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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

Bei der Hauptkörung im Pferdezentrum in Münster-Handorf wurden vom 21.-23. November die besten zweieinhalbjährigen Reitpferdehengste ihres Jahrgangs ausgewählt um ab dem kommenden Jahr als Vererber in der Zucht eingesetzt zu werden. Das Landgestüt Warendorf kann drei hochkarätige Neuerwerbungen für die nächste Decksaison verzeichnen. Darunter sind gleich zwei Reservesieger und ein Prämienhengst die allesamt während der Körtage zu begeistern wussten.

Der auf den Namen  Zoom getaufte erste Reservesieger der dressurbetonten Hengste wird zukünftig als Landbeschäler der Züchterschaft zur Verfügung stehen. Den Braunen hat das Landgestüt vom Stall Blue Hors in Dänemark erworben. Während der Körtage avancierte Zoom zu einem der Publikumslieblinge. Dies lag unter anderem an seinen exzellenten Grundgangarten und seinem charmanten Auftreten. Sein Vater ist der KWPN-Hengst Zack und die Mutter, die selber hoch erfolgreich bei Zuchtveranstaltungen war, geht auf Don Schufro zurück.
Ein weiterer erster Reservesieger hat mit den springbetonten Deville eine Box in Warendorf bezogen. Mit enormen Vermögen begeisterte er bei der Körung im Freispringen. Sein Vater ist der sportlich erfolgreiche KWPN Hengst Dantos HBC, der mit dem ebenso in Warendorf stationierten Deep Impact bereits im vergangenen Jahr den Spring-Reservesieger der Westfälischen Hauptkörung stellte. Weiter geht es im Stammbaum mit dem Springhengst Veron.
Deville ist aus dem Stall von Mathieu Beckmann in das Landgestüt gewechselt, ebenso wie der dritte Neuzugang vom Westfälischen Körplatz, dem Prämienhengst Velvet. Der Fuchs bestach im dressurbetonten Lot nicht nur mit seiner sympathischen Erscheinung, sondern auch durch feinste Bewegungsqualität. Er ist ein Sohn des Van Vivaldi, dem Reservesieger der NRW Hauptkörung 2012. Der Stamm seiner Mutter Finlay bietet über den Landbeschäler Fidermark abgesichertes Dressurblut.

Die drei Hengste werden bei den Hengstpräsentationen des NRW Landgestüts zu sehen sein. Am 29. Januar im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf, am 04. Februar im Rheinischen Pferdezentrum und bei den Warendorfer Züchtersonntagen am 12. Februar und 16. März. Weitere Infos auf www.landgestuet.nrw.de.

Quelle: Nordrhein-Westfälisches Landgestüt

Foto: Georg Frerich/ Prämienhengst Velvet

Die Zuchtsaison 2017 kann kommen! Nachdem erwartungsgemäß die beiden Junghengste Finest Selection von Follow Me OLD  und Quel Plaisir von Quantensprung auf den Körplätzen in Vechta und Münster-Handorf brillierten und der Bundeschampionats-Vierte Best for Me OLD von Bretton Woods seine HLP in Schlieckau mit herausragenden Bewertungen beendet hat, blickt Urs Schweizer ausgesprochen optimistisch auf das kommende Jahr. „Finest Selection, Quel Plaisir und Best For Me OLD werden unsere Hengstkollektion wirkungsvoll verstärken, wobei wir natürlich besonders stolz darauf sind, dass alle drei aus unserer eigenen Aufzucht stammen und von uns im Fohlenalter bei ihren Züchtern entdeckt wurden.“ Er hoffe, so fährt der Geschäftsführer des Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen (DLZ) fort, mit dieser Offerte die ohnehin herausragende Bilanz des Jahres 2016 noch einmal toppen zu können.

Die nächste öffentliche Präsentation der drei vierbeinigen Zukunftshoffnungen Finest Selection, Quel Plaisir und Best For Me OLD sowie ihrer Boxennachbarn Follow Me OLD, For Romance I OLD, First Ampere, Frascino, Herakles, Rock For Me, Royal Doruto OLD und Rubin Royal OLD steht unmittelbar bevor: am Sonntag, 11 Dezember, lädt das DLZ wieder zum alljährlichen Züchteradvent ein. Ab 11.00 Uhr können sich Züchter und Pferdefreunde von der Qualität der DLZ-Hengste ein Bild machen.
Der bildschön aufgemachte Finest Selection stammt aus dem ersten Jahrgang des ja ebenfalls im DLZ beheimateten Siegerhengstes, Ib-Hauptprämiensiegers und Oldenburger Landeschampions Follow Me OLD und verfügt über seinen Muttervater Lauries Crusador xx über eine wertvolle Edelblutkomponente. Aus dem Hannover’schen Mutterstamm gingen zahlreiche Zucht- und Sportspitzen hervor.

Mit der so seltenen, wie begehrten Fellfarbe eines Schokoladenfuchses wartet ungemein typvolle Quel Plaisir auf, der von dem Dressurpferde-WM-Bronzegewinner Quantensprung abstammt, der damit seinen gelungenen Einstand als Hengstvater gibt. Auch bei Quel Plaisir sorgt bestes Trakehner-Blut in den weiteren Generationen für den nötigen Leistungsanschluss.

Der bereits vierjährige Dunkelfuchs Best For Me OLD stammt ab von dem unter Matthias Alexander Rath bis Inter I-erfolgreichen Bretton Woods. Mütterlicherseits geht er auf den berühmten Oldenburger Stamm der Edosta zurück.

Im Anschluss an die ca. zweistündige Hengstpräsentation beim Züchteradvent, steht das DLZ-Team um Urs Schweizer für Fragen und Beratungsgespräche zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei. Die Liveübertragung erfolgt im Internet via www.clipmyhorse.de.

Weitere Infos unter www.dressurleistungszentrum.de

Quelle: Dr. Tanja Becker

Foto: Tanja Becker/ Best For ME OLD unter Melanie Tewes

FEI – FN – DOKR

Tangstedt: Entscheidung über Pferdesteuer vertagt

Gemeindevertretung trifft sich im Dezember erneut

Tangstedt (fn-press). Der Bürgermeister der schleswig-holsteinischen Gemeinde Tangstedt, Norman Hübener, hat eine Änderung der Tagesordnung der Gemeindevertretungssitzung beantragt. Eigentlich sollte am letzten Tag im November eine Entscheidung darüber fallen, ob die Kommune eine Pferdesteuer in Höhe von 150 Euro jährlich einführt oder nicht. Dieser Punkt wurde nun vertagt. In der kommenden Sitzung am 14. Dezember soll nun ein weiterer Antrag gestellt werden, und zwar auf eine juristische Überprüfung der Pferdesteuer.
Die Tangstedter hatten am Mittwochabend noch einmal alle Kräfte mobilisiert und mit einer Demonstration ihren Unmut über die drohende Einführung der Pferdesteuer in ihrer Gemeinde zum Ausdruck gebracht. Rund 500 Einwohner kamen bei eisigem Wind zur Turnhalle. Eine Entscheidung fiel dort jedoch nicht. Die Gemeindevertretung folgte dem Antrag Hübeners und nahm den Punkt „Erlass einer Pferdesteuer“ von der Tagesordnung. „Ich weiß, dass diese Entscheidung meinerseits sehr kurzfristig kommt“, sagte Hübener in einer Pressmitteilung. Aber aufgrund von Medienberichten, Empfehlungen und Reaktionen von verschiedenen Seiten und Ebenen sehe er sich zu diesem Schritt gezwungen. „Als Bürgermeister habe ich die Gemeinde vor Schaden zu bewahren.“

Die Pferdesteuer-Gegner begrüßten es, dass der Bürgermeister erstmals öffentlich Stellung bezog und Verantwortung übernahm. „Das ist ein Teilerfolg und zeigt, dass es sich lohnt, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Pferdesteuer zu kämpfen“, sagte Thomas Ungruhe, Leiter der Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. „Wir haben heute Abend erlebt, dass die Kommunalvertreter doch nicht gewillt sind, ihre Kommune mit Macht an die Wand zu fahren. Das Vertrauensverhältnis zur Kommune kann jetzt wieder Schritt für Schritt aufgebaut werden.“ Bereits im September hatte der Finanzausschuss über die Satzung zur Einführung einer Pferdesteuer abgestimmt. Hübener will nun im Dezember einen Antrag darauf stellen, diese Satzung noch einmal juristisch überprüfen zu lassen.

Die Pferdefreunde der schleswig-holsteinischen Kommune sind sich einig: Der Abwehrkampf geht weiter. „Wir Frauen Tangstedts werden nicht aufhören gegen die drohende Diskriminierung von Frauen einzutreten“, sagte Reitlehrerin Anja Grandien. Vor allem die weiblichen Einwohner der Kommune wären von einer solchen Abgabe betroffen, denn die Pferdehalter und -sportler in Tangstedt sind zu 91 Prozent Frauen. Aber auch die Betriebe wären von der Abgabe bedroht. Tanja van den Eijnde-Pieper, Besitzerin eines familiengeführten Pferdebetriebes in der Gemeinde betonte: „Für die Pferdebetriebe Tangstedts ist eine schnellstmögliche Planungssicherheit jetzt unabdingbar, um den bereits eingetreten Imageschaden zu korrigieren und die Abwanderung der Pferdehalter zu stoppen. Dies gelingt nur, wenn die Pferdesteuer endgültig vom Tisch kommt. Wir sind gerne bereit, in einer aktiven Kommunikation mit den Gemeindevertretern den Mehrwert des Themas Pferd in Tangstedt erneut offensiv nach außen zu tragen.“

Der Kampf gegen die Pferdesteuer ist mit der jetzigen Vertagung nicht beendet. „Wir werden die Kräfte im Abwehrkampf weiter bündeln, weil es nicht sein kann, dass Pferde, die zum Beispiel zu Therapiezwecken oder im Reitunterricht eingesetzt werden, besteuert werden. Das kann auf keinen Fall von einem Kommunalpolitiker gewollt sein“, sagte Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein.
Die jahrelangen Verhandlungen über die Einführung der Pferdesteuer haben den sozialen Frieden der 6400-Seelen-Gemeinde empfindlich gestört. Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), sagte: „Der soziale Riss, der sich in den vergangenen Wochen und Monaten durch Tangstedt gezogen hat, sollte nun in einem nächsten Schritt gekittet werden, wenn sich alle darauf verständigen, die Akte Pferdesteuer endgültig zu schließen. Wir freuen uns, dass die Kommunalpolitik heute einen wichtigen Schritt in Richtung endgültige Distanzierung von der Pferdesteuer gegangen ist.“ Der Reitsport wäre die erste Sportart, die besteuert werden würde. „Wir können uns weiterhin nicht vorstellen, dass das so sportfreundliche Land Schleswig-Holstein damit leben kann, dass der Sport besteuert wird“, ergänzte Medow. jbc

Was Sie gegen die Pferdesteuer tun können, erfahren Sie hier: www.pferd-aktuell.de/pferdesteuer/

Studie bestätigt steigendes Interesse an der Sportart Reiten

Olympische Reiterspiele im Online-Bereich stark gefragt

Warendorf (fn-press). Das Interesse am Thema Reitsport wächst. Im November meldeten die Landesverbände erstmals seit Jahren wieder steigende Mitgliederzahlen in den deutschen Reit- und Fahrvereinen. Außerdem gaben 2016 laut einer Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) rund vier Millionen Menschen an, besonderes Interesse am Reiten zu haben. Auch diese Zahl stieg erstmals seit 2008 wieder an.
Aus der AWA-Befragung zum Thema „Das Pferd als Wirtschaftsfaktor“ geht hervor, dass 4,08 Millionen der über 14-Jährigen besonderes Interesse am Reiten haben. Die Studie ermittelte auch die Zahl der Reiter in Deutschland: 3,89 Millionen Befragte bezeichnen sich selbst als Reiter. 1,25 Millionen Menschen betreiben diese Sportart intensiv. Diese Zahlen zeigen ebenfalls eine Aufwärtstendenz.

Dass das Interesse am Pferdesport auch im Online-Bereich größer wird, bestätigten in diesem Jahr zum Beispiel die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) berichtete erstmals per Liveticker auf ihrer Internetseite www.pferd.aktuell.de von den Reiterspielen. Insgesamt verzeichnete die Seite rund 2,5 Millionen Aufrufe während der Olympischen Spiele. Auch im Bereich Social Media wurden alle bisherigen Statistiken übertroffen. Insgesamt wurden im Zeitraum vom 24. Juli bis 24. August 122 Beiträge zu den Spielen in Rio auf der FN-Facebookseite veröffentlicht. Die Reichweite der Beiträge lag in dieser Zeit bei 4.405.847 Personen. Der reichweitenstärkste und beliebteste Beitrag war die Nachricht zur Einzel-Goldmedaille von Michael Jung und Sam (Reichweite: 1.285.808 Personen, 39.483 Likes).

Goldener Steigbügel 2016: Gewinner stehen fest

FN-Journalistenpreis geht an Reiter Revue, Welt am Sonntag und SWR

Warendorf (fn-press). Bereits zum vierten Mal hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung den Journalistenpreis „Goldener Steigbügel“ an junge Journalisten vergeben. Zum ersten Mal fand die Preisverleihung im Rahmen des Olympiaballs statt, denn die Spiele in Rio de Janeiro nahmen in diesem Jahr eine besondere Rolle in der Berichterstattung ein.

Der „Goldene Steigbügel“ wurde in den Kategorien Tagespresse und Fachpresse vergeben, außerdem gab es in diesem Jahr erstmals eine Sonderkategorie für die „Beste Olympia-Vorberichterstattung“. Die Sieger-Beiträge stammen aus den Redaktionen der Welt am Sonntag, der Reiter Revue International sowie des Südwestrundfunks SWR. Den ersten Platz in der Kategorie Tagespresse belegt Mareike Kürschner. Die 27-jährige Volontärin der Mediengruppe Die Welt/N24 erhält den Goldenen Steigbügel sowie 1.500 Euro für ihre lebendige und detailreiche Reportage „Duo Cool“ über die Shooting-Stars der Dressur-Szene, Sönke Rothenberger und Cosmo. Der Artikel erzählt vom Start der beiden beim CHIO Aachen und ihren Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele. Mareike Kürschner bringt dem Leser dank vieler Details nicht nur den Reiter Sönke Rothenberger und seine Familie näher, sondern auch Cosmo, seinen wichtigsten Partner auf dem Weg nach Rio. Die Jury in der Kategorie Tagespresse bildeten Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, Albert Mehl, Ressortleiter Sport des Gießener Anzeigers und Mitglied im Präsidium des Verbandes Deutscher Sportjournalisten sowie Monica Theodorescu, Bundestrainerin der Dressurreiter.

Mit der Titelgeschichte „Zurück auf Start“ veröffentlichte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung eine ganze Seite als Vorbericht auf das ländliche Turnier des ZRFV Gelsenkirchen Scholven. Autor Christoph Winkel ist 32 Jahre und erhält 1.000 Euro für den zweiten Preis. Winkel hat auf einen 0-8-15-Vorbericht für das Turnier verzichtet und stattdessen die Geschichte einer Reiterin erzählt, die nach dem plötzlich Tod ihres Pferdes vor einem Neuanfang steht. In einem Kurzinterview wird zusätzlich die Aufgabe der Richter erläutert sowie in einem dritten Artikel werden Zahlen, Daten, Fakten und wichtige Informationen über das Turnier zusammengestellt.
Der dritte Preis und damit 500 Euro gehen an Saskia Hödl von der Tageszeitung TAZ. Die 31-Jährige widmete sich in ihrem Beitrag „Emma? Missy? Wendy?“ der Zeitschrift Wendy anlässlich ihres 30. Geburtstages und kommt zu dem Schluss, dass keine Zeitschrift die Frauen so bewegt hat wie diese. In ihrem Hauptartikel mit dem Titel „Mein bester Freund“, geht Hödl der Frage nach, warum das eigentlich so ist.

Kirsten Ahrling, Volontärin der Reiter Revue International, gewinnt mit ihrer Reportage über den Wildpferdefang in Dülmen den ersten Preis in der Kategorie Fachpresse und erhält 1.500 Euro. Das Urteil der Jury lautet: „Kirsten Ahrling ist es gelungen, eine atmosphärisch sehr dichte und kenntnisreiche Reportage zu verfassen, noch dazu sprachlich ansprechend und mit vielen erklärenden Elementen angereichert.“ In dieser Kategorie ergänzte Stefan Klüttermann, Sportredakteur und stellvertretender Leiter der Journalistenschule der Rheinischen Post, die Jury. Er war in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vor Ort und berichtete dort auch von den Reit-Wettbewerben in Deodoro.

Den zweiten Platz, dotiert mit 1.000 Euro, belegt Carolin Tassius-Diederich. Die 34-Jährige ist als freie Mitarbeiterin unter anderem für das Züchterforum tätig. Dort erschien auch ihre Reportage „Holsteiner Karibik“ über Holsteiner-Züchter auf der Insel Föhr. Eine Reportage, die überrascht und ganz nah dran ist am Alltag und an den Erfolgen der Pferdezüchter auf der Nordseeinsel Föhr. Das sprachliche trockene Thema Zucht wird mit dem Special-Interest-Ansatz „Zucht auf einer Insel“ anschaulich und atmosphärisch umrahmt. Die Autorin schafft es auch, die Beziehung zwischen Züchtern und Pferden über das reine Zucht-Wesen hinaus darzustellen.

„Ein Lehrmeister erzählt“ ist der Titel des Beitrags, der mit dem dritten Preis (500 Euro) ausgezeichnet wird und die Geschichte des Trakehners Assistent erzählt, der seit über zwei Jahrzehnten in Diensten des Haupt- und Landgestüts Marbach steht. Autorin Laura Becker ist 34 Jahre alt und als freie Redakteurin unter anderem für St. Georg tätig. Interessant ist für die Jury an diesem Artikel vor allem die eher selten genutzte Darstellungsform des Perspektivwechsels. Die Autorin zieht dies auch konsequent von Anfang bis Ende durch und schafft es damit, den Leser in ihren Bann zu ziehen.

In der mit 500 Euro dotierten Sonderkategorie „Beste Olympia-Vorberichterstattung“ anlässlich der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gewinnt ein junges Team des SWR mit seiner Multimedia-Reportage „Road to Rio – Goldreiter – Olympia-Träume mit Michael Jung“. Stellvertretend für sein Team wird Autor Pirmin Styrnol ausgezeichnet, mitgearbeitet haben aber auch Michael Richmann, Vanessa Sieck, Inken Pallas und Jens Bierlein. Ein fünfköpfiges Produktionsteam hat den Olympiasieger Michael Jung bei seiner Vorbereitung auf Rio begleitet. In kurzen Videos stellt der Reiter selbst seine Sportart und seine Pferde vor. Bilder und begleitender Text erzählen mehr über Michael Jung, seine Disziplin und das Thema Olympische Spiele.

FNverlag

Neu im FNverlag: Kinderreitunterricht – kreativ und vielseitig gestalten

Warendorf (fn-press). Pünktlich zum FN-Kongress „Kindgerechter Reitunterricht“ in Warendorf präsentierte der FNverlag passend dazu sein jüngstes Werk „Kinderreitunterricht – kreativ und vielseitig gestalten“ aus der Feder der Sport-Dozentin Dr. Meike Riedel und Pferdewirtschaftsmeisterin Lina Sophie Otto.
Ausbilder im Kinderreitunterricht sind heute oft mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Das neue Buch zeigt einen neuen Weg zur kindgemäßen Heranführung an den Reitsport und erläutert, wie ein langfristiger Leistungsaufbau idealerweise angelegt sein sollte. Dabei wird der individuellen Entwicklung eines Kindes ebenso Rechnung getragen wie den fachlichen Anforderungen des Reitsports. Im ersten Teil geht es aus sportwissenschaftlicher Sicht um die veränderte Bewegungswelt und die daraus resultierenden Herausforderungen für den Ausbilder. Ausgehend von der motorischen Entwicklung von Kindern in den Altersstufen von 4 bis 12 Jahren werden wichtige Grundlagen der Trainings- und Bewegungslehre ebenso erläutert wie die Bedeutung einer allgemeinen vielseitigen Grundlagenschulung im Kindesalter. Der zweite Teil stellt den Ausbilder in den Fokus und klärt, welche Anforderungen und Verantwortungen sich aus sportpädagogischer Sicht für das Unterrichten von Kindern ergeben. Der Einsatz von Hilfsmitteln und Medien wird dabei ebenso thematisiert wie grundlegende Gedanken zur Organisation von Reitstunden für Kindergarten-, Grundschul- und Schulkinder. Und auch dem Thema Elternarbeit ist ein Kapitel gewidmet, mit Tipps und Erfahrungen aus vielen Jahren Unterrichtspraxis. Zu guter Letzt bietet das Buch eine Sammlung an Ideen für den praktischen Reitunterricht mit Kindern: Spiele mit und ohne Pferd, Ideen für die Gestaltung von Longen- und Voltigier-Einheiten, Übungen zur beginnenden Springausbildung, Bewegungsparcours zum Verbessern der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten sowie Übungsreihen als Vorbereitung zum Falltraining.

Das von Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) herausgegebene Standardwerk „Kinderreitunterricht – kreativ und vielseitig gestalten“ richtet sich bevorzugt an Ausbilder und dient der Basisausbildung für den Kinderreitunterricht. Zum einen wendet es sich an diejenigen, die bereits mit Kindern arbeiten und neben neuen Ideen auch Anregungen für den Unterrichtsalltag suchen. Aber auch an solche Ausbilde, die damit Neuland betreten wollen und für das neue Projekt das nötige theoretische Wissen und Tipps für die praktische Umsetzung wünschen.

Dr. Meike Riedel ist Dozentin am Institut für Sport und Sportwissenschaft an der TU Dortmund. Sie ist Schriftleiterin der Fachzeitschrift „mensch und pferd international – zur Förderung und Therapie mit dem Pferd“; 1. Vorsitzende des Ausschusses Breitensport des Pferdesportverbandes Westfalen e. V. und Trainerin C – Voltigieren. Sie bringt aus trainingswissenschaftlicher Sicht die Anforderungen an das Training und Arbeiten mit Kindern ein.
Lina Sophie Otto ist Pferdewirtschaftsmeisterin und Trainerin A –Reiten/Leistungssport sowie Ausbilderin im Reiten als Gesundheitssport. Seit vielen Jahren arbeitet sie in der Reitschule Altrogge-Terbrack in Nottuln/Westfalen und verhilft hier mit ihrem großen praktischen Erfahrungsschatz vor allem Kindern, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen zu einem gelungenen Start ins Reiterleben.

Das Buch „Kinderreitunterricht – kreativ und vielseitig gestalten“ kostet 28,90 Euro und ist im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag (Telefon 02581/6362-154 oder –254, Fax 02581/6362-212, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de, Internet: www.fnverlag.de) erhältlich.

Personalia

FEI: Sönke Rothenberger ist Nachwuchsreiter des Jahres

Weltreiterverband zeichnet Team-Olympiasieger mit dem FEI-Award aus

Tokio/JPN (fn-press). Seit 2009 ehrt der Weltreiterverband jedes Jahr die erfolgreichsten Pferdesportler der vergangenen zwölf Monate mit den sogenannten FEI-Awards in fünf Kategorien. In diesem Jahr ist erneut ein deutscher Reiter dabei: Der 22-jährige Team-Olympiasieger im Dressurreiten, Sönke Rothenberger, erhält den Preis in der Nachwuchs-Kategorie „Longines Rising Star“.

Was für ein Jahr für Sönke Rothenberger: Im November 2015 wurden der Student aus Bad Homburg und seine Familie mit dem Otto-Lörke-Preis für die Grand-Prix-Erfolge des damals achtjährigen Wallachs Cosmo ausgezeichnet. Kurz zuvor hatten die beiden in ihrem ersten Vier-Sterne-Grand Prix und im Special beim internationalen Turnier in Perl Rang zwei belegt. Es folgten die Berufung in den deutschen A-Kader der Dressurreiter und im Februar 2016 die ersten Siege beim CDI3* im spanischen Jerez de la Frontera.
Über die Deutschen Meisterschaften in Balve führte sie der Weg in das siegreiche Nationenpreis-Team beim Weltfest des Pferdesports in Aachen. Dort wurde anschließend beschlossen, welche vier Reiter die Bundesrepublik bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro vertreten sollten. Mit dabei waren auch Rothenberger und Cosmo. Bei ihrem ersten Championat im Seniorenbereich gewannen sie auf Anhieb die Team-Goldmedaille.
Für seine zahlreichen Erfolge hat der Weltreiterverband FEI Sönke Rothenberger im Rahmen der Generalversammlung in der japanischen Hauptstadt Tokio heute mit dem FEI-Award in der Nachwuchs-Kategorie „Longines Rising Star“ ausgezeichnet. „Ich war sehr überrascht, als ich im Urlaub die Nachricht über meinen Gewinn erhielt. Damit hätte ich niemals gerechnet“, sagte Rothenberger. „Es ist eine große Ehre für mich und ich bin unheimlich dankbar dafür, dass ich für diesen Preis ausgewählt wurde, denn so viele andere hätten ihn auch verdient. Für mich ist es das I-Tüpfelchen auf einem unglaubliches Jahr.“

Zwar waren die Olympischen Spiele das erste Senioren-Championat für den Studenten der International Business Administrations. Erfahrungen auf Nachwuchs-Europameisterschaften hatte Rothenberger aber schon zahlreich gesammelt und regelmäßig Medaillen mitgebracht. Unter anderem gewann er bereits im Pony-Alter Doppelgold in der Dressur und auch bei den Jungen Reitern klappte es mit Team-Gold und Einzel-Bronze. Zwischendurch wechselte er in den Springsattel, wurde Hessischer Meister und nahm auch an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Der 22-Jährige stammt aus einer pferdebegeisterten Familie. Seine Eltern Gonnelien und Sven gewannen 1996 Olympisches Silber mit dem Dressur-Team der Niederlande. Seine Schwestern Sanneke und Semmieke sind ebenfalls höchst erfolgreich im Dressursport unterwegs.

In der Kategorie „Longines Rising Star“ setzte er sich gegen seine Landsfrau und Doppel-Europameisterin im Reining, Gina Maria Schumacher (Givrins/SUI) sowie gegen den belgischen Springreiter Gilles Thomas und die österreichische Voltigiererin Jasmin Lindner durch. Sein Preis ist neben der Trophäe eine Uhr des FEI-Sponsors und schweizer Uhrenherstellers Longines. Sönke Rothenberger ist der erste Deutsche, der den FEI-Award in dieser Kategorie gewinnt. Bisher wurden Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum (2009) und Vielseitigkeitsreiter Michael Jung (2012) als Sportler des Jahres in der Kategorie „Best Athlet“ ausgezeichnet. Als beste Pferdepflegerin wurde 2013 Carmen Thiemann ausgezeichnet, die seit vielen Jahren Stallmanagerin bei Ingrid Klimke in Münster ist. Para-Dressurreiterin Dr. Angelika Trabert erhielt den FEI-Award 2010. Sie gehörte in diesem Jahr neben zahlreichen Reitsport-Funktionären auch zur siebenköpfigen Jury der Awards.

Mehr über die weiteren Gewinner der FEI-Awards erfahren Sie hier: www.fei.org/stories/fei+awards

Wolfgang Brinkmann neuer DRFV-Präsident

Herford (fn-press). In seiner Mitgliederversammlung in Herford hat der Deutsche Reiter- und Fahrerverband Wolfgang Brinkmann (Herford) mehrheitlich zum neuen Präsidenten gewählt. In das Amt des zweiten Vizepräsidenten wurde der Delegierte der Bundesvereinigung der Berufsreiter und Mitglied im Vorstand Sport des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den Bereich Ausbildung, Wolfgang Egbers (Gölenkamp) gewählt.

Wolfgang Brinkmann, Mannschafts-Olympiasieger und geschäftsführender Gesellschafter der Brinkmann-Gruppe in Herford und bereits von 1990 bis 2012 Präsident des DRFV, war aufgrund des Rücktritts von Hans-Jürgen Meyer (Nottuln) gebeten worden, das Amt erneut zu übernehmen. Brinkmann dankte seinem Vorgänger für viele Jahre engagierter und erfolgreicher Tätigkeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer und später als Präsident des DRFV. Brinkmann betonte die Bedeutung der Fachgruppen im Deutschen Reiter- und Fahrerverband, an deren dynamischer Weiterentwicklung er in für den Reitsport schwieriger werdender Zeit als Moderator und Förderer aktiv mitwirken werde.

Deutscher Naturschutzring: Gerlinde Hoffmann ins Präsidium wiedergewählt  

Prof. Dr. Kai Niebert neuer Präsident

Warendorf (fn-press). Im Rahmen der turnusgemäßen Neuwahlen des Führungsgremiums hat die Mitgliederversammlung des Deutschen Naturschutzrings (DNR) in Berlin den Nachhaltigkeitsexperten Prof. Dr. Kai Niebert zum Präsidenten gewählt. In das mit zehn Personen besetzte Präsidium wiedergewählt wurde außerdem Gerlinde Hoffmann, Leiterin der Abteilung Umwelt und Pferdehaltung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Der Deutsche Naturschutzring ist ein Zusammenschluss von etwa 90 Verbänden, denen aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus Natur- und Umweltschutz am Herzen liegt. Das umfasst etablierte Naturschutzorganisationen in Bund oder Ländern ebenso wie Tierschutzvereinigungen oder landwirtschaftliche Berufs- und Erzeugerverbände, außerdem spezialisierte Stiftungen sowie nicht zuletzt Natursportorganisationen, die Natur- und Umweltschutz als eines unter mehreren Zielen verfolgen.

„Mitunter ist es nicht einfach, die vielgestaltigen Inhalte, Erfahrungen und Kenntnisse unter einem Hut zu versammeln, doch gerade hier liegen zugleich Stärken und Chancen des ‚Rings‘ “, sagte Gerlinde Hoffmann. „Wir wollen ein breites Netzwerk zusammenbringen, Interessen und Forderungen bündeln und dafür sorgen, dass weltweit vereinbarte übergeordnete Nachhaltigkeitsziele breiten Bevölkerungsgruppen bekannt werden und umfassende Unterstützung in der Gesellschaft finden.“

So wird in einem von der DNR-Mitgliederversammlung verabschiedeten Leitantrag für die zukunftsfähige Arbeit im Rahmen der planetaren Grenzen betont, dass sich der DNR künftig vermehrt in verschiedene Politikfelder einbringen müsse. Dazu meinte der neugewählte Präsident Prof. Niebert in seinem Ausblick: „Aufgabe des DNR wird es sein, den notwendigen Umbau der Gesellschaft aktiv zu begleiten. Dazu müssen auch wir Umweltverbände unser behagliches Ökosystem verlassen. Der Zustand unserer Erde entscheidet sich nicht im Umweltministerium, sondern in der Industrie-, Landwirtschafts- und Sozialpolitik“.

Neben Niebert und Hoffmann bestätigten die Mitgliedsverbände Leif Miller und Undine Kurth als Vizepräsidenten sowie Sebastian Schönauer als Schatzmeister. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Elisabeth Emmert, Ludwig Sothmann und Ludwig Wucherpfennig. Neu im Präsidium sind Jan Sachse als Jugendvertreter sowie Prof. Dr. Hermann Ott als Vertreter der Deutschen Umweltstiftung.

Bernhard Stubbe verstorben

Trebbin (fn-press). Im Alter von 64 Jahren verstarb Bernhard Stubbe, Ausbilder und Richter im Fahrsport, in Folge einer kurzen und schweren Erkrankung. Seine verschiedenen Qualifikationen, seit 1983 als Fahrwart und Trainer, später als Turnierrichter bis zur schweren Klasse und als Parcourschef bei Deutschen Meisterschaften und auf internationalem Niveau, machten Bernhard Stubbe zu einem allseits gefragten Fahrsportexperten.
Als Mentor für Turnierfachleute und Gutachter der Deutschen Richtervereinigung prägte er die heutige Ausbildung und Entwicklung im Fahrsport durch seine vielfältige Gremienarbeit. Unter anderem arbeitete er auch regelmäßig in Expertengruppen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) entscheidend mit. Für seine Verdienste im Fahrsport in Berlin-Brandenburg, für sein Engagement in den ehrenamtlichen Funktionen als langjähriger Vorsitzender des Fachbeirates Fahren sowie als Mitglied im Vorstand der Landeskommission für Pferdeleistungsprüfungen Berlin-Brandenburg erhielt Bernhard Stubbe die Ehrennadeln des LPBB 1999 zunächst in Bronze und 2002 in Silber. Anlässlich seines 60. Geburtstages wurde er 2012 mit „Gold“ ausgezeichnet.

Zucht

FN-Zuchtwertschätzung 2016

Neue FN-Zuchtwertschätzung trennt Turniersport und Jungpferdeprüfungen

Warendorf (fn-press). Jedes Jahr wieder liefert die Zuchtwertschätzung Züchtern wertvolle Hilfestellung bei der Auswahl des passenden Hengstes für ihre Stute. Bislang wurden dabei allerdings alle Werte „in einen Topf“ geworfen: die Eigenleistungen des Hengstes sowie die nationalen Auftritte ihrer Nachkommen in Turniersport, Zucht- und Aufbauprüfungen. In diesem Jahr sind auf Wunsch der Zuchtverbände entscheidende Änderungen vorgenommen worden: Die Zuchtwerte für den Turniersport in den beiden Disziplinen Dressur und Springen sind unabhängig von den Zuchtwerten der Jungpferdeprüfungen geschätzt worden. Damit ändert sich nicht nur der Name der Zuchtwertschätzung in FN-Zuchtwertschätzung, sondern es ergeben sich durch Spezifikation insgesamt vier statt bisher zwei Gesamtzuchtwerte mit den jeweiligen TOP-Listen.

„Durch die Trennung der Zuchtwertschätzung in Jungpferdeprüfungen und in Turniersport können diese beiden Formen von Leistungsprüfungen in der Reitpferdezucht unabhängig voneinander und somit für sich deutlicher dargestellt werden“, erklärt Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Neuerung. „Die Zuchtprüfungen sind eher auf die Veranlagung der Pferde ausgerichtet und deren Merkmale sind mit höheren Heritabilitäten (Erblichkeiten) verbunden als die der Leistungsprüfungen im Turniersport. Der Sport liefert dagegen unendlich viele und in der Regel wiederholte Daten eines Pferdes, die nicht so hoch erblich eingestuft werden. Das bedeutet, diese Leistungen sind vermehrt äußeren Einflüssen unterworfen, wie der Qualität des Reiters, der Konkurrenz innerhalb der Prüfung, den Rahmenbedingungen auf dem Turnier und der Tagesform des Pferdes und natürlich auch des Reiters“, so Dr. Miesner.

FN-Zuchtwertschätzung Jungpferdeprüfungen
Die Zuchtwerte für Aufbauprüfungen Dressur, Aufbauprüfungen Springen, Merkmale der Zuchtstutenprüfung/Veranlagungsprüfung und der Hengstleistungsprüfung werden zusammen geschätzt und anschließend als Zuchtwert Jungpferdeprüfungen zusammengefasst. Als Merkmale werden die Noten für Schritt, Trab, Galopp, Rittigkeit und Freispringen (bei Zuchtstuten- und Veranlagungsprüfungen) sowie die Noten für die Gangarten, Rittigkeit, Frei- und das Parcoursspringen (bei Hengstleistungsprüfungen) verwendet. Für das integrative Zuchtwertschätzverfahren standen über 4 Millionen Informationen aus den Aufbauprüfungen von fast 360.000 Pferden (im Vorjahr fast 345.000 Pferde), 87.900 Informationen aus Zuchtstutenprüfungen, über 4.100 Informationen aus Veranlagungsprüfungen und mehr als 7.850 Informationen aus den Hengstleistungsprüfungen zur Verfügung.

Um die Zuchtwerte hinsichtlich ihrer Aussagefähigkeit einordnen zu können, empfiehlt sich immer der Blick auf die Sicherheit. Angegeben und veröffentlicht werden die Zuchtwerte in einer Spanne von 99 Prozent (sehr sicher) bis 70 Prozent (unsicher geschätzt). Damit der jeweilige Zuchtwert Jungpferdeprüfungen eines Hengstes veröffentlicht wird, muss die Sicherheit des Zuchtwertes mindestens 70 Prozent betragen und es müssen mindestens fünf Nachkommen eine Eigenleistung vorweisen. Je höher die Sicherheit eines Zuchtwertes ist, desto sicherer ist auch die Vererbung des Hengstes in dem Merkmal. Wie sicher ein Zuchtwert ist, hängt immer von der vorliegenden Informationsmenge und -qualität ab.

Die TOP-Prozentklassen bei dieser Zuchtwertschätzung sind auch hier eine Hilfestellung bei der Einordnung der einzelnen Hengste. Das beste Viertel hat einen Jungpferde-Zuchtwert in der Dressur von 109 Punkten und besser. Die besten zehn Prozent der Hengste haben einen Zuchtwert von mindestens 126 Punkten erreicht, die besten fünf Prozent von mindestens 134 Punkte. Die Spitzengruppe – ein Prozent der Hengste – beginnt bei einem Zuchtwert von 148 Punkten. Die Grundgesamtheit besteht aus 4.069 Hengsten mit veröffentlichten Zuchtwerten.
Folgende Hengste, die nach dem Alphabet rangiert sind, gehören zu den TOP ein Prozent (Hengste mit einem Zuchtwert Dressur von 148 und besser):

Bailamos Biolley, Belgisches Warmblut v. Sir Donnerhall I, Zuchtwert 151, Sicherheit 78 %
Basic, Westfälisches Reitpferd v. Belissimo M, ZW 150; 89 %
Belantis, Deutsches Sportpferd v. Benetton Dream, ZW 158, 75 %
Benicio, Hannoveraner v. Belissimo M, ZW 171 80 %
Bordeaux (NLD), Niederl. Warmblut v. United, ZW 154, 92 %
Damon Hill, Westfälisches Reitpferd v. Donnerhall, ZW 162, 95 %
Dancing Dynamite, Westfälisches Reitpferd v. Don Bedo I, ZW 150, 93 %
Decurio, Hannoveraner v. Desperados, ZW 160, 80 %
Den Haag, Westfälisches Reitpferd v. Diamond Hit, ZW 154, 75 %
Der Designer, Hannoveraner v. De Niro, ZW148, 77 %
Don Darius, Hannoveraner v. Don Frederico, ZW 167, 82 %
Don Frederic, Hannoveraner v. Don Frederico, ZW 148, 77 %
Don Juan de Hus, Niederl. Warmblut v. Jazz, ZW 164, 88 %
Don Schufro, Oldenburger v. Donnerhall, ZW 156, 97 %
For Romadour, Rheinisches Reitpferd v. Fürst Heinrich, ZW 148, 77 %
For Romance I, Oldenburger v. Fürst Romancier, ZW 158, 81 %
Foundation, Hannoveraner v. Fidertanz, ZW 168, 90 %
Fürst Fugger, Oldenburger v. Fürst Heinrich, ZW 150, 87 %
Fürst Romancier, Oldenburger v. Fürst Heinrich, ZW 148, 97 %
Fürstenball, Oldenburger v. Fürst Heinrich, ZW 170, 97 %
Krack C, Niederl. Warmblut v. Flemmingh, ZW 153, 88 %
Lemony’s Nicket, Hannoveraner v. Londonderry, ZW 150, 76 %
L’Espoir, Rheinisches Reitpferd v. Lord Loxley I, ZW 152, 87 %
Lissaro, Hannoveraner v. Lissabon, ZW 165, 93 %
Londontime, Hannoveraner v. Londonderry, ZW 156, 96 %
Lord Carnaby, Rheinisches Reitpferd v. Lord Loxley I, ZW 154, 77 %
Lord Loxley I, Rheinisches Reitpferd v. Lord Sinclair I, ZW 150,97 %
Quasar de Charry, Hannoveraner v. Quaterback, ZW 156, 87 %
Quaterhall, Hannoveraner v. Quaterback, ZW 155, 91 %
Real Diamond, Hannoveraner v. Rohdiamant, ZW 159,91 %
Rock Forever I, Westfälisches Reitpferd v. Rockwell, ZW 153, 96 %
Rosandro, Hannoveraner v. Rosario, ZW 151, 82 %
Royal Classic, Hannoveraner v. Royal Highness, ZW 148, 93 %
San Francisco, Oldenburger v. Sandro Hit, ZW 153, 74 %
Schumacher, Westfälisches Reitpferd v. Stedinger, ZW 149, 87 %
Silbermond, Westfälisches Reitpferd v. Sir Donnerhall I, ZW 149, 87 %
Sir Donnerhall I, Oldenburger v. Sandro Hit, ZW 150, 99 %
Sir Fidergold, Westfälisches Reitpferd v. Sarkozy, ZW 149, 75 %
Sir Heinrich, Oldenburger v. Sir Donnerhall I, ZWS 153, 85 %
Spörcken, Hannoveraner v. Sir Donnerhall I, ZWS 154, 91 %
Vitalis, Niederl. Warmblut v. Vivaldi, ZW 151, 95 %
Vivaldi, Niederl. Warmblut v. Krack C, ZW 169, 88 %
Welt Hit VI, Oldenburger v. Weltmeyer, ZW 152, 76 %

Im Springbereich der Jungpferdeprüfungen sind 3.512 Hengste veröffentlicht. Demnach haben die TOP-ein-Prozent der Hengste einen Zuchtwert von 148 Punkten und die besten fünf Prozent müssen einen Zuchtwert von 137 Punkten und besser ausweisen. Hengste mit einem Zuchtwert von 130 Punkten und besser gehören zu den besten zehn Prozent der Hengste und Hengste mit einem Zuchtwert von 116 Punkten und besser zu den besten Viertel.
Die nachfolgende Liste zeigt die TOP-ein-Prozent-Hengste im Springen, die nach dem Alphabet rangiert sind: (Hengste mit einem Zuchtwert Springen von 148 und besser):

Balous Bellini, Bayer v. Balou du Rouet, ZW 152, 82 %
Canstakko, Hannoveraner v. Canturo, ZW 150, 91 %
Capistrano, Westfälisches Reitpferd v. Cornet Obolensky, ZW 148, 80 %
Cartano, Holsteiner v. Carthago, ZW 148, 75 %
Cascadello I, Holsteiner v. Casall, ZW 151, 76 %
Catoki, Holsteiner v. Cambridge, ZW 154, 95 %
Cellestial, Oldenburger v. Cantus, ZW 151, 94 %
Chacco Chacco, Hannoveraner v. Chacco-Blue, ZW 158, 77 %
Chacco-Blue, Mecklenburger v. Chambertin, ZW 152, 96 %
Chalan, Holsteiner v. Chambertin, ZW 148, 87 %
Chin Win, Holsteiner v. Chin Chin, ZW 150, 75 %
Cloney, Holsteiner v. Contender, ZW 153, 83 %
Comme il faut, Westfälisches Reitpferd v. Cornet Obolensky, ZW 151, 90 %
Comte, Hannoveraner v. Contendro I, ZW 157, 89 %
Contendro I, Holsteiner v. Contender, ZW 149, 99 %
Cornado I, Westfälisches Reitpferd v. Cornet Obolensky, ZW 148, 90 %
Cornet Obolensky, Belgisches Warmblut v. Clinton, ZW 156, 97 %
Cornet’s Balou, Oldenburger Springpferd v. Cornet Obolensky , ZW 157,72 %
Darco, Belgisches Warmblut v. Lugano van la Roche, ZW 148, 91 %
Diamant de Semilly, Selle Francais v. Le Tot de Semilly, ZW 148, 90 %
Diarado, Holsteiner v. Diamant de Semilly, ZW 149, 97 %
Douglas (Rousseau), Niederl. Warmblut v. Darco, Z W 151, 81 %
Granturo, Hannoveraner v. Graf Top, ZW 149, 70 %
Grey Top, Hannoveraner v. Graf Top, ZW 155, 88 %
Heartbreaker, Niederl. Warmblut v. Nimmerdor, ZW 150, 84 %
Levisto, Holsteiner v. Leandro, ZW 148, 96 %
Montender, Niederl. Warmblut v. Contender, ZW149, 85 %
Now Or Never M, Niederl. Warmblut v. Voltaire, ZW 149, 92 %
Perigueux, Hannoveraner v. Perpignon, ZW 159 ,94 %
Quadam, Hannoveraner v. Quite Easy I, ZW 150, 72 %
Salito, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 151, 90 %
Spartacus, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 149, 77 %
Stakkato, Hannoveraner v. Spartan, ZW 161, 98 %
Stakkato Gold, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 163, 90 %
Stakko, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 151, 70 %
Stanley, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 155, 81 %
Stolzenberg, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 148, 96 %
Valentino, Niederl. Warmblut v. Now Or Never M, ZW 154, 95 %

FN-Zuchtwertschätzung Turniersport
Bei der Zuchtwertschätzung Turniersport dienen als alleinige Informationsgrundlage die Starts beziehungsweise die Rangierungen in den deutschen Turniersportprüfungen. In diesem Jahr sind für die Schätzung mittlerweile Daten von über 515.000 Pferden (im Vorjahr noch 496.000 Pferde) und den Ergebnissen von über 16 Millionen Turniersportprüfungen in Deutschland verarbeitet. Aus den Springprüfungen stammen über 11 Millionen Leistungen und aus den Dressurprüfungen über 5 Millionen Ergebnisse.
Die jeweiligen Zuchtwerte Turniersport werden veröffentlicht, wenn sie eine Sicherheit von mindestens 70 Prozent aufweisen, die Schätzung auf mindestens fünf Nachkommen mit Eigenleistungen basiert und die Hengste einen veröffentlichten Zuchtwert Jungpferdeprüfungen haben.

Hilfreich für die Züchter ist auch die Rangierung der Hengste in die TOP-Prozentklassen. Ausgehend von einer Gesamtzahl von 1.700 Hengsten hat das beste Viertel einen Turnier-Dressurzuchtwert von 109 Punkten und besser. Die besten zehn Prozent der Hengste haben einen Zuchtwert von mindestens 123 Punkten erreicht, die besten fünf Prozent von mindestens 131 Punkte. Die Spitzengruppe – ein Prozent aller Hengste – beginnt bei einem Zuchtwert von 145 Punkten.
Hier sind die TOP-ein-Prozent der Deutschen Reitpferde mit dem Schwerpunkt Dressur in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet (Hengste mit einem Zuchtwert Turniersport Dressur von 145 und besser):

Basic, Westfälisches Reitpferd v. Belissimo M, ZW 148, 71 %
Breitling W, Hannoveraner v. Bismarck, ZW 173 , 83 %
Damon Hill, Westfälisches Reitpferd v. Donnerhall, ZW 162, 87 %
Dancing Dynamite, Westfälisches Reitpferd v. Don Bedo I, ZW 148, 86 %
Don Schufro, Oldenburger v. Donnerhall, ZW 166, 93 %
Donnerhall, Oldenburger v. Donnerwetter, ZW 150, 99 %
Dressage Royal, Oldenburger v. Donnerhall, ZW 148, 85 %
Florencio I, Westfälisches Reitpferd v. Florestan I, ZW 150, 96 %
Freudenprinz, Westfälisches Reitpferd v. Florestan I, ZW 146, 81 %
Fürstenball, Oldenburger v. Fürst Heinrich, ZW 154, 77 %
Gribaldi, Trakehner v. Kostolany, ZW 145, 91 %
Jazz, Niederl. Warmblut v. Cocktail, ZW 165, 85 %
Lissaro, Hannoveraner v. Lissabon, ZW 164, , 77 %
Lord Loxley I, Rheinisches Reitpferd v. Lord Sinclair I , ZW 151, 93 %
Real Diamond, Hannoveraner v. Rohdiamant, ZW 145, 73 %
Rock Forever I, Westfälisches Reitpferd v. Rockwell, ZW 150, 90 %
Welt Hit I O, Oldenburger v. Weltmeyer, ZW 148, 79 %
Welt Hit II, Oldenburger v. Weltmeyer, ZW 149, 92 %

Bei den 1.712 Springhengsten mit einem veröffentlichten Zuchtwert beginnt die TOP-ein-Prozent-Klasse sogar erst ab einem Zuchtwert von 153 Punkten, die besten fünf Prozent liegen bei einem Zuchtwert von 136 Punkten und besser. Hengste mit einem Zuchtwert von 130 Punkten und besser zählen zu den besten zehn Prozent der Hengstpopulation und Hengste mit einem Zuchtwert von 116 Punkten und besser zum oberen Viertel.
Unter den TOP-ein-Prozent mit dem Schwerpunkt Springen sind folgende Hengste verzeichnet (in alphabetischer Reihenfolge; Hengste mit einem Zuchtwert Turniersport Dressur von 153 und besser):

Baloubet du Rouet, Selle Francais v. Galoubet A, ZW 153, 95 %
Cardento, Holsteiner v. Capitol I, ZW 165, 85 %
Carvallo BB, Holsteiner v. Carthago, ZW 158 , 85 %
Chellano Z, Holsteiner v. Contender, ZW 153, 85 %
Concorde, Niederl. Warmblut v. Voltaire, ZW 153, 94 %
Corland (DK: Corlando), Holsteiner v. Cor de la Bryere, ZW 153 , 89 %
Darco, Belgisches Warmblut v. Lugano van la Roche, ZW 158, 95 %
Diamant de Semilly, Selle Francais v. Le Tot de Semilly, ZW 180 , 88 %
Equest Carnute, Selle Francais v. Oberon Du Moulin, ZW 153, 75 %
Galoubet A , Selle Francais v. Alme, ZW 169, 81 %
Heartbreaker, Niederl. Warmblut v. Nimmerdor , ZW 182, 91 %
Jalisco B, Selle Francais v. Alme, ZW 154, 84 %
Kannan, Niederl. Warmblut v. Voltaire, ZW 173, 88 %
Lupicor, Niederl. Warmblut v. Lux, ZW 158, 91 %
Mr. Blue, Niederl. Warmblut v. Couperus, ZW 155, 75 %
Nabab de Reve, Belgisches Warmblut v. Quidam de Revel , ZW 158, 86 %
Orlando, Niederl. Warmblut v. Heartbreaker, ZW 157, 78 %
Quick Star, Selle Francais v. Galoubet A, ZW 162, 94 %
Stakkato Gold, Hannoveraner v. Stakkato, ZW 159, 87 %
Toulon, Belgisches Warmblut v. Heartbreaker, ZW 162, 80 %

FN-Erfolgsdaten helfen bei der Suche nach dem richtigen Hengst
Die Zuchtwerte einzelner veröffentlichter Hengste sind ab sofort im Bereich Zucht (Claudia Koller, Telefon 02581/6362-256, E-Mail ckoller@fn-dokr.de) erhältlich. Darüber hinaus liefern die FN-Erfolgsdaten auf der Internetseite www.fn-erfolgsdaten.de ausführliches Such- und Datenmaterial. Um den passenden Hengst zur Stute zu finden, bieten die FN-Erfolgsdaten ab Anfang Dezember verschiedene und umfangreiche Filterfunktionen für die verschiedenen Zuchtwerte von Rittigkeit bis zum Schritt und liefern gleichzeitig auch die Anzahl der Starts und Platzierungen der Hengste selbst und seiner Nachkommen in den vier Prüfungsarten Turniersport, Aufbau-, Zuchtstuten- und Hengstleistungsprüfungen. Hier können beispielsweise die Hengste auch nach mehreren Zuchtwerten selektiert werden. Neben den aktuellen FN-Erfolgsdaten aus Sport und Zucht werden aber auch eine Vielzahl weiterer, exklusiver Recherche- und Informationsfunktionen über Pferde, Reiter, Fahrer, Züchter, Turnierfachleute, Veranstaltungen, Vereine und Betriebe geboten.
Die Theorie dahinter: Wie werden Zuchtwerte geschätzt?

Datengrundlage des Modells der Zuchtwertschätzung sind die vorliegenden Leistungs- und Abstammungsdaten. Zu den Leistungsdaten der Zuchtwertschätzung Turniersport gehören die Ergebnisse aus dem deutschen Turniersport bis zur Klasse S. Diese Daten werden seit dem 1. Januar 1995 über das Turnier-Organisations-System Toris erfasst. Die internationalen Sportdaten aller deutschen Pferde im Ausland und deren Konkurrenten stehen leider nicht zur Verfügung, da nur vereinzelte Erfolge der deutschen Reiter in der Datenbank der FN gespeichert sind. Für die Zuchtwertschätzung Jungpferdeprüfungen werden Daten aus Zuchtstuten-, Veranlagungs- und Hengstleistungsprüfungen verarbeitet. Als Leistungsmerkmale werden die Noten für Schritt, Trab, Galopp, Rittigkeit und Freispringen (bei Zuchtstuten- und Veranlagungsprüfungen) sowie die Noten für die Gangarten, Rittigkeit, Frei- und das Parcoursspringen (bei Hengstleistungsprüfungen) verwendet. Zu allen Leistungsdaten kommen noch die Abstammungsdaten aus mindestens zwei Generationen hinzu, die für eine verwandtschaftliche Verknüpfung herangezogen werden.

Zur Schätzung des Zuchtwertes (genetische Veranlagung) eines Pferdes wird seine eigene Leistung berechnet, ebenso wie die seiner Verwandten. Eine Leistung wird unter Betrachtung der Umwelt, in der sie erbracht wurde, gesehen. Der Begriff Umwelt berücksichtigt beispielsweise für die Merkmale des Turniersports und der Aufbauprüfungen die Faktoren Alter und Geschlecht des Pferdes sowie die Leistungsklasse des Reiters.
So wird auch in den Modellen berücksichtigt, ob ein Pferd eine Prüfung gewonnen hat, weil es unter einem besonders guten Reiter ging, weil die anderen Pferde im Teilnehmerfeld besonders schwach waren oder weil das Pferd entsprechend hoch genetisch veranlagt ist. Durch die Berücksichtigung der Umwelteffekte ist das Schätzmodell in der Lage, die genetische Überlegenheit eines Pferdes diesen Einflussfaktoren differenziert zuzuordnen. Durch die Verknüpfung mehrerer Merkmale in der Zuchtwertschätzung Jungpferdeprüfung können auch für Pferde ohne Eigenleistung in den anderen Merkmalen Zuchtwerte anhand der Verwandtenleistung geschätzt werden.

Wichtig für die richtige Interpretation der Zuchtwerte ist die Sicherheit der Schätzung. Die Sicherheit ist eine Maßzahl, die die vorliegende Informationsmenge und Informationsqualität charakterisiert. Für Pferde mit wenig verfügbaren Informationen (wenn etwa nur von der Mutter oder dem Vater Informationen vorliegen) oder für Pferde, die nur Eigenleistungen (zum Bespiel nur wenige Starts in Turnierprüfungen) haben, wird der Zuchtwert „vorsichtiger“ geschätzt als für Pferde mit umfangreichen Informationen. Dr. Teresa Dohms-Warnecke

Sport

Olympia 2020: Nur noch drei Reiter pro Team

FEI-Generalversammlung beschließt Veränderung des Olympischen Formates

Tokio/JPN (fn-press). Im Rahmen der Generalversammlung des Weltreiterverbandes FEI haben die nationalen Verbände mehrheitlich für eine weitreichende Veränderung des Olympischen und Paralympischen Reitsport-Formates gestimmt. Künftig werden in den Disziplinen Dressur, Para-Dressur, Springen und Vielseitigkeit nur noch drei Reiter und Pferde pro Team starten dürfen. Auch der Wettkampfmodus wurde angepasst.
Die wichtigsten Veränderungen im Überblick:

Springen:
Einzel- und Team-Wettbewerbe sind künftig strikt voneinander getrennt. Es werden jeweils zwei Prüfungen ausgetragen. An den ersten beiden Tagen geht es um die Einzel-Medaillen, anschließend um die Team-Medaillen. Zugelassen sind drei Paare pro Team plus ein Reservepaar. Es dürfen 75-Reiter-Pferd-Kombinationen starten, darunter 20 Dreierteams und 15 Einzelstarter – jedoch maximal ein Starter pro Nation, die kein Team qualifiziert hat.
Alle 75 Reiter starten in der ersten Prüfung, einem Springen nach Fehlern und Zeit ohne Stechen. Die besten 30 Paare qualifizieren sich für das Einzel-Finale am nächsten Tag. Es folgt ein weiteres Springen nach Fehlern und Zeit, diesmal mit Stechen um die Medaillen. Um jede Medaille wird einzeln gestochen.
Nach einem Tag Pause folgt der erste Teamwettbewerb, es geht wieder bei null los. Auch hier findet am ersten Tag ein Zeitspringen ohne Stechen statt, an dem alle 20 Nationen mit jeweils drei Reitern teilnehmen. Die besten zehn Mannschaften qualifizieren sich für das Team-Finale am nächsten Tag. Dort wird nur um Gold gestochen. Das Ersatzpaar kann bis zum letzten Tag des Mannschaftswettbewerbs nachrücken, jedoch nicht mehr im Stechen.
Anstelle eines Streichergebnisses soll es ein sogenanntes Cut-Off-Ergebnis geben. Sobald ein Reiter 16 Strafpunkte erreicht hat, wird er abgeklingelt und sein Ritt mit 16 Strafpunkten bewertet. Reiter, die disqualifiziert werden oder die Runde aus einem anderen Grund nicht beenden können, werden mit 20 Strafpunkten bewertet.

Dressur:
Der Grand Prix wird künftig in einer Gruppenphase an zwei Tagen ausgetragen. Sechs Gruppen á zehn Reiter sind startberechtigt, darunter 15 Teams und 15 Einzelreiter. Insgesamt sind 30 Nationen vertreten. Der Grand Prix dient als einzige Qualifikation für die Einzelentscheidung in der Grand Prix Kür.
Die Mannschaftsentscheidung fällt im Grand Prix Special unter den acht besten Teams aus dem Grand Prix, wobei sich die Reiter eine individuelle Musik für ihre Prüfung aussuchen können, die aber nicht mitbewertet wird. Gestartet wird in drei Gruppen á acht Reitern. Pro Nation dürfen drei Reiter in der Mannschaftswertung antreten, jedoch soll jede Nation ein Ersatzpaar mit nach Tokio nehmen können. Ein Streichergebnis wird es nicht mehr geben.
Das Ersatzpaar darf im Special eingesetzt werden. Somit hätten weiterhin vier Reiter einer Nation die Chance auf eine Medaille. In der Kür sind 18 Paare startberechtigt, nämlich die zwei besten jeder Grand-Prix-Gruppe sowie sechs „Lucky Loser“, also die besten unter den an dritter Stelle ihrer Gruppe platzierten Paaren.

Vielseitigkeit:
Ein Team besteht nur noch aus drei Paaren pro Nation. Sofern eine Nation nicht mit einem Team vertreten ist, dürfen maximal zwei Einzelreiter zum Einsatz kommen.
Die Reihenfolge der drei Prüfungen bleibt wie sie ist: Dressur, Gelände und Springen, woraus sich die Mannschaftswertung ergibt, danach zusätzlich ein weiteres Springen zur Ermittlung des Olympiasiegers in der Einzelwertung. Allerdings wird die Vielseitigkeit auf drei Tage verkürzt, d.h. die gesamten Dressurprüfungen finden an einem Tag statt.
Die Anforderungen, das “Olympic Level”, haben in Dressur und Springen Vier-Sterne-Niveau, im Gelände Drei-Sterne-Niveau, mit einer Optimalzeit von 10 Minuten, 45 einzelnen Sprüngen sowie den entsprechenden technischen Anforderungen. Die Qualifikation von Reiter und Pferd muss dem Niveau entsprechend vorliegen.
Bei nur drei Paaren entfällt das bisherige Streichergebnis. Es ist jedoch ein Reservepaar je Team erlaubt, dessen Einsatz mit Strafpunkten belegt ist. Damit ein Team in der Wertung bleibt, kann ferner ein Paar, das eine der drei Teilprüfungen nicht beendet hat, wieder zur nächsten Teilprüfung antreten, sofern es in einer Verfassungsprüfung als „fit to compete“ eingestuft wird. Für die Nichtbeendigung einer Teilprüfung – aus welchen Gründen auch immer – gibt es in der Dressur 100 Strafpunkte, im Gelände150 Strafpunkte und im Springen 100 Strafpunkte. Dies gilt aber ebenfalls nur für die Teamwertung.
Die Regeln für die Einzelwertung bleiben unverändert.

Para-Equestrian Dressage:
Hier wird nicht nur die Reihenfolge der Prüfungen umgestellt, sondern auch der Modus in der Teamwertung. Anstelle des sogenannten Team Tests wird als erstes der Indivual Championsip Test geritten, wobei die Medaillen in der Einzelwertung vergeben werden. Hierbei darf jede direkt qualifizierte Mannschaft vier Paare an den Start bringen. Allerdings muss festgelegt werden, welches Paar nur als Einzelreiter startet und welche drei für das Team.
Im Team Test als zweite Prüfungen werden dann die Mannschaftsmedaillen vergeben – und nicht mehr wie bisher nach den Ergebnissen aus Team Test und Individual Test. Der Team Test wird zur Musik geritten, ein Streichergebnis gibt es nicht. Die besten Acht je Grade aus dem Individual Test sind dann zur Kür als dritte und letzte Prüfung zugelassen. Pro Nation sind maximal zwei Reiter zugelassen, sofern sie nicht mit einer Mannschaft vertreten sind (keine Mix-Teams).
IOC entscheidet frühestens im Juli 2017
Diese Änderungspläne gehen zunächst im Februar 2017 als Vorschläge an das IOC, das diese noch absegnen muss. Eine Entscheidung soll dort voraussichtlich im Juli 2017 fallen.
Hintergrund ist, dass die FEI mehr Reitern, auch aus schwächeren Nationen, Startmöglichkeiten bei den Olympischen und Paralympischen Spielen geben will. Außerdem sollen die Wettkämpfe kürzer werden, ein jüngeres Publikum ansprechen sowie für die Zuschauer einfacher zu verstehen sein. Dies sei Vorgabe der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

„Wir verstehen den Wunsch, mehr Nationen die Teilnahme an Olympischen und Paralympischen Spielen zu ermöglichen“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. „Aber das muss gegen die Grundprinzipien unseres Sports abgewogen werden. Bei den Olympischen Spielen und Paralympics wollen wir die besten Sportler der Welt, also Sport auf höchstem Niveau sehen. Und das immer im Einklang mit dem Wohlergehen der Pferde. Wir haben nicht den Eindruck, dass wir diesen Prinzipien mit drei Reitern pro Team gerecht werden können. Darum haben wir dagegen gestimmt. Aber wir werden die getroffenen Entscheidung akzeptieren und umsetzen.“

FEI-Präsident Ingmar de Vos sagte: „Das war eine wirklich wichtige Abstimmung für die Zukunft unseres Sports, wenn wir den Ratschlägen der Olympischen Agenda 2020 entsprechend die Anzahl der teilnehmenden Nationen steigern müssen. Wir müssen mehr Nationen die Teilnahme ermöglichen. Aber dabei müssen wir innerhalb der erlaubten Quote von 200 bleiben. Die Reduzierung der Mannschaftsreiter auf drei war wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um die Anzahl der Flaggen zu erhöhen. Das muss nun natürlich noch vom IOC abgesegnet werden. Aber es öffnet die Tür für Länder, für die die Olympischen Spiele bislang nur ein weit entfernter Traum waren.“
Neben der zukunftsweisenden Abstimmung über das Olympische Format wurden in Tokio noch weitere Entscheidung gefällt. Kai Vorberg wurde für vier weitere Jahre im Voltigier-Komitee bestätigt. Rüdiger Schwarz (Vielseitigkeit) und Stephan Ellenbruch (Springen), scheiden turnusgemäß aus den Disziplin-Komitees aus.
Donaueschingen richtet EM der Vierspänner 2019 aus

Championate und Weltcup-Finals in den kommenden Jahren:
2017:
Dressur-Europameisterschaften für Junge Reiter, Junioren und Children in Roosendaal (NED), Datum wird noch bekannt gegeben
Weltmeisterschaft der jungen Fahrpferde vom 7. bis 10. September in Mezöhegyes (HUN)
Weltmeisterschaften im Para-Fahren für Einspänner vom 28. September bis 1. Oktober in Izsak (HUN)
Europameisterschaften Reining vom 2. bis 5. oder vom 9. bis 12. August in Givrins (SUI), das Datum wird noch bestätigt

2018:
U25-Europameisterschaften Dressur vom 25. bis 29. Juli in Roosendaal (NED)
Weltcup-Finale Fahren vom 2. bis 4. Februar in Bordeaux (FRA)
Weltmeisterschaft der jungen Fahrpferde vom 13. bis 16. September in Mezöhegyes (HUN)
Weltcup-Finale Voltigieren vom 1. bis 4. März in Dortmund

2019:
Europameisterschaften Dressur, Para-Dressur und Springen vom 19. bis 25. August in Rotterdam (NED)
Europameisterschaften der Vierspänner vom 20. bis 22. September in Donaueschingen

2020:
Weltcup-Finale Dressur und Springen vom 15. bis 19. April 2020 in Las Vegas (USA)
Weltcup-Finale Fahren vom 7. bis 9. Februar in Bordeaux (FRA)

2021:
Weltcup-Finale Dressur und Springen vom 31. März bis 5. April in Göteborg

Championatsball 2016 in Warendorf: Pferdesportler feiern ihre Erfolge

Goldenes Reiterkreuz und Standing Ovations für Chris Bartle

Warendorf (fn-press). Jedes Jahr feiert der Pferdesport die Erfolge der zurückliegenden Saison in der feierlich geschmückten Springhalle im Bundesleistungszentrum Reiten des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf. Auch zum diesjährigen Olympiaball trafen sich Championatsteilnehmer aller Disziplinen und Altersklassen, um die Saison noch einmal gemeinsam Revue passieren zu lassen und Auszeichnungen für Medaillenerfolge in Empfang zu nehmen.

„Wir haben in diesem Jahr viele Gründe zu feiern. Denn mit zwei vollen olympischen Medaillensätzen im Gepäck wurden unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Besonders erfreulich ist, dass es seit Barcelona 1992 gelungen ist, wieder alle drei Disziplinen auf dem Siegerpodest zu haben. Besonders hervorheben möchte ich auch unsere Parareiter, die mit einer überwiegend neu besetzten Equipe zu Team-Silber geritten sind und sich auch im Einzel mit Bronze und zahlreichen vierten Plätzen toll präsentiert haben. Die Stärke unseres Verbandes wird noch deutlicher, wenn wir auf unsere Jugend schauen. Mit 45 Medaillen, darunter 24 goldene fällt unsere Bilanz 2016 überragend aus. Darauf bin ich besonders stolz.“

Standing Ovations gab es für den scheidenden Disziplintrainer Vielseitigkeit Christopher Bartle (64), der im kommenden Jahr in seiner Heimat Großbritannien das Amt des Teamtrainers der britischen Vielseitigkeitsreiter übernehmen wird. Für seine Verdienste zeichnete ihn Graf zu Rantzau mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold aus. „Du hast mit Deiner Philosophie der Dressur und des Geländereitens unsere Vielseitigkeitsreiter geprägt wie kaum ein anderer. Im Ergebnis hast Du mit deutschen Reitern seit den Weltreiterspielen in Aachen 2006 alles gewonnen, was es in dieser Disziplin zu gewinnen gibt und das nicht einmal, sondern fast durchgehend. Der deutsche Vielseitigkeitssport hat Dir unendlich viel zu verdanken“, sagte der FN-Präsident.

Mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber wurde Jürgen Koschel (70, Hagen a.T.W.) für seine Trainerleistungen ausgezeichnet. Er war seit 2007 für das Dressurtraining der ständigen Reiter am DOKR-Bundesleistungszentrum zuständig, ebenso wie für die Soldaten der Sportfördergruppe der Bundeswehr. „Dein Hauptaugenmerk aber galt dem Piaff-Förderpreis und damit der systematischen Heranführung der Jugend an die Grand Prix Reife. Mit drei Goldmedaillen und zweimal Silber bei der EM-Premiere der Altersklasse U25 hast Du Deiner Laufbahn das I-Tüpfelchen aufgesetzt“, sagte der FN-Präsident.

Nach 35 Jahren verabschiedet sich auch Dr. Wolfgang Leistner (Rottenburg) vom Amt des Mannschaftstierarztes der Nachwuchsvielseitigkeitsreiter. Seine Premiere in dieser Funktion feierte der Fachtierarzt für Pferde und Chirurgie und ehemals passionierte Vielseitigkeitsreiter bereits 1979 beim Alpenchampionat in Rom. In den Dienst der Altersklasse Junge Reiter stellte er sich 1985. „Damals ging es zu den Europameisterschaften nach Lion d`Angers und dabei sind sie bis Montelibretti in diesem Jahr geblieben und haben mit ihren Reitern viel erlebt und zahlreiche Siege feiern können“, sagte zu Rantzau. Für seine Verdienste überreichte ihm der FN-Präsident das Deutsche Reiterkreuz in Bronze, ebenso wie an seine Berufskollegin Dr. Ina Gösmeier (Marl). Die Dressurreiterin, Pferdewirtschaftsmeisterin und Tierärztin mit den Spezialgebieten Akupunktur, traditionell chinesische Veterinärmedizin und Tierkinesiologie begleitete seit 2002 die deutschen Teams zu den Championaten. „Oftmals verbrachten Sie ganze Nächte im Stallbereich und haben dank ihres Fachwissens haben sie wesentlich zu Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit unserer Championstspferde beigetragen“, sagte zu Rantzau.
Kein FN-Ehrenzeichen, aber ein ganz besonderes Geschenk erhielt Para-Dressurreiterin Britta Näpel (Wonsheim), die sich in dieser Saison aus dem Sport verabschiedet hat. Equipechefin Britta Bando und der Vorsitzende des DOKR-Beirats Para Equestrian, Dr. Jan-Holger Holtschmit, bedankten sich mit einem Silberteller mit den eingravierten Namen bei ihrer langjährigen Teamreiterin, dazu gab es einen Scheck von Ulrike Gräfin von Walderdorff, einer passionierten Fördererin des Para-Dressursports. Britta Näpel, die infolge einer schweren Vergiftung durch Insektenschutzmittel an spastischen Lähmungen, ging von 2004 bis 2014 nahezu ununterbrochen für Deutschland an den Start. In dieser Zeit sammelte die geprüfte Pferdewirtschaftsmeisterin und Augenoptikerin zwei Gold-, 15 Silber- und sieben Bronzemedaillen bei Paralympics, Welt- und Europameisterschaften .
Für die errungenen Medaillenerfolge der Saison 2016 wurden darüber hinaus folgende Auszeichnungen vergeben:
FN-Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer und Olympischen Ringen: Kristina Bröring-Sprehe aus Dinklage (Olympische Spiele Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Bronze in der Einzelwertung), Jonny Hilberath aus Scheeßel (Olympische Spiele Dressur, Trainer), Klaus Röser aus Mühlen (Olympische Spiele Dressur, Equipechef), Sönke Rothenberger aus Bad Homburg (Olympische Spiele Dressur, Gold in der Mannschaftswertung), Dorothee Schneider aus Framersheim (Olympische Spiele Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 6. Platz in der Einzelwertung), Monica Theodorescu aus Sassenberg (Olympische Spiele Dressur, Trainerin).
FN-Ehrenzeichen in Gold mit Olympischen Ringen: Sandra Auffarth aus Ganderkesee (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Silber in der Mannschaftswertung, 11. Platz in der Einzelwertung), Christopher Bartle aus Markington Harrogate (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Trainer), Michael Jung aus Horb (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Silber in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), 14. Platz in der Einzelwertung), Julia Krajewski aus Warendorf (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Silber in der Mannschaftswertung), Hans Melzer aus Salzhausen (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Equipechef), Elke Philipp aus Treuchtlingen (Paralympics, Silber in der Mannschaftswertung, 4. Platz in der Einzelwertung, 4. Platz in der Kür), Alina Rosenberg aus Konstanz (Paralympics, Silber in der Mannschaftswertung, 5. Platz in der Einzelwertung, 4. Platz in der Kür), Carolin Schnarre aus Lotte (Paralympics, Silber in der Mannschaftswertung, 5. Platz in der Einzelwertung, 5. Platz in der Kür), Rüdiger Schwarz aus Bad Rothenfelde (Olympische Spiele Vielseitigkeit, Trainer).
FN-Ehrenzeichen in Gold mit Lorbeer: Pia Engelberty aus Düsseldorf (Weltcupfinale Voltigieren Pas de Deux, 1. Platz), Torben Jacobs aus Düsseldorf (Weltcupfinale Voltigieren Pas de Deux, 1. Platz), Daniel Kaiser aus Delitzsch (Weltcupfinale Herren Voltigieren, 1. Platz), Dieter Lauterbach aus Dillenburg (WM Fahren Einspänner, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Sanneke Rothenberger aus Bad Homburg (EM U25 Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung, Gold in der Kür), Holger Wulschner aus Klein Belitz (50 Nationenpreisteilnahmen).

FN-Ehrenzeichen in Gold: Kristina Boe aus Hamburg (Weltcupfinale Damen Voltigieren, 2. Platz), Jessica von Bredow-Werndl aus Aubenhausen (Weltcupfinale Dressur, 3. Platz), Jens Chladek aus Viernheim (WM Fahren Einspänner, Gold in der Mannschaftswertung, 16. Platz in der Einzelwertung), Daniel Deusser aus Mechelen/BEL (Weltcupfinale Springen, 3. Platz), Jannis Drewell aus Güterloh (Weltcupfinale Herren Voltigieren, 2. Platz), Nadine Husenbeth aus Sottrum (EM U25 Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 7. Platz in der Einzelwertung, 4. Platz in der Kür), Florine Kienbaum aus Telgte (EM U25 Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Silber in der Einzelwertung, Silber in der Kür), Jürgen Koschel aus Hagen (EM U25 Dressur, Trainer), Oliver Oelrich aus Lengerich (EM U25 Dressur, Trainer), Juliette Piotrowski aus Kaarst (EM U25 Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 8. Platz in der Einzelwertung), Alexandra Röder aus St. Augustin (WM Para-Fahren, Silber in der Mannschaftswertung, Silber in der Einzelwertung) und Andre Thieme aus Plau am See (25 Nationenpreisteilnahmen).

FN-Ehrenzeichen in Silber: Ernst Bötte aus Bovenden (WM Para-Fahren, 4. Platz in der Einzelwertung), Elias Ernst aus Windeck (WM Reining, Silber in der Mannschaftswertung, 18. Platz in der Einzelwertung), Timo Gerdes aus Altena (Weltcupfinale Voltigieren Pas de Deux, 4. Platz), Fabienne Lütkemeier aus Paderborn (Weltcupfinale Dressur, 6. Platz), Jolina Ossenberg-Engels aus Altena (Weltcupfinale Voltigieren Pas de Deux, 4. Platz), Dominik Reminder aus Incisa Scapaccino/ITA (WM Reining, Silber in der Mannschaftswertung, 14. Platz in der Einzelwertung).

FN-Ehrenzeichen Junioren: Lucie-Anouk Baumgürtel aus Nottuln (EM Ponyreiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung und Gold in der Kür), Jil-Marielle Becks aus Senden (EM Junge Reiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Silber in der Einzelwertung, Bronze in der Kür), Marlena Brenner aus Schüttorf (EM Junge Fahrer Einspänner Pony, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Emma Brüssau aus Schriesheim (EM Junioren Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, 4. Platz in der Einzelwertung), Tom Bücker (EM Children Fahrer Pony, Gold in der Mannschaftswertung, 8. Platz in der Einzelwertung), Franziska Eufinger aus Reichweiler (EM Reining Junge Reiter, Gold in der Mannschaftswertung, 8. Platz in der Einzelwertung), Hendrik Falk aus Neustadt/Dosse (EM Voltigieren  Junioren, Gold im Pas de Deux), Anika Geiger aus Rechtmehring (EM Junge Fahrer Einspänner Pferde, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Diana Harwardt aus Bernau (EM Junioren Voltigieren Pas de Deux, Gold), Eileen Henglein aus Wassermungenau (EM Ponyreiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 8. Platz in der Einzelwertung), Rebeca Horstmann aus Ganderkesee (EM Junioren Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 7. Platz in der Einzelwertung, 8. Platz in der Kür), Guido Klatte jun. aus Lastrup (EM Junge Reiter Springen, 7. Platz in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Julian Kögl aus Blankenfelde-Mahlow (EM Junioren Voltigieren Pas de Deux, Gold), Anna-Marie Lass aus Dillenburg (EM Children Fahrer Pony, Gold in der Mannschaftswertung, 20. Platz in der Einzelwertung), Ann-Christin Leeser aus Urspring (EM Junioren Fahrer Pony, Gold in der Mannschaftswertung, 9. Platz in der Einzelwertung), Libussa Lübbeke aus Wingst (EM Ponyreiter Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, 9. Platz in der Einzelwertung), Fritz Lutter aus Warendorf (EM Ponyreiter Vielseitigkeit, Equipechef/Trainer), Anais Neumann aus Nümbrecht (EM Junioren Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Konstantin Näser aus Gäufelden (EM Junioren Voltigieren, Gold), Leonie Richter aus Bad Essen (EM Junge Reiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Bronze in der Einzelwertung, Silber in der Kür), Carla Rietzler aus Rettenberg (EM Junioren Fahrer Pony; Gold in der Mannschaftswertung, 10. Platz in der Einzelwertung), Jerome Robiné aus Darmstadt (EM Junioren Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, 7. Platz in der Einzelwertung), Hanna Rogge aus Vierhöfen (EM Junioren Vielseitigkeit, Equipechef), Anna Lena Schaaf aus Voerde (EM Ponyreiter Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Viktoria Schmidt aus Darmstadt (EM Children Springen, Silber in der Mannschaftswertung, Gold in der Einzelwertung), Tabea Schroer aus Groß Gerau (EM Ponyreiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 5.Platz in der Einzelwertung und Silber in der Kür), Johanna Schulze Thier aus Ascheberg (EM Ponyreiter Vielseitigkeit, Gold in der Mannschaftswertung, 29. Platz in der Einzelwertung), Inga Katharina Schuster aus Frankfurt (EM Ponyreiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, Silber in der Einzelwertung), Anna-Lisa Theile aus Bühren (EM Junge Reiter Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 5. Platz in der Einzelwertung), Anna Voß aus Eltze (EM Reining Junge Reiter, Gold in der Mannschaftswertung, 4. Platz in der Einzelwertung, 5. Platz in der Kür), Alexa Westendarp aus Wallenhorst (EM Junioren Dressur, Gold in der Mannschaftswertung, 10. Platz in der Einzelwertung), Mara Xander aus Nordheim (EM Junioren Voltigieren, Gold).

Das Graf-Rothkirch Stipendium zur Unterstützung junger Vielseitigkeitsreiter erhalten Anais Neumann aus Nümbrecht und Rebecca Juana Gerken aus Rümpel.

Das Dieter-Hoffmann-Stipendium wird in diesem Jahr an den Nachwuchs im Springsport verliehen, stellvertretend in Empfang genommen von Bundestrainer Children, Eberhard Seemann.

Als Dank für Ihr Engagement im Pferdesport erhalten die AGCO International GmbH aus den USA die Sponsorenplakette, ebenso Frau Madeleine Winter-Schulze aus Wedemark.

Weiterhin geht die Sponsorenplakette Dressur an Helga Stevens aus Kempen, Christine Arns-Krogmann aus Lohne, Gabriele Kippert aus Bad Soden, Gonnelien und Sven-Günter Rothenberger aus Bad Homburg und an die Deutsche Bank AG vertreten durch Sabine Bachmann aus Frankfurt. Die Sponsorenplakette Springen wird verliehen an Judy-Ann Melchior aus Lanaken/BEL, an die Artemis Equestrian Farm LLC Kristy und Jim Clark aus den USA, an die Horst-Gebers-Stiftung aus Braunschweig, an die Dieter Hofmann-Stiftung aus Pfungstadt, an die Stephex Stables aus Wolvertem/BEL, an das Nordrhein-Westfälische Landgestüt aus Warendorf, Lothar Grabe aus Bochum, an das baden-württembergische Haupt- und Landgestüt Marbach und an den Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes aus Elmshorn. Die Sponsorenplakette Springen und Vielseitigkeit erhält Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff aus Engeln. Verliehen wird die Sponsorenplakette Vielseitigkeit an Miriam Meylemans aus Pähl und an die DHL Paket GmbH vertreten durch Katja Busch aus Bonn. Es erhalten die Sponsorenplakette Fahren Julia Linder aus Roßhaupten, das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger vertreten durch Dr. Eberhard Senckenberg aus Ohlstadt und Christoph Möllers aus Emsdetten. Die Sponsorenplakette Voltigieren wird verliehen an Herbert Marquardt aus Tübingen und die Sponsorenplakette Para-Equestrian erhalten Elke Philipp aus Treuchtlingen und der RV Gut Auric vertreten durch Dr. Susanne und Gerhard Wagener aus Krefeld.

2. DOKR-Trainerkongress in Warendorf: Kommunikation und Rahmentrainingskonzeption

Ex-Hockeybundestrainer Markus Weise als Gastreferent

Warendorf (fn-press). Zum zweiten Mal hat das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) mit Unterstützung der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport zu einem Trainerkongress eingeladen. Über 130 Bundes-, Landes- und Kaderheimtrainer aus allen acht Pferdesportdisziplinen befassten sich an zwei Tagen mit der „Trainer-Athlet-Beziehung“ und der Erarbeitung von Rahmentrainingsplänen für die verschiedenen Altersklassen.
„Sie als Trainer haben einen erheblichen Anteil an unseren Erfolgen im Pferdesport“, betonte DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), in seiner Einführungsrede die Bedeutung der Ausbilder. Ein guter Trainer muss heute allerdings weit mehr mitbringen als sportfachliche Qualitäten. Er muss auch Manager, Pädagoge und Seelsorger sein. Wie wichtig gerade die Kommunikation in der Beziehung zwischen Trainer und Sportler ist, war das Hauptthema der ersten Workshop-Runde. Das Impulsreferat dazu lieferte Markus Weise, Leiter der DFB-Akademie. Für den Ex-Hockeybundestrainer, der u.a. 2008 und 2012 mit seiner Herren-Mannschaft Gold bei den Olympischen Spielen gewann, war der Auftritt im Pferdesport ein „krasses Auswärtsspiel“. Dennoch waren die Parallelen klar zu erkennen, wie sich später aus den Fragen der verschiedenen Bundestrainer sowohl in der großen Runde als auch in persönlichen Gesprächen ergab. Weise erläuterte den Unterschied zwischen einem bunt zusammengewürfelten „Haufen“, einer „Gruppe“ und einem schlagkräftigen „Team“, in dem jeder Einzelne die Verantwortung für das gemeinsame Ziel übernimmt, man sich auf gemeinsame Werte beruft und mit dem man Höchstleistungen vollbringen kann. Er erklärte auch, warum er nicht die Medaille als Ziel setzt, sondern stets mit Leistungs- und Handlungszielen arbeitet („Diese kann ich im Gegensatz zu Erfolgszielen zu hundert Prozent selbst beeinflussen“), und wie man „Superman“, den Star im Team, auf seine Seite zieht („Geh mit ihm essen, rede mit ihm, hör dir seine Bedenkenliste an und arbeite sie ab. Er ist der Experte. Und er wird merken, dass du ihn ernst nimmst“). Die entscheidenden Werte hinter einer Top-Teamleistung sind für Weise Ehrlichkeit, Unabhängigkeit und mentale Disziplin. Letztere trägt dazu bei, im entscheidenden Moment die antrainierte Leistung abrufen zu können und äußere Störfaktoren auszublenden – vom pöbelnden Zuschauer über familiäre Probleme bis hin zum vermeintlichen Fehlurteil des Schiedsrichters. „Wenn das passiert, werden die Spieler zu Pinguinen, wedeln mit den Flügeln, wollen Gerechtigkeit und achten nicht mehr aufs Spiel“, beschrieb Weise ein Phänomen, das auch im Pferdesport im Zusammenhang mit Richter-Urteilen nur zu gut bekannt ist. „Doch was wollen wir eigentlich? Wir wollen keine Gerechtigkeit, wir wollen drei Punkte“, sagte Weise. „Mental starke Leute können das ausblenden. Und das kann man lernen.“

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Veranstaltung stand das Thema Rahmentrainingskonzeption. „Diese wird im Zuge der Leistungssportreform des DOSB noch mehr an Bedeutung gewinnen“, erläuterte Dr. Dennis Peiler. „Denn die Verteilung der finanziellen Mittel wird nicht mehr so stark davon abhängen, wie erfolgreich eine Sportart in der Vergangenheit war, als vielmehr davon, wie sie für die Zukunft aufgestellt ist.“ Peiler ergänzte: „Dabei geht es vordergründig nicht um die Medaillen bei Nachwuchseuropameisterschaften, sondern darum, wie vielen Nachwuchssportlern der Anschluss an die internationale Spitze gelingt.“ Mit dem systematischen Aufbau des Nachwuchses befassten sich auch die abschließenden Workshops. Hierbei ging es insbesondere um die Fragen: Welche Anforderungen werden in welcher Altersklasse gestellt? Was müssen sie dafür (im Idealfall) wissen? Was müssen sie dafür können und lernen? Was müssen sie dafür wie und wie oft trainieren? „Wir stellen immer mehr fest, dass viele Nachwuchsreiter nicht mehr aus Pferdefamilien kommen. Es fehlt an vielerlei Erfahrungen und Wissen. Die moderne Rahmentrainingskonzeption muss daher auch Module beinhalten, die sich mit Themen wie Pferdemanagement, Saison- und Mehrjahresplanung oder auch mit sozialen Kompetenzen und Öffentlichkeitsarbeit befassen“, sagte Peiler. Die Ergebnisse der einzelnen Workshops sollen im Nachgang zum Trainerkongress aufgearbeitet und erste Module bereits im kommenden Jahr in das Kadertraining eingearbeitet werden.

Rio 2016

Frankfurter Festhallenturnier: Empfang für Olympia-Reiter

Bundeslandwirtschaftsminister ehrt Medaillenträger von Rio

Frankfurt (fn-press). Den deutschen Olympia- und Paralympics-Reitern von Rio de Janeiro wird im Rahmen des Frankfurter Festhallen Reitturniers eine weitere große Ehre zuteil: Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, wird die Medaillengewinner nach dem Finale des Nürnberger Burg-Pokals in der Festhalle empfangen und für ihre Erfolge in Brasilien ehren.

In diesem Jahr wird bereits die 25. Auflage des Nürnberger Burg-Pokal-Finales in der Frankfurter Festhalle gefeiert. Zwölf Dressurpferde im Alter zwischen sieben und neun Jahren, die bisher noch keine Grand-Prix-, Special- oder Kür-Platzierung erzielt haben, buhlen um den Titel des besten Nachwuchspferdes auf dem Weg in den großen Sport.
Ingrid Klimke (Münster), Gewinnerin der Mannschafts-Silbermedaille in der Vielseitigkeit, hat sich gleich mit zwei Pferden für das Finale qualifiziert. Sie bringt die achtjährige Rheinländer-Stute Geraldine (von Fürst Grandios – Tolstoi) und den gleichaltrigen Hannoveraner-Hengst Franziskus (von Fidertanz – Alabaster) mit in die Festhalle. Titelverteidigerin Dorothee Schneider (Framersheim), Team-Olympiasiegerin in der Dressur, hat sich mit der achtjährigen Oldenburgerin Chocolat (von Rosandro – Davignon) für Frankfurt qualifiziert.
Klimke und Schneider gehören zu den Reitern, die beim internationalen Turnier in Frankfurt starten und dort für ihre Erfolge bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro von Bundesminister Schmidt geehrt werden. Die feierliche Zeremonie, initiiert von Hans-Peter Schmidt, Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), findet am Samstag, 17. Dezember, um ca. 12.50 Uhr im Anschluss an das Nürnberger Burg-Pokal-Finale im Dressurviereck der Festhalle statt.

Dressur

Stuttgart: Franziska Stieglmaier gewinnt Piaff-Förderpreis

Juliette Piotrowski belegt erneut den zweiten Rang

Stuttgart (fn-press). Einen Tag nach ihrem 24. Geburtstag hat Franziska Stieglmair aus dem bayerischen Roth das Finale der Piaff-Förderpreis-Serie 2016 gewonnen. Mit ihrem Wallach Lukas erreichte sie am Freitag in der Stuttgarter Schleyer-Halle 69.760 Prozent im Grand Prix. Juliette Piotrowski und Sir Diamond schlossen die Serie auf Rang zwei ab. Auf Rang drei ritt Florine Kienbaum mit Doktor Schiwago.

Eine große Feier hatte es am Vorabend nicht gegeben. „Ich muss jeden Tag früh im Stall sein, da ist man abends meistens müde, auch am Geburtstag“, sagte Franziska Stieglmaier nach ihrem Siegesritt. Nun hat die Berufsreiterin, die in Roth im Betrieb ihres Vaters und Trainers Walter Stieglmaier arbeitet, gleich doppelten Grund zum Feiern. Mit ihrem bayerischen Wallach Lukas (von Lagiator – Wenckstern) hat sie am Freitag das Finale des Piaff-Förderpreises gewonnen. „Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, hätte ich das nie für möglich gehalten“, sagte Stieglmaier. „Der dritte Platz in der Einlaufprüfung war schon sehr schön. Heute waren wir noch konzentrierter und ich habe mich noch mehr getraut, Lukas‘ Stärken herauszureiten.“

Auch für Bundestrainerin Monica Theodorescu stand fest: „Franziska ist die absolut verdiente Siegerin. Sie hat heute keine technischen Fehler gemacht. Das war ein richtig guter Grand Prix – Chapeau.“ Besonders hob die Bundestrainer hervor, dass Stieglmaier ihren elfjährigen Wallach von Beginn an selbst ausgebildet hat. „Wir haben Lukas als Fohlen in unserem Nachbardorf gekauft. Später haben wir uns dann über das Bayernchampionat und das Bundeschampionat nach vorne gearbeitet“, berichtete Stieglmair.

Im Februar dieses Jahres gehörten die beiden zur siegreichen Equipe beim ersten U25-Nationenpreis in Braunschweig. Bis Anfang des vergangenen Jahres trainierten sie noch zusammen mit der Bundestrainerin im westfälischen Sassenberg. „Ohne das Jahr bei Monica und ihre Unterstützung hätte ich das nicht geschafft“, sagte die junge Reiterin. „Sie hat mir besonders mit Lukas geholfen und oft zu mir gesagt: Einfach gut reiten Franzi, der Rest kommt von allein. Dieser Satz ist mir sehr in Erinnerung geblieben.“

Die Einlaufprüfung am Donnerstag hatten noch die Vorjahres-Fünften Florine Kienbaum (Lohmar) und ihr Hannoveraner Doktor Schiwago (von Don Frederico/Weltruhm) mit 71.698 Prozent für sich entschieden. Die beiden belegten im Finale Rang drei (68.480 Prozent). Juliette Piotrowski (Kaarst) und Sir Diamond (von Sandro Hit – De Niro) wurden in beiden Prüfungen, wie im Vorjahr, Zweite. Zunächst mit 69.093 Prozent, im Finale dann mit 68.620 Prozent. Disziplintrainer Jürgen Koschel betonte: „Für die jungen Reiter ist es aufgrund der Größe der Halle und der Atmosphäre immer ein Erlebnis in der Schleyer-Halle zu reiten. Es ist aber auch der Sinn dieser Serie und der besonderen Förderung, dass die Nachwuchsreiter auf großen Turnieren Erfahrungen sammeln und sich bei den internationalen Turnieren einen Namen machen können.“

Der Piaff-Förderpreis ist eine Serie für Nachwuchsdressurreiter unter 25 Jahren. Bei den vier Qualifikationsturnieren werden jeweils ein speziell für die Serie entwickelter Kurz-Grand-Prix sowie der internationale Kurz-Grand-Prix geritten. Die Finalisten müssen in Stuttgart auch den internationalen Grand Prix bewältigen. Benannt wurde der Piaff-Förderpreis nach dem berühmten Dressurpferd Piaff von Olympiasiegerin Liselott Schindling-Rheinberger. Die Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports ist es auch, die diese Serie ermöglicht. Zu den bisherigen Siegern gehören etwa Team-Olympiasiegerin Kristina Bröring-Sprehe oder die aktuell international erfolgreichen Mitglieder der Perspektivgruppe Dressur, Sanneke Rothenberger, Charlott-Maria Schürmann und Nadine Husenbeth.

Alle Ergebnisse aus Stuttgart finden Sie hier: stuttgart-german-masters.de/de/startlisten-ergebnisse/#/discipline

Springen

DOKR-Springausschuss beruft Kader für 2017

Klatte, Kläsener und Rüsen neu im B-Kader

Warendorf (fn-press). Der Springausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat die A- und B-Kader für das Europameisterschaftsjahr 2017 berufen.

Die Kader im Überblick: A-Kader: Christian Ahlmann (Marl) mit Epleaser van’t Heike, Daniel Deußer (Mechelen/BEL) mit Cornet d’Amour und First Class van Eeckelghem, Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Cool and Easy, Marcus Ehning (Borken) mit Comme il faut, Cornado NRW und Pret a tout, Marco Kutscher (Bad Essen) mit Van Gogh, Janne Friederike Meyer (Pinneberg) mit Goja, Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Comanche und Fibonacci und Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) mit Lacan.

B-Kader (erweiterte Weltspitze): Felix Haßmann (Lienen) mit Horse Gym’s Balzaci und Cayenne, Andreas Kreuzer (Herford) mit Calvilot, Mario Stevens (Molbergen) mit Brooklyn, André Thieme (Plau am See) mit Conthendrix, Philipp Weishaupt (Riesenbeck) mit LB Convall, David Will (Pfungstadt) mit Monodie und Cento du Rouet sowie Holger Wulschner (Klein Belitz) mit BSC Cha Cha und Skipper

B-Kader (perspektivisch): Kendra Claricia Brinkop (Neumünster) mit A la Carte NRW, Christopher Kläsener (Swolgen/NL) mit Zippit, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Silverstone G, Guido Klatte jun. (Lastrup) mit Qinghai, Niklas Krieg (Villingen-Schwenningen) mit Carella, Maxmilian Lill (Antdorf) mit Capuccino, Kaya Lüthi (Stadtlohn) mit Castello, Marcel Marschall (Altheim) mit Fenia van Klapscheut und Uthopia, Angelique Rüsen (Herborn) mit Dolocia, Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Chacco’s Son und Jana Wargers (Emsdetten) mit Afrah

Vielseitigkeit

Vielseitigkeit künftig ohne das „Dream Team“ Melzer-Bartle

Melzer bleibt Cheftrainer / Bartle übernimmt neue Aufgaben in seiner britischen Heimat / Frank Ostholt wird Trainer der Jungen Reiter

Warendorf (fn-press). Die deutschen Vielseitigkeitsreiter starten mit einer neuen Trainerkonstellation in Richtung Tokio 2020. Hans Melzer (Salzhausen) bleibt zunächst allein verantwortlicher Cheftrainer, ohne Disziplintrainer an seiner Seite. Chris Bartle, der ihm in dieser Funktion von Beginn seiner Tätigkeit 2001 an zur Seite stand, übernimmt in seiner britischen Heimat die Aufgabe des Teamtrainers.
„Chris Bartle hat uns bereits vor Wochen informiert, dass er sich in seiner Heimat bei der britischen FN bewirbt. Nun ist nun die Entscheidung gefallen. Wir bedauern es sehr, dass es das ‚Dream Team‘ Melzer-Bartle nicht mehr geben wird, und bedanken uns bei Chris Bartle für die geleistete Arbeit. Er war maßgeblich an den herausragenden und vor allem kontinuierlichen Erfolgen der deutschen Reiter in den vergangenen 16 Jahren beteiligt“, sagte Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).
Christopher „Chris“ Bartle übernahm im Jahr 2001 gemeinsam mit Cheftrainer Hans Melzer das Training der Spitzenkader Vielseitigkeit. Dabei legte der Brite von Beginn an großen Wert auf die Geländeausbildung und den Geländesitz, aber ebenso auf die solide Dressurausbildung. Kein Wunder, denn der Vielseitigkeits-Mannschaftseuropameister von 1997 und Gewinner des legendären CCI4* Badminton feierte selbst einen seiner größten Erfolge im Dressursattel. 1984 wurde er in Los Angeles Platz mit seinem früheren Vielseitigkeitspferd Wily Trout Sechster in der Dressur. Schon vor seinem Wechsel nach Deutschland machte sich Bartle auch als Ausbilder einen Namen. 1999 war er offizieller Trainer des britischen Vielseitigkeitsteams und fungierte im selben Jahr bei den Europameisterschaften in Luhmühlen als deren Equipechef. Für seine Erfolge als Trainer erhielt er 1995 den „British Horse Society’s Trainers Award“, wurde 2012 von BHS zum Reitmeister und 2014 wurde der in Großbritannien für sein Lebenswerk von BHS zum „Trainer des Jahres“ ernannt. Die größten Trainererfolge feierte Chris Bartle allerdings mit den deutschen Vielseitigkeitsreitern. Deren Höhenflug begann nach einigen Anfangsschwierigkeiten mit dem „Beinahe“-Gold bei den Olympischen Spielen von Athen 2004, dem zwei Mal Team-Gold (2008 und 2012) und einem Silber (2016) folgten, außerdem zwei Mal Team-Gold bei Weltmeisterschaften sowie drei Mal Team-Gold bei Europameisterschaften in Folge. Zu Chris Bartles zahlreichen Stärken gehört es, den Sport gründlich zu überdenken und neue Strategien daraus abzuleiten. Dazu zählt nicht nur die akribische Analyse aller Trainingsvideos, er entwickelte u.a. auch das Balance-Lehrgerät „Rock-on-Ruby“ zur Verbesserung des sicheren Geländesitzes und verfasste ein Buch zur „Ausbildung des Sportpferdes“, das 2007 im FNverlag erschienen ist.
Auch im Nachwuchsbereich gibt es Änderungen. Als Nachfolger von Rüdiger Schwarz (Bad Rothenfelde) übernimmt der dreimalige Deutsche Meister und Mannschafts-Olympiasieger von 2008, Frank Ostholt (Warendorf), zusätzlich zu seinem Amt als Leiter des Bundesleistungszentrums Reiten in Warendorf, das Training der Jungen Reiter und der Perspektivgruppe Vielseitigkeit. Bundestrainer der Junioren wird Julia Krajewski (Warendorf). Die Diplom-Trainerin begleitet seit einigen Jahren die Nachwuchstrainer als Co-Trainerin zu den Championaten und hat ihre Arbeit bereits vor einigen Wochen aufgenommen. Fritz Lutter (Warendorf) bleibt weiter für Pony-Vielseitigkeitsreiter zuständig.

Vielseitigkeitskader neu berufen

A- und B-Kader neu berufen

Warendorf (fn-press). Im Rahmen seiner Herbstsitzung hat der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die neuen Kader berufen.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:
A-Kader: Sandra Auffarth (Ganderkesee/WES) mit Opgun Louvo, Andreas Dibowski (Döhle/HAN) mit FRH Butts Avedon, It’s Me xx und Wolfsmond, Bettina Hoy (Rheine/WEF) mit Designer und Seigneur Medicott, Michael Jung (Horb/BAW) mit La Biosthetique-Sam FBW, fischerRocana FST und fischerTakinou AA, Ingrid Klimke (Münster/WEF) mit Horseware Hale-Bob OLD und FRH Escada JS, Julia Krajewski (Warendorf/WES) mit Samourai du Thot und Chipmunk FRH sowie Andreas Ostholt (Warendorf/WEF) mit So is et und Corvette.

B-Kader (erweiterte Weltspitze): Stephanie Böhe (Lüneburg/HAN) mit Haytom, Marina Köhncke (Badendorf/SHO) mit Let’s Dance, Leonie Kuhlmann (Einbeck/HAN) mit Cascora, Anna-Maria Rieke (Hamburg/WEF) mit Petite Dame, Claas Hermann Romeike (Nübbel/SHO) mit Cato sowie Kai Rüder (Landkirchen/SHO) mit Colani Sunrise.

B-Kader (perspektivisch): Nicolai Aldinger (Notzingen/HAN) mit Newell und Tactic, Felix Etzel (Ilsfeld/BAW) mit Bandit, Beeke Jankowski (Schmalensee/SHO) mit Tiberius, Franziska Keinki (Altenkrempe-Sipstin/SHO) mit Lancaster, Maja Kozian-Fleck (Felde/SHO) mit Saviola, Ben Leuwer (Königswinter/RHL) mit NZB Port Royal, Josephine Schnaufer (Neitersen/RHL) mit Sambucca, Anna Siemer (Eyendorf/WES) mit FRH Butt’s Avondale und Chloe, Josefa Sommer (Immenhausen/HES) mit Hamilton, Christoph Wahler (Bad Bevensen/ HAN) mit Green Mount Flight und Sammy Deluxe sowie Falk-Filip-Finn Westerich (Ruppertshofen/BAW) mit FBW Gina K.

Fahren

5. Süddeutsches Fahrsportforum in München-Riem

Fortbildung für Fahrer, Trainer, Richter und Parcourschefs

München-Riem (fn-press). Nach dem großen Erfolg der vorherigen Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern an zwei Tagen, findet am 21. und 22. Januar das 5. Süddeutsche Fahrsportforum auf der Olympiareitanlage in München-Riem statt.

Auch dieses Mal werden wieder zeitgleich unterschiedliche Themen für spezielle Zielgruppen angeboten. So gibt es Vorträge und Workshops, zum Teil gezielt für Richter oder Parcourschefs, zum Teil aber auch für alle Fahrsportinteressierten, die dann je nach Interesse besucht werden können. Fritz Otto-Erley, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) und Koordinator Fahren, gibt einen Rückblick auf die nationale und internationale Fahrsportsaison 2016 und zugleich einen Ausblick auf das Jahr 2017. Cheftrainer Karl-Heinz Geiger stellt gemeinsam mit dem Bundestrainer „Jugend“ Dieter Lauterbach die neuen Richtlinien Fahren und die Änderungen des Aufgabenheftes 2018 vor. In einem weiteren Vortrag erklärt Geiger außerdem die Neuerungen der LPO 2018 und berichtet von aktuellen Fällen aus der Turniersaison.
Weitere Themen sind „Die Wirkungsweise von Gebissen“, „Eignungsprüfungen für junge Fahrpferde“ und das „Internationale Traditionsfahren in Lossburg“. Speziell um die Rolle des FEI-Stewards und wie man Steward wird, geht es in einem Alternativ-Angebot. Nur für Richter bietet Dr. Klaus Christ aus Günzburg, selbst internationaler Richter, ein Seminar an, in dem es um das Bewerten einzelner Dressurlektionen in der Praxis und anhand von Videos geht. In der Olympiareithalle gibt es verschiedene Praxisteile: „Richtig kommentieren und unterrichten“ mit FN-Ausbildungsbotschafter Christoph Hess und Dieter Lauterbach, „Moderner Hindernisbau“ mit dem internationalen Parcourschef Jeroen Houtermann sowie „Stangenarbeit für Fahrpferde“ mit Cheftrainer Karl-Heinz Geiger und Richter Bruno Six heißen dort die Themen.

„Wir freuen uns sehr, dass sich das Fahrsport-Forum zu einem festen Termin für Richter, Parcourschefs, Trainer, Kaderfahrer, Veranstalter und interessierte Fahrsportler aus Sport und Freizeit etabliert hat und immer wieder auf sehr großes Interesse stößt“, erklärt Bundestrainer Karl-Heinz Geiger, der 2011 das erste Fahrsportforum mit initiiert hat und auch dieses Mal gemeinsam mit seinem Bundestrainer-Kollegen Dieter Lauterbach und dem stellvertretenden Fahrausschuss-Vorsitzenden Rudolf Temporini zum Organisationsteam gehört. Ausrichter sind der Bayerische Reit- und Fahrverband, der Pferdesportverband Baden-Württemberg und der Pferdesportverband Hessen. Das 5. Süddeutsche Fahrsportforum wird bei der Teilnahme an beiden Tagen für Trainer- oder Richterfortbildungen anerkannt. Die Kosten pro Tag und Teilnehmer belaufen sich auf 15 Euro bei Online-Anmeldung bis zum 15. Januar unter www.fahrsportforum-süd.de. Dort ist auch das ausführliche Programm abrufbar. An der Tageskasse kostet der Eintritt 20 Euro pro Person pro Tag.

Orientierungsreiten

TREC: Saisonplanung 2017

Simmern (fn-press). Terminplanung 2017 und Ausklang der Saison bestimmten das bundesweite Treffen der Orientierungsreiter und -fahrer Mitte November, zu dem rund 30 Aktive, Richter und Freunde des TREC-Sports nach Simmern gekommen waren.

Medaillenchancen gibt es 2017 bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter vom 25. bis 27. August in Roscrea/Irland. Um eine optimale Vorbereitung der Jugendmannschaft zu gewährleisten, wurde bei dem Treffen Brigitte Kindel (Simmern/Rheinland-Pfalz) bereits als Equipechefin benannt.
Sechs Junge Reiter/Junioren können an der EM teilnehmen. Sie können sich bei zwei Sichtungsterminen qualifizieren, die ials m Rahmen der drei Wertungsritte für den Europa-Cup ausgerichtet werden:
26. bis 28. Mai.2017 in Brachfeld/Baden-Württemberg, Reitanlage von Meike und Joachim Lefèvre (EM-Sichtung)
30.Juni bis 2. Juli 2017 in Weitershain/Hessen, TREC Deutschland e.V. (EM-Sichtung)
1. bis 3. September 2017 in Brodenbach/Rheinland-Pfalz, Gestüt Eckmühle, Maren und Michael Reckert.
Daneben sind für 2017 eine Vielzahl an Trainings- und Ausbildungsveranstaltungen geplant (siehe: www.pferd-aktuell.de/trec und www.trec-deutschland-ev.de).

Eine ebenfalls positive Bilanz können die deutschen Teilnehmer in der Europa-Cup-Wertung 2016 mit insgesamt 30 Starts im In- und Ausland für sich verbuchen: in der Gesamtwertung belegt Bettina Klingmüller (Ofterdingen/Baden-Württemberg) Platz drei, nach Claudia Schwendimann aus Österreich und der Siegerin Hilary Barnard aus Großbritannien. Mit Platz 4 für Jenny Stemke (Oberndorf/Baden-Württemberg), Platz 6 für Thomas Ramspeck (Feldkirch/Österreich), Platz 7 für Teresa Richwien (Züsch/Rheinland-Pfalz) und Corinna Ziebarth (Holzkirchen/Bayern) auf Platz 8 finden sich vier weitere deutsche Reiter in der Top 10 der internationalen Gesamtwertung.

Das nächste TREC-Jahrestreffen ist für den 11.11.2017 in Montabaur/Rheinland-Pfalz geplant. Weitere Infos, Auswertungen und Berichte unter: www.fite-net.org. Alle Informationen zu Reglement, Veranstaltungen, Trainingsmöglichkeiten etc. sind erhältlich in der Abteilung Umwelt und Pferdehaltung, 48268 Warendorf, Telefon: 02581-6362534, Fax: 02581-62144, E-Mail: dkoch@fn-dokr.de.

Ausbildung und Wissenschaft

„Stensbeck“-Feier: Beste Auszubildende 2016 ausgezeichnet

Jahrgangsbeste erhalten J.J.Darboven-Förderpreis

124 Pferdewirte und 22 Pferdewirtschaftsmeister trafen sich zur festlichen Stensbeck- und Graf von Lehndorff-Feier, um sich für ihre guten Prüfungsleistungen auszeichnen zu lassen. Auf die Jahrgangsbesten wartete noch eine besondere Überraschung: Sie wurden mit dem J.J.Darboven Förderpreis ausgezeichnet.
Es ist gute Tradition, einmal im Jahr die Besten ihrer Zunft nicht nur zu ehren, sondern auch für die Zukunft zu motivieren. „Gutes bewahren, Neues wagen“, gab Laudator Henning Müller, Hauptsattelmeister am Landgestüt Neustadt-Dosse und Ausbilder der Landesreit- und Fahrschule Berlin-Brandenburg, den frischgebackenen Pferdewirten und Pferdewirtschaftsmeistern der Fachrichtungen Klassische Reitausbildung, Zucht sowie Haltung und Service mit auf den Weg. Dass ihnen das gelingt, da war er sich sicher: „Sie haben bewiesen, dass Sie Leistungsträger dieses Berufsstandes sind.“

Die Stensbeck- bzw. Graf-von-Lehndorf-Plakette erhalten alle Pferdewirte (Bronze) und Pferdewirtschaftsmeister (Silber), die ihre Prüfung mit exzellenten Noten bestanden haben. Die Stensbeck-Plakette erinnert an Oskar Maria Stensbeck (1858-1939), einen der besten Ausbilder seiner Zeit. Georg Graf von Lehndorff (1833-1914), einer der bedeutenden Landstallmeister der Preußischen Gestütsverwaltung und bedeutender Kenner des Vollblutpferdes, ist Namensgeber der zweiten Plakette, die die Leistungen der Pferdewirte und Meister in den beiden Bereichen Haltung und Service sowie Zucht belohnt.

Nicht für gute Prüfungen, sondern für besondere Verdienste um die Berufsausbildung wird seit 2012 die Stensbeck-Plakette in Gold vergeben. Preisträger 2016 ist Arndt Wiebus (Duisburg). Der Pferdewirtschaftsmeister – seit über 40 Jahren Pächter und Ausbilder des Duisburg-Hamborner Reitvereins – war Lehrherr vieler Auszubildender und unterstützte vor allem zahlreiche Pferdewirte bis hin zur Pferdewirtschaftsmeisterprüfung. Neben dem Einsatz für seine Berufskollegen bildete der Träger des goldenen Reitabzeichens hocherfolgreich Schüler und Pferde im In- und Ausland bis zur Grand-Prix-Reife aus. Arndt Wiebus selbst kann Siege bis zur schweren Klasse in allen drei Disziplinen – Dressur, Springen und Vielseitigkeit – vorweisen. Er ist seit vielen Jahren Mitglied der Prüfungskommission für Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister. Ferner war er viele Jahre als Delegierter des Rheinlandes bei der Bundesvereinigung der Berufsreiter tätig und ist seit mehreren Jahren Mitglied des Ehrenrates, dessen Vorsitz er 2013 übernahm. Als Turnierrichter bis Grand-Prix ist Arndt Wiebus bei Reitern, Richterkollegen, Veranstaltern und Pferdebesitzern gleichermaßen respektiert und anerkannt.

Besonders hervorgehoben wurden die Jahrgangsbesten der jeweiligen Ausbildungsgänge. Sie wurden mit dem J.J. Darboven-Förderpreis ausgezeichnet, der im letzten Jahr erstmals vergeben wurde. Bei den Pferdewirten klassische Reitausbildung ging der Preis an Lisa Zoller (Bissingen). Sie schloss ihre Berufsausbildung bei Manfred Herzog mit Note 1,05 ab. Lea Buzilowski (Arnsberg, Hartmut Hehwerth, Nordrhein-Westfälisches Landgestüt) ist mit Note 1,36 die Beste in der Fachrichtung Zucht. Mit Note 1,2 gab es gleich drei Jahrgangsbeste Pferdewirte der Fachrichtung Haltung und Service: Hella Mohr (Simmern, Tina Behm-Pfeil, Reitzentrum Sonnenhof), Amelie Schmidt (Gröbenzell, Ludwig Rummelsberger, Haupt- und Landgestüt Schwaiganger) und Paula Weinkopf (Helmstedt, Jürgen Gruhn, Pullmann City/HaWo Management). Mit Note 1,8 schloss Maira Große-Albers (Gehrde) ihre Pferdewirtschaftsmeisterprüfung Fachrichtung Reiten ab und mit Note 1,21 Kathrin Karosser (Bad Feilnbach) ihre Prüfung in der Fachrichtung Zucht und Haltung. Alle Sieben erhielten je einen Scheck über 600 Euro, überreicht von Manuel Rodriguez Eicke, Leiter Marketing des Hamburger Kaffeeunternehmens J.J.Darboven.
Die Stensbeck-Plakette in Silber erhielten Josephine Binder (Schieberdingen); Anne Eppinger-Lütkemeier (Münsingen); Claudia Feldmann (Griesheim); Stephanie Fiedler (Neustadt-Dosse); Greta Funke-Ligthart (Varel); Maira Große-Albers (Gehrde); Verena Karle (Dettingern); Corinna Kühler (Dillenburg); Cornelia Leonards (Eschweiler); Ben Leuwer (Königswinter); Antonia Oelschlegel (Brunnthal); Jörn Warner (Düsseldorf); Alexandra Wolf (Hohenstein).

Mit der Stensbeck-Plakette in Bronze wurden ausgezeichnet Stefanie Ahlert (Greven/Ausbilder Annette Rüscher); Sina Aringer (Hagen a.T.W./Insa Hansen); Marie Bachmann (Bessenbach/Stefanie Kerner); Celine Beekhuis (Krummhörn/Friedrich Lutter); Charlotte Bijker (Emmerich/Thomas Öhmann); Carolin Böhnke (Harsefeld/Hergen Forkert); Philipp Brodhecker (Riedstadt/Friedrich Lutter); Vanessa Crnadak (Overath/Franz Gilles); Lena Feldkamp (Emsdetten/Hans-Thorben Rüder); Maximilian Fritsch (Ennepetal/Jutta Briel); Moritz Gehrmann (Bordersdorf/Falk Rosenbauer); Liv Elin Gunzenhäuser (Bruchsal/Manfred Heller); Fabian Held (Massenhausen/Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, Johannes Grupen); Carmen Herrmann (Hergersweiler/Bruno Eidam); Friederike Hess (Warendorf/Christian Hess); Anna Carina Jung (Wilnsdorf/Andreas Dibowski); Pia Karsch (Neustadt/Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt, Henning Müller); Timo Knapp (Obrigheim/Nordrhein-Westfälisches Landgestüt, Hannes Müller); Pia Kocker (Geilenkirchen/Daniel Weinrauch); Alexander Krawinkel (Lage/Hubertus Schmidt); Lisa Sophie Krüger (Warendorf/Nordrhein-Westfälisches Landgestüt, Hannes Müller); Saskia Kunz (Waldernbach/Andreas Wendenburg); Anja Lechtermann (Drensteinfurt/Reinhard Lütke-Harmann); Marco Litterscheidt (Rheinbach/Hans-Josef Gemein); Sophia Mann (Konstanz/Ulrich Rasch); Jonathan Marquardt (Kalbach/Heinrich Brähler); Nils Marthiensen (Hamburg/Andreas Dibowksi); Jan Matthias (Durlangen/Gabriele Nause-Westerich); Anne-Lene Niebank (Bremen); Saskia Ohrmund (Wusterhausen/Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt, Henning Müller); Sebastian Ort (Werder); Annabel Pollmüller (Sprockhövel/Norbert van Laak); Melina Rytir (Düsseldorf/Christina Hoffmann); Sarah Schmierer (Erdmannshausen/Ute Schmierer); Andreas Schrankl (Kastl/Helmut Schönstetter); Thomas Schulze (Georgsmarienhütte/Eva Möller); Philip Weßling (Bocholt/Ingrid Klimke); Lisa Zoller (Bissingen/Manfred Herzog).
Die Graf Lehndorff-Plakette in Silber erhielten Barbara Braun (Kochel am See); Dorothee Drechsel (Steinhöring); Kathrin Karosser (Bad Feilnbach); Anne Marie Kleemann (Eystrup); Nadine Lallemand (Hohen Schönberg); Nina Schultes (Ohlstadt); Anne Seigl (Bammental); Vanessa Tegge (Bensheim-Schwanheim); Jörn Warner (Düsseldorf); Dominik Wohlfart (Litzedorf).

Die Graf Lehndoff-Plakette in Bronze – Fachrichtung Zucht – ging an Stella Ataya (St. Wendel/Ausbilder Graciela Bruch); Lisa Bastian (Gernsheim/Holger Schmeling); Lea Buzilowski (Arnsberg/Nordrhein-Westfälisches Landgestüt, Hartmut Hehwerth); Timo Degel (St. Wendel/Nastasja Volz); Tina Ethner (Weidhausen); Lena Gödde (Münster/Gestüt Hof Ittlingen); Victoria Gollub (Wedel); Sabrina Häfele (Geislingen/Haupt- und Landgestüt Marbach); Maike Höing (Billerbeck/Franz Hubertus Schulze Schleithoff); Anna Sophia Keller (Wuppertal/Nordrhein-Westfälisches Landgestüt, Hartmut Hehwerth); Lisa Körner (Ingelheim/Peter Rodde); Michelle Macher (Hodorf/Marielena Graff); Mareike Meßmer (Hanau/Dirk Jörß); Tim Müller (Langerwehe-Schlich/Gerald Muffels); Fabian Paulus (Meckenheim/Claudia Heicke); Lina Rinderknecht (Königsfeld/Haupt- und Landgestüt Marbach); Anna Schwierz (Buchholz/Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt, Henning Müller); Bernadette Wiedemann (Sauldorf/Wolfgang Heise).

Die Graf Lehndorff-Plakette in Bronze – Fachrichtung Haltung und Service – ging an Wiebke Allmers (Schortens-Moorhausen); Annika Baier (Muldestausee/Landgestüt Sachsen-Anhalt GmbH, Siegmund Hintsche); Karin Baist (Rödermark/Ellen Bontje); Marie-Therese Bals (Rosenheim); Jana Batterink (Hoogstede/Mareike Harm); Judith Becker (Heidekamp/Rena Schmolling); Henrica Katharina Blaas (Ahrensburg/Benjamin Puls); Alena Brockmann (Bielefeld/Christoffel Himschoot); Pia Doreen Brunner (Sontheim/Antje Grund); Dennis Buntrock (Minderlittgen/Konrad Kleer); Christine Cardinal (Gütersloh/Hans-Ulrich Heitmann); Mareike Comes (Gillenfeld/Daniela Orth); Mariana Döring (Leipzig/Sächsische Gestütsverwaltung Hauptgestüt Graditz, Antje Zimpel); Marie-Luise Ernst (Kleinopitz/Sächsische Gestütsverwaltung Landgestüt Moritzburg, Volkmar Wagner); Mona Falk (Telgte/Renate Elberich); Marie Flothmann (Moosinning/Michael Schöbel); Rosa Frenkel (Berlin/Sächsische Gestütsverwaltung Hauptgestüt Graditz, Antje Zimpel); Lisa-Marie Fritzsche/Sächsische Gestütsverwaltung Hauptgestüt Graditz, Antje Zimpel); Nina Gerstacker (Plech/Baptist Behr); Philipp Glaser (Neustadt/Anton Gelfert); Eymeli Anna Grametzki (Zörbig/Landgestüt Sachsen-Anhalt GmbH, Siegmund Hintsche); Annika Grashoff (Hamburg/Jörn Hansen); Wiebke Grauerholz (Oeschebüttel); Paula Graulich (Dillenburg/Landgestüt Dillenburg, Achim Keßler); Tina Günther (Limbach-Oberfrohna/Heidi Jasch); Katharina Gutowsky (Herne/Susanne Miesner); Vanessa Hellmund (Großmölsen/Landgestüt Sachsen-Anhalt GmbH, Siegmund Hintsche); Franziska Maria Horn (Heidenau/Sächsische Gestütsverwaltung Hauptgestüt Graditz, Antje Zimpel); Julia Kalthof (Staßfurt/Carsten Pilger); Fabian Kempf (Waldfischbach-Burgalben/Eva Müntefer); Pia Kolb (Neukirch/Linda Elisabeth Müller-Wolf); André Köppe (Sydewitz/Sächsische Gestütsverwaltung Landgestüt Moritzburg, Volkmar Wagner); Tanja Kuhfuß (Elsteraue/Sächsische Gestütsverwaltung Hauptgestüt Graditz, Antje Zimpel); Lisa Kurtz (Dörverden/Niedersächsisches Landgestüt, Henning Steinhoff); Jennifer Laebe (Forst (Lausitz)/Liane Below); Melanie Laubmeier (Niddatal/Haupt- und Landgestüt Marbach); Hella Mohr (Simmern/Tina Behm-Pfeil); Madlen Mohr (Oberlauda/Alexander Trunk); Charlene Ortmann (Bassum); Sarah Pankratz (Neustrelitz/Landgestüt Redefin, Rolf Günter); Anne Christin Petersdorf (Beeskow); Elisa Pöder (Latsch); Bianca Raschke (Roßlau/Sabine Opitz-Wieben); Barbara Reichenberger (Lilienthal/Jessica Tietjen); Lisa Reuber (Bergen/Dumme/Thomas Schulz); Lisa Elena Katharina Roßmann (Vaihingen/Enz/Haupt- und Landgestüt Marbach); Katharina Schloh (Hamburg/Henry Schloh); Laura Isabell Schmid (Donzdorf/Ellen Wachter); Amelie Schmidt (Gröbenzell/Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, Ludwig Rummelsberger); Marie Louise Schmilewski (Osringen-Nenzingen/Haupt- und Landgestüt Marbach); Jule Schneider (Hattenhofen/Stefan Müller); Vivien Schnurbusch (Mittenwalde); Yessica Schröder (Brandenburg a.d.Havel/Thomas Ratke); Julia Nina Steinbjörnssen (Oranienburg); Eva Jane G. Stiegler (Füssen/Daphne Dorn); Anna Sulz (Walddorfhäslach/Haupt- und Landgestüt Marbach); Franziska Udert (Langenfeld/Heike Hörnlein); Clara Uhlemann (Hohen Neuendorf/Christian Hubert Schulze Topphoff); Nicole Vogel (Dornstadt/Haupt- und Landgestüt Marbach); Nicole von Boborowsky (Neiße-Malxetal); Katja von Weizsäcker (Stahnsdorf); Marion Vorreiter (Moosburg); Jasmin Wagner (Kahla/Katrin Unger); Paula Weinkopf (Helmstedt/Jürgen Gruhn); Leonie Westphal (Alt Farpen/Brit Risch).

Team Hannover gewinnt Bundesberufswettbewerb 2016

Pferdewirte – Fachrichtung „Klassische Reitausbildung“

Warendorf (fn-press). Die Mannschaft Hannover hat die Teamwertung beim 17. Bundesberufswettbewerb für Pferdewirte mit der Fachrichtung „Klassische Reitausbildung“ gewonnen, der Ende November in der Deutschen Reitschule in Warendorf ausgetragen wurde (176,5 Punkte). Platz zwei ging an das Team aus Westfalen (175,1). Die drittbeste Mannschaft kommt aus Hessen (174,3).

Zwei Tage lang maßen sich 30 angehende Pferdewirte der Fachrichtung „Klassische Reitausbildung“ aus ganz Deutschland miteinander. Zehn Mannschaften waren am Start – darunter ein sogenanntes Mix-Team, da nicht alle Bundesländer drei Reiter für ein Team hatten. Schließlich ist der Bundesberufswettbewerb so etwas wie eine Deutsche Meisterschaft der Auszubildenden – und am Ende auch ihrer Berufsausbilder, deren Lehr- und Ausbilderfähigkeiten der Wettbewerb widerspiegelt.

Seit der Neuordnung der Berufsausbildung im Jahre 2010 wird der Bundesberufswettbewerb nach einem neuen, vielseitigeren Richtverfahren ausgetragen: Über drei Runden in den Disziplinen Springen und Dressur in den Klassen A bis L wird im K.O.-Verfahren das beste Team und der beste Einzelreiter mit der besten Gesamtwertung aus beiden Disziplinen ermittelt. Die finale Entscheidung in der Einzelwertung fällt am Ende durch die Teilprüfung „Unterrichtserteilung“. Schließlich sollen die künftigen Pferdewirte nicht nur gut Pferde ausbilden, sondern auch Menschen das Reiten beibringen können.

Den Sieg im Einzelwettbewerb holte sich mit ganz großem Vorsprung ein Mitglied vom Mix-Team Baden-Württemberg/Bayern/Rheinland Pfalz. Die Rheinland-Pfälzerin Sophie Cathleen Stilgenbauer (Hofgut Petersau, Frankenthal) setzte sich in der entscheidende Teilprüfung Unterrichtserteilung mit Note 9,0 gegen Saskia-Sophie Kunz (Note 6,5 / Niedersächsisches Landgestüt, Celle) vom siegreichen Hannover-Team durch. Den dritten Platz (16,7 Punkte) auf dem Treppchen sicherte sich die Baden-Württembergerin Lara Adelhelm (Haupt- und Landgestüt Marbach), die es zusammen mit Christoph Fingerhut vom Team Westfalen (Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei, Warendorf) in die dritte und vorletzte Runde geschafft hatte.

Die Ergebnislisten vom Bundesberufswettbewerb 2016 sind als PDF-Anhang auf dieser Seite zu finden.

Über 350 Ausbilder besuchten den FN-Kongress „Kindgerechter Reitunterricht“

Altersgerechte Ausbildung muss vielseitig und spielerisch sein

Warendorf (fn-press). Vom Blick über den Tellerrand zur Innensicht, vom Abstrakten zum Konkreten, vom der Theorie zur Praxis: Das alles bot der Kongress „Kindgerechter Reitunterricht“ der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) Ende November in Warendorf. Ein Thema, das auf großes Interesse stößt, wie die Besucherzahl beweist: 350 Ausbilder suchten Information und Inspiration.

Zum Einstieg gab es sportwissenschaftliche Grundlagen von Prof. Dr. Thomas Jaitner, Arbeitsbereich Bewegung und Training am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Uni Dortmund. „Koordinative und konditionelle Fähigkeiten sind die Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt bestimmte Bewegungen ausführen können“, sagte Jaitner, wobei er die koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Rhythmisierung, Reaktion, Differenzierung oder Orientierung bedeutender für das Bewegungslernen sah als die konditionellen (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit). Diese konditionellen Fähigkeiten stellen jedoch eine ganz wichtige Grundlage zur Entwicklung der für das Reiten so bedeutsamen Koordination dar. Sowohl Koordination als auch Kondition müssen deshalb gefördert werden. „Die koordinativen Fähigkeiten sind „von klein auf“ gut trainierbar und müssen in allen Altersphasen trainiert werden. Hier gibt es kein „zu früh“, aber ein „zu spät“.“ Vielfältige Bewegungsformen und Bewegungskombinationen sorgen für den „Bewegungsschatz“ eines Menschen.

Wie eine konsequente Ausrichtung des Trainings auf die Altersphasen von Kindern und Jugendlichen aussieht, machten Renate Schubert und Dietrich Späte vom Deutschen Handballbund deutlich. Bereits Anfang der 1990er Jahre begannen die Handballer ihre Verbands- und Ausbildungsstrukturen auf die kindgerechte motorische Grundausbildung umzustellen. „Die Lebensbedingungen der Kinder haben sich stark verändert“, sagte Renate Schubert, ehemalige Jugendnationaltrainerin und Dozentin an der Uni Bielefeld. Mit Folgen für die motorische Entwicklung der Kinder und Herausforderungen für die Trainer. Nicht nur müssen diese mit den motorischen Defiziten des Nachwuchses klar kommen, auch stellt das Training von Kindern besondere Anforderungen. Es geht weniger um die fachliche Vermittlung einer Sportart und ihrer spezifischen Technik. „Training muss Spaß machen und Kinder brauchen Erfolgserlebnisse“, sagte Dietrich Späte, Präsident der Trainer- und Methodik-Kommission der Internationalen Handball-Föderation. Dazu gehört auch das Leitbild, dass Kinder keine Fehler machen, sondern Bewegungserfahrungen sammeln. Das Training von Kindern muss spielerisch sein. „Es geht um ausbildungsorientiertes statt ergebnisorientiertes Coachen“, beschrieb Dietrich Späte die Aufgabe des Ausbilders.
Um kindgerechten Reitunterricht ging es im Vortrag von Pferdewirtschaftsmeisterin Lina Otto und Sportwissenschaftlerin Dr. Meike Riedel. Auf den theoretischen Input ihrer Vorredner aufbauend, widmeten sich die beiden Autorinnen des gerade neu im FNverlag erschienenen Buches „Kinderreitunterricht – kreativ und vielseitig gestalten“ den kindlichen Entwicklungsphasen, deren Auswirkungen auf den Reitunterricht sowie dem Thema Sicherheit. Im Fokus standen dabei drei Altersgruppen: Kindergartenkinder im Alter von vier bis sieben, Grundschulkinder im Alter von sieben bis zehn und Schulkinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren. Die veränderte Bewegungswelt von Kindern in unserer Gesellschaft und die Auswirkungen auf den Reitunterricht, machte Dr. Meike Riedel noch einmal deutlich: „Der Mensch ist körperlich auf Bewegung programmiert, aber das eigentliche Spielkind wird in unserer heutigen Gesellschaft mehr und mehr zum Sitzkind. Der Anteil von Kindern mit motorischen Defiziten hat zugenommen“, sagte sie. Damit müsse der Reitlehrer umzugehen wissen. Wenn Kinder heutzutage keine Rolle vorwärts mehr können, so hat dies auch Auswirkungen auf die Verletzungsgefahr im Falle eines Sturzes vom Pferd. Eine vielseitige Grundausbildung, die auch die motorischen Fähigkeiten fördert, ist somit in Punkto Sicherheit die beste Prävention. Das sieht auch Lina Otto so. Ihr Credo lautet „aktiver Schutz vor passivem Schutz“. Entsprechend sieht sie eine Schutzweste allenfalls als ergänzende Schutzmaßnahme. Viel wichtiger sei es, Losgelassenheit und Gleichgewicht zu schulen und beispielweise methodische Übungen zum (Ab-)Rollen in den Unterricht zu integrieren.

Wie kreativ und abwechslungsreich die Reitausbildung sein kann, erlebten die Gäste des Kongresses beim Vortrag von Ulrike Mohr. Ihre Kinderreitschule ursprünglich mit zwei Shetlandponys begonnen, führt die Pferdewirtschaftsmeisterin aus Hessen mittlerweile zwei erfolgreiche Betriebe, in denen rund 1.000 Kinder pro Woche den Umgang mit Pferden und Ponys erlernen. „Für uns steht das Reiten nicht im Vordergrund“, berichtet Ulrike Mohr. Entsprechend gibt es neben Stationen, an denen geritten wird, auch Stationen, an denen die Kinder beispielsweise durch Rollenspiele Pferdekrankheiten kennenlernen. Dabei darf ein Kind ein Pferdekostüm anziehen und eine Krankheit schauspielerisch darstellen, während die anderen Kinder diese erraten müssen. Spielerisch prägen sich die theoretischen Inhalte so ein. „Kinder lernen über Handeln und Tun, über Bilder und Geschichten“, begründet Ulrike Mohr ihr Lernkonzept und schüttete ein Füllhorn methodischer Ideen aus, die man auch in Videos sehen kann, die über das FN-Trainerportal im Internet allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung stehen. Bei den Kongressbesuchern kam dies gut an. Noch lange nach ihrem Vortrag war sie von einer Menschentraube umringt und beantwortete im Gespräch geduldig alle Fragen.

„Mit solchen Ausbildern, wie wir sie heute erlebt haben, sind wir in der Lage, solche Ausbildungskonzepte voranzutreiben. Deshalb kann es davon gar nicht genug geben. Und deshalb sind wir auch weiterhin auf der Suche nach Ausbildern oder Leitern von Kinder- bzw. Ponyreitschulen, die mit uns dieses Thema vorantreiben wollen, weil wir erst am Beginn der Entwicklung eines funktionierenden Netzwerkes sind“, appellierte Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft, an die 350 Ausbilder und wies auch auf die diversen Möglichkeiten der Traineraus- und Fortbildung hin, die sich mit der Zielgruppe Kinder beschäftigen. Dass „Kinderreitunterricht“ zu Recht ganz oben auf der Verbandsagenda steht, zeigt die Nachfrage nach allen Angeboten der FN zu diesem Thema. „Ich bin überzeugt davon, dass dieser Kongress nicht das letzte Angebot von uns für die vielen interessierten Ausbilder an der Basis ist“, sagte Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der Abteilung Jugend.

Lehrvideos zum kindgerechten Reitunterricht sind im FN-Trainerportal zu finden.

Breitensport, Vereine und Betriebe

DLG-FN-Seminar 2017: „Management im Pferdebetrieb“

DLG und FN schulen Betriebsleiter

Warendorf/Schwaiganger/Vechta (fn-press). Professionelle Pferdebetriebe stehen heute vor wachsenden Herausforderungen: Wer zukunftsfähig bleiben oder gar wachsen will, benötigt fundierte Managementkenntnisse und ausgefeilte Stall- und Betriebskonzepte. Deshalb bietet die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) in Kooperation mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ab Februar 2017 das mehrteilige Seminar „Management im Pferdebetrieb“ an.

 

Unter Anleitung von Fachleuten aus der Pferdepraxis wird in dem umfassenden Seminar Know-how für eine moderne, zukunftsorientierte Entwicklung und Führung eines Pferdebetriebes vermittelt. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Anwendung des Gelernten wird in vier Präsenz-Modulen an wechselnden Orten – inklusive Betriebsbesichtigungen – angeboten. Es geht los mit Modul 1 Betriebsmanagement vom 17. bis 19. Februar in der FN in Warendorf, Modul 2 Pferdehaltung findet am 1./2. April im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Pferdehaltung Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, Modul 3 Personal- und Kundenmanagement am 23./24. September beim Pferdesportverband Weser-Ems in Vechta und schließlich Modul 4 Fütterung und Gesundheitsmanagement sowie die Abschlussprüfung am 17./19. November in Warendorf statt.
Das Seminar richtet sich an Betriebsleiter und leitende Angestellte professioneller Pferdebetriebe, die Bestände von 20 und mehr Pferden managen oder künftig managen wollen. Um einen möglichst großen Lernerfolg zu erreichen, ist die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt. Das Seminar ist Teil des DLG-Zertifizierungsprogramms und schließt ab mit dem DLG-FN-Zertifikat „Management im Pferdebetrieb“. Die Seminargebühr beträgt 1.590 Euro. Anmeldeschluss ist der 16. Januar 2017.

Weitere Informationen zum Seminar, Themen und Referenten, Zulassungsvoraussetzungen, Anmeldeunterlagen und Anmeldung unter www.dlg-akademie.de

Umwelt und Pferdehaltung

Nordrhein-Westfalen: neues Landesnaturschutzgesetz verabschiedet

Bestimmungen zum Reiten und Gespannfahren deutlich verändert

Warendorf (fn-press). Seit mehr als 40 Jahren regelte in Nordrhein-Westfalen das Landschaftsgesetz alle Fragen rund um Naturschutz und Landschaftspflege inklusive des Betretensrechtes. Nun hat der Landtag ein neues Naturschutzgesetz mit umfassenden Änderungen verabschiedet. Dabei wurden auch die Bestimmungen zum Reiten und Gespannfahren deutlich verändert und in vielen Punkten vereinfacht.

Viele Jahrzehnte lang war das bisherige Landschaftsgesetz mit seinen einschränkenden Bestimmungen für das Reiten im Wald wiederkehrend Gegenstand von Gesprächsrunden, Gutachten und Diskussionen in vielen Kreisen und Regionen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Das fand 2016 einen neuen Höhepunkt, indem der im März veröffentlichte Gesetzesentwurf vielerlei Interessengruppen auf den Plan rief und harsche Kritik ebenso wie freundliche Zustimmung erzeugte.

Das betraf bei weitem nicht nur, aber eben auch, die pferdesportliche Betätigung in Feld und Wald. Dazu wurde zum Stichtag für Stellungnahmen eine nie dagewesene Anzahl von etwa 20 Eingaben großer und kleiner „Pferde-Verbände“ sowie einzelner Pferdefreunde eingereicht und auf den Internetseiten des Landtags für jedermann einsehbar veröffentlicht. Das ist nun Geschichte. Mitte November 2016 wurde das neue Landesnaturschutzgesetz mehrheitlich verabschiedet.

Nachstehend in Kürze ein Überblick über die wichtigsten Passagen:
In der Feldflur sind erfreulicherweise Reiten und Kutschfahren auf landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen weiterhin grundsätzlich zugelassen. Im Wald haben sich die Bestimmungen für das Reiten deutlich verbessert: So ist Reiten künftig auf allen befestigten und naturfesten Waldwirtschaftswegen grundsätzlich gestattet. Damit ist die sogenannte Freistellungsregelung auf Kreisebene entfallen, ebenso wie pauschale Wanderwegsverbote. In Gebieten mit „regelmäßig geringem Reitaufkommen“, also in der Regel im ländlichen Raum, können die Kreise oder kreisfreien Städte alle Wege einbeziehen. Sind Wälder stark frequentiert, was vor allem in Ballungsräumen vorkommt, ist eine Beschränkung auf besonders gekennzeichnete Wege möglich.
Die Sperrung von Wegen ist einzelnen örtlich abgegrenzten Bereichen vorbehalten, in denen die Gefahr erheblicher Beeinträchtigungen oder Schäden besteht und eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde vorliegt. Das zeitweise im Gesetzesentwurf enthaltene Verbot, Hunde mitzuführen, wurde wieder gestrichen.
Die Kennzeichnung der Pferde und zweckgebundene Reitabgabe bleibt bestehen.
Einige Probleme dauern fort: So gilt für Gespanne, dass sie im Wald die Zustimmung eines jeden Grundeigentümers benötigen. Auch wurde das Führen dem Reiten gleichgestellt, obwohl hier eigentlich kein Regelungsbedarf besteht. Auf landwirtschaftlichen Flächen in Schutzgebieten, das sind über 40 Prozent der Landesfläche in NRW, ist zusätzlich zur Zustimmung der Grundeigentümer eine Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde erforderlich.
Das neue Landesnaturschutzgesetz tritt am Tage der Verkündung in Kraft, für die Bestimmungen zum Reiten besteht eine Übergangsfrist bis zum 01.01.2018. Gerlinde Hoffmann/Abteilung Umwelt und Pferdehaltung
Mehr über das Thema Ausreiten erfahren Sie hier: www.pferd-aktuell.de/breitensport

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht  
Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2016 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Änderungen vorbehalten:

FRANKFURT Internationales Festhallen Reitturnier
15. – 18. Dezember
Pressekontakt: EquiWords, Kirsten Maier
Telefon 0151/42430065
E-Mail info@equiwords.de
Internet www.engarde.de

Quelle: FN-press

On the horizon of the King of the Alps. Majestic, with the dignity of an undisputed ruler, the Mont Blanc towers over Lake Geneva. On the banks of which the battle for the crown has just commenced again. Because at the Palexpo in Geneva, the largest indoor arena in the world, the top stars of the equestrian world traditionally meet up in December for the third Major of the year in the Rolex Grand Slam of Show Jumping.
The CHI Geneva has been impressing the crowds since 1926 and attracts tens of thousands of visitors every year to the most southwestern point of francophone Switzerland to experience unforgettable sporting moments together with the best riders in the world.
All eyes will especially be cast on one man: Scott Brash, whose name is as closely connected with the glorious history of the Rolex Grand Slam as the Majors themselves. Since precisely two years ago, the young Brit laid the foundation for that monument that turned him into a living legend, after his victory in the “Rolex Grand Prix” at the CHI Geneva 2014: In the following year, he also succeeded in winning the Majors in both Aachen and Calgary and hence became the first and only rider ever to win the Rolex Grand Slam of Show Jumping.
Scott Brash’s journey with Rolex is, however, by no means over after this pioneering triumph: “My fascination for the Majors is unabated,” the 31-year-old said and promptly delivered the evidence in July when he came second at the CHIO Aachen 2016. Moreover, after defending his Major title at the CSIO Spruce Meadows ‘Masters’ in September, he will be saddling his horse at the CHI Geneva as the current contender for the Rolex Grand Slam.
Philipp Weishaupt will also be travelling to Switzerland with the confidence of a Major winner, since it was he, who delegated Scott Brash into second place at the CHIO Aachen 2016. The German show-jumper has the opportunity to win the bonus for two Major victories within a Grand Slam cycle in Geneva. “Winning the Grand Prix in Geneva is an absolute dream,” commented the also 31-year-old. “It is an extremely tough challenge, but my horses are in top form and I think we have a good chance.”

But, the Swiss arena is not going to be the venue for a duel between merely Brash and Weishaupt, the entire show-jumping world elite is competing at the CHI Geneva, including last year’s winner, Steve Guerdat. The Swiss local hero has won the Major in Geneva three times already, in 2006, 2013 and 2015 and is one of the absolute favourites again this year.

Yet, which national hymn will echo through the Palexpo on the afternoon of December 11th, 2016, which rider will head the lap of honour, whose triumph will be eternally anchored in the minds of the 8,500 spectators, will exclusively be decided in the ring.
The top 40 pairs in the world qualify to compete in the “Rolex Grand Prix” of the CHI Geneva. In the end, one pair will triumph over all of their fellow competitors. Let the battle for the throne of the equestrian sport begin!

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The Rolex Grand Slam of Show Jumping
The Rolex Grand Slam of Show Jumping unites the Majors in Aachen, Geneva and Spruce Meadows into one competition where the most prestigious and most challenging trophy on the international equestrian sport circuit is at stake. The rider, who jumps to victory at all three shows in succession, claims the Rolex Grand Slam of Show Jumping title – as well as additional prize-money to the value of one million Euros.
Scott Brash from Great Britain was the first and so far only rider ever to succeed in pulling off this extraordinary feat: He won in Geneva in 2014 as well as in Aachen and Spruce Meadows in 2015 and thus went down in sporting history.
With his renewed victory at the CSIO Spruce Meadow ‘Masters’ in 2016, Scott Brash will once again be competing at the CHI Geneva 2016 (December, 8th to 11th) as the current contender for the Grand Slam where he will strive to take his second Major victory in succession. As the winner of the CHIO Aachen 2016, Philipp Weishaupt from Germany has the chance to win the “two-out-of-three” bonus of 250,000 Euros for two non-consecutive Major victories within one Grand Slam cycle.

CHI de Genève 2016

A l’horizon, le roi des Alpes… Majestueux, avec la dignité d’un souverain incontesté, trône le Mont Blanc surplombant le Lac Léman, dont les rives seront bientôt le théâtre d’une lutte pour une autre couronne. C’est ici à Palexpo, sur la plus grande piste indoor du monde, que le CHI de Genève accueille traditionnellement en décembre les noms les plus illustres des sports équestres, pour le troisième Majeur de l’année du Rolex Grand Slam of Show Jumping.
Depuis 1926, le CHI de Genève enflamme son public, attirant chaque année des dizaines de milliers de visiteurs au sud-ouest de la Suisse romande, pour partager d’inoubliables moments sportifs avec les meilleurs cavaliers mondiaux.
Il est celui vers qui tous les regards convergeront : Scott Brash, dont le nom est intimement lié à la glorieuse histoire du Rolex Grand Slam et de ses Majeurs… Il y a deux ans, la victoire du jeune Britannique dans le « Grand Prix Rolex » du CHI de Genève 2014 posait la première pierre de ce nouveau monument sportif, faisant de lui une légende vivante : il remportait l’année suivante les Majeurs d’Aix-la-Chapelle et de Calgary, devenant ainsi le premier et jusque-là, l’unique vainqueur du Rolex Grand Slam of Show Jumping.

Ce triomphe inédit ne signe toutefois pas la fin de l’aventure Rolex pour Scott Brash : « Ma fascination pour les Majeurs reste intacte » assure le cavalier de 31 ans, qui le prouvait en juillet 2016 avec une deuxième place dans le CHIO d’Aix-la-Chapelle. Et lors du CSIO Spruce Meadows ‹ Masters ›, en septembre, il réitérait sa victoire de l’année dernière. C’est donc en grand favori qu’il courra cette nouvelle édition genevoise du grand chelem en cours.
C’est avec l’assurance d’un vainqueur de Majeur que Philipp Weishaupt fera aussi le voyage en Suisse. Car il est celui qui a réussi à évincer Scott Brash lors du CHIO d’Aix-la-Chapelle 2016. A Genève, l’Allemand aura en ligne de mire le bonus revenant au concurrent qui s’adjugera deux des trois Majeurs au sein d’un même cycle du grand chelem. Pour le cavalier âgé également de 31 ans, « gagner le Grand Prix de Genève est un rêve absolu. Le défi est de taille, mais mes chevaux sont prêts à le relever et je crois en notre chance. »

Les terres helvétiques ne seront pas uniquement la scène du duel entre Brash et Weishaupt ; l’élite des cavaliers internationaux de saut d’obstacles est également attendue lors de ce CHI de Genève, en particulier le vainqueur de la précédente édition, Steve Guerdat. En 2006, 2013 et 2015, le chouchou du public suisse a remporté par trois fois le Majeur de Genève et fait également partie cette année des grands favoris.

Alors, quel hymne national résonnera le 11 décembre 2016 après-midi entre les murs de Palexpo, quel cavalier mènera le tour d’honneur, dont le triomphe marquera pour toujours la mémoire des 8’500 spectateurs ? Seul le parcours en décidera…
Les 40 meilleurs couples mondiaux auront l’honneur de s’affronter dans le « Grand Prix Rolex » du CHI de Genève. Un seul d’entre eux triomphera. La lutte pour accéder au trône du sport équestre est à nouveau ouverte !

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Le Rolex Grand Slam of Show Jumping
Le Rolex Grand Slam of Show Jumping relie les Majeurs d’Aix-la Chapelle, Genève et Spruce Meadows en un seul défi, un des trophées les plus prestigieux et les plus difficiles du sport équestre international. Le cavalier enlevant successivement les Grands Prix des trois concours remporte donc ce Rolex Grand Slam of Show Jumping accompagné de sa prime d’un million d’euros.
Jusqu’à présent, Scott Brash est le premier et unique cavalier à avoir réalisé cet exploit extraordinaire en remportant Genève en 2014, puis Aix-la-Chapelle et Spruce Meadows en 2015 et a ainsi écrit un chapitre de l’histoire de ce sport.
Avec cette nouvelle victoire aux CSIO Spruce Meadows ‹ Masters › 2016 Scott Brash se présentera ainsi au CHI de Genève 2016 (8 au 11 Décembre) en prétendant à un nouveau grand chelem et essaiera donc de galoper vers une deuxième victoire successive dans un Majeur. L’Allemand Philipp Weishaupt, vainqueur du CHIO d’Aix-la-Chapelle 2016, a pour sa part la possibilité de remporter le bonus « deux sur trois » de 250 000 euros qui récompense le vainqueur de deux Majeurs non successifs dans un cycle du grand chelem.

CHI Genf 2016

Am Horizont der König der Alpen. Majestätisch, mit der Würde eines unangefochtenen Herrschers, thront der Mont Blanc weit über dem Genfer See. An dessen Ufer dagegen hat der Kampf um die Krone gerade erst wieder begonnen. Denn im Genfer Palexpo, der größten Indoor-Arena der Welt, treffen sich traditionell im Dezember die Topstars des Pferdesports zum dritten Major des Jahres im Rolex Grand Slam of Show Jumping.
Schon seit 1926 begeistert der CHI Genf die Massen und lockt jedes Jahr zehntausende Besucher an den südwestlichsten Zipfel der französischen Schweiz, um gemeinsam mit den besten Reitern der Welt unvergessliche Momente des Sports zu erleben.
Vor allem er wird die Blicke auf sich ziehen: Scott Brash, dessen Name ebenso eng mit der ruhmreichen Geschichte des Rolex Grand Slam verflochten ist wie die Majors selbst. Denn vor genau zwei Jahren hat der junge Brite mit seinem Sieg im „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf 2014 den Grundstein für jenes Monument gelegt, das ihn zur lebenden Legende machte: Im folgenden Jahr konnte er sowohl das Major in Aachen als auch jenes in Calgary für sich entscheiden und damit als erster und bislang einziger Gewinner des Rolex Grand Slam of Show Jumping hervorgehen.

Doch mit diesem bahnbrechenden Triumph ist die Reise mit Rolex für Scott Brash noch lange nicht vorbei: „Meine Faszination für die Majors ist ungebrochen“, sagt der 31-Jährige und lieferte im Juli mit einem zweiten Platz beim CHIO Aachen 2016 den ersten Beweis. Beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ im September konnte er seinen Majorsieg aus dem Vorjahr sogar verteidigen und steigt damit beim CHI Genf als aktueller Grand-Slam-Anwärter in den Sattel.

Mit der Zuversicht eines Majorsiegers reist allerdings auch Philipp Weishaupt in die Schweiz. Denn er ist derjenige, der Scott Brash beim CHIO Aachen 2016 auf Platz zwei verdrängen konnte. In Genf steht dem Deutschen nun der Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht. „Den Großen Preis in Genf zu gewinnen, ist ein absoluter Traum“, so der ebenfalls 31-Jährige. „Der Anspruch ist extrem hoch, aber meine Pferde sind top vorbereitet und ich glaube an unsere Chance.“

Dabei wird der Schweizer Boden mitnichten nur Schauplatz eines Duells zwischen Brash und Weishaupt sein, hat sich doch die geballte Weltspitze der Springreiter zum CHI Genf angekündigt, allen voran Vorjahressieger Steve Guerdat. Mit 2006, 2013 und 2015 konnte der Schweizer Publikumsliebling bereits dreimal das Major in Genf gewinnen und zählt auch in diesem Jahr zu den absoluten Favoriten.

Doch welche Nationalhymne am Nachmittag des 11. Dezembers 2016 durch das Palexpo hallen wird, welcher Reiter die Ehrenrunde anführen darf, wessen Triumph sich auf ewig in den Erinnerungen der 8.500 Zuschauer verankern wird, das entscheidet sich einzig und allein im Parcours.
Die 40 besten Paare der Welt dürfen sich im „Rolex Grand Prix“ des CHI Genf beweisen. Am Ende wird einer von ihnen über alle triumphieren. Der Kampf um den Thron des Pferdesports ist wieder eröffnet!

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Der Rolex Grand Slam of Show Jumping
Der Rolex Grand Slam of Show Jumping verbindet die Majors in Aachen, Genf und Spruce Meadows zu einem Wettbewerb um die wohl prestigeträchtigste und am schwierigsten zu erringende Trophäe im internationalen Pferdesport. Wer bei allen drei Turnieren in Folge triumphiert, gewinnt den Rolex Grand Slam of Show Jumping – und zusätzlich zum Preisgeld eine Million Euro.
Scott Brash aus Großbritannien hat diese außerordentliche Leistung als erster und bislang einziger Reiter vollbracht: Er gewann 2014 in Genf sowie 2015 in Aachen und in Spruce Meadows und schrieb damit Sportgeschichte.
Durch seinen erneuten Sieg beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 geht Scott Brash beim CHI Genf 2016 (8. bis 11. Dezember) wieder als aktueller Grand-Slam-Herausforderer an den Start und reitet um den zweiten Majorsieg in Folge. Philipp Weishaupt aus Deutschland hat als Sieger des CHIO Aachen 2016 in Genf die Chance auf den „Two-out-of-Three“-Bonus in Höhe von 250.000 Euro für zwei nicht-aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus.

Quelle: Rolex Grand Slam of Show Jumping

picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Kit Houghton – the Palexpo in Geneva, the largest indoor arena in the world. 

(Neustadt-Dosse) In der Region freut man sich, in internationalen Sportställen auch: Das Jahr 2017 fängt gut an, dank des Comeback des CSI Neustadt-Dosse in der Graf von Lindenau-Halle. Vom 5. – 8. Januar regieren die Pferde in der Halle, die seit dem Jahr 2000 Gastgeber für internationalen Turniersport ist.  Mit 22 Prüfungen, darunter auch zwei nationale Prüfungen für die junge Generation, bietet das CSI einen schönen Auftakt für das Europameisterschaftsjahr 2017.

Zwei Weltranglistenspringen am Samstag und Sonntag – der Preis der Deutschen Kreditbank AG und der prestigeträchtige Große Preis – bilden die Spitze des Programms. Zu den klassischen Herausforderungen zählen genauso die Prüfungen der mittleren und der Youngster-Tour. Insgesamt zehn sportlich hochwertige, internationale Prüfungen gehören zum CSI2*, bzw. CSI-YH und zehn Mal werden auch die internationalen Non-Professionals in Neustadt-Dosse zum sportlichen Vergleich gebeten.

Nachwuchsförderung pur ist der in Neustadt-Dosse gepflegte Junior Future Cup für junge Talente aus den ostdeutschen Bundesländern. Der Clou dabei ist die Mannschaftswertung in Kl. S, die der Einlaufprüfung in einem Springen der Kl. M folgt. In der Graf von Lindenau-Halle treffen also Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen aufeinander…
Wer die Neuauflage des einzigen internationalen Turniers in Neustadt-Dosse nicht verpassen möchte, kann jetzt schon Karten im Vorverkauf erwerben und z.B. auch als Weihnachtsgeschenk für Reitsportfans verwenden.

Ganz einfach geht es online über die website des CSI Neustadt-Dosse unter http://csi-neustadt.de/kartenvorverkauf/
Weiter Informationen finden Sie digital – zum Beispiel im Internet: www.csi-neustadt-dosse.de !
Oder bei Facebook: https://www.facebook.com/csi.neustadt.dosse !
Quelle: Comtainment GmbH

 

Vom 25. bis 26. November wurde in der Deutschen Reitschule in Warendorf der Bundesberufswettkampf ausgetragen. Aus 10 Landesverbänden wurden jeweils drei angehende Pferdewirte mit der Fachrichtung „klassische Reitausbildung“ nach Warendorf entsandt um die Besten unter ihnen zu ermittelt.

Die Teilnehmer mussten über drei Runden beim Springen, in der Dressur und in der Theorie ihr Können unter Beweis stellen. Das Finale, welches zwischen den beiden besten Teilnehmerinnen entschieden wurde, bestand aus der Erteilung einer öffentlichen Unterrichtseinheit im Bereich Dressur.
In der Einzelwertung ging der Sieg an Sophie Cathleen Stilgenbauer vom Landesverband RheinlandPfalz. Platz zwei belegte Saskia-Sophie Kunz (Auszubildende im Landgestüt Celle) für Hannover. Rang drei ging an Kara Adelhelm aus Baden-Württemberg die dort im Haupt- und Landgestüt Marbach Auszubildende ist. Ihr folgte als Vierter Christoph Fingerhut (Auszubildender beim DOKR) als erfolgreichster Westfale.

In der Teamwertung ging der Sieg nach Hannover mit Saskia-Sophie Kunz, Annelle Bischoff und Isabel Bernhardt. Ihnen folgten knapp dahinter die heimischen Westfalen mit Tanina-Victoria Schuldt, Cellina Bulitta und Christoph Fingerhut. Auf dem Bronzerang platzierte sich das Team aus Hessen.

Quelle: Nordrhein-Westfälisches Landgestüt

Foto: Georg Frerich/ Team Westfalen

Neuberg
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14977/Halle-Neuberg

Standenbühl
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14948/Fahren-KlM-Standenbuehl

Dallgow
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15013/DRC-Dressurturnier-Late-Entry-Dallgow

Elz
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14976/Late-entry-Halle-Elz

Heide
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14964/Indoor-Vielseitigkeit-Heide

Hohenlockstedt
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14963/Hallen-Dressur-Turnier-Hohenlockstedt

Köln-Leverkusen
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15017/-Koeln-Leverkusen

Neuberg
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14979/Late-entry-Halle-Neuberg

Pasewalk
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15029/Advents-Hallenturnier-Pasewalk

Appelhülsen
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14888/akribie-design-praesentiert-20-Appelhuelsener-Dressurtage-mit—Junior-Cup-der-TG-Baumberge—Finale-Erster-Grosser-WINTERMUeHLE-FAB-Amateur-Cup-Dressur-Hallenturnier-Appelhuelsen

Essen-Stadtwald
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15018/RSV-Winterchampionat-Essen-Stadtwald

Hamburg-Hummelsbüttel
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14936/-Hamburg-Hummelsbuettel

Leck
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14962/Adventsturnier-Leck

Sanitz
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15030/-Sanitz

Südlohn-Oeding
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14891/Hallen-Jugend-Springturnier-2016-mit—Qualifikation-zum-Westfalenhallen-Cup-Dortmund-20162017—Finale-zum-BEWITAL-Junior-Cup-2016—Einzelwertung-2016-Suedlohn-Oeding

Aachen – Albert-Vahle-Halle
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14971/Salut-Festival-2016-Aachen—Albert-Vahle-Halle

Oldenburg
www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15012/CSI2CSI1CSIYH1CSIAm-A-BCDI4AGRAVIS-Cup—Nationale-Pruefungen-Oldenburg

Reitanlage Friedrichshulde (Kuhrt)
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/15039/-Reitanlage-Friedrichshulde-Kuhrt

Kreuth/Opf.
http://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/14969/CSI2CSI1CSIYH1CSI-Am-B-KreuthOpf

Quelle: FN-Neon

(Frankfurt) Frankfurts Festhallen Reitturnier ist international eine Größe, das unterstreichen die ersten Nennungen aus dem In- und Ausland für das Reitsportereignis vom 15. – 18. Dezember 2016. Aus der Schweiz steuert Pius Schwizer das CSI in Frankfurt an, Irlands frisch verheirateter Denis Lynch will dabei sein, der Spanier Sergio Alvarez Moya, Italiens Luca Moneta, Lorenzo de Luca und Emanuele Gaudiano und auch der Belgier Gregory Wathelet möchte an die Erfolge der Vorjahre anschließen.

Triple in Sicht?
Wathelet gewann 2014 und 2015 mit Egano van het Slogenhof den Helaba Champions Cup, das Weltranglistenspringen am Samstag, könnte also jetzt ein „Triple“ perfekt machen. Luca Moneta, Lorenzo de Luca und Emanuele Gaudiano zählen zur „Nationalmannschaft“ Italiens und Gaudiano hat in der Festhalle praktisch noch einen „Heimvorteil“, denn der Springreiter lebt bereits seit Jahren im hessischen Büttelborn. Lorenzo de Luca zählt sogar zu den Top-20 der Springreiter-Weltrangliste, Gaudiano ist aktuell Nr. 31 der WRL.

Daumen drücken für Ahlmann und Co.
Diese Springreiter treffen auf eine starke deutsche Phalanx, allen voran der Weltranglistenerste Christian Ahlmann aus Marl, der 2012 mit Lorena den Großen Preis

der Deutschen Vermögensberatung AG in der Festhalle gewann und im August 2016 Olympia-Bronze mit der deutschen Equipe gewinnen konnte. Es ist nach Athen seine zweite Team-Bronzemedaille bei Olympischen Spielen. Auseinandersetzen müssen sich die Springreiter auch mit Kollegen wie Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) und Felix Haßmann (Lienen). Und die Kollegen wissen ganz genau, das kein Stechen entschieden ist, bevor nicht diese beiden Profis „fertig“ sind. Weder der eine, noch der andere hat viel Freude an Runden in ruhigem Tempo….

Das gilt auch für einen „Lokalmatadoren“: Jörg Oppermann (Gückingen) kennt die Festhalle „wie seine Westentasche“ und kann in Frankfurt grundsätzlich genauso wie David Will (Pfungstadt) beim Hessentag und auch international eine Rolle spielen. Mächtig „Schwung geholt“ hat Will bei den Offenen Kanadischen Meisterschaften in Toronto mit dem Sieg, auch Oppermann ist gut vorbereitet. Hessens Pferdesportfans dürfen sich also auf spannenden Sport im Parcours in der Frankfurter Festhalle freuen mit Gästen aus rund 20 Nationen, vier Weltranglistenspringen und der internationalen Youngster-Tour. Die bietet stets aufschlussreiche Zukunftsperspektiven – gut möglich, das einer der Youngster in wenigen Jahren auch mal den Großen Preis der Deutschen Vermögensberatung AG, den Helaba Champions Cup, den Preis der BHF Bank oder den FRAPORT Preis – das Championat von Frankfurt gewinnt…..

Karten für das Internationale Frankfurter Festhallen Reitturnier
Tickets gibt es in vier Preiskategorien von Donnerstag bis Sonntag. Bis zum 24. November läuft zudem der vergünstigte Karten-Vorverkauf –  dabei können einige Euro pro Ticket, bzw. pro Dauerkarte gespart werden. Karten im Vorverkauf gibt es hier:
+ ADticket:  https://www.adticket.de/Festhallen-Reitturnier-Shop.html?format=raw
+ oder telefonisch unter: (0180) 60 50 400
+ und bei allen ADticket Vorverkaufsstellen.
Eine Übersicht zu Kategorien und Preisen ist unter www.festhallenreitturnier-frankfurt.de verfügbar mit allen Details zu Sitzplätzen, Lageplan und Vergünstigungen.
Achtung: In Frankfurt gibt es für Besucher, die mit dem PKW anreisen im Parkhaus P4 in unmittelbarer Nähe zur Festhalle einen Sondertarif für 9 Euro pro Tag.
ÖPNV-Vorteil: Die Eintrittskarten sind zugleich auch RMV-Kombitickets für Hin- und Rückfahrt im Verbundraum mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Karten gelten ab drei Stunden vor Beginn des jeweiligen Veranstaltungstages und bis zum Betriebsschluss des jeweiligen Veranstaltungstages.

Eine Übersicht zu Kategorien und Preisen ist unter www.festhallenreitturnier-frankfurt.de verfügbar mit allen Details zu Sitzplätzen, Lageplan und Vergünstigungen.
Details auch unter www.pst-marketing.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/pstmarketing
Bei Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCW78OgVGcMa8ICqsCi8qY_A
Bei Instagram: https://www.instagram.com/p/BLbJjUcgnvM/?taken-by=pstgmbh
oder ganz einfach unter dem #festhallenreitturnier

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Stefan Lafrentz/ Gregory Wathelet und Egano van het Slogenhof gewannen zwei Mal in Folge den Helaba Champions Cup. Folgt jetzt das Triple in der Festhalle?

Internationales Springturnier in Paris, Weltcup-Fahren in Budapest und mehr

Auslandstarts

Internationales Springturnier (CSI5*) vom 1. bis 4. Dezember in Paris/FRA
Christian Ahlmann (Marl); Ludger Beerbaum (Riesenbeck); Daniel Deusser (Mechelen/BEL); Philip Houston (Leichlingen).

Weitere Informationen unter www.longinesmasters.com

Internationales Springturnier (CSI5*) vom 29. November bis 4. Dezember in Wellington/USA
Ansgar Holtgers (Löningen).

Weitere Informationen unter www.equestriansport.com

Internationales Springturnier (CSI3*/1*) vom 1. bis 4. Dezember in Poznan/POL
CSI3*: Felix Hassmann (Lienen); Christian Hess (Heidmühlen); Christian Kukuk (Riesenbeck); Harm Lahde (Sassenholz); Maximilian Schmid (Utting); Jörne Sprehe (Fürth); Andre Thieme (Plau am See); Philipp Weishaupt (Hörstel); Holger Wulschner (Klein Belitz); CSI1*: Marco Nagel (Ottendorf-Okrilla).

Weitere Informationen unter www.cavaliada.pl

Internationales Jugend Springturnier (CSI-J) vom 1. bis 4. Dezember in Aarhus-Vilhelmsborg/DEN
Alexandra Rambadt (Alt Davenstedt).

Weitere Informationen unter www.danishderby.dk

Internationales Jugend Springturnier (CSI-J/P/Ch/U25) vom 1. bis 4. Dezember in Lichtenfoorde/NED
CSIJ: Mia-Charlotte Becker (Sendenhorst); Max Haunhorst (Hagen); Franziska Müller (Hückeswagen); Maximilian Rolf (Bremen); Justine Tebbel (Emsbüren); Vicky Venschott (Greven); Lars Volmer (Legden); Nadine Volmer (Legden); CSIP: Pia Alfert (Ahaus); Mia-Charlotte Becker (Sendenhorst); Lea-Sophia Gut (Biberach); Mick Haunhorst (Hagen); Cheyenne Hopkins (Dorsten); Henry Munsberg (Osnabrück); Lisa Schulze Topphoff (Havixbeck); CSICh: Sanne-Roos Bals (RB Gouda/NED); Mick Haunhorst (Hagen); Henry Munsberg (Osnabrück); CSIU25: Max Haunhorst (Hagen); Chantal Hebbel (Odenthal); Louisa Müller (Hückeswagen); Nina Piasecki (Mönchengladbach); Maximilian Rolf (Bremen); Tom Sanders (Dinslaken); Janick Schleypen (Neuss); Marie Schulze Topphoff (Havixbeck); Justine Tebbel (Emsbüren); Lars Volmer (Legden).

Weitere Informationen unter www.psclichtenvoorde.nl

Internationales Dressurturnier (CDI3*/Y/J/U25/P) vom 1. bis 4. Dezember in Roosendaal/NED
CDI3*: Anna-Christina Abbelen (Kempen); Dominique Bunse (Köln); Nadine Husenbeth (Sottrum); Jana Kun (Aachen); Stella-Charlott Roth (Alsbach-Hähnlein); CDIY: Anna-Christina Abbelen (Kempen); Hannah Erbe (Krefeld); Liselott Marie Linsenhoff (Kronberg); CDIU25: Anna-Christina Abbelen (Kempen); CDIP: Anna Middelberg (Glandorf); Laura Stuhldreier (Münster).

Weitere Informationen unter www.dengoubergh.nl

Internationales Weltcup-Fahrturnier (CAI-W) vom 2. bis 4. Dezember in Budapest/HUN
Rainer Duen (Minden).

Weitere Informationen unter www.lovasshow.hu

Weitere Turniere (*/**) im Ausland mit deutscher Beteiligung
CEI2* Dubai/UAE am 1. Dezember, www.dubaiequestrianclub.ae

Quelle: FN-press

(Oldenburg)  Die Generation U25 war unschlagbar bei der letzten Qualifikationsstation des European Youngster Cups in Oldenburg. Mit der 22-jährigen Kendra-Claricia Brinkop aus Neumünster gewann eine Amazone den Großen Preis der AGRAVIS in Oldenburg – und damit auch das Ticket ins Finale des EY-Cups beim Mevisto Amadeus Horse Indoors in Salzburg vom 8. – 11. Dezember.

Das CSI2* Oldenburg bot hochspannenden Sport, in dem die junge Generation tatsächlich sensationelle Erfolge feiern konnte. Kendra-Claricia Brinkop war mit dem westfälischen Hengst A la Carte NRW unschlagbar im Großen Preis, einen Tag zuvor glänzte die 25 Jahre alte Jana Wargers aus Emsdetten als Siegerin im Weltranglistenspringen, das ebenfalls zu den drei für den European Youngster Cup Jumping gewerteten Prüfungen in Oldenburg zählte. Für Wargers ist es die letzte Saison im EY-Cup, die Springreiterin, die 2014 bereits die Gesamtwertung gewinnen konnte, vollendete im November ihr 25. Lebensjahr und verläßt 2017 die Altersklasse. „Zum Glück“, wie Mitbewerber Maurice Tebbel (Emsbüren) lachend anmerkte. Der 22-jährige konnte sich im Großen Preis zwar nicht platzieren, war hinter Wargers jedoch Zweiter im AGRAVIS Zukunftspreis, der an vier Standorten in Deutschland Station macht.

Kendra-Claricia Brinkop freute sich riesig: „Das ist unser größter Erfolg bisher. A la Carte ist erst acht Jahre alt und wir hatten eine tolle Saison. Aber Oldenburg war unser erster internationaler Großer Preis und dann gleich gewonnen….“ Sie hat sich direkt für das Finale qualifiziert, zweibester U25-Reiter war Maximilian Lill, der Vierter mit ABC Trixi im Großen Preis wurde und dafür Punkte für das EY-Cup-Ranking kassierte.

Nun blicken alle gespannt Richtung Finale beim CSI4* Salzburg. Dort geht es u.a. auch um Weltrangistenpunkte für die Finalisten des European Youngster Cups Jumping 2016.

Der European Youngster Cup Jumping im Internet: www.eycup.eu
Facebook: https://www.facebook.com/EYCupU25
Youtube: https://www.youtube.com/user/EYCupEU#g/a
Twitter: https://twitter.com/EYCUP

Quelle: Comtainment GmbH