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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

Natürlich stehen da auch Wohnwagen mit gelben Nummernschildern. Die Niederlande als Partnerland des CHIO Aachen sind aber nicht der einzige Grund dafür, das Weltfest des Pferdesports aus einer mobilen Behausung heraus hautnah zu erleben. Diese Möglichkeit gibt es schon seit Jahren. Und für die Grooms, die Pferdepfleger der weltweit besten Spring- und Dressurreiter, gehört das Campieren bei Turnieren ebenso zum Berufsalltag wie für die Teams im Gespannfahren. Sind die Vierbeiner in den Turnierboxen eingestallt, wohnen die Zweibeiner in den mit luxuriösen Wohnabteilen ausgebauten Transportern.

«Wenn der Schuh drückt, suche ich eine Lösung», sagt Georg Pohen. Schon vor über einem Jahrzehnt wurde der Landwirt angefragt, ob er in seinem Gut Kuckesrath, das in der Soers direkt neben dem Start der Geländeprüfung des Gespannfahrens und der Vielseitigkeit liegt, nicht einige Hindernisrichter einquartieren könne. Gefragt, getan. Zusammen mit dem Aachen-Laurensberger Rennverein entstand die Idee, einen Platz für Wohnwagen und Wohnmobile bereitzustellen, ebenso für Lastwagen der diversen Aussteller auf dem CHIO-Gelände. Die Möglichkeit, in Gehdistanz zum Hauptstadion zu campieren, sprach sich schnell herum.

«Jetzt haben wir auch einige Gäste», sagt Pohen, während er an seinem großen Holztisch vor seiner Haustüre die Nummernschilder zweier Neuankömmlinge notiert. Es handelt sich wie fast immer um Stammgäste. Sie wissen, wie alles funktioniert: 30 Euro pro Nacht zahlen, die Quittung im Wagen gut sichtbar hinter eine Scheibe legen, auf den zugewiesenen Standplatz fahren – und dann nur noch genießen. Wie auf einem ordentlichen Campingplatz gibt es Strom und Wasser, fix eingerichtete Duschen und Toiletten. Das ganz spezielle CHIO Aachen-Ambiente gibt es indes nur hier. Vielseitigkeitsreiter und Gespanne galoppieren und fahren direkt vor der Wohnwagentür vorbei.

Mittendrinn statt nur dabei geht in Sachen Camping beim CHIO freilich noch viel besser. Für die Pferdepfleger ist das Übernachten in mobilen Behausungen Berufsalltag. Diese rollenden Wohnungen stehen mitten auf dem Turniergelände. «Das ist wunderbar und sehr praktisch», sagt Armando Jacobo, während die Oldenburger Schimmelstute Caruschka friedlich neben ihm beim Grasen ist. Der Brasilianer ist Groom bei Eduardo Menezes und hat keinen Grund zum Klagen. Caruschka hat am Dienstag das Eröffnungsspringen des CHIO gewonnen, und schon vor dem Turnier kaufte sein Chef einen ganz neuen Pferdetransporter.

Das geht mit hohen sechsstelligen Summen zwar wacker ins Geld, doch ein sogenannter Horsetruck wie jener der Marke Stephex, der im Aachen-Village ausgestellt ist, bietet dafür immer und überall jeden erdenklichen Luxus. Da kauft man mit einem Lastwagen für den Pferdetransport zugleich auch eine Fünfsterne-Unterkunft – und spart sich fortan die Kosten für teure Hotels. «Küche, Bad, Dusche, Toilette, Wohn- und Schlafbereich, TV, Kühlschrank», zählt Armando Jacobo die Annehmlichkeiten seiner Unterkunft auf. Sichtlich stolz sagt er zudem, bei ihm würde es sogar eine Klimaanlage geben. Der Brasilianer ist das erste Mal als Groom beim CHIO in Aachen. Dass hier der Schutz vor Regen mitunter wichtiger als der Schutz vor Hitze ist, kann er im Gegensatz zu den erfahrenen Campern bei Bauer Pohen noch nicht wissen. Die haben um ihr Vorzelt vorsorglich schon einen Wassergraben gezogen.

Quelle: Niels Knippertz

In Aachen werden Geschichten geschrieben und Helden gemacht! So wie am Abend des Mercedes-Benz Nationenpreises beim CHIO Aachen 2017, als Deutschland zum zweiten Mal hintereinander diese Traditionsprüfung gewinnen konnte. Und wie! Keinen einzigen Fehlerpunkt musste sich die Mannschaft von Bundestrainer Otto Becker anrechnen lassen.

Becker hatte heute auf drei erfahrene Paare gesetzt – Marcus Ehning mit Pret a Tout, Philipp Weishaupt und LB Convall, Marco Kutscher mit Clenur – sowie einen Youngster: Maurice Tebbel, 23 Jahre jung. Sein Pferd: Chacco‘s Son, auch erst zehnjährig. Diese beiden avancierten heute Abend zu den Helden von Aachen. Doppelnull beim ersten Nationenpreis-Auftritt in der Soers! Nicht mal in die Nähe einer Stange kamen sie. Es war, als wüsste Chacco‘s Son, worum es geht. Die Rechnung des Bundestrainers war aufgegangen. „Es ist einfach unglaublich!“, freute er sich, „ich bin so stolz auf die Truppe! Hier in Aachen zu gewinnen, ist einfach etwas Besonderes. Und Maurice – als er zum zweiten Mal null durchs Ziel ritt, musste ich mir fast ein Tränchen wegwischen.“

Es war ein emotionaler Abend in Aachen. Vor allem auch für Maurice Tebbel. Schon im ersten Umlauf riss er nach dem letzten Hindernis die Arme jubelnd in die Luft und anschließend seinem Chacco‘s Son um den Hals. „Man träumt natürlich davon, aber wenn es dann so gut läuft, das ist einfach unbeschreiblich.“ Maurice konnte es offenbar noch gar nicht so richtig glauben, was da gerade passiert war. Zumal er bei der Besichtigung des Parcours vor allem einen Gedanken hatte: „Hoch!“ Da sei man froh, ein Pferd wie Chacco‘s Son zu haben, zollte er seinem vierbeinigen Partner Respekt. Die beiden kennen sich in- und auswendig. Als Fohlen kam der Hengst zu Tebbels. Maurice hat ihn selbst bei der Körung vorgestellt und ihn über Jungpferdeprüfungen in den großen Sport gebracht. Schon im vergangenen Jahr waren sie hier in Aachen in der großen Tour am Start und wurden auf Anhieb Zweite im Preis von Nordrhein-Westfalen. Und nun saß er auf dem Podium der Pressekonferenz des Mercedes-Benz Nationenpreises, Seite an Seite mit seinem großen Vorbild Marcus Ehning. Als Sieger. Mehr geht nicht. Außer vielleicht am Sonntag. Denn dann wird er im Rolex Grand Prix erneut angreifen.

Marcus Ehning war nicht minder glücklich über seine zwei fehlerfreien Runden mit Pret a Tout. Aber er kennt diese Situation ja schon, 2016 lief es nämlich genau so. Ach nein, nicht ganz: „Es ist eine Schande, dass Ludger (Beerbaum, Anm. d. Red.) nicht mehr dabei ist! Jetzt bin ich der älteste hier!“ Ein „rundum perfekter Tag“ war dies heute vor allem auch für Philipp Weishaupt. Der hatte nämlich auch noch Geburtstag und stellte fest: „Dieser Sieg ist das beste Geburtstagsgeschenk ever!“ Außerdem haben sicherlich noch nie 40.000 Leute für ihn „Happy Birthday“ gesungen, so wie heute, als er auch das letzte Hindernis im zweiten Umlauf fehlerfrei überwunden und damit den Sieg für Deutschland gesichert hatte. Darüber hinaus sah sein fantastischer L.B. Convall so aus, als könne er am Sonntag seinen Vorjahreserfolg im Rolex Grand Prix von Aachen definitiv noch einmal wiederholen.

Einzig bei Marco Kutscher und Clenur lief es nicht so richtig rund. Zu Abwürfen gesellte sich im ersten Umlauf auch noch eine Verweigerung am Wassergraben. Kutscher nahm es mit Humor: „Ich muss mich bei meinen Teamkollegen bedanken. Mein Job war es heute, das Ganze spannend zu machen!“

Pattsituation
Platz zwei teilten sich zwei Teams, die USA und die Schweiz mit jeweils acht Fehlerpunkten. Nachdem in Runde eins noch einige Teams mit fehlerfreien Ritten glänzten, häuften sich die Fehler in Runde zwei. Allerdings waren die Reiter sich einig, dass der Parcours von Frank Rothenberger zwar knifflig, aber fair war.Für die Schweiz ritten Werner Muff auf Daimler (0/0), Martin Fuchs mit Clooney (4/8), Nadja Peter Steiner mit Saura de Fondcombe (0/8) sowie Steve Guerdat und Hannah (0/0). Equipechef Andy Kistler betonte, wie stolz er auf sein Team sei, vor allem die Quotenfrau im Team. Für sie war es nämlich der allererste Aachen-Start. „Klar wäre es super gewesen, zu gewinnen. Aber Platz zwei ist auch fantastisch!“, so Kistler.

Das sah auch Robert Ridland, der Equipechef der USA, so. Er hatte Kent Farrington aus Gazelle (8/0), Elizabeth Madden mit Coach (8/8), Laura Kraut auf Zeremonie (0/0) sowie McLain Ward mit HH Azur (0/0) an den Start gebracht. Sein Fazit stand für das, was 40.000 Zuschauer mit nach Hause genommen haben: „Was wir hier gesehen haben, war Sport auf dem allerhöchsten Niveau. Besser geht es nicht. Und wir sind dankbar, dabei sein zu können!“

Quelle: Niels Knippertz

Foto: Dem siegreichen Team und Bundestrainer Otto Becker (Mitte) gratulieren Dr. Carsten Oder (links), Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland und Leiter MBVD, und ALRV-Präsident Carl Meulenbergh.

Runde eins im Lambertz Nationenpreis der Dressurreiter, der Grand Prix um den Preis der Familie Tesch, war eine klare Sache. An Werth & Co. war kein Vorbeikommen. „Wir sind sehr zufrieden“, lautete das Fazit von Deutschlands Dressurbundestrainerin Monica Theodorescu nach dem heutigen Grand Prix um den Preis der Familie Tesch, der ersten Wertungsprüfung im Lambertz Nationenpreis der Dressurreiter.

Kein Wunder. Ihr Team führt mit Abstand vor der Konkurrenz. Eine Tagesanalyse im Telegrammstil: Dorothee Schneider legte mit Aachen-Debütant Sammy Davis Jr. als erste Teamreiterin gut vor (74,529 Prozent). Hubertus Schmidt und Imperio hatten Pech und blieben unter den Erwartungen (71,371). Sönke Rothenberger und Cosmo verpassten die 80 Prozent, weil der Reiter ein Problem beim Zählen hatte (78,757) und Isabell Werth ritt mit Weihegold eine Prüfung, zu der ihr eigentlich nur einfiel: „Alles Tippitoppi!“, 83,171 Prozent.

236,457 Punkte stehen auf dem Konto der führenden Favoriten vor der Entscheidung im MEGGLE-Preis, dem Grand Prix Special am Samstag. Dahinter rangieren die USA mit 222,842 Punkten, für die Aachen das Saisonhighlight ist. Das Team bilden Adrienne Lyle/Salvino (71,814 Prozent), Kasey Perry-Glass/Goerklintgaards Dublet (68,929), Olivia Lagoy-Weltz/Lonoir (71,514) sowie Laura Graves und Verdades (79,514). Auf dem dritten Platz liegen derzeit die Dänen mit 218,457 Punkten. Hier reiten Daniel Bachmann Andersen/Blue Hors Don Olymbrio (68,614 Prozent), Anders Dahl/Selten HW (68,886), Agnete Kirk Thinggaard/Jojo AZ (72,157) und Cathrine Dufour/Cassidy (77,414).

Vorteil Werth
Die Einzelwertung ging an Isabell Werth vor der US-Amerikanerin Laura Graves. Letztere, die Weltcup-Zweite von Omaha, hatte im Vorfeld des CHIO angekündigt, Isabell Werth schlagen zu wollen. Der erste Anlauf scheiterte unter anderem an Fehlern in den Fliegenden Wechseln zu zwei Sprüngen. Graves knapper Kommentar: „Wir versuchen es im Grand Prix Special erneut!“ Es seien Fehler gewesen wie sie einfach passieren. „Unglücklicherweise ist das der Sport.“

Isabell Werth war rundum zufrieden mit ihrer Runde. Kleine Irritationen nahm sie auf ihre Kappe. Vor allem sei sie stolz auf „Weihe“ alias Weihegold, die seit ihrem Sieg beim diesjährigen Weltcup-Finale Pause hatte und hier in Aachen ihr erstes Freiluftturnier geht. „Sie war absolut fokussiert.“ Fazit: So kann es weitergehen!

Sönke Rothenberger wurde Dritter. Von den 80 Prozent sind er und sein mit nun zehn Jahren ja noch junger KWPN-Wallach Cosmo nicht mehr weit entfernt. Möglicherweise wären die sogar heute schon drin gewesen, hätte der Reiter nicht versäumt, das Rückwärtsrichten zu üben, wie die Bundestrainerin schmunzelnd anmerkte. Und dann hat der Mannschaftsolympiasieger sich auch noch bei den Zick-Zack-Traversalen verzählt. „Das ist doppelt ärgerlich, weil die Noten für diese Lektion zweifach zählen“, so Rothenberger. Dem gegenüber standen ausgesprochene Highlights in seiner Prüfung, z.B. die fliegenden Wechsel von Sprung zu Sprung, für die mehrere Richter eine 10,0 gaben.

Apropos Richter – Isobel Wessels (GBR) erklärte als Vorsitzende des Richterkollegiums, dies sei ein „absolut phänomenaler Tag“ für sie und die weiteren Unparteiischen gewesen, an dem auch die schwächeren Ritte ihre Höhepunkte hatten und insgesamt sehr harmonisch geritten wurde.

Quelle: Niels Knippertz

 

Nach dem CSI**** nun das Junior-Ostsee-Championat in Groß Viegeln

Groß Viegeln Mit dem Sieg von Jenny Aarnio-Wihuri auf Holde Maid ging beim 13. Junior-Ostsee-Championat eine junge Finnin auf die erste Ehrenrunde in Groß Viegeln. Im Rahmen der DKB-Pferdewochen Rostock ist das zweite Wochenende den Jungen Reiterinnen und Reitern U 25 aus ganz Deutschland vorbehalten. Turnierveranstalter Holger Wulschner bedankte sich schon im Vorfeld bei den Anwohnern: „Das zweite Wochenende ist meist etwas stressiger, wenn die jungen Wilden kommen.“ Der Nationenpreisreiter aus Mecklenburg-Vorpommern gab den durch alle Reiter hoch begehrten Startplatz beim CHIO Aachen an den Bundestrainer Otto Becker zurück. „Ich kann meine Frau hier nicht allein lassen, wenn die Jungen kommen!“ 160 Reiterinnen und Reiter aus allen Bundesländern sind in den hohen Norden gekommen und kämpfen um die Titel der Ostseechampions. In vier Kategorien werden die Titel zum Ostsee-Champion vergeben: bei den Ponyreiter, in der Kleinen, Mittleren und in der Großen Tour. Zusätzlich ermitteln die Landesverbände die besten Mannschaften im Ostsee-Championat, das am Samstagnachmittag stattfindet. „Es ist ein tolles Konzept, den Höchstleistungssport mit dem Jugendturnier zu verbinden und die Reitanlage hier zur Verfügung zu stellen. Wir möchten Holger und Astrid Wulschner dafür danken. Man kann es nicht hoch genug würdigen, dass die beiden nicht nur über Jugendförderung sprechen, sondern mit dem nun schon traditionellen Ostseechampionat auch leben“, bedankt sich Präsidiumsmitglied und stellvertretende Jugendwartin der Landesverbandes MV, Tatjana Zahn, stellvertretend für alle beim Veranstalter. Der wünscht sich, dass das Turnier ohne Zwischenfälle über die Bühne geht, ohne große Wetterkapriolen und unfallfrei im Parcours. Insgesamt stehen 17 Springprüfungen bis zur Klasse S** auf dem Wochenendprogramm in Groß Viegeln. Den Siegern winken neben Geldpreisen, die in diesem Jahr auch in der Jugendtour ausgestockt wurden, auch weitere wertvolle Preise. Für die Champions 2017 gibt es zusätzlich noch Anerkennungen: der Ostsee-Champion der Pony-Springreiter wird zu einem Trainingswochenende mit 2 Pferden vom Turnier-Gastgeber Holger Wulschner eingeladen. Ein Trainingswochenende bei Andreas Kreuzer, der, wie Wulschner auch DKB-Athlet ist, bekommt der Sieger der Kleinen Tour. Nach Schleswig-Holstein auf den Moorhof zu Carsten-Otto Nagel kann der Sieger in der Mittleren Tour mit zwei Pferden reisen. Der Sieger im Ostsee-Championat Große Tour erhält eine Startgenehmigung bei der Paderborn Challenge 2017 oder den Munich Indoors. Im vorigen Jahr nutze mit dem Sieg Philipp Makowei aus Gadebusch diese Chance und kam aus Paderborn sogar siegreich nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Die Entscheidung, wer diesen Ehrenpreis erhält, fällt mit der letzten Prüfung am Sonntag im Preis der Güstrower Kies- und Mörtel GmbH, einer Springprüfung der Kl. S** mit Stechen.

Quelle: ACP Christine Pantel

Foto: ACP Andreas Pantel/ Holde Maid galoppiert unter Jenny Arnio-Wihuri zum, ersten Sieg beim diesjährigen Junior-Ostsee-Championat.

350.000 Besucher kommen alljährlich zum Weltfest des Pferdesports, CHIO Aachen. Sie kommen, um großartigen Sport, aber auch ein besonderes Event zu erleben. Seit vielen Jahren entwickeln die Organisatoren auch Angebote im digitalen Bereich, um für ein beeindruckendes Turniererlebnis zu sorgen.

Gemeinsam mit SAP, dem offiziellen Technologiepartner des CHIO Aachen, sind in den letzten Jahren innovative Lösungen entstanden, die – wie beispielsweise das Spectator Judging – inzwischen weltweit Anwendung finden. Für Björn Ganzhorn, Head of Global Sponsorships bei SAP, macht die internationale Ausrichtung des CHIO Aachen sowie die hohe Authentizität das Turnier zu einem idealen Sponsoring-Partner für SAP. Henrike Paetz, Leiterin des Reitsport-Sponsorings bei SAP, ergänzt, dass das Turnier dank der bewährten engen Kooperation und der gemeinschaftlich realisierten Angebote auch ein besonderes digitales Erlebnis für die Fans bereithält.

„Diese Digitalisierung ist uns ein zentrales Anliegen“, so Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, und verrät: „Mit dem CHIO Aachen streben wir die Technologieführerschaft im Pferdesport an.“ Leicht schmunzelnd erinnert sich der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), Frank Kemperman, an die Anfänge, als die Ideen in gemeinsamen kreativen Runden als Visionen entworfen wurden und merkt stolz an: „Inzwischen sind aus ersten kleinen Tests großartige Lösungen geworden.“

Das aktuelle Projekt wurde nun am Rande des CHIO Aachen vorgestellt: Der Prototyp SAP Equestrian Analytics sammelt Daten aus den verschiedensten Quellen, analysiert diese, und stellt sie in komprimierter Form für die verschiedensten Auswertungen zur Verfügung, so dass in diesem Jahr neue, interessanten Einblicke in den Springsport möglich sind. Noch läuft die Anwendung im Testbetrieb, vielleicht aber bald weltweit auf den Endgeräten der Nutzer – so wie heute das Spectator Judging.

Quelle: Niels Knippertz

FNverlag

FNverlag: Bestseller neu aufgelegt

Biomechanik und Physiotherapie für Pferde

Warendorf (fn-press). Physiotherapie ist heute ein wichtiger Bestandteil der Gesunderhaltung von Pferden. Das Wissen auf diesem Gebiet hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen. Jetzt hat Erfolgsautorin Helle Katrine Kleven dieses Wissen in einer Neuauflage ihres Fachbuches zusammengefasst.

Seit der Erstauflage des Bestsellers im Jahr 2000 hat sich im Bereich der Physiotherapie und Biomechanik viel getan: „Dies hat mich erneut motiviert, auch nach Erscheinen meines zweiten Buches „Biomechanik und Physiotherapie für Pferde“ im Jahr 2009 meine Erfahrungen und mein neu erworbenes Wissen über die Pferdephysiotherapie nochmals zu überarbeiten und großzügig zu ergänzen“, erklärt die norwegische Fachbuchautorin, die durch zahlreiche Vorträge und Lehrgänge bekannt ist. Hauptbestandteil der vierten Auflage des Bestsellers ist ein ausführlicher Praxisteil mit Übungen zur Massage, Mobilisation, Dehnung und Stabilisation, sowie Möglichkeiten zur Vorbeugung und Rehabilitation.

Neu im Buch ist unter anderem das Thema Faszien und deren Bedeutung. Des Weiteren sind Übungen zur Stabilität/Kräftigung, die Mittelfrequenztherapie und das Kinesiotaping neu hinzugefügt. Das theoretische Wissen wird durch zahlreiche neue Fotos und Zeichnungen anschaulich dargestellt.

Egal, ob Pferdebesitzer, Reiter, Ausbilder, Therapeuten oder Pfleger: Der Bestseller richtet sich an alle, denen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pferde am Herzen liegt.

Das Buch „Biomechanik und Physiotherapie für Pferde“ kostet 26,90 Euro und ist erhältlich im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und direkt beim FNverlag in Warendorf, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de oder Internet www.fnverlag.de.

Neu im FNverlag: Richtlinien Band 1 jetzt auch auf Englisch

The Principles of Riding

Warendorf (fn-press). Die Richtlinien Band 1 erschienen 2012 in der 29. Auflage der deutschen Fassung in völlig neuer Form und mit komplett überarbeitetem Inhalt. Diese Neuauflage ist jetzt auch in der englischen Übersetzung „The Principles of Riding – Basic Training for Horse and Rider, Volume 1“ verfügbar.

Der erste Band der Richtlinien für Reiten und Fahren „Grundausbildung von Reiter und Pferd“ wurde 2012 sprachlich und inhaltlich komplett überarbeitet und modernisiert. Jetzt gibt es die neue Ausgabe auch in englischer Übersetzung. Die Richtlinien sind mit ihren sechs Bänden das Standardwerk und die Grundlage für die klassische Ausbildung von Pferden sowie Reitern, Fahrern und Voltigierern. Sie vermitteln das verbindliche Basiswissen für alle Bereiche des Pferdesports und der Pferdehaltung.

Die Richtlinien beziehen bewährte Grundsätze erfahrener Reitmeister mit ein. Die Beachtung dieser überlieferten Grundsätze führt zu einer artgerechten Ausbildung des Pferdes und somit zu dessen Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit. Als Grundlage für die Kommunikation und das Verständnis zwischen Pferd und Reiter sind deshalb vor allem die Natur des Pferdes und das natürliche Verhalten ausführlich dargestellt. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Trainings- und Bewegungslehre sind sowohl in die Ausbildung des Reiters als auch in die des Pferdes eingeflossen.

Die Richtlinien geben lernenden Pferdefreunden, die an einer pferdegerechten Ausbildung von Reiter und Pferd interessiert sind, vielfältige und praxisnahe Hilfestellungen. Ob der Leser turniersportlich orientiert ist oder sich für den Umgang mit dem Pferd und fürs Ausreiten interessiert, ist unerheblich – die Richtlinien richten sich an jedermann.

Das Buch „The Principles of Riding“ kostet 29,90 Euro und ist direkt beim FNverlag in Warendorf erhältlich. Die deutsche Fassung gibt es für 16,90 Euro im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften und ebenfalls direkt beim FNverlag, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de oder Internet www.fnverlag.de.

Personalia

Gerhard Blanke wird 80

Bad Rothenfelde (fn-press). Der Ehrenvorsitzende des Pferdestammbuchs Weser-Ems Gerhard Blanke feiert am 31. Juli seinen 80. Geburtstag. Gerhard Blanke ist seit 1968 Mitglied im Pferdestammbuch Weser-Ems. Mehr als 20 Jahre lang war er stellvertretender Vorsitzender des Pferdestammbuchs Weser-Ems, von 2001 bis 2009 hatte er dessen Vorsitz. In der Arbeitsgemeinschaft der Ponys und Kleinpferdezüchter (AGP) war er von 1997 bis März 2005 erster Vorsitzender und wurde anschließend zum Ehrenmitglied ernannt. Zur selben Zeit war er Mitglied im Vorstand Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und vertrat dort von 1997 bis Mai 2005 als stellvertretender Vorsitzender die Belange der Ponys, Kleinpferde und sonstigen Rassen. Für seine besonderen Verdienste ehrte ihn die FN 2003 mit der Gustav-Rau-Medaille. In Anerkennung seiner fast dreißigjährigen Vorstandsarbeit verlieh ihm das Pferdestammbuch Weser-Ems die Küter-Luks-Medaille als höchste Auszeichnung des Verbandes. Gerhard Blanke ist in Bad Rothenfelde geboren. Er arbeitete zunächst als Zweigstellenleiter bei der Kreissparkasse und wechselte später zur LBS, der er bis zur Pensionierung in seinem Bezirk vorstand.

Jochen Künneke wird 75

Soltau (fn-press). Am 26. Juli feiert Jochen Künneke (Soltau) seinen 75. Geburtstag. Der Oberstleutnant im Ruhestand war von 1996 bis 2000 Vorsitzender der Deutschen Richtervereinigung und von 1997 bis 2001 Vorsitzender des Ausschusses Ausbildung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Geboren in Helmstedt, ist Jochen Künneke seit Eltern- und Großelternzeiten mit der Zucht und Haltung von Pferden verbunden. 1972 legte er die Richterprüfung ab und absolvierte anschließend die Ausbildung zum Parcourschef bei Hans Heinrich Brinckmann an der Deutschen Reitschule. Ab 1992 im Ruhestand, engagierte er sich intensiv als Ausbilder von Richtern und Trainern, aber auch als Pferdezüchter und Veranstalter von Deutschen Jugendmeisterschaften und Bundesvierkämpfen in Soltau. Im Jahr 2003 wurde Jochen Künneke im Rahmen der von ihm initiierten Schulsporttagung in Luhmühlen mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet.

 

Zucht

WM Junge Dressurpferde 2017: Teilnehmer nominiert

In Warendorf wurden die Startgenehmigungen für Ermelo erteilt

Warendorf (fn-press). Im Rahmen der zweiten Sichtung in Warendorf konnten sich sieben fünf- sowie jeweils sechs sechs- und siebenjährige Pferde einen Startplatz bei den die Weltmeisterschaften der Jungen Dressurpferde in Ermelo/Niederlande (3. bis 6. August) sichern. Dies sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Fünfjährige Pferde: D’avie, Hannoveraner Hengst v. Don Juan de Hus – Londonderry (Reiter: Severo Juardo Lopez), Don Martillo, Hannoveraner Hengst v. Don Juan de Hus – Benetton Dream (Ann-Christin Wienkamp), Faviola, Hannoveraner Stute v. Foundation – Weltmeyer (Nadine Husenbeth), Ferrari, Oldenburger Hengst v. Foundation – Hotline (Andreas Helgstrand), Matchball, Oldenburger Wallach v. Millenium – De Niro (Stefanie Wolf),
Revenant, Westfälischer Hengst v. Rock Forever I – Sir Donnerhall I (Rudolf Widmann),
Sisters Act OLD vom Rosencarre, Oldenburger Stute v. Sandro Hit – Royal Diamond (Dorothee Schneider). Als erste Reserve wurde Fiesta Danza OLD, Oldenburger Stute v. Fürstenball – Weltmeyer (Ann-Christin Wienkamp) nominiert. Zweite Reserve ist Santa Maria, Westfälische Stute v. Sandro Hit – Ehrenwort (Nicole Wego), dritte Reserve Villeneuve, Rheinländer Hengst v. Vitalis – Dancier (Laura Strobel).

Sechsjährige Pferde: Baccardi, Westfälischer Hengst v. Belissimo M – De Niro (Claudia Rüscher), Fior, Oldenburger Hengst v. Fürstenball – Sandro Hit (Frederic Wandres), Lordswood Dancing Diamond, Hannoveraner Wallach v. Dancier – Wolkenstein II (Anne-Kathrin Pohlmeier), Nymphenburg’s First Ampere, Hannoveraner Hengst v. Ampere – Weltruhm (Tessa Frank), Sir Skyfall, Oldenburger Hengst v. Sandro Hit – K2 (Frederic Wandres) und Quel Filou, Oldenburger Wallach v. Quaterback – Stedinger (Severo Juardo Lopez).

Siebenjährige Pferde: Chilly Jam, Bayerische Stute v. Romanov Blue Horse – Compliment (Aikje Fehl), Deluxe, Rheinländer Stute v. Don Primus – Wolkentanz II (Laura Blackert), Flavis, Westfälischer Hengst v. Flanagan – Ehrentusch (Anja Wilimzig), Goldmond, Trakehner Wallach v. Imperio – Latimer (Birgit Hild), L’Arbuste, Oldenburger Wallach v. Skovens Rafael – Zardin Firfod (Senta Kirchhoff) und Sultan des Paluds, Hannoveraner Hengst v. Soliman de Hus – De Niro (Kirsten Brouwer).

Weitere Informationen unter www.pferd-aktuell.de/wm-sichtung-junge-dressurpferde.

 

DKB-Bundeschampionate

Bedeutung DKB-Bundeschampionate – das sagen die Zuchtexperten

„Gute Kontakte, Gespräche und ein Treffen mit Pferdefreunden aus ganz Deutschland“

Warendorf (fn-press). Die besten Nachkommen der Deutschen Pferdezucht locken Jahr für Jahr Zuchtexperten aus der ganzen Welt nach Warendorf: Weshalb die DKB-Bundeschampionate für die Bewertung der Pferdezucht so wertvoll sind, warum man sich unbedingt am ersten Septemberwochenende (30. August bis 3. September) in der Ems-Metropole treffen muss und wie die Zukunft der DKB-Bundeschampionate aussieht, erklären Zuchtexperten wie folgt:

Dr. Astrid von Velsen, Landstallmeisterin des Baden Württembergischen Haupt- und Landgestüts Marbach ist seit Jahrzehnten Stammgast der Bundeschampionate. Sie besuchte die Veranstaltung, als diese noch in Mannheim oder Verden stattfand, und verdiente sich als Studentin gar in der dortigen Pressestelle die Sporen. Inzwischen kommt sie in ihrer Rolle als Gestütschefin und Vorsitzende der Süddeutschen Hengsthalter nach Warendorf. „Allein die Qualifikation für die DKB-Bundeschampionate bewerte ich als großen Erfolg für ein junges Pferd, dem auch dadurch seine Ausnahmequalität bestätigt wird“, sagt von Velsen, die sich am liebsten auf dem Vielseitigkeitsplatz aufhält – und natürlich am Stand der Süddeutschen Zuchtverbände: „Man trifft sich in Warendorf mit Fachleuten und tauscht sich auf Augenhöhe aus! Das ist neben dem Spaß an guten jungen Pferden ein wichtiger Grund, die ersten Tage im September alljährlich bei den Bundeschampionaten dabei zu sein!

Pia Kemper vom Landgestüt Warendorf macht es zum einen stolz, wenn „Hengste aus dem Nordrhein-Westfälischen Landgestüt sich zu den Bundeschampionaten qualifizieren und dann dort auch an den Start gehen“. Zum anderen freue man sich, eine so bedeutende pferdesportliche Veranstaltung in nächster Nachbarschaft zu wissen, die Warendorf als Pferdestadt stärkt. „Die DKB-Bundeschampionate sind der Treffpunkt der Pferdeszene überhaupt. Es ist der perfekte Rahmen um neue Kontakte zu knüpfen. Nicht nur machen teilnehmende Landbeschäler beste Werbung für sich selbst. Auch die Erfolge von Landbeschäler-Nachkommen bei den Bundeschampionaten lassen Züchterinnen und Züchter auf unsere Vererber aufmerksam werden. Dadurch zählen die Bundeschampionate zu einer wichtigen Plattformen, um für unsere Hengste zu werben!“

Dr. André Hahn, stellvertretender Zuchtleiter des Oldenburger Pferdezuchtverbandes, sieht die DKB-Bundeschampionate als Aushängeschild der deutschen Pferdezucht und jedes Zuchtverbandes. „Die DKB-Bundeschampionate sind ein schönes Schaufenster von Zucht und Sport, und bieten eine gute Vermarktungsplattform. Sie sind ein Wettbewerb der Zuchtverbände, eine Art inoffizielle deutsche Meisterschaft. So ist es für uns als Zuchtverband wichtig, dort mit den Oldenburger Nachwuchssportlern gut abzuschneiden.“ Hahn ist sicher: „Schneiden die eigenen Pferde gut ab, ist das immer auch gut für das Image des Verbandes und weckt Begehrlichkeiten.“ „Auf jeden Fall“, so Dr. André Hahn weiter, „sind die DKB-Bundeschampionate jedes Jahr ein fester und wichtiger Bestandteil in unserem Terminkalender. Sie geben unseren Züchtern und Kunden die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern des Verbandes und einem regen gegenseitigen Austausch. Auch Neuzüchter und Freunde des Oldenburger Pferdes sind an unserem Stand natürlich herzlich willkommen!“

Theo Leuchten, Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), freut sich darauf, bei den DKB-Bundeschampionaten „richtig gute Pferde zu sehen.“ Welchem Zuchtverband diese entstammen, interessiere dabei nicht primär: „Natürlich ist jeder Verband in gewissem Maße stolz über einen Titel, aber die Pferdezucht ist immer globaler geworden, so dass auf Grund der Pedigrees eine Zuordnung des Pferdes zu einem Zuchtverband äußerst schwierig geworden ist.“ Letztlich sei wichtig, dass sich die Besten der Jahrgänge top präsentieren und vorne stehen. „Ich halte die DKB-Bundeschampionate gerade für Züchter für eine großartige Informationsquelle. Die Hengste, die bereits im Rahmen der Körung auf sich aufmerksam gemacht haben, zeigen sich bei den Reitpferdeprüfungen nun unter dem Sattel und geben mit ihren Auftritten Auskunft über Rittigkeit und Leistungsbereitschaft.“ Leuchten stellt auch die Bedeutung der Bundeschampionate für jeden einzelnen Züchter heraus: „Einmal einen Bundeschampion zu züchten, ist immer noch das ganz große Ziel eines jeden Züchters“, sagt der Zuchtexperte und weist auf die großen Erwartungen, Hoffnungen und Emotionen hin, mit denen Züchter, Ausbilder und Reiter nach Warendorf reisen. „Man will einfach dabei sein, zur Top-Liga im Pferdesport dazu gehören.“ Auch hole man sich wichtige Anregungen in Bezug auf die Pferdezucht: „Wo stehen wir züchterisch, welcher Typ Pferd ist gefragt, wohin geht die Entwicklung – auf diese Fragen geben die Bundeschampionate eine Antwort.“

Hengsthalter Gerd Sosath, Mitglied des FN-Vorstands Zucht und stellvertretender Vorsitzender des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg international, ist seit über 20 Jahren regelmäßig auf den Bundeschampionaten dabei und zwar beim Springen, in der Dressur und auf dem Reitpferdeviereck. Er weiß um die Aussagekraft dieser Championate: „Für jeden Hengsthalter ist es ideal, wenn der Hengst oder dessen Nachkommen sich in Warendorf toll präsentieren. Das ist eine prima Werbung, die wir gerne auch fürs Marketing unserer Station nutzen“, sagt Sosath und erinnert sich an ein ganz besonderes Jahr, in dem seine beiden Vorzeigehengste Landor S, mit dem er 1997 den Titel holte, und Lordanos zusammen über 30 Nachkommen in Warendorf am Start hatten und dort mit vielen Final-Teilnahmen einen äußerst starken Eindruck hinterließen. „Die Hengste werden nach einem erfolgreichen Auftritt bei den DKB-Bundeschampionaten im Folgejahr erfahrungsgemäß sehr stark frequentiert“, berichtet Gerd Sosath. Finalisten oder gar Champions weckten eben „Begehrlichkeiten“. Es gehöre – laut Sosath – aber auch eine große Portion Mut dazu, sich aufs Warendorfer Parkett zu wagen: „Man muss auch wegstecken können, wenn man nicht siegt. Schließlich muss man sich immer wieder sagen: Hier sind die Besten der Besten am Start und gewinnen kann nur einer! Letztlich darf eine Niederlage, wenn man sie denn überhaupt so bezeichnen mag, nicht die Grundqualität des Pferdes in Frage stellen. Da muss man sich als Züchter schon selbstbewusst zeigen und zu seinem Pferd halten!“

Hengsthalter Thomas Casper vom Gestüt Birkhof, Vorsitzender der Deutschen Hengsthalter, bezeichnet die DKB-Bundeschampionate als „zentrale Veranstaltung, auf der man einen eindrucksvollen Überblick über die jeweiligen Zuchtjahrgänge bekommt und die Vergleichbarkeit der Pferde auf besondere Weise gegeben ist“. Besonders gerne denkt Thomas Casper zurück an das Jahr 1997: „Damals kannte ich meine Frau Nicole noch gar nicht so lange und sie hat das erste Mal eines der Pferde von unserem Gestüt vorgestellt.“ Mit Erfolg: Die Stute Lettina wurde Bundeschampionesse bei den vierjährigen Reitpferden. „Das“, so Casper, „schweißt zusammen“. In diesem Jahr reist er unter anderem mit dem Totilas-Sohn Topas und großen Hoffnungen nach Warendorf: „Wir sind froh, dieses tolle Talent bei den diesjährigen DKB-Bundeschampionaten zeigen zu können“, freut sich Casper schon jetzt – und natürlich auf „viele gute Kontakte, Gespräche und ein Treffen mit Pferdefreunden aus ganz Deutschland“.

Und was wünschen sich die Züchter für die Zukunft der prestigeträchtigen DKB-Bundeschampionate?

Landgestüt Marbach, Dr. Astrid von Velsen: „Das Potenzial der Youngster ist eine Sache in der Bewertung; nichts desto trotz sollten genau die Talente eine positive Beurteilung bekommen, die bei eben diesem Potenzial auch nach den Richtlinien der FN ausgebildet und vorgestellt werden.“

Landgestüt Warendorf, Pia Kemper: „Die Veranstaltung ist hervorragend organisiert und die Atmosphäre ist einmalig, so dass wir vom Landgestüt auch als Besucher immer sehr gern zu den Bundeschampionaten kommen. Wir wünschen den Organisatoren auch weiterhin so gutes Gelingen. Ansonsten stehen weitere Erfolge für unsere Hengste auf der Wunschliste.“

Dr. Theo Leuchten: „Ich wünsche mir, dass wir den besonderen Stellenwert der DKB-Bundeschampionate auch in Zukunft hochhalten können und mit dem Format und den Anforderungen mit der Zeit gehen. In Bezug auf pferdegerechte und altersgerechte Präsentation der Pferde auf dem Reit- und Dressurpferdeviereck hat sich schon viel getan, aber sicherlich gibt es auch hier noch Möglichkeiten der Verbesserung, um unserer Verantwortung für den Pferdesport gerecht zu werden.“

Gerd Sosath: „Separate Qualifikations-Prüfungen für die niedrigeren Leistungsklassen, damit gewährleistet ist, dass nicht nur die Pferde der Profis ins Finale kommen, sondern auch die hoffnungsvollen Youngster von Amateur-Reitern!“

Thomas Casper: „Ich würde mich freuen, wenn wir die Zeit während der Bundeschampionate noch verstärkt für Arbeitskreise und Experten-Meetings nutzen würden. Wo hat man denn sonst die Gelegenheit, über Tage Kollegen aus ganz Deutschland zu treffen und sich mit ihnen fachlich auszutauschen und die Weichen für die Pferdezucht der Zukunft zu stellen?“

Dressur

Aachen: Platz zwei für deutsche Dressurreiter im U25-Nationenpreis

Nowag, Klössinger und Piotrowski vertraten deutsche Farben

Aachen (fn-press). Zum ersten Mal fand in diesem Jahr auch ein Dressur Nationenpreis für die unter 25-jährigen Dressurreiter beim CHIO Aachen statt. Dabei belegte das deutsche Team mit Bianca Nowag und Fair Play RB, Lisa-Maria Klössinger und FBW Daktari sowie Juliette Piotrowski und Sir Diamond Rang zwei hinter dem Team aus den Niederlanden. Das beste deutsche Einzelergebnis gelang Nowag und Fair Play mit 71.079 Prozent.

Für die Mannschaftswertung zählten die Ergebnisse der zwei besten Starter einer Nation in der Auftaktprüfung auf dem Niveau Intermediaire II. Die Niederlande erzielten mit 145.605 Punkten das beste Ergebnis vor Deutschland (140.868) und Schweden (140.474).

„Einmal in Aachen zu reiten, das ist wohl der Traum eines jeden Reiters“, sagte Bianca Nowag nach ihrem erfolgreichen Debüt. Die 23-Jährige mehrfache Nachwuchs-Europameisterin aus Ostbevern hat 2015 ein Stipendium der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport bei Bundestrainerin Monica Theodorescu bekommen und sich seitdem sportlich enorm weiterentwickelt. Seit 2016 wird sie über den Talentpool der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport von Förderpatin Gabriela Grillo unterstützt. Grillo hat 1976 mit dem deutschen Dressurteam Gold bei den Olympischen Spielen in Montreal gewonnen. Bis dahin ist es für Nowag zwar noch ein weiter Weg, aber mit ihrer dreizehnjährigen westfälischen Stute Fair Play (von Fidermark – Brentano II) hat sie inzwischen den Sprung von den Jungen Reitern zum U25-Bereich erfolgreich gemeistert. Mit ihrem ersten Auftritt in Aachen war sie durchweg zufrieden: „Ich bin sehr happy und hatte ein sehr gutes Reitgefühl in der Prüfung. Das macht mich natürlich unheimlich stolz, dass Fair Play und ich es so weit geschafft haben. Sie genießt es total, sich vor vielen Menschen zu zeigen, war aber die ganze über sehr konzentriert. Für den Grand Prix nehme ich mir vor, noch ein paar Punkte drauflegen zu können“, sagte Nowag.

Ihre Teamkollegin Lisa-Maria Klössinger (Aicha) musste mit ihrem Wallach FBW Daktari (von Donautanz – Carpaccio) gleich als erste Starterin ran. Die beiden ließen in der Galopptour einige Punkte liegen. „Es ist schon etwas anderes, hier in Aachen zu reiten, allein die Größe der Arena ist schon beeindruckend, das kennt man so nicht. Daktari war ein bisschen schüchtern und uns sind ein paar unnötige Fehler passiert. Aber das ist eben so und es war trotzdem einfach toll, hier für Deutschland zu reiten“, sagte Klössinger. Ihr Ergebnis lautete 69.789 Prozent. Mit ihrem Daktari liefert die 24-Jährige bisher eine starke Saison ab. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve gewannen sie Anfang Juni die Qualifikation zum Piaff-Förderpreis. „Aachen war unser Jahresziel. Die Freude war groß, als ich erfahren habe, dass ich hier reiten darf. Jetzt steht noch Verden auf dem Programm, die letzte Sichtung zur U25-EM. Mal sehen, wie es weitergeht“, sagte Klössinger.

Die exakt gleiche Wertung wie Klössinger erreichte die dritte deutsche Starterin Juliette Piotrowski (Kaarst) mit ihrem Oldenburger Sir Diamond (von Sandro Hit – De Niro). Die beiden kennen Aachen bereits von ihrem Start in der U25-Tour im vergangenen Jahr und gewannen kurz darauf Team-Gold mit der deutschen Mannschaft bei der ersten U25-Europameisterschaft der Dressurreiter. „Ich war heute eigentlich zufrieden, denn alles hat so geklappt, wie ich mir das vorgenommen hatte. Mein Pferd hat sich aber ein bisschen festgehalten, sodass ich hoffe, dass wir im Grand Prix noch ein paar Punkte drauflegen können“, lautete das Fazit der 24-Jährigen. Klössinger und Nowag gehören übrigens beide zu den Stipendiaten der Deutsche Bank Reitsport Akademie. Dies ermöglicht ihnen individuelle Trainingseinheiten, Zugang zu ausgewählten Turnieren in Deutschland sowie die Beratung durch Mentoren der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthilfe.

Mit Platz zwei im Nationenpreis durfte auch der deutsche U25-Bundestrainer Sebastian Heinze zufrieden sein. „Es ist gut für die Reiter und Pferde hier in dieser Atmosphäre zu starten und sich mit den Teams aus den anderen Nationen zu messen, denn da hat man den direkten Vergleich. Die Niederlande sind mit einem ganz starkes Team hier. Dass wir hier in Aachen diese Chance bekommen, ist eine super Sache. Unsere drei Reiterinnen sind alle championatserfahren. Aber es herrscht nochmal ein anderer Druck, wenn man in dieser Arena für die Mannschaft reitet“, lautete das Fazit des Trainers. Der nächste Höhepunkt für die U25-Dressurreiter steht dann Anfang September mit den Europameisterschaften in Lamprechtshausen (AUT) auf dem Programm. In Aachen geht es für sie aber zunächst noch mit dem Kurz-Grand-Prix am Freitag weiter, in dem es auch um die Qualifikation für die Grand Prix Kür am Samstag geht. jbc

Alle Ergebnisse aus Aachen finden Sie hier: resulting.chioaachen.de

Junioren und Junge Reiter für EM Dressur nominiert

Entscheidung nach letztem Sichtungslehrgang in Warendorf

Warendorf (fn-press). Im Anschluss an einen letzten Sichtungslehrgang in Warendorf hat die AG Nachwuchs des Dressurausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Kandidaten für die Europameisterschaften Junioren und Junge Reiter vom 8. bis 13. August in Roosendal/Niederlande nominiert.

In der Altersklasse Junioren (U18) wurden Rebecca Horstmann (Ganderkesee/WES) mit Friend of mine, Linda Erbe (Krefeld/RHL) mit Fierro, Lia Welschof (Paderborn/WEF) mit Linus K sowie Johanna Sieverding (Cappeln/WES) mit Lady Danza nominiert. Als Reserve wurde Cosima von Fircks (München/BAY) mit Diabolo Nymphenburg und als zweite Reserve Easy Fellow berufen.

Bei den Jungen Reitern (U21) wurden Anna Christina Abbelen (Kempen/RHL) mit First Lady, Semmieke Rothenberger (Bad Homburg/HES) mit Geisha oder Dissertation (Entscheidung im Vorbereitungslehrgang), Luca Michels (Münster/RHL) mit Rendevouz und Hannah Erbe (Krefeld/RHL) mit Carlos nominiert. Erste Reserve ist Ann-Sophie Lückert (Bad Zwischenahn/WES) mit Fairmont, zweite Reserve ist Leonie Richter (Bad Essen/WES) mit Babylon.

Teilnehmer für Bundesnachwuchschampionat Dressur 2017 nominiert

Finale mit Pferdewechsel findet im Rahmen der DJM 2017 in Aachen statt

Warendorf (fn-press). Im Anschluss an einen Sichtungslehrgang sind die Teilnehmer für das Bundesnachwuchschampionat Dressur nominiert worden. Das Bundesnachwuchschampionat wird im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen (8. bis 10. September) statt und richtet sich an Reiter bis 16 Jahre. Die Besonderheit: Das Finale wird mit einem Pferdewechsel der besten Drei ausgetragen.

Nominiert wurden (alphabetisch nach Verbandsbereichen): Lisa Casper (Donzdorf/BAW) mit Birkhof’s Sirtaki, Nina Hermle (Göppingen/BAW) mit Clandestino, Verena Lindinger (Deining/BAY) mit Simply Red, Caroline Locklair (Mohrkirch/HAM) mit Consus, Joya Catharina Stolpmann (Quickborn/HAM) mit Dajano, Anne-Sophie Kamps (Cuxhaven/HAN) mit Donnerballerina, Miriam Schlönvogt (Wusterhusen/MEV) mit Patricia, Laura Stadler (Mönchengladbach/RHL) mit Rossi S, Marlay Demmerle (Börrstadt/RPF) mit Dancing Boy M,
Alina Schneider (Elterlein/SAC) mit First Kiss, Marie Bauer (Heusweiler/SAL) mit Eye Catcher, Franziska Haase (Hellschen/SHO) mit Lorentino, Joelle Morner (Norderstedt/SHO) mit Proud Rocketti, Olivia Schmitz-Morkramer (Hamburg/SHO) mit Tropensonne, Sophia Caroline Cupei (Fröndenberg/WEF) mit Happy Hugo, Marie Gelbke (Witten/WEF) mit Luzifer PK, Theresa Nabbefeld (Lüdinghausen/WEF) mit Fabregas, Lilly Roberg (Münster/WEF) mit Dublin und Michelle Moß (Bad Rothenfelde/WES) mit Dancing Queen. Als erste Reserve wurde Hannah Schaffler (Neuhof/HES) mit Supreme Court nominiert, zweite Reserve ist Chiara von Dessauer (Köln/RHL) mit Whisper.

Bundessieger Children Dressur feiert Premiere

U14-Dressurreiter ermitteln im Rahmen von Verden International ihren Sieger

Verden (fn-press). Die Altersklasse „Children“ nimmt auch in der Dressur weiter Form an. Nachdem im vergangenen Jahr erstmals der U14-Nationenpreis beim Jugendreiterfestival in Hagen a.T.W. mit einer deutschen Mannschaft beschickt wurde, ermitteln die jüngsten Dressurreiter nun während des Dressur- und Springfestivals Verden International (1. bis 6. August) erstmals ihren „Bundessieger“.

Im Rahmen eines Auswahllehrgangs in Warendorf im Mai 2017 wurden die Teilnehmer für Hagen und Verden nominiert. Eine Startgenehmigung für Verden erhielten (in alphabetischer Reihenfolge): Lara Arndt (14, Bernried/BAY) mit Fiordiligi, Theresa Bröker (14, Gmund/BAY) mit Froop O, Helena Ernst (13, Bottrop/WEF) mit Rose Magic, Felicia Sophie Franzen (13, Bremen/BRE) mit Lucky Boy, Antonia Gress (14, München/BAY) mit Desperado SV, Franziska Haase (13, Hellschen/SHO) mit Lorentino, Alina Hahn (13,Wimsheim/BAW) mit Riana, Marie Holtfreter (12, Hamburg/SHO) mit O’Nelly. Emma Caecilia Lienert (14, Mülheim/RHL) mit Birkhofs Denario. Michelle Moß (13, Bad Rothenfelde/WES) mit Cumberland Jack, Isabelle Rüdiger (13, Immenhausen/HES) mit Laera R, Hannah Schaffler (14, Neuhof/HES) mit Supreme Court, Olivia Schmitz-Morkramer (13, Hamburg/SHO) mit Tropensonne sowie Maja Schnakenberg (14, Dörverden/HAN) mit Donna-Noblesse und Joya Catharina Stolpmann (13, Quickborn/HAM) mit Dajano.

Die Altersklasse Children ist nicht neu. Bereits 2006 fanden die ersten Europameisterschaften für U14-Springreiter statt. Mit der Einführung erreichte der Weltreiterverband (FEI) eine deutliche Verbreitung des Nachwuchsspringsports über die traditionellen Pferdesportnationen hinaus in Länder, in denen der Ponysport unbekannt ist. 2015 folgten die Europameisterschaften für U14-Dressurreiter, zu denen bislang aber noch keine deutschen Mannschaften entsandt wurden. „Zum Aufbau einer neuen Altersklasse brauchen wir zunächst die notwendigen Strukturen in den Landesverbänden, d.h. ein entsprechendes Prüfungsangebot, Sichtungs- und Kadersystem“, sagt Caroline Roost. Die Pferdewirtschaftsmeisterin, die seit 2017 in der AG Nachwuchs des Dressurausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) für den Bereich Ponys und Children zuständig ist, erklärt weiter, welche Anforderungen an die Altersklasse gestellt werden. „Die Children-Tour eignet sich für Kinder, die entweder fürs Pony zu groß geworden sind oder kein geeignetes Pony besitzen. Sie sollten spätestens 13-jährig im Herbst in einer A**-Dressur sicher sein und erkennbare Fähigkeiten für die L-Lektionen mitbringen, damit sie sich über den Winter auf die neuen Aufgaben vorbereiten können.“ Auch die Pferde müssen bestimmte Voraussetzungen mitbringen. „Geeignet sind Pferde mit korrekten Grundgangarten, die eine hohe Rittigkeit, Gelassenheit und die Bereitschaft mitbringen, auch einmal einen Fehler zu verzeihen und für die Kinder zu kämpfen. Neben echten ‚Lehrmeistern‘ eignen sich auch jüngere Pferde, mit denen die Kinder in den Sport hineinwachsen können, sofern der Lernprozess von einem qualifizierten Ausbilder begleitet wird“, beschreibt Roost.

Para-Equestrian

Shortlist für Para-Equestrian-EM in Göteborg

Vier Paare für den EM-Start vorgeschlagen

Überherrn (fn-press). „So schwer fiel die Wahl schon lange nicht mehr“, sagte Britta Bando vom Para-Equestrian-Beirat des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), der nach der letzten Sichtung in Überherrn seinen Vorschlag für die Beschickung der Europameisterschaften in Göteborg an den Deutschen Behindertensportverband und das Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) machen musste.

Zum neunten Mal richtete der Akademische Reitclub der Universität des Saarlandes auf dem Linslerhof in Überherrn das internationale Dressurfestival aus und in dessen Rahmen auch wieder internationale Para-Dressur-Prüfungen in allen fünf Grades. Für die deutschen Teilnehmer war es nach dem Nationenpreisturnier (CPEDIO) in Mannheim und der Deutschen Meisterschaft auf Gestüt Bonhomme in Werder/Havel die dritte und letzte Chance, sich für einen der nur vier EM-Startplätze in Göteborg (21. bis 27. August) zu empfehlen. Dort wird die EM Para-Equestrian gemeinsam mit den EM Dressur, Springen und Vierspännerfahren ausgetragen.

Die Wahl des Beirats fiel auf Elke Philipp (53, Treuchtlingen), die mit dem bewährten Regaliz in Grade I mit Ausnahme der Kür alle Prüfungen für sich entscheiden konnte. 74,286 Prozent erzielte das Paar im sogenannten Teamtest, der bei den EM künftig alleine über die Vergabe der Mannschaftswertung entscheiden wird. 73,571 Prozent waren es im Championshiptest, der Aufgabe, die bei den EM zur Vergabe der Einzelwertungsmedaillen geritten wird. 74,110 Prozent erzielten Philipp, die an den Folgen einer Hirnhaut- und Kleinhirnentzündung leidet, und ihr zehnjähriger Hannoveraner (v. Rubinero) für ihre Kür. Damit mussten sie den Sieg am letzten Tag Laurentia Tan aus Singapur mit Fuerst Sherlock überlassen, für deren Kürvorstellung die Richter 76,0 Prozent vergaben. Elke Philipp hat für den EM-Start übrigens gleich zwei Eisen im Feuer, denn in Überherrn war sie auch mit Zweitpferd Fürst Sinclair erfolgreich am Start (Teamtest 71,198 Prozent, Championshiptest 70,476 Prozent). „Die beiden sind mittlerweile gut zusammengewachsen. Für den Fall, dass Regaliz ausfallen sollte, ist er eine echte Alternative“, erklärte Britta Bando.

Ebenfalls nominiert wurde die an spastischer Diparese leidende Alina Rosenberg (25, Konstanz), die sich in Überherrn in allen drei Prüfungen in Grade II durchsetzen konnte. Mit dem achtjährigen Nea’s Daboun (v. Dressage Royal) erzielte sie 68,687 Prozent in der Teamaufgabe, 68,480 Prozent im Championshiptest und 74,555 Prozent für ihre Kür. „Die Leistungen von Alina sind in diesem Jahr immer konstanter geworden“, sagte Bando.

Komplettiert wird der Vorschlag durch Steffen Zeibig (Arnsdorf) und Claudia Schmidt (Darmstadt), die beide in Grade III starten und wie auch Philipp und Rosenberg bereits bei den Paralympics in Rio die deutschen Farben vertreten haben. Zeibig, dem von Geburt an der rechte Unterarm, der linke Fuß und der rechte Unterschenkel fehlen, hatte in diesem Jahr etwas Anlaufschwierigkeiten. Zur dritten Sichtung präsentierten sich der 40-jährige Paralympics-Bronzemedaillengewinner und seine 13-jährige Hannoveraner Rappstute Feel Good (v. Fürst Heinrich) aber wieder in der gewohnten Form. Im Teamtest musste das Paar mit 69,608 Prozent lediglich der Belgierin Barbara Minecci mit Stuart den Vortritt lassen, die mit 70,147 Prozent den Sieg davontrug. Im Championshiptest erzielte er mit 69,118 Prozent Platz drei und setzte sich in der Kür mit 75,41 Prozent sogar mit Abstand an die Spitze. Über einen Sieg im Championshiptest (71,373 Prozent) freuen durfte sich dagegen die frisch gebackene Deutsche Meisterin in Grade III, Claudia Schmidt. Die 55-Jährige, die seit einem Unfall vor 13 Jahren halbseitig gelähmt ist, war im vergangenen Jahr quasi in letzter Minute ins deutsche Rio-Aufgebot nachgerückt. In diesem Jahr bestätigte sie nachträglich ihren Paralympicseinsatz durch gute Ergebnisse in allen drei Sichtungsprüfungen.

Als Reservistinnen wurden Dr. Angelika Trabert (Dreieich, Grade III) und Hannelore Brenner (Wachenheim, Grade IV) nominiert. Trabert, die bereits 1996 an den ersten Paralympics im Reiten teilnahm, blieb in Überherrn mit dem siebenjährigen Diamond‘s Shine mit Ausnahme der Kür hinter ihren beiden Konkurrenten Zeibig und Schmidt. „Pro Grade dürfen maximal zwei Paare aus einer Nation starten, daher war von vorneherein klar, dass einer der drei zuhause bleiben muss. Insofern kann Dr. Trabert auch nur dann einspringen, wenn einer der beiden Grade-III-Reiter ausfallen sollte“, erklärte Britta Bando. „Die Wahl ist in diesem Grade besonders schwer gefallen, denn alle drei sind championatswürdig und jeder hat auch seine besonderen Stärken. Im Gegensatz zu Steffen Zeibig und Claudia Schmidt hat Dr. Angelika Trabert ihr Pferd allerdings erst seit diesem Jahr, das hat uns die Entscheidung etwas erleichtert.“ Sollte eines der anderen Paare ausfallen, rückt Hannelore Brenner (Wachendorf) nach. Die 15-malige Deutsche Meisterin, Doppelweltmeisterin und Paralympics-Siegerin konnte mit ihrem Trakehner Wallach Kawango in dieser Saison noch nicht ganz an einstige Erfolge anknüpfen. „Bei der aktuellen Nominierung stand sie daher nicht in vorderster Reihe. Wir glauben aber, dass sie im Falle eines Ausfalls eine sichere Bank für das Team ist, und sind außerdem sicher, dass das Paar seinen Weg im Sport noch machen wird“, so Bando.

Springen

Runder Tisch Springen hat erstmals getagt

Diskussion über gegenwärtige Entwicklungen im Springsport

Warendorf (fn-press). Mitte Juli tagte in Warendorf erstmals der sogenannte „Runde Tisch Springen“. Die hochkarätig besetzte Runde aus Wissenschaftlern, Trainern, Turnierfachleuten, Züchtern, Pferdebesitzern, Aktiven, Richtern sowie Experten der Verbände beschäftigte sich mit aktuellen Fragen und Entwicklungen der Disziplin Springreiten.

Beim ersten Treffen des „Runden Tisches Springen“ stand zunächst eine allgemeine Sachstandsanalyse auf der Tagesordnung. Es wurde über die Unterschiede im nationalen und internationalen Reglement gesprochen sowie über aktuelle Änderungsvorschläge für das Regelwerk durch den Weltverband FEI. Auch wurden Fragen zur Ausrüstung und das Niveau der Ausbildung diskutiert sowie viele unterschiedliche Meinungen ausgetauscht. „Bei diesem ersten Treffen ging es darum zu besprechen, wie der Springsport momentan wahrgenommen wird und wie er wahrgenommen werden möchte. Es wurden unterschiedliche Meinungen und Standpunkte ausgetauscht und Ideen gesammelt“, sagte Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft.

Bereits 2014 befasste sich analog dazu ein „Runder Tisch Dressur“ mit ähnlichen Fragestellungen im Dressursport. Im Ergebnis wurde der Kriterienkatalog für den Vorbereitungsplatz formuliert sowie ein Lehrvideo als Ergänzung zur Theorie gedreht. Der Katalog erleichtert Reitern und Aufsichtspersonen die Einschätzung, was pferdegerecht ist, was grenzwertig ist und welche Form des Reitens nicht mehr akzeptabel ist und ein Einschreiten notwendig macht.

„Weil die Situation auf dem Vorbereitungsplatz Springen unter anderem aufgrund der Anzahl der Reiter und des Umganges mit den Sprüngen eine deutlich andere ist, soll darüber hinaus, als langfristiges Ziel für die nächsten Sitzungen des ‚Runden Tisches Springen‘, eine spezifischere Anwendungshilfe für alle Beteiligten entwickelt werden. Im Springen steht neben Ausbildungsgesichtspunkten die Ausrüstung von Reiter und Pferd besonders im Fokus“, sagte Kaspareit.

U25 Springpokal: Vorjahressiegerin Kendra Brinkop geht zu Marcus Ehning

Vorjahressiegerin Kendra Claricia Brinkop im Interview

Aachen (fn-press). Über Mannheim, Wiesbaden und Balve nach Aachen: Nach drei Qualifikationen haben sich die punktbesten 20 Reiter für das Serienfinale von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport beim CHIO in Aachen qualifiziert. In der Aachener Soers zeigen die jungen Talente am Donnerstag und am Samstag ihr Können. Unter den diesjährigen Finalisten ist auch Vorjahressiegerin Kendra Claricia Brinkop mit Landbeschäler A la Carte NRW. Die beiden haben das Finale 2016 nach einem spannenden Stechen für sich entschieden. Seitdem hat sich bei der jungen Reiterin einiges getan. Wieso ihr Weg sie jetzt von Warendorf nach Borken führt, berichtet sie im Interview.

Kendra, Sie haben 2016 das Finale von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport gewonnen: Wie ging es sportlich für Sie und den Landbeschäler A la Carte NRW weiter?

Der Sieg in Aachen war im vergangenen Jahr, zusammen mit der Deutschen Meisterschaft, sportlich gesehen mein absolutes Highlight. Auch nach dem Springpokal-Finale lief es sehr gut weiter. Ein Höhepunkt war der Große Preis von Oldenburg, den wir im November gewonnen haben. Außerdem haben wir einige gute Platzierungen in Springen über 1,50 und 1,55 Meter gehabt. Die Championate von Neumünster und von Dortmund Anfang 2017 haben wir beispielsweise beide an vierter Stelle beendet.

Welche sportlichen Ziele haben Sie für dieses Jahr – vielleicht die Titelverteidigung?

Ein Ziel für dieses Jahr war und ist auf jeden Fall das Finale in Aachen zu reiten und bestenfalls zu gewinnen. Aachen als Turnier ist schon eine andere Nummer als andere internationale Turniere. Die Gegebenheiten, egal ob Platzverhältnisse oder Stallungen, sind ideal. In Aachen trifft sich die Weltspitze und man begegnet Reitern, die man sonst nicht trifft. Alleine durch das Beobachten dieser Reiter, nimmt man schon so viel mit, das ist einfach super. Nach Aachen hat mein Umzug zu Marcus Ehning Priorität. Mein erstes Turnier mit ihm gemeinsam steht schon am Wochenende nach Aachen in Hickstead in Großbritannien an. Ich starte dort das erste Mal bei einem Fünf-Sterne-Turnier in der Großen Tour. Im Moment bin ich als fünfter Reiter für den Nationenpreis gesetzt.

Stichwort Marcus Ehning: Sie haben Ihre Ausbildung am DOKR erfolgreich abgeschlossen. Wie geht es jetzt weiter?

Ja, ich habe gerade meine Abschlussprüfung bestanden. Drei Jahre lang habe ich eine kaufmännische Ausbildung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gemacht und war gleichzeitig Teil der Perspektivgruppe Springen am DOKR. Auf diese Art und Weise wurden mir der Aufenthalt und das Training in Warendorf ermöglicht, das war eine tolle Chance, mich sportlich weiter zu entwickeln und gleichzeitig einen Abschluss im kaufmännischen Bereich zu machen. Ich hatte beste Trainingsbedingungen und habe viel gelernt. Nach Aachen, quasi zum 1. August, ziehe ich zu Marcus Ehning nach Borken. Ich werde dort als Bereiterin tätig sein und freue mich schon sehr.

Auch wenn Ihr Turnierkalender noch nicht feststeht: Ihr Start bei Deutschlands U25 Springpokal ist für 2018 aber gesetzt?

Wenn alles gut läuft, auf jeden Fall. Bis ich 25 Jahre bin und aufgrund meines Alters in dieser Turnierserie nicht mehr starten darf, ist der Springpokal jedes Jahr ein Saisonziel. Für mich ist das eine wahnsinnig gute Chance im Senioren-Bereich Fuß zu fassen.
Deutschlands U25 Springpokal

Deutschlands U25 Springpokal wird durch die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und die Familie Müter, Elmgestüt Drei Eichen (Königslutter), finanziell ermöglicht. Auf Initiative der beiden Bundestrainer Otto Becker und Heinrich-Hermann Engemann ins Leben gerufen, gibt der Springpokal erfolgreichen Springreitern der Altersklasse bis 25 Jahre Gelegenheit, auf Topturnieren weitere Erfahrung im Spitzensport zu sammeln. Geritten werden Prüfungen der Klasse S** und S***. Der Finalsieger des U25 Springpokals qualifiziert sich außerdem direkt für die European Youngster Cup (EY-Cup) Finalveranstaltung 2017. Das Sahnehäubchen: Aus den Finalisten wird ein Nationenpreisteam zusammengestellt, das die deutschen Farben im Ausland vertreten wird. Wie gut das Konzept der Serie aufgeht, beweist unter anderem Laura Klaphake, die 2017 Deutsche Meisterin geworden ist und bereits im U25 Springpokal gestartet ist.

Das sind die Finalisten von Deutschlands U 25 Springpokal 2017: Lara Weber, Jan-André Schulze Niehues, Mathis Schwentker, Nicola Pohl, Kendra Claricia Brinkop, Stefanie Bolte, Marius Brinkmann, Frederike Staack, Lars Volmer, Marie Schulze Topphoff, Jennifer Taxis, Vanessa Borgmann, Finja Bormann, Maurice Tebbel, Cedric Wolf, Laura Klaphake, Marisa Braig, Steffen Eikenkötter, Daniela Theelen, Alexander Potthoff, Tim-Uwe Hoffmann und Lena Pollmann-Schweckhorst.

Weitere Informationen zum Springpokal gibt es unter www.spitzenpferdesport.de

Zum zehnten Mal German Friendships in Herford

Eine Idee hat sich etabliert

Herford (fn-press). „More flags – mehr Flaggen“. Dieses Ziel des Weltreiterverbandes hat man sich in Herford bereits vor 18 Jahren gestellt, als auf dem Hof Meyer zu Bexten die Idee für ein ganz besonderes Springturnier für Kinder- und Jugendliche geboren wurde. Seither waren 575 junge Reiter aus 67 Ländern der Erde in Herford zu Gast. In diesem Jahr werden vom 25. bis 30. Juli zum zehnten Mal die „German Friendships“ gefeiert.

Die Idee des Turniers ist einzigartig: Deutsche Kinder und Jugendliche kommen mit zwei Pferden von denen sie eines ihrem Partner aus dem Ausland überlassen. Gemeinsam bestreiten sie als Team die Springprüfungen und teilen Sieg oder Niederlage. „Das Pferd ist dabei jedes Mal ein wunderbarer Vermittler und nach den fünf Tagen bei uns ist die Welt wieder ein Stückchen näher zusammengerückt,“ freut sich Lars Meyer zu Bexten, der inzwischen von seinem Vater Ulrich Meyer zu Bexten die Turnierleitung übernommen hat und dank seiner sportlichen Kontakte in aller Welt die Entwicklung von ehemaligen „Friendships“-Reitern weiter verfolgt.

Die 10. „German Friendships“ beginnen mit der Auslosung der Teams am Dienstag, 25. Juli, wenn sich die Team-Reiter zum ersten Mal begegnen und herausfinden, wie sie sich verständigen können. Am Mittwoch wird mit internationalen Spitzenreitern trainiert, darunter Nayel Nassar und Abdel Said (Ägypten), Ben Asselin (Kanada )und Daniel Bluman (Kolumbien). Sie alle sind in jungen Jahren selbst in Herford geritten und verstärken nun das Coaching-Team um Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann und Reitmeister Karsten Huck, Derbysieger Pato Muente oder den irischen Shooting Star Bertram Allen. Ihre Profi-Tipps sollen jungen Reitern helfen, sich auf ihre Pferde einzustellen. Und nicht nur das: Am Mittwochabend ab 18 Uhr gibt es für die Ehemaligen den ATCO Friendships Cup, ein S***-Springen. Am Donnerstag lernen die Gäste dann Herford kennen, bevor der sportliche Teil folgt, beginnend mit dem Einmarsch der Nationen und endend mit wehenden Taschentüchern am Sonntag zum Abschied. P. Schlemm/Hb

Informationen: www.german-friendships.com

Vielseitigkeit

Kandidaten für „EM der ländlichen Vielseitigkeitsreiter“ nominiert

Acht Paare treten die Reise zum Traditionschampionat in Tongeren/Belgien an

Warendorf (fn-press). Die Würfel sind nun auch bei der Aufstellung für die Europameisterschaften der Ländlichen Vielseitigkeitsreiter gefallen. Für den Start vom 27. bis 30. Juli in Tongeren/Belgien hat die Teamleitung – Roger Böckmann (Lastrup) und Roland Harting (Königswinter) – folgende Paare benannt:

(In alphabetischer Reihenfolge): Marie-Sophie Arnold (Warendorf) mit Remember Me, Christina Hoffmann (Düsseldorf) mit Finnley R, Malin Hotopp Hansen (Gransebieth) mit Monsieur Schnabel, Annina Lutter (Much) mit Rock Girl, Elena Otto-Erley (Marburg) mit Finest Fellow, Anna-Katharina Vogel (Biessenhofen) mit Quintana P, Philip Weßling (Bocholt) mit Lissa´s Lady und Janet Wiesner (Frankenberg OT Mühlbach) mit Golden Joy.

Von den acht deutschen Paaren starten sechs in der Mannschaft. Zusätzlich zur normalen Einzeldressur jedes Paares, wird zu Beginn auch eine gemeinsame Mannschaftsdressur geritten, deren Bewertung für das endgültige Teamergebnis mitgewertet wird. Die übrigen Teildisziplinen entsprechen einer internationalen Zwei-Sterne-Kurzprüfung und werden auch als solches Ergebnis registriert. Um sich auf die EM und insbesondere die Teamdressur vorzubereiten, ist dem Start ein Trainingslager in Lastrup auf dem Zuchthof Klatte vorgeschaltet.

Fahren

DM Fahren: Sebastian Warneck verteidigt Titel

Alexandra Röder Meisterin der Para-Fahrer

München-Riem (fn-press). Erfolgreiche Titelverteidigung: Bei den Deutschen Meisterschaften der Zweispännerfahrer in München-Riem fuhr Sebastian Warneck erneut auf den obersten Podestplatz. Für den 34-jährigen Staatsanwalt aus Potsdam ist es schon der neunte DM-Titel, zum ersten Mal wurde er 2002 in Neustadt-Dosse Deutscher Meister. Neuer Vize-Meister wurde Arndt Lörcher (Wolfenbüttel-Fümmelse), Bronze ging an Lars Schwitte aus Stadtlohn. Bei den Para-Fahrern gingen Sieg und Meisterschaft ebenfalls zum wiederholten Male an Alexandra Röder (St. Augustin), Zweiter wurde hier Markus Beerhues (Langenberg), Dritte Ivonne Hellenbrand (Dillingen).

Für die Zweispännerfahrer ist 2017 wieder ein WM-Jahr, vom 20. bis 24. September geht es im slowenischen Staatsgestüt Lipica um internationale Ehren. Die DM auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem war daher Pflichtsichtung für alle potentiellen WM-Kandidaten. 2015 gewann das deutsche Team bei den Weltmeisterschaften Bronze. Bester Einzelfahrer war auf Platz fünf Sebastian Warneck.

DM Dressur

Von Beginn an machte Sebastian Warneck in München-Riem deutlich, dass sein Ziel die Titelverteidigung war. Die Dressur gewann der 34-Jährige mit seinem KWPN-Gespann mit 42,41 Punkten deutlich vor Lars Schwitte, dessen Vorführung von den Richtern mit 46,25 Punkten beurteilt wurde. Auf Platz drei folgte – aber auch mit Abstand (50,32 Punkte) – Marco Freund (Dreieich), Sohn von Vierspänner-Legende Michael Freund. Der 20-Jährige, der 2015 den Deutschen Meistertitel gewann, ist derzeit zur Ausbildung in Amerika, und legte in Deutschland nur eine kurze Stippvisite ein. Bereits am Dienstag startet er wieder gen USA. An vierter Stelle platzierte sich mit 50,50 Punkten Anna Sandmann (Lähden), Fünfter wurde Sandro Koalick (Drebkau/53,09). Bundestrainer Wolfgang Lohrer (Meißenheim) jedenfalls war zufrieden mit seinen Schützlingen, „auch wenn sich an der einen oder anderen Stelle bei den Übergängen und in den einzelnen Lektionen noch etwas verbessern lässt“.

DM Gelände

Mit seiner Dressurleistung hatte sich Warneck einen komfortablen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz herausgefahren und hielt trotz Rang 13 im Gelände nach den ersten beiden Teilprüfungen die Spitzenposition. Auch auf den Plätzen zwei und drei gab es in der Zwischenwertung keine Veränderungen: Zweiter Lars Schwitte (Achter im Gelände), Dritter Marco Freund (Zweiter im Gelände). Der Sieg im Marathon ging an Sandro Koalick. Mit 92,45 Punkten war der 33-Jährige knapp vor Marco Freund (92,71 Punkte) ins Ziel gefahren. Dritter wurde Dennis Schneiders (Petershagen), Vierter Arndt Lörcher, Fünfter Adolf Fischer (Lähden). Auch hier gab es viel Lob vom Bundestrainer: „Das Gelände war schwer und anspruchsvoll, auch machten uns die Wetterkapriolen zu schaffen. Doch alle haben ihre Leistung gebracht“, so Lohrer.

DM Hindernisfahren

Die Entscheidung über die DM-Platzierung fiel letztendlich im Hindernisfahren. Keiner der 25 Starter konnte den Parcours fehlerfrei absolvieren, je einen Abwurf hatten lediglich Stefan Schottmüller (Kraichtal) und Dennis Schneiders. Sebastian Warneck kam gar auf 10,43 Punkte. Da sich seine „Verfolger“ aber ebenfalls reichlich Fehler leisteten (Schwitte 10,32; Freund 12,00), konnte Warneck seine Spitzenposition halten. Gut unterwegs (lediglich 3,28 Punkte/Platz drei in dieser Teilprüfung) war Arndt Lörcher („sehr gute Leistung“, so Lohrer) und fuhr damit auf den Silberplatz vor. Für den 39-jährigen Speditionskaufmann ist dies der bisher größte Erfolg im Zweispänner-Lager. Lars Schwitte konnte sich mit Bronze gegenüber 2016 ebenfalls verbessern. Marco Freund wurde Vierter, ihm folgten Stefan Schottmüller, Dennis Schneiders und Anna Sandmann auf den Plätzen fünf bis sieben. Marathonsieger Koalick beendete die DM nach 20,74 Punkten im Hindernisfahren auf Rang neun. Der Fahrausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) wird in den nächsten Tagen nun eine „Longlist“ für die WM in Lipica aufstellen, weitere Stationen auf dem Weg zur WM sind die Fahrturniere in Beekbergen/NED (2./6. August), Lauchheim-Hülen (4./6. August) und Biblis (10./13. August). Wer zur WM fahren wird, steht endgültig nach dem Turnier in Zülpich (31. August/3. September) fest.

DM Parafahrer

Mehr als deutlich fiel der Sieg von Alexandra Röder mit ihrer Schweren Warmblutstute FST Evi (v. Veritas) bei der DM der Para-Fahrer aus. Nach Platz drei in der Dressur und Platz eins sowohl im Gelände als auch im Hindernisfahren hatte die junge Fahrerin, die schon 2014 bei der WM den Einzel- und Mannschaftstitel gewann, ganze 9,05 Punkte Vorsprung auf den Vize-Meister und Dressursieger Markus Beerhues mit Dolero B (Westfale von Don BedoI). Hinter Bronzemedaillengewinnerin Ivonne Hellenbrand mit ihrem Haflinger Anderson (v. Ambition) wurde Heiner Lehrter (Mettingen) mit dem Deutschen Reitpony Dashwood (v. Dakar) Vierter.

Longlists für WM Zweispänner und WM Ponyfahrer aufgestellt

DOKR-Ausschuss benennt Fahrer

München/Schwaiganger (fn-press). Für die Ponyfahrer und die Zweispännerfahrer stehen in diesem Jahr Weltmeisterschaften als Saisonhöhepunkt bevor. Die WM der Ponyfahrer findet vom 15. bis 20. August in Minden in Westfalen statt. Die Zweispännerfahrer ermitteln ihren Weltmeister 2017 vom 20. bis 24. September in Lipica in Slowenien. Der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat für die beiden Weltmeisterschaften jetzt jeweils eine Longlist erstellt.

Nach den Deutschen Meisterschaften der Zweispänner in München-Riem hat der Ausschuss nun folgende Fahrer für die Longlist benannt: Adolf Fischer (Lähden), Sandro Koalick (Drebkau), Torsten Koalick (Drebkau), Arndt Lörcher (Wolfenbüttel), Anna Sandmann (Lähden), Dennis Schneiders (Petershagen), Stefan Schottmüller (Kraichtal), Lars Schwitte (Stadtlohn), Carola Slater-Diener (Hermsdorf) und Sebastian Warneck (Rangsdorf).

Wer am Ende tatsächlich in Lipica an den Start gehen darf, entscheidet sich nach der letzten Sichtung in Zülpich im Rheinland vom 31. August bis 3. September. Danach benennt der Ausschuss die drei Mannschaftsfahrer und zusätzlich zwei weitere Einzelfahrer.

Longlist der Ponyfahrer für WM in Minden
Welche Ponyfahrer sich Hoffnungen machen dürfen, bei der Heim-WM in Minden an den Start gehen zu können, hat der Ausschuss Fahren nach den Deutschen Meisterschaften der Ponyfahrer in Schwaiganger festgelegt. Bei den Pony-Einspännern sind das Fabian Gänshirt (Lahr) mit David L, Marlena Brenner (Quendorf) mit Leonardo, Katja Helpertz (Nettetal) mit Nordstern’s Störtebecker und Chip Chap Coconut, Niels Grundmann (Fredenbeck) mit Tadeus, Pia Grundmann (Fredenbeck) mit Darisco, Patrick Hanisch (Ennigerloh) mit El Cantador, Sandra Schäfer (Nordwalde) mit Carino S und Nemo von Bergen, Edwin Kiefer (Horb) mit Desperado, Herbert Rietzler (Rettenberg) mit Nakuri, Jan Schuster (Seehausen) mit Stina Royal und Arvalon Casparov, Theo Bopp (Mainz) mit Bobbo.

Die Pony-Zweispännerfahrer der Longlist sind Jan-Felix Pfeffer (Oering), Dieter Baackmann (Emsdetten), Max Berlage (Schüttorf), Christof Weihe (Petershagen), Nadine Draeger (Dahlen), Birgit Kohlweiß (Weil der Stadt), Niels Kneifel (Wunstorf), Manuela Mitnacht (Würzburg) und Thomas Schuppert (Kremkau).

In der Anspannungsart Pony-Vierspänner hat der Ausschuss folgende Fahrer auf die Longlist gesetzt: Steffen Brauchle (Lauchheim-Hülen), Tobias Bücker (Emsdetten), Michael Bügener (Gronau), Dieter Höfs (Weil der Stadt), Sven Kneifel (Wunstorf), Thomas Köppen (Dreieich) und Jaqueline Walter (Petershagen).

Die vierte und letzte WM-Sichtung für die Ponyfahrer ist vom 27. bis 30. Juli in Bad Segeberg. Danach benennt der Ausschuss dann je sechs Einspänner-, Zweispänner- und Vierspännerfahrer, die in Minden für Deutschland an den Start gehen dürfen. Von den 18 Fahrern bilden dann je drei Einspänner, drei Zweispänner und zwei Vierspänner die deutsche Mannschaft, die anderen starten als Einzelfahrer.

WM der Ponyfahrer in Minden: Gold als Ziel

Die besten Ponyfahrer der Welt treffen sich in Ostwestfalen

Warendorf (fn-press). Nur noch ein Monat: Dann erklingen in Minden in Ostwestfalen die Nationalhymnen bei der Siegerehrung der Weltmeisterschaft der Ponyfahrer. Die Vorbereitungen für die WM vom 15. bis 20. August im eigenen Land laufen auf Hochtouren und auch für Bundestrainer Karl-Heinz Geiger haben sich jetzt bei der Deutschen Meisterschaft erste mögliche Kandidaten für die WM herauskristallisiert.

Der Ausschuss Fahren des Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) hat vor einigen Tagen eine Longlist mit insgesamt 27 möglichen WM-Ponyfahrern veröffentlicht. Aber nur sechs Ein-, sechs Zwei- und sechs Vierspänner dürfen am Ende tatsächlich in Minden starten. Die deutsche Mannschaft besteht dann aus acht Fahren – drei Einspänner, drei Zweispänner und nur zwei Vierspänner bilden das Team, die anderen starten als Einzelfahrer.

Bei der vergangenen Weltmeisterschaft 2015 in Breda in den Niederlanden wurde das deutsche Team hinter dem Gastgeber Vize-Weltmeister und holte weitere vier Einzelmedaillen. Für die Pony-Einspännerfahrer Fabian Gänshirt (Lahr) und Katja Helpertz (Nettetal) gab es Gold und Bronze. Pony-Zweispännerfahrer Jan-Felix Pfeffer (Oering) und Pony-Vierspännerfahrer Steffen Brauchle (Lauchheim-Hülen) gewannen in der Einzelwertung jeweils Silber. „Natürlich ist es unser Ziel die Medaillen zu verteidigen, außerdem wollen wir lieber Gold als Silber mit der Mannschaft holen, wie in den Jahren vor 2015 auch immer“, so die Ansage von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger aus Rechtmehring in Bayern. „Allerdings muss man auch zugeben, dass die anderen Nationen und besonders die Niederländer in den vergangenen Jahren von WM zu WM immer stärker geworden sind.“

„Die Deutsche Meisterschaft in Schwaiganger war schon mal eine sehr gute Formüberprüfung“, erklärt Geiger. „Ich habe viele Ponys gesehen, die in der Dressur tolle Leistungen gezeigt haben. Die Geländeprüfung war sehr schwierig und somit auch eine gute Möglichkeit, um den Trainingszustand und die Kondition unserer Ponys zu überprüfen“, so Geiger. Er erwarte bei der Weltmeisterschaft in Minden ebenfalls ein sehr anspruchsvolles Gelände, da der niederländische Parcourschef Jeroen Houterman dafür bekannt sei, sehr enge Wege in den Hindernissen auszuflaggen. „Das kommt eher den Gespannen mit kleinen Ponys entgegen“, so die Einschätzung vom Bundestrainer.

In der Geländeprüfung der WM müssen acht Hindernisse gefahren werden. Drei Hindernisse hat das Team um Turnierleiter Christoph Weihe komplett neu gebaut. „Wir haben am vergangenen Wochenende alles gestrichen, die Hindernisse sind nun alle fertig“, berichtet Jaqueline Walter, Tochter von Turnierleiter Weihe und Mitglied des Orga-Teams. „Wir sind ganz gut im Zeitplan, richtig spannend wird natürlich die Woche vor der WM. Dann wird alles nochmal gemäht, das Dressurviereck, die Zelte für die Verpflegung und die Pagoden für die Aussteller werden aufgebaut“, erklärt sie.

Für die Ponyfahrer steht noch eine vierte Sichtung auf dem Programm. Die letzte Station ist vom 27. bis 30. Juli in Bad Segeberg. „Das ist zwar relativ zeitnah vor der WM, daher wird das Gelände dort auch nicht mehr so schwer aufgebaut. Aber wir haben dort Rasenplätze für die Dressur und für das Kegelfahren, so dass wir unter gleichen Bedingungen wie bei der WM fahren können, das ist für die Vorbereitung noch einmal sehr gut“, erklärt Karl-Heinz Geiger. Nach der letzten Sichtung in Bad Segeberg entscheidet der Ausschuss Fahren in Abstimmung mit den zuständigen Bundestrainern Karl-Heinz Geiger für die Vierspänner und Wolfgang Lohrer (Meißenheim) für die Ein- und Zweispänner dann, welche 18 Fahrer bei der WM in Minden antreten dürfen. evb

Weitere Infos zur WM unter www.gewe-fahrturnier.de

 

Voltigieren

CHIO Aachen: Deutscher Doppelsieg im Nationenpreis

Deutschland I und II setzen sich zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe in Albert-Vahle-Halle an die Spitze der Länderwertung

Aachen (fn-press). Zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe im Rahmen des CHIO Aachen konnte die deutsche Mannschaft von Bundestrainerin Ulla Ramg (Warendorf) und Disziplintrainer Kai Vorberg (Sassenberg) noch einmal überzeugen. Im Nationenpreis setzte sich Deutschland II – bestehend aus dem RSV Neuss-Grimlinghausen, Janika Derks (Dormagen) und Kristina Boe (Hamburg) – gegen Deutschland I (Team NORKA des VV Köln-Dünnwald, Sarah Kay, Erik Oese) und Italien durch.

Die Mannschaft aus Italien um die dreimalige Weltcup-Siegerin Anna Cavallaro hatte mit insgesamt 25,531 Punkten sehr gut vorgelegt. Im Anschluss folgte das Team Deutschland II, das aus Janika Derks, Kristina Boe und dem RSV Neuss-Grimlinghausen bestand. Schon Janika Derks legte die Messlatte für die Konkurrenz extrem hoch. Für ihre Katzen-Kür auf Auxerre, longiert von Elisabeth Simon, kassierte die 27-jährige Physiotherapeutin 8,79 Punkte. Dies sollte in diesem Nationenpreis bis zum Ende die höchste Note der Einzelvoltigierer bleiben. Unfallchirurgin Kristina Boe legte anschließend mit ihrer Star-Wars-Choreografie mit 8,783 Zählern nach. Es folgte eine nahezu fehlerfreie Mannschafts-Vorstellung des RSV Neuss-Grimlinghausen mit Delia FRH und Elisabeth Simon an der Longe zum Kürthema „Alice im Wunderland“. Dafür zückte das vierköpfige Richtergremium mit 9,035 zum ersten (und einzigen) Mal an diesem Wochenende eine Wertnote jenseits der magischen Schallmauer von neun Punkten. Damit kam Deutschland II in der Gesamtwertung auf 26,608 Punkte und setzte die interne Konkurrenz, die anschließend im Zirkel der Albert-Vahle-Halle einlief, gehörig unter Druck.
Sarah Kay aus Münster, die nach ihren Leistungen im Normalumlauf in Aachen erstmals seit 2012 wieder für ein Championat nominiert wurde, legte mit ihrer Kür zum Thema Smaug (Drache aus dem Kinofilm „Der Hobbit“) auf dem Rücken von Sir Valentin (Longe: Dina Menke) eine Wertung von 8,69 Punkten vor. Erik Oese, der nach den Weltreiterspielen 2014 erstmals wieder im deutschen Championatsaufgebot für die EM Anfang August im österreichischen Ebreichsdorf steht, kam auf 8,677 Zähler. Das Team NORKA schloss auf dem Ersatzpferd Picardo – longiert von Patric Looser – das diesjährige CVIO mit 8,845 Punkten ab. Das waren summa summarum 26,212 Punkte und somit Platz zwei für Deutschland I.
„Das ist ein echtes Wunder für uns. Wir wussten, dass unsere Kür cool ist und Spaß macht aber mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagte das Neusser Teammitglied Pauline Riedl. Kristina Boe hatte schon im Vorfeld den Sieg anvisiert: „In diesem Jahr waren die Mannschaften sehr ausgeglichen. Darum haben wir schon bei der Mannschaftszusammenstellung beschlossen, dass wir kämpfen werden.“
Ein wenig Enttäuschung hingegen gab es bei den Kölner Athleten. „Ja, etwas enttäuscht sind wir schon“, gab Justin van Gerven zu, einer der vier Männer im Team NORKA. „Aber am Ende haben wir trotzdem eine super Leistung abgeliefert und es waren Kleinigkeiten, die uns trennten.“
Bundestrainerin Ramge konnte zufrieden sein mit ihren Schützlingen: „Alle haben gezeigt, dass sie super Nerven haben. Auf keinem Turnier der Welt herrscht eine solche Atmosphäre wie hier beim CHIO Aachen. Wer hier gut ist, ist überall gut.“

Richtig gut waren zum Auftakt des abschließenden CHIO-Voltigiertages auch die Doppelvoltigierer mit ihren finalen Küren. Alle vier hochkarätigen Paarungen konnten im zweiten Umlauf in der Albet-Vahle-Halle mit ausgezeichneten Leistungen überzeugen. Am Ende gingen die Plätze zwei und drei nach Deutschland. Dabei wechselten sich Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch aus Köln mit Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes aus Neuenrade ab. Jacobs und Bresch landeten mit Holiday on Ice (Longe: Alexandra Knauf) auf Rang zwei in Runde eins und Platz drei in der zweiten Kür. Ossenberg-Engels und Gerdes machten es auf Caram (Longe: Claudia Döller-Ossenberg-Engels) andersherum und überzeugten mit einer starken Wertung von 8,613. Am Ende hatten Jacobs und Bresch mit ihrer „Bonnie und Clyde“-Kür knapp die Nase vorn. Sie sammelten in der Gesamtwertung 8,473 Punkte, Ossenberg-Engels und Gerdes kamen auf 8,448 Zähler. „Torben und Theresa waren auf ihrem Reservepferd am Start“, berichtete Ramge, „Timo und Jolina haben ein ganz neues Pferd und steigern sich derzeit von Prüfung zu Prüfung. Wir haben mit unseren beiden Championats-Paarungen also allen Grund, zufrieden zu sein.“
Auf Platz vier landete das österreichische Duo Theresa Thiel und Stefan Csandl, die CHIO-Sieger der Jahre 2013, 2014 und 2016. Der Sieg ging mit der Traumnote von 8,933 (gesamt 8,757) an die amtierenden Weltcup-Sieger Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini aus Italien.

EM/WM Voltigieren: Deutsches Aufgebot steht

Alle Teilnehmer für Doppel-Championat in Ebreichsdorf nominiert

Warendorf (fn-press). Das deutsche Aufgebot für die Welt- und Europameisterschaften Voltigieren in Ebreichsdorf steht nun fest. Nach den Junioren, die in Österreich um WM-Medaillen kämpfen und bereits nach dem Preis der Besten in Warendorf benannt wurden, hat der Ausschuss Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) nun auch die Senioren komplett nominiert.

Bereits vor dem CVIO4* Aachen nominierte die AG Spitzensport Voltigieren das Team NORKA des VV Köln-Dünnwald mit Danny Boy und Longenführer Patric Looser für den Start in Ebreichsdorf, ebenso die beiden Pas-de-Deux-Paare Theresa-Sophie Bresch (Rottenburg) und Torben Jacobs (Köln) mit Picardo und Alexandra Knauf sowie Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes aus Altena mit Caram OE und Claudia Döller-Ossenberg-Engels.

Nach dem CVIO4* Aachen wurden für das Einzelvoltigieren Damen Kristina Boe (Hamburg) mit Don de la Mar und Winnie Schlüter, Janika Derks (Dormagen) mit Auxerre und Elisabeth Simon sowie Sarah Kay (Münster) mit Sir Valentin und Dr. Dina Menke nominiert. Erste Reserve ist Corinna Knauf (Köln) mit Fabiola W und Alexandra Knauf, zweite Reserve Regina Burgmayr (Kirchseeon) mit Adlon und Alexander Hartl.

Für das Einzelvoltigieren Herren wurden Thomas Brüsewitz (Garbsen) mit Bigstar und Irina Lenkeit, Jannis Drewell (Gütersloh) mit Diabolus und Simone Drewell sowie Erik Oese (Radebeul) mit Calvador und Andreas Bäßler nominiert. Erste Reserve ist Jannik Heiland (Wulfsen) mit Highlander und Winnie Schlüter, zweite Reserve Viktor Brüsewitz (Wulfsen) mit Don Filippo B und Lisa Borgmann.

Ausbildung und Wissenschaft

Mentoring bietet individuelle Trainerfortbildung

40 Ausbilder tauschten sich bei Mentorentagung aus

Warendorf (fn-press). Wenn schon Trainerfortbildung, dann individuell und maßgeschneidert. Wer das denkt, der sollte das Mentorensystem nutzen, das die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) seit 2014 anbietet – dieser Überzeugung sind die 40 Ausbildungsfachleute, die sich Ende Juni zur zweiten Mentorentagung in Warendorf trafen.

„Dreieinhalb Jahre nach der Einführung des Mentorings, ist es an der Zeit, das System zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren“, sagte Eva Lempa-Röller, Fachreferentin der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft. Deshalb kamen Mentoren aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um sich über ihre Erfahrungen sowie Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten auszutauschen.

Generelle Einigkeit herrschte darüber, dass es wichtig ist, die Aus- und Fortbildung der nachrückenden Ausbildergeneration zu intensivieren und zu verbessern. Das Mentorensystem ist in der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) verankert und bietet Amateurausbildern aller Disziplinen die Chance, einem erfahrenen Trainer bei der praktischen Unterrichtserteilung und Begleitung von Schülern über die Schulter zu schauen und mitzuhelfen. Dabei kann der lernende Trainer sich wertvolle Tipps und Anregungen für die eigene Tätigkeit holen. Den Mentor können die Ausbilder frei wählen, Listen über alle Mentoren führen die Landespferdesportverbände.

Derzeit findet das Mentorensystem verpflichtend Anwendung in der Vorbereitung zur Trainer B Prüfung (5 Lerneinheiten vorgeschrieben), aber auch für angehende Trainer anderer Lizenzstufen kann das Mentoring wichtige Hilfestellung leisten. Auf freiwilliger Basis kann es beispielsweise der Vorbereitung auf die Prüfung zum Trainer C dienen oder als Alternative zum Vorbereitungsseminar für den Trainer B (8 Lerneinheiten) genutzt werden. Da das Mentoring immer im direkten Bezug zur praktischen Unterrichtserteilung stattfindet, werden in einigen Landesverbänden die Einheiten darüber hinaus auch zur Lizenzverlängerung anerkannt.

„Ziel der Tagung war die Entwicklung eines allgemein gültigen Leitfadens, der alle Mentoren auf einen Wissenstand bringen soll“, erklärte Lempa-Röller. Über eines waren sich dabei alle Tagungsteilnehmer einig: Das Mentorensystem stellt ein wertvolles Instrument in der Schulung von Ausbildern dar. „Die Betreuung der Ausbilder ist individuell, intensiv und in der Region – das ist das Besondere am Mentoring. Ich würde mir wünschen, dass deshalb noch mehr Nachwuchsausbilder das Mentoring als freiwillige Fort- und Weiterbildung nutzen“, erklärte Lempa-Röller.

Weitere Informationen zum Mentoring gibt es unter www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung/mentoring.

Internationaler Trainerpass: Weltweit als Ausbilder arbeiten

Trainerpass sichert internationale Anerkennung von deutschen Trainerausbildungen

Warendorf (fn-press). Pferde und Reiter im Ausland unterrichten – klingt nach einer schönen Idee, doch was ist mit der Anerkennung der deutschen Trainerausbildung? Ausbildern, dievor dieser Frage stehen, hilft der internationale Trainerpass. Er gilt in vielen Ländern weltweit und kann bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) beantragt werden.

Andere Länder, andere Ausbildungssysteme und Abschlüsse: Der internationale Trainerpass der IGEQ (Internationale Gruppe für Trainerqualifikation im Reitsport) sichert die Anerkennung von Trainerqualifikationen im Ausland. „Der Pass sorgt für eine Gleichstellung unterschiedlicher Ausbildungssysteme und erleichtert Trainern und Berufsausbildern damit die Arbeit im Ausland“, erklärt Andrea Frische aus der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der FN die Vorzüge des internationalen Trainerpasses.

Die IGEQ teilt die Trainerqualifikationen in drei Levels, die den deutschen Trainern A, B, und C entsprechen. Außerdem gibt es die Bezeichnung International Expert für Reitmeister, Diplom Trainer Reiten und Pferdewirtschaftsmeister Reiten. Der internationale Trainerpass gilt in 28 Ländern weltweit. Eine Übersicht über die Länder, in denen er gültig ist, gibt es online auf der Seite der IGEQ (www.igeq.org).

Seit 2016 gibt es auch den IGEQ Student Passport für angehende Trainer und Auszubildende. Er bietet Traineranwärtern und Auszubildenden die Möglichkeit, sich Fortbildungen und Teile der Berufsausbildung im Ausland anrechnen zu lassen.

Der internationale Trainerpass kann für ca. 60 Euro und der Student Passport für ca. 30 Euro bei der FN beantragt werden. Der internationale Trainerpass wird jährlich von der FN fortgeschrieben, Fortbildungen sind dafür nicht notwendig.

Weitere Infos gibt es unter www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung (als Anlage) oder bei Andrea Frische (Tel.: 02581-6362 627, E-Mail: afrische@fn-dokr.de).

Aktuelle Termine der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft

Warendorf (fn-press). Regelmäßig bietet die Abteilung Ausbildung und Wissenschaft der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) Lehrgänge und Seminare an, zu denen insbesondere alle Ausbilder, Trainer und Richter eingeladen sind. Das sind die nächsten Termine:

HANNOVER: „Erfolg beginnt im Kopf – Stressmanagement für Reiter“, mit Dr. Gaby Bußmann
Reit- und Fahrverein Wolfsburg e.V., Wolfsburg, Dienstag, 12. September, Beginn 17.30 Uhr
Eintritt: 15 Euro für PM, für Nicht-PM 25 Euro
Anmeldung: www.pferd-aktuell.de/fn-service/veranstaltungskalender , Telefon 02581/6362-179 oder cgehlich@fn-dokr.de

BAYERN: „So klappt es: Der große Schritt von der L- zur M-Dressur“, mit Christoph Hess
Reit- und Fahrverein Alzenau e.V., Alzenau, Donnerstag, 14. September, Beginn 17.00 Uhr
Eintritt: 15 Euro für PM, für Nicht-PM 25 Euro
Anmeldung: www.pferd-aktuell.de/fn-service/veranstaltungskalender ,Telefon 02581/6362-179 oder cgehlich@fn-dokr.de

THÜRINGEN: „Moderne Ausbildung erfolgreicher Springpferde“ mit Heinrich-Wilhelm Johannsmann
Reitstall Schack, OT Mühlberg e.V., Mühlberg, Montag, 25. September, Beginn 17.00 Uhr
Eintritt: 15 Euro für PM, für Nicht-PM 25 Euro
Anmeldung: www.pferd-aktuell.de/fn-service/veranstaltungskalender, Telefon 02581/6362-179 oder cgehlich@fn-dokr.de

 

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht
Unter www.pferd-aktuell.de/fn/presse finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2017 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Quelle: FN-press

Wenn Kanadas Eric Lamaze und die ebenso kleine wie flinke Hannoveraner Stute Fine Lady im Stechen sind, muss die Konkurrenz sich warm anziehen. So auch heute, als die beiden ihren Erfolg im Turkish Airlines-Preis von Europa vom Vorjahr wiederholten. Und das unter Ausnahmebedingungen beim CHIO Aachen. Unwetterwarnungen, plötzlich einsetzender Sturm und Starkregen, begleitet von Blitz und Donner, sorgten dafür, dass alle Prüfungen unterbrochen werden mussten.

So auch der Turkish Airlines-Preis von Europa. Trotzdem schafften es 20 Paare ins Stechen. Und damit 19 Paare, die versuchten, den Vorjahressiegern Eric Lamaze und Fine Lady keinen zweiten Sieg in diesem ersten Highlight des CHIO Aachen 2017 zu überlassen. Vergeblich. Auch 2017 läuteten die Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016 ihr Turnier mit einem Sieg ein. Lamaze und Fine Lady erreichten das Ziel nach 42,97 Sekunden – eine Zeit, die zu schlagen ist, wie Spaniens Sergio Alvarez Moya und Arrayan zeigten, die nach 42,27 Sekunden durch die Lichtschranke galoppierten. Allerdings nahmen sie unterwegs eine Stange mit.

Das passierte Fine Lady nicht. Die kleine Stute wächst scheinbar in jedem Springen über sich selbst hinaus. Wo andere mit großem Galoppsprung Zeit gewinnen oder manchmal eben auch verlieren, macht sie mit ihrer Wendigkeit Sekunden gut. Im vergangenen Jahr hatte Eric Lamaze aus Rücksicht auf die anstehenden Olympischen Spiele auf einen Start im Rolex Grand Prix verzichtet. In diesem Jahr nimmt er Kurs auf das Sonntags-Highlight: „Der Plan war, dass ich sie, wenn sie heute gut geht, am Sonntag im Grand Prix reite.“ Und gut gegangen war sie ja!

Das allerdings war heute wirklich nicht einfach, wie der zweitplatzierte Ludger Beerbaum betonte. Er selbst hatte Glück. Bei seinen Starts auf der Holsteiner Stute Chiara blieb das Wetter zahm. Da hatten andere Kollegen größeres Pech: „Der Himmel war ja schon die ganze Zeit schwarz. Das macht den Pferden Angst! Und dann die Geräusche der Hufe nach dem Regen auf dem durchnässten Boden. Besonders für die jüngeren Pferde ist das schwierig. Wären die äußeren Bedingungen besser gewesen, hätten wir zwei, drei Nuller mehr gehabt.“ Allerdings betonte Beerbaum auch, dass das Bestmögliche getan wurde, um Pferde, Reiter und Zuschauer zu schützen. Ludger Beerbaum und den Sieger trennte fast eine Sekunde.

Hauchdünn war hingegen der Abstand zum drittplatzierten Iren Bertram Allen auf Molly Malone V. Lediglich eine hundertstel Sekunde trennte die beiden voneinander – nicht einmal ein Wimpernschlag, der in diesem Fall 5000 Euro wert war. Geärgert hatte sich Allen darüber aber nicht. Er habe das gar nicht realisiert, gab er zu. Sein Lob galt heute seinem Pferd, der 13-jährigen Kannan-Tochter, der er schon so manchen Sieg zu verdanken hat – auch bei Witterungsbedingungen wie den heutigen. 20 Paare im Stechen – auch das warf Fragen auf. Die Erklärung von Eric Lamaze leuchtete ein: „Es war das Eröffnungsspringen für die Major-Prüfungen, also war zu erwarten, dass es schwierig werden würde. Aber hier starten die besten Reiter der Welt, daher gibt es immer einige Null-Fehler-Ritte. Es ist schwierig für Frank (Rothenberger, Anm. d. Red.), einen Parcours zu bauen, mit dem er genau die richtige Anzahl fehlerfreier Ritte bekommt. Es war ein fairer Kurs.“

Quelle: Niels Knippertz

Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch – Dem Sieger gratulieren Fatih Cigal, Vice President Turkish Airlines Sales Mitteleuropa und Yigit Avci, General Manager Turkish Airlines Köln.

The first ‘major’ test at the CHIO Aachen 2017 is over and just like last year the victory in the “Turkish Airlines-Prize of Europe”, the first qualifier for the “Rolex Grand Prix” on Sunday, went to the Canadian rider, Eric Lamaze and “Fine Lady”. In the jump-off, the pair relegated Ludger Beerbaum from Germany, who had saddled “Chiara”, and the Irish show-jumper Bertram Allen with “Molly Malone”, into second and third place, respectively.

The current Grand Slam contender, Pedro Veniss, also succeeded in qualifying for the jump-off with his top horse, “Quabri de l’Isle” at his debut appearance on the “Holy Grass” of Aachen. However, the pair picked up eight penalty points in the jump-off, which meant they ultimately ranked 18th. A placing that nevertheless has increased the Brazilian rider’s chances of making sure his name is on the starting list of the “Rolex Grand Prix”, because the best 40 riders from the three qualifications earn themselves a ticket for the final. However, nothing is anywhere near decided yet, we won’t know exactly which pairs will be competing in the Major until after the third and last qualifier on Friday afternoon.

The next qualifying competition for the “Rolex Grand Prix, the Grand Prix of Aachen”, which is endowed with prize-money to the value of one million Euros, is the “Mercedes-Benz Nations’ Cup”, a floodlit class that starts at 7.30 p.m. on Thursday evening. Here, the riders who rank under the top 18, directly secure themselves a ticket for the final. The “Prize of North Rhine-Westphalia, which commences at 12.45 p.m. early on Friday afternoon is the final opportunity for the riders to jump their way into final of the Major.

Incidentally, Scott Brash, who won the Grand Slam title in 2015, chose not to compete in the first qualifier. As the winner of the Spruce Meadows ‘Masters’ in 2016, the British rider not only has the chance of picking up the bonus for two Major victories within one Grand Slam cycle, he has also already pre-qualified for the “Rolex Grand Prix” with his mare “Ursula XII”.

The Rolex Grand Slam of Show Jumping
The Rolex Grand Slam of Show Jumping unites the Majors in Aachen (GER), Geneva (SUI), Calgary (CAN) and ‘s-Hertogenbosch (NED) in the challenge for the most prestigious and most difficult-to-win trophy on the international equestrian sport circuit.
The rider, who triumphs at three shows in succession, wins the Rolex Grand Slam of Show Jumping – together with one million Euros on top of the prize-money. Should a rider win the fourth Major in direct succession after claiming the Grand Slam victory, he doubles his Grand Slam bonus up to two million Euros. Two Major victories within a Grand Slam cycle are rewarded with 250,000 Euros or 500,000 Euros, if the victories occur at two consecutive legs of the Grand Slam. Irrespective of the calendar year, each rider’s personal Grand Slam cycle begins individually with his first Major victory.
Scott Brash from Great Britain went down in history as the first and only winner of the Grand Slam to-date: He won in Geneva in 2014 as well as in Aachen and Calgary in 2015. At the opening leg of the Rolex Grand Slam of Show Jumping, the CHIO Aachen 2017, the British show-jumper once again has the opportunity to pick up a Grand Slam bonus, since after his repeated victory at the Spruce Meadows ‘Masters’ CSIO in 2016, a further victory at this year’s World Equestrian Festival would mean he is entitled to claim the 250,000-Euro bonus for two non-consecutive Major victories within one Grand Slam cycle.
As the current Grand Slam contender, Pedro Veniss will be striving to jump to victory in his second Major in succession in Aachen. The Brazilian rider won the “Rolex Grand Prix” at the CHI Geneva 2016 last December.

 

Erste Qualifikation an Eric Lamaze

Die erste Bewährungsprobe des CHIO Aachen 2017 ist vorüber und genauso wie im vergangenen Jahr ging der Sieg im „Turkish Airlines-Preis von Europa“, der ersten Qualifikation für den „Rolex Grand Prix“ am Sonntag, an den Kanadier Eric Lamaze und „Fine Lady“. Das Paar verwies im Stechen Ludger Beerbaum aus Deutschland im Sattel von „Chiara“ und den Iren Bertram Allen mit „Molly Malone“ auf die Plätze.

Auch der aktuelle Grand-Slam-Herausforderer Pedro Veniss konnte sich mit seinem Top-Pferd „Quabri de l’Isle“ bei seiner Premiere auf Aachener Boden für das Stechen qualifizieren. Dort unterliefen dem Paar jedoch zwei Abwürfe, sodass sie die Prüfung auf Rang 18 beendeten. Eine Platzierung, die dem Brasilianer bereits gute Chancen auf einen Startplatz im „Rolex Grand Prix“ eingebracht hat, denn die besten 40 Reiter aus den drei Qualifikationen erhalten ein Finalticket. Doch noch ist nichts entschieden, erst nach der dritten und letzten Qualifikation am Freitagnachmittag steht fest, welche Paare im Majorfinale an den Start gehen dürfen.

Die nächste Qualifikation für den mit einer Million Euro dotierten „Rolex Grand Prix, Großer Preis von Aachen“ ist der „Mercedes-Benz Nationenpreis“ am Donnerstagabend ab 19:30 Uhr unter Flutlicht, bei dem sich die 18 top-platzierten Reiter direkt ein Finalticket sichern. Die letzte Möglichkeit, den Sprung ins Majorfinale zu schaffen, ist der „Preis von Nordrhein-Westfalen“ am frühen Freitagnachmittag ab 12:45 Uhr.

Der Grand-Slam-Sieger von 2015 Scott Brash verzichtete übrigens auf den Start in der ersten Qualifikation. Als Sieger des Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 hat der Brite in Aachen nämlich nicht nur Chancen auf den Bonus für zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus, er ist mit Stute „Ursula XII“ außerdem bereits vorqualifiziert für den „Rolex Grand Prix“.

Der Rolex Grand Slam of Show Jumping
Der Rolex Grand Slam of Show Jumping verbindet die Majors in Aachen (GER), Genf (SUI), Calgary (CAN) und ‘s-Hertogenbosch (NED) zu einem Wettbewerb um die wohl prestigeträchtigste und am schwierigsten zu erringende Trophäe im internationalen Pferdesport.
Wer bei drei Turnieren in Folge triumphiert, gewinnt den Rolex Grand Slam of Show Jumping – und zusätzlich zum Preisgeld eine Million Euro. Gewinnt ein Reiter im direkten Anschluss an seinen Grand-Slam-Sieg auch noch das vierte Major in Folge, verdoppelt er seinen Grand-Slam-Bonus auf zwei Millionen Euro. Zwei Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus werden mit 250.000 Euro belohnt bzw. mit 500.000 Euro, falls sie bei zwei direkt hintereinanderliegenden Grand-Slam-Etappen erfolgen. Unabhängig vom Kalenderjahr startet ein Grand-Slam-Zyklus für jeden Reiter individuell mit dem ersten Majorsieg.
Scott Brash aus Großbritannien ist als erster und bislang einziger Grand-Slam-Sieger in die Geschichte eingegangen: Er gewann 2014 in Genf sowie 2015 in Aachen und in Calgary. Zum Jahresauftakt des Rolex Grand Slam of Show Jumping beim CHIO Aachen 2017 hat der Brite wieder die Chance auf einen Grand-Slam-Bonus, denn durch seinen erneuten Sieg beim CSIO Spruce Meadows ‚Masters‘ 2016 steht ihm beim diesjährigen Weltfest des Pferdesports der 250.000-Euro-Bonus für zwei nicht-aufeinanderfolgende Majorsiege innerhalb eines Grand-Slam-Zyklus in Aussicht.
Als aktueller Grand-Slam-Herausforderer wird Pedro Veniss in Aachen an den Start gehen und um den zweiten Majorsieg in Folge reiten. Der Brasilianer hatte beim CHI Genf 2016 im vergangenen Dezember den „Rolex Grand Prix“ gewonnen.

 

La première qualification pour Eric Lamaze

La première grosse épreuve du CHIO d’Aix-la-Chapelle 2017 a livré son verdict et, comme l’an dernier, ce « Turkish Airlines-Prix d’Europe», première qualificative pour le « Rolex Grand Prix » de dimanche, est revenu à Eric Lamaze et « Fine Lady ». Au barrage, le couple canadien a laissé sur place l’Allemand Ludger Beerbaum en selle sur « Chiara » et l’Irlandais Bertram Allen avec « Molly Malone ».

Pour sa première apparition sur le sol aixois, l’actuel prétendant au Grand Chelem, le Brésilien Pedro Veniss, a pu également se qualifier pour le barrage avec son crack « Quabri de l’Isle ». Malheureusement, à ce stade, le couple commettait deux fautes qui le reléguaient à la 18ème place. Un classement qui lui permet toutefois de garder de bonnes chances d’être sur la liste de départ du « Rolex Grand Prix » où se retrouveront les 40 meilleurs cavaliers à l’issue des trois épreuves qualificatives. Mais rien n’est encore décidé et on ne saura qu’à l’issue de la troisième et dernière qualification, vendredi après-midi, quels seront les couples qui pourront prendre le départ de ce Majeur final.

La prochaine épreuve qualificative pour ce « Rolex Grand Prix, Grand Prix d’Aix-la-Chapelle », doté d’un million d’euros, sera la « Mercedes-Benz Coupe des Nations », en nocturne jeudi soir à partir de 19h30, épreuve qui attribuera automatiquement aux 18 meilleurs cavaliers un ticket pour le Grand Prix. Le « Prix de la Rhénanie-du-Nord-Westphalie », vendredi à partir de 12h45, constituera la dernière chance de décrocher une place pour le Majeur final.

Le gagnant du Grand Chelem 2015, Scott Brash avait d’ores et déjà assuré sa qualification avant même cette première épreuve. Vainqueur du Majeur des Spruce Meadows ‹Masters› 2016, l’Ecossais conserve une chance de décrocher le bonus pour deux victoires lors d’un même cycle de Grand Chelem et il était, avec sa jument « Ursula XII », déjà pré-qualifié pour le « Rolex Grand Prix ».

Le Rolex Grand Slam of Show Jumping
Le Rolex Grand Slam of Show Jumping réunit les Majeurs d’Aix-la-Chapelle (GER), de Calgary (CAN), de Genève (SUI) et de Bois-le-Duc (NED) en une compétition reconnue comme étant le défi le plus difficile et le plus prestigieux des sports équestres internationaux.
Celui qui parvient triompher à trois fois d’affilée remporte ce Rolex Grand Slam of Show Jumping et accessoirement une prime d’un million d’euros. Et si ce cavalier, à la suite de son Grand Chelem, venait à remporter immédiatement un quatrième Majeur, il verrait son bonus doubler passant ainsi à deux millions d’euros. Deux victoires en Majeur dans un même cycle de grand chelem se verraient récompensées de 250 000 euros, voire 500 000 euros si elles étaient consécutives. Le cycle de Grand Chelem d’un cavalier commence avec sa première victoire en Majeur, peu importe le calendrier.
Le Britannique Scott Brash est le premier à avoir décroché le Grand Chelem de l’histoire à ce jour : il a d’abord gagné à Genève en 2014 pour aller ensuite triompher à Aix-la-Chapelle puis à Calgary en 2015. A l’aube de cette nouvelle saison, l’Écossais peut toujours prétendre à une prime de Grand Chelem de 250 000 euros au CHIO d’Aix-la-Chapelle 2017 après sa victoire au CSIO Spruce Meadows ‹Masters› en 2016. Une victoire dans le « Rolex Grand Prix » du Festival mondial des sports équestres serait la seconde dans le même cycle, mais non consécutive.
C’est en tant que prétendant au titre du Grand Chelem que Pedro Veniss prendra le départ à Aix-la-Chapelle pour pour essayer de remporter une deuxième victoire consécutive en Majeur. Le Brésilien a remporté le « Rolex Grand Prix » de Genève en décembre dernier.

Quelle: Rolex Grand Slam of Show Jumping

picture: Rolex Grand Slam of Show Jumping/Kit Houghton – Eric Lamaze and „Fine Lady“, winners of the first qualifier for the „Rolex Grand Prix” at CHIO Aachen 2017.

10. Herwart v. d. Decken-Schau am 1. August

Verden. Nur alle vier Jahre wird er vergeben – der Herwart v. d. Decken-Preis für die beste Stutenfamilie. In diesem Jahr ist es wieder soweit: Jeweils drei Stuten bewerben sich um die höchste züchterische Auszeichnung, die der Hannoveraner Verband zu vergeben hat. Die dreijährigen Springstuten werden wie gewohnt beim Freispringen unter freiem Himmel glänzen, während die Dressurstuten auf der Dreiecksbahn begeistern. Die Herwart v. d. Decken-Schau ist der prachtvolle Auftakt für „Verden International“. Das Turnier lockt mit Sport der Spitzenklasse an die Aller, ist es doch eine der letzten Stationen vor den Europameisterschaften der Spring- und Dressurreiter in Göteborg.

Die Herwart v. d. Decken-Schau feiert ein kleines Jubiläum, sie findet zum zehnten Mal statt. Ebenso hochkarätig wie die Klassen der Pferdedamen ist die Richterjury besetzt. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Sandra Auffarth, Bergedorf, wird gemeinsam mit Vorstandsmitglied Jörn Wedermann, Wangerland, und Zuchtleiter Dr. Werner Schade, Verden, die Springstuten richten. Bei den Dreijährigen mit Dressurpferdepedigrees ergänzt der Erfolgstrainer Jonny Hilberath, Scheeßel, die Kommission. Zum Richtertrio der Familienkonkurrenz gehört neben Theodor Leuchten, Ratingen, und Dr. Ludwig Christmann, Verden, der erfahrene Hannoveraner Züchter Kevin Lewis aus Australien, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Janette, Vorsitzende des Hannoveraner Tochterverbandes „Hanoverian Horse Society of Australia“, engagiert.

Rund 80 dreijährige Stuten treffen sich auf Verdens prominentestem Laufsteg. Die einzelnen Bezirksverbände entsenden ihre besten Vertreterinnen zum hippologischen Höhepunkt. Darüber hinaus kann jeder der neun Bezirksverbände eine herausragende Stutenfamilie für die Herwart von der Decken-Schau nominieren.

Die Herwart v. d. Decken-Schau ist Auftakt von „Verden International“. Das Turnier bietet Sport der Spitzenklasse von Reitpferdeprüfungen über Dressur- und Springpferdeprüfungen bis hin zu Prüfungen auf höchstem Niveau. Die Verden Country Days runden die spannende Veranstaltung ab.

In Verden gehen Zucht und Sport Hand in Hand. Neben den internationalen Turnierprüfungen werden am Freitag und Sonnabend 114 Fohlen und sieben Zuchtstuten in der Niedersachsenhalle versteigert.

Die Herwart v. d. Decken-Schau beginnt um 9 Uhr.

Weitere Informationen: www.hannoveraner.com und www.verden-turnier.de

Quelle: Hannoveraner Verband e.V.

Von der Party-Band zur Party-Night: Während gestern am späten Abend im Hauptstadion die Hermes House Band am Ende der Eröffnungsfeier noch die letzten Zugaben spielte, begann im „Champions´ Circle“ ein echter CHIO Aachen-Klassiker: Die Media Night.

Schauspielerin Veronika Ferres kam ins Grübeln. Auf was sie sich denn am meisten freute, wollten die Journalisten am Roten Teppich wissen. „Auf die ganzen Pferde und Sportler“, sagte sie, „aber auch auf meinen Freund Michael Mronz. Und darauf, mit der Kutsche ins Hauptstadion zu fahren.“ Hier ehrte sie Isabell Werth mit dem „Silbernen Pferd“, „eine Sportlerin, die ich so sehr verehre“. Auch Schauspielerin Mariella Ahrens war in die Soers gekommen, ebenso wie der neue Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armnin Laschet. Mit-Gastgeber Hermann Bühlbecker hatte die Schauspielerin Isabelle Huppert mit nach Aachen gebracht. Die Gäste aus dem öffentlichen Leben, Sport, Politik, Wirtschaft und Medien hatten zuvor gemeinsam mit 40.000 Zuschauern im ausverkauften Hauptstadion die spektakuläre Eröffnungsfeier rund um das diesjährige Partnerland Niederlande verfolgt. Bis spät in die Nacht wurde dann noch beim erlesenene Catering von „Do&Co“ aus Wien die außergewöhnliche CHIO Aachen-Atmosphäre gefeiert.

Quelle: Niels Knippertz

Foto: CHIO Aachen/ Michael Strauch