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Ein neues Talent gibt sich in diesem Jahr bei der APASSIONATA-Tournee „Im Bann des Spiegels“ die Ehre: Die Kunst von Nina Lill, einer im Turniersport sehr erfolgreichen Westernreiterin, ist in der Show zu bewundern. Obgleich sie schon häufig im Rahmen von Messen und anderen Reitsportevents aufgetreten ist, hat die große Tour von APASSIONATA einen anderen Stellenwert. Über acht Monate hinweg wird die 27-jährige Pfälzerin fast jedes Wochenende in einer anderen Stadt mit ihrem Quarter Horse „Jewel“ auftreten. Ein Zeitplan, an den sich Reiter und Pferd erst gewöhnen müssen. Doch der Einsatz lohnt sich, wie sich schon in den ersten Showstädten zeigte! Mit tosendem Applaus wird jeder der atemberaubend schnellen Spins des Western-Paares belohnt, das größte Lob für die harte Arbeit. Doch die anmutige Amazone ist auch abseits der Show in der Reiterszene wohlbekannt: Gemeinsam mit Wallach „Jewel“ wurde sie 2009 Europameisterin im Team und einzeln im „Reining“, einer Abfolge schwieriger Manöver im Galopp. Ein Jahr zuvor gewann sie in Kreuth bei Nürnberg mit dem hübschen Fuchs das Derby-Championat – und die Erfolgsserie von Nina Lill setzt sich immer weiter fort. In einem kurzen Interview erzählt sie, wie das Westernreiten ihr Herz eroberte und was es heißt, bei APASSIONATA dabei zu sein:

Foto: Apassionata - Westernreiten / western riding

Foto: Apassionata – Westernreiten / western riding

Wie bist du zum Western-Sport gekommen?
Westernreiten ist meine große Leidenschaft, seit ich 10 Jahre alt bin. Zuerst bin ich Ponys geritten und habe mich auch am englischen Reitstil versucht. Aber über meine Mutter und meine erste Quarter Horse-Stute „Robins“ entdeckte ich das Westernreiten für mich und bin dabei geblieben. Diese energiegeladene Reitweise entspricht einfach meinem Charakter und ist so zu einer absoluten Passion geworden!

Foto: Apassionata - Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Foto: Apassionata – Freiheitspferd und Tuchartistin / Liberty horse with silk act

Was ist das Besondere an deinem Pferd „Jewel“?
„Jewel“ ist von meiner Mutter selbst gezogen und wirklich ein Ausnahmepferd. Während seiner Ausbildung haben wir schnell gemerkt, dass sehr viel mehr als ein reines Freizeitpferd in ihm steckt und ihn entsprechend gefördert. Er war von Anfang an unser Liebling und ist es bis heute geblieben. „Jewel“ ist unglaublich kooperativ und weiß genau, wann er 100% geben muss. Mit ihm bin ich 2009 auch Europameisterin im Reining geworden! Um so etwas zu erreichen, muss man schon einen ganz besonderen vierbeinigen Partner haben. Das ist auch der Grund, aus dem ich ihn zu APASSIONATA mitnehme – er ist einfach der Beste!

Foto: Apassionata - Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Foto: Apassionata – Comedy-Pferd „Simba“ / comedy horse „Simba“

Was bedeutet es für dich, bei APASSIONATA dabei zu sein?
APASSIONATA bedeutet für mich, mit tollen anderen Reitern eine unvergessliche Zeit zu erleben und auch, mich mit „Jewel“ zusammen weiter zu entwickeln. Ich bin natürlich schon auf mehreren Shows geritten, aber eine so große und lange Tournee durch Europa haben wir noch nie mitgemacht. Es ist für mein Pferd und mich ein großes Abenteuer.

 

Die neue APASSIONATA Show „Im Bann des Spiegels“:
Wie immer bei APASSIONATA erwartet die Besucher mit „Im Bann des Spiegels“ ein einmaliges Zusammenspiel aus Reitkunst der Superlative, in Szene gesetzt durch wundervolle Kompositionen aus zauberhaften Lichtinstallationen, Bühneneffekten und emotionsgeladenen Rhythmen, Melodien und Tanzchoreografien. Neu sind diesmal Einlagen hochkarätiger Akrobatik auf und über der Erde, ebenso wie die Performance einer Ikone der Westernreiterei. Erstmals treten überdies niedliche Welshponys in der Show auf, und auch die große Freiheitsdressur überrascht, begeistert und berührt! Auf diese Weise möchte sich das APASSIONATA-Team einmal mehr selbst übertreffen und bis Juni 2016 Zuschauer in 30 Städten Europas im wahrsten Sinne in den Bann ziehen!

Weitere Details, den Tourplan sowie Bildmaterial finden Sie unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

Mehr Informationen unter http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/?utm_source=Reiterportal%2024&utm_medium=PR-Text&utm_campaign=apa%2013%20National

 

Quelle: APASSIONATA GmbH

Foto: Apassionata/ Logo APASSIONATA Im-Bann-des-Spiegels

FEI – FN – DOKR

Deutsche Amateur-Meisterschaften gehen in die zweite Runde

Mehr Qualifikationsmöglichkeiten in Dressur und Springen

Nach dem großen Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr gehen die Deutschen Amateur-Meisterschaften 2018 in die zweite Runde – mit einigen Neuerungen. So wird es in Dressur und Springen jeweils zwei Qualifikationsprüfung und/oder eine Landes-Amateur-Meisterschaft pro Landesverband geben. Der Modus der DAM Springen wurde an den der DM angepasst, so dass ab diesem Jahr drei Wertungsspringen über Sieg und Platz entscheiden. Unverändert bleiben die Finalstandorte Dagobertshausen als Ausrichter der DAM Dressur und Springen (14. bis 16. September) sowie Langenhagen-Twenge als Ausrichter der DAM Vielseitigkeit im Rahmen des CIC2* (7. bis 10. September).

Mit den Neuerungen geht die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) auf die Wünsche der Aktiven nach der ansonsten mehr als gelungenen ersten Deutschen Amateur-Meisterschaft Dressur und Springen auf der Reitanlage Dagobertshausen bei Marburg in Hessen ein. Ab diesem Jahr wird es daher zwei Qualifikationsveranstaltungen und/oder eine Landes-Amateur-Meisterschaft pro Landesverband geben, über die sich die Reiter für das Finale empfehlen können. Dabei werden die Teilnehmer je Landesverband rangiert, wobei der Bestplatzierte 25 Punkte erhält, die jeweils folgenden Reiter 20, 15, 10, 9, 8 Punkte, usw. Bei mehr als 13 Teilnehmern aus einem Landesverband erhalten alle weiteren rangierten Teilnehmer einen Punkt. Die errittenen Punkte aus beiden Qualifikationsturnieren werden addiert. Die Vergabe der Finalplätze erfolgt dann wie schon 2017 gemäß einer Quote, die sich anhand der Anzahl der in Frage kommenden Reiter pro Landesverband ergibt.

Zusätzlich sind im Springen die jeweils Bestplatzierten des letzten Bundesfinals (Klasse S) des Fördervereins Amateur- und Berufsreiter (FAB) und der letzten FAB-Landesfinals (Klasse S), der Bestplatzierte des letzten Finals des Amateur-Springreiterclub Deutschlands sowie ein über die Sonderwertung des Formats „DKB Monatssieger“ ermittelter Teilnehmer bei den DAM startberechtigt, sofern sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen.

Insgesamt können sich zirka 60 Teilnehmer für das Finale qualifizieren, in der Dressur sind es 40 Teilnehmer. Hier sind zusätzlich die jeweils Bestplatzierten des letzten FAB-Bundesfinals (Klasse S) und der letzten FAB-Landesfinals (Klasse S) startberechtigt. An den DAM Dressur und Springen können alle Reiter teilnehmen, die im laufenden Kalenderjahr mindestens 26 Jahre alt werden (Jahrgang 1992 und älter), gemäß gültiger Jahresturnierlizenz die Leistungsklassen 2 oder 3 besitzen, international für Deutschland startberechtigt sind (deutsche Staatsbürgerschaft) sowie in die Option A (geschlossene Prüfungen) eingestuft sind. Des Weiteren muss im aktuellen Anrechnungszeitraum mindestens eine Platzierung in der Klasse S der jeweiligen Disziplin nachgewiesen werden.

Neuer Austragungsmodus im Springen
Die Deutschen Amateur-Meisterschaften Springen setzen sich anders als im Vorjahr aus drei Wertungsprüfungen zusammen. Im ersten Wertungsspringen, einer Springprüfung Klasse S*, erhält der Sieger x plus einen Punkt, je nach Anzahl der Teilnehmer, der Zweitplatzierte x minus eins, der Dritte x minus zwei und so weiter. In der zweiten Wertung, einem Zwei-Phasen-Springen der Klasse S*, wird dasselbe Punktesystem mit dem Faktor 1,25 angewandt. Die 30 punktbesten Teilnehmer der ersten beiden Wertungsprüfungen sind im Finale, einer Springprüfung Klasse S* mit Siegerrunde, startberechtigt. Die Finalisten nehmen ihre errittenen Punkte mit, hinzukommen die Punkte aus der Finalplatzierung (Faktor 1,5). Für diejenigen, die sich nicht für das Finale empfehlen konnten, gibt es zum Abschluss ein Kleines Finale (Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse M**).

In der Dressur ist der Austragungsmodus der Amateur-Meisterschaften unverändert. Die DAM beginnt mit einer Finalqualifikation in Form eines Prix St. Georges für alle startberechtigten DAM-Teilnehmer. Die besten Zwölf sind direkt für das Kür-Finale (ebenfalls St. Georg-Niveau) qualifiziert. Die Übrigen haben allerdings die Chance, sich über das Kleine Finale (Aufgabe S5) noch einen von drei zusätzlichen Startplätzen im Finale zu sichern. Der Sieger in der Kür ist Deutscher Amateur-Meister 2018.

DAM Vielseitigkeit in Langenhagen-Twenge
Ebenfalls unverändert ist die Ausschreibung der Deutschen Amateur-Meisterschaft Vielseitigkeit. Anders als in Dressur und Springen gibt es hier keine gesonderten Qualifikationsprüfungen. Jeder, der die Zulassungskriterien erfüllt, wird in der DAM-Sonderwertung des CIC2* Langenhagen berücksichtigt. An den DAM Vielseitigkeit können alle Reiter teilnehmen, die im laufenden Kalenderjahr mindestens 26 Jahre alt werden (Jahrgang 1992 und älter), gemäß gültiger Jahresturnierlizenz die Leistungsklassen V2 bis V4 besitzen und international für Deutschland startberechtigt sind (deutsche Staatsbürgerschaft). Ausgeschlossen sind – analog den Regeln der Option A – Teilnehmer mit abgeschlossener Prüfung zum Pferdewirt (sofern nicht bei Pferdewirten mit Prüfung vor 2014 auf Antrag der Amateur-Status gewährt wurde) beziehungsweise Pferdewirtschaftsmeister „klassische Reitausbildung“ sowie Teilnehmer, die in der Disziplin Vielseitigkeit in der zurückliegenden Saison (vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017) mit mehr als drei verschiedenen Pferden (inklusive Aufbau-LP; exklusive Pony-LP bzw. Platzierungen, die mit Ponys errungen wurden und – auf Antrag – Mannschafts-LP,) platziert waren. Je Teilnehmer sind maximal zwei Pferde (6-jährig und älter) zugelassen, wobei nur das Pferd mit dem besseren Ergebnis für die DAM-Platzierung zählt. Voraussetzung für den Start ist außerdem, dass die Teilnehmer mit den genannten Pferden in 2017 oder bis Ende August 2018 bereits in CIC/CCI1*-Prüfungen platziert gewesen sind und für CIC2* qualifiziert sind oder einmal mit den genannten Pferden ein „MER“ in CIC2* erzielt haben. Pferde, die im selben Jahr an der Deutschen Meisterschaft Vielseitigkeit in Luhmühlen teilgenommen haben, sind nicht startberechtigt.

Eine Übersicht über die DAM-Qualifikationsturniere Dressur und Springen gibt es unter www.pferd-aktuell.de/dam.

FNverlag

Neu im FNverlag: Der Kutschenführerschein – Sicheres Gespannfahren im Straßenverkehr

Offizielles Prüfungslehrbuch für den Erwerb des Kutschenführerscheins A – Privatperson

Die Einführung des Kutschenführerscheins ist Bestandteil einer breit angelegten Initiative der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zum sicheren Fahren mit Pferdegespannen im Straßenverkehr. Ziel ist es, dass künftig jeder Gespannfahrer, der am Straßenverkehr teilnimmt, entsprechendes Fachwissen zur Sicherheit für sich selbst, seine Pferde und Dritte sowie zum Umgang mit den Pferden erwirbt und jederzeit seine Qualifikation in Form des Kutschenführerscheins vorweisen kann. Das neu im FNverlag erschienene Lehrbuch vermittelt anschaulich alle prüfungsrelevanten Inhalte für Lehrgänge zum Erwerb des Kutschenführerscheins A – Privatperson. Es deckt auch den Teil „Sicherheit von Pferdegespannen“ ab, der zum Ablegen des FN-Fahrabzeichens 5 (FA 5) benötigt wird.

Im Fokus des Kutschenführerscheins A – Privatperson stehen insbesondere das sichere, vorausschauende Fahren im Straßenverkehr und im Gelände, die korrekte Ausbildung zum verkehrssicheren Pferd, Sicherheitsaspekte bei Wagen, Geschirr und der übrigen Ausrüstung sowie versicherungsrelevante Fragen. Die Inhalte werden mithilfe zahlreicher Fotos und Grafiken veranschaulicht. Dazu finden Gespannfahrer viele Praxistipps, wie sie die Sicherheit ihres Gespanns weiter optimieren können. Berücksichtigt wird außerdem die aktuelle Gesetzgebung für private Pferdehalter und Fuhrbetriebe

Die Autorin Anja Sagkob gibt zusammen mit ihrem Ehemann Thomas Sagkob seit 2007 die Fachzeitschrift „Pferd & Wagen“ heraus und ist selbst Trainerin B Fahren Leistungssport. Die Germanistin und Medienwissenschaftlerin reitet seit Kindesbeinen und kam 2002 zum Fahren. Dabei beschäftigte sie sich nicht nur aus journalistischer Neugier, sondern auch als aktive Fahrerin sowohl mit dem Turniersport als auch mit dem Wanderfahren oder Traditionsfahren.

Das Buch: „Der Kutschenführerschein – Sicheres Gespannfahren im Straßenverkehr. Kutschenführerschein A – Privatperson“ kostet 19,90 Euro und ist erhältlich im Online-Shop des FNverlags unter www.fnverlag.de, im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften oder auch direkt beim FNverlag in Warendorf, Tel. 02581/6362-154 oder -254, E-Mail: vertrieb@fn-verlag.de.

Neu aufgelegt: Betriebswirtschaftslehre für Pferdebetriebe und Vereine

Vollständig überarbeitete Auflage im FNverlag erschienen

Bereits in fünfter Auflage erschienen ist die „Betriebswirtschaftslehre für Pferdebetriebe und Vereine“. Das vollständig überarbeitete Werk aus dem FNverlag bietet allen, die haupt- oder ehrenamtlich mit der Führung von Reitbetrieben, Reit- und Fahrvereinen und Reit- und Fahrschulen betraut sind, eine Fülle von Informationen über die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Bewirtschaftung, praktischen Organisation und Betriebsführung einer Reitanlage.

„In Zeiten, in denen der Markt zu einem reinen Käufermarkt geworden ist, in denen der Verbraucher allein darüber entscheidet, welcher Betrieb und welches Angebot eine Zukunft hat, weil der die berühmte Qual der Wahl hat, ist es [ ] essentiell, [ ] sein wirtschaftliches Vorhaben erfolgsversprechend und kostenbewusst zu planen [ ]“, heißt es im Vorwort zur 5. Auflage des Standardwerkes. Behandelt werden in dem Buch folgende Schwerpunkte: Grundlagen der Volkswirtschaft und der Wirtschaftspolitik, Standortfaktoren für Reitbetriebe; Rechtsformen für Reitbetriebe; Markt, Werbung, Pferdeankauf, Pferdeverkauf; Organisation der Pferdehaltung; Organisation der Unterrichtserteilung und des Pferdeeinsatzes; Einrichtungen und Maßnahmen zur Unfallverhütung; Betriebsplanung, Kostenrechnung und Controlling für Pferdebetriebe; Finanzierungsfragen; Buchführung und Bilanz und Marketing im Pferdebetrieb. In den Kapiteln Personalwesen, Versicherungen und Steuern wurden die neuen gesetzlichen Bestimmungen im Steuerrecht, im Sozialversicherungsrecht und im Arbeitsrecht berücksichtigt. Abgerundet wird das Buch durch ein Verzeichnis der wichtigsten Fachverbände, Behörden und Organisationen sowie eine Fülle an Vertragsmustern – von einer Reit- und Betriebsordnung über einen Pferdeeinstellungsvertrag und Arbeitsverträge für Reitlehrer und Pferdepfleger bis hin zu Steuerformularen für gemeinnnützige Reitvereine.

Das Buch „Betriebswirtschaftslehre für Pferdebetriebe und Vereine“ kostet 26,90 Euro und ist erhältlich im Online-Shop des FNverlags unter www.fnverlag.de, im Buchhandel, in Reitsportfachgeschäften oder auch direkt beim FNverlag in Warendorf, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Personalia

Bronzenes Reiterkreuz für Holger Heigel

Der ehemalige Vorsitzende des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), Holger Heigel (Vierhöfen), ist mit dem Deutschen Reiterkreuz in Bronze ausgezeichnet worden. Den Anlass bot der Vielseitigkeitsball des Clubs Deutscher Vielseitigkeitsreiter (CDV) auf Hof Sudermühlen in Sahrendorf – also genau dort, wo Heigel 2009 von den Aktiven zum Vorsitzenden gewählt worden war.

Auch wenn er bereits in seiner Schulzeit im Sattel saß, wurde Holger Heigel erst 1972 durch seine Frau Susanne mit dem Pferdevirus infiziert. Insbesondere dem Vielseitigkeitssport ist Heigel, der unter anderem an mehreren Akut- und Rehakrankenhäusern beteiligt ist, schon lange auch als Unterstützer von Veranstaltungen und als Pferdebesitzer verbunden. Reiter wie Claus Erhorn, Elmar Lesch, Michael Meier und vor allem Andreas Dibowski profitierten vom Engagement der Familie Heigel, aber auch Michael Jung. „Seine Gabe andere zu mitzureißen und zu überzeugen, hat aber für den Erhalt von Sam, dem Championatspferd von Michael Jung gesorgt“, erinnerte „Dibo“ in seiner Laudatio. Nicht zuletzt durch Heigels eigenes finanzielles Engagement konnte der mittlerweile zweimalige Einzel-Olympiasieger Sam gemeinsam mit mehreren Unterstützern für den Beritt Jungs gesichert werden. „Er ist immer ein Ansprechpartner gewesen für die Reiter, mit allen Anliegen und Problemen zu ihm kommen und auf Hilfestellungen hoffen konnten. Und nicht zuletzt war er auch ein Visionär, was die Vermarktung des Sports betrifft“, sagte Andreas Dibowski und verwies auf die von Heigel initiierte Internetseite vielseitigkeitssport-deutschland.de. Acht Jahre lang hatte Holger Heigel den Vorsitz im Vielseitigkeitsausschuss inne, bevor er diesen 2017 an Professor Dr. Jens Adolphsen abgab. Das Reiterkreuz wurde überreicht vom stellvertretenden Geschäftsführer Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Friedrich Otto-Erley.

Professor Arno Gego wurde 80

Am 20. Februar feierte Professor Arno Gego (Aachen), weltweit als Parcourschef bekannt, seinen 80. Geburtstag. Der promovierte Maschinenbauingenieur und Professor an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ist seit frühester Kindheit dem Pferdesport verbunden und war im Springsattel selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Bereits als 20-Jähriger begann er mit dem Parcoursbau auf ländlichen Turnieren im Rheinland, wurde 1973 internationaler und 1993 internationaler offizieller Parcourschef. 22 Jahre lang zeichnete er für die Parcours beim CHIO Aachen verantwortlich, baute 1984 bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles und 1986 bei den Weltmeisterschaften 1986 in Aachen. Bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 fungierte er als Technischer Delegierter. Mit seinem Fachwissen bereicherte er zahlreiche Gremien, wie etwa den Fachbeirat Parcoursbau der Deutschen Richtervereinigung, das International Course Designers Council oder die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI). 2004 gründete Professor Gego gemeinsam mit den beiden ebenfalls weltweit renommierten Parcoursbauern Olaf Petersen (Pähl) und Leopoldo Palacios (Venezuela) die „Aachen School of Course Design“, die seither zahlreiche Parcourschefs zur regelmäßig zur Fortbildung nutzten. Im Jahr 2008 wurde er von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet.

Detlef Schwolow wird 65

Am 2. März feiert Detlef Schwolow aus Dallgow, Mitglied im Vorstand Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Vorstandsmitglied des Zuchtverbandes Brandenburg-Anhalt, seinen 65. Geburtstag.

Detlef Schwolow entstammt einer märkischen Bauernfamilie. Nach dem Studium der Landwirtschaft war er zunächst über die Wende hinaus Leiter des traditionsreichen Trabergestüts Lindenhof in Templin, bevor er sich parallel dazu einen privaten landwirtschaftlichen Pensions- und Reitbetrieb in seiner Heimat Dallgow aufbaute. Bis heute betreibt er eine erfolgreiche Ponyzucht mit eigener Hengststation. 2003 stellte er sowohl den Bundeschampion bei den Spring- wie auch den Vielseitigkeitsponys und darüber hinaus den Bundessieger Sportponys bei der Grünen Woche in Berlin. Seit der Neugründung des Verbandes Berlin-Brandenburg im Jahr 1991 war er sowohl im Vorstand seines Zuchtvereines Havelland als auch im Vorstand des Verbandes aktiv für die Ponyzucht tätig. Seit dem Zusammenschluss der beiden Pferdezuchtverbände Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt im Jahr 2007 zum Pferdezuchtverband Brandenburg Anhalt ist er stellvertretender Vorsitzender des Verbandes. Detlef Schwolow ist außerdem Mitglied der Körkommission und der Bewertungskommission Stuten sowie und Initiator und Unterstützer der Jungzüchterarbeit. Er war außerdem Mitglied im Rassebeirat Deutsches Reitpony und ist seit 2009 stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Pony- und Kleinpferdezüchter (AGP) und Mitglied im FN-Vorstand Zucht.

Zucht

 

Erste Sportprüfung 2018 für gekörte Hengste beendet

Beste Bewertungen für Central Park und San Giovanni

Die erste Sportprüfung für gekörte Hengste ist abgeschlossen. 15 vierjährige und elf fünfjährige springbetonte Junghengste stellten sich im Westfälischen Pferdestammbuch der Bewertungskommission. Bei den Vierjährigen erzielte der dunkelbraune San Giovanni die höchste Bewertung, ein geschmeidig galoppierender Hengst mit guten Reflexen in Vorderbein und guter Bascule, so der Kommentar der Juroren. Für den Sohn des Stakkato Gold aus einer Mutter von Calato vergaben Hubert Uphus, Joachim Geilfus, Disziplinexperte Peter Teeuwen und Fremdreiter Reinhard Lütke-Harmann eine gewichtete springbetonte Endnote von 8,79. Der Westfale stammt aus der Zucht und ist im Besitz des Gestüts Sprehe in Löningen, wurde von Philipp Bölle vorgestellt und für den Springpferdezuchtverband Oldenburg-International angemeldet. Insgesamt wurden 13 Hengste bewertet, zwei wurden vorzeitig zurückgezogen.

Die springbetonte Endnote errechnet sich aus dem Merkmalen Galopp, Vermögen, Manier, Rittigkeit und Gesamteindruck. Bei den Fünfjährigen war es der Holsteiner Rappe Central Park, der die Bewertungskommission dank seiner Leichtfüßigkeit, Losgelassenheit, Aufmerksam am Sprung und guter Bascule am meisten beeindruckte. Als Einziger aus beiden Starterfeldern erzielte er in vier von fünf Merkmalen eine Note über Neun und kam am Ende auf eine gewichtete Endnote von 9,16. Central Park ist ein Sohn des im vergangenen Jahres aus dem Sport verabschiedeten Hengstes Casall und wurde von Lothar Steuer (Pansdorf) aus einer Mutter von Contender gezogen. Central Park befindet sich im Besitz der Hengststation Maas J. Hell in Klein Offenseth und wurde für den Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes vorgestellt. Geritten wurde er von Takashi Haase. In dieser Gruppe beendeten zehn von elf Hengsten die Prüfung in Wertung. Hb

Alle Ergebnisse der Sportprüfung unter www.hengstleistungspruefung.de unter Aktuelle Ergebnisse.

HLP: Dressurbetonte Hengste in Münster-Handorf geprüft

27 vier- und fünfjährige Hengste haben die Sportprüfung erfolgreich bestanden

In Münster-Handorf ist die erste Sportprüfung für dressurbetonte gekörte Hengste in diesem Jahr zu Ende gegangen. Insgesamt reisten 17 vier- und 20 fünfjährige Hengste zur Prüfung nach Münster-Handorf an.

Ein Spitzentrio kristallisierte sich bei den fünfjährigen Hengsten heraus, angeführt von dem ehemaligen Oldenburger Körsieger Bonds, einem Sohn des Benicio aus einer Mutter von Sir Donnerhall I. Für den Galopp des Dunkelfuchses vergab die Bewertungskommission (Reinhard Richenhagen, Peter Mannheims, Disziplinexperte Oliver Oelrich und Fremdreiter Philipp Hess) eine glatte 10,0. Gemeinsam mit den Noten für die Merkmale Trab (9,2), Schritt (8,5), Rittigkeit (9,3) und Gesamteindruck mit Eignung als Dressurpferd (9,5) ergab sich daraus eine gewichtete dressurbetonte Endnote von 9,28. Bonds stammt aus der Zucht von Katharina Paschertz (Cloppenburg) und wurde von Heiner Rohmann (Marl) für den Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes angemeldet. Vorgestellt wurde Bonds von Beatrice Buchwald. Nur Hundertstel schlechter als Bonds kamen die Hengste For Emotion (v. Foundation – Sandro Hit) mit 9,24 und Destacado (v. Desperados – Londonderry) mit 9,23 in der Bewertung der Juroren davon. Während diese für den Oldenburger For Emotion (Züchter: Ullrich Kasselmann, Hagen a.T.W, Anmelder: Helgstrand Dressage, Dänemark) ebenfalls einmal die Höchstnote 10,0 für den Trab zückten, überzeugte der Hannoveraner Destacado (Züchter: Heinrich Gießelmann, Barver, Anmelder: Gestüt Schafhof, Kronberg) durch durchgängig hohe Noten in allen Merkmalen. Von den 20 Hengsten konnten 15 die Prüfung bestehen, drei brachen diese vorzeitig ab.

Bei den Vierjährigen konnte der Oldenburger Dante Quando die höchste gewichtete Endnote von 8,93 erzielen, der in drei Merkmalen mit „Sehr gut“ und besser bewertet wurde. Der Sohn des Dante Weltino aus einer Mutter von Fidertanz aus der Zucht von Franz-Josef Bolte (Löningen) wurde von Eva Möller für den Verband des Oldenburger Pferdes vorgestellt. 8,61 gab es für den Don Juan de Hus-Sohn Don Royal, der aus einer Rubin-Royal-Stute der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse stammt und auch vom BHLG ausgestellt wurde. Im Sattel saß Anna Weilert. Nur knapp dahinter blieb Quantissimo (v. Quantensprung – Distelzar) mit einer gewichteten dressurbetonten Endnote von 8,55. Der Dunkelfuchs aus der Zucht von Burkhard Wahler (Bad Bevensen) und dem Besitz des Trakehner Gestüts Staffelde (Kremmern) wurde von Kevin Thomas vorgestellt. Als Fremdreiter stieg bei den Vierjährigen Sebastian Heinze in den Sattel. Insgesamt konnten zwölf Hengste die Prüfung bestehen, zwei brachen die Prüfung vorzeitig ab.

Seit 2016 sind die Sportprüfungen für gekörte Hengste Bestandteil des Hengstleistungsprüfungssystems. „Inzwischen ist der Sporttest gut akzeptiert. Schließlich haben ja auch alle daran mitgearbeitet“, sagt Ulrich Hahne, stellvertretender Zuchtleiter des Hannoveraner Verbandes. „Die Züchter treffen ihre Entscheidung aber noch nicht danach. Wir bemühen uns sehr, ihnen zu vermitteln, dass der Sporttest die beste Möglichkeit ist, sich über die Stärken und Schwächen eines Hengstes zu informieren und daraus die Anpaarungsentscheidungen abzuleiten. Das muss aber alles wachsen.“

„Die Sportprüfungen werden von unseren Züchtern inzwischen wahrgenommen, allerdings nur als eines von mehreren Selektionsmerkmalen,“ bestätigt auch Horst von Langermann, Geschäftsführer und stellvertretender Zuchtleiter des Zuchtverbands Brandenburg-Anhalt. Das spiegeln insbesondere die Abrufzahlen der Internetseite ClipMyHorse wider, die seit vergangenem Jahr die Sport- und Stationsprüfungen im Internet live überträgt. Im vergangenen Jahr waren es allein über 67.000 Interessierte aus 45 Ländern, die sich live oder im Archiv die Sportprüfungen für Hengste angesehen haben. „Ein Hindernis selbst hierher zu kommen, ist die Zeit. Die wenigsten können es sich leisten, an einem Wochentag einen ganzen Tag vor Ort zu sein, nur weil sie sich für drei Hengste interessieren, von denen einer am frühen Morgen und einer am Nachmittag geht. Hier ist ClipMyHorse ein guter Kompromiss. Die Zugriffszahlen sind ja sehr gut. Dadurch erreichen wir mehr Aufmerksamkeit als wir sonst für die Hengstleistungsprüfungen hatten“, sagt Wilken Treu, Zuchtleiter des Westfälischen Pferdezuchtverbandes und Gastgeber der Sportprüfung im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf. „Es ist ja eh der Trend, sich Videos anzuschauen. Und das hat noch etwas Gutes: Es geht nicht nur um die Noten, sondern man sieht auch, wie diese zustande gekommen sind.“ Hb

Alle Ergebnisse unter www.hengstleistungspruefung.de.

HLP: Katalog für Sportprüfung für Hengste in Verden ist online

Junge Dressur- und Springhengste treten in Verden zur Leisungsprüfung an

Die einen Hengste haben ihn schon hinter sich, andere müssen sich erst noch in der Sportprüfung für vier- und fünfjährige gekörte Hengste beweisen. Vom 1. bis 3. März stellen sich sowohl dressur- als auch springbetonte Hengste in der Niedersachsenhalle in Verden dem Urteil der Bewertungskommission. Der Katalog mit den angemeldeten Hengsten sowie eine vorläufige Zeiteinteilung sind unter www.hengstleistungspruefung.de einsehbar.

ClipMyHorse überträgt am 2. und 3. März live aus der Veranstaltungshalle von den Prüfungen.

Springen

Springen: Nationenpreis-Starts stehen fest

Deutsches Team tritt zum Auftakt in Samorin an

Der Weltreiterverband FEI hat den Turnierplan seiner Nationenpreis-Serie veröffentlicht. Das deutsche Team startet wie gewohnt in der Europa Division 1 und beginnt in Samorin (SVK) mit der Jagd nach Punkten für das Serien-Finale in Barcelona. Für einen Start in der katalanischen Metropole müssen die deutschen Reiter bei fünf Nationenpreis-Turnieren punkten.

Im Anschluss an Samorin geht es für die von Bundestrainer Otto Becker nominierten Reiter und Pferde ins französische La Baule, nach St. Gallen (SUI), Sopot (POL) und Rotterdam (NED). Das anvisierte Finale findet vom 4. bis 7. Oktober statt. Insgesamt dürfen 18 Teams aus sieben weltweiten Divisionen in Barcelona antreten. Deutschland bildet zusammen mit den Niederlanden, Italien, Frankreich, der Schweiz, Schweden, Irland, Spanien, Belgien und Großbritannien die Europa Division 1, in der acht Qualifikationsturniere ausgetragen werden. Alle Teams dürfen ausschließlich an den fünf, ihnen von der FEI zugeteilten CSIO teilnehmen. Die sieben punktbesten der zehn genannten Nationen qualifizieren sich für Barcelona. In der vergangenen Saison durfte sich Deutschland gleich zum Auftakt der Saison über einen Sieg in Lummen freuen, der den Grundstein für die Final-Qualifikation legte. Lummen (BEL) und auch Rom (ITA) sind 2018 nicht mehr Teil der FEI-Serie, dafür rücken Samorin und Sopot (POL) ins Programm. Neu ist außerdem, dass die Nationenpreise der FEI-Serie nun mehrheitlich sonntags und nicht mehr freitags ausgetragen werden.

„Die Nationenpreise haben für uns einen enormen Stellenwert, sie genießen ein hohes Ansehen und Prestige und dienen uns auch als Sichtungsturniere für das jeweils folgende Championat. Dazu gehört natürlich auch unser traditioneller Nationenpreis in Aachen“, sagte Otto Becker. Dieser zählt aufgrund eines anderen Hauptsponsors, dem Uhrenhersteller Rolex, nicht zur offiziellen FEI-Nationenpreis-Serie, die von Mitbewerber Longines gesponsert wird. Das CHIO Aachen (17.-22. Juli), Deutschlands einziges Nationenpreis-Turnier, hat für die deutschen Reiter dennoch eine unangefochten hohe Bedeutung. „Einmal in Aachen vor dieser Kulisse auf dem heiligen Rasen zu reiten, das war immer mein großer Traum“, sagte Maurice Tebbel (Emsbüren). Der 23-Jährige gehörte 2017 erstmals zum deutschen Nationenpreis-Team und durfte gleich den Sieg in der Soers feiern. „Aber auch der Sieg in Lummen Anfang der Saison war für mich etwas ganz Besonderes. Der Zusammenhalt im Team und die riesige Freude über den gemeinsam erreichten Erfolg, das war schon einzigartig“, so Tebbel, für den die Teilnahme an den Nationenpreisen letztlich auch der Türöffner in das deutsche EM-Team war.

Die Qualifikationsturniere des deutschen Teams in der Europa Division 1:

Samorin (SVK) 26. bis 29. April
La Baule (FRA) 17. bis 20. Mai
St. Gallen (SUI) 31. Mai bis 3. Juni
Sopot (POL) 14. bis 17. Juni
Rotterdam (NED) 21. bis 24. Juni
Serienfinale vom 4. bis 7. Oktober in Barcelona (ESP)

Mehr Informationen unter inside.fei.org/fei/events/fei-nations-cup-series/jumping

Vielseitigkeit

Vielseitigkeitsseminar Ansbach: „Start frei – im Cross dabei“

Das Thema Sicherheit als zentrales Thema

„Start frei – im Cross dabei“ hieß es Anfang Februar im Pferdezentrum Franken in Ansbach. Bei einem Vielseitigkeitsseminar gaben renommierte Referenten einen spannenden Einblick in die Ausbildung von Reiter und Pferd auf dem Weg in einen sicheren Geländesport.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung, zu der die Persönlichen Mitglieder (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und dem Bayerischen Reit- und Fahrverband geladen hatten, zog „Rock on Ruby“ alle Blicke der rund 200 Teilnehmer auf sich. Denn das vom ehemaligen Bundestrainer Chris Bartle entwickelte Balancelehrgerät hat es durchaus in sich. So funktioniert es wie eine Wippe und schult Sitz und Gleichgewicht in den verschiedenen Sitzpositionen, damit sich vor allem Vielseitigkeitsreiter in der Anreit- und Landungsphase, aber auch in brenzligen Situationen optimal ausbalancieren können. Im optimalen Fall schützt ein Training mit Rock on Ruby sogar vor Stürzen. „Der Rock on Ruby ist nur einer von vielen Bausteinen, mit denen wir zur Sicherheit in der Vielseitigkeit beitragen wollen. Dazu gehören auch die richtige Ausrüstung und vor allem Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung. Das alles einmal gebündelt darzustellen und speziell den Nachwuchsreitern mit auf den Weg zu geben, war der Anlass für dieses Safety-Seminar“, erklärte Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR).

Bereits am Vormittag hatten fränkische Kaderreiter unter der Anleitung ihres Kadertrainers Armin Krüger in der Ansbacher Halle geprobt und sich auf das Buschevent vorbereitet. Zu fetziger Musik wagten sie sich unter seiner Anleitung und der des neuen Jugend-Landestrainers Bernd Knorr über Hecken und Baumstämme. Und weiter ging es Schlag auf Schlag. Gezeigt wurden die Lösungsarbeit, Stangenarbeit, kleine Geländehindernisse, Sitz und Einwirkung mit unterschiedlichen Bügellängen und der Bedeutung der Rittigkeit für das Geländereiten, alles launig kommentiert von Bayerns Parade-Moderator Bruno Six und meisterlich unterstützt von Bundestrainer Fritz Lutter. Fachlich kompetent erklärte DOKR-Mannschaftsarzt Dr. Manfred Giensch dabei die große Bedeutung des richtigen Sitzes von Helmen und Protektoren, bevor mit der vielseitigen Springausbildung und kreativen Übungen zum Geländereiten mit Parcoursbauer Siegfried Adler und dem fränkischen Vier-Sterne-Reiter Niklas Bschorer wieder die Praxis an der Reihe war. Dabei sorgte auch eine Demonstration, wie eine Airbag-Weste im Ernstfall vor Verletzungen schützen kann, für Aufmerksamkeit.

In der folgenden kurzen Pause holte sich Bruno Six einige Gesprächspartner in die Bahn. Vorgestellt wurde unter anderem eine fränkische Turnierserie, die vielseitiges Reiten fördern soll. Einige Jugendliche haben über den R-IQ Cup bereits den Einstieg zur Vielseitigkeit gefunden. Niklas Bschorer erzählte von seinem sportlichen Werdegang, der mit Ponygeländeritten begann und sich mittlerweile im Vier-Sterne-Bereich bewegt. Einen großen Teil seiner Ausbildung verdankt der Bad Reichenhaller dem ehemaligen Bundestrainer Chris Bartle, in dessen Yorkshire Riding Center Bschorer lange zuhause war. „Man seinen Trainingsanweisungen war Bartles Handschrift deutlich zu erkennen. Beispielsweise zog sich das Thema ‚Bügel kürzer’ und ‚Martingal weg“ wie ein Roter Faden durch die gesamten Demonstrationen“, sagte Philine Ganders-Meyer. So auch durch den dritten Praxisteil, in dem es um die Aufgaben in einem Geländeparcours ging. Hier kommentierten Fritz Lutter und Niklas Bschorer unter anderem das Anreiten und Überwinden schmaler oder schräger Sprünge.

Dass Fallen nicht gleich Verletzen bedeuten muss, zeigten die Sportlerkollegen aus dem Voltigierlager. Lisa Keupp und Leonie Blass, auch erfolgreich bei Deutschen Jugend Meisterschaften, gaben gemeinsam mit ihrer Trainerin Annette Müller-Kaler einen Einblick in ein Falltraining, das sowohl Körperwahrnehmung als auch Orientierung im Raum optimiert und hilft, Verletzungen bei einem Sturz durch Abrollen zu vermeiden. „Jeder aktive Vielseitigkeitsreiter sollte sowohl einen Salto vorwärts als auch rückwärts beherrschen“, wies die renommierte Voltigier-Ausbilderin auf die große Bedeutung der körperlichen Fitness eines jeden Reiters hin. Schnappte sich die zwei Voltigiererinnen und zeigte daraufhin auch gleich, wie ein entsprechendes Training in der Praxis aussehen kann. „Da haben alle Teilnehmer ihre Handys gezückt und gefilmt“, stellte Organisatorin Kerstin Popp vom Pferdezentrum Ansbach erfreut fest, die zwar mit wochenlangen Vorbereitungen für das Seminar in Ansbach gut beschäftigt war, sich am Ende aber begeistert über den großen Zuspruch äußerte. „Dann hat sich die Arbeit gelohnt.“

Als Finale der gelungenen Veranstaltung drehten die fränkischen Nachwuchsreiterinnen Annabel Kurth, Laura Schütz und Jana Wenninger noch jeweils eine harmonische und sichere Stilgeländerunde über elf Hindernisse. Der internationale Turnierrichter Gerhard Moser kommentierte die Ritte, vergab Noten und begründete sein Urteil. Fritz Lutter gab wertvolle Anmerkungen aus Sicht des Trainers und auch Niklas Bschorer konnte den Reiterinnen noch einige Tipps mit auf den Weg geben. „Ein runder Abschluss für eine gelungene Veranstaltung, die der Vielseitigkeit hoffentlich neue Freunde eingetragen hat. Und diejenigen, die schon dabei sind, haben wichtige Anregung für eine sichere und erfolgreiche Saison erhalten“, zog Ganders-Meyer Bilanz.

Neues Video: „Chris Bartle‘s Geländetraining – der sichere Sitz“

Ein Lehrfilm für mehr Sicherheit in der Vielseitigkeit

Die Sicherheit ist eines der wichtigsten Themen im Vielseitigkeitssport. Dabei sind sich die Experten einig, dass eine gute Ausbildung von Pferd und Reiter die beste Voraussetzung für sicheres Geländereiten ist. Ein guter Geländereiter zeichnet sich vor allem durch die Fähigkeit aus, das Pferd mit seinem Sitz in der Balance zu halten und reflexartig Sitz und Position zu korrigieren. Welche Sitzpositionen es im Gelände gibt und worauf dabei zu achten ist, zeigt das Video „Chris Bartle’s Geländetraining – der sichere Sitz“, das auf Initiative der Arbeitsgruppe Sicherheit Vielseitigkeit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) entstanden ist und ab sofort auf pferdia.de und ab Ende März auch als DVD im FNverlag erhältlich ist.

Der Brite Christopher „Chris“ Bartle war von 2001 bis 2016 Disziplintrainer der deutschen Vielseitigkeitsreiter. In dieser Zeit hat er die Geländeausbildung in Deutschland „revolutioniert“ und die deutschen Reiter an die Weltspitze geführt. Akribisch hat er dazu Tausende von Bildern und Videosequenzen von Geländeritten ausgewertet und seine Philosophie in Hunderten von Lehrgängen und Seminaren an Reiter und Trainer weitergegeben. Sein Gebot Nummer eins: Im Gleichgewicht sitzen mit dem Ziel, sich zu jeder Zeit aus prekären Situationen retten zu können. Dazu muss der Reiter einen Sitz einnehmen, der ihm ein Maximum an Sicherheit bietet und seinem Pferd gleichzeitig die Chance gibt, sowohl über dem Sprung als auch beim Landen das Gleichgewicht zu behalten. Sicherheit und Effektivität beim Geländereiten beruhen laut Bartles Philosophie auf folgenden Punkten: der äußeren Haltung des Reiters (Positur, Gleichgewicht, Sitz, Beine und Hände), der Kommunikation (störungsfreie Verbindung zum Pferdemaul), dem Gefühl für Tempo (Rhythmus und Raumgriff), dem Einhalten der Linie und des Gleichgewichtes sowie der inneren Haltung (positive Einstellung, Vertrauen, Konzentration). Anders als die mentale Einstellung des Reiters zum Geländereiten, die stets positiv und optimistisch sein muss, sollte seine körperliche Haltung eher „pessimistisch“ sein. In dem 75-minütigen Film stellt Bartle die fünf Sitzpositionen vor, die jeder Geländereiter kennen und beherrschen sollte: vom Rennsitz bis zur „Oh Shit“-Position.

Der Film „Chris Bartle’s Geländetraining – der sichere Sitz“ kann ab sofort auf www.pferdia.de angesehen werden. Ab Ende März ist er als DVD im Onlineshop des FNverlags unter www.fnverlag.de erhältlich, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb@fn-verlag.de.

Reining

Reining: Sichtungsweg zu den Weltreiterspielen

WEG Tryon als Saisonhöhepunkt für Reiner

Saisonhöhepunkt für die Reiner sind in 2018 die Weltreiterspiele vom 11. bis 23. September in Tryon in den USA. Wie in den anderen sieben WEG-Disziplinen wird auch in der Reining ein neuer Weltmeister und Mannschafts-Weltmeister ermittelt. „Für uns steht eine außergewöhnliche Saison bevor. Wir arbeiten seit vier Jahren darauf hin, dass wir mindestens eine Medaille bei den Weltreiterspielen gewinnen wollen“, erklärt Bundestrainer Nico Hörmann (Berlin).

Wer in den USA für das deutsche Team starten wird, wird der Disziplin-Beirat Reining des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) gemeinsam mit dem Bundestrainer nach zwei Sichtungen festlegen. Die erste Sichtung ist das CRI vom im Rahmen des Osterturniers der NRHA in Kreuth vom 25. März bis 2. April. Die zweite Sichtung ist ebenfalls in Kreuth und zwar im Rahmen des Derbys der NRHA vom 23. bis 30. Juni.

„Bei Pferden und Reitern, die 2017 erfolgreich an den Championaten teilgenommen haben, kann in Rücksprache mit mir eventuell ein CRI mit entsprechender Leistung und Fitness des Pferdes für eine Nominierung ausreichen. Pferde und Reiter, die im vergangenen Jahr nicht am Sichtungsweg teilgenommen haben, sollten auf jeden Fall den Start in beiden Sichtungen einplanen“, erklärt Bundestrainer Nico Hörmann. „Als grober Richtwert sollte man im Seniorenbereich in der Lage sein, mit einem Score von 73 oder besser die Sichtung zu bestreiten.“

Nicht in Deutschland lebende Reiter können gegebenenfalls auch an einem CRI im Ausland teilnehmen. „Das muss aber zuvor mit mir besprochen werden“, ergänzt Hörmann. Als mögliche Sichtungen stehen dafür einige CRI zur Verfügung: am 21. April und 22. April in Katy/USA, am 9. Mai und 10. Mai in Mooslargue/FRA und voraussichtlich Anfang Juni in Givrins in der Schweiz.

Für die Nachwuchsreiter steht eine Jugend-Europameisterschaft in diesem Jahr bevor. Termin und Veranstaltungsort sind allerdings noch nicht bekannt. „Wir hoffen, dass die EM Ende August in Deutschland ausgetragen wird“, erklärt Nico Hörmann. Für die Junioren und Jungen Reiter gelten die gleichen Sichtungsstationen wie für die Senioren. „Die Nachwuchsreiter sollten einen Score von 70 und besser erreichen können“, gibt der Bundestrainer als Orientierungshilfe aus.

Breitensport, Vereine und Betriebe

Save the Date: Freizeitpferde/pony-Championate in Verden und München-Riem

Bereits zum zehnten Mal werden diesem Jahr beim Bundesweiten Championat des Freizeitpferdes/-ponys während der Verdiana in Verden am 26. August die besten Allrounder gesucht. Bereits einige Wochen früher, am 30. Juni, findet auf der Olympia Reitanlagen GmbH in München-Riem das Süddeutsche Championat des Freizeitpferdes/-ponys im Rahmen des dortigen Pferdesportfestes statt.

2009 hat die Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zum ersten Mal ein Bundesweites Championat des deutschen Freizeitpferdes/-ponys ausgeschrieben. Nach dem Vorbild der Bundeschampionate war auch dieses Championat zunächst nur den in einem deutschen Zuchtverband registrierten, vier- bis siebenjährigen Nachwuchspferden/-ponys vorbehalten. Für einige Rassen wird das Championat sogar als alternative Möglichkeit für die Absolvierung der Hengstleistungs- und Zuchtstutenprüfung herangezogen. Seit drei Jahren ist das Championat nun auch offen für alle Pferde und Ponys jeden Alters ausgeschrieben und wird jedes Jahr besser angenommen.

Zu bewältigen sind eine Rittigkeitsaufgabe im Viereck, eine Gangartenüberprüfung in der Gruppe, ein Mini-Geländeritt sowie verschiedene Gehorsamsaufgaben, außerdem wird die Rittigkeit durch einen Fremdreiter überprüft. „Die zehnte Auflage weist darauf hin, dass das Bundesweite Championat des Freizeitpferdes/-ponys inzwischen fest etabliert ist“, sagt Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende FN-Geschäftsführerin des Bereichs Zucht.

Um diese Art der Eignungsprüfung noch bekannter zu machen, unterstützt die Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe in diesem Jahr erstmals auch das Süddeutsche Championat des Freizeitpferdes/-ponys. Die Anforderungen dort sind identisch mit denen in Verden. „Unser Ziel ist es, Wettbewerbe dieser Art möglichst mit gleichen Inhalten und Bewertungen anzubieten, so dass es mehr Startmöglichkeiten für Freizeitreiter und -pferde gibt und sich vielleicht sogar einmal ein eigener Sichtungsweg zum Bundesweiten Championat entwickelt“, erklärt die zuständige FN-Mitarbeiterin Annette von Hartmann.

Ausführliche Informationen zu den Anforderungen in Text und Video sind im Internet unter www.pferd-aktuell.de/freizeitpferdechampionat zu finden.

Vorreiter-Team 2018 sucht neue Mitglieder

FN unterstützt junge Ehrenamtler

Vor sechs Jahren rief die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) das Vorreiter-Team ins Leben, um junge Vereinsmitglieder für ihr Engagement im Pferdesportverein zu belohnen Bisher genossen bereits mehr als 230 Mädchen und Jungen jeweils zwei Jahre lang das Vorteilspaket, das von der Deutschen Kreditbank AG (DKB) und uvex unterstützt wird. Jetzt werden neue Mitglieder für das Vorreiter-Team gesucht.

Wer es in den Club schafft, kann zahlreiche Vorteile nutzen: von Einladungen zu Veranstaltungen oder FN-Seminaren bis hin zur Bonuskarte JUGENDaktiv, die alle Vorteile und Vergünstigungen der Persönlichen Mitglieder beinhaltet. Aber auch der Verein profitiert: Das Clubmitglied nimmt stellvertretend für seinen Verein regelmäßig an Verlosungen teil.

Zum Leidwesen der „alten“ Mitglieder ist die Clubzugehörigkeit auf zwei Jahre begrenzt. Gerne hätte der eine oder andere verlängert, denn neben den Preisen und Vorteilen bot das Team auch neue Freundschaften, Kontakte und Erfahrungen. „Wir wollen aber, dass möglichst viele Jugendliche von der Maßnahme profitieren“, begründet Carolin Spickhoff, die in der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe das Team betreut, die Befristung der kostenlosen Team-Mitgliedschaft.

Und so kommt man in das Vorreiter-Team: Der Kandidat muss zwischen 14 und 26 Jahre alt sein und vom Verein vorgeschlagen werden. Bewerbungsbögen und Vorschläge sind von den Vereinen bis zum 1. April 2018 an den jeweiligen Landespferdesportverband zu schicken. Den Bewerbungsbogen sowie ausführliche Informationen zum Vorreiter-Team gibt es unter www.pferd-aktuell.de/vorreiter-team.

Pack an! Mach mit!: Noch schnell bewerben

FN und NORKA unterstützen Reitvereine beim Renovieren

Noch bis zum 15. März können sich Reitvereine bei „Pack an! Mach mit!“ um eine Förderung ihrer Renovierungsarbeiten in Höhe von 500 Euro bewerben. Wichtig ist: Das Geld soll für Materialkosten eingesetzt werden, anfallende Arbeitsstunden hingegen müssen von den Vereinsmitgliedern ehrenamtlich geleistet werden.

Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, „Pack an! Mach mit!“ ist für Reitvereine eine prima Gelegenheit, nicht nur die vereinseigene Anlage zu verschönern, sondern auch die Gemeinschaft unter den Mitgliedern zu stärken. Seit 2014 konnten bereits rund 320 Projekte gefördert werden, in diesem Jahr sollen 100 weitere folgen. Bewerben können sich Vereine, die Mitglied im Landespferdesportverband sind und deren Verschönerungsmaßnahme möglichst vielen Vereinsmitgliedern zu Gute kommt. Welche Voraussetzungen sonst noch erfüllt sein müssen, wofür es einen Sonderehrenpreis gibt und weitere Informationen zur Aktion, die von Leuchtenhersteller NORKA präsentiert und von den Persönlichen Mitgliedern der FN unterstützt wird, gibt es unter www.pferd-aktuell.de/pack-an-mach-mit.

Jugend

Wettbewerb für Trainerassistenten U26

Initiative zur Gewinnung von Trainernachwuchs im Pferdesport

Neuer Wettbewerb: Trainerassistenten U26 werden mit ihren Projekten von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgezeichnet. „Mit diesem Wettbewerb wollen wir die wertvolle Arbeit von Jugendlichen in den Vereinen und Betrieben herausstellen und sie gleichzeitig auf ihrem Weg zum Trainer C begleiten und motivieren“, erklärt Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend. „Qualifizierte Ausbilder sichern die Zukunft unserer Vereine und Betriebe. Deshalb braucht es auch Nachwuchs.“

Bewerben können sich Trainerassistenten im Alter von 16 bis 26 Jahren, die Trainerassistent Pferdesport, Voltigiersport oder Westernreitsport sind und kreative Ideen haben, um Kinder für das Pferd und die Begleitthemen rund um den eigentlichen Reitunterricht zu begeistern. Die 15 besten Projekte, die als Videodokumentation eingereicht wurden, werden im FN- Trainerportal vorgestellt und im Rahmen der FN-Bildungskonferenz prämiert. Die besten fünf Bewerber erhalten außerdem ein Stipendium. Die vollständige Ausschreibung findet sich unter www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung/wettbewerb-fuer-trainerassistenten. Einsendeschluss ist der 2. Mai 2018.

Persönliche Mitglieder

Einen ganzen Tag Pferde hautnah erleben

Neues Projekt des Vereins „Pferde für unsere Kinder“

Pferde hautnah erleben: Mit dem Projekt „Pferdeerlebnistage“ bietet der Verein „Pferde für unsere Kinder e.V.“ in Kooperation mit den Persönlichen Mitgliedern Reitvereinen und Pferdebetrieben ein Full-Service-Paket, um für kleine Kinder einen erlebnisreichen Tag mit Ponys auszurichten.

Ziel des Projektes ist es, den direkten Kontakt von Kindern zu Pferden gut vorbereitet in die Tat umzusetzen, den Wert des Pferdes für die persönliche Entwicklung zu verdeutlichen und Kooperationen zwischen Kindereinrichtungen und Pferdebetrieben entstehen zu lassen. Jeder kann so einen Pferdeerlebnistag ausrichten: Ob Reitverein, Pferdebetrieb, privater Pferdehalter oder Züchter.
Um den Ablauf eines Pferdeerlebnistages so einfach wie möglich zu gestalten, hat der Verein umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt.

So vermitteln beispielswiese die FAQs und das Konzept Infos

zum Hintergrund des Projektes,
zum Projektablauf sowie
zur Unterstützung bei der Durchführung.

Es wurde zudem ein kindgerechtes Arbeitsheft erstellt, mit dessen Hilfe die Erzieher den Kindern bereits im Vorfeld Wissen zum Thema Geschichte, Pferdeverhalten, Gesundheit etc. vermitteln können.

Auch gibt es einen Leitfaden zum Projekt. Dieser basiert auf den Erfahrungen des Vereins sowie Unterlagen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und enthält

Empfehlungen zum Ablauf und Tipps zur Umsetzung sowie
zahlreiche Vorlagen und Checklisten zur kompletten Durchführung.

„Wir begrüßen dieses Engagement von `Pferde für unsere Kinder´, das ganz im Sinne der FN-Initiative „Kleine Kinder, kleine Ponys“ ist“, sagte Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend.

Informationen zu den Pferdeerlebnistagen gibt es unter www.pferde-fuer-unsere-kinder.de oder per Email unter info@pferde-fuer-unsere-kinder.de.

Der Verein „Pferde für unsere Kinder e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Pferde miteinander in Berührung zu bringen. Es wurden bereits verschiedene Projekte konzipiert, um zum einen Kinder direkt an das Pferd heranzuführen und zum anderen die Infrastruktur der in Deutschland verfügbaren Reitschulbetriebe hinsichtlich Quantität und Qualität zu verbessern.

Mit der Initiative „Kleine Kinder, kleine Ponys“ will die FN kleinen Kindern den Zugang zum Pony ermöglichen und damit langfristig die Zukunft des Pferdesportes sichern. Mehr zur FN-Initiative unter www.pferd-aktuell.de/reitenfuerkinder

Seminare und Fortbildungen

5. Liebenberger Pferdeforum

Auf dem Prüfstand: Interieur und Herzblut als Erfolgsgaranten

Auch beim fünften Liebenberger Pferdeforum am 23. März dreht sich alles um Pferdezucht und Pferdesport. In diesem Jahr hat das Veranstalterteam – die Deutsche Kreditbank AG, der Oldenburger Pferdezuchtverband und die Persönlichen Mitglieder der FN – das Thema „Auf dem Prüfstand: Interieur und Herzblut als Erfolgsgaranten?!“ gewählt, das viele emotionale Momente und nachhaltige Gespräche verspricht.

Von der Auswahl des passenden Hengstes bis zur Trächtigkeit der Stute, von der Geburt über die erfolgreiche Fohlenschau bis zum reitbaren Youngster – Pferdezüchter investieren nicht nur Zeit und Geld, sondern auch jede Menge Herzblut in ihre Zucht. Freude und Stolz, aber auch Enttäuschungen sind die Gefühle, die das Leben eines Züchters prägen. Denn für den Erfolg gibt es keine Garantie, oder doch? Und wird beim Streben nach dem immer besseren Pferd gelegentlich das Interieur vergessen? Welche Eigenschaften und welche Einstellung wünschen sich Züchter und Reiter neben der sportlichen Qualität von einen Pferd und auf lässt sich Charakter überhaupt messen? Die Organisatoren freuen sich darauf, diese Themen mit ihren Referenten und Gästen zu beleuchten, mit Trainern, Aktiven, Zuchtexperten, aber auch Unternehmern und Marketingfachleuten, die aus eigener Anschauung die Parallelen zur Wirtschaft ziehen.

Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Beiträgen des Dressurexperten Oliver Oelrich, Mitglied der Bewertungskommission der Sportprüfungen für gekörte Reitpferdehengste sowieder Juristin und Unternehmensberaterin Irene Wolfs, ehemalige Marketing-Direktorin des niederländischen Pferdestammbuchs (KWPN). Weitere Referenten sind Martin Richenhagen, Vorstandsvorsitzender und Chairman des amerikanischen Landmaschinenkonzerns AGCO, Klaus Brinkmann, geschäftsführender Gesellschafter der Bugatti-Brinkmann-Gruppe (Pikeur), Benjamin Werndl vom Dressurpferdezentrum Aubenhausen sowie bekannte Vertreter des deutschen Para-Dressursports wie Paralympics-Medaillengewinner Steffen Zeibig und Equipechefin Britta Bando. Moderiert wird die Veranstaltung von Heiner Kanowski, Geschäftsführer des Oldenburger Pferdezuchtverbands und Stephanie Pigisch, Leiterin des Bereichs PM.

Das Tagesseminar (10 bis 17 Uhr) kostet 30 Euro. Die Anmeldung erfolgt online mit Zahlung per Lastschrift, Kreditkarte oder Online-Bezahlsystem PayPal auf der FN-Homepage unter www.pferd-aktuell.de/seminare. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb ist eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 16. März erforderlich.

Wer übernachten möchte findet im Schloss und Gut Liebenberg stilvoll eingerichtete Hotelzimmer (Adresse: Parkweg 1a, 16775 Löwenberger Land, Ortsteil Liebenberg). Buchungen sind im Internet unter www.schloss-liebenberg.de oder telefonisch unter 033094/7000 möglich. Bei der Buchung bitte das Stichwort „Pferdeforum“ angeben.

Termine und Presseakkreditierungen

Veranstaltungsübersicht

Unter www.pferd-aktuell.de/fn/presse finden Sie eine Übersicht wichtiger nationaler und internationaler Veranstaltungen im Jahr 2018 mit den zugehörigen Pressekontakten inklusive Telefonummern, E-Mail- und Internetadressen.

Quelle: FN-press

Sharp Banda hat noch nie Sambia verlassen. Der junge Schwarz-Afrikaner arbeitet als Mann für alles in einem sambischen Reitclub und ist nie selbst im Springsattel unterwegs gewesen. Aber er hat sich dem Parcoursbau verschrieben. Für die Braunschweiger LöwenClassics 2018 hat er eine ganz spezielle Einladung bekommen und wird dort als Ehrengast empfangen. Die LöwenClassics als Ort der Begegnung, Verständigung und Erfahrung – sportlich und menschlich.

Der Pferdesport ist in Sambia eine Randsportart. Mehr noch: Fast alle Posten in Ministerien und Sportämtern sind an Schwarz-Afrikaner vergeben, der Pferdesport wird fast ausschließlich von Weißen betrieben. Eine fast befremdliche Trennung, die sich hier widerspiegelt. Und eine Tatsache, die es der Verbreitung des Pferdesports in Sambia nicht einfacher macht. „Zwar ist Schwarz-Afrika, mit Ausnahme von Südafrika, nicht der Markt für unseren Sport, aber die Globalisierung an sich nimmt uns in die Verantwortung, auch in den reitsportlich nicht ganz so aufgestellten Ländern für unseren Sport einzutreten und die bestmöglichen Fundamente zu gewährleisten“, betont LöwenClassics-Chef Axel Milkau. Sharp Banda ist ein erstes Band der Verknüpfung zwischen Braunschweig und Sambia. Der Braunschweiger Ehrengast könnte somit einen sehr konkreten und persönlichen Teil zur Globalisierung des Pferdesports beitragen, ausgelöst durch die LöwenClassics.

„Für Sharp werden die LöwenClassics ‚mindblowing‘!“, ist LöwenClassics Parcourschef Marco Behrens sicher, der Sharp im vergangenen Sommer bei einem Turnier in Sambia kennenlernte. Behrens war Parcourschef bei der ‚Horse of the Year-Show‘, Sharp war sein Assistent. Der junge, engagierte Mann ist Behrens aufgefallen. Seither stehen die beiden in Kontakt. Über Facebook werden Parcourspläne hin und her und Tipps von Deutschland nach Sambia geschickt. Jetzt hat das LöwenClassics-Team den aufstrebenden Parcoursbauer aus Sambia zu den LöwenClassics nach Braunschweig eingeladen. Für Sharp wird es nicht nur seine erste Flugreise, ein neuer Kontinent, eine völlig neue Erfahrung im Pferdesport und in seinem Leben. Das Ziel der LöwenClassics-Macher geht weit über diese Gedanken hinaus. „Über den Pferdesport, über die LöwenClassics haben wir die Chance, hier ganz konkret einen wunderbaren Beitrag zu den wichtigen aktuellen Themen Völkerverständigung und Integration zu leisten“, freut sich Turnierchef Axel Milkau. „Wir werden Sharp mit einem Mitarbeiter meiner Firma, Salomao Salu Sonjamba, der wie Sharp ein Schwarz-Afrikaner ist, in Kontakt bringen.“ Salomao Salu Sonjamba wird Sharp mit seiner ganzen Familie bei den LöwenClassics treffen und zum Abendessen in die Braunschweiger afrikanische Community einladen. „Wir hoffen, dass wir so über die LöwenClassics einen Kontakt knüpfen können, der dann über die LöwenClassics hinaus bestehen bleibt.“

Die Art der Hindernisse, des Hindernisbaus, die Höhe, die Distanzen, die Linien – all das liegt weit weg von dem, was Sharp aus Sambia kennt. „Die Hauptprüfungen in Sambia werden über Hindernisse mit 1,10 Metern Höhe ausgerichtet“, erklärt Behrens, „bei uns sind es 1,55-1,60 Meter. Perfekte Linien reiten, mit Distanzen spielen, das gibt es in Sambia nicht.“ In Sambia gibt es auch noch keinen anerkannten Parcoursbauer. Ein Grund, warum immer ausländische Hindernisexperten eingeladen werden müssen. Auch eine eigene Parcourschefausbildung gibt es in Sambia nicht, aber sie wollen endlich auch einen eigenen anerkannten Parcoursbauer im Land haben. Deswegen hat der Sportverband spontan die Kosten für Sharp Bandas Flug nach Hannover übernommen. Das LöwenClassics-Team hat im Eiltempo mit der afrikanischen Botschaft ein Visum und alle anderen erforderlichen Papiere für Sharps Reise zusammengestellt. Am kommenden Mittwoch wird der 29-jährige Hindernis-Fachmann in Braunschweig erwartet. „Sportlich wird Sharp nicht viel mitnehmen können von den LöwenClassics“, ist sich Behrens bewusst. Dazu sind die Länder zu weit im Niveau auseinander. „Aber wir hoffen, ihm eine Vision vermitteln zu können, ihn zu motivieren und ihm Ideen aufzuzeigen, wohin sich der Sport entwickeln kann.“

Marco Behrens weiß, wovon er spricht. Auch für ihn sind nicht zuletzt die LöwenClassics richtungsweisend gewesen. „Ich habe bei den LöwenClassics schon als Shuttlefahrer ausgeholfen, habe viele Jahre bei Frank Rothenberger im Parcours mitgearbeitet und dann bei Heiko Wahlers assistiert. Seit letztem Jahr bin ich Parcourschef in Braunschweig. Für mich sind die LöwenClassics wie mein Wohnzimmer.“ Er baue viele Parcours in vielen Ecken der Welt im Lauf eines Jahres, so Behrens. „Aber die LöwenClassics sind jedes Jahr mein persönlicher Höhepunkt der Saison.“

Infos:
zu den Löwen Classics finden Sie unter www.loewenclassics.com

Quelle: T.-BS Sportmarketing GmbH

Foto: Foto-Design gr. Feldhaus/ Clarissa Crotta (CH) kommt  zum Turnier der Champions nach Braunschweig

Wiesbaden mit zweiter Drei-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung

Ingrid Klimke – die Europameisterin, die Reitmeisterin und der PfingstTurnier-Fan. Schon jetzt im Februar hat sie Ihr Kommen für das 82. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 18. bis 21. Mai zugesagt. Die zweimalige Mannschafts-Olympiasiegerin möchte unbedingt dabeisein, wenn Wiesbaden zum zweiten Mal Etappe der internationalen Vielseitigkeitsserie Event Rider Masters (ERM) ist.

2018 setzen die Wiesbadener sogar ’noch eins drauf‘: Sie haben eine zweite Drei-Sterne-Prüfung ausgeschrieben und bieten den Reitern damit die Chance, ein weiteres Pferd an den Start zu bringen. „Das ist toll! Wir Reiter haben uns im vergangenen Jahr gewünscht, ein zweites Pferd für die Vielseitigkeit nach Wiesbaden mitbringen zu können“, ist Klimke begeistert, „und der Veranstalter hat sofort reagiert und das im nächsten Jahr direkt umgesetzt.“

Die ERM hat 2017 Premiere in Wiesbaden und zugleich außerhalb Großbritanniens gefeiert – mit großem Erfolg. Die Zielsetzung der ERM freute Reiter, Zuschauer und Veranstalter gleichermaßen: Die verbesserte Darstellung des Sports in den Medien. Alle Ritte wurden mit neuen Kameratechniken übertragen – auch auf einer großen Videowand vor Ort im Stadion – fachkundig kommentiert, mit statistischen Analysen untermauert und jede Menge Reiter-Interviews für die Öffentlichkeit geführt. Zudem wurde das Preisgeld im vergangenen Jahr vervierfacht, in diesem Jahr legt der Veranstalter noch einmal 10.000 Euro drauf.

Während die erste Prüfung den internationalen Reitern der ERM vorbehalten ist, können in der zweiten, neu ins Leben gerufenen Deutschlands beste U25-Reiter starten. Der U25-Förderpreis Vielseitigkeit macht seit Jahren Station in Wiesbaden. Nicht selten hat sich der ‚Wiesbadener Busch‘ somit als Startrampe für künftige Championatsreiter, aber auch Championatspferde entpuppt. In der neu eingerichteten Prüfung können aber auch die ERM-Reiter mit einem zweiten Pferd antreten. So wird nicht nur die Attraktivität für die Zuschauer und die heimischen Stars weiter erhöht, auch für die starken Vielseitigkeitsreiter anderer Nationen lohnt sich die Anreise mit zwei Pferden ‚im Gepäck‘ noch mehr als mit einem.

Bei Ingrid Klimke steht EM-Goldpartner Horseware Hale Bob OLD auf dem Plan für das 82. Wiesbadener PfingstTurnier. Im vergangenen Jahr hat die fünfmalige Olympiateilnehmerin einen ganz besonderen Hattrick hingelegt und ist in allen drei internationalen Reitsportdisziplinen des PfingstTurniers am Start gewesen: Dressur, Vielseitigkeit und Springen. Insgesamt saß sie am PfingstTurnierwochenende bei 14 Prüfungen im Sattel. Ob sie sich dieses Mammutprogramm auch beim 82. Wiesbadener PfingstTurnier wieder gönnt, ist noch nicht ganz sicher: „Bis Pfingsten ist ja noch eine Weile hin, aber ich plane auf jeden Fall Wiesbaden mit Bobby für die Vielseitigkeit und Franz für die Dressur.“ ‚Bobby‘ ist der erwähnte EM-Goldpartner Horseware Hale Bob OLD. ‚Franz‘ heißt genauer Franziskus. Mit dem zehnjährigen Hannoveraner Dressurhengst war Klimke 2016 Zweite im Finale des Nürnberger Burg-Pokals und 2017 Dritte im Finale des Louisdor-Preises. Inzwischen ist der schicke Dunkelbraune bereits international im Grand Prix-Sport siegreich.

Klimkes Motto scheint eindeutig: ‚Nach Wiesbaden mit meinen Besten.

Weitere Infos unter:
www.wrfc.de (zum PfingstTurnier)
www.eventridermasters.tv (zur ERM)
www.pferd-aktuell.de (zum U25-Förderpreis)

Der Wiesbadener Tipp:
Tickets für das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier vom 18.-21.Mai 2018 gibt es unter www.ticketmaster.de oder unter der Telefonnummer: 01806-9990000

Quelle: Wiesbadener Reit-und Fahr-Club e.V.

Foto: WRFC/Lafrentz – Ingrid Klimke und ‚Franz‘ vor der Biebricher Schlosskulisse

Auch in 2018 wird die Serie Stars von Morgen den Grand Prix Nachwuchs fördern. Sieben Qualifikationen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen führen zum Finale auf Gut Ising.

Die Serie Stars von Morgen, die inhaltlich Pferde/Reiter der Serien PIAFF Förderpreis (nur U 25 Reiter/innen) und LOUISDOR Preis (nur junge Grand Prix Pferde) vereint, konnte in 2017 einen außergewöhnlichen Erfolg feiern.

Die Siegerin der STARS von MORGEN von 2016 – Lisa-Maria Klössinger mit FBW Daktari – gewann im November 2017 in der Stuttgarter Schleyerhalle das Finale des PIAFF Förderpreises und wurde somit beste U 25 Reiterin Deutschlands. Einige Monate zuvor konnte sie schon die U 25 Europameisterschaft Einzel- und Mannschaft gewinnen.

Die Siegerin der STARS von MORGEN von 2017 – Jessica von Bredow-Werndl mit Dalera BB – gewinnt im Dezember 2017 in der Frankfurter Festhalle das Finale des LOUISDOR Preises. Wenige Wochen nach der Entbindung ihres ersten Kindes, siegt sie in der SvM mit Dalera BB Qualifikation in Donaueschingen, um eine Woche später in München-Riem das SvM Finale zu gewinnen.

Damit sind beide Sieger der Serien Piaff Förderpreis und Louisdor Preis aus der Serie Stars von Morgen hervorgegangen, was unterstreicht, wie wichtig diese Serie für die Förderung des Grand Prix Sports ist.

Stars von Morgen in 2018 in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen
Die STARS von MORGEN ist eine Serie des Bayerischen Landesverbands, finanziert von privaten Mäzenen mit Qualifikationen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, offen für Reiter aus der ganzen Bundesrepublik.

In diesem Jahr werden sieben Qualifikationen stattfinden. Begonnen wird auf dem internationalen Turnier in München bei Pferd International auf Münchens traditionellem Olympia Reitgelände.

Neu ist in diesem Jahr, dass die letzte Qualifikation als Einstimmung für das Finale, in der Halle (München-Riem) stattfinden wird. Das Finale wird dann im November auf Gut Ising im Rahmen eines Dressurturniers abgehalten.

Qualifiziert für die Einlaufprüfung des Finales, sind alle Reiter, die in einer Qualifikation 65 % oder mehr erreicht haben. Im Finale selbst sind dann die 12 Besten der Einlaufprüfung startberechtigt.

Die Stationen 2018:
10.-14. Mai 2018 Pferd International München
01.-03. Juni 2018 Babenhausen
15.-17.Juni 2018 Ludwigsburg-Monrepos
21.-24. Juni 2018 Brunnthal-Riedhausen
29.Juni.-01. Juli 2018 Ingolstadt-Hagau
27.-29. Juli 2018 Wintermühle/Hessen
21.-23. September 2018 München-Riem

Finale:
15.-18. November 2018 Gut Ising

Ohne Mäzene keine Serie
Horst Rohde Stiftung steigt als neuer Unterstützer ein

Teilnehmer, Veranstalter und Verband bedanken sich noch einmal bei der bisherigen Mäzenin der Serie, Frau Claudia Reisbeck, für die langjährige Unterstützung. Nun hat sie das Staffelholz an einen neuen Mäzen weitergegeben.
Ab 2018 wird die Serie nun von der „Horst Rohde Stiftung -für Mensch und Tier“ unterstützt. Die Horst-Rohde-Stiftung (www.horst-rohde-stiftung.net) wurde 1996 vom ehemaligen Unternehmer Horst Rohde mit dem Ziel gegründet, das positive Zusammenwirken zwischen Mensch und Tier zu fördern. Der Schwerpunkt der unterstützen Projekte liegt im Großraum München, wo der Stifter Horst Rohde selbst lebt.
„Wie wertvoll Tiere für den Menschen sein können, sieht man sehr gut beim therapeutischen Reiten oder bei der Arbeit mit Therapiehunden“, so der passionierte Reiter Horst Rohde.
Daher fördert die Horst-Rohde-Stiftung verschiedenste Projekte im Bereich tiergestützter Therapien, aber auch Initiativen, die dem Tier-, Natur- und Umweltschutz, dem Sport und mildtätigen Zwecken dienen.
Auch im Sponsoring verschiedenster Turniere im Dressursport engagiert sich die Horst Rohde Stiftung regelmäßig. Nun kommt noch das Engagement bei den Stars von Morgen hinzu.
Arnaud Petit, bekannter Turniersprecher und Inhaber von Reitsport Max Benz hat zugesagt als Sponsor für Ehrenpreise die Serie Stars von Morgen ebenfalls zu unterstützen.

Quelle: Wolfgang Leiss

 

Weltcup-Spring- und Dressurturnier in Göteborg und mehr

Auslandstarts:

Internationales Weltcup-Spring- und Dressurturnier (CSI5*-W/CSIY/CDI-W) vom 21. bis 25. Februar in Göteborg/SWE
CSI: Daniel Deusser (Rijmenam/BEL); Marcus Ehning (Borken); Michael Jung (Horb); Philipp Weishaupt (Hörstel).
CSIY: Beeke Carstensen (Sollwitt); Teike Carstensen (Sollwitt); Max Haunhorst (Hagen).
CDI-W: Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen); Isabell Werth (Rheinberg).

Weitere Informationen unter www.gothenburghorseshow.com

Internationales Springturnier (CSI3*) vom 20. bis 25. Februar in Ocala/USA
Andre Thieme (Plau am See).

Weitere Informationen unter www.hitsshows.com

Internationales Spring- und Dressurturnier (CSI5*/2*/CDI3*/U25/P) vom 20. bis 25. Februar in Wellington/USA
CSI5*: Markus Beerbaum (Thedinghausen); Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen); Wilhelm Genn (Lebanon Ohio/USA).
CSI2*: Leonie Böckmann (Lastrup); Söhnke Theymann (Iserlohn).
CDI3*: Christoph Koschel (Hagen).
CDIU25: Sarah Stanuschewski (Leipzig).
CDIP: Lisa Widmayer (Hamburg).

Weitere Informationen unter www.equestriansport.com oder www.gdf.coth.com

Internationales Springturnier (CSI3*/1*) vom 19. bis 25. Februar in Vilamoura/POR
Marc Bettinger (Saint-Aubin/SUI); Daniela Haase (Twistringen); Jens Hilbert (Darmstadt); Alina Klatte (Lastrup); Dirk Strobel (Trent); David Will (Herford).

Weitere Informationen unter www.vilamouratour.com

Internationales Springturnier (CSI3*) vom 20. bis 25. Februar in Vejer de la Frontera/ESP
Torben Köhlbrandt (Emsdetten); Sylvie Liebing (Horst-Meterik/NED); Marcel Marschall (Altheim); Pia Meyer (Lagesbüttel); Helmut Schönstetter (Unterneukirchen); Fiona Ungers (Köln); Michael Viehweg (Schrobenhausen); Karin Ernsting (Münster); Vanessa Scheib (Palma de Mallorca/ESP); Nina Ulenberg (Straelen).

Weitere Informationen unter www.sunshinetour.net

Weitere Turniere (*/**) im Ausland mit deutscher Beteiligung
CSI1*/2 Gent/BEL vom 22. bis 24. Februar; www.flanders-horse-expo.be
CSI1*/2*/YH Kronenberg/NED vom 22. bis 25. Februar; www.peelbergen.eu
CSI1*/2*/YH Oliva/ESP vom 22. bis 25. Februar; www.metoliva.com

Quelle: FN-press

Es gehört mittlerweile fest zum Inhalt der Ausbildung im NRW Landgestüt, dass die angehenden Pferdewirte im Rahmen einer innerbetrieblichen Maßnahme Fahr- und das Longierabzeichen ablegen. Die Auszubildenden freuen sich über das Angebot, da es nicht nur einen positiven Nutzen für das spätere Berufsleben hat, sondern auch für das Mitwirken bei Schaubildern im Landgestüt, wie zum Beispiel bei den Warendorfer Hengstparaden.

Am 15. Februar standen nach intensiven Vorbereitungen in Theorie und Praxis die offiziellen Abzeichenprüfungen für insgesamt 11 Teilnehmer an, die allesamt mit Erfolg absolvierten. Sechs Teilnehmer haben nun das Fahrabzeichen der Klasse fünf. Zudem stand das Longierabzeichen auf dem Programm.

Die Vorbereitungen auf die Prüfungen wurden von Obersattelmeister Christian Koller geleitet. Er ist ein versierter Fahrer und Ausbilder an den Leinen. Zahlreiche Hengste aus dem Landgestüt hat erfolgreich bei den Bundeschampionaten der Fahrpferde vorgestellt und ist bei den Veranstaltungen federführend bei den Schaubildern in denen Kutschen im Einsatz sind. Als Richter haben Karl-Heinz Wiemer und Franz Fleischhauer die Prüfung abgenommen.

Wir gratulieren: Franziska Brebaum, Leah Chodziak, Jennifer Drees, Gilian Landherr, Dominik Lübbecke, Nina Meißner, Lea Müller, Pia Pinzl, Maximilian Rommel, Vanessa Seemann, Leonie Stephan.

Weitere Informationen über das NRW Landgestüt und rund um die Ausbildung gibt es auf www.landgestuet.nrw.de.

Quelle: Nordrhein-Westfälisches Landgestüt

Foto: Georg Frerich/ Fahrabzeichen 2018

Am 28. und 29. April locken CIC*- und CIC**-Prüfungen sowie die Westfälischen Meisterschaften nach Münster-Handorf.

Münster. Zum Auftakt der Buschsaison 2018 zieht das internationale Vielseitigkeitsturnier an der Westfälischen Reit- und Fahrschule Münster-Handorf wieder Top-Reiter aus dem In- und Ausland ins Münsterland. Am 28. und 29. April erwartet Turnierleiter Jörg Jacobs die Promis der Busch-Szene ebenso wie Nachwuchstalente und die besten Reiter aus Westfalen. Denn neben den CIC*- und CIC**-Prüfungen werden auch die Westfälischen Meisterschaften der Reiter, der Jungen Reiter sowie der Junioren ausgetragen. Die westfälischen Nachwuchsstars genießen es, ihre Meisterschaften im Umfeld der großen, internationalen Prüfungen zu reiten. Wie schon im Vorjahr gelten die „Westfälischen“ als Sichtung für die Deutschen Jugendmeisterschaften in der Vielseitigkeit.

Aber auch die Saison der Weltreiterspiele in Tryon (USA) wirft ihre Schatten voraus. Voraussichtlich werden einige deutsche Kaderreiter ihre Pferde in Münster satteln. Die Bedingungen an der Westfälischen Reitschule sind dafür perfekt. Der großzügige Geländeplatz bietet alle gängigen Hindernisarten und einen Wasserkomplex. Die Zuschauer können die Starter hier gleich an mehreren Hindernissen sehen. Außerdem gibt es einen Dressurplatz (20 x 60 Meter), einen Sandspringplatz (45 x 90 Meter) und zwei lichtdurchflutete Reithallen. „Es lohnt sich wirklich, hier teilzunehmen, die Bedingungen sind top“, sagt Olympiasiegerin Ingrid Klimke. Obwohl es sich bei dem internationalen Turnier um eine absolut hochkarätige Veranstaltung handelt, wird der Geldbeutel in Münster geschont. Turnierleiter Jörg Jacobs: „Auch in diesem Jahr ist der Eintritt wieder frei.“

Infos: http://wrfs.online

Quelle: Susanne Müller

Foto: wrfs/ Ingrid Klimke gehört zu den Top-Reitern, die auch schon in den vergangenen Jahren bei der internationalen Vielseitigkeit in Münster an den Start gingen.

Sieger und Platzierte in Neumünster, Ocala/USA und Vilamoura/POR

Internationales Weltcup-Dressur- und Springturnier „VR Classics“ (CDI-W/CSI3*) vom 15. bis 18. Februar in Neumünster

Großer Preis
1. Christopher Kläsener (Bad Essen) mit Cassandra 340; 0/0/45,20
2. Harm Lahde (Hessingen) mit Oak Grove’s Heartfelt; 0/4/50,71
3. Clarissa Crotta (Wettringen) mit SGW Lord Poldy; 4/57,24

Grand Prix****
1. Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey FRH; 78,043 Prozent
2. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Sammy Davis jr.; 76,739
3. Daniel Bachmann Andersen (DEN) mit Blue Hors Zack; 74,739

Grand Prix Kür****
1. Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Damsey FRH; 83,880 Prozent
2. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Sammy Davis jr.; 81,565
3. Daniel Bachmann Andersen (DEN) mit Blue Hors Zack; 81,475

Grand Prix***
1. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Faustus 94; 73,033 Prozent
2. Juliane Brunkhorst (Hamburg) mit Fürstano; 69,067
3. Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit Fiero 9; 67,833 ‚

Grand Prix Special
1. Dorothee Schneider (Framersheim) mit Faustus 94; 74,059 Prozent
2. Juliane Brunkhorst (Hamburg) mit Fürstano; 69,490
3. Ninja Rathjens (Barmstedt) mit Emilio 111; 69,059

Weitere Informationen unter www.reitturnier-neumuenster.de

Internationales Offizielles Springturnier (CSIO5*) vom 13. bis 18. Februar in Ocala/USA

Nationenpreis
1. Canada; 8
2. Brasilien; 16
3. Irland; 24

5. Deutschland; 32 (Andre Thieme (Plau am See) mit Conthendrix/Christian Heineking (Wesenburg) mit NKH Caruso/Markus Beerbaum (Thedinghausen) mit Cool Hand Luke/Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) mit Daisy)

Großer Preis
1. Rowan Willis (AUS) mit Blue Movie; 0/0/47,46
2. Devin Ryan (USA) mit Eddie Blue; 0/0/48,17
3. Rodrigo Lambre (BRA) mit Velini; 0/0/48,92

7. Markus Beerbaum (Thedinghausen) mit Cool Hand Luke; 1/75,54

Weitere Informationen unter www.hitsshows.com

Internationales Springturnier (CSI3*/1*) vom 12. bis 18. Februar in Vilamoura/POR

Großer Preis
1. Piergiorgio Bucci (ITA) mit Heartbreaker Vd Achterhoe; 0/0/35,75
2. Matias Alvaro (ITA) mit Tempo des Brieres; 0/0/35,96
3. David Will (Herford) mit Chillert Blue; 0/0/36,33

Weitere Informationen unter www.vilamouratour.com

Quelle: FN-press

Im Februar fand im Westfälischen Pferdezentrum Münster-Handorf die 20. Trakehner Hengstschau statt, organisiert vom Trakehner Verband und dem Zuchtbezirk Westfalen.

Mehr als 30 Trakehner Hengste warben um die Gunst der Züchter. Modernes Bewegungspotenzial in Kombination mit abgeklärter Coolness kennzeichnete die Auftritte der Jüngsten und bei den heranwachsenden und älteren Jahrgängen ließ sich der Ausbildungsfortschritt bis hin zur schweren Klasse verfolgen. Die Dressuraspiranten wussten mit genetischer Diversität zu punkten. So war der seinerzeitige Weltranglisten-Erste, Gribaldi, mit diversen Söhnen, Enkeln und Urenkeln vertreten, unter ihnen der bereits S-siegreiche HERAKLES. Gefallen konnten Söhne des seinerzeitigen Reservesiegers Herbstkönig wie auch Vertreter der begehrten Linie des Hohenstein-Caprimond, auf S-Niveau vertreten durch den charmanten Rapphengst WINDSOR. Der große Hörsteiner Vererber Sixtus war ebenfalls allgegenwärtig: bei den Dressurpferden über die Väter Axis, Imperio und SCHWARZGOLD, der auch selbst eine Kostprobe schwerer Lektionen gab, vertreten, ebenso wie bei den Springpferden über HIRTENTANZ und seine Söhne und Enkel.

Gelungen zeigten sich zehn springorientierte Hengste, deren Anpaarung in der Mehrheit die Vielseitigkeit zum Ziel haben dürfte. So war Championatsreiter Kai-Steffen Meier mit gleich drei im Busch bereits international erfolgreichen Hengsten aus dem belgischen Arville angereist. Mit dem CIC-erfolgreichen Asagao xx und dem in Frankreich in schweren Springen siegreichen Anglo-Araber Nathan de la Tour AA war sportlich geprüftes Spezialblut am Start und der in Polen gezogene Trakehner Schimmelhengst ADORATOR, sechsjährig CIC*-siegreich und im Parcours M-platziert, debütierte unter Beatrice Buchwald mit einem viel beachteten Auftritt als Dressurtalent.

Emotionale Momente brachte das Wiedersehen mit dem seinerzeitigen Siegerhengst und internationalen Grand Prix Sieger MÜNCHHAUSEN, 23-jährig und sprühend vor Leben, wie auch die Verabschiedung des vielfach S-siegreichen KAROLINGER I aus dem Sport.

Verabschiedet hatte sich auch der „Vater“ der großen Trakehner Hengstschau: Dr. Hans-H. Becker hatte im Vorjahr sein Amt des Zuchtbezirksvorsitzenden in jüngere Hände weitergereicht und das neue Team unter Leitung von Dieter und Gaby Pothen bestand an diesem eisigen Wochenende seine Feuertaufe. Eine Premiere, die genauso gut gelang wie der vorgeschaltete, ausverkaufte Züchterabend mit spannender Podiumsdiskussion zum Thema „Aktueller Einfluss von Spezialblut auf die Zucht von Vielseitigkeitspferden“. Auf dem Podium diskutierten Dr. Annette Wyrwoll, Olympiateilnehmerin, Aktiven-Sprecherin und Mitglied der Trakehner Sportkommission, Elmar Lesch, erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter, Initiator der Top-Eventers Auktion und Trakehner Körkommissar, Martin Plewa, Reitmeister, ehemaliger Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, internationaler Turnierrichter sowie Lars Gehrmann, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Trakehner Verbandes.

Vom 13. bis 15. Februar fand in Münster–Handorf die erste HLP Sportprüfung Dressur statt. HIS MOMENT v. Millennium sicherte sich die Deckerlaubnis für die laufende Decksaison, für die er in Neustadt/Dosse aufgestellt ist. Der fünfjährige INTARSIO v. Ovaro bestand den Test ebenfalls.

Weitere Informationen: www.trakehner-verband.de

Quelle: Trakehner Verband e.V.

Foto: Dr. Peter Richterich/ Adorator, das Multitalent: In Polen gezogen, in Deutschland gekört, unter Jens Hoffrogge CIC1* Sieger und im Parcours M-platziert, stellte er bei der Trakehner Hengstschau erstmals unter Beatrice Buchwald sein Dressurtalent unter Beweis.

Neumünster – Er kennt das Pferd erst seit anderthalb Monaten, er ist zum ersten Mal bei den VR Classics dabei und überhaupt fühle sich das alles richtig gut an: Christopher Kläsener, 23 Jahre junger Springreiter aus dem Stall Kutscher und Bitter in Bad Essen, hat den prestigeträchtigen und traditionsreichen Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der Stute Cassandra gewonnen. Erst neun Jahre alt ist die Clearway Tochter. Interesse an der Stute hatte auch Paul Schockemöhle. “Ich habe gestern noch gedacht – frag mal nach Cassandra – wollte dann aber lieber abwarten. Da brauche ich jetzt wohl nicht mehr zu fragen….”, stellte der VR Classics-Chef schmunzelnd fest.

Christopher Kläsener, der aus einer dem Reitsport verbundenen westfälischen Familie stammt, arbeitet als Bereiter im Stall von Top-Reiter Marco Kutscher und der sechsmaligen Deutschen Meisterin Eva Bitter. Diese beiden und Zoe Osterhoff, Mitbesitzerin von Cassandra, vertrauten Kläsener die Holsteiner Stute an. “Sie hat in Verden schon im Großen Preis begeistert, es ist hier erst unser drittes Turnier….” stellte Kläsener höchst zufrieden fest. Nur er und der zweitplatzierte Harm Lahde aus Heeslingen mit Oak Grove`s Heartfelt blieben im Umlauf der Weltranglistenprüfung fehlerfrei und lieferten sich beide ein spannendes Stechen. “Ich hatte im vergangenen Jahr die schnellste Zeit aber einen Fehler”, erinnerte sich Lahde, “das wollte ich in diesem Jahr auf jeden Fall besser machen.”

Hinter den beiden Herren reihte sich Clarissa Crotta aus der Schweiz ein, die mehrere Jahre in Breitenburg zuhause war und mit SGW Lord Poldy auf Rang drei jumpte. Crotta nutzte die Chance, sich zu bedanken, zum einen bei Paul & Bettina Schockemöhle für die Starterlaubnis, zum anderen aber “für ein wirklich toll organisiertes Turnier mit einem besonderen Publikum. Man merkt einfach, dass die Leute hier eng mit Sport und Zucht verbunden sind.” Ein Umstand, den auch Dr. Michael Brandt (Volksbanken und Raiffeisenbanken Schleswig-Holstein) betonte – die enge Verbindung zum Sport und zur Zucht. Seit rund vier Jahrzehnten sind die Volksbanken und Raiffeisenbanken Partner der VR Classics – ein Engagement, das einzigartig sei.

Freude über wachsende Zahlen
Paul Schockemöhle & Ullrich Kasselmann, Veranstalter der VR Classics seit 2009, durften zufrieden wachsende Besucherzahlen feststellen. Um knapp 500 stieg die Zahl der Zuschauer auf insgesamt 38.600. Ein Zuwachs, den vor allem das Programm am Freitagabend ermöglichte. Samstags und Sonntags wird es traditionell sehr voll in den Holstenhallen, dann versammeln sich auch etliche Pferdefans in der Halle 5, um den FEI World Cup Dressage und den Großen Preis auf der Videoleinwand zu verfolgen. Die Holstenhalle 1 ist dann immer bis auf den letzten Platz besetzt. Neumünsters VR Classics bewerben sich erneut um den Dressur-Weltcup beim Weltverband FEI und sowohl Kasselmann, als auch Schockemöhle haben gute Argumente auf ihrer Seite und blicken den Gesprächen aufmerksam aber gelassen entgegen.

Schön, stark, Sieger – sh:z Youngster-Finale
Das Siegerpaar der Auftaktprüfung in der Youngster-Tour, stand auch im sh:z Youngster-Finale ganz vorn. Alexa Stais aus Südafrika pilotierte den erst sieben Jahre alten Dynamit Nobel KW an die Spitze im Finale. “Ich sage ja, er ist ein Mädchentraum – bildschön und völlig unkompliziert, er konzentriert sich, ist ganz einfach im Umgang, liebt sein Futter….”, lachte die Springreiterin glücklich. “Das System der Youngster-Prüfungen ist gut, es erlaubt, Pferde ihrem Alter entsprechend korrekt auszubilden und zu zeigen. In Südafrika gibt es nichts vergleichbares”, unterstreicht die Siegerin.

Felix Haßmann landet Doppelerfolg in Neumünster
Felix Haßmann hatte am Samstag einen Top-Tag in den Holstenhallen. Erst gewann der Westfale das Championat von Neumünster mit Cayenne WZ, dann folgte am Abend der nächste Sieg in einem Weltranglistenspringen mit SIG Captain America. Mit dem neun Jahre alten Wallach gewann der 32-jährige den Preis der Performance Sales International.

Kostümpremiere machte Freude
Den SWN Cup am Samstagabend gab es erstmals als Punktespringprüfung mit Joker und Kostümwertung und das kam schon gut an, bevor überhaupt das erste Pferd die Bahn betrat. Bastian Schlaider schlenderte als cooler Rocker ins Hallenoval und diskutierte kurz mit “Shawn” dem Schaf über den kürzesten Weg von A nach B. Stefan Jensen konnte die Hoffnung im Chirurgen-Dress mit Mundschutz nicht erkannt zu werden, gleich wieder begraben und Anne Tuschke als “Bademeisterin” hatte sich sogar Verstärkung mitgebracht: Vereinsmitglieder im Taucherdress mit Schwimmflossen, Rettungsringen, Bademützen und Quietscheenten…..

Und auch vor den Pferden machte die Lust zum Verkleiden nicht Halt, da trabte überraschend ein schneeweißes “Einhorn” mit Glitzerhufen und Philip Battermann im Sattel ins Hallenoval und Sven-Gero Hünicke hatte verschwenderisch mit Rosen am Pferd hantiert – also mit Papierrosen, nicht den echten pieksigen Exemplaren und verteilte Blumen an jede erreichbare Dame…..

Ergebnisübersicht VR Classics

10 CSI3* – Int. WRL-Springprüfung mit Stechen (1,55 m) – LR, Großer Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken
1. Christopher Kläsener (Bad Essen/ZRFV Dorsten e.V./GER) auf Cassandra 340 *0.00 / 45.20
2. Harm Lahde (Heeslingen/RV Aller-Weser/GER) auf Oak Grove’s Heartfelt *4.00 / 50.71
3. Clarissa Crotta (Ahaus/RSC Osnabruecker Land e.V./SUI) auf SGW Lord Poldy 4.00 / 57.24
4. Denis Nielsen (Isen/RA München e.V./GER) auf DSP Cashmoaker 4.00 / 57.61
5. Mario Stevens (Molbergen/RUFV Lastrup e.V./GER) auf Credo 17 4.00 / 58.53
6. Werner Muff (Seuzach – CH/SUI/SUI) auf Cosby 4.00 / 58.88

13 CSI1* YH – Int. Zwei-Phasenspringprüfung, Finale Youngster Tour, präsentiert vom sh:z
1. Alexa Stais (Südafrika), Dynamit Nobel KW 0/ 25,22
2. Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Hamburg), Flipper La Premiere, 0/ 25,86
3. Philip Rüping (Steinfeld), Calle Comme, 0/25,99
4. Jörg Kreutzmann (Schretstaken), Chepman 0/ 26,08
5. Teike Carstensen (Sollwitt), Coral 0/ 27,84
6. Patrick Stühlmeyer (Steinfeld), For Laubry 0/ 28,56

9 CSI3* – Int. WRL-Springprüfung mit Stechen (1,50 m) – LR, Preis der Performance Sales International
1. Felix Haßmann (Lienen/Zucht-,Reit u. Fahrverein Lienen e./GER) auf SIG Captain America *0.00 / 34.52
2. Christian Ahlmann (Marl/RFV Alt Marl e.V./GER) auf Caribis Z *0.00 / 35.09
3. Mario Stevens (Molbergen/RUFV Lastrup e.V./GER) auf Landano OLD *0.00 / 36.56
4. Katharina Offel (NC Bemelen/RG Haus Dorp e.V./GER) auf Elien *0.00 / 37.00
5. Joachim Heyer (Cloppenburg/RUFV Cappeln/GER) auf Nogadishu *0.00 / 40.45
6. Charlotte Bettendorf (Remouchamps – Belgien/Societe Hippique Rurale/LUX) auf Penta *4.00 / 34.63

24 Nat. Punktespringprüfung Kl.S* mit Joker
1. Bastian Schleider (Elmshorn/RuFV von Elmshorn u.Umg. e.V./GER) auf Avourneen 22 65.00 / 46.90
2. Stefan Jensen (Bosbüll/RuFV Südtondern e.V. Leck/GER) auf Hariko P.M.S. 65.00 / 50.33
3. Anne Tuschke (Ladelund/RFV Wilhelminenhof Ladelund e.V./GER) auf Billie Jean 10 65.00 / 54.35
4. Sven Gero Hünicke (Fehmarn/Fehmarnscher Ringreiterverein e.V./GER) auf Annabella C 59.00 / 47.27
5. Michael Ziems (Wöhrden/Reit- u.Fahrverein Germ. Marne/GER) auf Cometo Win 59.00 / 48.67
6. Kristin Kirchner (Schenefeld/PSV Friedrichshulde e.V./GER) auf Elba-Montanja 56.00 / 49.54
7. Philipp Battermann (Schülp/RFV Höllnhof e.V.Schülp/GER) auf Claristo 25.00 / 47.80

Informationen zu den VR Classics 2018, Impressionen, Nachrichten und Details zu Preisen und Plätzen gibt es im Internet unter: www.pst-marketing.de. Ganz einfach finden Sie die Veranstaltung unter #VRClassics.

Quelle: Comtainment GmbH

Foto: Stefan Lafrentz/ Christopher Kläsener mit Cassandra im Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken.