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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

Ministerium schottet sich ab, Hengste stehen zum Verkauf

Dillenburg/Warendorf (fn-press). Gut einen Monat ist es her, dass die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) den Erhalt des hessischen Landgestütes zugesichert hat und kurzfristig mehr Auslauf für die Pferde schaffen wollte. Passiert ist bisher lediglich, dass die acht Hengste des Gestüts zum Verkauf angeboten werden. Eine fachliche Begründung für die Abschaffung der Hengsthaltung fehlt weiterhin. Mehrere Gesprächsangebote seitens der Stadt Dillenburg, des Fördervereins Hessisches Landgestüt Dillenburg und des Pferdesportverbandes Hessen (PSVH) wurden bisher ignoriert. Mit großer Enttäuschung und Unverständnis nehmen Stadt und Verbände das Verhalten der Ministerin zur Kenntnis und fordern sie auf, sich mit ihnen für gemeinsame Gespräche über die Zukunft des Gestüts an einen Tisch zu setzen.

Bereits Anfang August hatten die beiden Sachverständigen Dr. Christiane Müller und Eckhard Hilker während einer Pressekonferenz in zwei Gutachten deutlich gemacht, dass das Landgestüt in seiner jetzigen Form und sogar mit einem noch größeren Pferdebestand zukunftsfähig ist. Bereits der Status Quo entspricht den Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten. Mit einigen Umbaumaßnahmen kann den Pferden noch mehr freie Bewegung verschafft werden, ohne das Herzstück, den Paradeplatz zu bebauen. Mehrstündige freie Bewegung war zu Beginn der Debatte um das Landgestüt die zentrale Forderung der Ministerin. Einige Tage nach der Pressekonferenz bat Priska Hinz die politische Führung der Stadt zum Gespräch. Dabei sicherte sie den Erhalt des Gestütes zu und erklärte: „Der Tierschutz im Landgestüt hat oberste Priorität. Wir haben uns daher entschlossen, kurzfristig mehr Auslauf für die Pferde im Landgestüt zu schaffen.“

Die Stadt Dillenburg und der Förderverein versuchten im Anschluss mehrfach Kontakt zur Ministerin aufzunehmen, um die Umsetzung der in den Gutachten vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen schnellstmöglich voranzutreiben. Doch es folgte bisher keinerlei Reaktion des Ministeriums, sondern vielmehr eine bewusste Abschottung. „Das ist sehr enttäuschend und keine Art und Weise miteinander umzugehen“, sagte Michael Lotz, Bürgermeister der Stadt Dillenburg und Vorsitzender des Fördervereins. „Ich erwarte eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land und fordere die Ministerin auf, sich mit uns an einen Tisch zu setzen, um sinnvolle Konzepte für die Zukunft des Gestüts zu erarbeiten.“ Ein gemeinsames Vorgehen von Stadt, Land, Verbänden und Bürgern, um das Gestütsgelände als touristische Attraktion zu beleben, das wünscht sich auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), wie er in einem Brief an die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) schrieb.

Doch statt gemeinsam Konzepte zu erarbeiten, macht das zuständige Umweltministerium Nägel mit Köpfen und schreibt die Hengste zum Verkauf aus. In ihrer Erklärung zum Erhalt des Landgestüts sagte die Ministerin: „Für Stuten und Wallache, die im Unterschied zu den Hengsten auch in Gruppen gehalten werden können, ergibt sich die Möglichkeit eines zusätzlichen Auslaufs auf Teilen des Paradeplatzes zum Beispiel mit Hilfe von mobilen Zäunen. Daher und auch, weil die Hengstzucht aus Dillenburg seit Jahren an Bedeutung verliert, hat sich das Land entschlossen die Hengsthaltung im Landgestüt aufzugeben. Damit kann künftig der Reit- und Fahrbetrieb aufrecht erhalten bleiben.“

„Das Argument der Ministerin, dass sich Hengste nicht so einfach wie Stuten und Wallache in Gruppen halten lassen, ist richtig. Daraus aber die Abschaffung der Hengste abzuleiten ist haltlos und fachlich falsch begründet. Beide Gutachten haben deutlich gemacht, dass auf dem Gelände des Landgestütes weitaus mehr als 41 Pferde, darunter Stuten, Wallache und Hengste, leitliniengerecht gehalten werden können“, sagt Dr. Christiane Müller. Eckhard Hilker ergänzt: „In den Gutachten, unabhängig voneinander, ist die pferdegerechte Haltung sowie der dazugehörende freie Auslauf nach den Ergänzungsmaßnahmen uneingeschränkt möglich. Uneingeschränkt heißt, Stuten, Wallache und Hengste unter Berücksichtigung der geschlechterspezifischen Eigenschaften und Notwendigkeiten können in den historisch denkmalgeschützten Gebäuden und Außenanlagen, unter Wahrung der besonderen Situation, gehalten werden. Mit unterschiedlichen Auslaufgrößen können Ausläufe für Pferdegruppen und Einzelausläufe für Hengste geschaffen werden, die auf Basis der Leitlinien nachgewiesen und genutzt werden können. Diese Prüfung der möglichen einschränkenden Rahmenbedingungen war Grundlage der jeweiligen Gutachten. Die Gutachten sind analytisch auf das Umfeld, die Genehmigungsfähigkeit und die möglichen Immissionen mit Hinweisen eingegangen und in den Vorschlägen zur Umsetzung berücksichtigt.“

Bereits seit Beginn der Debatte um das Landgestüt betont die Ministerin immer wieder, dass der Tierschutz oberste Priorität habe. „Den beabsichtigten Verkauf der Hengste halte ich für äußerst fragwürdig. Für mich stellt sich die Frage, ob für die Hengste tatsächlich Käufer gefunden werden, die Haltungsbedingungen bieten, die den Ansprüchen der Ministerin genügen. In Dillenburg kann sie sich jeden Tag selbst ein Bild vom Wohlergehen der Pferde machen, wie durch die Sachverständige Frau Dr. Müller zweifelsfrei bestätigt wurde. Die Ministerin kann doch gerade diesen landeseigenen Betrieb als Paradebeispiel nutzen, um zu zeigen, wie leitliniengerechte Pferdehaltung in städtischen Gebieten aussehen kann und sich diesen vorbildhaften Betrieb auf die eigenen Fahnen schreiben. Für uns bestätigt sich einmal mehr der Eindruck, dass die Forderung der Ministerin nach mehr Tierschutz im Landgestüt nichts weiter als ein vorgeschobener Grund ist“, sagt PSVH-Vorsitzender und FN-Vizepräsident Dr. Harald Hohmann.

Dass der Verkauf der Hengste ein schlechter Schachzug ist, erklärt auch Robert Kuypers, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Hessen. Die Landes Reit- und Fahrschule habe durchaus weitere Verwendung für die Hengste. Der Betrieb könne aufgrund der hohen Nachfrage an Lehrgängen und Unterricht sogar noch ausgeweitet werden, was bisher aufgrund der zu geringen Zahl an Schulpferden nicht möglich war. „Die Gestütshengste können noch mehr als bisher im Schulbetrieb eingesetzt werden. Dieser könnte mit einer Vergrößerung des Pferdebestands sogar noch effizienter betrieben werden“, sagt Kuypers.

Die Gutachten und weitere Informationen über das Landgestüt finden Sie hier: www.dillenburg.de/pages/posts/erhalt-des-hessischen-landgestuets-2161.php

Quelle: Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN)

(Bad Segeberg) Am Donnerstag, 21. September um Punkt 14 Uhr beginnt die 69. Auflage des Landesturniers in Bad Segeberg. Dann erobern zunächst die sieben und acht Jahre alten Springpferde das Gelände an der Eutiner Straße und sorgen für eine sportlich frische und absolut sehenswerte Eröffnung der Traditionsveranstaltung. Landesturnier – das bedeutet „Familientreffen“, Bummel um den Turnierplatz, Herbstidylle genießen und Sport in zwei Disziplinen – Springen und Dressur!

An der Struktur der Veranstaltung hat sich nur wenig geändert: ab Freitag beginnen die jeweils drei Wertungsprüfungen für Schleswig-Holsteins und Hamburgs Spring- und Dressurreiter in Sachen Medaillen. Gold, Silber und Bronze werden in allen Altersklassen und beiden Disziplinen stets nach einem „Dreiteiler“ vergeben, da zählt jede Prüfung auf dem Weg zum Titel.

Das weiß z.B. Laura Jane Hackbarth aus Brickeln nur zu gut – die Dithmarscher Studentin war die erste Frau, die bei den Herren den Landesmeistertitel im Springen gewinnen konnte und jetzt kehrt sie nach Bad Segeberg zurück. Carsten-Otto Nagel (Wedel), Mannschafts-Weltmeister 2010 und Vize-Europameister 2009 und 2011 kehrt zurück auf den Platz, den er wohl in- und auswendig kennt, genauso wie die Familie Ripke: Vater Andreas, Tochter Theresa und Sohn Flemming – alle drei kommen nach Bad Segeberg. Dort übrigens gewann die Mutter Cora Ackermann-Ripke bereits die Springmeisterschaft der Damen. Denkbar wäre nicht nur bei Ripkes ein familiärer Mehrfacherfolg – auch Charlotte und Sören von Rönne (Uetersen) könnte das gelingen. Vielseitigkeitsas Kai Rüder (Fehmarn) hat es vor wenigen Tagen bereits „vorgemacht“ bekommen: Sein Sohn Mathies Rüder gewann beim Landesponyturnier Gold….

In der Dressur dürfen sich die Fans von Piaffen und Pirouetten auf den mehrmaligen Titrelträger Wolfgang Schade aus Hamburg freuen, der sowohl seinen Dressman, als auch Amore San Remo mitbringt. Martin Christensen (Wedel) und Roland Metzler (Seeth-Ekholt) treten ebenfalls erneut an, womit die Medaillenriege der Dressur-Landesmeisterschaften 2016 schon mal vollständig wieder dabei ist. Karin Winter-Polac (Lürschau), Friederike Hahn (Tangstedt) und auch Karin Lührs (Neversdorf) zählen ebenfalls zu den sportlichen Dauergästen im schicken Dressurviereck oberhalb des Segeberger Sees.

Teamgeist pur, darum geht es bei den Abteilungswettämpfen der Reit- und Fahrvereine Schleswig-Holstein. Gleich 31 Abteilungen im Reiter/ Erwachsene-Bereich wurden gemeldet, darunter auch die Titelverteidiger vom RuFV Zarpen. Bei den Junioren-Retabteilungen werden 25 Mannschaften erwartet und auch hier ist Titelverteidiger RuFV Großenwiehe erneut am Start.

Die Springprüfungen des 69. Landesturniers werden im September an allen Tagen im Livestream unter www.pferdesportverband-sh.de und erstmals beim internationalen Pferdesportportal www.horsepointtv.com zu sehen sein.

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Tierfotografie Huber/ Meisterehrung Springen auf dem großen Landesturnierplatz in Bad Segeberg.

Deutsche Amateur-Meisterschaften, DM Reining, Jugend-WM Distanz und mehr

Deutsche Amateur-Meisterschaften Dressur und Springen vom 22. bis 24. September in Dagobertshausen
Weitere Informationen unter www.pferd-aktuell.de/DAM

Deutsche Meisterschaften Reining (Senioren/Junge Reiter/Junioren) im Rahmen der „German Open“ vom 16. bis 23. September in Kreuth
Weitere Informationen unter http://westernreiter.com/germanopen/

Internationales Dressur- und Springturnier (CDI4*/CSI2*) vom 21. bis 24. September in Darmstadt-Kranichstein
Weitere Informationen unter www.nt-turnierorganisation.de

Internationales Vielseitigkeitsturnier (CIC2*/CIC1*/CCI1*) und Bundeswettkampf Vielseitigkeit vom 22. bis 24. September in Schwaiganger
Weitere Informationen unter www.lfl.bayern.de/lvfz/schwaiganger/141455/index.php

AUSLANDSSTARTS

Weltmeisterschaftden der Zweispänner (CH-M-A 2) vom 20. bis 24. September in Lipica/SLO
Arndt Lörcher (Wolfenbüttel) mit Bourdon, Vernand und Zilverschoon; Anna Sandmann (Lähden) mit Amico 34, Bo Liberator und Fredie U; Dennis Schneiders (Petershagen) mit Connery V.S., Joe und Zucchero; Stefan Schottmüller (Kraichtal) mit Varijn, Vatijn und Victor 113; Lars Schwitte (Stadtlohn) mit Coenraad, Damico 5 und Dusty; Sebastian Warneck (Rangsdorf) mit Balos, Beat me Okydo und Bento 244.

Weitere Informationen unter www.lipica.org

Weltmeisterschaft Junioren/Junge Reiter (CH-M-YJ-E) vom 22. bis 24. September in Valeggio sul Mincio
Moira Al Samarraie (Rotenburg) mit Zarah 41, Nayla Al Samarraie (Rotenburg) mit Warsana.
Weitere Informationen unter www.italiaendurancefestival.com

Weltmeisterschaft Junger Springpferde (CH-M-YH-S) vom 21. bis 24. September in Lanaken/BEL
Carina Baudach (Witten) mit Nascari; Marc Baudach (Witten) mit Clowny 3; Marc Bettinger (Remouchamps/BEL) mit Celina IX und GK California; Leonie Böckmann (Lastrup) mit Fire and Ice J; Robert Bruhns (Karstädt) mit Chanel, Ulrike Bruns (Münster) mit Seawillow und Sunny Day 22; Jaqueline Bührmann (Friesoythe) mit Jamela; Franz-Josef Dahlmann (Arnsberg) mit Capri 100, Coraline und Corbin NT; Sina Dierking (Buchholz) mit Hylanderhof‘s Bahrain und Hylanderhof’s Georgij; Judith Emmers (Goch) mit Cassilano’s Stern; Felix Hassmann (Lienen) mit Casraino Z, Quiwitino WZ, Sig Black Panther und Vincent 168; Toni Hassmann (Münster) mit Canada I.Z., Connors Boy und Pepita con Spita; Lars Horstmeyer (Boffzen) mit Creature; Ilena Kilian (Dillenburg) mit Acuero; Harm Lahde (Hesslingen) mit Oak Grove’s Che; Frank Lugge (Bruchköbel) mit Chateau Petrus und Cornets Iberio; Katharina Offel (LT Puth/NED) mit Casper J&J Z; Julia Plate (Oldenburg) mit Balotelli 5; Oliver Ross (Thedinghausen) mit Lalique del Chirone; Bernd Rubarth (Bötensen) mit Cortina 219, Simon Runte (Aach) mit Quintessenz G; Angelique Rüsen (Herborn) mit Aga Kahn Z, Brunetti 6, Calvino 16, Zampano Z, Zaza Z und Zeno Z; Jordi Sander (Trittau) mit Feodina; Dennis Schlüsselburg (Stuhr) mit Dynastie OLD und Greatest Boy; Laureen Schmidt (Felixsee) mit DSP Comrada; Felix Schneider (Erkelenz) mit Casino Gold; Tobias Thoenes (Ueden) mit California Pie und Coco Chanell M; Katja van Ginkel (Ibbenbüren) mit Little Lumpi E.

Weitere Informationen unter www.zangersheide.com

Internationales Springturnier (CSI5*/2*) vom 21. bis 24. September in Rom/ITA
CSI5*: Christian Ahlmann (Marl); Ludger Beerbaum (Riesenbeck); Daniel Deusser (Rijmenam/BEL); Marcus Ehning (Borken); Marco Kutscher (Bad Essen); David Will (Pfungstadt); Philip Houston (Lachen(SUI); CSI2*: Nicola Pohl (Marburg).

Weitere Informationen unter www.globalchampionstour.com oder www.globalchampionsleague.com

Internationales Springturnier (CSI4*) vom 21. bis 24. September in Canteleu/FRA
Marcel Wolf (Überach-Palenberg).

Weitere Informationen unter www.happyjump.fr

Internationales Dressurturnier (CDI3*) vom 22. bis 24. September in Budapest/HUN
Cornelia Dyhr (Düsseldorf); Alexandra Eiband (Simbach); Lysa Georg (München); Alina Röhricht (Dortmund); Marion Wilimzig (Ahorn).

Weitere Informationen unter www.lovasterapia.hu

Internationales Offizielles Vielseitigkeitsturtnier (CICO3*/CICOJ1*/CIC2*/1*) vom 21. bis 24. September in Waregem/BEL
CICO3*: Marie-Sophie Arnold (Fürfeld); Sandra Auffarth (Ganderkesee); Andreas Dibowski (Döhle); Miriam Engel (Lilienthal); Rebecca Engel (Lilienthal); Felix Etzel (Reichenberg); Lisa-Marie Förster (Ahlen); Rebecca-Juana Gerken (Rümpel); Charlotte Sophia Hachmeister (Bonn); Franziska Keinki (Grömitz); Pauline Knorr (Warendorf); Leonie Kuhlmann (Einbeck); Jörg Kurbel (Rüsselsheim), Elmar Lesch (Thomasburg); Ben Leuwer (Königswinter); Franca Lüdeke (Wachtberg); Nadine Marzahl (Munster); Julia Mestern (Rohlsdorfer Beek); Andreas Ostholt (Warendorf); Anna-Maria Rieke (Hamburg); Jerome Robine (Darmstadt); Nils Trebbe (Warendorf); Anna-Katharina Vogel (Biessenhofen); CICOJ1*: Ann-Catrin Bierlein (Warendorf); Calvin Böckmann (Lastrup); Anna Lena Schaaf (Voerde); Joelle Celina Selenkowitsch (Achim); CIC2*: Felix Etzel (Reichenberg); Celine Geissler (Bobenheim-Roxheim); Hanna Knüppel (Kisdorf); Marco Krüger (Munster); Jörg Kurbel (Rüsselsheim); Sophie Leube (Fröndenberg); Tabea-Marie Meiners (Ganderkesee); Jerome Robine (Darmstadt); Lara Schapmann (Ostbevern); Dirk Schrade (Sprockhövel); Anna Siemer (Salzhausen); CIC1*: Antonia Baumgart (Düsseldorf); Martin Dropmann (Köln); Felix Etzel (Reichenberg); Marlene Andree Gas (Bomlitz); Rebecca-Juana Gerken (Rümpel); Kerstin Graeser (Molenbeek-St-Jean/BEL); Christina Hoffmann (Düsseldorf); Franziska Keinki (Grömitz); Pauline Knorr (Warendorf); Marco Krüger (Munster); Leonie Kuhlmann (Einbeck); Sophie Leube (Fröndenberg); Ben Leuwer (Königswinter); Annina Lutter (Much); Kai-Steffen Meier (Gesves/BEL); Nina-Carlotta Meiners (Ganderkesee); Friederike Paradies (Düsseldorf); Josephine Schnaufer (Neitersen); Dirk Schrade (Sprockhövel); Johanna Zantop (Weilheim).

Weitere Informationen unter www.eventingwaregem.be

Internationales Voltigierturnier (CVI3*) vom 22. bis 29. September in Järvenpää/FIN
Jannik Heiland (Seevetal).

Weitere Informationen unter https://cvifinland.wordpress.com

Weitere Turniere (*/**) im Ausland mit deutscher Beteiligung:
CSI Herneacova/ROM vom 20. bis 24. September; www.hij.ro
CSI Cairo//EGY vom 21. bis 23. September; www.eefegypt.org
CSI Gorla Minore/ITA vom 21. bis 24. September; www.equieffe.it
CIC1* Thal/AUT vom 22. bis 24. September, www.grottenhof.com

Quelle: FN-press

München – Wenn vom 9. bis 12. November 2017 die MUNICH INDOORS ihr 20. Jubiläum angehen, wird das natürlich mit einem exklusiven Fest zelebriert. Das internationale Dressur- und Springturnier auf Vier-Sterne-Niveau wird zum Jubiläum ganz besonders strahlen. „20-Jahre MUNICH INDOORS waren für mich wie die Alpen, mit Bergen und Tälern und Höhen und Tiefen“, blickt Turnierchef Volker Wulff zurück. „Aber im Großen und Ganzen ging es stetig bergauf. Ich freue mich sehr auf den 20. MUNICH INDOORS-Geburtstag und auf viele Gratulanten, die mit uns feiern wollen“. Die Ausstellung wurde neu aufgestellt und lädt mit einem erweiterten Gastronomieangebot dazu ein, auf die 20. MUNICH INDOORS anzustoßen. Grund genug dazu gibt es allemal, denn wenn die legendäre Olympiahalle ruft, treffen sich dort vor allem eins: Finalisten. Als eins der wichtigsten Hallenturniere in Europa sind die MUNICH INDOORS nämlich traditionell Gastgeber für viele prestigeträchtige Serienfinals.

Vier-Sterne-Finals
Allen voran wird in der bayerischen Landeshauptstadt der Titel Rider of the Year vergeben, den erhält nämlich der Gesamtsieger der DKB-Riders Tour. 2016 gelang es Marcus Ehning, sich den Titel zu sichern. In diesem Jahr ist es spannend wie noch nie zuvor, denn rein rechnerisch haben noch 22 Reiter die Chance, die Saison 2017 für sich zu entscheiden. Darunter auch der frisch gekürte Europameister Peder Fredricson (SWE), Markus Beerbaum, der dieses Jahr eine fulminantes Comeback im Sattel feiert, Derby-Sieger Pato Muente (SLO) und auch Marcus Ehning hat nach seinem Sieg bei der fünften Etappe in Paderborn noch Chancen, seinen Titel zu verteidigen. Ihr Kommen bereits sicher angekündigt hat übrigens Simone Blum, Shooting-Star der deutschen Springsportszene aus Zolling. „Ich hatte mit Saphyr eine super Saison“ erklärte der Führende des Gesamtrankings, Christian Rhomberg aus Österreich. „Ich hoffe, daß es auch beim Finale in München gut für mich läuft. Saphyr hat einen sehr starken Willen, zu Beginn gegen mich, aber jetzt ist er voll auf meine Seite.“

Außerdem wird in München entschieden, wer in der einzigartigen Dressurserie MEGGLE Champion of Honour den Gesamtsieg davonträgt und sich zum ‚MEGGLE Champion of Honour over all‘ küren lässt. Im vergangenen Jahr war Dorothee Schneider nach der Teamgoldmedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in die Olympiahalle gereist und hat dort ebendiese besondere Ehrung erhalten, die das Auftreten der schicken Reiter in Frack und Zylinder abseits des Prüfungsvierecks bewerten. In diesem Jahr führt der bayerische Dressurreiter Benjamin Werndl das Ranking an, bevor die letzten Punkte bei den MUNICH INDOORS entscheiden. Werndl wird unter anderem mit seiner großen Zukunftshoffnung bei den MUNICH INDOORS an den Start gehen: Daily Mirror. Und er hat sich auf seine spezielle Art auf München vorbereitet: “Ich war letzte Woche zum Rolling-Stones-Konzert hier im Olympiapark. Das war super – und witzig, als ich mir vorgestellt habe, das genau da bald meine Pferde stehen.“

Glänzende Zukunftsaussichten
Aber auch der Nachwuchs bekommt bei dem Turnierhochkaräter sprichwörtlich den roten Teppich ausgerollt. Im KASK Youngster Cup messen sich die talentiertesten sieben- und achtjährigen Springpferde und auch hier steht das Saisonfinale an. Die talentiertesten U21-Reiter der süddeutschen Landesverbände konnten sich im Eggersmann Junior Cup für die Olympiahalle qualifizieren, denn auch hier geht es in das Finale.

Strahlender Show-Star
Eine extravagante Jubiläums-Show wird natürlich auch bei den MUNICH INDOORS geboten. Kein geringerer als Lorenzo hat angekündigt – in treuer Verbundenheit mit dem internationalen Spitzenturnier – bei der 20. Auflage einen ganz besonderen Showact beizusteuern. Der Franzose blickt auf eine rund 20-jährige Karriere zurück und schafft mit seinen Schimmeln und Rappen unvergessliche Pferdemomente. Zahlreiche weitere extravagante Acts werden dann den Samstagabend (11.11.) als eine einzigartige Jubiläums-Gala erstrahlen lassen. „Wir sind stolz und wir freuen uns, dass wir eine so hochkarätige Sportveranstaltung bei uns seit 20 Jahren zu Gast haben“, freut sich Marion Schöne. „Wenn die Pferde kommen, ist immer unser ganzer Olympiapark verwandelt. Wir genießen das sehr.“

 

Infos zu den 20. MUNICH INDOORS gibt es unter www.munich-indoors.de oder bei facebook.com/munichindoors.

Tickets können Sie jederzeit online bestellen unter www.engarde.de/tickets oder per Email an ticket@engarde.de, außerdem montags bis freitags von 9.00 bis 13.00 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 0 18 05 / 119 115.

Darüber hinaus gibt es Tickets bei den bekannten Vorverkaufsstellen MuenchenTicket.de und Ticketmaster.de.

Quelle: EN GARDE Marketing GmbH

Foto: En Garde Marketing GmbH/ Veranstalter Volker Wulff, Dressurreiter Benjamin Werndl, Springreiter Christian Rhomberg und Geschäftsführerin des Olympiaparks Marion Schöne

Längst ist die BEMER Veterinary Line, die speziell auf die Bedürfnisse von Pferden zugeschnitten ist, auch im Dressursport angekommen. Profireiter Hendrik Lochthowe schilderte seine Erfahrungen mit dem BEMER System.

Auf die Frage hin, seit wann er im professionell aufgestellten Dressurreitsport unterwegs ist, erwiderte Hendrik Lochthowe, dass es immer schwer sei, genau zu datieren, ab wann man sich selbst als Profisportler bezeichnen könne. Aber Fakt ist, dass Lochthowe nun schon seit gut zehn Jahren in internationaler Klasse reitet. Im Jahr 2007 ritt er seinen ersten Grand Prix, es folgten hochgradige Turniere, wie beispielsweise das German Masters in Stuttgart und große, sportliche Erfolge, vor allem im letzten Jahr. Mit seinem Hengst „Boston“ vom Hof Meggle gewann er im November 2016 die internationale Kür und dieses Jahr konnten die beiden den Grand Prix in München-Riem für sich entscheiden.

Im Rahmen der DKB Riders Tour, welche BEMER als Hauptsponsor unterstützt, erhielt Lochthowe den BEMER Vet bei der finalen Etappe letztes Jahr, den Munich Indoors. Seit dem regen Austausch über die Anwendung und Wirkungsweise am Pferd mit BEMER Partnerin Claudia Hildebrandt, ist die BEMER Decke bei ihm regelmäßig in Anwendung. Dabei betreut ihn BEMER Managerin Hildebrandt kontinuierlich: „Bei Meggle hat er ihn an zehn Pferden pro Tag benutzt und bisher immer sehr gutes Feedback gegeben. Die positive Veränderung war anfangs schnell spürbar. Und nach bald schon einem Jahr können wir so auf eine gute Zusammenarbeit zurückblicken“, erzählt Hildebrandt im Interview.

Ab Ende September wird Lochthowe jedoch nach einvernehmlicher Trennung von Meggle eigene Wege einschlagen. „Ich will einfach mein Spektrum erweitern, was die Pferde und den Turniersport angeht und mehrere, verschiedene Pferde reiten und ausbilden. Das macht meinen Beruf auch interessant, immer vor neue Herausforderungen gestellt zu werden“, schildert Lochthowe und beschwichtigt gleichzeitig, dass sich aber nicht alles ändern wird. Das BEMER System soll an seinem derzeitigen Hengst und den zukünftigen Pferden, die er betreuen wird, in Anwendung bleiben.

Das liege daran, dass er nach nun bald einem Jahr bei der Anwendung nach langen Transportwegen oder zur Regeneration nach Ausritten und Turnieren sichtbare, positive Erfolge verzeichnen konnte: „Ich selbst halte sehr viel von der BEMER Decke, aber auch vom Akut-BEMER (Gamasche zur lokalen Anwendung). Es war spürbar zu sehen, dass die Pferde vitaler und beweglicher werden und beispielsweise weniger steif aus der Box kommen. Von daher bin ich sehr interessiert mit der Decke weiterzumachen.“

Auch „heiße“ Pferde, also Tiere die von Natur aus etwas unruhiger und aufgeregter sind, spreche das BEMER System zur Beruhigung an. „Wieder andere Pferde kann man damit mobilisieren. Man muss irgendwann das Gefühl entwickeln, sich auf die Pferde und deren Bedürfnisse einzustellen und lernen damit umzugehen, um dann mit kleinen Schritten den größtmöglichen Erfolg zu erzielen“, erklärt Lochthowe erfahrungsgemäß.

Jeder, der die BEMER Decke in Anwendung nähme, müsse das für sich und sein Pferd über ein paar Wochen ausprobieren, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Jedes Tier ist einzigartig und müsse individuell behandelt werden und an das Gerät gewöhnt werden, führt Lochthowe weiter aus. „Den BEMER Human würde ich auch gerne mal probieren, nachdem ich die wesentlichen Erfolge an den Tieren sehen konnte.“

Weitere Informationen
Online unter www.bemergroup.com

Das Unternehmen BEMER
Die BEMER Int. AG mit Sitz in Triesen in Liechtenstein ist ein internationales Unternehmen der Gesundheitsbranche. BEMER ist ein technologisch führender Hersteller im Bereich der Physikalischen Gefäßtherapie. Die Kernkompetenz des Unternehmens sind die Behandlungsoptionen für kleinste Blutgefäße. BEMER arbeitet u.a. auch mit aktiven und ehemaligen Spitzensportlern wie Marc Girardelli, Axel Schulz oder Charly Steeb zusammen. Die Physikalische Gefäßtherapie BEMER® ist mehrfach patentiert.

Quelle: BEMER Int. AG

Foto: Claudius Hauptmann/ Hendrik Lochthowe mit Boston vom Hof Meggle. Die BEMER Decke kam bei ihm oft zum Einsatz.

PERSONALIA:

Goldenes Reitabzeichen für Anna Dölger

Sprockhövel (PV). Das Goldene Reitabzeichen für ihre Erfolge in der Dressur bekam am dritten September-Wochenende Anna Dölger aus Sprockhövel verliehen. Das begehrte Abzeichen wurde der 35-jährigen Pferdesportlerin vom ZRFV „Auf der Gethe“ beim Reitturnier in Sprockhövel ans Revers geheftet. Ihre Reitkarriere begann mit Shettys. Von Vater Erhard, einem ehemaligen Holsteinischen Meister der Vielseitigkeit geprägt, schlug das Herz der Pferdesportlerin aber schnell für das Springen und die Vielseitigkeit. Nach dem Abitur 2001 begann Anna Dölger eine Bereiterlehre in Leverkusen, wechselte dann in die Westfälische Reit- und Fahrschule nach Münster. Durch die Ausbildung und das Training mit Martin Plewa und Rainer Jäckel wurden die Grundlagen für ihre weitere berufliche Karriere im Sattel gelegt, die sie inzwischen jedoch gesundheitsbedingt aufgeben musste. Seit 2015 startet die Grundschullehrerin nun im Dressursattel mit ihrem Westfalenwallach Robin in der schweren Klasse durch, mit hervorragendem Resümee, wie das Goldene Reitabzeichen zeigt.

Bronzene Trainermedaille für Jürgen Rommelmann

Petershagen (PV). Mit der Trainermedaille in Bronze wurde jetzt Jürgen Rommelmann vom RFV Bierde-Lahde-Neuenknick ausgezeichnet. Die besondere Ehrung überreichte im Namen des Pferdesportverbandes Westfalen die Minden-Lübbecker Kreisvorsitzende Ute Fisser-Hülsmeier. Mit seinem Engagement habe er das Vereinsleben seit 1962 entscheidend geprägt, würdigte sie den Reitlehrer, Reiter und großen Pferdefreund. Jürgen Rommelmann sei die gute Seele des Vereins, die immer mit Rat und Tat zur Seite stehe, unterstrich auch Kira Denker-Detering, zweite Vorsitzende im RFV Bierde-Lahde-Neuenknick.

Seit mehr als vier Jahrzehnten hat Jürgen Rommelmann anderen den Reitsport näher gebracht. Besonders die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen war ihm dabei stets eine Herzensangelegenheit. Um sie zu fördern, hat er immer wieder auch seine Pferde zur Verfügung gestellt. Eine seiner großen Gaben sei es, Kindern und Pferden Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu geben. Aber auch Spaß, den Austausch untereinander und echte Leidenschaft für die Reiterei habe er jeden Tag vermittelt, ohne dabei die Fairness gegenüber dem Sportpartner Pferd aus den Augen zu verlieren. Nun möchte der 69-Jährige das Amt des Reitlehrers abgeben und sich mehr seiner Familie widmen. Als Ehrenmitglied auf Lebenszeit lässt der Verein ihn jedoch noch nicht so ganz gehen.

SPRINGEN & DRESSUR:

RV Kalthof gewinnt Westfälische Meisterschaft der Reitvereine

Rhynern (PV). Der RV Kalthof triumphierte beim PV-Turnier in Hamm-Rhynern im altersoffenen Wettbewerb um die Provinzialstandarte. Damit verteidigte der Verein nach Dressur-, Kür-, Spring- (Klasse L) und Geländeprüfung (Klasse A) beim RV Rhynern erfolgreich seinen Titel in der altersoffenen Westfälischen Meisterschaft der Reitervereine.

Die Mannschaft um Ausbilderin Carina Bachmann lag nach einem spannenden Final-Springen mit einem Gesamtergebnis von 195,79 knapp vor dem zweitplatzierten Team des RV „Gustav Rau“ Westbevern (194,06). Den dritten Platz belegte die Mannschaft des Kreisreiterbandes Borken (192,33). Insgesamt waren 16 Mannschaften am Start.

Goldmedaille und Siegerschärpe in der Einzelwertung gewann Josephine Wilms (RV „St. Georg“ Werne) mit ihrem Schimmel Crawley. Silber sicherte sich Felicia Niederhofer (RV Ostbevern) mit Celadon Green vor Sophie Leube (RV „Fritz Sümmermann“ Frönenberg mit Captain Veterano.

Elf Teams wetteiferten in der westfälischen Pony-Mannschaftsmeisterschaft um Sieg und Platz. Auf dem obersten Podestplatz strahlte am Ende der RV St. Georg Saerbeck II. Die Silbermedaillen ließen sich die Ponyreiter vom RV Kalthof umhängen. Rang drei eroberte der Kreisreiterverband Unna-Hamm. Die Einzelwertung bei den Ponyreitern gewann Nele Kuberek (RV St. Georg Saerbeck). Über Rang zwei freute sich Kathrin Große Sundrup (RFV Greven). Antonia Höche (RFV Lüdinghausen) wurde Dritte.

Der RFV Ostbevern gewann die Dressurmeisterschaft. Der RFV Fritz Sümmermann Fröndenberg sicherte sich Platz zwei. Rang drei holte der RV Kalthof. In der Springmeisterschaft siegte der RFV Greven. Über Platz zwei und drei freuten sich der RFV von Nagel Herbern sowie der RFV Letmathe.

Als erfolgreichster Verein in allen Mannschaftsprüfungen erwies sich der RV Kalthof. Er wurde dafür mit der großen Goldenen Medaille des NRW-Ministeriums Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz ausgezeichnet.

Hatten die Verantwortlichen im Vorfeld mit Sorge auf das Wetter geblickt und noch kleine Korrekturen am Geländekurs vorgenommen, freuten sich am Ende alle über eine rundherum gelungene, gut besuchte Veranstaltung. Es sei ein Turnier mit hervorragender Infrastruktur und besten Bedingungen gewesen, lobte PV-Vorstand Daniel Stegemann den gastgebenden RV Rhynern. Sein großer Dank galt den vielen ehrenamtlich helfenden Händen um den Vorsitzenden Albert Steghaus und Turnierleiter Elmar Siepmann. Ohne solche Macher vor Ort gehe es nicht.

U25-EM: Team-Gold für Bianca Nowag

Lamprechtshausen (PV). Zum zweiten Mal in Folge haben die deutschen U25-Dressurreiter Team-Gold bei den Europameisterschaften ihrer Altersklasse gewonnen. Zum siegreichen deutschen Team im österreichischen Lamprechtshausen gehörte auch Bianca Nowag mit Fair Play RB vom Reitverein Ostbevern. Mit insgesamt 221 Punkten holte sich ihre Equipe den Titel vor den Niederlanden (218.4 Punkte) und Schweden (210.7 Punkte).

Bianca Nowag ist Stipendiatin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und seit kurzem auch Mitglied der Perspektivgruppe Dressur. Nach ihrem Auftritt bei der EM meinte sie: „Ich bin sehr, sehr gut zufrieden und freue mich, dass wir eine sichere Runde für das Team liefern konnten. Vielleicht hat uns heute noch ein Ticken mehr Ausdruck gefehlt, aber ich freue mich schon auf den morgigen Grand Prix.“

Doch da hatte die 22-Jährige und damit Jüngste im Team leider etwas Pech: Mit einigen Fehlern reihte sie sich auf Rang 19 ein. Vor allem das Wetter machte Reitern und Pferden am Grand-Prix-Tag das Leben schwer. Beinahe die gesamte Prüfung über regnete es, wie schon am Tag zuvor im Team-Wettbewerb, und auch die ganze Nacht durch bis kurz vor Ende des Grand Prix‘. Während vor der Abreise nach Österreich in Deutschland noch fast 30 Grad herrschten, fiel die Temperatur in Lamprechtshausen auf kühle 13 Grad ab. „Dieses nasskalte, klamme Wetter hat auch Fair Play heute zu schaffen gemacht, sie fühlte sich schon auf dem Vorbereitungsplatz nicht ganz wohl. So schlichen sich dann leider Fehler bei den Zweierwechseln und auf der letzten Mittelinie ein. Das ist natürlich sehr schade für die beiden“, sagte U25-Bundestrainer Sebastian Heinze.

DJM Aachen: Medaillen für westfälische Reiter

Aachen (PV). Mit Medaillen und sehr guten Platzierungen sind die westfälischen Nachwuchsreiter von den Deutschen Jugendmeisterschaften im Reiten aus Aachen zurückgekehrt. So ist Anna Middelberg vom ZRFV Lienen jetzt neue Deutsche Meisterin in der Pony-Dressur. Bis zum Schluss war bei den Ponyreitern alles offen. Von der ersten von insgesamt drei Wertungsprüfungen an lieferten sich die beiden Mannschaftseuropameisterinnen Jana Lang und Anna Middelberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit ihrer Kür ließ die 14-Jährige vom ZRFV Lienen, in der ersten Wertungsprüfung noch Zweite, ihre Konkurrentin endgültig hinter sich. 80,75 Prozent vergaben die Richter für die schwungvoll vorgetragene Kür zur Filmmusik von „Die Eiskönigin“ – das war bisher die persönliche Bestleistung für Anna Middelberg. Insgesamt kam sie auf 228,225 Punkte. Anna Middelbergs Partner ist der neunjährige Fuchswallach Drink Pink, der nach seiner Bundeschampionatsteilnahme vierjährig nach Schweden an Ella Viebke verkauft worden war. Diese startete mit ihm 2015 bei den Pony-Europameisterschaften in ihrer Heimat Malmö. Nach Aussage von Bundestrainer Oliver Oelrich konnte Anna Middelberg Drink Pink nur kaufen, weil es noch eine kleine Schwester gibt, die ihn später weiterreiten kann und er daher lange in einer Familie bleibt. „Wir haben ihn vor einem Jahr gefunden und bei minus 14 Grad ausprobiert. Aber wir wussten sofort: Der ist es“, sagte die strahlende Siegerin, deren persönliches DM-Ziel ein Platz unter den ersten Fünf gewesen war. „Es ist einfach nur cool hier in Aachen reiten zu können“, freute sie sich.

Mit glänzenden Leistungen und nur ganz knapp an den Podestplätzen vorbei beendeten die westfälischen Pony-Springreiter die DJM. Pia Alfert (RV Ahaus-Ammeln) mit Song Girl, Bo Chiara Gröning (ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen) mit Chessy und Lisa Schulze Topphoff (RV Roxel) mit Mentos Junior zogen in der Gesamtwertung gleich und landeten alle auf dem vierten Platz – knapp am Bronzerang vorbei. Eine weitere Top Ten-Rangierung gab es für Sönke Fallenberg (PSV Wessenhorst): Mit High Noon erreichte er Platz sieben.

Marie Gelbke (RSG Ruhr) gewann beim Nachwuchs-Championat Dressur die Bronzemedaille. Die Sechzehnjährige hatte mit ihrem Luzifer die ersten Wertungsprüfungen gewonnen. Im abschließenden Finale der besten drei Paare – mit Pferdewechsel – platzierte Marie Gelbke sich an dritter Stelle. Gold hätte ihr vierbeiniger Partner verdient, wenn die Ausschreibung eine Medaille für das beste Pferd vorgesehen hätte.

Bei der Meisterschaft der Springreiter in der Altersklasse Children freute sich Chiara Reyer (RV Westerkappeln-Velpe-Lotte-Werse) über die Bronzemedaille. Mit ihrem Schimmel Cederik verzeichnete die talentierte Reiterin nur einen einzigen Abwurf in allen drei Wertungsprüfungen, wobei das Finale zwei Umläufe umfasste.

In der Altersklasse der Jungen Reitern hatte zunächst alles nach einer Goldmedaille für Lars Volmer vom ZRFV Legden ausgesehen. Mit seiner Maja H lag der Westfale nach zwei erstklassigen Wertungsprüfungen klar in Führung. In der dritten Prüfung stürzten die beiden an einem Oxer im ersten Umlauf. Glücklicherweise blieben sie unverletzt, landeten dadurch aber abgeschlagen auf Rang 19 im Endergebnis.

Team Kalthof gewinnt bei den Themen-Quadrillen

Versmold (PV). Bei den Deutschen HKM-Quadrillen-Championaten in Versmold hat das Team vom Landwirtschaftlichen Reiterverein Kalthof am zweiten September-Wochenende das Championat der Themen-Quadrillen gewonnen. Das westfälische Team kam auf 18 Punkte und ließ damit die Konkurrenz vom RVWesel-Obrighoven hinter sich. Großes Lob bekamen die Kalthofer auch für ihre fantasievollen Kostüme zum Thema „Die Schöne und das Biest“. Platz vier bei den Themen-Quadrillen belegten die Reiter des Kreisreiterverbandes Lippstadt. In der Variante der klassischen Quadrillen freuten sich die Kalthofer Reiter über den zweiten Platz. Weitere Infos: http://reitverein-versmold.de/team-event

PONYSPORT:

Bronze für Emily Roberg

Hohenberg-Krusemark (PV). Glänzend meisterte die 13-jährige Emily Roberg vom RC „St. Mauritz“ Münster ihr Debüt bei der Deutschen Meisterschaft Pony-Vielseitigkeit. Mit ihrem Pony Sandro schob das junge Talent sich in Hohenberg-Krusemark im abschließenden Springen vom vierten Platz in die Medaillenränge und gewann Bronze bei ihrer ersten Meisterschaftsteilnahme. „Aber auch alle anderen westfälischen Paare haben sich mit sehr schönen und für die Zukunft vielversprechenden Leistungen präsentiert“, freute sich Mannschaftsführerin Christa Middendorf. Ponytrainerin Anna Roggenland sprach sie ein großes Kompliment für die gute Vorbereitung der Paare aus. Respekt zollte sie auch dem Gastgeber in Hohenberg-Krusemark, für die mit vie, viell Liebe vorbereitete Meisterschaft.

FAHRSPORT:

Dennis Schneiders und Klaus Tebbe sind neue NRW-Meister

Zülpich (PV). Dennis Schneiders (PSG Gewe Minden) und Klaus Tebbe (ZRFV Neuenkirchen) vom Pferdesportverband Westfalen sind neue NRW-Meister im Fahren. Bei den vom Zülpicher Verein St. Medardus ausgerichteten Meisterschaften am ersten September-Wochenende gewann Dennis Schneiders mit seinem Zweispänner souverän den Titel. Auch über Platz fünf freute sich eine Westfälin: Nicole Bitting von der FSG Westfalen.

Nachdem er in der Teildisziplin Dressur nur auf Rang vier gelegen hatte, holte Klaus Tebbe mit seinem Einspänner im Gelände und beim abschließenden Kegelfahren alles wieder heraus und sicherte sich den Titel vor Christoph Dieker (ZRFV Gescher), der mit einem weiteren Gespann auch noch auf Platz vier landete. Fünfter wurde Rainer Rethmeier (RV von Lützow Herford) vor Linda Stippel (RV Südlohn-Oeding).

In der NRW-Meisterschaft der Vierspänner freute sich Dirk Gerkens (FahrSV Alt Bürener Land) über die Silbermedaille. Daniel Stöttwig (RV Ravensberg) platzierte sich an vierter Stelle.

Bei den Pony-Zweispännern errang Henrik Thiemann (RV St. Georg Saerbeck) die Bronzemedaille. Tim Schäferhoff (RV Gustav Rau Westbevern) wurde Fünfter vor Luisa Inholte (RV Epe).

Höhepunkt der drei spannenden Fahrsporttage in Zülpich war das Geländefahren am Samstag. 67 Gespanne gingen auf die rund acht Kilometer lange Strecke und absolvierten sechs Hindernisse, die von Fahrern, Beifahrern und Pferden ein Höchstmaß an Konzentration verlangten. Hinter so netten Namen wie Hermanns Holzlager, Peters grüne Hölle oder Louis Papierwelten verbargen sich knifflige Aufgaben. Während die Beifahrer bis zur Heiserkeit Richtungshinweise gaben, steuerten die Fahrer ihre Gespanne in atemberaubender Geschwindigkeit um wuchtige Holzkonstruktionen oder – bei Louis‘ Papierwelten – zentnerschwere Ballen aus Altpapier. Publikumsmagnet war PaLoMa Beach, die Wasserdurchfahrt. Zögern galt nicht, mit Schwung ging es ins Wasser. Was für die Großpferde noch relativ einfach war, wurde für die Ponys zu einer echten Herausforderung. Manchem Shetty ging das Wasser bis zur Brust.

Westfälische Jugendmeisterschaft Fahren in Coesfeld-Lette

Coesfeld (PV). Westfalens Nachwuchstalente an den Leinen ermittelten jetzt ihre Jahresbesten. Gastgeber der Westfälischen Jugend-Meisterschaft (U25) und des Nachwuchschampionats (U18) war in diesem Jahr die Reit- und Fahrgemeinschaft Hof Hillebrandt in Coesfeld-Lette.

Patrick Schulte (FSG Westfalen) verteidigte erfolgreich seinen Titel in der U25-Meisterschaft Einspänner Pferde. In der kombinierten Wertung auf M-Niveau stand er am Ende ganz oben auf dem Treppchen.

In der U25-Meisterschaft Pony-Zweispänner sicherte sich Kristin Hoffmann (RFV Kufa Endorf-Hagen) mit Platz eins in der Dressur, Rang fünf im Gelände und einer fehlerfreie Runde im Kegelfahren den Titel. Silber ging an Janina Diemers (RV St. Martin Greven-Bockholt). Bronze erreichte Pia-Chantal Nolte (RSG Eggeland Alhausen).

Über Gold bei den U25-Pony-Einspännern freute sich Elena Baackmann (RFV Emsdetten). Auf den Silberrang fuhr Florian Müller (RFV von Lützow Herford). Daniela Twyhues (ZRFV Gescher) holte Bronze.

Das westfälische Nachwuchschampionat der Fahrer U18 gewann Tom Bücker (RFV Emsdetten). Silber holte die Pony-Einspänner-Fahrerin Greta Hageböck (RFG Hof Hillebrandt). Dritter wurde nach Dressur, Gelände und Hindernisfahren auf A-Niveau Erik Wolters (RV St. Martin Greven-Bockholt).

VOLTIGIEREN:

DJM Voltigieren: Silber für Brakel, Bronze für Philipp Stippel

Aachen (PV). Das Juniorteam des RV Nethegau aus Brakel ist Deutscher Vizemeister. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen jubelten die aktuellen Westfalenmeister über die Silbermedaille im nationalen Vergleich. Auf dem Rücken von Voltigierpferd Dorian Gray, vorgestellt von Anna Brinkmann, erzielte das erfolgreiche Team ein Gesamtergebnis von 7,742. In der Herrenkonkurrenz sicherte sich Philipp Stippel gemeinsam mit Longenführerin Dina Menke und Voltigierpferd Sir Valentin die Bronzemedaille. Der 17-Jährige aus Münster, der für den Verein Haus Getter antritt, voltigierte zu insgesamt 7,674 Punkten.

SEMINARE & VERANSTALTUNGEN:

PV-Projekt erfolgreich angelaufen

Hasslinghausen (PV). Das neue Projekt des Pferdessportverbandes Westfalen „PFERDESPORT … Dein Weg zum Engagement“ ist erfolgreich angelaufen. Am 6. September fand bereits die zweite Veranstaltung statt, diesmal im Kreisreiterverband Ennepe-Ruhr-Hagen beim Märkischen Reit- und Fahrverein Hasslinghausen. 21 Jugendliche ließen sich von den PV-Mitarbeiterinnen Miriam Pleie und Berit Isbruch über die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten im Pferdesport informieren. Im Reiterstübchen wurden fünf interaktive Stationen aufgebaut, bei denen es um diese Themen ging: „Erlebe die Natur“, „Leite junge Teams“, „Repräsentiere deinen Verein“, „Trainiere abwechslungsreich“ und „Richte selbst“. Wie im Zirkeltraining durchliefen die Teilnehmer alle Stationen. Am Ende waren sie sich einig, dass die Bereiche „Kinder und Jugendliche“ (Leite junge Teams!) sowie „Sport und Training“ (Trainiere abwechslungsreich!) am interessantesten waren. Am Schluss der Veranstaltung wurden die beiden PV-Mitarbeiterinnen mit Fragen bombardiert, sie freuten sich über das große Interesse und Engagement der Teilnehmer. Der nächste Projekt-Termin findet am 20. Oktober im Kreisreiterverband Borken statt. Weitere Infos bei Berit Isbruch (isbruch@pv-muenster.de) und Miriam Pleie (pleie@pv-muenster.de).

Erster „Westfälischer Fitness- und Gesundheitstag für Reiter“

Kamen (PV). Begeistert, etwas erschöpft, aber mit vielen Anregungen für das eigene Training und die Anwendung im Verein – so gingen die Teilnehmer vom ersten „Westfälischen Fitness- und Gesundheitstag für Reiter“ nach Hause. Eingeladen hatte der Pferdesportverband Westfalen in die Dreifachsporthalle in Kamen Reiter jeden Alters und jeden Fitnessstandes.

Zunächst verdeutlichte die Diplom-Sportwissenschaftlerin Daniela Gröben in einem Impulsvortrag, welchen Einfluss die Fitness auf die Gesundheit hat. In den anschließenden Praxis-Workshops erfuhren die Teilnehmer, wie sie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination mit einfachen Übungen trainieren können und welche Bedeutung diese für die Gesundheit und den Reitsport haben. Der Aktionstag fand in Kooperation mit dem Kreissportbund Unna statt und wurde im Rahmen des Programms „Bewegt gesund bleiben in NRW“ des Landessportbundes angeboten.

Seminar für Ausbilder im Schulpferde- und Anfängerbereich

Warendorf (PV). Viele Wege und Methoden führen zum Ziel „Springen mit Wohlfühl- und Spaßfaktor“. Welche Methoden und Hilfestellungen sich im Springunterricht im Schulpferde- und Anfängerbereich einsetzen lassen, wird Martin Plewa in einer gemeinsamen Fortbildung von Deutscher Reiterlicher Vereinigung (FN) und Pferdesportverband Westfalen am 7. Oktober praxisnah verdeutlichen.

Das Seminar, das am Vormittag im Gasthof Emshof in Warendorf beginnt und am Nachmittag auf dem Ponyhof Georgenbruch in Everswinkel fortgesetzt wird, richtet sich an alle Trainer in der Basis- und Schulpferdeausbildung.

Zu Beginn wird der hocherfahrene Pferdewirtschaftsmeister unter anderem beleuchten, zu welchem Zeitpunkt mit dem Springen begonnen werden sollte, welche Voraussetzungen vorhanden sein sollten und welche Grundlagen geschaffen werden müssen. Im Praxisteil am Nachmittag auf dem Ponyhof Georgenbruch in Everswinkel wird er darauf eingehen, wie durch eine kurze und effektvolle Unterrichtssprache, die Hinführung zum Springsitz gelingt. Abschließend bleibt genügend Raum für Fragen, einen Erfahrungsaustausch, Anregungen und Wünsche der Teilnehmer.

Das Seminar ist wird mit sechs Lerneinheiten (Profil 3) zur Verlängerung der DOSB-Ausbilderlizenz anerkannt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Anmeldungen bis zum 20. September. Kontakt: Judith Schleicher, Tel. 02 51- 32 809 64, Mail: schleicher@pv-muenster.de.

Reitturniere in Westfalen mit Prüfungen bis Klasse S

Termine im September

22.-24. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Lüdinghausen-Westrup, www.turniere-neu-sue.de
22.-24. Reitturnier mit Dressur u. Springen bis Kl. S, Unna-Massen, www.turnierservice.de
23. Reitturnier mit Dressur bis Kl. S, Schmallenberg-Felbecke, www.rvsl.de
23.-24. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Ostenfelde-Vornholz, www.rv-vornholz.de
28.-1.10. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Brakel, www.reiterverein-nethegau.de
28.-1.10. Reitturnier mit Springen bis CSI2*,Riesenbeck, www.riesenbeck-international.com
29.-1.10. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Borken, www.horsenet.de
29.-1.10. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Vlotho-Valdorf, www.reitverein-valdorf.de
30.-3.10. Reitturnier mit Dressur u. Springen bis Kl. S, Bochum-Nord, www.turnierservice.de
30.-3.10. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Warstein, www.warsteiner-reitverein.de
30.-3.10. Reitturnier mit Springen bis Kl. S, Rietberg-Varensell, www.reitverein-rietberg.de

Quelle: Pferdesportverband Westfalen e. V.

Sieger und Platzierte in Hohenberg-Krusemark, Donaueschingen, North Salem/USA, Lausanne/SUI, Waregem/BEL, Blenheim/BEL, Strzegom/POL und Varsseveld/NED

Deutsche Meisterschaft Pony-Vielseitigkeit und U15-Bundesfinale Vielseitigkeit vom 15. bis 17. September in Hohenberg-Krusemark

Deutsche Meisterschaft Pony
Gold: Lena Pede (Dahme/Mark) mit Mr. Berny; 41,80 (Dressur 40,60/Gelände 1,20/Springen 0)
Silber: Jana Lehmkuhl (Voerde) mit Veith 14; 50,30 (38,30/4/8)
Bronze: Emily Roberg (Münster) mit Sandro 406; 53,80 (48,60/5,20/0)

U15-Bundesfinale
1. Hella Jensen (Tetenhausen) mit Luzi-Caro; 42,90 (Dressur 42,10/Gelände 0,80/Springen 0)
2. Jule Krueger (Hamburg) mit Parlando 23; 44,90 (40,90/0/4)
3. Nane Nikolaus Dehn (Schwesing) mit Zilia D; 53,70 (45,30/8,40/0)

CIC1*
1. Peter Thomsen (Kleinwiehe) mit Sir Boggles; 59,60 (Dressur 56,40/Gelände 3,20/Springen 0)
2. Jörg Christoph Daut (Seelingstädt) mit Lady Sunshine P 2; 60,30 (60,30/0/0)
3. Cindy Rohst (Schinne) mit Grand Veneuer; 80,20 (61,00/11,20/8)

Weitere Informationen unter www.pferdesport-krusemark.de

Internationales Dressur-, Spring- und Fahrturnier (CDI4*/CSI3*/CAI3*) vom 14. bis 17. September in Donaueschingen

Großer Preis
1. Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) mit Berlinda; 0/0/40,79
2. Laura Klaphake (Mühlen-Steinfeld) mit Catch me if you can; 0/0/41,27
3. Julia Houtzager-Kayser (AUT) mit Sterrehof’s Cayetano Z; 0/0/42,68

Grand Prix
1. Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson FRH; 77,940 Prozent
2. Jesscia von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Unee Bb; 76,640
3. Benjamin Werndl (Aubenhausen) mit Daily Mirror; 72,000

Grand Prix Special
1. Jesscia von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Unee Bb; 77,157 Prozent
2. Isabell Werth (Rheinberg) mit Don Johnson FRH; 72,510
3. Alexandra Stadelmayer (Geislingen) mit Lord Lichtenstein; 70,843

Deutsches Fahrderby
1. Benjamin Aillaud (FRA); 205 Punkte
2. Georg von Stein (Modautal); 190,5
3. Chester C. Weber (USA); 180,5

Kombinierte Wertung Pony-Vierspänner
1. Dieter Höfs (Weil der Stadt); 143,57 (Dressur 45,13/Marathon 95,64/Hindernisfahren 2,80)
2. Marijke Hammink (NED); 144,71 (56,46/88,25/0)
3. Steffen Brauchle (Aalen); 145,51 (49,38/88,50/7,63)

Weitere Informationen unter www.escon-marketing.de

Internationales Weltcup-Springturnier (CSI5*-W) vom 13. bis 17. September in North Salem/USA

Großer Preis
1. Devin Ryan (USA) mit Eddie Blue; 0/0/37,75
2. Mclain Ward (USA) mit HH Callas; 0/0/38,34
3. Jack Towell (USA) mit Lucifer V; 0/4/39,51

24. Andre Thieme (Plau am See) mit Conthendrix; 8/81,65

Weitere Informationen unter www.theamericangoldcup.com

Internationales Springturnier (CSI5*/U25) vom 14. bis 17. September in Lausanne/SUI

Großer Preis
1. Simone Blum (Zolling) mit DSP Alice; 0/0/38,29
2. Roger Yves Bost (FRA) mit Sydney Une Prince; 0/0/39,27
3. Simon Delestre (FRA) mit Chadino; 0/0/40,22

Weitere Informationen unter www.ilhs.online

Internationales Dressurturnier (CDIY/J/U25/P) vom 14. bis 17. September in Waregem/BEL

Grand Prix Kür Junge Reiter
1. Febe van Zwambagt (NED) mit FS Las Vegas; 77,642 Prozent
2. Hannelore Beckers (BEL) mit Crack C van het Vijverbos; 71,475
3. Jamina Gysels (BEL) mit Zico; 71,333

5. Lisa Prummenbaum (Simmerrath) mit Serenissima RH; 70,750

Grand Prix Kür Junioren
1. Rebecca Bell (GBR) mit Nibeley Union Hit; 75,875 Porzent
2. Nicole Verschoor (NED) mit Charmander; 72,625
3. Florence Siemer (NED) mit Zidane; 71,375

5. Helena Ernst (Bottrop) mit Rose Magic 2; 68,708

Grand Prix Kür Pony
1. Shanna Baars (NED) mit Don Camillo du Bois; 75,000 Prozent
2. Micky Schelstraete (NED) mit Elin’s Noncisdador; 73,208
3. Luisa Köllner (Düsseldorf) mit Don Henley 4; 72,083

Grand Prix U25
1. Alexandra Barbancon Mestre (ESP) mit Bolero; 68,930 Prozent
2. Cedric Gallinard (FRA) mit Scherzo ZC; 66,093
3. Lena Gundlage (Essingen) mit Campino 288; 65,488

Grand Prix Kür U25
1. Alexandra Barbancon Mestre (ESP) mit Bolero; 71,710 Prozent
2. Lena Gundlage (Essingen) mit Campino 288; 68,575
3. Cedric Gallinard (FRA) mit Scherzo ZC; 68,255

Weitere Informationen unter www.dressuur-waregem.be

Internationales Vielseitigkeitsturnier (CCI3*) vom 13. bis 17. September in Blenheim/BEL

CCI3*
1. Kimberly Severson (USA) mit Cooley Cross Border; 37,80 (Dressur 37,80/Springen 0/Gelände 0)
2. Laura Collett (GBR) mit Mr Bass; 40,40 (40,40/0/0)
3. Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk FRH; 41,40 (33,40/8/0)

Weitere Informationen unter www.blenheimhorse.co.uk

Internationales Vielseitigkeitsturnier (CIC2*/1) vom 14. bis 27. September in Strzegom/POL

CIC2*
1. Andreas Brandt (Neuburg) mit Morgendonner; 45,9 (Dressur 39,5/Gelände 2,4/Springen 4)
2. Therese Viklund (SWE) mit Viscera; 50,8 (42/8,8/0)
3. Andreas Brandt (Neuburg) mit Donna Lena MV; 52,9 (43,7/5,2/4)

CIC1*
1. Andreas Brandt (Neuburg) mit Sextaz; 46,2 (Dressur 42,2/Gelände 0/Springen 4)
2. Alina Dibowski (Döhle) mit Barbados 26; 48,2 (44,2/0/4)
3. Zaneta Niczyporuk-Trela (POL) mit Bobafett; 51,4 (51,4/0/0)

Weitere Informationen unter: Internet www.stragona.pl

Internationales Vielseitigkeitsturnier (CIC2*/1*/CCI1*) vom 15. bis 17. September in Varsseveld/NED

CIC2*
1. Tim Lips (NED) mit Bayro; 45,10 (Dressur 26,30/Springen 4/Gelände 4,80)
2. Cecilie Eriksen (DEN) mit Calvin; 47,00 (46,20/0/0,80)
3. Vanessa Bölting (Münster) mit Carlson B; 48,10 (48,10/0/0)

CIC1*
1. Merel Blom (NED) mit The Quizmaster; 36,80 (Dressur 36,80/Springen 0/Gelände 0)
2. Elaine Pen (NED) mit Daddy’s Doll; 37,70 (37,70/0/0)
3. Eef Hamers (NED) mit Balou; 39,60 (35,60/4/0)

8. Vanessa Bölting (Münster) mit Carlos HH; 54,30 (50,30/4/0)

CCI1*
1. Merel Blom (NED) mit Ceda; 45,60 (Dressur 44,80/Gelände 0,80/Springen 0)
2. Myrle Schoones (NED) mit Dimitri; 53,90 (49,10/4,80/0)
3. Anneke Langelage (Neuenkirchen) mit Warubinea; 58,60 (51,00/3,60/4)

Weitere Informationen unter www.hippischfestijn.nl

Quelle: FN-press

Donaueschingen / Nürnberg. Bereits in der Einlaufprüfung hat es sich angedeutet, als Isabell Werth diese am gestrigen Freitag mit überragenden 78,317 % für sich entschied. Mit QC Flamboyant legte die Rheinbergerin einen hochklassigen Auftritt hin, den sie heute mit einer qualitativen Steigerung und einem neuen Punkterekord für den NÜRNBERGER BURG-POKAL krönte: 1.671 Punkte oder anders gesagt 81,512%. Der neue vierbeinige Rekordhalter ist ein neinjähriger Oldenburger Wallach von Fidertanz. Mit ihrem Ritt toppte Isabell Werth nicht nur die diesjährige Bestleistung von Reitmeister Hubertus Schmidt und Escolar aus Bettenrode (80,415%), sondern knackte auch die bisherige Rekordmarke, aufgestellt im Finale 2004. Damals bekamen Nadine Capellmann und Elvis sagenhafte 81,17%.

Mit diesem Sieg geht die dreifache 2017er-Europameisterin als Favoritin in das Finale Mitte Dezember in der Frankfurter Festhalle. Bisher konnte Isabell Werth dieses dreimal gewinnen, nach der Vorstellung von Donaueschingen ist ein vierter Finalsieg in Reichweite.

Den zweiten Rang der Qualifikation erreichte mit ebenfalls sehr starken 75,585% Oliver Oelrich, der den achtjährigen Hannoveraner Hengst Desario gesattelt hatte. Dritte wurden Matthias Bouten und Bodyguard, ebenfalls ein achtjähriger hannoversch gezogener Hengst mit 74,927%.

Der NÜRNBERGER BURG-POKAL ist der wichtigste Wettbewerb in der Ausbildung junger Dressurpferde und treffsicherer Hinweisgeber für spätere Weltklassenpferde. Ihre drei Titel bei den kontinentalen Titelkämpfen im schwedischen Göteborg erritt Isabell Werth mit Weihegold OLD. Im Jahr 2013 triumphierte Beatrice Buchwald mit der Stute im Finale dieser Turnierreihe.

Gründer der Prüfungsreihe für sieben- bis neunjährigen Dressurpferde ist Hans-Peter Schmidt, Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands e.V. und Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), zurück. Der Ehrenaufsichtsratsvorsitzende des Namensgebers NÜRNBERGER Versicherung, schuf mit diesem seit 1992 ausgetragenen Serie ein Format, das weltweit Anerkennung findet.

Siegerinterviews und aktuelle Informationen gibt es unter YOUTUBE:
https://www.youtube.com/channel/UChK6rBhOzxbFz8KQvdCutIg/featured?disable_polymer=true

Weitere Informationen unter www.nuernbergerburgpokal.de

 

NÜRNBERGER BURG-POKAL 2017

Standorte und Termine
Hagen: Malin Nilsson Foreign Affair 74,976%
Mannheim: Matthias Alexander Rath Foundation 77,366%
Redefin: Isabel Freese Fürst Levantino 77,098%
Lübeck: Marcus Hermes Abegglen FH 75,976%
München-Riem: Aikje Fehl Chilly Jam 75,610%
Balve: Helen Langehanenberg Brisbane FE 74,293%
Berlin / Bonhomme: Kira Wulferding Soiree d’Amour OLD 76,610%
Bettenrode: Hubertus Schmidt Escolar 80,415%
Neu-Anspach: Matthias Bouten Quantum Vis MW 73,829%
Schenefeld: Holga Finken Don Frederic 73,244%
Donaueschingen:Isabell Werth QC Flamboyant OLD 81,512%
Nürnberg / Faszination Pferd 31.10. – 05.11.

Finale Frankfurt 14.12. – 17.12.

Quelle: mh public relations

Foto: Karl-Heinz Frieler/ Mit über 81 Prozent gewann Isabell Werth mit dem einstigen Bundeschampion QC Flamboyant OLD die Qualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal beim CHI Donaueschingen und setzten damit eine neue Rekordmarke.

Personalia

Goldenes Reiterkreuz für Heidi van Thiel

FN-Bundesjugendwartin im Rahmen der DJM Aachen ausgezeichnet

Aachen (fn-press). Nicht die Alpen, sondern die Aachener Soers boten den passenden Ort für eine hohe Auszeichnung Im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften ist Heidi van Thiel (Essen) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet worden. Neben dem Ehrenzeichen gab es ein umgedichtetes Ständchen der Nachwuchsdressur- und -springreiter für „ihre“ Bundesjugendwartin und langjährige Equipechefin: „Hei-di, Hei-di, Deine Welt sind die Pferde“! Und FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau sagte: „Von allen, die sich in unserem Sport ehrenamtlich engagieren, gehörst Du zu den Fleißigsten. Und wenn Du etwas tust, dann erledigst du das nicht nur einfach so, sondern machst es ganz ganz von Herzen.“

In Mönchengladbach geboren und in Herford aufgewachsen feierte Heidi van Thiel, geborene Neigenfind, ihre Turniererfolge in einer Reihe mit Klaus und Wolfgang Brinkmann und Ulrich Meyer zu Bexten. 14-Jährig nahm sie erstmals an Deutschen Junioren-Vielseitigkeitsmeisterschaften teil und blieb auch nach ihrem Umzug nach Berlin 1965 zunächst der Buschreiterei treu. In dieser Zeit war sie neben Madeleine Winter eine der erfolgreichsten Amazonen Berlins. 1968 wechselte sie dann ins Springlager, wurde im selben Jahr mit Markant Deutsche Juniorenmeisterin und verzeichnete später mehrere S-Siege auf nationalen und internationalen Turnieren. 1971 zog die gelernte Röntgenassistentin ins rheinische Essen, heiratete, bekam zwei Töchter, Nadine und Denise. Mitte der 80er Jahre schloss sich ihre zweite Karriere im Pferdesport an – dieses Mal im Ehrenamt. Zunächst auf lokaler Ebene aktiv, als Sportwartin beim renommierten Verein für Reitsport in Essen (1987 bis 2000), wurde sie 1998 zur stellvertretenden Landesjugendwartin und 2004 zur Landesjugendwartin im Rheinland gewählt. Noch im selben Jahr übernahm sie als auch das Amt der stellvertretenden Bundesjugendwartin und das Ressort Springen in der Bundesjugendleitung, das sie auch nach ihrer Wahl zur Bundesjugendwartin im Jahr 2008 beibehielt. In dieser Funktion begleitet sie seither zahlreiche deutsche Nachwuchsteams als Equipechefin zu den Europameisterschaften. Für ihre Verdienste wurde Heidi van Thiel bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der Großen Medaille des Pferdesportverbands Rheinland, dem Silbernen Reiterkreuz der FN (2012) und der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen (2014).

Dirk Hafemeister verstorben

Olympiasieger von 1988 starb im Alter von 59 Jahren an Herzversagen

Warendorf (fn-press). Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) trauert um Dirk Hafemeister. Der frühere Springreiter verstarb am 31. August 2017 an Herzversagen. Sein größter sportlicher Erfolg war der Team-Olympiasieg in Seoul 1988 mit der Stute Orchidee. 1994 folgte außerdem die Goldmedaille mit der Mannschaft bei den Weltreiterspielen in Den Haag, damals saß er im Sattel von P.S. Priamos. Hafemeister lebte zuletzt in Hanau, in der Nähe von Frankfurt, und war als Trainer aktiv. Er hinterlässt zwei Töchter. „Dirk war ein sehr fröhlicher Mensch mit einer positiven Lebenseinstellung. Er hatte immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Sein Tod macht uns sehr betroffen. Er verlässt uns viel zu früh“, sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau.

Als Sohn eines Bauunternehmers kam Hafemeister 1958 in Berlin zur Welt. Sein reiterliches Können lernte er unter anderem am Bundesleistungszentrum in Warendorf, wo er in den 1980er Jahre trainierte. 1982 schloss er seine Ausbildung zum Pferdewirt, Schwerpunkt Reiten, ab. Den Weg in die Weltspitze schlug er während seiner Zeit bei seinem Freund und Mentor Paul Schockemöhle in Mühlen ein, in dessen Stall Hafemeister Ende der 1980er Jahre selbstständig tätig war und seine Pferde untergebracht hatte. „Er war ein sehr freundlicher und anständiger Mensch, der immer für den Sport gelebt hat. Für mich war er nicht nur einer meiner erfolgreichsten Schüler, sondern auch ein sehr guter Freund. Sein Tod macht mich sehr traurig“, sagte Schockemöhle.

Franz-Josef Lehmkuhl verstorben

Emsdetten (fn-press). Der Fahrsport trauert um Ponyfahrer Franz-Josef Lehmkuhl (Emsdetten). Der ehemalige Mannschaftswelt- und Vizeweltmeister verstarb am 11. September im Alter von 69 Jahren. Der Gas- und Wasserinstallationsmeister saß seit Mitte der 1980er Jahre auf dem Kutschbock. Zunächst fuhr er nur spazieren, schon bald aber sowohl ein- als auch zweispännig im Sport. 2003 machte er bei den ersten Weltmeisterschaften der Ponyfahrer in Karlstetten in Österreich mit einem vierten Platz bei den Pony-Zweispännern auf sich aufmerksam. Auch bei Deutschen Meisterschaften sammelte er zahlreiche Medaillen. Bereits 2001 gewann er den Titel bei den Pony-Zweispännern und war 2007 Deutscher Meister der Pony-Einspänner. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen gehören der Gewinn der Goldmedaille mit der deutschen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften der Ponyfahrer 2005 in Catton Hall in Großbritannien mit seinem Pony Night Moon. Auch 2007 war er mit Night Moon für die WM nominiert, konnte wegen einer Erkrankung des Ponys dann aber nicht antreten. Zwei Jahre später krönte er seine Laufbahn bei den Weltmeisterschaften in Greven – praktisch vor der eigenen Haustür – mit dem Gewinn der Einzel-Silbermedaille. 2009 war Pony Maverick sein Partner. Danach beendete er seine aktive Karriere im Sport und trainierte verschiedene Nachwuchsfahrer.

Zucht

FN-Bundesstutenschau: Haflinger und Edelbluthaflinger auf dem Laufsteg

Arabella, Aurora, Overa und Harmonie sind die Bundessiegerinnen

Münster-Handorf (fn-press). Alle vier Jahre gibt es im Lande ein „Blondinen-Schaulaufen“ der besten deutschen Haflinger und Edelbluthaflinger. In diesem Jahr bot das Westfälische Pferdezentrum in Münster-Handorf den „Catwalk“, auf dem sich 23 Edelbluthaflinger- und 64 Haflingerstuten dem strengen Urteil der Jury stellten.

Bundessiegerstute in der Alterklasse „Altstute“ der sechs- bis 14-jährigen Haflinger wurde die achtjährige Stute Arabella v. Amaro-G – Waldess-B. Züchterin und Ausstellerin war Maria Schwarz aus Miesbach. Die Reservesiegerin heißt Aileen v. Augartner – Alban. Die siebenjährige Haflingerstute stammt aus der Zucht und ist im Besitz von Egbert Bispinghoff (Werne). In der Alterklasse „Jungstute“ der drei- bis fünfjährigen Haflingerstuten gewann die fünfjährige Aurora v. Atlantik – Nobelius den Titel Bundessiegerstute. Aussteller und Züchter ist das Haflingergestüt Stange aus Edertal-Berghein in Hessen. Bundesreservesiegerstute wurde die dreijährige Bergfee v. Blickfang – Standschütz. Sie wurde vom Haflingerhof Karlsbad in Baden-Württembergischen gezogen und ausgestellt.

Bei den Edelbluthaflingern siegte in der Altersklasse „Altstute“ die neunjährige Overa K v. Niron – Silvano, ausgestellt und gezogen von Johann Kappelsberger im bayerischen Dietramszell. Vor zwei Jahren in München war sie noch Bundesreservesiegerstute. Diesen Titel erzielte nun die in Edewecht in Weser-Ems gezogene Filomena vor dem Moore von Sternfürst – Nebos II (Züchterin und Ausstellerin: Ina Kuhlmann). Die Altersklasse „Jungstute“ führte Harmonie, eine dreijährige Stute v. Armani Ass – Sandro, aus der Zucht und im Besitz von Markus Port aus dem bayerischen Honsolgen an. Den zweiten Platz belegte hier Himalaya. Die vierjährige Stute v. Nebos II– Alibaba wurde von Paul Grath aus Stiefenhofen/Bayern gezogen und auch in Münster ausgestellt. Ebenfalls prämiert wurde Schelma v. Alando – Amsterdam (Züchter: Peter Blick, Mosbruch, Aussteller: Eva und Christian Hofer, Zweibrücken) als Bundessiegerin der „dressurbetonten Stuten“.

Als Bundessiegerfamilie wurde bei den Haflingern die zehnjährige Stute Askhona (v. Askhan) mit ihren Töchtern Askhana (v. World-Cup) und Atlanta (v. Nordcup) aus der Zucht des Haflingergestüts Reimer aus Zarnewanz in Mecklenburg-Vorpommern herausgestellt. Die Reservefamilie stellte die Zuchtgemeinschaft Heym aus Wuppertal mit den drei Halbschwestern Augenweide (v. Allerdings), Ausnahme (v. Ahnenstolz) und A la Princess (v. Amadeus) aus der Mutter Mercedes von Mordskerl.

Insgesamt konnten 29 Stuten die FN-Bundesprämie mit nach Hause nehmen, da sie bei der FN-Bundesschau eine Endnote von 8,0 von den Richter erhalten und bereits eine Leistungsprüfung abgelegt haben.

Bewertet werden bei der Stutenschau jeweils die äußere Erscheinung und der Bewegungsablauf der Stuten auf den Schauringen. Eingeteilt wurden die Pferde zuvor je Rasse in verschiedene Alterklassen: dreijährige Stuten, vier- und fünfjährige Stuten, sechs- bis neunjährige Stuten sowie zehn- bis vierzehnjährige Stuten. Die besten zwei Stuten jeder Klasse wurden herausgestellt und prämiert und anschließend in der Gruppe „Jungstuten“, der drei- bis fünfjährigen und der Gruppe „Altstuten“, der sechs- bis achtjährigen, in Konkurrenz gestellt, um die jeweiligen Sieger- und Reservesiegerstuten zu ermitteln. „Es war eine tolle Veranstaltung hier in Münster, die sich für eine FN-Bundesschau dieser Art gut bewährt hat. Von allen Seiten gab es Lob für den Standort und vielen wünschen sich eine Wiederholung – das nächste Mal vielleicht auch für die Hengste“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Teresa Dohms-Warnecke.

Zusätzlich konnten die Pferde auch in Sportwettbewerben präsentiert werden. Alle Stuten, mussten sich allerdings auch dem jeweiligen rassespezifischen Schauwettbewerb gestellt haben. Allerdings kam nur eine Dressurpferdeprüfung zustande, die Springpferde- und Eignungsprüfung für Fahrpferde fiel mangels Nennung leider aus. „Das war sehr schade, denn die Qualität der Stuten war sehr gut, was auch die große Zahl an FN-Bundesprämien beweist“, so Dr. Teresa Dohms-Warnecke. „Zudem waren die meisten Stuten sehr sportlich und man sie hätte gerne in den Sportwettbewerben Springen und/oder Fahren gesehen.“

Das komplette Ergebnis der FN-Bundesstutenschau inklusive aller mit einer FN-Bundesprämie ausgezeichneten Stuten gibt es unter www.pferd-aktuell.de/haflinger

 

Sport

Sönke Rothenberger und Cosmo neue Nummer zwei der Welt

Internationale Reiterliche Vereinigung FEI hat die Ranglisten aktualisiert

Lausanne/SUI (fn-press). Nach den Europameisterschaften in Strzegom und Göteborg sind die Weltranglisten der Olympischen Disziplinen ein wenig in Bewegung gekommen. Michael Jung und Isabell Werth bleiben unangefochten an der Spitze ihrer Disziplinen. An Position zwei in der Dressur haben sich jetzt die Mannschaftseuropameister Sönke Rothenberger und Cosmo geschoben.

Der 22-jährige Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und sein Wallach Cosmo, die in Göteborg Team-Gold und zweimal Einzel-Silber gewannen, rückten von Rang fünf auf zwei vor und verzeichnen insgesamt 2.586 Weltranglistenpunkte. Damit sind die beiden jetzt ärgste Verfolger der Triple-Europameister Isabell Werth (Rheinberg) und Weihegold OLD, die jedoch immer noch einen großen Vorsprung innehaben und auf 3.026 Punkte kommen. Rothenberger verdrängte die US-Amerikanerin Laura Graves und Verdades auf den dritten Rang. Auf Platz vier liegt weiterhin Isabell Werth mit Emilio (2.483 Punkte). Und auch mit Don Johnson FRH behält sie ihre Top-Ten-Platzierung – Rang sechs mit 2.400 Punkten.

In der Vielseitigkeit machte Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) einen großen Sprung nach vorne. Sie verbesserte sich von Rang 25 auf 14 und kommt auf 367 Punkte. An der Spitze thront weiterhin Michael Jung (Horb) mit 589 Punkten. Zweitbeste Deutsche bleibt Bettina Hoy (Warendorf). Sie rutschte allerdings von Rang elf auf zwölf (386). Die beiden EM-Einzelreiter Kai Rüder (Landkirchen) und Josepha Sommer (Immenhausen) finden sich nach der EM in den Top-60 wieder. Rüder rückte von Rang 99 auf 46 vor, Sommer von 116 auf 57.

Im Springen ist Christian Ahlmann (Marl) nunmehr der einzige deutsche Reiter in den Top-Ten. Er belegt mit 2.663 Rang sieben (vorher sechs). Daniel Deußer (Mechelen/BEL) fiel von Rang fünf auf zwölf (2.558). Der Sechste der EM in Göteborg, Marcus Ehning (Borken), kletterte von Rang 20 auf 18. Neuer und alter Spitzenreiter ist der US-Amerikaner Kent Farrington mit 3.133 Punkten. jbc

Alle Ranglisten finden Sie hier: data.fei.org/Ranking/List.aspx

DAM: 90 Dressur- und Springreiter kämpfen um erste Meistertitel

Auf schreibt im hessischen Dagobertshausen Geschichte?

Warendorf/Marburg (fn-press). Wer wird der erste Deutsche Amateur-Meister in der Dressur? Und wer im Springen? Diese Frage klärt sich vom 22. bis 24. September auf der Reitsportanlage Dagobertshausen im hessischen Marburg. 40 Dressur- und rund 50 Springreiter haben sich bei den Qualifikationsprüfungen in ganz Deutschland ihren Startplatz für die DAM gesichert.

Vom Anlagenmechaniker bis zum Zimmerer, von der Bankkauffrau bis zur Zahnärztin – der Pferdesport ist über alle Berufe und Branchen hinweg eine beliebte Freizeitbeschäftigung. „Amateur zu sein, ist keine Frage der Qualität, vielmehr geht es darum, wie intensiv ich meinen Sport betreibe. Oder genauer gesagt, wie intensiv ich ihn neben meinem eigentlich Beruf betreiben kann. Und ob ich damit mein Geld verdiene“, erklärt der Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Fritz Otto-Erley. Die Idee der Amateur-Meisterschaften jedenfalls stößt bei den Betroffenen auf positives Feedback.

Mit der Reitsportanlage Dagobertshausen hat die Premiere einen würdigen Ausrichter gefunden. Mit einer Reithalle und zwei großen Außenplätzen auf Sand finden die Teilnehmer Topbedingungen vor. Parallel zur DAM sind außerdem für die Amateur-Reiter aus Prüfungen in Dressur und Springen jeweils mit Touren der Klasse L und M** ausgeschrieben. Für das passende Ambiente sorgt das zugehörige Hofgut Dagobertshausen, dessen „Event- und Kulturscheune“ am Freitag- und Samstagabend stilvoller Schauplatz für den DAM-Empfang bzw. eine Dinnerparty ist.

Die Deutsche Amateur-Meisterschaften beginnen Freitag, 22. September, mit der jeweils ersten Wertungsprüfung um 14 Uhr. Aus dieser Prüfung qualifizieren sich die besten 12 Dressurreiter fürs Finale am Sonntag. Die Übrigen starten am Samstag um 16 Uhr im Kleinen Finale, einem Prix S. Georges Special, woraus sich ebenfalls noch einmal drei Paare fürs Große Finale empfehlen. Die Springreiter dürfen am Samstag alle noch einmal in der zweiten Wertungsprüfung um 14 Uhr antreten. Die besten 30 Paare aus den beiden Springprüfungen * ermitteln dann am Sonntag ab 13 Uhr den ersten Titelgewinner in einer Springprüfung der Klasse S* mit Siegerrunde. Die Finalisten in der Dressur treten am Sonntag bereits ab 12.30 Uhr aufs Viereck, so dass die große gemeinsame Siegerehrung gegen 15 Uhr stattfindet. Hb

Informationen unter www.pferd-aktuell.de/dam.

Dressur

DJM Aachen: Gold für Rothenberger, Allard und Middelberg

Die neuen Nachwuchsmeister in der Dressur stehen fest

Aachen (fn-press). Finaltag der Deutschen Jugendmeisterschaften in der Aachener Soers: Insgesamt gab es an diesem Wochenende elf neue Deutsche Meister in den Disziplinen Dressur, Springen und Voltigieren zu feiern. In der Dressur gingen die Titel an Semmieke Rothenberger mit Dissertation (Junge Reiter), Romy Allard mit Summer Rose (Junioren) und Anna Middelberg mit Drink Pink (Ponyreiter).

Erst drei Jahre ist es her, da stand der aktuelle Mannschaftsolympiasieger und zweifache Vize-Europameister Soenke Rothenberger mit Cosmo bei den DM der Jungen Reitern an erster Stelle. In Aachen folgte ihm nun seine kleine Schwester Semmieke Rothenberger nach. Zwei Mal war sie bereits Deutsche Meisterin der Ponyreiter, einmal Juniorenmeisterin – nun gab es Titel Nummer vier. „Wenn die anderen zuhause am Esstisch davon erzählt haben, wie es ist, in Aachen zu reiten, saß ich als Jüngste immer dabei und habe gedacht, sorry, nicht mein Thema“, sagt die neue U21-Meisterin. Nun kann auch sie mitreden, wenn es um den Einritt ins große Aachener Dressurstadion geht. „Es ist schon ein tolles Gefühl, hier unter denselben Bedingungen zu reiten wie die ‚Großen‘, sagt sie und gesteht: „Mein großer Traum ist es schon, einmal hier beim CHIO zu starten.“ Im Finale präsentierte sie mit ihrer Stute Dissertation eine nagelneue Kür. „Das war ein bisschen aufregend, aber ich habe mir gesagt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Die Musik dazu stammt übrigens vom Komponisten Yanni, zu der bereits ihr Vater Sven Rothenberger 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta an den Start ging. Es war die richtige Entscheidung: Mit 82,15 Prozent setzte sich die 18-Jährige wie schon in den beiden Wertungsprüfungen zuvor deutlich vom übrigen Feld ab.

Mit einem Gesamtergebnis von 232,413 Punkten betrug Rothenbergers Vorsprung auf die Silbermedaillengewinnerin Leonie Richter (Bad Essen) mehr als zehn Punkte (222,877). Richter wiederholte in Aachen ihren Vorjahreserfolg im Sattel des Oldenburger Wallachs Don Windsor OLD aus dem Besitz und zuvor geritten von Florine Kienbaum. Und auch dieses Paar startete noch etwas „grün“ in seine Kür. „Wir haben diese vorher erst einmal geritten“, sagte die 21-Jährige. Mit exakt 77 Prozent landete sie auf Platz zwei, was ihren Silberrang auch in der Meisterschaftswertung besiegelte.

Denn auch andere Paare hatten durchaus Medaillenchancen erkennen lassen. Allen voran der Münsteraner Psychologie-Student Luca Michels mit Rendezvous. Bei den Europameisterschaften hatte er noch das Pech, als Vierter im hochkarätigen deutschen Team nicht in der Kür starten zu dürfen. Nun bot sich dafür in der Soers die passende Gelegenheit. Die Grundlage dafür basierte auf einer zu Beginn der Saison geliehenen Kür. „Ich hatte da spontan ein internationales Turnier und zu dem Zeitpunkt dachten wir noch nicht daran, dass wir überhaupt so weit kommen“, erzählte Michels. Als es dann ernst wurde, mit der EM und auch der DJM wurde diese dann gemeinsam mit Bundestrainer Oliver Oelrich überarbeitet, neue Linien wurden eingebaut und auch die Musik entsprechend angepasst. „Jetzt ist das wirklich ganz und gar ‚unsere‘ Kür“, sagte der 19-Jährige, der ursprünglich aus dem Rheinland kommt und das CHIO als regelmäßiger Besucher über viele Jahre kennt. Das sah im Übrigen auch die Jury so und belohnte die Vorstellung mit 75,775 Prozent, was am Ende Platz drei und in der Gesamtwertung mit 217,266 Prozent ebenfalls Bronze bedeutete. Das Nachsehen hatte Anna Christina Abbelen (Kempen), die sich als Dritte in der zweiten Wertungsprüfung ebenfalls noch Chancen hatte ausrechnen können. Mit ihrer „König-der-Löwen-Kür“ wurde sie im Finale jedoch „nur“ Fünfte. Mit 216,573 Punkten belegte sie in ihrem letzten Junge-Reiter-Jahr Platz vier

DM-Newcomerin Romy Allard gewinnt Junioren-Titel
Spannend bis zum Schluss waren die Meisterschaften der Junioren, da in diesem Jahr drei der vier EM-Teilnehmer fehlten. Linda Erbe und Lia Welschof verzichteten ganz auf den Start, Rebecca Horstmann versuchte sich bereits bei den Jungen Reitern. Lediglich Johanna Sieverding (Cappeln) trat mit Lady Danza zum Titelkampf an und konnte sowohl die erste Wertungsprüfung als auch das Finale für sich entscheiden. Ihre „schnörkellose“ Kür zu Klängen von Mark Foster und Robby Williams gefiel nicht nur den Richtern, die dafür 76,375 Prozent vergaben. „Das war noch einmal ein toller Abschluss, hier im Soerser Stadion reiten zu können“, sagte die 17-Jährige. Am Ende reichte ihr Gesamtergebnis von 219,891 Punkten aber nicht ganz zum Titel, sie gewann Silber.

Neue Deutsche Meisterin wurde stattdessen die erst 15-jährige Romy Allard aus Krefeld. Im Sattel der achtjährigen Oldenburger Rappstute veranlasste diese die Richter in allen drei Wertungsprüfungen zu Topnoten. Mit 76,275 Prozent für ihre Interpretation der Songs aus den Musicals Rocky Horror Picture Show und Sister Act blieb sie zwar knapp hinter Sieverding, überrundete diese jedoch in der Addition aller drei Noten mit insgesamt 220,840 Punkten. Allard selbst war darüber am meisten überrascht: „Ich habe noch drei Juniorenjahre vor mir, deshalb habe ich damit, dass es so gut läuft, nicht gerechnet. Mein Ziel war, gut abzuschneiden“, sagte sie. Wie ihre Trainerin Anna-Christina Abbelen, die seit Kurzem betreut und ja selbst noch bei den Jungen Reitern startete, hatte auch sie Allard in Aachen ein volles Programm. Parallel zur Junioren-Tour trat sie mit Dujardin B bei den Ponyreitern an und wurde dort Sechste.

Wie bei den Jungen Reitern landete auch bei den Junioren ein junger Mann auf dem Bronzeplatz. „Damit habe ich niemals gerechnet“, sagte auch der 16-jährige sachsen-anhaltinische Landesmeister Franz Otto Damm aus Zerbst strahlend. Er saß in Aachen im Sattel des erst siebenjährigen DSP Lifestyle. „Den haben wir als Fohlen zu unserem selbst gezogenen Hengstfohlen zugekauft“, berichtet sein Vater. Aus beiden Youngstern ist etwas geworden. Der eine wurde gekört, der andere wurde von Franz Otto Damms Schwester erfolgreich bei den Bundeschampionaten vorgestellt. Seit vergangenem Jahr reitet nun auch der frisch gebackene Bronzemedaillengewinner den dunkelbraunen Wallach (v. Lord Fantastic) mit. Mit 72,9 Prozent sorgten die Richter dafür, dass sich die Kürmusik des Paares „Mission Impossible“ nicht bewahrheitete, sondern sich sogar in eine erfolgreiche „Mission Medaille“ verwandelte. Insgesamt kam das Paar auf ein Endergebnis von 214,210 Punkten.

Ponyreiter:Titel für Anna Middelberg
Bis zum Schluss war bei den Ponyreitern alles offen. Von der ersten von insgesamt drei Wertungsprüfungen an lieferten sich die beiden Mannschaftseuropameisterinnen Jana Lang und Anna Middelberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit ihrer Kür ließ die 14-jährige Glandorferin, in der ersten Wertungsprüfung noch Zweite, ihre Teamkollegin von Kaposvar endgültig hinter sich. 80,75 Prozent vergaben die Richter für die schwungvoll vorgetragene Kür zur Filmmusik von „Die Eiskönigin“ – persönliche Bestleistung für das Middelberg. Insgesamt kam sie auf 228,225 Punkte. Anna Middelbergs Partner ist der neunjährige Fuchswallach Drink Pink (v. FS Don’t Worry), der nach seiner Bundeschampionatsteilnahme vierjährig nach Schweden an Ella Viebke verkauft worden war. Diese startete mit ihm 2015 bei den Pony-Europameisterschaften in ihrer Heimat Malmö. Nach Aussage von Bundestrainer Oliver Oelrich konnte Anna Middelberg Drink Pink nur kaufen, weil es noch eine kleine Schwester gibt, die ihn später weiterreiten kann und er daher lange in einer Familie bleibt. „Wir haben ihn vor einem Jahr gefunden und bei minus 14 Grad ausprobiert. Aber wir wussten sofort: Der ist es“, sagte die strahlende Siegerin, deren persönliches DM-Ziel ein Platz unter den ersten Fünf gewesen war. „Es ist einfach nur cool hier in Aachen reiten zu können“, sagte sie.

Bei den EM in Kaposvar war sie Bronzemedaillengewinnerin in der Kür, nun landete Jana Lang (Schmidgaden) in der Soers mit ihrer „Hier-kommt-die-Maus“-Kür hinter Middelberg auf Platz zwei. 77,175 Prozent gab es hierfür von den Richtern, was addiert mit den Vortagesergebnissen 226,105 Punkte und damit ebenfalls den Silberrang bedeutete. „Das sind meine zweiten Deutschen Meisterschaften. Letzes Jahr lief es allerdings noch nicht so gut“, freute sich 14-Jährige, die zum Training drei Mal in der Woche vom bayerischen Schmidgaden nach Frankfurt fährt, wo NK Cyrill bei seiner Besitzerin Dr Stephanie Krause lebt.

Die dritte DM, drei Mal Platz drei in den drei Wertungsprüfungen und am Ende Bronze – das war die Bilanz für den 14-jährigen Moritz Treffinger aus dem nordbadischen Oberderdingen und seine bunte Fuchsstute Top Queen H. Er erzielte für seine Kür zu Klängen von David Guetta 74,5 Prozent, die sich am Ende zu einem Gesamtergebnis von 219,767 Punkten für den Schüler von Joachim Neubert addierten.

Maja Schnakenberg ist Bundesnachwuchs-Championesse Dressur

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen übergibt als Schirmherrin den Nachwuchspreis

Aachen (fn-press). Eine Prüfung mit Pferdewechsel ist immer eine aufregende Sache – im Bundesnachwuchschampionat haben sich die drei jungen Finalistinnen dieser anspruchsvollen Aufgabe gestellt. Einen Platz auf dem Treppchen hatten sie schon sicher – die Frage war nur welchen. Am Ende hieß die strahlende Siegerin Maja Schnakenberg. Ihr gelangen sowohl auf ihrer Stute Donna Noblesse, als auch auf den Pferden ihrer Konkurrentinnen makellose Ritte. Auf Platz zwei landete Verena Lindinger vor Marie Gelbke.

Im Finale des Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreises konnten die besten drei Reiterinnen aus den vorausgegangenen Qualifikationen im Deutsche Bank Stadion zunächst auf ihren gewohnten Pferden einen guten Eindruck bei den Richtern hinterlassen. „Du hast die Sonne ins Viereck gebracht“, lobte Kommentator Ton de Ridder die erste Reiterin Maja Schnakenberg und ihre zehnjährige Stute Donna-Noblesse, die bereits in der ersten Runde in Führung gingen (Wertnote 8,8). Auch Marie Gelbke (Witten), der Gewinnerin der beiden Qualifikationsprüfungen, gelang mit ihrem Wallach Luzifer PK ein Auftakt nach Maß (8,6), ebenso wie Verena Lindinger (Deining) und ihrem neunjährigen Wallach Simply Red (8,3).

Dann wechselten die Reiter die Pferde: Marie Gelbke stieg in den Sattel von Donna-Noblesse. „Das war schon eine meisterliche Darbietung. Du hast da das Beste raus geholt, mit sehr viel Gefühl und einer feinen Einwirkung“, lobte de Ridder die 16-Jährige (8,7). Verena Lindinger gelang mit Lucifer PK und einer Wertnote von 8,0 ebenfalls eine gute Runde: „Du hast das prima gelöst und kannst stolz auf dich sein“, kommentierte de Ridder. Als letzte Reiterin des zweiten Durchgangs ritt die 14-jährige Maja Schnakenberg mit Simply Red ins Viereck ein und legte damit den Grundstein für ihren späteren Sieg: „Das war eine super geile Vorstellung“, versuchte Kommentator de Ridder den richtigen Ton für die jugendliche Reiter zu finden. Der Einschätzung entsprach auch die Note der Richter: 9,2 .

In der alles entscheidenden dritten Runde bekamen Verena Lindinger und Donna-Noblesse eine Wertnote von 8,2 für einen „sehr gefühlvollen Ritt“. Mit einer Note von insgesamt 24,5 gewann die 15-Jährige Silber. „Überlegenheit in allen Vorbereitungen und jeder Lektion“, bescheinigten die Richter anschließend Maja Schnakenberg mit Lucifer PK und vergaben eine 9,5 – eine sensationelle Note, die die 14-Jährige zur neuen Bundesnachwuchs-Championesse machten (Gesamtergebnis: 27,5) und den siebenjährigen Lucifer zum besten Pferd der Prüfung. Besonders nervös sei sie vor der Prüfung nicht gewesen, erklärte Schnakenberg hinterher: „Das geht, ich reite auch zu Hause verschiedene Pferde. Allerdings hat man hier nicht viel Zeit, um sich auf ein Pferd einzustellen.“

Warum de Ridder angekündigt hatte, dass der „Pferdewechsel immer eine spannende Geschichte“ ist, wurde beim letzten Starterpaar deutlich: Gelbke und Simply Red fanden einfach nicht zusammen. Die Reiterin blieb aber dennoch ruhig und lobte ihr Pferd nach dem Ritt ausgiebig: „Du hast das vom allerfeinsten gelöst“, erkannte dann auch de Ridder an, vom Publikum gab es Sonderapplaus. Die Richter mussten die Leistung dennoch mit einer 6,9 bewerten, für Marie Gelbke bedeutete das Ergebnis am Ende Platz drei (Gesamt: 24,2).

Die abschließende Ehrung der Sieger übernahm Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, deren Tochter früher selbst schon einmal am Nachwuchsförderpreis teilngenommen hat. Siegerin Maja Schnakenberg war am Ende überglücklich: „Donna Noblesse ist sehr dominant, aber auch sehr fein“, sagte die Dörverderin, der die Stute seit einem Jahr zur Verfügung gestellt wird: „Ich habe mir vorgenommen hier ordentlich zu reiten, aber ich hätte nicht gedacht, dass wir hier gewinnen.

U25-EM Dressur: Doppel-Gold für Lisa-Maria Klössinger

EM-Kür wurde wetterbedingt abgebrochen

Lamprechtshausen/AUT (fn-press). Zum zweiten Mal in Folge haben die deutschen U25-Dressurreiter Team-Gold bei den Europameisterschaften ihrer Altersklasse gewonnen. Im österreichischen Lamprechtshausen verteidigten Ninja Rathjens, Juliette Piotrowski, Bianca Nowag und Lisa-Maria Klössinger mit insgesamt 221 Punkten den Titel vor den Niederlanden (218,4 Punkte) und Schweden (210,7 Punkte). Lisa-Maria Klössinger und ihr FBW Daktari sicherten sich darüber hinaus im Kurz-Grand-Prix den ersten Einzel-Titel ihrer Karriere. Eine Wiederholung in der Kür sollte es allerdings nicht geben. Nach drei Tagen Dauerregen machten die elektrischen Leitungen am finalen Sonntag nicht länger mit. Um 13 Uhr sollte die letzte Medaillenentscheidung in der Grand Prix Kür fallen – doch die Prüfung wurde frühzeitig abgebrochen, weil die Musikanlage den Wassermassen nicht mehr Stand hielt.

Bis zum Schluss war es ein spannender Zweikampf zwischen Deutschland und den Niederlanden. Noch vor gut sechs Wochen in Aachen hatten die Oranje-Reiterinnen im U25-Nationenpreis die Nase vorn. „Wir haben seit Aachen unsere Hausaufgaben gemacht, alle Reiterinnen und Pferde haben sich heute von ihrer besten Seite gezeigt“, freute sich Sebastian Heinze über den Mannschaftstitel. Für ihn ist es das erste Championat als U25-Bundestrainer. Vor allem die letzte Teamreiterin, Lisa-Maria Klössinger aus Aicha und ihr FBW Daktari, brachten „den Ritt ihres Lebens“ aufs Viereck. „So sollte Dressurreiten sein. Das war vom Allerfeinsten“, lautete das Urteil des Bundestrainers. Die 24-jährige Studentin aus Bayern und ihr zwölfjähriger württembergischer Wallach (von Donautanz) gingen als vorletztes Paar in dieser Intermediaire II an den Start und behielten die Nerven. Ihr fehlerfreier Auftritt wurde mit 76,5 Prozentpunkten belohnt, das beste Einzelergebnis des Tages.

Den Auftakt für deutsche Team hatten am frühen Nachmittag die EM-Debütanten Ninja Rathjens und Emilio gemacht. Die 23-jährige BWL-Studentin aus Barmstedt und ihr zehnjähriger Hannoveraner Wallach (v. Earl – Dynamo) lieferten zwar das Streichergebnis, erritten aber dennoch 69,605 Prozent. Juliette Piotrowski (Kaarst) und ihr Oldenburger Sir Diamond (von Sandro Hit – De Niro) gingen als zweites Paar für Deutschland an den Start. „Das war Juliettes beste Runde in diesem Jahr“, sagte Heinze. Lediglich einen leichten Fehler habe es bei den Zweierwechseln gegeben. „Da war ich für einen Moment nicht zu 100 Prozent konzentriert. Aber die Einerwechsel klappten im Anschluss ja wieder super“, sagte Piotrowski, die mit 72,842 Prozent am Ende das viertbeste Einzelergebnis lieferte. Etwas eng wurde es im deutschen-niederländischen „Duell“ nach den dritten Team-Startern. Für Deutschland reihten sich Bianca Nowag (Ostbevern) und ihre westfälische Stute Fair Play RB (von Fidermark) mit 71,658 Prozent zunächst hinter Piotrowski ein, am Ende wurden sie Achte. „In der Pirouette hatte sich Fair Play kurz geschüttelt, vielleicht war es der Regen. Aber ansonsten ist auch Bianca super geritten“, sagte Heinze. Und auch Nowag, Stipendiatin der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und seit Kurzem Mitglied der Perspektivgruppe Dressur, war glücklich: „Ich bin sehr, sehr gut zufrieden und freue mich, dass wir eine sichere Runde für das Team liefern konnten.“

Einzel-Gold für Lisa-Maria Klössinger
Von einer Schockstarre in die nächste, so lässt sich die Gefühlswelt von Lisa-Maria Klössinger (Aicha) wohl am besten beschreiben. „Das ist alles noch gar nicht richtig bei mir angekommen“, sagte die 24-Jährige nach ihrem Triumph. „Mit Mannschaftsgold haben wir uns schon einen Traum erfüllt. Danach habe ich gedacht, alles was jetzt noch kommt ist ein Bonus. Ich wollte mein Pferd so gut es geht vorstellen und hatte schon in der Prüfung ein sehr, sehr gutes Gefühl. Als dann die Prozente kamen war ich platt. Ich bin einfach nur stolz auf Daktari und darauf, dass er hier so toll mitmacht. Selbst in der Siegerehrung spitzte er noch die Ohren und war voll motiviert.“ Als siebtes Paar legten Klössinger und ihr württembergischer Wallach erneut eine mustergültige Runde vor, die mit 76.837 Prozent bewertet wurde. Ihre wohl stärkste Konkurrentin, die Niederländerin Anne Meulendijks mit MDH Avanti, Nummer eins der U25-Weltrangliste, kam wie schon in der Teamprüfung mit 74 Prozent am dichtesten an Klössinger heran und holte Silber vor dem Spanier Juan Matute Guimon mit Quantico Ymas (72,628 Prozent).

Für Klössingers Teamkolleginnen Piotrowski und Rathjens gab es zwar keine Medaille, aber auch sie sicherten sich einen Platz in der Kür. Im Grand Prix hatten Juliette Piotrowski und Sir Diamond wie schon im Team-Wettbewerb mit den Galoppwechseln zu kämpfen und kamen auf ein Ergebnis von 70,814 Prozent. Ninja Rathjens und Emilio steigerten sich laut Heinze im Vergleich zum Vortag noch einmal und belegten mit 70.116 Prozent Rang elf. „Ich bin mit meinen beiden Ritten sehr zufrieden, auch wenn wir ein paar doofe Fehler hatten. Aber Emilio ist erst zehn Jahre alt und es ist für uns beide das erste Championat. Alles ist neu und uns fehlt ein bisschen die Routine. Wir lernen beide noch voneinander und wachsen zusammen in den Sport hinein. Aber wir haben hier ein tolles Team von den Trainern bis zum Tierarzt. Das macht echt Spaß und die Stimmung ist super“, sagte Rathjens.

Pech hatten einmal mehr Bianca Nowag (Ostbevern) und Fair Play RB. Mit einigen Fehlern reihten sie sich auf Rang 19 ein. Vor allem das Wetter machte Reitern und Pferden am Grand-Prix-Tag das Leben schwer. Beinahe die gesamte Prüfung über regnete es, wie schon am Tag zuvor im Team-Wettbewerb, und auch die ganze Nacht durch bis kurz vor Ende des Grand Prix‘. Während vor der Abreise nach Österreich in Deutschland noch fast 30 Grad herrschten, fiel die Temperatur in Lamprechtshausen auf kühle 13 Grad ab. „Dieses nasskalte, klamme Wetter hat auch Fair Play heute zu schaffen gemacht, sie fühlte sich schon auf dem Vorbereitungsplatz nicht ganz wohl. So schlichen sich dann leider Fehler bei den Zweierwechseln und auf der letzten Mittelinie ein. Das ist natürlich sehr schade für die beiden“, sagte Sebastian Heinze.

Springen

DJM Springen: Staack, Haunhorst, Braunert und Gut sind die neuen Meister

Nachwuchsspringreiter kämpften in der Aachener Soers um die Titel

Aachen (fn-press). Die neuen Deutschen Meister der Nachwuchsspringreiter stehen fest, drei der vier Titel gewinnen junge Damen im Springsattel. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen sicherte sich Anna Braunert die Goldmedaille bei den Children. Lea-Sophia Gut heißt die Meisterin der Ponyspringreiter, Max Haunhorst ist der neue Meister der Junioren. Bei den Jungen Reitern setzte sich Frederike Staack durch.

Anna Braunert und Asterix aus Oldenburg in Schleswig-Holstein haben die Deutsche Meisterschaft der Children (U14) für sich entschieden. Die 14-Jährige und ihr elf Jahre alter Hengst blieben in allen Springen der DJM in Aachen fehlerfrei. Lilli Collee aus Eberstadt und Barry Brown Escaille gewinnen nach einem spannenden Stechen mit sechs Reitern die Silbermedaille. Chiara Reyer aus Westerkappeln und Cederic gewinnen Bronze.

Das Finale der Children bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen hatte noch einmal alles durcheinander gewürfelt. Während in der zweiten Wertungsprüfung am Samstag viele Nullfehlerritte zu sehen waren, gab es in den finalen Umläufen doch einige Hindernisfehler oder Verweigerungen zu verzeichnen. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Kinder hier im Finale so schwer tun. Der Parcours ist anspruchsvoller gewesen als am Samstag, es sind deutlich mehr Fehler passiert. Aber am Ende haben wir wirklich guten Sport gesehen und die richtige Reiterin steht vorne. Das Stechen zum Abschluss hier war wirklich spannend“, sagt Children-Bundestrainer Eberhard Seemann. Anna Braunert und Asterix waren das einzige Paar, das nach vier Runden im Springparcours null Punkte auf dem Konto hatte. „Asterix hat mir immer ein tolles Gefühl gegeben und bis zum Ende gekämpft. Er ist toll und gibt immer alles“, sagte die Deutsche U14-Meisterin. Sechs Paare folgten den beiden mit vier Fehlern. Sie alle mussten um Silber und Bronze stechen. Lilli Collee setzte alles auf eine Karte und sicherte sich mit Barry Brown Escaille Silber, Bronze ging an Chiara Reyer und Cederic.

Lea-Sophia Gut gewinnt bei den Ponys
Lea-Sophia Gut aus Baden-Württemberg ist die neue Deutsche Meisterin der Pony-Springreiter bis 16 Jahre. Im Stechen setzte sie sich mit ihrem erfahrenen Pony Salvador gegen die Rheinländerin Hanna Schumacher mit High Dream N durch. Bronze ging Leonie Gruber aus Hessen mit AMD My Midnight Lady.

Fehlerfrei bis zum Stechen blieben nur Lea-Sophia Gut (Biberach) und Hanna Schumacher (Bottrop). Die beiden mussten ins Stechen um die Goldmedaille, in dem beide etwas mit ihren Nerven zu kämpfen hatten. Lea-Sophia Gut und ihrem 19 Jahre alten Pony Salvador unterliefen 16 Strafpunkte. Doch Hanna Schumacher, die als Letzte in den Parcours ging, hatte noch mehr Pech: Eine Verweigerung und drei Springfehler waren das Resultat im Stechen, so dass Lea-Sophia Gut Gold gewann und Hanna Schumacher auf dem Silberrang landete.

In einer sehr komfortablen Ausgangssituation befand sich Leonie Gruber, die gemeinsam mit drei Reiterinnen aus Westfalen, nämlich Pia Alfert, Lisa Schulze-Topphoff und Bo Chiara Gröning ins Stechen um die Bronzemedaille einreiten musste. All ihre Vorgängerinnen kassierten Springfehler, allesamt an der zweifachen Kombination am Ende des Parcours. Leonie Gruber und My Midnight Lady mussten den Parcours nur ohne Hindernisfehler beenden. Das gelang ihnen und trotz dreier Zeitfehler sicherten sie sich Bronze.

Frederike Staack U21-Meisterin mit H.W.’s Saskia
Frederike Staack aus Steinfeld und H.W.’s Saskia sind die neuen Deutschen Meister der Jungen Reiter im Springen, Henry Delfs holte mit D Consuela die Silbermedaille, Bronze ging an den Vorjahressieger Sven Gero Hünicke mit Sunshine Brown.

Sie hat am Ende die Nerven behalten: Frederike Staack und H.W.’s Saskia drehten im Finale der DJM zwei Nullrunden gedreht und sicherten sich so die Goldmedaille in der U21-Wertung. Die 20-Jährige reitet aktuell für den Stall von Paul Schockemöhle in Steinfeld, eigentlich schlägt ihr Herz aber auch für Schleswig-Holstein, schließlich kommt sie gebürtig aus Stormarn. Von Paul Schockemöhle wird ihr auch ihr aktuelles Erfolgspferd, die 12-jährige Stute H.W.’s Saskia (v. Stakkato) zur Verfügung gestellt. „So ein deutscher Meistertitel bei den Jungen Reitern ist schon das Größte, was ich bisher erreicht habe, das bedeutet mir viel. Saskia fühlt sich scheinbar hier in Aachen richtig wohl, sie ist an allen Tagen toll gesprungen. Sie ist das ganze Jahr über sehr konstant gegangen, macht unheimlich wenig Fehler und hat einfach alles, was man von einem tollen Sportpferd erwarten möchte“, sagte Frederike Staack über ihr Pferd. Die beiden waren bereits im Finale von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport im Rahmen des CHIO Aachen in diesem Jahr erfolgreich. „Frederike hat in diesem Jahr über die U25-Tour eine super Entwicklung gemacht und hat gezeigt, dass sie eine sehr würdige Deutsche Meisterin ist und absolut an die Spitze gehört“, bewertete Bundestrainer Peter Teeuwen die neue Deutschen Meisterin. Auch dem Silbermedaillen-Gewinner, Henry Delfs aus Steinburg in Schleswig-Holstein, zollte der Bundestrainer Lob: „Henry hat sich das Jahr über kontinuierlich aufgebaut und hier jetzt seinen Jahreshöhepunkt gehabt.“

Sven Gero Hünicke (Fehmarn) und Sunshine Brown, die Deutschen Meister von 2016, hatten das Feld der Jungen Reiter nach dem ersten Umlauf noch angeführt. Ein Abwurf im Finale an der Dreifachen Kombination bedeutete am Ende jedoch die Bronzemedaille für die beiden. „Es ist immer wieder bewundernswert, wie unheimlich gut dieses Paar aufeinander abgestimmt ist und solche Aufgaben wie den Parcours hier meistert“, sagte Teeuwen.

Max Haunhorst ist neuer Junioren-Meister
Der erste Meister der Deutschen Jugendmeisterschaften in Aachen stand bereits am Samstag fest. Max Haunhorst aus Hagen am Teutoburger Wald und Chaccara sicherten sich die Goldmedaille bei den Junioren. Anna-Maria Grimm gewann mit Meteor H Silber, die Bronzemedaille ging an Matthis Westendarp mit Stalido.

War das spannend! Mit der erst acht Jahre alten Stute Chaccara ritt sich der 17-Jährige Max Haunhorst aus Hagen a.T.W. bei Osnabrück nach zwei Wertungsprüfungen in die Führungsposition. Im ersten Umlauf des Finales unterlief dem Paar allerdings ein Abwurf, so dass zunächst Linn Hamann (Ammersbek) als Führende in den zweiten Umlauf startete. In diesem wurde noch einmal bunt durchgemischt. Matthis Westendarp (Wallenhorst) und der Hannoveraner Stalido kämpften sich mit insgesamt neun Punkten auf den Bronzerang. Anna-Maria Grimm (Rödermark) und Meteor H hatten im finalen Umlauf lediglich Zeitfehler zu verzeichnen, so dass sie sich mit 8,29 Punkten die Silbermedaille sicherten. Max Haunhorst bewies gute Nerven im zweiten Umlauf und blieb fehlerfrei, Linn Hamann unterliefen zwei Springfehler. Das bedeutete den Titel für Haunhorst und Rang fünf für Hamann. „Heute hat wirklich alles zusammen gepasst“, sagte Haunhorst, der direkt nach der Meisterehrung von seinen Kollegen im Wassergraben getauft wurde. „Ich habe erst noch gar nicht realisiert, dass ich gewonnen habe. Chaccara ist für ihre acht Jahre sehr sicher und hat toll mitgekämpft.“ Für ihn sei der Start in Aachen etwas Besonderes, sagte er: „Wenn man bedenkt, wie viele tolle Pferde hier schon gegangen sind und wie viele großartige Dinge hier schon passiert sind, ist es wirklich ein großartiges Gefühl hier reiten zu dürfen.“

Lob gibt es auch von Bundestrainer Peter Teeuwen: „Am Ende zeigt sich, dass mit Max der routinierteste Reiter gewonnen hat. Wir haben hier eine sehr breite Spitze gehabt und wie die Ergebnisse zeigen, waren die letzten zehn Reiter im zweiten Umlauf in der Lage, Deutscher Meister zu werden.“

Springwettbewerbe von Rasen auf Sand verlegt
Eigentlich sollten alle Springwettbewerbe der DJM auf dem Rasenplatz ausgetragen werden, der während des CHIO Aachen als Fahrstadion genutzt wird. Aufgrund des starken Regens wurde nach dem Springen der Jungen Reiter am Samstagvormittag entschieden, auf den Sandplatz zu wechseln.

 

Vielseitigkeit

Franca Lüdeke erste Deutsche Amateur-Meisterin Vielseitigkeit

Bettina Hoy und Seigneur Medicott gewinnen offene CIC2*-Prüfung in Langenhagen

Langenhagen-Twenge (fn-press). Zwei Wochen vor der Premiere der Deutschen Amateur-Meisterschaften Dressur und Springen in Dagobertshausen ist in Langenhagen-Twenge bei Hannover bereits der Titel in der Vielseitigkeit vergeben worden. Erste Deutsche Amateur-Meisterin ist Franca Lüdeke (Warendorf). Mit ihr standen außerdem Karsten Jaspers (Silber) und Simone Boie (Bronze) auf dem Treppchen.

„Wir können auch schlechtes Wetter!“ stellte Marc Dennis Münkel zum Abschluss des dreitägigen Turniers fest, das den Turnierleiter nicht nur wegen der erfreulich hohen Beteiligung, sondern auch aufgrund der starken Regenfälle vor eine echte Herausforderung gestellt hatte. Dass man in Langenhagen auch „Meisterschaften kann“, haben die Organisatoren auch schon in früheren Jahren bewiesen. So waren sie z.B. 1995 die ersten Ausrichter der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Vielseitigkeit, damals noch eine Große Vielseitigkeitsprüfung Klasse M, und noch etwas früher, 1992, Gastgeber einer Junioren-Europameisterschaft. Damals für Deutschland am Start war auch Maria Hayessen, damals noch unter ihrem Mädchennamen Mehrdorf. Nun, 25 Jahre später, war sie in Twenge wieder dabei. Zusammen mit ihrem Schwager, dem Tierarzt Clemens Hayessen und 15 weiteren Paaren gehörte die studierte Apothekerin zum Starterfeld der Amateure. „Wir wären sowieso nach Langenhagen gefahren, weil es ein so schönes Turnier ist, aber durch die Meisterschaft war der Anreiz nochmal höher. Gerade in der Vielseitigkeit haben wir es ja auch in den Ein- und Zwei-Stern-Turnieren immer mehr mit Profis zu tun“, sagte sie. Nach Dressur und einem fehlerfreien Springen führte sie punktgleich mit Franca Lüdeke mit Cero Song das Feld an, „verbummelte“ jedoch im Gelände etwas zu viel Zeit („Es war die erste Zwei-Sterne-Prüfung für das Pferd“) und wurde am Ende mit 67,3 Minuspunkten Sechste. Franca Lüdeke gelang dagegen eine nahezu fehlerfreie Runde. Nur 0,8 Strafsekunden kamen zum Ergebnis aus Dressur und Springen hinzu. Mit 47,7 Minuspunkten waren ihr der Sieg und der Titel der erste Deutschen Amateur-Meisterin nicht zu nehmen. Wie Maria Hayessen war auch Lüdeke als Nachwuchsreiterin in der Vielseitigkeit erfolgreich und reitet bis heute neben ihrem BWL-Studium immer ein oder zwei Pferde im internationalen Sport. „Ich habe mich sehr gefreut, als ich entdeckt habe, dass es in Langenhagen diese Meisterschaft gibt. Das ist eine tolle Chance für alle Amateure“, sagte Franca Lüdeke, die neue Deutsche Meisterin.

Ebenfalls schnell unterwegs im Gelände war auch der 52-jährige Landwirt Karsten Jaspers aus Westerstede mit seinem Oldenburger Hengst Duke’s Delight, einem Sohn des Vollblüters Duke of Hearts xx, mit dem er im vergangenen Jahr zu den Teilnehmern an der WM Junger Vielseitigkeitspferde in Lion d’Angers zählte. Mit 51,8 Minuspunkten rückte er vom vierten Platz nach Dressur und Springen auf Platz zwei vor und sicherte sich damit den Titel des Deutschen Amateur-Vizemeisters. Damit überrundete er auch die 26-jährige Industriekauffrau Simone Boie aus Hünxe, für die es mit insgesamt 56,0 Minuspunkten bei Platz drei und damit Bronze blieb. Mit ihrem zehnjährigen Oldenburger Scotch (v. Solos Landtinus) hat Boie einen wahrhaft vielseitigen Partner unter dem Sattel. Gemeinsam wurden sie nicht nur im vergangenen Jahr Rheinische Meister, sondern feierten auch Erfolge in Springprüfungen bis zur Klasse S und in der Dressur bis zur Klasse M.

„Es war trotz des teilweise schlechten Wetters eine sehr würdige erste Deutsche Amateur-Meisterschaft. Mit 17 Teilnehmern lag die Beteiligung zwar noch etwa unter unseren Erwartungen, aber die Resonanz war insgesamt sehr positiv. Ich glaube, dass sich das erst noch herumsprechen muss. Insofern freue ich mich sehr, dass die auch Deutsche Amateur-Meisterschaft auch im kommenden Jahr wieder in Langenhagen stattfinden wird“, zog Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) ihr Fazit.

Bettina Hoy siegt im CIC2*
In der offen ausgeschriebenen Abteilung des CIC2* siegte Bettina Hoy (Rheine), die ihrem Westfalen Seigneur Medicott nach der vorzeitig geendeten EM in Strzegom mit Langenhagen eine schöne Motivationsrunde bieten konnte, insbesondere nachdem der sonntägliche Geländeritt dann endlich von der Sonne beschienen wurde. Das Paar beendete die Prüfung mit seinem Dressurergebnis von 26,6 Minuspunkten und verwies damit die ehemalige Deutsche Meisterin Julia Mestern (Rohlsdorfer Beek) mit Iwest Grand Prix mit Abstand auf Platz zwei (40,5). Dritte wurde die Schwedin Sarah Algotsson-Ostholt (Warendorf) mit ihrer mittlerweile 16-jährigen Schimmelstute Wega, mit der sie 2012 Silber bei den Olympischen Spielen gewinnen konnte (43,7).

 

Fahren

WM junger Fahrpferde: Drei Weltmeister aus Deutschland

Enfado P, Fortino und Da Vincy vorn

Mezöhegyes/HUN (fn-press). Was für ein Erfolg! Die deutschen Pferde errangen bei den Weltmeisterschaften junger Fahrpferde im ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes drei Mal Gold, zwei Mal Silber und zahlreiche weitere Top-Platzierungen. Weltmeister der Siebenjährigen wurde Enfado P mit Jovanca Marie Kessler, bei den Sechsjährigen ging der Sieg an Fortino und Marie Tischer, bei den Fünfjährigen standen Da Vincy und Bettina Winkler an der Spitze.

Insgesamt 14 deutsche Nachwuchspferde hatten die weite Fahrt in den äußersten Südosten der ungarischen Tiefebene angetreten. Zum dritten Mal war das ungarische Staatsgestüt Gastgeber dieses internationalen Championats. Für Enfado P, sächsisch-thüringisches Schweres Warmblut von Excellent P – Ginelli P (Züchter Gerd Pohlers, Reinholdshain) und Jovanca Marie Kessler (21, Friedewald) ein vertrautes „Pflaster“, waren die Beiden an gleicher Stelle doch schon 2015 Weltmeister und 2016 Vize-Weltmeister geworden. In diesem Jahr gelang nun wieder der Sprung auf das oberste Treppchen. Schon die Dressur hatte das Paar – einzige deutsche Starter im Feld der Siebenjährigen – souverän mit der Wertnote 8,14 gewonnen. Im Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen und einer Wasserdurchfahrt legten die Beiden noch „einen drauf“: 9,30 lautete hier das Ergebnis, 17,44 das Endergebnis. Silber ging mit 15,60 Punkten an den Lipizzaner Conversano Csaldo mit Vinzenz Dobretsberger (AUT) an den Leinen, Bronze an den in Schlesien gezogenen Hengst Eter und Weronika Kwiatek (POL). „Jovanca ist beide Prüfungen ganz hervorragend gefahren“, lobte Bundestrainer Dieter Lauterbach (Dillenburg). „Im Kombinierten Hindernisfahren lag keine Wertnote unter 9,0, es gab sogar die Traumnote 10.“

Sechsjährige Pferde: Platz eins und zwei für Marie Tischer
Vor einer Woche noch Zweite bei den DKB-Bundeschampionaten in Warendorf, fuhr die erst 19-jährige Marie Tischer (Neu-Isenburg) ihre beiden Pferde Fortino und Sky-Dweller bei der WM zu Gold und Silber. „Dass gerade die beiden jungen Fahrerinnen Marie und Jovanca hier so erfolgreich waren, zeigt wie immens wichtig die Erfahrungen aus nationalen und internationalen Nachwuchswettbewerben sind“, sagte Lauterbach. „Bei einem Championat in einen Kegelparcours zu fahren, ist schon etwas Besonderes und verlangt gute Nerven. Das klappt nur, wenn man mit solch einer Atmosphäre und Anspannung vertraut ist“. Marie Tischer (wie Kessler mit Medaillen bei der Nachwuchs-EM dekoriert) war es: Im Kombinierten Hindernisfahren erzielte sie mit Fortino (Deutsches Sportpferd v. Fidertanz – De Niro; Züchter: Andreas Ohar, Weimar) die Wertnote 9,0 und gewann mit insgesamt 16,57 Punkten das Finale. Mit Vize-Bundeschampion Sky-Dweller (Trakehner v. Hirtentanz – Herzruf; Züchterin: Simone Bell, Wiesbaum) hatte die 19-jährige die Dressur gewonnen und kam am Ende auf 14,71 Punkte. Bronze ging an die in Schlesien gezogene Stute Rebella und Bartlomiej Kwiatek (POL). Fünfte wurden Andreas Lannig (Hettstadt) und Dante.

Fünfjährige Pferde:
Von den DKB-Bundeschampionaten zu WM-Gold, das gilt auch für Da Vincy (Deutsches Sportpferd von Decurio – Rich Charly I; Züchter: Strauß und Winkler GbR, Greiz). Mit seiner Fahrerin Bettina Winkler (Greiz) gewann der Braune 2016 in Warendorf und holte sich nun WM-Gold. Erstmals mussten auch die Fünfjährigen in einem Kombinierten Hindernisfahren mit zwei festen Geländehindernissen – allerdings ohne Wasserdurchfahrt – antreten. Bettina Winkler und Da Vinci hatten aus der Dressur eine 8,0 mitgebracht, in der zweiten Prüfung erzielten sie die Wertnote 7,8. WM-Silber gewannen der Dressursieger (8,08) und amtierende Bundeschampion der Schweren Warmblüter Tara (Sachsen-Thüringen von Epilog – Lord Brown) und Karl-Heinz Finkler (Gardelegen) mit 15,68 Punkten. Bronze holten sich der Luxemburger Franz Schiltz und San Remo Royal (Westfale von Sir Donnerhall I – Dresemann; Züchter Adolf-Theo Schurf, Bedburg). Auf Platz vier folgte erneut Bettina Winkler, dieses Mal an den Leinen von Fee, Lars Krüger (Grumbach) und FST Laurin wurden Fünfte und Finkler belegte auch noch Platz sechs mit Tito Hedegaard.

„Alle deutschen Pferde sind in das Finale eingezogen“, freute sich Lauterbach. „Das deutsche Ausbildungssystem trägt auch im Fahrsport Früchte“. Der Coach war rundum zufrieden: „Herausragende Ergebnisse, tolle Stimmung im Team, ein sehr schöner Veranstaltungsort mit Top-Bedingungen und strahlender Sonnenschein bei 29 Grad.“

Voltigieren

DJM Voltigieren: Triple für Andrea Blatz

Nordheimer Trainerin holt mit ihren Schützlingen die Meistertitel mit dem Team, im Einzel und im Pas-de-Deux

Aachen (fn-press). Die großen Gewinner dieser Deutschen-Jugendmeisterschaften sind die Voltigierer vom RV Nordheim. Die Pferdeakrobaten von Trainerin und Longenführerin Andrea Blatz sicherten sich bei den Titelkämpfen in der Albert-Vahle Halle in Aachen drei von vier Titeln: Die Mannschaft aus Baden-Württemberg gewann den Teamwettbewerb, Mannschafts-Mitglied Mara Xander die Damenkonkurrenz. Bereits gestern hatten die Teammitglieder Anne Schlumbohm und Melanie Eger im Pas-de-Deux gewonnen. Der Sieg bei den Herren ging am abschließenden dritten Wettkampftag an den Ingelsberger Gregor Klehe.

Sieg beim Preis der Besten, Sieg bei diversen CVIs, Gold bei der Weltmeisterschaft in Ebreichsdorf, Rang vier bei der DM der Senioren – zum Saisonabschluss krönten sich die Nordheimer U18-Athletinnen schließlich heute noch mit dem Sieg bei der Jugend-Meisterschaft. Dabei sicherten sich die Baden-Württembergerinnen mit ihrem zehnjährigen Oldenburger Humphrey Bogart alle drei Tagessiege. In der Finalkür erturnten die Nordheimerinnen 8,913 Punkte und schlossen das nationale Championat damit mit 8,22 Punkten ab. Das war der deutliche Sieg vor dem Juniorteam aus Brakel. Die Westfalen um Longenführerin Anna Brinkmann kamen heute mit Dorian Grey auf 8,312 Punkte. In der Totalen waren dies 7,742 Punkte, die der Mannschaft Silber einbrachte. Die Bronzemedaille sicherte das Team Gut Waffenschmiede. Die Schützlinge von Longenführerin und Trainerin Sabine Steger zeigten die zweitbeste Kür (8,403) und schoben sich damit vom vierten Rang noch auf das Podest vor (7,59). Platz vier blieb der Mannschaft aus Köln-Dünnwald (Rheinland/7,445), gefolgt von Mainz-Ebersheim (Rheinland-Pfalz/7,352), Neuss-Grimlinghausen (Rheinland/7,321) und Ingelsberg (Bayern/7,319). Nordheim trägt sich damit als fünfte Mannschaft in die Siegerlisten einer DJM ein. Bei den bisherigen neun Meisterschaften war der Titel an die Mannschaften Peiler-Hamm (1 Titel), Ingelsberg (3), Neuss-Grimlinghausen (4) und Mainz-Ebersheim (1) gegangen.

Seinen Vorjahrestitel verteidigen konnte Gregor Klehe vom VV Ingelsberg. Der 16-jährige Münchner vom VV Ingelsberg ist damit nach Thomas Brüsewitz (2011 und 2012) erst der zweite Athlet in der DJM-Geschichte, dem dies gelungen ist. Am letzten Wettkampftag überzeugte der Vize-Weltmeister mit seinem Pferd Adlon und Longenführer Alexander Hartl mit 8,279 Zählern in der Pflicht und 8,83 Punkten in der Kür. Damit kam der Freistaatler auf insgesamt 8,185 Zähler und verdrängte seinen Vereinskameraden Jannik Liersch, der zuvor in Führung lag, auf Platz zwei. Der 15-Jährige aus Planegg – ebenfalls mit Adlon und Hartl am Start – verbuchte 8,04 Punkte in der Endabrechnung. Platz drei ging an den WM-Bronzemedaillengewinner Philipp Stippel vom Landesverband Westfalen. Der 17-Jährige aus Münster, der für den Verein Haus Getter antritt, voltigierte mit seinem Pferd Sir Valentin und Longenführerin Dina Menke zu insgesamt 7,674 Punkten.

Den Triumph bei den Damen holte sich ebenfalls die Titelverteidigerin. Mara Xander ist damit nach Gianna Meier (2012 und 2013) ebenfalls erst die zweite Juniorin, der dieses Kunststück gelang. Die 16-jährige Nordheimerin hinterließ bei diesen nationalen Titelkämpfen mit ihrem 16-järhigen Rheinländer Luigi und Andrea Blatz an der Longe einen souveränen Eindruck. Die Europameisterin turnte in allen vier Umläufen auf hohem Niveau und sicherte sich den Titel mit 8,181 Punkten. Rang zwei ging an die Rheinische Meisterin Fabienne Nitkowski mit ihrem Pferd Dantez und Longenführerin Iris Schulten. Die Lokalmatadorin gewann mit einer Traumrunde von 8,953 Punkten erneut die Finalkür und kam im Gesamtranking auf 8,096 Punkte. Die Bronzemedaille gewann Hannah Steverding (Herxheim) mit ihrem Pferd Wild Cookie und Longenführerin Sophie Kuhn für Rheinland-Pfalz mit 7,912 Punkten. Knapp geschlagen war am Ende Alina Roß vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern (7,902), gefolgt von Mona Pavetic (Rheinland/7,725) und Marie Dierßen (Hannover/7,665).

Bereits gestern hatte das Finale im Pas-de-Deux stattgefunden. Hier ging der Sieg an die Nordheimerinnen Anne Schlumbohm und Melanie Eger. Die amtierenden Mannschafts-Weltmeisterinnen turnten mit Humphrey Bogart und Longenführerin Andrea Blatz zu 7,654 Punkten in der Endwertung. Rang zwei ging nach Berlin-Brandenburg an die amtierenden Vize-Weltmeister Ronja Kähler und Julian Kögl (7,396). Bronze holten mit 7,058 Puntken Hannah Bidon und Jana Schumacher vom Landesverband Rheinland-Pfalz mit Lucky Dancer und Longenführerin Karin Kramp.

 

Reining

DM Reining: Titelkämpfe in Kreuth

Deutsche Meisterschaft Reining am 22. September 2017

Kreuth (fn-press). In Kreuth in Ostbayern werden auch 2017 wieder die Deutschen Meisterschaften Reining ausgetragen. Im Rahmen der German Open der Ersten Western Union (EWU) vom 16. bis 23. September ermitteln die Reiner in den Altersklassen Senioren, Junge Reiter und Junioren ihre neuen Meister.

Bei den Senioren holte sich 2016 erstmalig Julia Schumacher (Bitz) den Titel. Die 30-Jährige ließ im vergangenen Jahr in Kreuth mit Cours Little Tyke die gesamte nationale Konkurrenz hinter sich unter sicherte sich die Goldmedaille. Wie auch der amtierende deutsche Vizemeister Elias Ernst (Windeck) mit seinem Hengst USS Dun I gehörten auch Julia Schumacher und Cours Little Tyke zum erfolgreichen deutschen Team, das im August bei den Europameisterschaften in Givrins in der Schweiz Silber geholt hatte.Titelverteidiger bei den Jungen Reiter ist Maria Theresia Till (Leipzig) mit ARC Captain, bei den Junioren gewann Franziska Engel (Haunstein) mit KD Whizoffthefuture den Titel.

Wer sich 2017 den Titel bei den Senioren, Jungen Reitern und Junioren holt, entscheidet sich am Freitag, 22. September, denn ab 17.10 Uhr finden die Finalläufe der DM in der Ostbayernhalle in Kreuth statt.

Distanzreiten

Jugend-WM Distanz: Zwei deutsche Teilnehmerinnen

Moira und Nayla Al Samarraie starten in Italien

Valeggio sul Mincio/ITA (fn-press). Für die Nachwuchs-Distanzreiter steht der Saisonhöhepunkt bevor. Vom 22. bis 24. September finden die Weltmeisterschaften der Junioren und Jungen Reiter in Valeggio sul Mincio am Gardasee in Italien statt.

Auf die Jugendlichen und ihre vierbeinigen Athleten wartet ein 120 Kilometer langer Ritt. Für Deutschland gehen die 19-jährige Moira und die 17-jährige Nayla Al Samarraie aus Rotenburg an der Fulda an den Start. Die Schwestern sind Mitglied der im Frühjahr neu geschaffenen Perspektivgruppe Distanzreiten und haben bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften im Juni in Neustadt-Dosse Gold und Silber gewonnen. Moira Al Samarraie startet mit der 15-jährigen selbstgezogenen Stute Zarah, die schon mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Joana international erfolgreich unterwegs war. Nayla reitet die zehnjährige Stute Warsana, die ebenfalls von ihrer Familie selbst gezogen wurde.

Weitere Informationen unter www.italiaendurancefestival.com

 

Orientierungsreiten

EM Orientierungsreiten: Platz sechs für deutsches Junge Reiter-Team

TREC-Reiter trafen sich im fränzosischen Lamotte-Beuvron

Lamotte-Beuvron/FRA (fn-press). Mit Platz sechs (736 Punkte) bei den Europameisterschaften im Orientierungsreiten/TREC beendete das Team der deutschen Jungen Reiter das Championat im französischen Lamotte-Beuvron Anfang September. Gold ging an die Franzosen (1.122 Punkte), Silber an Spanien (1.041) und Bronze an Großbritannien (824). Beste deutsche Teilnehmerin war mit Platz 18 die als Einzelreiterin gestartete Viktoria Knizia mit Copshawholm Grey Dawn (Emmelshausen/Rheinland-Pfalz). Insgesamt nahmen 43 Reiter aus 11 Nationen teil.

Die deutschen Teamreiter trugen mit folgenden Ergebnissen zum Mannschaftsergebnis bei:
21. Platz: Imke Hellwig mit Rainbow Noel (Boppard/Rheinland-Pfalz), 270 Punkte
30. Platz: Bianca Wielatt mit Candy Sue (Baden-Württemberg), 237
31. Platz: Sarah Schmidt mit Ilmar (Homberg/Hessen), 229
33. Platz: Franziska Kunz mit Bijou (Leisel/Rheinland-Pfalz), 228

Die EM im Orientierungsreiten ist ein dreitägiger kombinierter Wettbewerb, der aus einem Orientierungsritt, einer Rittigkeits- und einer Geländeprüfung besteht. Das Orientierungsreiten ist eine Sparte des Pferdetourismus, weil die Reise zu Pferd, Wander- und Streckenritte im Mittelpunkt stehen. So prüfen die Wettbewerbe das Handwerkszeug des Wanderführers zu Pferd: Orientierung nach Karte und Kompass, Einschätzung der Entfernungen unter Berücksichtigung eines an die Topografie des Geländes angepassten Tempos sowie Ausdauer für den mehrstündigen oder mehrtägigen Ritt. Dabei geht es nicht darum, so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen, sondern verlangte Wegstrecken müssen in vorgegebener Zeit zielsicher und präzise gefunden werden, natürlich unter Beachtung des Schrittmaßes und der Kondition des Pferdes. Außerdem geht es um die selbstverständliche und effiziente Überwindung verschiedener Hindernisse, die sich in der Natur stellen können, zum Beispiel Baumstamm, Bergauf, Bergab, im Sattel oder auch an der Hand, dazu allerlei Tests, wie Slalom, Labyrinth, Stillstand, um Ausbildung, Einfühlungsvermögen, Gehorsam und Harmonie mit dem Pferd zu demonstrieren. Angesiedelt ist diese Outdoor-Sparte des Pferdesports bei der Internationalen Föderation für Pferdetourismus (Fédération Internationale de Tourisme Equestre/FITE).

Breitensport, Vereine und Betriebe

Deutsche HKM-Quadrillenchampionate: RV Kalthoff und St. Hubertus Wesel-Obrighoven sind Spitze

30. Auflage mit neuen Quadrillenteams am Start

Versmold (fn-press). Titel verteidigt und Titelverteidiger geschlagen: Das ist das Ergebnis der Deutschen HKM-Quadrillenchampionate, die am zweiten Septemberwochenende in Versmold ausgetragen wurden. Zum einen wiederholte der Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven seinen Vorjahressieg und gewann mit seinen acht Reiterinnen von Team I die Kategorie „Klassische Quadrillen“. Zum anderen musste er seinen Titel in der Kategorie „Themenquadrillen“ an die acht Reiterinnen des Reitvereins Kalthoff abgeben. Insgesamt gingen bei der 30. Auflage dieses Mannschafts-Wettbewerbes sieben Teams an den Start, sechs davon in der Kategorie „klassisch“.

Im Prinzip war es ein Zweikampf der Rheinländer und Westfalen, denn beide Siegerteams wurden auch Vize-Meister in den jeweiligen Kategorien. Zudem brachte Ausbilderin Helmi Abeck noch ein zweites Quadrillenteam an den Start, dessen acht Reiter in beiden Kategorien Dritte wurden. Nachwuchsarbeit gehört für Helmi Abeck dazu. Seit über 20 Jahren begeistert sie mit großer Leidenschaft Jahr für Jahr ihre Vereinsmitglieder für das Mannschaftsreiten zur Musik. Aber auch Beständigkeit gehört dazu: Sophie Abeck mit Perla, Monika Baumann mit Linus, Jana Fischer mit Rubia, Kristin Maiwald mit Cadeau Noir, Wibke Orth mit Rooney und Kira Stegemann mit Campione gehörten schon im letzten Jahr zum Siegerteam. Neu im Team waren Isabell Buchwald mit Focus und Kerstin Lepperhof mit Shakiro am Start. Die Vorstellung des erfolgreichsten Quadrillenchampionats-Teilnehmers wurde vom Richterpaar Elfriede Schulze-Havixbeck und Wilfried Gehrmann in der Kategorie „Klassische Quadrille“ mit 17,5 Punkten bewertet. Vizemeister RV Kalthoff kam hier auf 16,2 Punkte, Team II vom RV St. Hubertus Wesel-Obrighoven erreichte 15,6 Punkte.

Alle drei Teams gingen ein paar Stunden später auch in der Kategorie „Themenquadrille“ an den Start. Die Pferde waren schon einmal gegangen, die Paare kannten den Platz und so stieg das Notenniveau noch ein bisschen. Diesmal hatten die Damen vom RV Kalthoff die Nase vorn. 18 Punkte gab es für Mannschaftsführerin Gina Rosenkranz und ihre Reiterinnen Marei Flunkert mit Aida, Anna-Cleo Lehnhart mit Hesselteichs Calvin, Elisa Linneweber mit Bellina, Sophia Linneweber mit Delight, Leah Schultz mit Kira, Kimberly Sellin mit Nils, Antonia Tillmann mit Victor van Veken und Franziska Tillmann mit Laurie. Die schwarz-weiße Bekleidung vom Vormittag war nun bunten Kostümen gewichen passend zum Thema „Die Schöne und das Biest“. „So liebevoll und schön gestaltet“, so das Urteil der Extra-Kostümjury, gewannen die Sieger der Themenquadrille auch den „Kostümpreis“. Mit einer Quadrille zum Thema „Musical-Mix“ holte sich Team I vom RV St. Hubertus Wesel-Obrighoven den Vizetitel bei den Themenquadrillen und Team II erreichte 16,5 Punkte und Platz drei. Deren Thema war Zirkus. Ein Thema, das offensichtlich begehrt ist, erlaubt es doch viele Gestaltungsfreiheiten. Gleich drei Mannschaften präsentierten Quadrillen mit diesem Motto. Gisela Hinnemann, für das FN-Präsidium, begleitete den Nachmittag mit Begeisterung und freute sich den Siegern und Platzierten persönlich gratulieren zu können.

„Zum einen ist es sehr erfreulich, dass vier neue Quadrillenteams genannt haben. Zum anderen erlebt man hier, wie sehr das Mannschaftserlebnis die Teilnehmer und auch deren Stall- und Vereinsleben begeistert und schon als Gewinn betrachtet werden. Auch wenn nicht alles klappte, die Freude und der Spaß mit vielen lachenden Gesichtern standen eindeutig im Vordergrund“, resümierte Annette von Hartmann, bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zuständig für das Quadrillenreiten, die 30. Auflage der Quadrillenchampionate. Besonders freut sie sich, dass diese für die nächsten Jahre bis 2021 eine Heimat in Versmold gefunden haben. „Hier sind einfach optimale Bedingungen, die zwei Wettbewerbe passen hervorragend in das Teamkonzept der Gesamt-veranstaltung und der Ort ist gut erreichbar.“

Die Noten beim Quadrillenreiten setzen sich aus der A- und der B-Note zusammen. Steht bei der A-Note der reiterliche Wert im Vordergrund, so ist die B-Note quasi der künstlerische Wert der Darbietung. Bewertet werden hier neben Gehorsam, Losgelassenheit und Durchlässigkeit der Pferde, Sitz und Einwirkung der Reiter sowie Harmonie, Herausgebrachtsein und Zusammenpassen von Reitern und Pferden, die Choreografie der Quadrille. Das sind der inhaltliche Ideenreichtum, die Einteilung des Vierecks, die Linienführung und die Übereinstimmung der Bewegungsabläufe mit der Musik. Hinzu kommt der Gesamteindruck: die musikalische Untermalung und die disziplinspezifische Leistung. Bei der A-Note bewerten die Richter die drei Grundgangarten inklusive der Ausführung der Pflichtlektionen der auf A-Niveau gerittenen Quadrillen, Sitz und Hilfengebung der Reiter sowie das Gerittensein der Pferde – also Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Durchlässigkeit, Gehorsam.

Die Deutschen Quadrillenchampionate werden seit 1987 jährlich ausgetragen. Die Kategorie „Klassische Quadrille“ ist ganz traditionell ausgeschrieben. Das heißt, ein Team besteht aus vier, sechs oder acht Reitern, die Kleidung ist klassisch schwarz-weiß und die Musik passend zu den Gangarten und zur Bewegung der Pferde zu wählen. Anders in der Kategorie „Themenquadrille“: Die Vorführung kann unter ein durchgängiges Musikmotto gestellt werden, das durch Kostüme zusätzlich unterstrichen wird. Beide Quadrillen-Wettbewerbe werden auf A-Niveau geritten. Die Kostümbewertung wird durch eine Extra-Jury vorgenommen.

Ergebnis „Klassische Quadrille“:
1. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven I / Rheinland; 17,5 Punkte
2. Landwirtschaftlicher Reitverein Kalthof / Westfalen; 16,2
3. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven II / Rheinland; 15,6
4. Reitverein Voxtrup / Weser-Ems; 15,4
5. Team Bremen / Bremen; 15,1
6. Reitverein Rietberg / Westfalen, 13,8

Ergebnis „Themenquadrille“:
1. Landwirtschaftlicher Reitverein Kalthof / Westfalen mit „Die Schöne und das Biest“; 18 Punkte
2. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven I / Rheinland mit „ Musicals“; 17,2 Punkte
3. Reitverein St. Hubertus Wesel-Obrighoven II / Rheinland mit „Walt Disney“; 16,5
4. Team des Kreisreiterverbandes Lippstadt /Westfalen mit „Die Schöne und das Biest“; 16,3
5. Reitverein Rietberg / Westfalen mit „Manege frei“ ; 15,2
5. Team Bremen / Bremen mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“; 15,2
7. Reitverein Flandersbach mit „Zirkus“/ ;14,5

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht

Unter www.pferd-aktuell.de/fn/presse finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2017 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Quelle: FN-press

Welt-, Europameister und Olympiasieger treffen auf junge Reiter, die sie sehr gerne beerben würden – so kann man die Teilnehmerliste des Riesenbeck International Indoors** interpretieren. Vom Donnerstag, 28. September, bis Sonntag, 1. Oktober, wird vier Tage lang ganztägig Springsport vom Feinsten angeboten. Internationale Spitzenreiter wollen zum Auftakt der Hallensaison unter besten Bedingungen ihre Pferde vorstellen und sie gleichzeitig auf die Winterperiode vorbereiten – und die jungen Talente versuchen dabei, durch gute Resultate auf sich aufmerksam zu machen.

Natürlich ist der vierfache Olympiasieger und Organisator, Ludger Beerbaum, am Start. Mit ihm werden seine Reiter Christian Kukuk, Richard Vogel, Tadahiro Hayashi und Ehefrau Arundell Beerbaum ihre besten Pferde satteln. Wer sich auf den Sieger des Grand Slam-Turniers von Calgary, Philipp Weishaupt, freut, muss sich bis Sonntag gedulden. Der erste Bereiter im Stall Beerbaum ist zeitgleich beim Nationenpreisfinale in Barcelona für Deutschland beschäftigt. Dafür kommen Olympiasieger und Weltmeister Jeroen Dubbeldam (NED), dessen Landsmann, Gerco Schröder, der 2012 mit seinem Hengst London in London zwei Silbermedaillen (Einzel und Team) gewinnen konnte, die ganzen vier Turniertage.

Der frischgebackene Mannschaftssieger der Europameisterschaften von Göteborg, Connor Swail (IRE), wird erstmals in Riesenbeck erwartet. Altbekannt und sehr beliebt ist der zweifache Bronzemedaillengewinner von Olympia 2004, Marco Kutscher, der gern an seine alte Wirkungsstätte zurückkommt.

Noch jung, aber schon erfahren, ist Maurice Tebbel. Der Mannschaftssieger des Nationenpreises beim CHIO Aachen und EM-Teilnehmer ist schon Stammgast in Riesenbeck. Er kommt als Titelverteidiger des Jahres 2016. Noch neu und vielleicht ein bisschen aufgeregt ist der frischgekürte Deutsche Meister der Junioren, Max Haunhorst, der erstmals am Start unter vielen Championatsreitern ist. Was wäre ein Turnier ohne dreimal Nieberg aus Münster? Papa Lars, zweifacher Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen mit der Mannschaft, bringt seine Söhne Max und Gerrit mit.

Turnierleiter Karsten Lütteken erwartet mit seinem Team wieder etwa 100 Reiter, die mit 350 Pferden anreisen werden. Als Höhepunkt für die Reiter aus der Gegend gilt das Finale der L&S-Amateurtour, für das sich die Reiter bei Prüfungen im ganzen Jahr qualifizieren mussten.

Insgesamt werden 16 Prüfungen, darunter drei Springen für junge Pferde, an den vier Turniertagen angeboten.

Sportliche Highlights sind jeweils die Abend-Springen Freitag und Samstag ab 20:00 und der Große Preis von Riesenbeck am Sonntag um 15:00 Uhr. Der Große Preis am Sonntagnachmittag ist ein Longines Weltranglistenspringen.

Am Freitagabend gilt es dann, den Tagessieger zu feiern, mit den Aktiven gemeinsam ins Wochenende zu starten. Direkt im Anschluss an die letzte Prüfung laden die Veranstalter ein zu einer Parcours-Party mit einem DJ-Duo – am Freitag ist der Eintritt zum Sport und zur Party kostenfrei.

Tickets kosten samstags 5 € / sonntags 10 €. (Bestellung unter: www.riesenbeck-international.com)

Quelle: Pressebüro Susanne Strübel

Foto: RI/ Auftakt zur internationalen Hallensaison in Riesenbeck