherr von Stein und Ivanhoe seine Aufwartung.

Zu den Höhepunkten des Abends werden die Auftritte von Anne Krüger zählen: Die als Schäferin über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gewordene Tiertrainerin kommuniziert mit Pferden, Hunden, Enten und Ziegen auf unsichtbare und vor allem beeindruckende Art und Weise – ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der in Dänemark gezogene Trakehner Kipling und Anne Troensegaard haben bei der Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde im August im niederländischen Ermelo sensationell die Bronzemedaille gewonnen. Der Vize-Bundeschampion Goldmond TSF und Birgit Hild belegten einen beachtlichen achten Platz. Beide WM-Stars werden in Neumünster erwartet.

Viele weitere Glanzlichter, wie eine freilaufende Araber-Stutenherde aus dem Haupt- und Landgestüt Marbach, ein Fahrbild und natürlich der Auftritt der Jahressiegerstute komplettieren den ereignisreichen Abend.

Der Trakehner Hengstmarkt öffnet am 19. Oktober seine Tore, neben der Körung der Hengste und der Auktion der Reitpferde, Zuchtstuten und Fohlen stehen viele weitere Highlights wie der Freispringcup oder das Dressurpferdechampionat auf dem Programm.

Und auch für die kleinsten Besucher ist während des Hengstmarktes bestens gesorgt: In Halle 5 sind die jüngsten Gäste im Alter von drei bis zehn Jahren in der Kinderbetreuung herzlich willkommen. (Freitag, 20. Oktober 13.00 – 16.00 Uhr, Samstag, 21. Oktober 10.00 – 16.00 Uhr, Sonntag, 22. Oktober 9.30 Uhr – 13.30 Uhr).

Kartenbestellung für den Trakehner Hengstmarkt:
Hallenbetriebe Neumünster GmbH, Postfach 1308, 24503 Neumünster, patricia.dose@holstenhallen.com, Tel. 04321-9100, Fax 04321-910114

Weitere Informationen: www.trakehner-verband.de

Quelle: Trakehner Verband e.V.

Foto: Trakehner Verband/ 2017 wird der Gala-Abend des Trakehner Verbandes von einer Indoor-Vielseitigkeit eröffnet.