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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

(Klein Roscharden) Ganz entspannt fing es an, das internationale Turnier in Klein Roscharden auf dem Zuchthof Klatte. Allerbestes Sommerwetter und hervorragende Plätze sorgten für einen guten Sportauftakt und lauter lächelnde Gesichter. Am meisten lächelten Elin Uppling und Dale Burnham. Die Schwedin und der Brite gewannen die ersten Prüfungen des CSI Klein Roscharden.

Mit internationalen Springen des CSI1* begann das Sport- und Auktionswochenende in Klein Roscharden, das buchstäblich aus allen Teilen der Welt Reiterinnen und Reiter anlockt. Der 30 Jahre alte Dale Burnham gewann mit Calinka vh Maarlo Z das klassische internationale Fehler/ Zeit-Springen. Knapp dahinter folgte schon der beste deutsche Reiter: Benjamin Wulschner, der seit wenigen Wochen auf dem Schloss Wendorf in Mecklenburg-Vorpommern zuhause ist, pilotierte den dunkelbraunen Hengst Consotho durch den Parcours und auf Platz zwei.

Elin Uppling, die 2008 bereits schwedische Farben bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter vertreten hatte, sorgte für den Amazonensieg zum Auftakt. Sie vertraute dabei auf ein deutsches Pferd, auf die in Hessen gezogene Stute Pia Louisa. Das CSI lockt etliche erfolgreiche Reiterinnen und Reiter aus dem In- und Ausland an. So ist der Mannschaftswelt- und Europameister (2010, 2011), Carsten-Otto Nagel nach Klein Roscharden zum CSI gereist. Der neue Europameister der Jungen Reiter, Guido Klatte nutzt das „Heimspiel“ in Klein Roscharden und auch der junge Deutsche Vizemeister Philip Koch (Tasdorf) startet beim CSI in Niedersachsen.

Großes Interesse erzeugt die Fohlenkollektion der ESI-Auktion. Am Freitag ab ca. 12 Uhr werden die Fohlen auf dem Turnierplatz präsentiert, ab ca. 18.00 Uhr beginnt die Auktion für 92 Stut- und Hengstfohlen mit allerbesten Abstammungen.

Live dabei
Das CSI Klein Roscharden/ Lastrup ist live zu sehen beim Pferdesportportal ClipMyHorse.de. Informationen auch unter www.equievents.de in deutscher und englischer Sprache. Details zur ESI – Fohlenauktion am 26. August auch unter www.esiauction.com

Quelle: Comtainment GmbH

(Schenefeld)  So gut wie Sören von Rönnes Michel war sonst keiner. Der Reiter aus Holstein und der Holsteiner Hengst gewannen mit der Spitzennote 9,0 die Springpferdeprüfung Kl. M zum Abschluss des ersten Turniertages beim Sommerturnier Schenefeld. Besonderheit: Michel stammt aus der Zucht vom einstigen Mannschaftsweltmeister Sören von Rönne, ist ein Casall-Sohn aus einer Carthago-Mutter. „Michel ist aus einer Vollschwester von Cartani“, so Sören von Rönne, „und Taggi ist die Großmutter.“ Und schaut man noch den Vater Casall an, weiß man, dass Michel aus einer „Sportlerfamilie“ stammt.

Junge Pferde gefragt
Von Rönnes WM-Stute ging nach der Sportkarriere in die Zucht und lieferte auch in diesem Bereich beste Ergebnisse. Junge Pferde standen am ersten Turniertag in Schenefeld im Mittelpunkt. Vor allem die Springpferde fanden ein üppiges Betätigungsfeld und lockten bereits etliche Züchter und Experten auf das idyllische Turniergelände. Das glänzt in diesem Jahr mit tropischen Palmen, riesigen Sonnenschirmen und Loungeathmosphäre mit Blick auf den Turnierplatz. Mitten zwischen Hallen, Platz und Dressurbereich ist eine kleine, feine Ausstellung in weißen Pagodenzelten gewachsen. „Wir schauen uns unser Turnier jedes Jahr an und wir sind auch viel auf anderen Turnieren“, sagt Rainer Schwiebert, „wir wollen ja immer ein wenig besser werden von Jahr zu Jahr.“

Ab Freitag wird es beim Sommerturnier Horse & Classic höher und anspruchsvoller, denn dann geht es in den Grand Prix de Dressage und die Qualifikation zur Louisdor-Preis-Prüfung für acht bis zehn Jahre alte Dressurpferde. Im Parcours wird das erste von mehreren S-Springen entschieden und bei den Junioren und Jungen Reitern wird die Spannung steigen, denn für sie steht am Samstag und Sonntag die Premiere im ersten Drewke Future Cup auf dem Programm.

Ergebnisübersicht Sommerturnier Horse & Classic

1/2 Dressurprüfung Kl. S* – Prix St. Georges, Preis von Frau Renate Weber
1. Marion Op de Hipt (Kerken/RV Marschall Vorwärts Aldekerk/GER) auf Sir Oliver 11 782.50
2. Marion Loew (Göttingen/RV Hof Bettenrode e. V./GER) auf Danccini 782.00
3. Kristina Böckmann (Schenefeld/Elbdörfer u.Schenefelder RV e.V./FIN) auf Obreja’s Don Simeon 781.00
4. Marion Loew (Göttingen/RV Hof Bettenrode e. V./GER) auf Walk of Fame 21 774.50
5. Paula de Boer (Pinneberg/Garstedt-Ochsenzoller RuFV e.V./GER) auf Honduras 29 763.00
6. Sabine Rüben (Würselen/RUFG Falkenberg e.V./GER) auf San Schusro 756.50

20/1 Springpferdeprüfung Kl.L, LK 3+4, Preis der Luruper Nachrichten
1. Alexander Liebe (Wedel/Pony RV Roland-Wedel/GER) auf Carmela 4 8.40
2. Ferguson Burt (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./GBR) auf Balthazar de Fougnard 8.20
3. Claudia Wähling (Pinneberg/RV Am Bilsbek e.V.,Pinneberg/GER) auf Dark Air 8.10
4. Lisa-Minou Eggers (Ahrensburg/Reitstall Studt e.V., Ahrensfelde/GER) auf Colorato Diventano 8.00
4. Mathias Norheden Johannsen (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./DEN) auf Contonio 8.00
6. Natalia Stecher (Nordhastedt/RTC Ditmarsia e.V./GER) auf Cornaoma 7.90
6. Peter Glisic (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./AUT) auf Rocky Balboa 35 7.90

20/2-1 Springpferdeprüfung Kl.L, LK 1+2, Preis der Simon Mühlenroth KG
1. Volkert Naeve (Breiholz/RV Am Wittensee/GER) auf Chessina 3 8.70
2. Christian Hess (Heidmühlen/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./GER) auf Chakra 9 8.60
3. Dirk Ahlmann (Reher/RuFV Hanerau-Hademarschen u.Umg.eV/GER) auf Cannavaru 8.40
3. Kristin Kirchner (Schenefeld/Reit- & Turniergemeinschaft Friedri/GER) auf Chipman 2 8.40
5. Aurelio Gutierrez Garcia (Lentföhrden/RFV Eichengrund-Lentföhrden/ESP) auf Caderas 8.20
5. Jonas Panje (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./GER) auf Laurent Perrier 2 8.20
5. Christian Kleis (Wiemersdorf/RFV Eichengrund-Lentföhrden/GER) auf Carry On 13 8.20

20/2-2 Springpferdeprüfung Kl.L, LK 1+2, Preis der Simon Mühlenroth KG
1. Christian Hess (Heidmühlen/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./GER) auf Diacando 8.70
2. Peter Garbella (Quickborn/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./GER) auf Capitano D 8.50
2. Erin Characklis (Windeby/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./USA) auf Dorotheental’s Classica 8.50
4. Nisse Lüneburg (Hetlingen/RFV Uetersen u.U.von 1924 e.V./GER) auf Coco 298 8.30
4. Lena Timm (Münsterdorf/RV Breitenburg e.V./GER) auf Quanta 19 8.30
6. Frank Wagner (Rellingen/Reit- & Turniergemeinschaft Friedri/GER) auf Qazim 8.10
6. Alejandro Merli Soler (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./ESP) auf Südwind’s Apollo 8.10
2
2 7.90

Das Sommerturnier Schenefeld im Internet: www.esrv-online.com
Bei Facebook: https://www.facebook.com/Horse-Classic-110810512318904/?fref=ts
Am leichtesten finden Sie die Veranstaltung unter #SommerturnierSchenefeld.

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: ACP Pantel/ Sören von Rönne und Michel gewannen in Schenefeld die Springpferdeprf. Kl. M.

Es geht um unsere Pferde

Verden. „Das Pferd muss bleiben“ – Dieses Zitat, das Anfang der 60er Jahre die Pferdeleute zusammengeschweißt hat, hat auch heute noch seine Bedeutung. Am 9. und 10. September findet in Verden der Pferdeland-Niedersachsen-Tag statt und soll den Reitern, Züchtern und Pferdefreunden eine Stimme geben. Damals gingen die Pferdebestände drastisch zurück. Für das Pferd schien es in der modernen Welt keine Verwendung mehr zu geben. Glücklicherweise kam es anders. Die wirtschaftliche Bedeutung des Reitsports und die internationale Strahlkraft der niedersächsischen Pferdezucht sind nach wie vor wichtige Aushängeschilder des Bundeslandes.

Auch wenn die Situation gut 50 Jahre später eine ganz andere ist, ist es 2016 wieder wichtig die Interessen der gesamten Pferdebranche zu vereinen. Pferdesteuer, Mehrwertsteuer, eine Vielzahl von Verordnungen, der Wolf, eine sinkende gesellschaftliche Akzeptanz des Pferdesports, falsch verstandener Tierschutz. Es gibt viele Bedrohungen, die es den Pferdehaltern heute nicht leichter machen. Es gibt viele Probleme, die auch mit der Wahrnehmung der Pferdebranche in der Politik zusammenhängen oder durch politische Entscheidungen verursacht werden.
Der Pferdeland-Niedersachsen-Tag soll den Reitern, Pferdezüchtern und –freunden eine Stimme geben. Mit der „Verdener Erklärung“ wird Ministerpräsident Stefan Weil ein Positionspapier überreicht, welches die Bedeutung des Pferdes für das Land Niedersachsen herausstellen soll. Der „Wirtschaftsfaktor Pferd“ kann nur dann im vor- und nachgelagerten Bereich Arbeitsplätze schaffen oder erhalten, wenn die Rahmenbedingungen für die Pferdehaltung positiv gestaltet werden. Die Anwesenheit aller, denen das Pferd am Herzen liegt, ist am 9. und 10. September 2016 in der Niedersachenhalle in Verden unbedingt notwendig. Wenn wir gehört werden wollen, müssen wir sichtbar hervortreten.

Am Freitag, 9. September, nimmt sich Stephan Weil Zeit für die Pferde in Niedersachsen. Moderiert von Sandra Maahn und begleitet von Hengsten des Landgestüts Celle sowie der Polizeireiterstaffel Hannover nimmt er die bereits erwähnte „Verdener Erklärung“ zwischen 12.00 und 13.30 Uhr in der Niedersachsenhalle entgegen. Dabei wird er in einem kurzen Interview mit Frau Maahn einige Fragen zum Thema beantworten.

Im weiteren Verlauf findet im Forum der Niedersachsenhalle eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Politik statt. Vertreter der im Landtag vertretenen Fraktionen stellen sich den Fragen der Pferdefreunde. Parallel und anschließend gibt es in der Halle ein buntes und abwechslungsreiches Programm zu bestaunen.

Erstmals vertreten Wirtschaft und Pferdebranche ihre Interessen gemeinsam, denn im vorigen Jahr warf die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade, Frau Maike Bielfeldt, die Frage auf, wie es möglich wäre, das Pferd als Wirtschaftsfaktor in der Öffentlichkeit in Niedersachsen mehr in den Vordergrund  zu stellen. Dieser Gedanke bildete den Zündfunken für den 1.Pferdeland-Niedersachsen-Tag. Auf diesem Wege entstand die Zusammenarbeit der IHK Stade, der IHK Lüneburg-Wolfsburg, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Pferdeland Niedersachsen GmbH mit ihren sechs Gesellschaftern: Hannoveraner Verband, Oldenburger Zuchtverband, Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover, Pferdestammbuch Weser-Ems, Pferdesportverband Hannover und Pferdesportverband Weser-Ems.

Die Zusammenarbeit dieser einmaligen Allianz stellt eine Besonderheit dar und signalisiert, wie breit das Thema Pferd als Wirtschaftsfaktor aufgestellt ist. Weil es so viele Menschen betrifft, ist es das Ziel der Veranstaltung, dies vor großem Publikum und vor allem auch vor der Politik zu beleuchten. Eine Broschüre mit dem Titel „Wirtschaftsfaktor Pferd“ wird dieses untermauern.

Weitere Informationen: www.hannoveraner.com

Quelle: Hannoveraner Verband e.V.

(Schenefeld) Palmen, Sonnenschirme, sattgrüner Rasen und Temperaturen über 30 Grad Celsius –  das hat der Norden lange nicht gehabt, jetzt bietet das Sommerturnier Horse & Classic in Schenefeld genau dieses Flair. Am frühen Morgen nutzte die mehrmalige Olympiasiegerin und Ex-Weltmeisterin Nadine Capellmann in Schenefeld Sonne und etwas angenehmere Temperaturen, um ihre Pferde auf dem Prüfungsviereck zu trainieren.

Die Top-Reiterin nahm zehn Stunden Anreise auf sich, um von Würselen bei Aachen zum Sommerturnier nach Schenefeld zu kommen. Die erste Siege und Platzierungen sind auch schon verteilt: die US-Amerikanerin Erin Characklis sicherte sich gleich einen Doppelerfolg mit ihren jungen Pferden: sowohl mit Dorotheentals Classica, als auch mit Burlington Riverland gewann die Ausbilderin die erste und zweite Abteilung einer Springpferdeprüfung des Sommerturniers Horse & Classic. In Hamburg blieb der erste Dressurerfolg: Anna-Lena Kracht gewann mit Lord Landalon die Dressurprüfung Kl. M**.

Ergebnisübersicht Sommerturnier Horse & Classic

5 Dressurprüfung Kl.M**, Preis der Fa. Thielvoldt
1. Anna-Lena Kracht (Hamburg) auf Lord Landalon 2 708.50
2. Esther Maruhn (Brockel) auf Lionel Messi 698.00
3. Jasmin Hinrichsen (Quickborn) auf Chandras 679.50
4. Thomas von Samson (Pinneberg) auf Siebter Sinn 664.50
5. Louis Rohde (Huje) auf AMD Superb 663.00
6. Hannes Lütt (Kisdorf) auf Lucky Like 646.50

19/1 Springpferdeprüfung Kl.A**, LK 3+4, Preis gegeben von Philipp und Sarah Stut de Boer
1. Polydora Pardali (Pinneberg) auf Conan G 8.00
2. Henrike Blohm (Hodorf/RuFV Kremperheide) auf Lady Tina B 7.90
3. Deike Ahsbahs (Bokel) auf Diave 7.80
3. Mathias Norheden Johannsen (Elmshorn) auf Con Perito 7.80
5. Alexander Liebe (Wedel) auf Cool Jazz HS 7.70
6. Selma Schneider (Schenefeld) auf Cristin 3 7.60
6. Claudia Lauck (Pinneberg) auf Dejavue 56 7.60

19/2-1 Springpferdeprüfung Kl.A**, LK 1+2, Preis der Firma Karl Leisau KG
1. Erin Characklis (Windeby/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./USA) auf Dorotheental’s Classica 8.50
2. Manuela Kisse (Barmstedt/RFV Lutzhorn e.V./AZ) auf GK Charmeur 8.30
3. Jonas Panje (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./GER) auf Colourful Dreams 8.20
4. Alessa Köhnke (Hetlingen/RFV Uetersen u.U.von 1924 e.V./GER) auf Cosida 8.00
4. Jörg Sievertsen (Lentföhrden/Reit- u.Fahrverein Sörup eV/GER) auf Courd ‚da Len 8.00
4. Tim Markus (Wasbek/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./GER) auf Duncan 90 8.00
4. Christian Straub (Schenefeld/Nordd.u.Flottbeker RV/SUI) auf Enrico vA 8.00

19/2-2 Springpferdeprüfung Kl.A**, LK 1+2, Preis der Firma Karl Leisau KG
1. Erin Characklis (Windeby/TRSG Holstenhalle Neumünster e.V./USA) auf Burlington Riverland 8.40
2. Lena Timm (Münsterdorf/RV Breitenburg e.V./GER) auf Arcardia 4 8.30
3. Frank Wagner (Rellingen/Reit- & Turniergemeinschaft Friedri/GER) auf Valeni G 8.10
3. Christian Kleis (Wiemersdorf/RFV Eichengrund-Lentföhrden/GER) auf Carry On 13 8.10
5. Rasmus Lüneburg (Hetlingen/RFV Uetersen u.U.von 1924 e.V./GER) auf Carthagena 10 7.90
5. Takashi Haase Shibayama (Mözen/Reitgemeinschaft Böbs u.Umg. e.V./JPN) auf Chacco’s Captain 7.90
5. Kristin Kirchner (Schenefeld/Reit- & Turniergemeinschaft Friedri/GER) auf Chipman 2 7.90

Das Sommerturnier Schenefeld im Internet: www.esrv-online.com
Bei Facebook: https://www.facebook.com/Horse-Classic-110810512318904/?fref=ts
Am leichtesten finden Sie die Veranstaltung unter #SommerturnierSchenefeld.

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: ACP Pantel/ Doppelerfolg für Erin Characklis in Schenefeld – es gratulieren Rainer Schwiebert und Richter Werner Peters.

Für die jungen und unerfahrenen Pferde stellte das große Stadion in Kreuth mit seinen ansteigenden Zuschauerrängen ein Herausforderung dar, die erst bewältigt werden musste. Die Pferde und die Reiter konnten in diesem Ambiente viel Erfahrung sammeln. Mit dem besten Ergebnis beendete Uwe Schwanz mit dem 10 jährigen Dante von Dancing Dynamite die Prüfung.

Dante  wurde von Uwe Schwanz erst in diesem Jahr übernommen und im März erstmals in M** Prüfungen in Kreuth vorgestellt. Im Mai erfolgte der erste 3-Sterne Start und danach hohe Platzierungen in Qualifikationen der Stars von Morgen. Der Vater Dancing Dynamite hat selbst Grand Prix gewonnen und war 9 jährig im Finale des Nürnberger Burgpokal platziert.

Zweite in der Qualifikation der Stars von Morgen wurde Dr. Lysa Georg mit dem 11 jährigen San Serano einem San Remo Sohn. Die aus Baden-Württemberg stammende Lysa Georg ist eine reine Amateurin, lebt und arbeitet in Bayern. Für San Serano ist es die erste GP Saison.

Mit Fifth Avenue stellte Uwe Schwanz einen Rohdiamanten des Dressursports vor – einen wirklichen Star von Morgen – wie zu vermuten ist. Er wurde Dritter der Qualifikation. Der 10 jährige Fifth Avenue ist im Besitz von Katharina Hau, und wurde von ihr auch schon erfolgreich in Inter II Prüfungen vorgestellt und hat zudem mehrfach S gewonnen. Katrin Burger hatte das Pferd 6 jährig im Beritt und hat es bis M ausgebildet.

Konzept der Stars von Morgen voll bestätigt
Das Konzept junge Grand Prix Pferde und junge Grand Prix Reiter gegeneinander antreten zu lassen ist voll aufgegangen, auch unter dem Aspekt, dass der Vergleich mit Pferden und Reitern aus anderen Landesverbänden, die Reiter in der Ausbildung der Pferde weiter bringt.
Über die Serie Stars von Morgen sind etliche bekannte Grand Prix Pferde und Grand Prix Reiter in den großen Sport gekommen, wie zum Beispiel Unee BB, der mit Jessica von Bredow-Werndl derzeit die Olympischen Spiele in Rio anpeilt, oder auch U 25 Reiterinnen, wie Lisa Müller und Lisa-Maria Klössinger, die mit Birkhofs Dave bzw. New Lord die Serie gewinnen konnten.

Noch eine weitere Qualifikationen
Noch steht nur mehr eine weitere Qualifikationen der Serie an in München-Riem – in der Halle –an. Es wird die letzte Qualifikation sein.

Das Finale findet in diesem Jahr auf Gut Aichet statt und ist mit 5000 € dotiert. Neben der Siegerdecke, gespendet von Gut Riedbichl, erhalten die Gewinner der Qualifikationen einen Gutschein über 200 € der Juweliere Banki aus Nürnberg, die auch dem Sieger der Serie einen Ehrenpreis im Wert von ca. 1200 € überreichen werden.

Die Geldpreise und die Siegerdecken dieser Serie des bayerischen Reit- und Fahrverbandes werden gestiftet von Frau Claudia Reisbeck von Gut Riedbichl.

Die Stationen 2016:
03.-05. Juni 2016  Ludwigsburg-Monrepos/Baden Württemberg
09.-12. Juni 2016  Babenhausen
23.-26. Juni 2016  Brunnthal-Riedhausen
07.-10. Juli 2016  Ingolstadt-Hagau
28.-31. Juli 2016  Neu-Anspach (Wintermühle)/Hessen
18.-21. August 2016  Kreuth
23.-25. September 2016 München-Riem

Finale: 
21.-23. Oktober 2016  Gut Aichet

Stars von Morgen – Die Sieger der vergangenen Jahre:
2015 München-Riem, Lisa-Maria Klössinger mit New Lord
2014 München-Riem, Rudolf Widmann mit Briar Junior
2013 Nürnberg Consumenta, Lisa Müller mit Birkhofs Dave FBW
2012 München-Riem, Jessica von Bredow-Werndl mit Unee BB
2011 Gut Aichet, Uwe Schwanz mit Deauville
2010 Gut Aichet, Rudolf Widmann mit Wertheimer
2009 Gut Aichet, Verena-Maria Hinze, jetzt Holbe mit Leonardo
2008 Gut Aichet, Angela Hergeth mit Royal Classic
2007 Simbach, Michaela Beer mit Diamond Boy

Quelle: Sportmanagement-Agentur MACH DAMPF

Youth-Cup, Regioklassen, Bronze-Trophy Non Pro und Open werden außerdem ausgetragen

(hpv). Alexander Ripper (Heppenheim) und Elias Ernst (Windeck) führen die Teilnehmerliste beim Derby der NRHA-Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen in Bünde an. Beide wurden Anfang des Monats mit der Mannschafts-Silbermedaille bei den FEI-Reining-World-Championships auf der CS Ranch im schweizerischen Givrins, der schmucken Reitanlage von Corinna Schumacher, Ehefrau des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, ausgezeichnet.

Des Weiteren werden auch die Teilnehmer der FEI-Weltmeisterschaften, Verena und Daniel Klein (Bünde/Selm), in der Stadt zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge ihre Pferde satteln. Mit von der Partie wird ebenfalls Oliver Stein sein, ein Kaderreiter aus Rhede (Kreis Borken). Der 36-Jährige wurde bereits bei den FEI-Europameisterschaften 2003 in Reggio Emilia (Italien) auf „Enterprise Winder“ mit einer Goldmedaille im Teamwettbewerb dekoriert. Zudem gewann er bei der WM 2008 in Manerbio (Italien) auf „Smart Little Lenic“ mit der Mannschaft die bronzene Plakette.

Neben den Derbyklassen werden auf dem Turnier in Bünde-Werfen folgende Wettbewerbe ausgetragen: Youth-Cup, Regioklassen, Bronze-Trophy Non Pro und Open.

Für die Veranstaltung, die von 25. bis 28. August auf der Wellmannschen Riverlane-Ranch in Bünde-Werfen ausgetragen wird, wurden 90 Pferde genannt, die rund 200 Starts absolvieren werden. Zum Auftakt stehen am heutigen Donnerstagvormittag die ersten Vorbereitungsläufe auf dem Programm. Am Freitag um acht Uhr beginnen dann die Vorläufe und am Samstag (ab 8 Uhr) stehen die Derby-Final-Wettbewerbe für Pferde im Alter von fünf bis zwölf Jahren an, wobei die Höhepunkte für den Abend terminiert worden ist. Und mit den Bronze-Trophys (Open/Non Pro) stehen dann am Sonntag noch weitere interessante Highlights auf dem Turnierplan beim NRHA-NRW-Derby in Bünde.

Quelle: Hans-Peter Viemann

Foto: hpv

Nürnberg / Schenefeld. Ganz im Zeichen des NÜRNBERGER BURG-POKALs steht auch in diesem Jahr das traditionsreiche Turnier auf dem Reitstall Klövensteen. Am letzten August-Wochenende treffen sich zahlreiche Top-Reiterinnen und Reiter, die in diesem Wettbewerb ihre jungen Talente vorstellen wollen.

Neben dem NÜRNBERGER BURG-POKAL für die sieben- bis neunjährigen Dressurpferde, der als Sprungbrett in den internationalen Spitzensport gilt, wird auch das Finale im NÜRNBERGER BURG-POKAL der Norddeutschen Junioren ausgetragen. Beide Höhepunkte der Turniertage finden am Sonntag statt.

Während es bei den Junioren zum Abschluss der diesjährigen Saison um den Gesamtsieg der Serie geht, wollen sich die Erwachsenen mit einem Sieg in Schenefeld für das große Finale in der Frankfurter Festhalle empfehlen.

Doppel-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Dressur Nadine Capellman, Falk Rosenbauer – der Profi, der Mannschafts-Olympiasieger Desperados FRH ausgebildet hat– und auch Kira Wulferding sind dabei  Letztere ist die erste Ausbilderin von Mannschafts-Olympiasiegerin Weihegold OLD.

Die populäre Turnierserie wurde 1992 auf Initiative von Hans-Peter Schmidt, dem Ehrenaufsichtsratsvorsitzenden der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, begründet und gehört heute zu den populärsten Serien überhaupt im Pferdesport. Der passionierte Pferdemann, zugleich Präsident des Bayerischen Reit- und Fahrverbands e.V. und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN sieht hier die Ideale der Ausbildung verwirklicht. Und der Erfolg gibt ihm Recht: Aktuell steht die Serie im 25. Jahr und hat bisher 37 Medaillengewinner bei Championaten hervorgebracht, darunter 13 Sieger.

Vom olympischen Turnier in Rio de Janeiro brachten die Pferde aus dem NÜRNBERGER BURG-POKAL einen kompletten Medaillensatz mit. Neben Gold der Equipe standen mit Silber für Isabell Werth und Weihegold sowie Bronze für Kristina Bröring-Sprehe und Desperados in der Einzelwertung gleich drei Auszeichnungen für Pferde zu Buche, die über den NÜRNBERGER BURG-POKAL gefördert wurden. Auch Dorothee Schneider setzte mit Showtime auf ein Pferd, dass in dieser Serie sein außerordentliches Talent unter Beweis stellte.

Weitere Infos unter www.nuernbergerburgpokal.de

NÜRNBERGER BURG-POKAL 2016

Standorte und Termine

Isabel Freese                                                       Fürst Levantino       73,195%
Sandra Nuxoll                                                       Destiny OLD           76,000%
Helen Langehanenberg                                         Suppenkasper         74,902%
Ingrid Klimke                                                        Geraldine                72,976%
Hubertus Schmidt                                                 Escolar                   76,000%
Marcus Hermes                                                    Sweetheart FH        74,512%
Ingrid Klimke                                                        Franziskus              76,554%
Isabel Freese                                                       Vitalis                     78,659%
Kira Wulferding                                                    Benaglio                 74,610%
Schenefeld                                                           25.08. – 28.08.
Donaueschingen / CHI Donaueschingen                15.09. – 18.09.
Nürnberg / Faszination Pferd                                 27.10. – 01.11.

Finale Frankfurt                                                    15.12. – 18.12.

Weitere Infos unter www.nuernbergerburgpokal.de

Quelle: mh public relations

FEI – FN – DOKR

Fendt unterstützt Reitsport-Nationalmannschaften für weitere 10 Jahre

Vertragsverlängerung mit FN-Hauptsponsor

Warendorf (fn-press). Der Landtechnikhersteller Fendt sponsert für weitere zehn Jahre die deutschen Reitsport-Nationalmannschaften. Im Rahmen der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro besiegelten die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und AGCO, Muttergesellschaft von Fendt, die Fortführung der seit 2010 bestehenden Zusammenarbeit. Bis mindestens 2026 bleibt die Marke Fendt damit Hauptsponsor der deutschen Reitsport-Nationalmannschaften in den olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit.

Martin Richenhagen, Chairman, President und CEO von AGCO, sagte: „Die deutschen Reiter gehören zu den erfolgreichsten Mannschaften im internationalen Spitzensport. Deshalb passt dieser Premiumsport zur AGCO Premiummarke Fendt. Viele unserer Kunden arbeiten auch mit Pferden. Sie züchten entweder selbst, halten Pferde oder sind Lieferanten von Pferdefutter.“

Glücklich über die Fortsetzung der Partnerschaft zeigte sich auch FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach: „Wir arbeiten inzwischen seit sechs Jahren sehr gut mit Fendt zusammen und freuen uns auf weitere zehn Jahre. Für das Vertrauen, das uns Fendt als Hauptsponsor entgegenbringt, sind wir sehr dankbar.“ Auch weiterhin werden also die deutschen Reiter bei Nationenpreisen oder Championaten, wenn sie für Deutschland reiten, die Kleidung mit dem Fendt Logo tragen. Fendt ist zudem offizieller Traktorenpartner des DOKR-Bundesleistungszentrums Reiten in Warendorf.

Über Fendt
Fendt ist die führende High-Tech-Marke im AGCO Konzern für Kunden mit den höchsten Ansprüchen. Traktoren und Erntemaschinen von Fendt arbeiten auf den Feldern der Welt mit unternehmerisch ausgerichteter Landwirtschaft und außerlandwirtschaftlichen Aufgabengebieten. In vielen Bereichen der Landtechnik ist Fendt Vorreiter wenn es um zukunftsweisende Entwicklungen geht. So profitieren Fendt Kunden schneller von den innovativen Technologien zur Erhöhung der Leistung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf ihren Betrieben. An den Standorten Marktoberdorf, Asbach-Bäumenheim, Hohenmölsen und Feucht beschäftigt AGCO rund 4.200 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Produktion, Service und Verwaltung. Mehr Informationen: www.Fendt.com www.Fendt.TV www.facebook.com/FendtGlobal

Über AGCO
AGCO, Your Agriculture Company, (NYSE: AGCO), ist eines der weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Landmaschinen. AGCO unterstützt die Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft mit seiner umfassenden Produktpalette von Traktoren, Mähdreschern, Heu- und Futtererntemaschinen, Feldspritzen, Bodenbearbeitungsmaschinen, Anbaugeräten, Anlagen zur Getreidelagerung und Eiweißproduktion sowie den dazugehörigen Ersatzteilen. Die landwirtschaftlichen Produkte von AGCO werden unter den fünf Hauptmarken Challenger®, Fendt®, Massey Ferguson®, Valtra® und GSI® über ein globales Netz von 3.000 unabhängigen Händlern und Vertriebspartnern in über 140 Ländern verkauft. AGCO wurde 1990 gegründet und hat seinen Firmensitz in Duluth, Georgia, USA. Im Jahr 2015 erwirtschaftete AGCO einen Nettoumsatz von 7,5 Milliarden USD.
Weitere Informationen finden Sie unter www.AGCOcorp.com. Für aktuelle Unternehmensmeldungen und Veranstaltungen, können Sie uns auf Twitter folgen: @AGCOCorp. Finanzmeldungen haben auf Twitter folgenden Hashtag #AGCOIR.

Personalia

Silbernes Reiterkreuz für Christa Middendorf  

FN zeichnet ehemalige Landesjugendwartin des Pferdesportverbands Westfalen aus

Riesenbeck (fn-press). Im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften Dressur und Springen in Riesenbeck ist die ehemalige westfälische Landesjugendwartin Christa Middendorf mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber geehrt worden. Umringt von einem Meer von Westfalenfahnen steckte ihr Heidi van Thiel, Bundesjugendwartin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), das Abzeichen ans Revers.

Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden, gehörten Pferde und Pferdesport von klein auf zum Leben von Christa Middendorf, ebenso wie Pferdezucht und das Ausbilden und Vorstellen der Pferde auf dem Turnier. Schon früh engagierte sich die pensionierte Berufsfotografin der Uni Münster ehrenamtlich im Pferdesport, war die erste Frau im Vorstand ihres Reitvereins, danach die erste Frau im Kreisreiterverband und die einzige Frau im Präsidium des Pferdesportverbands Westfalen. Mittlerweile kann sie auf 37 erfolgreiche Jahre im Jugendvorstand, davon zwölf Jahre als Vorsitzende der Westfälischen Pferdesportjugend, zurückblicken und auf viele spannende Erlebnisse als Mannschaftsführerin westfälischer Teams. Vom Bundesvierkampf, über die Goldene Schärpe bis hin zu den Deutschen Jugendmeisterschaften begleitete sie die Nachwuchsreiter zu Pferdesportveranstaltungen aller Art in der ganzen Bundesrepublik, wobei ihr Mannschaftsreiterei besonders am Herzen lag. In diesem Jahr musste sie zu den Deutschen Jugendmeisterschaften allerdings nicht weit fahren. Als in jeder Hinsicht perfekter Rahmen für die Ehrung Middendorfs wurde die DJM-Premiere in Riesenbeck International gefunden – nur wenige Kilometer entfernt von ihrem Heimatort Saerbeck.

Im Frühjahr gab Christa Middendorf, die im Mai ihren 70. Geburtstag feierte, offiziell ihr Amt als Landesjugendwartin ab. Ein Nachfolger, der bereit ist, vollumfänglich in die großen Fußstapfen von Christa Middendorf zu treten, ist noch nicht gefunden, einige Aufgaben will und wird sie weiter ausüben. „Du hast so viele Kinder und Jugendliche im Sport nach oben gebracht, da kann ich nur den Hut davor ziehen“, sagte Heidi van Thiel. „Bitte bleib uns als Mannschaftsführerin noch lange erhalten.“

Wilhelm Weerda wird 75  

Wilhelmshaven (fn-press). Am 3. September feiert Wilhelm Weerda (Wilhelmshaven), Vorstandsmitglied des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), seinen 75. Geburtstag. Als Vorstandsmitglied und seit 1995 als Präsident des Oldenburger Zuchtverbandes gilt Weerdas Bestreben, die Zucht in Verbindung mit dem Sport zu bringen. Unter seiner Führung wurde unter anderem die Oldenburger Elite-Stutenschau, deren ehemalige Siegerin Weihegold OLD gerade in Rio Gold und Silber gewann, in das Oldenburger Landesturnier in Rastede integriert. Darüber hinaus forcierte er den Neubau des Oldenburger Pferde Zentrums Vechta, die Integration des Pferdestammbuchs Weser Ems sowie die Zusammenführung des Oldenburger Springpferdezuchtverbandes-International (OS) und des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes zum Oldenburger Pferdezuchtverband. Für seine Verdienste wurde Wilhelm Weerda 2011 von der FN mit der Gustav-Rau-Medaille in Silber ausgezeichnet.

Jochen Happ wird 70

Cloppenburg (fn-press). Am 4. September feiert Jochen Happ (Cappeln), seinen 70. Geburtstag. Jochen Happ, Richter und Parcourschef bis zur Klasse S, war von 1978 fast 30 Jahre lang als Geschäftsführer für den Pferdesportverband Weser-Ems tätig. Daneben baute er gemeinsam mit seiner Frau Gudula Vorwerk-Happ das Gestüt Vorwerk in Cappeln sportlich aus, das sich seit 2009 im Besitz von Sissy Max-Theurer befindet. Während seiner Amtszeit setzte er sich für zahlreiche innovative Projekte wie etwa Reiten als Schulsport oder die Förderung der Jugendarbeit ein und war in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen der FN aktiv. Für seine Verdienste wurde er 2007 von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet.

Sport

EM Pony Vilhelmsborg: Acht Medaillen für deutsche Ponyreiter

Dressur- und Vielseitigkeitsreiter gewinnen Gold, Schaaf wird Europameisterin, Baumgürtel gelingt das Triple

Vilhelmsborg/DEN (fn-press). Das dänische Pferdesportzentrum auf dem Gelände des herrschaftlichen Landsitzes Vilhelmsborg bei Aarhus war Gastgeber der Ponyeuropameisterschaften 2016. Für die deutschen Reiter ein gutes Pflaster: Sie brachten fünf Mal Gold, drei Mal Silber und eine Bronzemedaille mit nach Hause.

Sechs Jahre ist es her, dass eine deutsche Vielseitigkeitsmannschaft mit einer Teammedaille von den Ponyeuropameisterschaften zurückgekehrt ist. In Vilhemsborg leisteten die deutschen Reiter nun ganze Arbeit. Von der ersten der drei Teilprüfungen an lagen Calvin Böckman (Lastrup) mit Askaban B, Anna-Lena Schaaf (Voerde/RHL) mit Pearl, Libussa Lübbeke (Wingst) mit Nadeem und Johanna Schulze Thier (Ascheberg) mit Mondeo souverän in Führung und ließen den anderen zu keiner Zeit eine Chance. Mit 135,6 Minuspunkten gewannen sie Gold und verwiesen die Briten mit 153,7 Minuspunkten sowie die Franzosen mit 161,9 Minuspunkten auf die Plätze. Eine Überraschung gab es am Ende aber doch. Nicht Titelverteidiger Calvin Böckmann stand schließlich ganz oben auf dem Treppchen, sondern die Deutsche Meisterin Anna Lena Schaaf. Bis zum Springen war es noch umgekehrt, da hatte Böckmann dank der besten Dressur und einer Nullrunde durchs Gelände vor seiner Teamkollegin in Führung gelegen. Eine Verweigerung und ein Springfehler im Springen kosteten ihn jedoch den Sieg. Dank des guten Polsters aus der Dressur blieb ihm jedoch mit 43,3 Minuspunkten die Silbermedaille. Die neue Europameisterin Anna Lena Schaaf kassierte weder im Gelände noch Parcours Strafpunkte und beendete die EM mit ihrem Dressurergebnis von 41,4 Minuspunkten. Auf dem Bronzerang landete der Belgier Jarno Verwimp mit 44,3, Minuspunkten. Einen Platz in den Top Ten sicherte sich auch Libussa Lübbeke, die ebenfalls fehlerfrei durch den Parcours kam (50,9/Platz neun). Ein paar Plätze gutmachen konnte im Parcours Johanna Schulze Thier, deren EM-Auftritt mit einer Nullrunde versöhnlich endete. Im Gelände hatte ihr Mondeo zum Ende der Strecke vor einem „Fisch“-Sprung im letzten Wasserhindernis „geparkt“, was sie 20 Strafpunkte kostete. Ihr Endstand: 78,60 Minuspunkte/Platz 29. Dennoch gab es am Ende ein dickes Lob für alle vom Bundestrainer. „Unsere Reiter sind hier geritten, das war vom Allerfeinsten“, schwärmte Lutter. „Nach dem Geländeritt gab es sogar ein offizielles Lob von der Richtergruppe, für das stilistisch gute Reiten, das alle zeigten. Das kommt nicht allzu oft vor.“ Darin eingeschlossen waren auch die beiden Einzelreiter, auch wenn Linn Sophie Mauchert (Wurster Nordseeküste) mit Prins Maestro einen Vorbeiläufer kassiert hatte (Endstand 70,7/Platz 26) und Konstantin Harting (Königswinter) nach einem Rumpler von Mariestad sogar ausscheiden musste. „Besonders auffällig war in diesem Jahr der große Teamgeist und die insgesamt sehr gute Stimmung im deutschen Lager. Ob Teamreiter, Einzelreiter, Reservisten, Eltern, Trainer, alle halfen mit und zogen an einem Strang. Das hat sicher alles auch ein Stück zum Erfolg beigetragen“, zog Lutter ein insgesamt positives Fazit.

Ein Jubiläum und ein Triple
Zwölf Jahre jung und schon Triple-Europameisterin. In der Dressur war die Kleinste auch die Größte: Nach Team- und Einzelgold sicherte sich Lucie-Anouk Baumgürtel (Nottuln) mit ZINQ Massimiliano FH am letzten EM-Tag mit Abstand auch den Titel in der Kür. „Alle Richter haben sie auf Platz eins gesehen und von einem gab es sogar die „10“ für Harmonie von Reiter und Pony“, sagte Bundestrainerin Conny Endres. Mit einem Endergebnis von 81,125 Prozent lag Baumgürtel am Ende fast vier Prozent vor ihrer Teamkollegin Tabea Schroer (Groß-Gerau) mit Danilo, die mit 77,450 Prozent Silber gewann. „Auch das war eine sehr gute Vorstellung, vor allem mit einer schönen Galopptour. Die Volten und den einfachen Wechsel hat sie nur mit einer Hand geritten, das war schwierig und hat alles gut geklappt“, so Endres. Die Bronzemedaille sicherte sich die Dänin Louise Christensen mit Vegelin’s Goya mit 76,175 Prozent. Pech hatte hingegen Inga Katharina Schuster (Frankfurt), die als Erste des deutschen Trios an den Start ging. Tags zuvor noch zum Vizeeuropameister gekürt, zeigte sich NK Cyrill in der Kür so abgelenkt, dass seine Reiterin aufgab. Bereits am ersten Tag, in der Mannschaftsprüfung, hatten die beiden etwas Anlaufschwierigkeiten gehabt, die sich aber rasch beheben und zu einem guten Ende führen ließen. Schade auch für Eileen Henglein (Wassermungenau) mit Cinderella M WE, die laut Reglement als jeweils vierte Deutsche in der Mannschafts- und Einzelwertung nicht mehr zur Kür zugelassen war. Sie kann sich damit trösten, dass die deutsche Mannschaft auch mit ihrem Ergebnis gewonnen hätte. Für Bundestrainerin Conny Endres war es übrigens die 30. Goldmedaille, die sie mit einem Ponydressurteam bei Europameisterschaften feiern konnte.

Springen: Bronze für Antonia Ercken
Ein versöhnliches Ende nahmen die Europameisterschaften für die Springreiter. Nach dem verletzungsbedingten Verzicht des im ersten Wertungsspringen besten deutschen Paares, Sönke Fallenberg (Ennigerloh) mit Don Diabolo, und einem sechsten Platz in der Mannschaftswertung gab es zuletzt doch noch Edelmetall. Antonia Ercken (Herten), die neben Einzelreiterin Pia Alfert (Ahaus) mit Song Girl als Einzige aus dem Team das Finale erreichte, sicherte sich die Bronzemedaille. Die Preis-der-Besten-Siegerin saß in Vilhemsborg nicht im Sattel ihres Topponys Amacho, sondern hatte Crazy Hardbreaker SP WE gesattelt. „Das Pony hat sich in den letzten Wochen kontinuierlich gesteigert, so dass wir uns für ihn entschieden haben“, sagte Bundestrainer Peter Teeuwen. Offensichtlich die richtige Entscheidung, denn das Paar brachte nur einen Zeitfehler mit ins Finale. Dort trat das Pony allerdings im ersten Umlauf auf das Band des Wassergrabens, ein Zeitfehler kam hinzu, ein weiterer im zweiten Umlauf. Insgesamt bedeuteten sieben Strafpunkte am Ende Platz drei. Pia Alfert, die mit 13 Strafpunkten begonnen hatte, kassierte im ersten Finalumlauf zwei Abwürfe und drehte zum Abschluss eine blitzsaubere Nullrunde. 21 Strafpunkte insgesamt hießen für ihre EM-Premiere Platz 18. Lisa Schulze Topphoff (Havixbeck), mit Mentos Junior, neben Ercken die einzig EM-erfahrene Reiterin im Team, hatte nach einem folgenreichen Fehler bereits im allerersten Springen ihre Finalchancen verspielt. Ebenso Lars Berkemeier (Münster) mit Luna S, den es im zweiten Umlauf des Nationenpreises „erwischte“. Er schloss die EM mit einem dritten Platz nach Stechen in der Trostrunde ab.

Neuer Europameister wurde der Brite Jack Whitaker, Sohn des viermaligen Teameuropameisters Michael Whitaker, der direkt von den Olympischen Spielen in Rio nach Dänemark gereist kam. Whitaker junior sammelte mit Elando van de Roshoeve nur vier Strafpunkte insgesamt. Silber gewann der Niederländer Rowen Van de Mheen mit Quaprice d’Astree mit fünf Zählern. „Es zeigt sich mal wieder, dass sich die erfahrenen Reiter mit einem guten Management dahinter am Ende durchsetzen“, zog Peter Teeuwen sein Fazit. Das Wochenende zeigte aber auch, dass die Decke bei den Ponyspringreitern dünn ist. Bei der parallel ausgetragenen Deutschen Jugendmeisterschaft in Riesenbeck waren ohne die EM-Teilnehmer gerade einmal 25 Paare am Start. „Das scheint allerdings kein deutsches Problem zu sein“, sagte Teeuwen. „Von den Engländern hörte ich, dass bei deren Meisterschaften nur 16 Paare angetreten sind. Vor ein paar Jahren seien es noch 60 gewesen“.

Am Wochenende volles Programm in Verden  

DM Voltigieren und Verdiana mit Freizeitpferdechampionat

Verden (fn-press). Es ist viel los am Wochenende in Verden. Ab 25. August kämpfen Einzel- und Doppelvoltigierer sowie Voltigiergruppen um die nationalen Titel in der Niedersachsenhalle. Gleichzeitig lockt die VERDIANA auf dem Außengelände des Hannoveraner Verbandes Pferdesportfreunde aller Art in die Pferdestadt an der Aller. Das Freizeit- und Breitensportfestival ist auch Gastgeber des Bundesweiten Championats des Freizeitpferdes und -ponys, das in diesem Jahr erstmals in drei Gruppen ausgetragen wird.

Das Programm der Voltigierer ist eng gestrickt: Am Donnerstag, 25. August, beginnen die Deutschen Meisterschaften pünktlich um 16.30 Uhr. In der Niedersachsenhalle werden die Einzelvoltigierer ihre Pflicht-Elemente zeigen. Am Freitag und Samstag beginnt das Programm jeweils um 9 Uhr. Am Sonntag beginnt die Einzel Kür um 8 Uhr, ab 12 Uhr folgt die Gruppen-Kür, und ab 15.30 Uhr geht es zur Siegerehrung mit anschließender Meisterehrung. Dann werden die Deutschen Meister bei den Damen, den Herren und bei den Gruppen gefeiert. Die Doppelvoltigierer bekommen schon am Samstag ihre Meisterschärpe. Bis dahin werden die teilnehmenden Voltigierer alles geben, um die Richter von sich zu überzeugen.

Einmal mehr ist die VERDIANA Ausrichter des Bundesweiten Championats des Freizeitpferdes und -ponys, das erstmals in drei Abteilungen ausgetragen wird. 51 Nennungen sind hierfür eingegangen. In der ersten Abteilung ermitteln die deutschen Zuchtverbände ihre Champions: In der ersten Gruppe treten 20 Vertreter der Rassen Deutsches Reitpferd oder Deutsches Reitponys an, in der zweiten Abteilung werden 21 Vertreter anderer Rassen am Start erwartet, wie Connemara Ponys, Fjordpferde, New Forrest Ponys u.a. Wie bei den Bundeschampionaten gilt für sie eine Altersbeschränkung bis sieben Jahre. Die Altersbeschränkung des „Freizeitpferdechampionats“ hatte in den sozialen Medien immer wieder für lautstarke Kritik gesorgt, daher gibt es in diesem Jahr erstmals eine eigene Abteilung, in der auch ältere Pferde und Ponys und solche, die nicht bei einem FN-Mitgliedszuchtverband registriert worden sind, mitmachen können. Zur Premiere wurden zehn Pferde bzw. Ponys angemeldet. Das Championat beginnt am Sonntag, 28. August, um 8 Uhr und dauert den ganzen Tag. Zu absolvieren sind jeweils fünf Teilprüfungen: Rittigkeitswettbewerb, Fremdreitertest, Grundgangartenüberprüfung, Gruppengeländeritt und Gehorsamsaufgaben. Die gemeinsame Siegerehrung findet um 17.30 Uhr statt.

Darüber hinaus bietet die VERDIANA für alle Pferdefreunde ein umfangreiches Programm mit Wettbewerben und Schauen in allen möglichen Disziplinen. Besonders für Kinder und Jugendliche gibt es ein breites Angebot. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pferdemuseum und der Initiative „Pferde für unsere Kinder e.V.“ gibt es eine spezielle Aktionsfläche auf dem Marktplatz im Zentrum des Veranstaltungsgeländes. Hier können Ponies gestreichelt oder aufregende Abenteuer bei der Schnitzeljagd erlebt werden. Auch ein Führzügelwettbewerb für die kleinsten Nachwuchsreiter findet statt.

Mehr Informationen unter http://dm.verden-turnier.de/verden-voltigieren/ und www.verdiana.de

Rio 2016

Rio 2016: Achterbahn der Gefühle und übertroffene Erwartungen

Deutsche Reiter gewinnen sechs Medaillen bei den Olympischen Spielen

Rio de Janeiro/BRA (fn-press). Sechs olympische Medaillen für die deutschen Reiter, zwei in jeder Farbe – mehr Medaillen hat es seit den Spielen in Barcelona 1992 nicht mehr gegeben. Damit war die deutsche Mannschaft die beste der Reitwettbewerbe in Rio de Janeiro. Vor allem der Teamgeist war bei den Spielen in Brasilien ein mitentscheidender Erfolgsfaktor.

„Unsere Zielvorgabe, die wir im Vorfeld mit dem Deutschen Olympischen Sportbund vereinbart hatten, waren drei bis fünf Medaillen. Dieses Ziel haben wir nun sogar übertroffen. Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte Dr. Dennis Peiler, Chef de Mission der deutschen Reiter in Rio de Janeiro. „Besonders schön ist dabei auch, dass alle drei Disziplinen zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.“

Mehr als drei Wochen waren Peiler und sein Assistent André Schoppmann in Brasilien, um alles rund um Reiter und Pferde zu organisieren, damit diese sich ganz auf den Sport konzentrieren konnten. „Das war angesichts der weiten Wege und eingeschränkten Transportmöglichkeiten, der Sicherheitslage und des zum Teil mangelhaften hygienischen Zustandes im Olympischen Dorf eine echte Herausforderung“, sagte Peiler. „Aber alle haben das Beste daraus gemacht.“ Schon am 31. Juli, eine Woche vor Beginn der Wettkämpfe, wurden die Vielseitigkeitspferde in Empfang genommen. Die erste Woche im Olympischen Reitsportzentrum Deodoro war turbulent. Nach der Verfassungsprüfung stand fest: Statt Andreas Ostholt (Warendorf) und So is et, der sich vor dem Abschlusstrainingslager ein Eisen abgetreten hatte, wird das Ersatzpaar Julia Krajewski (Warendorf) und Samourai du Thot starten.

Die deutsche Mannschaft führte nach der Dressur, rutschte jedoch nach dem schwierigen Geländekurs auf Platz vier ab. Nur Michael Jung (Horb) und Sam FBW waren fehlerfrei durch den Cross gekommen. Sollte das noch für eine Medaille reichen? Sandra Auffarth (Ganderkesee) und Opgun Louvo, Ingrid Klimke (Münster) und Hale Bob OLD sowie Jung und Sam zeigten Nerven wie Drahtseile, lieferten jeder eine Nullrunde im Parcours. Danach hieß es für das Team von Bundestrainer Hans Melzer auf die Fehler der anderen Nationen warten – und die kamen reichlich. Woran kaum noch einer geglaubt hatte, wurde wahr: eine Silbermedaille für Deutschland. Anschließend gab es für den unglaublichen Jung erneut Grund zum Feiern: Er blieb auch im zweiten Springen um die Einzelwertung – die Spezialität der Olympischen Spiele – fehlerfrei und gewann seine zweite olympische Einzel-Goldmedaille und seine vierte Olympia-Medaille insgesamt.

Ohne Pause ging es weiter mit den Dressur-Spezialisten. Die harmonische und gelöste Stimmung im Team zog sich durch alle vier Wettkampftage. Die Mannschaftsgoldmedaille war zu keiner Zeit in Gefahr. Nach einer kurzen Unterbrechung 2012 holten sich die deutschen Dressurreiter ihre Goldmedaille zurück. Der 21-jährige Sönke Rothenberger und sein Wallach Cosmo (Bad Homburg), mit neun Jahren das jüngste Pferd im Feld, erlebten ein souveränes Olympia-Debüt und hätten sich sportlich auch für das Einzel-Finale qualifiziert. Doch laut Regelwerk durften nur drei Paare pro Nation in der Grand Prix Kür starten.

Dorothee Schneider (Framersheim) und ihr erst zehnjähriger Wallach Showtime FRH zeigten, dass ihnen die Zukunft gehört und schlossen den Wettbewerb mit Platz sechs ab. Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) und ihr Hengst Desperados FRH gewannen ihre erste olympische Einzel-Medaille – Bronze! Und eine schrieb Geschichte: Isabell Werth (Rheinberg) sicherte sich mit ihrer Stute Weihegold OLD die Silbermedaille. Ihre insgesamt zehnte Olympia-Medaille. Damit ist sie die erfolgreichste Reiterin der Welt.

Einen Tag vor der Kür hatten die Springreiter bereits ihre erste Qualifikation bestritten. Auch im Team von Bundestrainer Otto Becker gab es einen Wechsel. Cornado NRW, der Hengst von Marcus Ehning (Borken), hatte sich nach dem Warm-Up-Springen vertreten und konnte nicht starten. Doch das Ersatzpaar Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) und Fibonacci war sofort zur Stelle. Es hätte anschließend sportlich nicht besser laufen können für die deutschen Parcours-Spezialisten. Jeweils drei Nullrunden in den ersten beiden Qualifikationsspringen, lediglich zwei Abwürfe von Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Casello, die dasmit jeweils das Streichergebnis lieferten.

Der Finaltag des Nationenpreises wurde jedoch zur Zitterpartie. Sowohl Christian Ahlmann (Marl) und Taloubet Z als auch Daniel Deußer (Mechelen/BEL) und First Class sowie Michaels-Beerbaum und Fibonacci kassierten einen Abwurf. Nun kam es auf Beerbaum und Casello an, die dem deutschen Team mit einer Nullrunde wenigstens noch die Teilnahme am Stechen um Bronze ermöglichen konnten. Und die beiden lieferten. Gegen Kanada ging es nun um die ersehnte Team-Medaille, die sich die Deutschen in der finalen Runde nicht mehr nehmen ließen. Und wieder durfte das deutsche Reiter-Team seine Erfolge im Deutschen Haus in Rio ausgiebig feiern.

Seit den Spielen in Athen 2004 hatten die Springreiter keine Olympia-Medaille mehr gewonnen. Die Erleichterung war im gesamten Team zu spüren. „Heute hat der Teamgeist gesiegt. Die gesamte deutsche Mannschaft hat super funktioniert und einen sehr guten Job gemacht“, sagte Dr. Dennis Peiler anschließend. „Alle haben unfassbar gekämpft.“ Ludger Beerbaum fand für sich den richtigen Zeitpunkt, um seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden. „Es war ein schönes Gefühl, hier noch einmal gebraucht zu werden und das Vertrauen von allen zu spüren. Ich bin sehr dankbar für alles“, sagte der 52-jährige, der insgesamt fünf Olympia-Medaillen gewonnen hat und nach dem Nationenpreisfinale in Barcelona im September aus dem Nationalteam zurücktreten will.

Auch in der Einzelentscheidung war noch mindestens eine Medaille für die Springreiter drin. Die deutschen Pferde waren trotz des zusätzlichen Stechens fit und konzentriert. Für Michaels-Beerbaum und Fibonacci war das Finale jedoch bereits nach dem ersten Sprung beendet. Die Distanz zum Auftakt-Oxer hatte nicht gestimmt. Ahlmann und Deußer jedoch kämpften sich mit ihren vom Feinsten springenden Pferde und fehlerfreien Runden in die zweite Runde vor. Das Stechen um die Medaillen verpassten jedoch beide nach jeweils einem Abwurf. Sie beendeten die Spiele in Rio gemeinsam auf einem hervorragenden neunten Platz.

„Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir in Rio sechs Medaillen gewinnen, hätten wir wahrscheinlich gelacht und gesagt, wir wollen es mal nicht übertreiben“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Auf so ein tolles Ergebnis hofft man, erwarten kann man es aber nicht. Dass es nun so gekommen ist, übertrifft alle Hoffnungen. Alle Reiter und Pferde haben hier ihre besten Leistungen und großartigen Teamgeist gezeigt.“ FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau ergänzte: „Ich bin begeistert. Alle sind fantastisch geritten. Besonders schön war das gute Einvernehmen der Teams.“

Auch von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der sich die Medaillenentscheidungen in Deodoro angesehen hat, gab es Lob für die Reiter: „Sie haben allesamt zum richtigen Zeitpunkt Höchstleistungen gezeigt. Der Verband und die Reiter haben vorbildliche Arbeit geleistet.“

Rio 2016: Deutsche Pferde in den Medaillenrängen

Pferde aus deutscher Zucht sammelten 17 Medaillen in Rio

Warendorf (fn-press). Die Olympischen Spiele in Rio waren nicht nur aus Sicht des deutschen Pferdesports ein voller Erfolg, sondern auch für deutsche Pferdezucht. Von insgesamt 45 verteilten Medaillen entfielen 17 auf Pferde deutschen Ursprungs (37,8 Prozent). Zum Vergleich: In London waren es nur zwölf Medaillen für Pferde „made in Germany“.

Wenig überraschend ist der Anteil deutscher Erfolgspferde in der Dressur am höchsten. Insgesamt sammelten sie neun Medaillen, darunter drei goldene, die sich auf die Verbände Hannover (5), Oldenburg (3) und Westfalen (1) verteilen. Fünf Medaillen gingen an den niederländischen Pferdezuchtverband KWPN, darüber hinaus durften sich die dänischen Warmblutzüchter (DWB) über eine Bronzemedaille freuen.

Vergleichsweise gering fiel die Ausbeute bei den Springpferden aus. Hier gab es zwei Bronzemedaillen für Pferde aus deutscher Zucht, jeweils eine für Holstein und Hannover. Den Löwenanteil bei den Medaillen stellten die belgischen Zuchtverbände (BWP, SBS, Zangersheide) mit insgesamt acht Pferden.

In der Vielseitigkeit betrug der Anteil deutscher Pferde am Medaillenerfolg 40 Prozent, sprich 6 von 15 Medaillen. Zwei davon entfielen auf Hannover, zwei auf Baden-Württemberg sowie je eine auf Oldenburg und Holstein.

DKB-Bundeschampionate

Über Warendorf nach Rio

Ehemalige Bundeschampionats-Pferde auf der olympischen Bühne

Warendorf (fn-press). Die DKB-Bundeschampionate in Warendorf sind für viele Pferde das Sprungbrett in den großen Sport. Das beweist der Blick in die Ergebnislisten der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, wo zahlreiche Pferde mit Bundeschampionatsvergangenheit am Start waren.

Vielseitigkeitspferde
Ein „goldenes“ Beispiel ist Sam: In Rio wurde der 16-jährige Württemberger Wallach zum zweiten Mal zusammen mit seinem Reiter Michael Jung aus Horb zum Einzelolympiasieger. In der Biographie dieses Ausnahmepferdes aus der Zucht von Günter Seitter aus Aidlingen finden sich auch die Bundeschampionate. Als fünf- und sechsjähriger Jungspund traf er unter dem Namen „Sam the Schwäbisch Man“ auf die deutschlandweit besten Vielseitigkeitspferde seiner Altersklasse. Auch wenn von Burghley, Badminton, London oder Rio zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede war, offenbarte er sein Potenzial mit einem fünften Platz 2005 und einem sechsten Platz ein Jahr später. Reiter des Stan the Man xx-Nachkommen war auch damals schon Michael Jung.

Einer seiner vierbeinigen Teamkollegen in Brasilien war Hale-Bob OLD, geritten von Ingrid Klimke (Münster). Der zwölfjährige Oldenburger Wallach, ein Sohn des Vollblüters Helikon xx, wurde 2010 Sechster im Finale der sechsjährigen Pferde mit Vanessa Bölting (Münster) und machte damit schon wenige Monate nach seiner Ausbildung zum Vielseitigkeitspferd auf sich aufmerksam. Mit seinem Vier-Sterne-Sieg in Pau/Frankreich, Teamgold bei den Europameisterschaften in Blair Castle und nun der Silbermedaille im Team bei den Olympischen Spielen hat der Wallach aus der Zucht von Dr. Rolf Lück bewiesen, dass er zu den ganz Großen seiner Disziplin gehört.

In Rio kam er kurzfristig nicht zum Zuge, sein Talent hat er in diesem Jahr mit einem zweiten Platz im Vier-Sterne-Klassiker Badminton jedoch mehr als bewiesen. So is et, ein 16-jähriger Sohn des Vollblüters Sunlight xx aus einer Mutter von Rotarier, wuchs in Rheda-Wiedenbrück bei seinem Züchter Marcelis Padmos auf. Auch der Westfale überzeugte in Jungpferdeprüfungen, sodass er folglich die Startgenehmigung für das Bundeschampionat erhielt. Im Jahr 2009 mit einem vierten Platz galoppierte er in der Konkurrenz der sechsjährigen Pferde nur knapp am Treppchen vorbei, auch damals schon geritten von Andreas Ostholt (Warendorf).

Dessen Schwägerin Sara Algotsson-Ostholt (Warendorf) war ebenfalls in Rio am Start, für ihr Heimatland Schweden. Ihr vierbeiniger Partner dort: die Hannoveranerin Reality. Die Stute stammt ab von Rabino und einer Mutter vom Vollblüter Prince Thatch xx und kommt aus der Zucht von Hans Brüning aus Garbsen. Im Endklassement belegte das Paar Platz 36. Bei den Bundeschampionaten 2010 belegte sie, ebenfalls mit Sara Algotsson-Ostholt im Sattel, im Finale der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde den fünften Platz.

Als Reservist für das Team aus Kanada war der Wallach Let it bee mit seiner Reiterin Kathryn Robison in Brasilien dabei. Der Westfale von Lamerto H, aus einer Brentano II Mutter wurde von Hubert Brinkmann aus Nottuln gezogen, erreichte als fünfjähriges Vielseitigkeitspferd den vierten Platz im Bundeschampionats-Finale. Geritten wurde er damals von Eva Christin Putz (Münster).

Dressurpferde
Insgesamt haben vier der fünf für Rio nominierten Vierbeiner der deutschen Goldmannschaft in jungen Jahren Warendorfer Turnierluft geschnuppert, so auch der Rappe Desperados FRH, der sich mit seiner Reiterin Kristina Bröring-Sprehe neben der Mannschaftsgoldmedaille auch Bronze in der Einzelwertung sicherte. Der Hengst betrat bereits 2004 mit drei Jahren das Warendorfer Viereck. Auch damals rangierte er auf dem Bronzeplatz zusammen mit seinem damaligen Reiter Holga Finken (Hagen a.T.W.). Der Hannoveraner ist ein Nachkomme der Vererberlegende De Niro, mütterlicherseits führt er Wolkenstein II im Pedigree. Züchter ist Herbert Schütt aus Hemmoor.

Mit Showtime FRH stellte der Hannoveraner Verband ein weiteres Pferd der deutschen Dressurequipe, das zusätzlich auch noch bei den Jungpferdechampionaten in Warendorf erfolgreich war. Der jetzt zehnjährige Wallach von Sandro Hit aus einer Mutter von Rotspon wurde gezüchtet von dem Stadthagener Heinrich Wecke. Mit fünf Jahren erreichte Showtime FRH im Finale seiner Altersklasse Rang elf. Ein Jahr später konnte er sich auf den sechsten Platz in der Konkurrenz der sechsjährigen Pferde steigern. Auch dort saß bereits Dorothee Schneider (Framersheim) in seinem Sattel, sie hat den Wallach selbst ausgebildet. Bisheriger Höhepunkt ihrer gemeinsamen Laufbahn war nun der Gewinn der olympischen Goldmedaille in der Mannschaftswertung. Zusätzlich erreichte das Paar den sechsten Platz in der abschließenden Einzelwertung, die als Kür ausgeritten wurde.

Noch ein bisschen besser war die olympische Bilanz für Weihegold OLD: Die Stute sorgte in Rio für Mannschaftsgold und Einzelsilber und bescherte ihrer Reiterin Isabell Werth (Rheinberg) den Titel der erfolgreichsten Dressurreiterin bei Olympischen Spielen. Bei den Bundeschampionaten 2009 und 2010 wurde die Oldenburger Brillantringsiegerstute von Kira Wulferding (Wildeshausen) geritten. In der finalen Reitpferdeprüfung für vierjährige Stuten und Wallache gewann sie Bronze, ehe sie im Finale der fünfjährigen Dressurpferde Platz 13 erreichte. Weihegold OLD stammt aus der Zucht von Inge Bastian aus Bargteheide und ist im Besitz von Christine Arns-Krogmann. Don Schufro ist der Vater der Rappstute, mütterlicherseits stammt sie ab von Sandro Hit, der ebenfalls Showtime FRH hervorgebracht hat.

Mit an Bord des Flugzeugs nach Brasilien war auch der Trakehner Imperio. Der Braune und sein Reiter Hubertus Schmidt (Borchen-Etteln) waren das Ersatzpaar der deutschen Dressurmannschaft. Der 13-jährige Hengst stammt ab von Connery aus einer Mutter von Balfour, sein Züchter ist Hartmut Keinecke aus Strasburg. Auch Imperio startete seine Karriere im Viereck in Warendorf. Insgesamt nahm er an drei Bundeschampionaten teil und das überaus erfolgreich: Als vierjähriges Pferd schrammte der Hengst als Viertplatzierter nur knapp an den Medaillenrängen vorbei. Vorgestellt wurde er zu diesem Zeitpunkt von Frederike Schulze-Wallner. Ein Jahr später konnte er sich dann den Titel bei den fünfjährigen Dressurpferden sichern, diesmal saß Anna Sophie Fiebelkorn (Ottersberg) im Sattel. Sie ritt Imperio auch ein Jahr später im Finale der sechsjährigen Dressurpferde, wo sie Rang fünf belegten.

Aber nicht nur die deutschen Dressurstarter hatten ehemals erfolgreiche Bundeschampionatspferde unter dem Sattel: Victoria Max-Theurer aus Österreich sattelte mit Della Cavalleria eine Oldenburger Stute im olympischen Reitstadion Deodoro. Züchterin der dreizehnjährigen Stute, die unter dem Namen Dolce Vita M dreijährig ihre Stutenleistungsprüfung in Vechta absolvierte, ist Elisabeth Münstermann aus Werl. Die Diamond Hit-Tochter nahm in den Jahren 2008 und 2009 unter dem Sattel von Kira Wulferding am Bundeschampionat teil. Dort erreichte sie als fünfjähriges Pferd den sechsten Platz, ein Jahr später steigerte sie sich auf den Silberrang in der Konkurrenz der sechsjährigen Dressurpferde.

Der bayrische Fuchs Lorenzo war ebenfalls im Jahr 2009 in Warendorf am Start. Er absolvierte die Meisterschaft der vierjährigen Hengste mit seinem Reiter Uwe Schwanz (Miesbach). Im Finale erreichte er den vierten Rang und verpasste damit nur knapp die Medaillenränge. Ähnlich nah dran an einem Platz auf dem Podest war er auch in Rio, zusammen mit seinem spanischen Reiter Severo Jesus Jurado Lopez. Die Beiden erhielten für ihre Kür über 83 Prozent und platzierten sich auf dem fünften Platz der Einzelwertung. Lorenzo ist ein Nachkomme des Lord Loxeley I aus einer Rubin-Royal Mutter, gezüchtet wurde er von Martin Niedermair aus Ayding.

Auch die Australierin Kristy Oatley brachte in Brasilien ein deutsches Pferd an den Start: den Hannoveraner Wallach Du Soleil aus der Zucht von Sven Kahrens aus Dedelsdorf. Der De Niro-Nachkomme kam vor sechs Jahren unter Saskia Lieben-Seutter auf den 13. Rang im Finale der Bundeschampionate der sechsjährigen Dressurpferde. In Rio belegte der Wallach mit seiner Reiterin den neunten Platz in der Mannschaftswertung als Mitglied des Teams aus Australien.

Ein Erfolgspaar der Schweden sind schon seit einiger Zeit der Hannoveraner Wallach Don Auriello und Tinne Vilhelmson Silvén. Auch diese beiden reisten nach Brasilien und hatten mit dem jeweils besten Ergebnis für Schweden in Grand Prix und Grand Prix Special erheblichen Anteil an dem fünften Platz der Skandinavier im Teamwettbewerb. In der abschließenden Kür wurde die Reiter-Pferd-Kombination schließlich Neunter. Birgit Wellhausen-Henschke ritt den Wallach aus der Zucht von Joachim Poppe aus Harsefeld als fünfjähriges Pferd bei den Bundeschampionaten. Der Sohn des Don Davidoff aus einer Mutter von White Star erreichte dort den 15. Platz.

Springpferde
Auch im olympischen Parcours konnte der fachkundige Zuschauer einige Nachwuchstalente vergangener Bundeschampionate entdecken. So sattelten gleich zwei Argentinier Pferde, die in jungen Jahren bereits in Warendorf auf sich aufmerksam machen konnten: Besonders beeindruckte der Wallach Cannavaro mit Matias Albarracin. Er blieb im Einzelfinale ohne einen einzigen Abwurf und holte mit nur zwei Strafpunkten für Zeitüberschreitung den achten Platz. Mit dem argentinischen Team wurde das Paar außerdem Zehnter im Mannschaftsspringen. Mit Cornet Obolensky hat er einen der besten Springpferdevererber der Welt zum Vater, seine Mutter stammt ab von Florestan I. Gezogen wurde der Westfale von Robert Tönnissen aus Senden. Bei den Bundeschampionaten konnte er sich im Alter von fünf und sechs Jahren jeweils im Kleinen Finale platzieren: 2009 als Fünfter mit Michael Beckmann (Rhede) und ein Jahr später als 15. mit Markus Renzel (Oer-Erckenschwick).

Ebenfalls ein Sohn des Cornet Obolensky (M.v. Champion de Lys) und ebenso für Argentinien am Start war der zwölfjährige Westfale Cornet du Lys. Züchter des Hengstes ist Franz-Josef Krüer aus Ibbenbüren. Auch dieser Schimmel qualifizierte sich in jungen Jahren zweimal für das Bundeschampionat. Unter dem Sattel des Schweden Henrik von Eckermann erreichte er beide Male das Finale: Platz sieben im Jahr 2009 und Platz 18 im folgenden Jahr.

Mit Clooney stellte Cornet Obolensky einen weiteren, bereits in Warendorf erfolgreichen Nachkommen bei den Spielen in Brasilien. Die Mutter des zehnjährigen Pferdes stammt ab von Ferragamo. Im Rahmen der Bundeschampionate im Jahr 2009 platzierte Clooney sich in einer Springprüfung der Klasse S**, dem Finale der Tour für siebenjährige Pferde, mit Jana Wargers (Emsdetten) auf Rang sieben. Drei Jahre später konnte er nun mit seinem heutigen Reiter Martin Fuchs aus der Schweiz Platz sechs in der Teamentscheidung erreichen und wurde im Einzelfinale mit lediglich vier Strafpunkten im zweiten Umlauf Neunter. Gezüchtet wurde der Schimmel von Bernd Richter aus Ladbergen.

Und beinahe hätte noch einer dieser erfolgreichen Cornet Obolensky-Söhne (M.v. Acobat I) in Rio um die Medaillen mitgekämpft, doch Cornado NRW war nach dem Warm-Up nicht ganz fit. Daher mussten der Hengst und sein Reiter Marcus Ehning aus Borken auf einen Einsatz bei den Olympischen Spielen verzichten. Cornado NRW steht im Besitz des NRW-Landgestüts und wurde von Antonius Schulze-Averdiek aus Rosendahl gezüchtet. Der Landbeschäler nahm zweimal am Bundeschampionat teil: Mit fünf Jahren sprang er mit Marcus Döring im Finale auf den 23. Platz, ein Jahr später konnte er mit Franz-Josef Dahlmann sogar eine Qualifikation zum Finale für sich entscheiden.

Pferde sind wichtig! – aber warum eigentlich?

DKB-Bundeschampionate laden zur Podiumsdiskussion ein

Warendorf (fn-press). Warum das Pferd ein so wertvoller und wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist, ist Thema einer Podiumsdiskussion im Rahmen der DKB-Bundeschampionate am Samstag, 3. September, um 19.30 Uhr auf dem Reitpferdeplatz.

Jeder, der mit Pferden zu tun hat, weiß es schon längst: Pferde prägen Menschen. Pferde machen Menschen – mit diesem Titel hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) eine Filmreihe produziert, die verschiedene Pferdeleute zeigten – alle mit ganz unterschiedlichen Zugängen – und zu Erfahrungen mit Pferden. Das Pferd kann viel, ist Sport- und Freizeitpartner, Therapeut, Seelenheiler, Freund und für viele der Lebensmittelpunkt. Das Pferd hat die Gabe, Menschen positiv zu beeinflussen. Was steckt dahinter? Welchen Wert hat das Pferd für unsere Gesellschaft?

Unter der Moderation von ARD-Sportmoderator Peter Großmann beleuchten Experten aus verschiedenen Blickwinkeln diese Fragen: Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend, wird von den Ergebnissen der FN-Studie „Was macht das Pferd mit uns“ berichten. Thomas Casper, Inhaber des Gestüt Birkhof und Mitinitiator von „Pferde für unsere Kinder e.V.“, ist rund um die Uhr Pferdemann und weiß als Vater dreier Töchter ganz genau, welchen Einfluss die Vierbeiner auf Kinder und Heranwachsende haben. Dr. Angelika Trabert, Weltmeisterin im Para-Dressurreiten, hat ihr Leben den Pferden gewidmet. Die Markenbotschafterin von SsangYong Motors Deutschland weiß, dass Pferdebegegnungen immer alles sind, außer gewöhnlich. Dass Pferde heilen können, ist für Beate Träm, Leiterin der Abteilung Weiterbildung beim Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V., weder ein Wunder noch etwas Neues. Ganz nah an der Praxis ist auch Ulrike Mohr vom Kinderreitsportzentrum Bensheim und Walghäusel. Wie gut Pferde uns Menschen tun, weiß auch der erfolgreiche Springreiter und DKB-Team-Athlet Andreas Kreuzer, dessen ganzes Leben sich um Pferde dreht.

Dressur

DJM Riesenbeck: Titel für Becks, Horstmann und Erbe

Gelungene DJM-Premiere in Riesenbeck

Riesenbeck (fn-press). Wer den Namen Riesenbeck International hört, denkt wahrscheinlich zuerst ans Springreiten. Dass auch die Dressurreiter auf der Reitanlage von Ludger Beerbaum beste Bedingungen antreffen, davon konnten sich die Teilnehmer der Deutschen Jugendmeisterschaften selbst ein Bild machen. Zu neuen Meistern gekürt wurden Jil-Marielle Becks (Junge Reiter), Janna Horstmann (Junioren) und Linda Erbe (Ponys).

In den ersten beiden Wertungsprüfungen noch ganz klar auf Goldkurs, wurde es für Jil-Marielle Becks (Senden) in der Kür mit dem achtjährigen Damon’s Satelite am vorletzten DJM-Tag doch noch richtig eng. „Ich hatte eine Linie verloren, und daraus ergaben sich dann Komplikationen“, so Jil-Marielle nach der feierlichen Meisterehrung unter Flutlicht vor großer Kulisse auf dem Springplatz. Richter Martin Plewa erklärte direkt nach der Prüfung, dass die diesjährige EM-Teilnehmerin (Mannschafts-Gold, Einzel-Silber und Kür-Bronze) eine Rechtspirouette nicht gezeigt hatte. Und das gab ordentlich Punktabzug in der Kürnote (Platz neun, 69,900 Prozent). Zur Goldmedaille reichte die Gesamtnote (223,803 Prozent) trotzdem aufgrund der beiden „herausragenden ersten Wertungsprüfungen“ (O-Ton Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen). Hier hatte Jil-Marielle Becks die Konkurrenz mit Noten von 76,228 und 77,676 Prozent mit großem Abstand auf die Plätze verwiesen und vor allem eine Galopptour gezeigt, die die Richter verzückte. „Schön bergauf gesprungen, ausdrucksstark und die Nasen-Stirn-Linie immer vor der Senkrechten. So möchte man das sehen“, lobte Richterin und Mitglied der Bundesjugendleitung der FN, Kerstin Holthaus.

Bei Silbermedaillen-Gewinnerin Leonie Richter flossen nach der Prüfung erstmal die Tränen – allerdings vor Freude über ihren Sieg mit ihrem neuen Pferd Don Windsor OLD, der ihr von Florine Kienbaum zur Verfügung gestellt wird. 76,750 Prozent im Kür-Finale und eine Gesamtnote von 223,592 Prozent, die Leonie fast noch an Gold schnuppern ließen, waren der Lohn. Sie konnte sich vor Umarmungen ihres Begleit-Trosses und EM-Teamkolleginnen gar nicht retten. „Alle gönnen Leonie die Silbermedaille von Herzen. Sie ist so eine fleißige, bescheidene und hilfsbereite Reiterin – einfach eine echte Teamplayerin“, freute sich auch der Bundestrainer. Bronze ging mit 223,430 Punkten ebenfalls nach Weser-Ems an Anna-Lisa Theile (Bühren), die mit ihrem Damon Hill-Sohn Ducati K Platz zwei in der Kür belegte (76,500 Prozent) und sich in den drei Wertungsprüfungen konstant steigern konnte. Die Stimmung in der Eventhalle der Riesenbecker Reitanlage beim Kür-Finale erreichte fast schon „Voltigier-Verhältnisse“. Und die können bekanntlich richtig feiern.

Horstmann holt Meistertitel bei den Dressur-Junioren
Am Ende war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Deutschen Meistertitel im Viereck zwischen zwei Nachwuchsreiterinnen aus dem Landesverband Weser-Ems. In allen drei Wertungsprüfungen lagen Rebecca Horstmann (Ganderkesee) mit Friend of mine und Alexa Westendarp (Wallenhorst) mit Der Prinz eng beeinander. Mit ihrem Kür-Sieg im Finale (75,325 Prozent) machte die erst 16-Jährige Rebecca aber den Sack zu und lieferte zu den Klängen von Pink (Just like Fire) mit ihrem achtjährigen Fuchswallach eine fehlerfreie Leistung ab (219,333 Punkte). „Wir hatten beide richtig Spaß heute. Friend of Mine hat eigentlich keine Schwächen. Er ist super lernwillig und will einfach immer alles richtig machen. Allerding fordert er vor dem Ritt immer eine Extra-Kuscheleinheit ein“, freute sich die Mannschafts-Goldmedaillengewinnerin der diesjährigen Euro. „Ich bin super stolz auf mein Pferd. Für mich ist der Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften bisher der größte Einzelerfolg. Beim Preis der Besten war ich Vierte.“ Rebeccas Mutter war übrigens zuständig für 38 perfekt eingeflochtene Zöpfchen des selbstgezogenen Familienpferdes. Bundestrainer Oliver Oelrich (Lengerich) hatte viel Lob für seine beiden EM-Erfolgsreiterinnen zu vergeben. „Für Alexa ist die Vize-Meisterschaft ein toller Saisonabschluss. Der Prinz war in Riesenbeck losgelassen und konzentriert, bis auf einen Wechsel-Fehler. Beide Reiterinnen sind über das Bundesnachwuchschampionat in den Junioren-Leistungssport gekommen und haben unseren klassischen Förderweg genommen. Das freut mich sehr.“ 74,350 lautete das Kür-Ergebnis für Alexa Westendarp (gesamt 218,452 Punkte). Zweite in der Final-Prüfung wurde Anna Casper (Donzdorf/ BAW) mit der Rockwell-Tochter Rock’n Rose (74,775). Sie hatte Filmmusik des Komponisten Hans Zimmer für ihren überzeugenden Auftritt gewählt und konnte mit dem zweiten Platz in der Kür ihr Gesamtergebnis auf 216,807 Punkte steigern, was am Ende Bronze bedeutete.

Linda Erbe Meisterin der Ponyreiter
Es war ein Start-Ziel-Sieg für Linda Erbe (Krefeld/ RHL) in der Ponykonkurrenz, die in diesem Jahr zeitgleich zu den Ponyeuropameisterschaften in Dänemark stattfanden. Vom ersten Tag an entschied sie mit ihrem zehnjährigen Wallach Dujardin B alle Wertungen der Meisterschaft für sich. 2015 wurde sie bereits Deutsche Vize-Meisterin und setzte zum Saisonende ihres letzten Ponyjahres nochmal ein Ausrufezeichen in der Bilanz ihrer Einzelerfolge im Ponysattel. 78,175 Prozent vergaben die Richter für Lindas Kür-Vorstellung in der gut besuchten Riesenbecker Event-Halle. 223,940 reichten somit locker aus, um ihre Zwillingsschwester Helen Erbe mit der Stute White Love B auf den Silberrang zu verweisen (76, 850 Prozent in der Kür und 221,679 Punkte insgesamt). Für das Kür-Finale setzte sie auf eine seit mehr als drei Jahren bewährte Choreographie zu gängigen Disco-Hits wie Staying Alive, Daddy Cool und Endless Love. „Dujardin B war heute überhaupt nicht müde und total motiviert, hier den Sieg einzufahren. Die Schritt-Pirouette und unsere Trab- und Galoppverstärkungen haben sich wirklich gut angefühlt“, so die frisch gekürte Deutsche Meisterin in der Ponydressur. Genau wie die Ponystute ihrer Schwester steht auch Dujardin B nun zum Verkauf. „Mit seiner Erfahrung kann er bestimmt einem jüngeren Reiter den Weg in die Spitze ebnen. Aber es ist nicht einfach, sich von einem so langjährigen treuen Sportpartner zu trennen.“ Neben Einzel-Bronze auf der letztjährigen Pony-Euro und Platz vier beim diesjährigen Preis der Besten, zählt der Vize-DJM-Titel mit White Love B für Helen Erbe zu ihren bisher größten Einzel-Erfolgen. Über Bronze freute sich Luna Laabs (Ahlen/WEF) mit Carlos WE, die in der Zwischenwertung noch den Silber-Rang angepeilt hatte und diesen extrem knapp verfehlte (221,198 Prozent). Dafür durfte sie bei der Siegerehrung wie Linda und Helen auch persönliche Glückwünsche vom Hausherr Ludger Beerbaum entgegennehmen.

„Diese Deutschen Jugendmeisterschaften sind von der ersten Stunde an bei allen Teilnehmern, Eltern und Gästen spitzenmäßig angekommen, weil wirklich alles perfekt ist. Wir haben nur positive Stimmen gehört. Gelobt wurden vor allem die kurzen Wege, die hervorragenden Prüfungsplätze und das freundliche Helferteam, das in allen Bereichen top war sowie die beeindruckende Eventhalle. Die Turnierleitung um Carsten Lütteken und Gunda Reimers haben mit großer Besonnenheit und Übersicht die gesamte Turnierplanung perfekt abgewickelt. Alle Teilnehmer wünschen sich, dass Riesenbeck sich auf Dauer im DJM-Veranstalterpool etabliert“, zogen Bundesjugendwartin Heidi van Thiel (Essen) und Maria Schierhölter-Otte (Osnabrück), Leiterin der Abteilung Jugend bei der FN, ihr DJM-Fazit.

Alisa Miller gewinnt Bundesnachwuchschampionat in der Dressur

Reiterin aus Bayern siegt im Finale mit Pferdewechsel

Riesenbeck (fn-press). Im Rahmen der deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck hat auch das Bundesnachwuchschampionat der Dressurreiter stattgefunden. Nach zwei Qualifikationsprüfungen starteten die besten drei Paare am Sonntagmorgen in einer Dressurreiterprüfung der Klasse L mit Pferdewechsel. Am Ende setzte sich Alisa Miller aus Binzen in Bayern vor ihrer Konkurrenz durch.

Sie machte mit ihrem eigenen Pferd Sullivan, einem neunjährigen Dunkelfuchs von San Schufro, den Auftakt der Prüfung und erhielt für ihre Vorstellung die Note 8,0. Im offenen Kommentar wurde die Reiterin besonders für ihren gestreckten Sitz und die schöne Galopptour gelobt. Als zweites Pferd ritt sie Real Diamond, Pferd ihrer Konkurrentin Christine Busch. Auch hier gelang ihr eine harmonische Runde, obwohl sie, genau wie ihre Kolleginnen auch, nur fünf Minuten Zeit hatte, sich auf das fremde Pferd einzustellen. 8,2 lautete die Bewertung für das Paar. Ebenfalls eine sichere Vorführung gelang ihr mit dem dritten Pferd Romina, die mit der Wertnote 8,1 belohnt wurde. Die Prüfung beendete die Reiterin aus Altusried mit einem Gesamtergebnis von 24,3.

Am dichtesten auf den Fersen war ihr Kim Hanna Heininger aus Mosbach in Baden Württemberg. Sie errit mit ihrem eigenen Pferd Romina (v. Royal Blend) eine 8,4, die höchste Note der Prüfung. Im Anschluss ihres Rittes wurde neben ihrem guten Sitz, besonders ihr mutiges und frisches Reiten der Aufgabe gelobt. Dieses zeigte die Mosbacherin auch mit dem Wallach Sullivan. Einzig die etwas stockenden einfachen Wechsel minderten die Wertnote ein wenig auf eine 7,8. Die gleiche Bewertung erhielt sie auch mit Real Diamond. Das Paar präsentierte eine harmonische Runde mit deutlichen Tempounterschieden, jedoch sprang der Wallach vor dem einfachen Wechsel einmal um. Macht unterm Strich ein Endergebnis von 24,0.

Bronze sicherte sich Christine Busch aus Borken in Westfalen. Mit ihrem Wallach Real Diamand (v. Rotspon) zeigte sie eine sichere Vorführung, nach der die Richter die gute Durchlässigkeit des Pferdes lobten. Belohnt wurde dieser Ritt mit der Wertnote 8,1. Auch ihre Vorstellung mit Romina war sehr harmonisch, doch unterliefen ihr zwei kleinere Fehler. Am Ende erhielt die Borkenerin die Wertnote 7,9. Für ihr Gesamtergebnis von 23,3 schlug die Runde mit Sullivan mit einer Note von 7,4 zu Buche.

Disziplintrainer Oliver Oelrich zeigte sich im Anschluss sehr zufrieden mit den Leistungen des Starterfeldes: „Insgesamt hatten wir hier einen guten, ausgeglichenen Jahrgang. An den ersten Tagen war der ein oder andere Reiter noch etwas nervös, einige Pferde waren etwas beeindruckt von der Kulisse. Es ist toll, dass auch diese jungen Reiter die Möglichkeit haben hier unter diesen Bedingungen zu reiten. Das Finale war sehr ausgeglichen. Alisa hat gewonnen, weil sie etwas exakter geritten ist. Aber alle drei können im nächsten Jahr den Sprung in den Junioren-Sport schaffen.“

Para-Equestrian

WM Para-Fahren: Gold für Lehrter in Grade I

Silber für Team Deutschland und Alexandra Röder in Grade II

Beesd (fn-press). Die deutsche Mannschaft ist mit drei Medaillen von den Weltmeisterschaften der Para-Gespannfahrer im niederländischen Beesd zurückgekehrt. Neben Silber in der Nationenwertung sicherte sich Heiner Lehrter (Mettingen) den Weltmeistertitel in Grade I und Alexandra Röder (St. Augustin) fuhr in Grade II auf den Silberrang.

Auf dem Weg zu den Medaillen mussten die Para-Fahrer – analog zum Regelsport – mit ihrem Einspänner drei Teilprüfungen absolvieren: Dressur, Marathon und Hindernisfahren. Und bereits die Dressurprüfungen liefen gut für die deutschen WM-Starter: Alexandra Röder ging mit Donnerstolz (v. Donnerschlag) in Grade II in Führung, Heiner Lehrter (Mettingen) reihte sich mit Dashwood (v. Dakar) in Grade I hinter dem niederländischen Lokalmatador Jacques Poppen auf Platz zwei ein. Der dritte deutsche Teamfahrer, Markus Beerhues (Langenberg), fuhr mit der westfälischen, von seinem Vater Gerd gezogenen Stute Alicante B (v. Arpeggio) in der Dressur auf Platz sechs in seiner Grade I. Somit lag Deutschland in der Mannschaftswertung hinter den Niederlanden auf Position zwei. An dritter Stelle folgte das Team aus Großbritannien. Die deutschen Einzelstarterin und WM-Debütantin Patricia Großerichter (Steinfeld/Grade I) reihte sich mit Dornik Star (v. Dornik B) nach Dressur auf Platz vier ein. In Grade II lagen die schwarz-rot-goldenen Einzelstarter Ernst Bötte (Bovenden) mit Cassy (v. Corado), Herbert Düpmann (Oelde) mit Silva (v. Show Star) und Hubert Markett (Rees) mit Jesko (v. Jacobspeel’s Rocky) auf den Plätzen fünf, sechs und acht.

Sechs schwere Hindernisse hatte Parcourschef Barry Hunter für den Marathon bauen lassen, die Herausforderung hier mit Gespann den optimalen Weg zu finden, war entsprechend groß. Doch die deutschen Fahrer trumpften auf: Fünf Hindernisbestzeiten für Alexandra Röder und ihren rheinländisch gezogenen Wallach in Grade II, fünf Hindernisbestzeiten für Heiner Lehrter und sein Deutsches Reitpony in Grade I ließen den Vorsprung der Niederländer in der Teamwertung auf knappe 0,03 Punkte zusammenschrumpfen. Röder blieb auch in der Einzelwertung in Führung, knapp drei Punkte vor der Niederländerin Francisca den Elzen. Lehrter konnte seinen Rückstand auf Poppen auf knapp drei Punkte verringern und verschaffte sich somit eine tolle Ausgangsposition für das abschließende Hindernisfahren. Für die anderen deutschen Fahrer lief es im Marathon unterschiedlich: Während sich Einzelfahrer Bötte mit seiner Reitponystute in der Gesamtwertung in Grade II einen Platz nach vorne arbeiten konnte, verloren Düpmann und Markett je einen Platz. In Grade I konnte Beerhues seinen sechsten Platz verteidigen, Großerichter verlor Plätze und reihte sich nach Marathon auf Rang sieben ein.

Das Kegelfahren brachte die Entscheidung. In Grade I kam Lehrter mit nur drei Punkten für einen Abwurf an Hindernis 18 ins Ziel. Der Führende Poppen leistete sich 5,99 Strafpunkte, das bedeutete Gold für den Deutschen! Genau umgekehrt lief es in Grade II für Röder. Sie sammelte insgesamt 24 Strafpunkte, den Elzen nur drei: der Weltmeistertitel für den Elzen, Silber für Röder. Drei Abwürfe und Fehler aus Zeitüberschreitung lautete das Ergebnis im Hindernisfahren für den dritten deutschen Mannschaftsfahrer Beerhues, Platz sieben im Einzel von Grade I und Silber für Team Deutschland hinter den Niederlanden und vor Großbritannien. Die deutschen Einzelfahrer Bötte, Düpmann und Markett belegten die Plätze vier, sieben und acht im Endklassement von Grade II, Großerichter vergaß im Hindernisfahren ein Tor und wurde disqualifiziert.

Deutsches Paralympics-Team jetzt zu fünft

Carolin Schnarre rückt nach

Warendorf (fn-press). Gute Nachrichten für die deutschen Para-Dressurreiter. Rund drei Wochen vor Beginn der Paralympics in Rio de Janeiro (7. bis 18. September) wurde bekannt, dass ein zusätzlicher Startplatz für sie frei wurde. Dank der Absage eines finnischen Teilnehmers kann sich nun auch Reservistin Carolin Schnarre (Grade IV) auf einen Auftritt in Brasilien freuen.

Mit ihr reisen, wie geplant, Hannelore „Hanne“ Brenner (Grade III) aus Wachenheim mit Kawango, Steffen Zeibig (Grade II) aus Arnsdorf mit Feel Good, Alina Rosenberg (Grade Ib) aus Konstanz mit Nea’s Daboun sowie Elke Philipp (Ia) mit Regaliz. Letztere ist auch Besitzerin des 16-jährigen Hannoveraners Del Rusch (v. Del Rusch), den sie Carolin Schnarre zur Verfügung gestellt hat und mit dem diese bis Intermediaire platziert ist.

Springen

DJM Springen: Gut, Wecke, Houston und Hünicke neue Meister

Nachwuchsspringreiter ermitteln in Riesenbeck ihre Besten

Riesenbeck (fn-press). Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck haben die Springreiter in den Altersklassen der Children (U14), Ponyreiter (U16), Junioren (U18) und Jungen Reiter (U21) ihre Besten ermittelt. Die neuen Deutschen Meister heißen Joan Wecke (Children), Lea-Sophia Gut (Pony), Philip Houston (Junioren) und Sven Gero Hünicke (Junge Reiter). Ihre Schärpen bekamen die jungen Meister übrigens aus der Hand des Hausherrn in Riesenbeck, dem gerade aus Rio de Janeiro heimgekehrten Bronzegewinner Ludger Beerbaum überreicht.

Vier Tage Spitzensport und eine tolle Stimmung zeichnete die Premiere der Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck aus. „Wir danken euch für tollen Sport“, wandte sich Philipp Freiherr Heereman, erster Vorsitzender des ausrichtenden Reitervereins Riesenbeck, bei der Siegerehrung an die jungen Medaillengewinner. Zuvor sei die Frage aufgekommen, ob die DJM noch einmal in Riesenbeck Station machen könne und der erste Vorsitzende gab sich optimistisch: „2017 wird etwas knapp, da haben wir die Deutschen Meisterschaften der Vierspänner bei uns, aber grundsätzlich hatten wir viel Spaß mit dieser Veranstaltung, ihr dürft gern wiederkommen.“

Souverän zum Meistertitel der Pony-Springreiter
Ohne einen einzigen Fehler in allen Parcours sind Lea-Sophia Gut aus Biberach in Baden-Württemberg und ihr Pony Salvador geblieben, damit gewinnen sie souverän die Goldmedaille bei den Ponyreitern im Springen. „Salvador ist total vorsichtig und mit 18 Jahren auch relativ erfahren, er gibt mir ein gutes Gefühl“, sagte Lea-Sophia Gut. Sie ist nicht nur bei den Ponyreitern angetreten, sondern mischte auch in der Konkurrenz der Children mit. „Natürlich ist man erleichtert, wenn man eine Runde gut hinter sich gebracht hat, aber ich freue mich auch auf das Springen der Children“, erklärte die neue Deutsche Pony-Meisterin nach ihrem Sieg im Finale. Mit Isaura’s Doll van Wittenberg hatte sie nach allen Wertungsprüfungen der Children vier Fehlerpunkte und schloss auf Rang fünf der Meisterschaftswertung ab.

Nach allen Wertungsprüfungen mit acht Fehlerpunkten gleichauf mussten Hanna Schumacher (Gahlen/RHL) mit High Dream und Julie Thielen (Losheim/SAL) mit Bad Man im Stechen um Bronze und Silber antreten. Ein Abwurf für Hanna Schumacher bedeutete für sie die Bronzemedaille und Silber für Julie Thielen mit Bad Man. Auch diese beiden Paare sind nicht nur bei den Ponyreitern angetreten, sondern auch mit ihren Großpferden bei den Children gestartet.

Bekanntes Duell im Stechen der Children
Neue Deutsche Meisterin in der Altersklasse der Children ist Joan Wecke (Möser/SAN). Mit Colina setzte sie sich im Stechen gegen Piet Menke aus Rastede (WES) und sein Erfolgspferd Cesha OLD durch. Weniger als eine Sekunde trennte die Gold- und Silbermedaillengewinner voneinander. Die beiden haben übrigens in diesem Jahr schon gemeinsam Mannschaftssilber bei den Europameisterschaften der Children im irischen Millstreet gewonnen. Dort hatte Colina, das Pferd von Joan Wecke, noch mit leichtem Fieber zu kämpfen gehabt, „deshalb hatten wir erst überlegt, dass sie nicht bei der DJM gehen soll. Aber sie war jetzt super fit und hat sich sehr gut angefühlt, es war die richtige Entscheidung, sie in Riesenbeck zu reiten“, erklärte Joan Wecke. Sie und Piet Menke haben sich schon beim Preis der Besten ein spannendes Stechen geliefert, auch damals ging es knapp zugunsten der Reiterin aus Sachsen-Anhalt aus.

„Natürlich habe ich gedacht, dass ich diesmal vor ihr landen könnte, aber ich bin auch so zufrieden, schließlich war es sehr knapp und für mich ist es in erster Linie wichtig, dass Cesha mal wieder toll gesprungen ist“, sagte Piet Menke. „In meinen Augen hat Cesha immer die Goldmedaille verdient, auch schon bei der Europameisterschaft, sie macht einfach immer einen tollen Job.“ Die beiden wurden Vierte in der EM-Einzelwertung. Nach erfolgreichen, aber intensiven Wochen habe Cesha jetzt auch eine Turnierpause: „Sie wird weiter geritten, aber soll viel auf die Weide und vor allem ins Gelände gehen, da lasse ich sie meist einfach laufen wie sie will“, sagt der Nachwuchsreiter aus Rastede.

Bronze geht an Alia Knack, die am Finaltag der DJM ihren 13. Geburtstag feierte. Sie kassierte im Stechen einen Abwurf an einem Oxer. Mit Campari machte sie sich neben einer Medaille aber noch ein Geburtstagsgeschenk und gewann die dritte Wertungsprüfung, da sie die schnellste Reiterin im zweiten Umlauf war und es im Stechen nur um die Medaillenvergabe der Meisterschaftswertung ging.

Philip Houston souverän bei den Junioren
Einen einzigen Springfehler am letzten Sprung der Deutschen Jugendmeisterschaften haben Philip Houston aus dem rheinischen Leichlingen und Kannella am Ende zu verzeichnen. Den Meistertitel in der Altersklasse der Junioren ließen sie sich trotzdem nicht nehmen, hatten sie schließlich sowohl die erste als auch die zweite Wertungsprüfung für sich entschieden und das Starterfeld von Beginn an angeführt. Die beiden gehörten in diesem Jahr zum deutschen Junioren-Team bei den Nachwuchs-Europameisterschaften im irischen Millstreet und waren Fünfte beim Preis der Besten. Rang zwei ging mit insgesamt 4,44 Punkten an Max Haunhorst und Charis (Hagen/WES), Bronze sicherten sich mit 5,97 Punkten Marec Dänekas (Holtland/WES) und seine zehnjährige Stute Papagena von Chacco Blue.

Flutlichtspringen als Premiere bei den Jungen Reitern
Erstmals wurde das Finale der Jungen Reiter in einem Flutlichtspringen schon am Samstagabend ausgetragen. Die Belohnung für die neue Idee: Volle Zuschauerränge, vor allem während des ersten Umlaufs, und eine stimmungsvolle Atmosphäre am Rande des Parcours. Sven Gero Hünicke aus Fehmarn und Sunshine Brown gewannen schon am Samstag souverän vor Philip Koch (Tasdorf) und Cees. Bronze geht an Marisa Braig aus Baden-Württemberg und Pablito van Erpekom.

Vertrag mit Horst-Gebers-Stiftung verlängert

Großes Dankeschön der Nachwuchsspringreiter an die Stiftung bei DJM in Riesenbeck

Riesenbeck (fn-press). Eine große Überraschung wartete am Samstagabend bei den Deutschen Jugendmeisterschaften auf Gerhard Schäfers, Vorstandsmitglied der Horst-Gebers-Stiftung. Nach der Siegerehrung der Jungen Reiter versammelten sich über hundert junge Springreiter und ihre Trainer mit „Danke“-Schildern auf dem großen Turnierplatz. Anlass war die Vertragsverlängerung mit der Horst-Gebers-Stiftung, die seit zwei Jahren der größte Förderer des Nachwuchsspringsports in Deutschland ist und dieses Engagement auch in den kommenden zwei Jahren fortsetzten wird. „Der Vertrag wurde heute offziell unterschrieben“, verkündete Heidi van Thiel (Essen), Bundesjugendwartin der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Wir sind stolz auf diese Förderung und wissen dies auch sehr zu schätzen“, bedankte sich die zweimalige Deutsche Meisterin der Jungen Reiter Theresa Ripke im Namen aller Reiter und berichtete vom erfolgreichen Siegerlehrgang mit Franke Sloothaak, der die Medaillengewinner 2015 bereits in diesem Frühjahr nach Riesenbeck geführt hatte. Im Namen der Verbände und Landestrainer bedankte sich Holger Hetzel (Goch) bei Schäfers und der Stiftung: „Die Horst-Gebers-Stiftung stellt ja nicht nur Geld und Ehrenpreise für große Prüfungen zur Verfügung, sondern hat sich vor allem auch die Nachwuchsförderung auf die Fahne geschrieben. Und wir als Landestrainer wissen ja, wie wichtig die Ausbildung in unserem Sport ist. Die Unterstützung durch die Stiftung kommt bei den Landesverbänden wirklich an und ermöglicht es uns beispielsweise, zusätzliche Trainingsmaßnahmen durchzuführen. Wir sind alle sehr dankbar zu hören, dass das Engagement weitergeführt wird.“

Die Horst-Gebers-Stiftung wurde 2011 durch testamentarische Verfügung von Frau Renate Gebers zum Andenken an ihren verstorbenen Ehemann, den gebürtigen Braunschweiger und passionierten Reiter Horst Gebers, gegründet. Satzungszweck der Stiftung ist die Förderung des Springreitsports. Betreut und beraten wird die Stiftung von der T.-BS Sportmarketing GmbH, unter der Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Axel Milkau. Ziel der Förderung ist eine nachhaltige Jugendarbeit im Sinne einer Steigerung des Niveaus im Jugend-Springsport durch gezielte und logisch aufeinander aufbauende Maßnahmen auf Landes- und Bundebene, wie beispielsweise Traineraus- und -weiterbildung, Unterstützung reiner Jugendturniere und nicht zuletzt die Förderung des Teamgeistes.

Vielseitigkeit

Weser-Ems und Hannover gewinnen Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit

Lena Pede und Anna Lena Schaaf in der Einzelwertung vorne

Warendorf (fn-press). Während in Rio die Großen im Vielseitigkeitssport noch mit ihrer Dressur zugange waren, absolvierte der Reiternachwuchs in Warendorf bereits das komplette Programm. Beim Bundesnachwuchschampionat sicherten sich die Ponymannschaft aus Weser-Ems sowie das U15-Junioren-Team vom Landesverband Hannover die uvex-Trophy 2016.

396,5 Punkte sammelten die Ponyreiter Jaimie Kemper (13, Haren) mit Rocky Biagotti, Marie Schreiber (13, Ganderkesee) mit Cool Man, Antonia Peiß (11, Bippen) mit Pelle, Janne Kleinbuntemeyer mit Chefassistent und Lea-Sophie Gasenzer (14, Oldenburg) mit Emily für das Team Weser-Ems. Das beste Einzelergebnis trug dazu Janne Kleinbuntemeyer (15, Osnabrück) bei, die in diesem Jahr bereits eine Abteilung der Goldenen Schärpe für sich entscheiden konnte. In Warendorf verpasste sie knapp den Sprung aufs Treppchen und wurde mit 136,5 Punkten Vierte. Der Sieg in der kombinierten Einzelwertung ging an die Einzelreiterin aus Berlin-Brandenburg, Lena Pede (14, Dahme) mit Mr. Berny, gefolgt von Theresa Schulze Wartenhorst (15, Everswinkel) mit dem Vizebundeschampion von 2013, Pascal S.W., und Chiara Sophie Graage (15, Bad Malente) mit Schierensees Sugar Babe. Alle drei zeichneten sich vor allem durch Topnoten beim Geländeritt aus. Insgesamt vergaben die Richter sieben Mal eine Note von 9 oder besser, für Lena Pede sogar die 9,6. Umgekehrt waren aber auch viele der Nachwuchsreiter und ihre Ponys den Aufgaben des Geländekurses und auch des Springparcours noch nicht gewachsen. 15 von 33 Paaren mussten sogar ausscheiden und erhielten dafür erstmals nach neuem Regelwerk einen Punkteabzug. „Man merkte ganz deutlich, wer die erfahreneren Reiter waren“, sagte Anna Schulze Zurmussen (Everswinkel), Mannschaftsführerin des mit knappstem Abstand (396,0 Punkte) zweitplatzierten Westfalenteams. Dritter wurde die rheinische Vierermannschaft mit 361,6 Punkten. Von den insgesamt zehn Teams traten nur die beiden Topmannschaften in voller Stärke, also mit fünf Paaren, an.

Der Sieg in der Abteilung Pferde ging erstmals seit 2010 wieder an ein Team aus Hannover. Mit 387,3 Punkten verwiesen Luisa Marie Losse (14, Loharbeck) mit Alula, Joelle Celina Selenkowitsch (15, Achim) mit Akeby’s Zum Glück, Janna Koch (15, Salzhausen) mit Flying Fire, Alicia Marie Endrikat (14, Wriedel) mit Octavio und Lilly Heuer (15, Luhmühlen) mit Countdown die Vorjahressieger Westfalen mit 385,3 auf den Silberrang. Dritter wurde mit 373,3 Punkten erstmals ein Trio aus Hamburg. In der Einzelwertung siegte allerdings ein rheinisches Paar, Anna Lena Schaaf (Hünxe) und Fairytale. Die beiden gewannen im vergangenen Jahr das U15-Bundesfinale, das aufgrund der Wetterbedingungen auf Dressur und Springen verkürzt war. In Warendorf bewies die deutsche Ponymeisterin, dass sie auch das Geländereiten beherrscht: Hier gab es für sie die 9,7. Auf Platz zwei landete Josephine Schulze Bisping (14, Werne) vom Team Westfalen mit dem bewährten, zuvor von Pauline Knorr gerittenen Abke’s Boy. Die Bronzemedaille sicherte sich Isabel Mengeler (15, Hamminkeln) aus dem Rheinland mit Checkred.

Hessenteam gewinnt Bundeswettkampf in Bad Harzburg

Silber für Weser-Ems, Rheinland auf Platz drei

Bad Harzburg (fn-press). Das Team Hessen hat den Bundeswettkampf 2016 in Bad Harzburg gewonnen und knüpfte damit an die Siege 2011 und 2012 an. Mit nur 142 Minuspunkten verwiesen Maria Hayessen (Staufenberg-Escherode) mit Huaso, Aline Stahn (Calden) mit Herzsprung, Elena Otto-Erley (Warendorf) mit Finest Fellow sowie Prof. Jens Adolphsen (Hungen) mit Huckleberry Finn die Mannschaften aus Weser-Ems (150,0) und Rheinland (161,2) auf die Plätze. Insgesamt entsandten neun Landespferdesportverbände eine Mannschaft.

Nach der Dressur lag noch die Mannschaft aus Westfalen in Führung, fiel im Gelände allerdings auf den vorletzten Platz zurück. Gleich die erste Starterin ließ ein Hindernis aus und schied damit aus, die zweite Reiterin hatte zwei Verweigerungen, die die Bilanz der Westfalen nach unten zogen. „Wir waren mit drei noch nicht so erfahrenen Junioren am Start. Das haben wir jetzt einfach mal aufs Erfahrungskonto gebucht“, sagte Mannschaftsführer Peter Müller (Soest). Das westfälische Quartett machte damit den Weg frei für die Mannschaft aus Hessen, die alle ohne Hindernisfehler und ohne oder nur mit ganz wenigen Zeitfehlern ins Ziel kamen. Dank der guten Vorleistungen in der Dressur reichte ihr Vorsprung auch aus, um sich trotz Springfehlern bis zum Ende auf Platz eins zu behaupten.

Anders die nur zu dritt angetretene Mannschaft aus dem Rheinland mit Antonia Baumgart (Düsseldorf) mit Rapunzel vom Quellhof, Frauke Rockhoff (Voerde) mit Leo vom Wurzeldeich und Julia Berels (Voerde) mit Maurice: Sie brachte zwar alle drei Reiter fehlerfrei ins Ziel der Geländestrecke, fiel im Springen jedoch wieder auf den ursprünglichen Platz drei zurück. Zweite in der Gesamtwertung wurde stattdessen die Mannschaft aus Weser-Ems mit Daniela Schmidt (Berge) mit Le Coeur Noir, Karsten Jaspers (Westerstede) mit Duke’s Delight, Merle Wewer (Peheim) mit Snipes und Alexandra Schwegmann (Neuenkirchen) mit Hierra S.

Den Sieg in der Einzelwertung der internationalen Ein-Stern-Prüfung (CCI1*), in deren Rahmen der Bundeswettkampf ausgeschrieben war, ging an Antonia Baumgart mit der erst siebenjährigen in der Schweiz gezogenen Riccione-Tochter Rapunzel vom Quellhof mit nur 43,4 Minuspunkten. Auf Platz zwei landete der Belgier Vincent Martens mit Elita S (44,0) vor der besten Teamreiterin aus Weser-Ems, Daniela Schmidt mit Le Coeur Noir (46,6).

Mit einem Sieg in der parallel ausgetragenen Ein-Stern-Kurzprüfung (CIC1*) wurde Maximilian Fritsch (Ennepetal) mit Piccadilly etwas für das Pech seines Westfalenteams im Bundeswettkampf entschädigt. Ein Abwurf am letzten Hindernis verhinderte den Sieg Cord Mysegaes (Ganderkesee) mit Granuela im CIC2*, dieser ging stattdessen an die Niederländerin Janneke Boonzaaijer mit Campbelle WS.

Longlist für EM Vielseitigkeit der Junioren und Jungen Reiter aufgestellt

„Doppel“-EM findet in Montelibretti in Italien statt

Warendorf (fn-press). Im Anschluss an das internationale Vielseitigkeitsturnier im niederländischen Helvoirt hat die AG Nachwuchs des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Longlist für die Europameisterschaften der Junioren und Jungen Reiter in Montelibretti (22. bis 25. September) aufgestellt. Nominiert wurden:

Junioren: Emma Brüssau (Schriesheim/BAW) mit Dark Desire GS und Donnerstag, Katharina Grupen (Brandis-Waldsteinberg/SAC) mit Royale Favorite, Anais Neumann (Nürmbrecht/RHL) mit Inka van de Vrobiehoeve und Pumuckl E, Caecilia Reemtsma (Groß-Walmstorf/MEV) mit River of Joy, Jerome Robiné (Darmstadt/HES) mit Guccimo R und Quaddeldou R, Lara Schapmann (Ostbevern/WEF) mit Quinzi Royal, Gesa Staas (Bramsche/WES) mit St Stacy und Johanna Zantop (Weilheim/BAW) mit FBW Santana’s Boy.

Junge Reiter: Marie-Sophie Arnold (Fürfeld/WES) mit Remember Me, Lisa-Marie Förster (Ahlen/WEF) mit Columbo, Rebecca-Juana Gerken (Rümpel/SHO) mit Scipio S, Svenja Hansen (Bösdorf/SHO) mit Carrelon, Hanna Knüppel (Kisdorf/SHO) mit Carismo, Tina Krüger (Eching/BAY) mit Dolce Mia, Annina Lutter (Much/RHL) mit Rock Girl H, Hella Meise (Steinhagen/WEF) mit First Flight Beauty und Flora Reemtsma (Groß Walmstorf/MEV) mit Ikarosz, außerdem Jerome Robiné (Darmstadt/HES) mit Quaddeldou R, der laut Reglement allerdings nur in einer von beiden Altersklassen starten darf.

DERBY-Dynamic-Junioren-Cup: Anna Lena Schaaf auch hier auf Erfolgskurs

Ponyeuropameisterin führt zusammen mit Josephine Schulze Bisping das Ranking an

Warendorf (fn-press). Anna Lena Schaaf hat einen Lauf. Die 15-Jährige aus dem rheinischen Voerde ist nicht nur Deutsche und Europameisterin der Ponyvielseitigkeitsreiter, sondern auch Bundesnachwuchschampionesse mit ihrem Pferd Fairytale. Mit der neunjährigen Fidertanz-Tochter führt sie nun auch noch das Ranking im DERBY-Dynamic-Junioren-Cup 2016 an.

Schon seit vielen Jahren hat sich DERBY Pferdefutter die Nachwuchsförderung in der Vielseitigkeit auf die Fahnen geschrieben. Gemeinsam mit dem Deutschen Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) wurde im letzten Jahr eine neue Ausrichtung entwickelt. Um gezielt die jüngsten Reiter auf dem Weg in den Spitzensport zu begleiten, werden in möglichst eigens ausgeschriebenen Junioren- bzw. U18-Vielseitigkeitsprüfungen der Klasse L sowie des Bundesnachwuchschampionats Vielseitigkeit in Warendorf die Reiterinnen und Reiter bis 15 Jahre in einer Serienwertung rangiert. Dank ihres dritten Platzes in Kaiseresch und ihres Sieges in Warendorf führt Schaaf mit Fairytale die Spitze gemeinsam mit der beim Bundesnachwuchschampionat zweitplatzierten Josephine Schulze Bisping (Werne) mit Abke’s Boy an, die mit einem zweiten Platz in Hamm-Rhynern zu ihr aufschloss. Beide haben 40 Punkte auf dem Konto. Auf dem dritten Platz rangiert mit 35 Punkten Joelle Celina Selenkowitsch (Achim) mit Akeby’s Zum Glück mit 35 Punkten.

Nur noch eine Station, Waitzrodt/Immenhausen, trennt die Nachwuchsreiter vom U15-Bundesfinale, das im Rahmen der Deutschen Ponymeisterschaft vom 15. bis 18. September ausgetragen wird. Teilnehmer an der Serie, die älter als 15 Jahre sind, wird empfohlen, den Start im CIC* Lauterbach als Saisonziel anzupeilen.

Mehr Informationen unter www.pferd-aktuell.de/vielseitigkeit/derby-dynamic-junioren-cup.

Fahren

WM Einspänner: Doppelgold für Deutschland

Dieter Lauterbach Einzel-Weltmeister

Köflach/AUT (fn-press). Deutschlands Einspännerfahrer sind die besten der Welt. Nach 2010 und 2012 gewannen sie Anfang August im österreichischen Staatsgestüt Piber zum dritten Mal sowohl in der Mannschaft als auch in Einzelwertung Gold. Edelmetall in doppelter Ausfertigung holte sich Dieter Lauterbach aus Dillenburg. Zum Gold-Team gehörten außerdem Marlen Fallak (Nägelstedt) und Jens Chladek (Viernheim).

Dieter Lauterbach musste beim abschließenden Hindernisfahren starke Nerven beweisen. Nach Dressur (Platz sechs) und Gelände (Platz vier) hatte der 51-jährige mit seinem Sportpartner Dirigent (Hesse v. Dartagnan) gerademal 0,2 Punkte Vorsprung vor den Verfolgern. Als letzter Starter wusste er aber, dass sich die beiden ärgsten Konkurrenten, das polnische Geschwisterpaar Weronika und Bartlomiej Kwiatek, bereits 3,38 bzw. 4,58 Fehler geleistet hatten. Lauterbach und Dirigent fuhren eine saubere Runde, lediglich 1,40 Punkte mussten ihrem Konto hinzuaddiert werden. Und das hieß Gold für den hessischen Gestütbeamten, der mit Ausnahme von 2010 bei jeder WM dabei war und 2006 mit Einzelbronze sein bestes Ergebnis erzielte. Silber gewann Weronika Kwiatek, die Niederländerin Saskia Siebers fuhr sich mit einer Nullrunde durch den Kegelparcours auf den Bronzerang vor.

Auch die Mannschaftsentscheidung war spannend. Das deutsche Team, das mit dem Dressursieg von Marlen Fallak und Tessa FST gleich nach der ersten Teilprüfung in Führung gegangen war, hatte nach Dressur und Marathon einen Abwurf und 2,4 Zeitfehler Vorsprung vor Polen. Der 21-jährige Jens Chladek und Cheyenn blieben fehlerfrei und mit den 1,4 Punkten von Lauterbach und Dirigent vergrößerte sich der Abstand auf die Zweitplatzierten polnischen Fahrer auf 11,2 Punkte. Bronze gewann das Team aus der Schweiz. „Marlen hatte uns mit ihrer Runde (4,86 Punkte) bereits auf der Goldposition gehalten“, berichtete Equipechef Fritz Otto-Erley (Warendorf). „Durch die Nullrunde von Jens wurde das Ergebnis ‚nur‘ noch verbessert, und Dieter hatte dann auch ein bisschen den Rücken frei. Ein tolles Ergebnis, wir freuen uns riesig!“

Marlen Fallak und Tessa FST beendeten die Einzelwertung auf Rang 13, Jens Chladek und Cheyenn wurden 16. Einzelfahrerin Claudia Lauterbach (Dillenburg) und FST Velten wurden 21., Lars Krüger (Grumbach) und Adonis 43. Insgesamt gingen 75 Teilnehmer an den Start, 18 Nationen stellten eine Mannschaft.

DM Vierspänner: Georg von Stein holt Titel

Duen Zweiter, Sandmann Dritter

Lähden (fn-press). Der kleine Ort Lähden im Emsland war wieder einmal das Mekka der Fahrsportenthusiasten. Für die deutschen Vierspännerfahrer ging es nicht nur um nationale Ehren, sondern vor allem auch um die Teilnahme an den Weltmeisterschaften, die vom 31. August bis 4. September im niederländischen Breda anstehen. Neuer Deutscher Meister wurde Georg von Stein aus Modautal, der – natürlich – ebenso wie die fünf ihm in der DM-Rangierung Folgenden nun das Ticket für die WM in der Tasche hat.

Der 43-jährige von Stein, der in Lähden seinen dritten DM-Titel einfuhr, startete mit Platz vier in der Dressur in den Wettbewerb und spielte dann im Marathon seine ganze Erfahrung aus. Obwohl er in zwei Hindernissen Probleme hatte, schaffte er es dennoch, den Sieg in dieser Teilprüfung nach Hause zu fahren. Sein Vorsprung auf die Nachfolgenden war da schon sehr deutlich und eine lediglich mit Zeitfehlern behaftete Runde durch den Kegelparcours (Platz eins) ließ den Leiter eines Turnier-, Ausbildungs- und Pensionsstalls im hessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg jubeln. DM-Zweiter und Vierter im internationalen Starterfeld wurde Rainer Duen (Minden/Westfalen), DM-Bronze holte sich „Hausherr“ Christoph Sandmann. Titelverteidiger Michael Brauchle (Lauchheim/Hülen) folgte in der DM-Wertung auf Platz vier, Dressursiegerin Mareike Harm (Negernbötel/Schleswig-Holstein) wurde Fünfte, Rene Poensgen (Eschweiler/Rheinland) Sechster. Für alle sind nun die WM das nächste Ziel. Die deutsche Meisterwertung war eingebettet in ein internationales Drei-Sterne-Turnier, das gleichzeitig auch als Qualifikationsprüfung für den Hallen-Weltcup gewertet wurde. Die Plätze zwei und drei blieben hier in „Familienhand“: Platz zwei für Jozsef Dobrovitz jun. (Ungarn), Platz drei für Vater Jozsef Dobrovitz.

Lähden wäre nicht Lähden, wenn es „nur“ eine Deutsche Meisterschaft und ein Internationales Vierspännerturnier gegeben hätte. Auch die Vierspänner-Ponys und die Zweispänner (Pferde und Ponys) maßen sich in internationalen Wettbewerben. Hinzu kamen noch nationalen Prüfungen für Zweispänner. Insgesamt gingen weit mehr als 100 Gespanne an den Start, die wie immer Top-Bedingungen vorfanden. Die Kombinierte Wertung der Pony-Vierspänner war eine knappe Entscheidung: Es siegte der Wunstorfer Sven Kneifel mit gerade mal 0,39 Punkten Vorsprung vor Jaqueline Walter (Minden) und dem amtierenden Deutschen Meister Michael Bügener (Emsdetten). Bei den Zweispännern gelang Lars Schwitte (Südlohn-Oeding) fast ein Start-Ziel-Sieg: Platz eins in der Dressur, Platz eins im Hindernisfahren. Lediglich im Gelände musste der 41-jährige mit Platz sechs etwas zurückstehen (Platz eins hier ging an Dennis Schneiders). Dennoch siegte Schwitte mit einem komfortablen Vorsprung von 9,5 Punkten vor Sandro Koalick (Drebkau) und dem Niederländer Harrie Verstappen. Die Entscheidung bei den Pony-Zweispännern hingegen war denkbar knapp: 0,15 Punkte hatte Weltmeister Jan-Felix Pfeffer (Hamburg) am Ende weniger auf seinem Konto als Christoph Weihe (Minden). Platz drei ging an die junge niederländische Fahrerin Rodinde Rutjens. Die nationale Zweispännerprüfung (Pferde) gewann Anna Sandmann (Lähden), bei den Zweispänner-Ponys ging der Sieg an den Deutschen Jugendmeister 2015, Thomas Schuppert (Kremkau).

FN-Fahrsportkoordinator Fritz Otto-Erley zog am Ende eine positive Bilanz. „Die Geländeprüfung war ausgesprochen anspruchsvoll, umso höher sind auch die Leistungen der Zweispännerfahrer und Pony-Vierspännerfahrer einzuordnen“, sagte er. „Hier deutet sich nicht nur mit Lars Schwitte, Sven Kneifel und Jaqueline Walther auch ein Generationswechsel an“. Überschattet wurde die Geländeprüfung von zwei Unfällen: Zweispännerfahrer Arndt Lörcher (Wolfenbüttel) flog im Hindernis sechs vom Bock und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden, Rainer Bruehlheide „verlor“ in Hindernis eins seine Beifahrerin (und Ehefrau). Beide hatten jedoch Glück im Unglück. Arndt Lörcher schrieb auf seiner Facebook-Seite von zwei gebrochenen Dornwirbeln („Es geht mir soweit aber gut“) und Beate Bruelheide kam, so Fritz Otto-Erley, mit einigen Prellungen davon.

Moritzburg: Die Sieger der Championatstage 2016

Cadett und Enfado P sind die ersten Bundeschampions des Jahres, Amore Mio und Rosella heißen die Titelträger bei den Fahrponys

Moritzburg (fn-press). Die ersten Bundeschampions des Jahres 2016 wurden bei der 15. Auflage der Moritzburger Championatstage auf dem sächsischen Landgestüt gekürt. Bei den vier- bis fünfjährigen Schweren Warmblütern siegte der Hengst Cadett, den Titel bei den älteren Sechs- und Siebenjährigen sicherte sich der Wallach Enfado P. Sieger des Championats der vier- und fünfjährigen Fahrponys wurde der Hengst Amore Mio, unter den sechs- bis siebenjährigen holte die Stute Rosella den Titel. Das Fahrponychampionat wurde in Moritzburg zum neunten Mal ausgetragen.

Bei den Schweren Warmblütern konnte sich in der jüngeren Altersklasse der vierjährige Cadett (v. Celtis – Eichbaum) dank seines auszeichnenden Ausbildungsstandes und seiner gezeigten Leistungen als Sieger mit einer Wertnote von 23,80 durchsetzen. Während die Richter Dr. Klaus Christ (Günzburg) und Bettina Rigbers-Böhnisch (Donaueschingen) den Auftritt des dunkelbraunen Hengstes mit einer Note von 7,75 bewerteten (diese Note zählte für das Ergebnis doppelt), vergab Fremdfahrer Wolfgang Lohrer (Meißenheim) die Wertnote 8,30. Der Hengst wurde von Dirk Hofmann (RFV Moritzburg) gefahren. Cadett stammt aus der Zucht des Kossek Hofes (Sayda) und befindet sich im Besitz der SGV Landgestüt Moritzburg. Der zweite Platz ging an die vierjährige Fee (v. Elbcapitän – Lordano). Die braune Stute wurde durch Bettina Winkler (RFV Gestüt Bretmühle) in einer gekonnten Fahrweise vorgestellt. Sie erhielt für ihre gezeigten Leistungen die Wertnote 23,74 (Richter 7,92/Fremdfahrer 7,9) und kam damit denkbar knapp an Cadett heran. Fee kommt aus der Zucht von Sandro Hauß (Herzberg) und befindet sich im Besitz von Michelle-Sophie Bloßfeld (Herzberg). Dritte wurde die Stute Samba-Lott (v. Celtis – Eichbaum), gefahren von Steffen Horn (RFV Taubenheim) mit einer Wertnote von 23,20 (Richter 7,55/Fremdfahrer 8,10). Wie Cadett stammt Samba-Lott in gleicher Abstammung aus der Zucht des Kossek Hofes. Die braune Stute befindet sich im Besitz ihres genannten Fahrers aus Klipphausen.

Bei den sechs- und siebenjährigen Schweren Warmblütern siegte der sechsjährige Enfado P (v. Excellent – Ellrado). Der braune Wallach erhielt eine Gesamtnote von 15,94, die sich aus einer Note von 7,58 für die Fahraufgabe und einer 8,36 im Gelände errechnete. Jovanca Marie Kessler (RFV Dillenburg) stellte Enfado P in beiden Aufgaben überzeugend vor. Enfado P wurde von Gerd Pohlers (Glauchau) gezogen und befindet sich im Besitz von Martin Kessler (Friedewalde). Der zweite Platz in dieser Altersklasse ging an Dirk Hofmann (RFV Moritzburg) mit dem sechsjährigen Hengst Valenzio (v. Valerius – Ellrado), Bundeschampion des vergangenen Jahres. Für ihn errechnete sich eine Note von 15,93 (Viereck 7,5; Gelände 8,43). Zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten lag somit eine Differenz von lediglich 0,01 Punkten. Hierbei war Enfado P etwas besser in der Dressur, Valenzio bestach im Gelände. Beide seien hoffnungsvolle Fahrpferde für den Leistungssport, so das Urteil von Dr. Klaus Christ. Bemerkenswert ist, dass Valenzio wie auch Enfado P von Gerd Pohlers gezogen wurde. Der braune Hengst befindet sich im Besitz des SGV Landgestüt Moritzburg. An dritter Stelle positionierte sich die sechsjährige Rapp-Stute Nena A (v. Gordon – Esprit), vorgeführt von Michael Buls (RFV Osterzgebirge Dittersdorf) mit einer Benotung von 13,37 (6,08/7,29). Auch hier präsentierte sich ein vielversprechendes Fahrpferd. Als Züchter zeichnen sich Steffi und Holm Agthe (Großheringen) verantwortlich, Besitzer ist Elke Büttner (Glashütte).

Neuer Fahrponychampion wurde der fünfjährige Amore Mio (v. Atlantic – Nobelius) mit 22,72 Punkten (7,66/7,40). Der Haflinger-Hengst wurde von Christian Marquardt (RFV Meura) vorgestellt. Er stammt aus der Zucht der ZG Stange (Edertal-Bergheim) und befindet sich auch in deren Besitz. Der Hengst zeigte sich als ein gut ausgebildetes und ausdrucksvolles Fahrpony mit einer sehr guten Perspektive. Als Richter fungierten Dr. Klaus Christ und Lothar Winkler (Zwickau). Fremdfahrer war der Bundestrainer der Ein- und Zweispänner, Wolfgang Lohrer. Vize-Fahrponychampion bei den Vier- und Fünfjährigen wurde mit Cash a Smile (v. Charivari – Colano), ein deutsche Reitpony mit Franz-Josef May (Pferdefreund Stevertal) an den Leinen (22,16: 7,08/8,00). Die Fuchsstute stammt aus der Zucht von Hildegard Ellers (Emstek) und befindet sich im Besitz von Joachim Vullriede (Großenkneten). Auch sie wurde als gut ausgebildetes und ausdrucksvolles Fahrpony mit einer sehr guten Perspektive gelobt. Dritter wurde der vierjährige Edelbluthaflinger Salvator SCH (v. San Remo – Stromer) mit 20,50 Punkten (6,50/7,50). Präsentiert wurde der Hengst von Kathrin Karosser (Pffrd. Am Wendelstein).

Fahrchampion der sechs- bis siebenjährigen Ponys wurde die siebenjährige Haflinger Stute Rosella (v. Weritas – Nanking) mit Kathrin Karosser (Pffrd. Am Wendelstein) an den Leinen. Rosella wurde mit 15,50 (Viereck 7,50/Gelände 8,00) benotet. Damit stellte die Championesse von 2013 ihre Qualitäten erneut unter Beweis. Rosella wurde von Josef Singer (Bad Feilnbach) gezogen und befindet sich im Besitz von Stephan Lettl (Ebersberg). Zweiter in dieser Altersklasse wurde das Deutsche Reitpony Maruscha N (v. Antares N – Mangold) mit 14,45 Punkten (6,66/7,79). Die Isabell-Stute wurde durch Louise Hansen (Schubyer RV) gekonnt vorgestellt. Der braune Wallach Desert Moon (v. FS Don´t Worry – Arts-Ramagun) wurde mit einer Bewertung von 13,96 Punkten (6,66/7,30) Dritter. Das Deutsche Reitpony wurde von seiner Besitzerin Wendy Mickler (Voerde) gefahren. Gezogen wurde Desert Moon von der ZG Greis-Tünnißen (Rheurdt).

Um den Titel des Bundeschampions der Schweren Warmblüter und den des Fahrponychampions wetteiferten im sächsischen Landgestüt Moritzburg die besten deutschen vier- und fünfjährigen Pferde der Rassen Schweres Warmblut, Altoldenburger/Ostfriesen sowie Altwürttemberger mit deutschem Abstammungsnachweis. Bei den Ponys waren FN-registrierte Turnierponys (Liste I bis III) zugelassen. Zum zweiten Mal waren auch sechs- und siebenjährige Schwere Warmblüter und Fahrponys im Wettbewerb. Sie alle musste sich über eine Eignungsprüfung der Klasse A (vier- und fünfjährige) bzw. der Klasse M (sechs- und siebenjährige) für das Finale qualifizieren. Zusätzlich bestand für die jüngeren vier- und fünfjährigen Pferde und Ponys noch die Möglichkeit, sich über die „Trostrunde“ noch ein Finalticket zu sichern. Während für die jüngeren Pferde und Ponys im Finale ein Fremdfahrertest anstand, mussten die älteren ihr Können nicht nur in einer Dressur sondern auch in einem kombinierten Hindernisfahren unter Beweis stellen.

Breda lädt zur WM der Vierspänner

Das deutsche Team bei der Weltmeisterschaft vom 31. August bis 4. September

Breda/NED (fn-press). Am ersten Septemberwochenende findet im niederländischen Breda der Saisonhöhepunkt der Vierspännerfahrer statt. Mehr als 70 Gespanne werden vom 31. August bis 4. September in der Gemeinde unweit von Rotterdam erwartet, um bei den FEI-Weltmeisterschaft neue Titelträger in Team und Einzel zu küren.

Erstmals sind pro Nation bis zu sechs Teilnehmer zugelassen, die Niederlande als Gastgeber dürfen sogar mit neun Fahrern an den Start gehen. Los geht es am Mittwoch, 31. August, mit dem obligatorischen Vet-Check und der offiziellen Eröffnungsfeier. Am Donnerstag und Freitag, 1. und 2. September, folgt die Dressur, ehe es traditionell am Samstag, 3. September, für den Marathon ins Gelände geht. Wer neuer Weltmeister wird, entscheidet sich am Sonntag, 4. September, im abschließenden Kegelfahren. Titelverteidiger sind das Team aus den Niederlanden, das seit 2007 auf Championaten ungeschlagen ist, und der in den Niederlanden beheimatete Australier Boyd Exell im Einzel. Das deutsche Team gewann bei den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren im französischen Caen in der Normandie die Silbermedaille.

Für Deutschland sind unter der Leitung von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger (Rechtmehring) folgende Fahrer beim Championat in Breda dabei (in alphatbetischer Reihenfolge):

Michael Brauchle (Lauchheim-Hülen): Der 26-jährige angehende Hufschmied aus Bayern ist amtierender Europameister und hat Deutschland schon mehrfach bei Championaten erfolgreich vertreten. Bereits elfjährig griff er erstmals zu den Leinen und fuhr zunächst ein- und zweispännig. Seit mittlerweile zehn Jahren ist er im Vierspänner unterwegs und hat sich als feste Größe im deutschen Team etabliert. Brauchle, der als Marathon-Spezialist gilt, kommt aus einer vom Fahrsport infizierten Familie, sein zwei Jahre älterer Bruder Steffen fährt ebenfalls sehr erfolgreich Pony-Viererzüge.

Rainer Duen (Minden): Der 45-jährige gelernte Pferdewirt gehört schon seit Mitte der 1990er Jahre regelmäßig zu den erfolgreichsten deutschen Vierspännerfahrern. Duen, der ursprünglich aus dem niedersächsischen Friesoythe stammt, fuhr Mitte August bei den deutschen Meisterschaften in Lähden auf den Silberrang, entsprechend gut in Form ist sein Gespann. Der Träger des Goldenen Fahrabzeichens war 2006 bereits Weltmeister mit dem deutschen Team.

Mareike Harm (Negernbötel): Vierspänner fahren war lange Zeit nur etwas für Männer. Doch seit einigen Jahren gehört die 30-jährige Mareike Harm aus Schleswig-Holstein als eine von ganz wenigen Frauen fest zur Szene. Zuvor fuhr sie erfolgreich Einspänner, ritt Dressur bis St. Georges und Springen bis Klasse M. Schon 2012 nahm sie an den Weltmeisterschaften der Vierspänner in Riesenbeck teil, in 2016 war sie Fünfte bei den Deutschen Meisterschaften. Ihre Stärke hat Mareike Harm in der Dressur, seit letztem Jahr hat sie ein neues Gespann an den Leinen: Der Viererzug des Belgiers Felix Brasseur wechselte nach dessen Karriereende komplett zu ihr. Mareike Harm hat in Kiel Agrarwissenschaften studiert und betreibt gemeinsam mit ihrer Mutter südlich von Neumünster einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Pensionspferdehaltung.

Rene Poensgen (Eschweiler): Aus der Nähe von Aachen kommend, faszinierten den 36-jährigen schon als Kind beim Familienausflug zum dortigen CHIO die Vierspännerzüge mit ihren rasanten Fahrten durch das Stadion. Heute steuert der gelernte Bäcker selbst einen solchen Viererzug und durfte in diesem Jahr erstmals vor heimischer Kulisse beim „Weltfest des Pferdesports“ in Aachen an den Start gehen. Schon dort lautete sein persönliches Saisonziel, sich für die Weltmeisterschaft in Breda zu qualifizieren. Dies schaffte er u. a. mit einem sechsten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Lähden. Gemeinsam mit seinem Bruder führt Rene Poensgen einen familieneigenen Bäckereibetrieb in zweiter Generation.

Christoph Sandmann (Lähden): Der 49-jährige Speditionskaufmann mit eigener Firma ist der wohl erfahrenste Vierspännerfahrer im deutschen Team. Seit 1990 gehörte er fast immer zur deutschen Mannschaft bei Weltmeisterschaften und gewann mit ihr dreimal Gold, fünfmal Silber und dreimal Bronze. In dieser Saison sicherte er sich bei den Deutschen Meisterschaften auf seiner eigenen Anlage die Bronzemedaille und gehörte zum Team, das im Nationenpreis beim CHIO in Aachen auf den zweiten Platz fuhr. Auch Sandmanns 20-jährige Tochter Anna ist im Fahrsport erfolgreich. Sie holte 2014 und 2015 jeweils Silber bei den Deutschen Meisterschaften der Zweispänner und gab in diesem Jahr ihr Debüt bei den Vierspännern.

Georg von Stein (Modautal): Der 44-jährige Betreiber einer Reitanlage im hessischen Odenwald sammelte zunächst im Springparcours Erfolge, ehe er auf den Kutschbock umstieg. In Breda gehört er nun bereits zum vierten Mal einem deutschen WM-Team an. Dass seine Form gut ist, bewies von Stein erst Mitte August, als er sich in Lähden seinen dritten Deutschen Meistertitel sicherte. Auch beim CHIO in Aachen war er mit Platz sechs in der Einzelwertung bester deutscher Fahrer. Familie von Stein betreibt im Odenwald übrigens auch ein Gasthaus, serviert wird gut bürgerliche Küche. hoh

Weitere Informationen zu den FEI-Weltmeisterschaften der Vierspänner in Breda gibt es unter www.outdoorbrabant.nl/en_GB.

Deutsche Starter bei der WM junger Fahrpferde

Ungarn ist vom 8. bis 11. September zum zweiten Mal Gastgeber des Championats

Mezöhegyes/HUN (fn-press). Nach der Premiere der Veranstaltung im vergangenen Jahr finden auch in diesem Jahr wieder FEI-Weltmeisterschaften junger Fahrpferde statt. Eine Woche nach den DKB-Bundeschampionaten ist das ungarische Staatsgestüt Mezöhegyes vom 8. bis 11. September erneut Gastgeber dieser kontinentalen Titelkämpfe. Aus Deutschland reisen acht Nachwuchstalente vor der Kutsche zum Championat.

Die acht für die schwarz-rot-goldenen Farben startenden jungen Fahrpferde verteilen sich auf alle drei ausgeschriebenen Altersklassen. Nach diesen geordnet und in alphabetischer Reihenfolge starten folgende Nachwuchspferde aus deutscher Zucht:

Fünfjährige Fahrpferde: Barbie Millicent, Hannoveraner Stute v. Bequia – Harvard (Fahrerin: Marion Freymann); Fiderella, Westfälische Stute v. Fiderstep – Rubinstein I (Fahrer: Ulrich Hengemühl); Samba-Lott, Schwere Warmblutstute v. Celtis – Eichenbaum (Fahrer: Steffen Horn); Sir Magic, Westfälischer Wallach v. San Amour – Sir Bedo (Fahrer: Hans-Georg Röper) und Veritabel, Schwerer Warmbluthengst v. Veritas – Ellington (Fahrer: Dirk Hofmann).

Sechsjährige Fahrpferde: Enfado P, Schwerer Warmblutwallach v. Excellent – Ellrado (Fahrerin: Jovanca Marie Kessler) und Valenzio, Schwerer Warmbluthengst v. Valerius – Ellrado (Fahrer: Dirk Hofmann).

Siebenjährige Fahrpferde: Partitur, Hannoveraner Stute v. Weltruhm – Don Frederico (Fahrerin: Marion Freymann)

Bei den Weltmeisterschaften junger Fahrpferde absolvieren die fünf- bis siebenjährigen Youngster analog zum deutschen Bundeschampionat nach Altersklassen getrennt eine Dressuraufgabe kombiniert mit einem Kegelfahren. Beurteilt werden der Schritt, der Arbeits- und der Mitteltrab, die Ausbildung sowie der Gesamteindruck. Für die sechs- und siebenjährigen Fahrpferde steht zudem eine Geländeprüfung auf dem Programm. hoh

Weitere Informationen zur WM der jungen Fahrpferde gibt es unter http://mezohegyesmenes.hu/site/category/fei-world-driving-championship-for-young-horses/.

Voltigieren

WM Le Mans: Drei Mal Silber und Bronze für deutsche Voltigierer

Deutsche Voltigierer gewinnen in jeder Disziplin eine Medaille

Le Mans/FRA (fn-press). Drei Mal Silber, einmal Bronze – so lautete das Ergebnis der deutschen Topvoltigierer, die heute im französischen Le Mans mit dem letzten Kürdurchlauf ihre Weltmeisterschaften beendeten.

Wie bei der EM der Junioren am Tag zuvor, machten auch bei den „Senioren“ die Damen den Anfang. Hier gefiel den Richtern die fehlerfrei geturnte „Zombie“-Kür von Kristina Boe (Hamburg) auf Don de la Mar (Longenführerin: Winnie Schlüter) am besten, mit einem Gesamtergebnis von 8,108 Punkten musste sie sich allerdings der Österreicherin Jasmin Lindner (8,212) geschlagen geben. Für die Medizinerin aus Hamburg, die seit 2013 regelmäßig zum deutschen Championatsteam zählt, ist die Silbermedaille der erste Treppchenplatz. Bereits im Frühjahr deutete sich ihr Erfolgsjahr mit einem zweiten Platz beim Weltcupfinale in Dortmund und dem Sieg beim CVIO Aachen an. Dritte wurde die Italienerin Anna Cavallaro mit 7,992 Punkten. Auch Janika Derks (Dormagen), die in Le Mans von Jessica Lichtenberg auf Bella Bientje vorgestellt wurde, konnte zum Abschluss noch einmal mit ihrer akrobatischen Kür punkten. Beim ersten Durchgang war sie jedoch einmal abgerutscht. So verpasste sie mit 7,935 Zählern knapp eine Medaille und wurde Vierte. Vizeeuropameisterin Corinna Knauf (Köln), die wie gewohnt von ihrer Schwester Alexandra Knauf auf Fabiola vorgestellt wurde, landete mit ihre „Evita“-Kür auf Platz sieben.

Jannis Drewell gewinnt Bronze
Wie nicht anders zu erwarten, waren die Medaillen besonders in der Herrenkonkurrenz heiß umkämpft. „Das war ein echter Voltigier-Krimi“, sagte Bundestrainerin Ulla Ramge. „Das war ein ganz hohes Niveau und eigentlich hätte es sechs Weltmeister geben müssen.“ Es kann aber nur einen geben und der hieß in Le Mans Lambert Leclezio. Der 19-Jährige, der vor zwei Jahren sein Heimatland Mauritius erstmals bei Weltreiterspielen vertrat und im vergangenen Jahr den FEI-Award als „Rising Star“ erhielt, konnte sich bereits im ersten Durchgang an die Spitze setzen. In der finalen Kür landete er zwar hinter dem Franzosen Victor Haennel mit seiner „Napoleon-Kür“, mit 8,135 Punkten war ihm der Titel aber nicht zu nehmen. Haennel gewann mit 8,127 Punkten Silber vor Jannis Drewell auf Diabolus (Simone Drewell). Für den Europameister sah es nach einem Sturz im ersten Durchgang noch nicht nach einer Medaille aus, doch mit einer glänzenden zweiten Runde kämpfte er sich mit 8,117 Punkten vom fünften auf den Bronzerang vor. Das Nachsehen hatte Daniel Kaiser (Delitzsch), der mit seiner „Houdini“-Kür bereits das Weltcupfinale gewinnen konnte. In Le Mans landete Pferdesportjournalist und -fotograf, der von Nina Vorberg auf Down Under vorgestellt wurde, mit 8,107 Punkten knapp an den Medaillen vorbei auf Platz vier. Vizeeuropameister Thomas Brüsewitz (Garbsen) mit Bigstar (Irina Lenkeit) wurde mit 8,053 Punkten Fünfter.

Silber für Derks/Kay
Mit zwei neuen Paaren waren die Deutschen im Pas-de-Deux vertreten. Besonderes Pech hatten die beiden Altenaer Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes, vorgestellt von Nina Vorberg auf Dragoner OE. Bei ihrer Romeo-und-Julia-Kür, mit der sie in diesem Jahr in Dortmund ihren ersten großen Auftritt hatten und in Aachen Fünfte wurden, rutschte Gerdes einmal ab und es brauchte einen Moment, bis beide wieder auf Spur waren. Auch in Le Mans lag das Duo nach dem ersten Durchgang auf Platz fünf, am Ende wurde mit 7,694 Punkten Platz sieben daraus. Einen Sprung nach vorne machte dagegen die noch recht neue Kombination, Janika Derks und Johannes Kay (Neuss), die in Aachen ihren ersten großen Auftritt gehabt hatte. Sie kämpften sich mit ihrer sportlich anspruchsvollen Kür vom vierten auf den Silberrang vor (8,435). Am Ende mussten sie nur den Titelverteidigern Lukas Wacha und Jasmin Lindner aus Österreich mit 9,084 Punkten den Vortritt lassen, die wie schon in Caen 2014 Gold gewannen. Dritte wurden Lucie und Simon Chevrel aus Frankreich mit 8,370 Punkten.

Silber für Team Deutschand
Die Stunde der Gastgeber schlug schließlich in der Teamwertung, die den krönenden Abschluss der Weltmeisterschaften bildete. Mit ihrem ideenreichen Auftritt als schwarz- und weißgefiederte Vogelschar ließ das französische Team der Konkurrenz keine Chance, lieferte mit 8,973 die am höchsten bewertete Kür und verwies das Team des VV Ingelsberg mit Lazio und Alexander Hartl an der Longe auf den Silberrang. Das Gesamtergebnis der Franzosen: 8,343 Punkte. Die pflichtstarken Bayern kamen am Ende auf 8,260 Punkte. Auf dem dritten Platz landete das österreichische Team mit 8,159 Punkten.

Drei Mal Silber, einmal Bronze: ein tolles Ergebnis, aber angesichts der Favoritenrolle der Deutschen und des sensationellen Erfolgs der Nachwuchsvoltigierer bei ihrer Europameisterschaft am Tag zuvor eher ernüchternd? „Auf keinen Fall. Wir sind sehr zufrieden. Wir sind die einzige Nation, die in allen Disziplinen eine Medaille gewonnen hat. Wir hatten uns vorgenommen, mit einem Sack voller Edelmetall nach Hause zu kommen, das haben wir erreicht. Über die Farbe hatten wir nicht gesprochen“, sagt Ulla Ramge und lacht. „Klar, hätten wir uns über das ein oder andere Gold gefreut. Das ist nun das Ziel für die Weltreiterspiele in zwei Jahren.“

Le Mans: Medaillensegen für deutsche Nachwuchsvoltigierer  

Pferdeakrobaten gewinnen drei Mal Gold, zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze bei EM in Frankreich

Le Mans/FRA (fn-press). Mit einem ganzen Sack voller Edelmetall haben die Nachwuchsvoltigierer in Le Mans vorgelegt: Bei den Europameisterschaften sammelten Mara Xander, Konstantin Näser und die Doppelvoltigierer Diana Harwardt und Julian Kögl Gold, dazu gab es zwei Mal Silber und zwei Mal Bronze. „Ich habe schon damit gerechnet, dass unsere Junioren gut sind. Aber sie sind auch immer für eine Überraschung gut und das Favoritenfeld ist noch nicht so klar abzuschätzen wie bei den Senioren. Fakt ist, sie waren hier alle überzeugend und insgesamt den anderen klar überlegen“, sagte Bundestrainerin Ulla Ramge.

Die Damen machten den Auftakt. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge der bisherigen Rangierung. „Perhaps, perhaps, perhaps“ hieß das passende musikalische Thema von Hannah Steverding, mit dem sie sich vom vierten Rang auf den Bronzeplatz zurückturnte. Vorgestellt wurde die Herxheimerin auf Cyrano von Doris Marquart. Preis-der-Besten-Siegerin Franziska Peitzmeier (Langenberg) auf Dorian Gray SN (Longenführerin Anna Brinkmann) landete wie schon im Vorjahr auf dem Silberrang. Für ihre „Geisha“-Kür zur Musik von Madakaro Mieru erzielte sie von der Jury im ersten Durchgang die besten Noten, im zweiten Durchgang führte allerdings kein Weg an Mara Xander aus dem baden-württembergischen Nordheim vorbei. „Vier gute Umläufe, mit denen ich zufrieden bin“, hatte sich diese zum Ziel für die EM gesetzt. Zufrieden waren zumindest die Richter, denn sie sahen die 15-Jährige im zweiten Durchgang sowohl in der Pflicht als auch mit ihrer Charlie Chaplin-Kür an der Spitze. Als Einzige der Nachwuchsvoltigiererinnen erzielte die Deutsche Meisterin mit 8,147 Punkten ein Gesamtergebnis über „8“ und darf sich nun auch als Europameisterin feiern lassen. Mit am Gold von Mara Xander beteiligt: der 15-jährige Rheinländer Wallach Luigi (v. Leonardo) und Longenführerin Andrea Blatz.

Wie der Tag bei den Damen begonnen hatte, ging er für die Herren weiter. Dies war allerdings weniger vorhersehbar. Pech hatte insbesondere der Preis-der-Besten-Sieger Gregor Klehe (Grasbrunn), der mit einem Beinahe-Sturz in der ersten Kür schon wichtige Punkte verloren hatte und trotz einer gelungenen Kür im zweiten Durchgang den Anschluss an die Spitze nicht mehr fand. Anders seine Kollegen Konstantin Näser (Gäufelden) und Leon Hüsgen (Neuss), die sich nach einem etwas durchwachsenen Beginn in der ersten Pflicht von Umlauf zu Umlauf steigerten und mit der letzten Kür je eine Medaille sicherten. Für Hüsgen, der auf Smarti mit Elisabeth Simon an der Longe antrat, war es die Bronzemedaille, für Näser sogar Gold. Der Baden-Württemberger, dessen Vater bereits selbst Voltigierer war, turnte sich mit seiner High-Motivation-Kür bereits im ersten Durchgang auf Platz zwei und konnte sich im Finale schließlich gegen den noch sehr jungen Franzosen Ludo Campion durchsetzen. Dieser gewann am Ende Silber. Vorgestellt wurde Konstantin Näser wie Hannah Steverding auf Cyrano, mit Doris Marquart als Longenführerin.

Zum dritten Mal „Gold für Deutschland“ hieß es bei den Doppelvoltigierern. Mit ihrer Kür zur Musik des Films „Wenn Träume fliegen lernen „Finding Neverland)“ setzte sich das deutsche Duo, Diana Harwardt (Bernau) und Julian Kögl (Blankenfelde-Mahlow), mit Abstand vom übrigen Starterfeld ab. Vorgestellt wurden die beiden von Andrea Harwardt auf dem elfjährigen Oldenburger Longinus, der ansonsten auch beim Reitverein Integration in der Hippotherapie eingesetzt wird und auf der letzten Hippologica in Berlin im Schaubild „Hippotherapie“ des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten mitwirkte. Auf dem Silberrang landeten die spanischen Schwestern Layla Ann und Luca Mae Fraser. Die Bronzemedaille sicherten sich Clara Köpke und Lara Maurer aus Österreich.

Drei Mal waren es deutsche Nachwuchsvoltigierer, die bis zuletzt auf dem „Kiss-and-Cry-Treppchen“ stehen bleiben durften, während andere dieses wieder verlassen mussten. Im letzten Finale bibberten die Schweizer Gruppe und das Team des VFZ Mainz-Ebersheim mit Longenführerin Alexandra Dietrich als letzte Starter bei der Bekanntgabe der Noten. Schließlich waren es die Eidgenossen, die jubelten. Sie hatten beim letzten Auftritt noch einmal alle Register gezogen und ließen damit die Deutschen mit ihrer „Fernost“-Kür hinter sich. Team Deutschland gewann Silber, Bronze ging an das Team aus Österreich.

Bundesausbildertgagung Voltigieren in Lagenfeld  

Großes Voltigierevent vom12. bis 13. November auf Gut Langfort

Langenfeld (fn-press). Die Bundesausbildertagung Voltigieren findet in diesem Jahr am 12. bis 13. November in Langenfeld statt, eingebettet in ein großes Voltigierevent auf der Anlage des Pferdesportzentrums Rheinland. Dort erwarten die Teilnehmer zwei Tage voller spannender Vorträgen und Workshops.

Sage und schreibe 100 einzelne Programmpunkten umfasst die Tagesordnung der Voltigiertagung auf Gut Langfort, Das ist eine ganze Menge, auch wenn etliche Workshops mehrfach angeboten werden, um allen die Chance auf eine Teilnahme zu bieten. Die Bandbreite reicht vom gezielten Training bestimmter Elemente, das Zusammenstellen von Küren und geht weiter über Ausdrucksschulung, mentales Training und Dopingprävention bis hin zum Üben einzelner Pflichtelemente auf dem galoppierenden Holzpferd „Movie“. Ebenfalls nicht fehlen dürfen die Vermittlung von Basiswissen Pferdekunde und Tipps zum Longieren, dazu gibt es auch noch eine offene Fragestunde zu den Themen LPO, APO und Aufgabenheft und vieles mehr. Die Kosten betragen bis zum 30. September 95 Euro, danach 115 Euro für Erwachsene, Schüler und Studenten, ab 18 Jahre, erhalten eine Vergünstigung für das ganze Wochenende.

Informationen und Anmeldung unter www.psvr-online.de/voltigieren-auf-gut-langfort.html.

Reining

Givrins: Historischer Erfolg für deutsche Reiner  

Deutsche Reiner gewinnen WM-Silber / EM-Gold für Junge Reiter

Givrins/SUI (fn-press). Endlich. Der Fluch ist gebannt. Zum ersten Mal holen die deutschen Reiter bei einer Reining-Weltmeisterschaft eine Medaille. Silber ist sie (660 Punkte) und hat fast einen goldenen Rand, denn mit nur 1,5 Punkten Vorsprung ging die Goldmedaille an die Belgier (661,5). Bronze holte sich das Team aus Österreich (653,5). Bei der einen Medaille sollte es im schweizerischen Givrins, wo die WM gemeinsam mit der Europameisterschaft der Jungen Reiter und Junioren ausgetragen wurde, aber nicht bleiben.

Im Einzel-Wettbewerb kam sogar noch eine zweite WM-Medaille hinzu. Grischa Ludwig (Bitz) wurde neuer Vize-Weltmeister Reining. In einem spannenden Stechen setzte er sich mit seinem siebenjährigen Quarter Horse-Hengst Whiz Im Smart (221,5/217,5 Punkte) gegen die Österreicherin Tina Künstner-Mantl mit Nu Chexomatic (221,5/212,5) durch, die damit die Bronzemedaille gewann. Weltmeister wurde der Italiener Gennaro Lendi (222) mit Yanky Gun. Insgesamt kämpften in Givrins/Schweiz auf der CS Ranch 21 Reiter aus sechs Nationen im Einzelfinale um den höchsten Reining-Einzeltitel.

Nach Silber 2015 hat es jetzt mit Gold geklappt. Das deutsche Team der Jungen Reiter holte sich bei den Europameisterschaften Reining den Titel (651 Punkte). Damit blieb den Titelverteidigern aus Italien diesmal nur der zweite Platz auf dem Treppchen. Die Bronzemedaille ging an die Jungen Reiter aus Belgien (629). Ohne Medaile blieb das Juniorenteam aus Deutschland. Mit dem Titel Europameister schmückt sich Italien (638,5), Vize-Europameister wurde Frankreich (626,5) und die Bronzemedaille sicherten sich die Junioren aus Belgien (608,5).

In der Einzelwertung wurde bei den Jungen Reitern Gina Maria Schumacher neue Reining-Europameisterin. Mit ihrem siebenjährigen Quarter Horse-Wallach Arc Gun M Oaks holte sie sich nach Gold mit dem Team ihre insgesamt fünfte Jugend-EM-Medaille. Jakob Behringer und Anna Voss teilen sich den vierten Platz. Nur ein halber Punkt trennte sie von der Bronzemedaille, die an die Österreicherin Tari Whizin ging. Vize-Europameister wurde der Vorjahresdritte Enrico Sciulli aus Italien.

Bei den Junioren machte sich bemerkbar, dass die deutschen Reiter am Tag zuvor für den Team-Wettbewerb alles gegeben hatten. Ein Stolperer ihres Pferdes machte eine Belohnung der Leistung der erst 14-jährigen Franziska Wallner zunichte, die mit Platz zwölf beste Deutsche in dieser Altersklasse wurde.

Ausbildung und Wissenschaft

FN-Kongress: „Kindgerechter Reitunterricht“ – Fortbildung für Ausbilder

Ausbilderfortbildung am 25. November in Warendorf

Warendorf (fn-press). „Kindgerechter Reitunterricht“ ist das Thema des diesjährigen Kongresses für Ausbilder, zu dem die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) am 25. November nach Warendorf einlädt. Der FN-Kongress beleuchtet, wie kindgerechter Reitunterricht für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren aussehen muss. Die Nachfrage dieser Zielgruppe nach Reitunterricht ist sehr groß. Sie erfordert aber auch spezielle Kenntnisse bei den Ausbildern.

Der Kongress beginnt mit einem Einführungsreferat durch Prof. Dr. Thomas Jaitner. Der Professor für Bewegung- und Trainingswissenschaften an der TU Dortmund spricht über Training im Kindes- und Jugendalter, sportliche Leistungsfähigkeit im (Reit)Sport und die Besonderheiten im Kinder- und Jugendtraining. Wie kann Kinderreitunterricht langfristig und entwicklungsadäquat aufgebaut werden? Wie lernt ein Kind? Welche Entwicklungsphasen von Kindern müssen wie berücksichtigt werden? Welche Übungen mit und ohne Pferd/Pony sind sinnvoll? Diese Fragen beantworten in ihrem Kongressbeitrag Dr. Maike Riedel, Dozentin am Institut für Sport- und Sportwissenschaft der TU Dortmund, und Lina Otto, Pferdewirtschaftsmeisterin an der Reitschule Altrogge-Terbrack in Nottuln.

Nach der Mittagspause weiter geht es mit einem inspirierenden „Blick über den Tellerrand – Ansätze und Initiativen zur Ausbildung im Kinderhandball“ durch den Vortrag von Renate Schubert, Vorsitzende des Arbeitskreises Kinder- und Schulhandball im Deutschen Handballbund (DHB), und Dietrich Späte, Präsident der Trainer- und Methodik-Kommission der internationalen Handball-Federation. Ulrike Mohr, Pferdewirtschaftsmeisterin und Inhaberin des Kinderreitsportzentrums Bensheim, gibt dann konkrete Tipps für den Reitunterricht: „Kleine Kinder – kleine Ponys: Theoretische Ausbildungswege und Lösungsmöglichkeiten für die Praxis“.

Der Kongress beginnt um 10 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Für die Verlängerung von Ausbilderlizenzen wird die Veranstaltung mit sechs Lehreinheiten anerkannt. Die Teilnahmegebühr beträgt 60 Euro, für Persönliche Mitglieder 50 Euro (inklusive Mittagsimbiss und Kaffee). Anmeldungen und weitere Informationen unter www.pferd-aktuell.de/fn-service/veranstaltungskalender.

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht  
Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2015 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Änderungen vorbehalten:

VERDEN Deutsche Meisterschaft Voltigieren Senioren
25. – 28. August
Internet http://dm.verden-turnier.de

MORITZBURG Bundeschampionat Deutsches Fahrpony/Schweres Warmblut
19. – 21. August oder 27. – 29. August
Pressekontakt: Susann Pretzschner
Telefon 035207/89639
E-Mail pretzschner@pzvst.de
Internet www.pzvst.de

WARENDORF DKB-Bundeschampionate
30. August – 04. September
Pressekontakt: FN, Adelheid Borchardt
Telefon 02581/6362192, Fax 02581/636288
E-Mail aborchardt@fn-dokr.de
Internet www.dkb-bundeschampionate.de

BREDA/NED Weltmeisterschaften Vierspänner Fahrer
31. August – 04. September
Internet www.outdoorbrabant.nl

RIO DE JANEIRO/BRA Paralympics
7. – 18. September
Internet: www.rio2016.com

DONAUESCHINGEN Deutsche Meisterschaft Vierspänner Fahrer (Ponys)
15. – 18. September
Internet www.chi-donaueschingen.de

LANAKEN/BEL Weltmeisterschaften Junger Springpferde
15. – 18. September
Internet www.zangersheide.com

LAUTERBACH Deutsche Meisterschaft Vielseitigkeit (Pony)
16. – 18. September
Internet http://ruf-lauterbach.net

MONTELIBRETTI/ITA Europameisterschaft Vielseitigkeit Junioren/Junge Reiter
22. – 25. September
Internet http://robertobonfili.weebly.com

KIEL Baltic Horse Show
06. – 09. Oktober
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.baltic-horse-show.de

LE LION D’ANGER/FRA Weltmeisterschaften Junger Vielseitigkeitspferde
15. – 18. Oktober
Internet www.mondialdulion.com

NÜRNBERG Faszination Pferd
27. Okt. – 01. Nov.
Pressekontakt: Wolfgang Heinrich
AFAG Messen und Ausstellungen GmbH
Telefon 0911/988330, Fax 0911/98833500
E-Mail info@afag.de
Internet www.afag.de

MÜNCHEN Munich Indoors
10. – 13. November
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.engarde.de

STUTTGART Stuttgarter German Masters
16. – 20. November
Pressekontakt: MPS-Gesellschaft für Marketing- und Presseservice mbH, Hartmut Binder
Telefon 0711/9023412, Fax 0711/9023499
E-Mail hartmut.binder@mps-agentur.de
Internet www.stuttgart-german-masters.de

Verden Bundesnachwuchschampionat Dressur (Pony)
18. – 20. November
Internet www.psvhan.de

OLDENBURG Agravis-Cup
24. – 27. November
Pressekontakt: Escon-Marketing GmbH
Telefon 04473/94110, Fax 04473/9411119
E-Mail info@escon-marketing.de
Internet www.escon-marketing.de

AACHEN Salut-Festival
24. – 27. November
Pressekontakt: Aachen-Laurensberger Rennverein e.V.
Telefon 0241/9171182, Fax 0241/9171181
E-Mail presse@chioaachen.de
Internet www.salut-festival.de

FRANKFURT Internationales Festhallen Reitturnier
15. – 18. Dezember
Pressekontakt: Comtainment GmbH
Telefon 04307/827973, Fax 04307/827979
E-Mail andreas.kerstan@comtainment.de
Internet www.pst-marketing.de

Quelle: FN-press

(Schenefeld)  Vom 25. – 28. August ist das Sommerturnier Horse & Classic in Schenefeld Gastgeber der Springsportserie Lotto 3plus1, präsentiert von Holsteiner Masters. Diese dritte Station birgt die letzte Chance, sich für das Finale im Rahmen der Baltic Horse Show vom 6. – 9. Oktober 2016 zu empfehlen. Nur die 25 punktbesten Teilnehmer erhalten die Einladung zum Finale bei der Baltic Horse Show und das entfaltet enorme Anziehungskraft…

Praktisch ganz Norddeutschland im Sattel wird in Schenefeld bei der dritten und letzten Station vor dem Finale antreten, um den Punktestand auszubauen, bzw. die Chance nutzen, noch den Sprung unter die besten 25 zu schaffen. So ist Ebba Johansson aus Schweden in Schenefeld am Samstag dabei, wenn im Springen Kl. S** zu Lotto 3plus1 präsentiert von Holsteiner Masters gebeten wird. Die Amazone jumpte gleich zum Auftakt in Tasdorf an die Spitze, ihr folgte auf Fehmarn Inga Czwalina und jetzt wird nach dem dritten Sieger, bzw. der dritten Siegerin bei Lotto 3plus1 gesucht….

Die dritte Qualifikation zur von Holsteiner Masters präsentierten Serie Lotto 3plus1 beginnt am Samstag um 15.30 Uhr und ist eine Springprüfung Kl. S**, live zu sehen bei www.clipmyhorse.de. Erst nach dieser dritten Etappe steht auch fest, wer die Top-Drei in der Serie sind, die in den internationalen Prüfungen der Baltic Horse Show vom 06. – 09.10.2016 an den Start gehen dürfen. Dort zelebrieren Norddeutschlands Beste das Finale von Lotto 3plus1, präsentiert von Holsteiner Masters. Übrigens eine echte Herausforderung, denn in der Finalprüfung wird um die doppelte Punktzahl geritten…..

Aktuelles Ranking Holsteiner Masters präsentiert Lotto 3plus1
1  Kock-Evers, Jakob 45 Punkte
2  Czwalina, Inga 43
3  Hess, Christian 38
4  Hackbarth, Laura Jane 36
5  Ahlmann, Dirk 33
6  Saggau, Charlott 32
7  Johansson, Ebba 28
7 Luther, Jesse 28
9  Lüneburg, Jule 26
10  Loven, Philip 23
11  Meves, Jan 21
11 Rathjen, Peter 21
13  Characklis, Erin 20
14  Sandoval Munoz, Ana Carolina 19
15  Paulsen, Gordon 18
15 Ahlmann, Pheline 18
17 Bengtsson, Evi 17
17 Schneider, Miriam 17
19 Herzog, Dennis 16
19 Merli Soler, Alejandro 16
21  Naeve, Jörg 15
22  Jörke, Johannes 14
23  Ryan, Eoin 13
24  Erni, Andreas 12
25  Voß, Thomas 10

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Stefan Stuhr/ Lars Bak Andersen (li.) und Alejandro Merli Soler (re.) – ein Däne und ein Spanier trumpften 2015 mächtig in der Serie Lotto 3plus1 auf.

(Klein Roscharden/ Lastrup) Vom 25. – 28. August ist der Zuchthof Klatte in Klein Roscharden der In-Treffpunkt der Pferdewelt, vor allem aber auch ideales Ausflugsziel für große und kleine Besucher und Familien. Das CSI in Klein Roscharden lockt nicht nur Reiter und rund 500 Pferde aus mehr als 20 Nationen – darunter Olympiasieger, Welt- und Europameister, wie der Titelträger Jeroen Dubbeldam. Er gewann Doppelgold bei WM und EM 2014 und 2015. Auch der glückliche Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele, Peder Fredricson aus Schweden, steuert das CSI in Klein Roscharden an. Das internationale Turnier ist vor allem aber auch ein Ereignis für die gesamte Region. Die gute Nachricht: Der Eintritt ist frei, das Angebot vielfältig…

Sportlich ist Klein Roscharden für die internationalen Gäste dank der guten Plätze hervorragend aufgestellt und bietet ein umfangreiches Programm mit verschiedenen Touren für unterschiedliche Pferde und damit auch viel Gelegenheit zum reiten. Höhepunkte sind dabei eindeutig die Weltranglistenspringen am Samstagnachmittag und der Große Preis von Klein Roscharden am Sonntag. Rundherum ist die Veranstaltung ebenso gut aufgestellt, denn das CSI ist Familienevent, Treffpunkt und Spaßfaktor. So dürfen die kleinsten Besucher im Kinderland ihrem Bewegungsdrang nachkommen und z.B. die Hüpfburg erobern.

Partys nach Maß
Wenn so viele Menschen an einem Sportstandort zusammentreffen, ist das immer auch ein Grund zum feiern: schon am Donnerstagabend steigt die Welcome Beach Party im Roschardener Sand – übrigens fehlt es dann an nichts – auch ein Surfsimulator kann dann ausprobiert werden. Am Freitag bitten die Veranstalter zur Auktionsparty mit dem legendären DJ Fuego direkt im Anschluss an die 15. ESI Fohlenauktion. Exquisit, spektakulär, einfach gut  – so sieht die Fohlenkollektion aus und wird packende Bieterduelle auslösen. Gäste aus Brasilien, den USA, Russland Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und aus Europa haben sich angekündigt. Samstagabend wird DJ Fuego „das Haus“ bei der Summernightparty „rocken“ und sommerlich soll es ja in den kommenden Tagen tatsächlich werden. Also auf an den „Klatte-Beach“….

Europameister in jung
Zwei ganz junge Europameister in der Teilnehmerliste werden beim CSI Klein Roscharden erhöhte Aufmerksamkeit bekommen, denn sie sind beide Mitglieder der RSG Klein Roscharden: Der neue Europameister der Jungen Reiter im Springen, Guido Klatte, reitet beim Familienevent. Klatte jun. gewann Ende Juli in Millstreet mit Quingdao zum ersten Mal EM-Gold bei den jungen Reitern. Und der Mannschafts-Europameister und Silbermedaillengewinner der EM-Children ist Calvin Böckmann –  ebenfalls ein „Lastruper Jung“ – und beim CSI Klein Roscharden mit von der Partie. Nur weniger Gemeinden können das von sich behaupten: Internationaler Turnierstandort und Zuhause von gleich zwei Eurpameistern zu sein….

Live dabei
Das CSI Klein Roscharden/ Lastrup ist live zu sehen beim Pferdesportportal ClipMyHorse.de.
Das Turnier im Internet: www.equievents.de
Bei Facebook: https://www.facebook.com/events/1811296045760942/

Quelle: Comtainment GmbH